Beiträge von Phasenverschobener

    Das ist der Punkt, man geht von der Annahme aus, dass die “Ausdehnung“ linear und konstant erfolgt aufgrund des Miniauschnittes auf die Sicht der Dinge, der uns zur Verfuegung steht.

    Gruss Jo


    Hallo Jo,

    ....eigentlich nicht. Genau genommen widerspricht eine linear konstante Ausdehnung sogar den kosmologischen Standartmodell, da sieht es klassisch eher so aus - nicht gerade linear. Uptodate ists noch ein wenig umständlicher, sei es drum.

    Aber auf die eigentliche Frage hinter deinem Posting geht am besten Matthias Bartelmann ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=dOlSueeR72Q

    Gruß


    Hi Nubok,

    erstmal frohes Neues.

    Der Artikel ist allerdings schon lange überholt, die eigentliche Arbeit dahinter ist vom 12 Oktober 2011. Ronald A.J. van Elburg ist der Autor und hat seine Aussagen in der Form schon längst revididiert. Einfach weil das OPERA-Team dies nicht übersehen hat, sondern Ronald A.J. van Elburg hat übersehen das all das von OPERA-Team berücksichtigt wurde. ;) Das inzwischen vierte Update seiner Arbeit ließtsich schon deutlich anders.

    Mal ein anderer Artikel für einen breiteren Überblick:

    "Prompte Reaktionen

    Seit der Ouvertüre sind fast sieben Wochen vergangen. [u]Auf dem Arxiv, der von Physikern bevorzugten Online-Plattform für wissenschaftliche Vorabdrucke, sind inzwischen weit mehr als hundert Arbeiten publiziert worden, die in der einen oder anderen Form auf das Opera-Experiment Bezug nehmen.[/b] Die Qualität der nicht begutachteten Beiträge schwankt stark, die Themenpalette ist breit. Spekulative Vorschläge, wie sich das Experiment interpretieren liesse, finden sich hier ebenso wie akribische Beschreibungen von Fehlern, die der Opera-Arbeitsgruppe bei der Auswertung der Daten angeblich unterlaufen sein sollen. [...]

    Kritik an der Zeitmessung

    Einer der Ersten, die sich per Arxiv zu Wort meldeten, war Carlo Contaldi vom Imperial College in London. Er bemängelte, man habe bei der Synchronisation der Uhren die Erdrotation und andere Effekte ausser acht gelassen. Contaldi schätzte ab, dass dies gut und gerne zu einer Unsicherheit von 30 Nanosekunden, also der Hälfte des beobachteten Effekts, führen könnte. In das gleiche Horn stiess wenig später Ronald van Elburg von der University of Groningen. Er bezichtigte die Opera-Arbeitsgruppe, die Flugzeit der Neutrinos im falschen Bezugssystem berechnet zu haben. Wende man die Relativitätstheorie konsequent an, bringe das die Zeitdifferenz komplett zum Verschwinden.

    Von den Medien wurden diese Einwände begierig aufgegriffen. Die Forscher der Opera-Arbeitsgruppe reagieren hingegen reserviert, wenn man sie darauf anspricht. Die Einwände basierten auf Missverständnissen und falschen Interpretationen der Opera-Publikation, lässt Autiero per E-Mail verlauten. Die jüngste Entwicklung scheint ihm recht zu geben. So hat sich van Elburg inzwischen von seiner Publikation distanziert und eine entschärfte Version ins Netz gestellt. Auf seiner Webseite entschuldigt er sich zudem bei der GPS-Gemeinde für unhaltbare Vorwürfe. Auch Contaldi gibt zu, dass er bei seinen Abschätzungen teilweise von falschen Annahmen zum Uhrenvergleich ausgegangen sei. Die Schuld dafür schiebt er allerdings der Opera-Arbeitsgruppe zu. Diese habe es in ihrer Online-Publikation versäumt, die Messung genau genug zu beschreiben." NZZ Online (Unterstreichungen von mir)

    Der Artikel ist insgesamt ganz lesenswert, wenn auch schon etwas veraltet. Dort wird eine Nachmessung angekündigt, um einen Fehler auszuschließen, den man wirklich nicht berücksichtigt hatte. Die ist inzwischen durchgeführt und dieser mögliche Fehler wurde ausgeschlossen. Das Ergebniss steht nachwievor.

    Gruß

    Ich habe mal Sütterlinschrift gelernt, auch sehr elegant. Die altdeutsche Schreibschrift. Der Kontrast zur heutigen Schrift ist noch krasser. Der Hintergrund war aber eher ein banaler: Mein Matheprof war zu faul über Vektoren ein Pfeil oder einen Unterstrich zu machen. Nachdem die erste Tafel voll mit Sütterlin geschrieben hatte, dachte ich, ich sei jetzt wirklich im Ausland. 8| Aber Sütterlin bleibt elegant.


    Gruß

    denn solange ich betonen muss, dass ich etwas n i c h t möchte, glaube, sehe, will, wie auch immer, gebe ich ihm Kraft und Existenz. Wenn ich es nicht nötig habe, auszudrücken, [...]

    ....dann könnte das auch daran liegen, weil viele viele Menschen daran glauben und es auch 'nötig' haben das ausdrücklich zu betonen. Sogar mächtige Organisation genau um diesen Glauben aufbauen, ausdrücklich missionieren, gar Menschen Ihre eigenes Leben daran ausrichten.

    Wechsel doch ein mal die Position, aus atheistischer Sicht leben die eine Märchen, das so nicht richtig ist. Für einen Gläubigen ist es auch selbstverständlich, einen Atheisten auch mal seine Meinung zu Gott zu sagen. Wenn aber ein Atheist seine Meinung sagt, dann soll allein die Tatsache, das er sie sagt beweisen, das sie falsch ist?


    Gruß

    Nubok

    Was ist denn der Kardinalfehler von Thomas Robert Malthus? Denn geirrt hat er offensichtlich mit seinen Prognosen. Der Kardinalfehler ist, das er davon ausging das die Art und Weise wie wir die vorhandenen Ressourcen nutzen eine unabänderliche Konstante ist.

    Das wird sofort klar, wenn man die Abstraktionsebene 'konsumieren' mal verlässt und runter zu konkreten Beispielen geht. Nehmen wir seltene Erden, die werden hauptsächlich aus der Erde rausgeholt, in Elektrogeräte eingebaut und dann weggeworfen. Das ist unser Verhalten hier und jetzt. Ja und das beutet den Planeten aus. Unbestritten. Aber die Art und Weise wie wir dies tun ist nicht konstant.

    • Wer sagt denn, das wenn die seltenen Erden mal wirklich knapp werden, kein Mensch auf die Idee kommt mal unseren eigenen Müll zu wühlen und sie da wieder rauszuholen?
    • Wer sagt denn, das es keine technsichen Fortschritte gibt. Zum Beispiel Nanotubes zu nutzen, wäre sogar noch effizienter. Es kauft ja keiner Handys, weil er seltene Erden verbrauchen will.
    • Könnten irgendwann mal robuste Handys, statt wegwerfhandys üblich werden?

    Ich behaupte mal, das du kein konkretes Beispiel finden kannst, wo man bei näheren überlegen das eigentliche Problem an ganz anderer Stelle findet. Nahrung. Wir nutzen die Ressourcen die uns zur Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen unglaublich ineffizient. Rechne dir mal aus, wieviel mehr Nahrung zur Verfügung stünde, wenn das Fleisch wieder teurer werden würde und wir es nur noch ein zwei mal die Woche essen. Ganz unabhängig davon, haben wir zur Zeit und wohl auch in den nächsten Jahrzehnten sowieso hauptsächlich ein Verteilungsproblem.

    Beim konsumieren ging es niemals allein um den Willen der Einzelnen. Unser Konsum wurde schon immer eingeschränkt, auch gegen unseren Willen/Wünschen, ohne das es je zu wirklichen Problemen führte. Wir konsumieren nämlich meist nur soviel, wie wir uns auch leisten können. Finanziell. Andersherum führt es viel eher zu Problemen, wenn wir mehr konsumieren, als wir uns leisten können. Stichwort: Leben auf Pump. Da wären wir bei der Wirtschaft. Kriege? Kriege sind ein Problem der Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden. Konflikte wird es immer geben, das ist realistisch gesehen unvermeidbar und im wesentlichen unabhängig von der Bevölkerungszahl. Sei es um Ressourcen oder gerade darum. Das Problem muss so oder so angegangen werden.

    Für mich zäumt man das Pferd schlicht von der falschen Seite auf, wenn man die Bevölkerungszahl zum Problem macht, anstatt sie von einer anderen Seite anzugehen. Das da Probleme sind, das bestreite ich nicht.


    Gruß

    Und hier werden die intelligenteren tv-gucker auf das bevorstehende Bevölkerungswachstum vorbereitet. 8)

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    Gruß

    Hallo

    Interessante Messung, mit interessanten Ergebnis.

    Erstmal, zu Neutrinos selbst oder um was für Dinger geht es eigentlich. Neutrinos wurden von Wolfgang Pauli zuerst theoretisch vorhergesagt. Diese Vorhersage basierte darauf, das bei Kernzerfallsprozessen Energie fehlte, was ein Verstoß gegen den Energieerhaltungssatz wäre. Pauli postulierte 1930 das die Energie gar nicht fehlte, sondern in Form bis dato unbekannten Teilchen freigesetzt werde das sich den damals gängigen Messungen entzog. 1933 präzisierte Enrico Fermi die gesamte Theorie über Kernprozesse, die auch die Neutrinos mit einschloss. Erst 1956 kam es zum experimentellen Nachweis von Neutrinos durch Clyde L. Cowan and Frederick Reines. Ein m.E. ausführlicher und fundierter Vortrag zum Thema, der auf Laien abzielt gibt es hier. [*]


    Zum Experiment selbst, gehe ich davon aus, das die Experimentoren ehrlich und kompetent gearbeitet haben. Nur um gleich mal abzugrenzen von der Diskussion die nebenher läuft. Welche Konsequenzen das Experiment hat, darauf werde ich mich nicht festlegen. Dazu ist das Ergebnis viel zu jung und es wurde noch nicht breit an wesentlichen Stellen abgeklopft, die das Ergebnis erklären können.

    • Fehlertoleranz: Zu jeder Messung gehören Messfehler. Dies müssen korrekt quantifiziert und entsprechend der Fehlerfortpflanzung verrechnet werden. Das gehört zwingend zu jedem Experiment in der Physik. Hier muss erst mal abgesteckt werden, ob hier nicht eine Fehlerquelle vergessen wurde oder falsch bestimmt wurde. Geschwindigkeiten von Neutrinos lassen sich nicht so einfach erzeugen und messen, wie man es vom Auto oder hundertmeterläufer kennt, schon gar nicht in der notwendigen Genauigkeit. Der Aufbau des Experimentes ist sehr komplex, deswegen ist die Annahme das so etwas unbeabsichtigt passiert sein könnte ist völlig plausibel. Der Teufel steckt oft im Detail und je komplexer ein Aufbau wird, desto mehr fiese Details gibt es die man übersehen kann.
    • Artefakt: Ein Artefakt ist ein falsches Messergebnis, das durch die Messmethode generiert wird. Da in diesem Experiment nicht die Geschwindigkeit von Neutrinos selbst, sondern die Geschwindigkeit der Verteilungen in 'Neutrinopacketen' kann zum Beispiel eine asymmetrische Dämpfung (Der eine bisher unbekannte Ursache zu Grunde liegt) zu einem Artefakt führen. Das Prinzip dahinter hatte ich schon mal an anderer Stelle, mit ähnlichen Hintergrund, ausführlich erklärt.
    • Richtiges Ergebnis: Neutrinos bewegen sich in genau diesem Fall schneller als Licht.

    Insoweit halte ich mich mit weiteren Spekulationen gediegen zurück, solange die drei Punkte nicht mit breiter Basis noch mal fundiert abgeklopft wurden. In der Reihenfolge, wie ich sie oben angeschrieben habe. Zumindest in den Massenmedien scheinen fast alle sofort auf Punkt 3 über zugehen, aber das war schon immer so und nicht das erste mal. Ist einfach 'sensationeller', wie die anderen beiden.

    Gruß

    [*] Alle Angaben zur Neutrinomasse in diesem Vortrag werden obsolet, sollte sich Neutrinos wirklich schneller als Licht bewegen. Denn diese Folgerung aus zahlreichen Experimenten funktionieren mit der Prämisse, das sie das nicht tun.

    Jo, nimm es locker. Sich im www über solche Angriffe aufzuregen ist so sinnvoll, wie sich über das Wetter aufzuregen. Es ist sinnvoller die Löcher im Dach abzudichten, wo es durchtröpfelt, als zu versuchen Herr(in) über das Wetter zu werden. ;)

    Es ist im übrigen ein Straftatbestand, nur hilft das nichts, weil man die Täter nur sehr schwer bis gar nicht ermitteln kann.

    Gruß

    Somit bleibe ich bei meiner These, dass die einzige Möglichkeit die ist, den Mechanismus einer potentiellen Schädigung herauszufinden.


    Wenn es keinen gibt? Wenn es einen gibt, der lediglich sehr komplex ist, so das er in nähere Zukunft nicht auffindbar sein wird? Die biochemie des Menschen ist hochkomplex, so das dies nicht unwahrscheinlich wäre. Ich meine, es geht doch um eine vermeindliche gesundheitliche Bedrohung. Selbst wenn es einen gibt, kann es wiederum sein das er so hochspezifisch ist, das er sich in der Praxis nicht auswirkt. Bis da handfeste Fakten vorliegen, gehen wahrscheinlich noch jahrzehnte ins Land. Und selbst wenn Du einen Mechanismus postuliert und widerlegt hast, kann es ja noch andere Mechanismen geben.

    Ein Beispiel für einem Mechanismus fällt mir unmittelbar ein: Für elektromagnetische Wellen gilt das Superpositionsprinzip. Das heißt, mit einer hochgenauen Positionierung und Ausrichtung vieler, vieler Handys in einem Raum, könnte man erreichen, das sich die Strahlung vieler Handys in einem bestimmten Punkt im Raum so überlappt (Von allen Handys muss sich genau in diesem Punkt der Wellenberg ihrer Strahlung überlappen), das die Strahlungsbelastung von der Energie her, für den Menschen kritische Werte erreicht. Nur in diesem Punkt. Wäre allerdings denkbar unwahrscheinlich, deswegen kaum praxisrelevant.

    Gruß

    Allerdings liegt in einem "ähnlichen" Frequenzbereich wie Handystrahlung auch Strahlung von DECT-Telefonen[...]


    Wo ist das Problem? ?(

    Die Behauptung die oft im Raum steht ist ja, das es die Masten sind die 'Auslöser' sind. Zumindest die Behauptung, an Masten gekoppelt, lässt sich so prüfen.

    Aber auch Handystrahlung an und für sich, kann man ähnlich herangehen. Dann führt man die Studien mit Handys/DECT-Telefonen durch und manipuliert sie so, das manche signifikant stärker/schwächer strahlen oder man setzt Gruppen aktiv in Laborumgebung regelmäßig aktiv mehr Strahlung aus (und manchen nicht). Letzteres wäre gleich eine narrensichere Verblindungsstrategie, weil wir nicht wahrnehmen ob wir gerade bestrahlt werden oder nicht...

    Das Vorgehen hat im Grundsatz einen unschlagbaren Vorteil: Es funktioniert unabhängig von einem bestimmten Mechanismus.

    Gruß

    Hallo

    Die ganze Problematik erscheint mir eher sympthomatisch. Es ist kein Geheimniss, das die großen Internetdienstleister ihren Reibach, eben mit dem Informationshandel machen. Das Prinzip ist einfach: Ich spionier dich aus, dafür bekommst du XY umsonst. Es wird toleriert. Einfach weil es für das auspioniert werden, was beliebtes umsonst gibt.

    Ich frage einfach mal frech: Was hat Huetter-IT hier zu suchen? Kann es sein, das Huetter-IT irgendwelche Statistiken bastelt und im Gegenzug das AZW irgend eine Software nutzen darf? Umsonst oder billiger. ;)

    Wie leicht wäre es, eine effizienten Schutz anzubieten? Super leicht, was mir unmittelbar einfällt, sind Dienstleister die Proxys zur Verfügung stellen und Datenkraken sperren. So wie es Proxies gibt, die virenverseuchte Seiten blocken. So könnte man SpyBetreiber auch als 'virenverseuchte' Seite abkanzeln. Würde nicht mal die Bequemlichkeit großartig einschränken, man könnte normal serven. Man könnte in Firefox ein ad on implementieren, AntiSpy on/off. Zensur ist das keine, sowas wäre ja nur Angebote, leicht nutzbar, nicht erzwungen. Die Frage ist nur, wer würde das wollen? Je nach dem, wie streng man esmit AntiSpy hält, könnte zum Beispiel AZW gesperrt sein. [*] Googel sowieso.

    Gruß

    [*] Facebook und Huetter-IT blocke ich hier gerade.

    Ein Mechanismus ist die Kür, aber brauchen tut man ihn nicht. Die Problematik hast Du ja schon angesprochen, aber das ließe sich mit Kontrollgruppen umgehen. Dann braucht man nur noch eine prüfbare Wirkung, mehr nicht. Verblindete Gruppen, in hinreichender Zahl. Die einen um aktiverte Handymasten und die anderen um deaktivierte. Etwas problematisch wäre nur das verblinden. Als Bonus könnte man noch Gruppen um X-beliebige Punkte machen, um zu überprüfen, wie schädlich sich die mediale Panikmache ausgewirkt hat.

    Wäre aber recht teuer, schließlich müßte man Mobilfunkmasten bauen und eine hinreichend lange Zeit nicht funktionsfähig betreiben. Das kostet.

    Gruß

    Hübsche Rechnung, du vergisst nur das die Zahlen keine Gewinne, sondern Verluste sind. Das hätte Libyen vorweg bezahlen müssen und nicht einnehmen können. Die westliche Agrarindustrie bekommt ihr Wasser hauptsächlich umsonst vom Himmel geregnet. Dazu kommen bei der EU noch Subventionen, die Dumpingpreise generiert, mit denen man die Agrarindustrie afrikanische Länder mit günstigeren Voraussetzungen, geringeren Lohnkosten als in Libyen von Markt wegputzt.

    Wie hätte ein solches Projekt, mit den gigantischen Billionenkosten die Du vorgerechnet hast, nur den Hauch eine Chance in Afrika gegen die westliche Agrarindustrie, die für Ihr Wasser keine Billionen zusätzlich bezahlen muss?

    Gruß

    Nur mal so als Beispiel: Du hast ja schon gesagt, das in Libyen eine Stammesgesellschaft verankert ist. Al Gadaffi wußte mit Zuckbrot und Peitsche diese sehr gut unter Kontrolle zu halten. Er hat sich schließlich nicht gerade kurz an der Macht halten können. Demokratie hin oder her, Islamismus hin oder her, menschenrechte hin oder her, es ist für mich sehr fraglich, ob das eine neue Regierung in nähere Zukunft überhaupt können wird. Auch ein andere Punkt wird eine neue Regierung massiv unter Druck setzen: Der persönliche Wohlstand der breiten Masse.

    Gruß

    Hallo Abraxas

    Für einen Krieg muss viel passieren. Die Akte Libyen ist durchtränkt mit Kriegspropaganda in allen Richtung, ich weiß zu wenig über die Rebellen und ich weiß zu wenig, was die kriegsführenden Nationen wußten. Was ich aber weiß ist, das al Gadaffi für westliche Nationen in vielerlei Hinsicht, gerade was geostrategische Lage angeht, ein 'guter Fang' war, als sich der Westen sich Bush und seinem Feldzug 'gegen den Terror' gegenüber Libyen wieder öffnete. Deswegen tu ich mich so schwer, mit einer solchen Begründung. Mit 'Muslimbruderschaft' bin ich auch vorsichtig, ich möchte islamistische Bewegungen in Libyen, die es sicher gibt, nicht mit jener Muslimbruderschaft in Ägypthen gleichsetzen. Was durch die Namensgebung aber unmittelbar suggeriert wird.

    Geostratgisch gebe ich aber mal die Wette ab, das der Westen mit der neuen Regierung, nicht besser da stehen wird, als mit al Gadaffi. Mal sehen, die Zeit wird es zeigen.

    Gruß