das tier verblütet elend. wärend es stirbt hat es todesangst. was verspürt der schlächter wenn er in den augen des tieres blickt ( das ist kein ritual dass nur mal im jahr abgehalten wird). der schlächter fühlt übermacht. er schaut zu wie das leben eines göttlichen geschöpfes den körper verlässt. das ist pure schwarze magie.
Zunächst einmal, wird das Tier sicher nicht lange Leiden beim schächten. Beim Schächten wird die Hauptschlagader durchtrennt, was zu einen sofortigen und plötzlichen Blutdruckabfall führt. Betäuben ist selbstverständlich besser, weil dort der Schnitt selbst vom Tier auch nicht mehr wahrgenommen wird. Das das schlachten selbst, in jüdischen, moslimischen und teilweise auch in der christlichen Religion einen besonderen Status erhalten hat, ist sicher auch schwer nachvollziebar, aus Sicht der heutigen Konsum- und Wohlstandsgesellschaft. Es ist aber so, das Fleisch damals etwas ganz besonderes war, sozusagen ein Luxusgut.
So hat das schlachten, auch im deutschen Kulturraum einen fast rituellen Status bekommen, wo die ganze Familie zusammengekommen ist, mit der Schlachtekohl als Abschluss. Muss allerdings dazu sagen, dass das so gut wie ausgestorben ist in Deutschland (Gibt kaum noch Hausschlachter), gehörte zur deutschen Kultur wäre wohl treffender. Dass das schlachten selbst eine so große Rolle einnimmt oder besser einnahm, liegt einfach daran, dass Fleisch eben nicht aus dem Gefrierfach kommt, sondern eben vom schlachten. Heute wird das allzu gerne vergessen, das Steak liegt doch im Supermark im Kühlfach.
Der zweite Punkt ist, das sich die genannten Religionen, nicht erst im 20. Jahrhundert entwickelt haben, wo Bolzenschussgerät, elektrische Betäubung o.ä. zur Verfügung stand. Schön, Geflügel kann man einfach mit einem heftigen Schlag auf den Hinterkopf betäuben, mit einem Stock. Bei einem Schwein oder Rind, funktionier das jedoch nicht. Die halten zuviel aus. Es ist einfach so, dass das schächten, die schmerzfreiste Methode des Schlachtens war zur Zeiten, der Entwicklung der Religionen (Eben, weil man hier einen schnellen Blutdruckabfall erzeugt) und auch gutes Ausbluten sicherstellt. Es ist nun wirklich nicht schwer nachzuvollziehen, das die schmerzfreiste Schlachtemethode Einzug in die Religionen erhalten hat.
Das sich im letzten Jahrhundert, moderne Methoden und Geräte entwickelt haben, wusste damals verständlicher Weise keiner. So gibt es, zu mindest in der jüdischen Religion, eine starke Bewegung (Reformjuden), die dies auch berücksichtigen. Christen sowieso und bei den Moslims ist mir gerade nichts bekannt.
Gruß