Beiträge von Phasenverschobener

    Bis der jedoch in die praktische Anwendung gelangt, könnte es noch eine Weile dauern, von den Kosten ganz zu schweigen. Kennt ihr eine Alternative, die ähnliche Attribute aufweist und leistungsstark ist?


    Nein. Aerographit eine völlig neue Zufallsentdeckung, die noch aus diesem Jahr stammt. Es gibt kein 'alternatives Material' dazu. Wenn du es unbedingt herstellen willst ist es dir zugänglich, das Verfahren wird hier erörtert. Es ist keine Entwicklung eines Konzerns, sondern einer Uni - deswegen sind die Dokumente frei [1] zugänglich. Ein Teil des Verfahrens ist patentiert[2] und deswegen auch öffentlich zugänglich. Wenn du also unebdingt Aerographit herstellen möchtest, steht dem erstmal nichts im Wege. Lediglich bei einer möglichen kommerziellen Auswertung, mußt du dich mit den unten genannten Patentinhaber auseinandersetzen oder ein gänzlich neues Herstellungsverfahren entwickeln.

    Zitat

    Jetzt will ich mich mal als Erfinder und Tüftler versuchen und brauche dafür einen ultraleichten Akku, der bis zu 2000W ausspuckt, schnell läd und in der Anwendung lange hält[...]


    Wer will das nicht?

    Gruß

    [1] Aerographite: Ultra Lightweight, Flexible Nanowall, Carbon Microtube Material with Outstanding Mechanical Performance, Advanced Materials Volume 24, Issue 26, pages 3486–3490, July 10, 2012
    [2] S. Kaps , R. Adelung , C. Wolpert , T. Preuße , M. Claus , Y. K. Mishra ,
    Deutsches Patentamt 2011, WO 2011/116751A2

    Es mag eine Überraschung für manche sein, aber man kann sogar der Nasa bei sehr sehr vielen Informationen vertrauen und manch anderer offizieller Organisation.


    Es kommt darauf an, worum es genau geht und 'offizielle Organisation' ist auch nicht gleich 'offizielle Organisation'. GPS Satelliten sind auch nicht unbedingt gleich mit den Angaben der meisten Abteilungen der NASA, wo man Gesicht und Namen zu hat, um gegebenenfalls offen und Rückfragen direkt zu stellen. Heute via E-Mail ja super leicht. GPS ist ein Projekt des US-Verteitigungsminsterium und als solches auch erstmal undurchsichtigt.

    Trotz allem fragt man als erstes immer genau die, die es am besten wissen müssten. Du willst die Bediehungsanleitung, dann such zuerst beim Hersteller. Das tun auch alle, die technischen Dokumentationen einfach für ihre eigenen technischen Entwicklungen brauchen und abhängig davon sind. Letztere stellen damit eine breite Kontrollinstanz. Eine sehr, sehr, sehr breite und unabhängioge Kontrollinstanz. Das ist wichtig.

    Gruß

    Die Schnittstellenspezifikation ist nicht deswegen eine gute Quelle, nicht weil man der US-Regierung unbedingt vertrauen sollte - von der stammen die ja. Sondern weil es so viele Prüfer gibt, die aktiv mit den Informationen praktisch arbeiten. Angefangen bei einfachen Bastler, hoch zu Milliardenschweren Unternehmen die darauf aufbauende Anwendungen basteln und alle ziemlich genervt wären, wenn in der Bediehnungsanleitung für GPS-Satelitten Unsinn drin stünde. ;)

    Gruß

    Dann frag doch jemand der die Dinger baut,
    Ansonsten wird sich sicher auch Fachliteratur finden,
    die man zur Not auch ausleihen kann.


    GPS besteht klar erstmal klar militärische Satelitten, aber ein Teil ist völlig offen, was die zivile Nutzung erst möglich macht und unabdingbar ist. Wenn ich nicht weiß, was die Dinger machen wirds schwierig daraus eine Position zu zaubern. Die besten Quellen sind die Schnittstellenspezifikationen, die sich an jene richten, die GPS-Empfänger bauen wollen.

    mfg

    Ja natürlich die Uhren und die sind eigentlich auf der Basis von 10,23 MHz geeicht , oder ?


    Nein. Die Atomuhren sind der Taktgeber, nach dem die Trägersignale und alles was aufmoduliert wird, geeicht wird. Nicht anders herum.

    10,23 MHz ist die Frequenz des P-Codes, der wiederum von den Uhren geeicht wird (Nicht die Uhren von dem P-Code). In den Bild von eben sind doch alle wesentlichen Signale und Ihre Frequenzen drauf.

    Zitat

    [...]da ich ja nett bei der Konstruktion dabei war.


    Du kannst jeder Zeit prüfen ob die Uhren funktionieren. Das von den Uhren geeichte Signal ist ja überall empfangbar und ein Signal ist auch völlig opensource, du kannst jeder Zeit dein eigenen Empfänger basteln. Das ist der Clou beim GPS.

    mfg

    "100% Zucker und 0% Aspartam oder doch lieber 100% Aspartam und 0% Zucker?"

    Ich denke solche Aussagen lassen sich nicht treffen. Der menschliche Körper braucht doch wohl auch Zucker und da gilt wohl, was für vieles gilt: Zuwenig ist ungesund und zu viel auch. Ob man "den Schadstoff Zucker" ernst nimmt oder auch nicht, sogar übertreibt, ist wohl sehr verschieden. In der USA sind zum Bleistift Kinderüberraschungseier verboten. Quasi wie Drogen. Gut, man wird (noch) nicht so schnell eingebuchtet fürs Ü-Ei-dealen, aber saftige Geldstrafen setzt es.

    Gruß

    Eigentlich muss man erst einmal klären, mit welcher Frequenz die Uhren in den GPS-Satelliten laufen.


    Hallo Phasenverschobener, hoffe es geht es Dir gut?[/quote]
    Ja, danke.

    Eigentlich muss man erst einmal klären, mit welcher Frequenz die Uhren in den GPS-Satelliten laufen.

    Weißt Du es?


    Selbstverständlich, sogar ganz genau.
    [Blockierte Grafik: http://www.colorado.edu/geography/gcraft/notes/gps/gif/signals.gif]

    Gruß

    [size=10]
    Eigentlich darf man beim GPS die SRT gar nicht anwenden, weil die Satelliten sich nicht geradlinig bewegen, sondern die Erde umkreisen.

    Die SRT gilt aber nur für kräftefreie, gleichförmige und geradlinige Bewegungen.
    [/size]


    Das beschreibenende Bezugssystem muss (näherungsweise) kräftfrei sein - nicht das beschriebene Objekt. Das ist näherungsweise gut genug erreicht, wenn man die Bewegung der Satelliten von Erdmittelpunkt beschreibt.

    Zitat

    Ist eigentlich ganz einfach, denn der Gang der Uhren in den Satelliten wird ständig mit der Uhr im Kontrollzentrum verglichen, und die Abweichungen
    - egal wodurch sie entstehen - werden einfach korrigiert, indem man die Satelliten-Uhren per Funk nachstellt.


    Das geht leider nicht so einfach, die für GPS erforderlichen Genauigkeit ist dafür viel zu hoch. Einfach verlgleichen ist es nicht getan, schon gar nicht über Funk. Alleine das Funktsignal braucht wieder ZEIT die berücksichtigt werden muss.etc.pp.

    Gruß

    Hallo

    Im guardien haben drei Wissenschaftler eine ausführliche Medienschelte abgedruckt, der Freitag hat sie vollständig übersetzt . Die 'Schlagzeilen' betreffen zwar eher die Briten, aber das dahinter stehende Problem, das beschrieben wird, ist auch hier übliche Praxis in den Medien. Mag jeder selbst lesen, ich bleibe mal dabei eine Nachrichtkette kurz und bündig darzustellen:

    -> Von den Forschern: Originäre Forschungsarbeit mit den eigentlichen Aussagen.
    -> Von den Forschern: Extrem versimplizierte Version der Forschungsarbeit in Form einer Pressemeldung.
    -> Von Journalisten: Schreiben Artikel, meist nur auf Basis von der Pressemeldung.
    -> Von Journalisten: Schreiben Artikel auf Basis der Aussagen von Artikeln andere Zeitungsartikel.

    Diese Kette sollte man im Hinterkopf haben, wenn man 'irgendwo' Meldungen aus der Wissenschaft erfährt. Die echten Meldungen, die Fachartikel, ließt nämlich erfahrungsgemäß am Ende kaum jemand. Außer natürlich im selben Feld forschende Wissenschaftler, nur die interessieren die versimpelten Zeitungsartikel in den Massenmedien in der Regel nicht.

    Gruß

    Es lohnt sich eine Rückverfolgung der Beweisfotos mit der chemischen Analyse - diese 'Telegas-Chromatografie'. Man landet dann nicht bei einem Laborbericht, der eine Analyse beschreibt, sondern hier.

    Sorry. Wer mit sowas ankommt muss sich schon ernsthaft die Frage gefallen lassen, wie es passieren kann, das so unkritisch adaptiert wird, das inzwischen sogar sowas als Beweis herhält.

    Gruß

    Phasenverschobener

    Dieser Artikel, den Bkid in einem Parallelthread verlinkt hat
    > http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/24414/
    sollte doch ein wenig zu denken geben.


    Nicht wirklich. Wie 'Ich bin's' schon schrieb wird 99,3% des verfügbaren Urans bei den gegenwärtigen Reaktoren gar nicht genutzt, weil es das Isotop 238 ist. Man kann allerdings mit Brütern prinzipiell auch dies nutzen, dort wird das Uran238 in Plutonium239 und nach weiteren Zerfall des Plutoniums, in Uran235 umgewandelt. Du hast es eigentlich erwähnt, allerdings gehst du davon aus, das es ein Nebeneffekt sei das Plutonium produziert wird. Nicht wirklich - das ist Kernintention bei der ganzen Brüter-Geschichte. Schau dir einfach die Zerfallreihen der Isotope an, dann siehst du sofort klar was ich meine.

    Bei diesen ganzen Diskussionen muss man auch unbedingt den Unterschied zwischen Rohstoff-Ressourcen und Reserven im Hinterkopf haben. Reserven beziehen sich in vielen Fachartikeln meist gar nicht auf das, was wirklich da ist, sondern was sich bei gegenwärtigen Förderungskosten wirtschaftlich sinnvoll fördern lässt. Dies sorgt für ungemeine Verwirrung und ist Quelle von bösen Fehleinschätzungen. In Meerwasser ist zum Beispiel noch mal mehr als genug Uran gelöst, die völlig unangetastet sind und gegenwärtig gar nicht zu den Reserven gezählt werden, einfach weil der Uranpreis zu niedrig ist und die Förderkosten zu hoch.

    Gruß

    Also, vor tagen sh ich einvortrageines wissenschaftlers.wegen einer vorgeschiechte scheint er glaubhaft zu sein. ( for russian speakers )
    er erzählte dass uran 235 ausgeht in balde. und das sein team und er , seit jahren arbeiten mit uran 238, das viel ungefärlicher ist als uran 235.


    Sorry, ich kann kein Russisch. Aber U235 wird so schnell nicht knapp und technische Probleme U238 zu verwenden gibt es auch nicht wirklich. Primär ist Kernspaltung unter Druck, wegen den möglichen Gefahren, was auch die Nutzung von U238 in der Praxis absägte.

    Zitat

    wie ich es verstand, das problem mit spaltung uran 238, kann man durch ein beschleunigungsverfahren herwerden.


    Sicher, mit einem Teilchenbeschleunigers kann man auch Uran 238 spalten. Mit einem Teilchenbeschleuniger kriegt so ziemlich jedes Atom, ja sogar die Protonen in Atomen gespalten.

    Gruß

    Was möchtest du wissen?

    Uran238 ist chemisch praktisch gleich anderen Uranisotopen, wie Uran235. Physikalisch unterscheidet es sich jedoch minimal in der Dichte, sehr stark in der Radioaktivität, Halbwertszeiten, wie Zerfallsprodukte. Uran ist ein Schwermetall und chemisch giftig. Die Radioaktivtät ist Uran238 sehr viel schwächer, wie Uran235.

    Im größeren Maßstab wird Uran238 in panzerbrechender Munition eingesetzt, allerdings hat selbst die US-Armee inzwischen angefangen im größeren Stil auf Wolframcarbit umzustellen. Im wesentlichen ist es ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Zwar könnten schnelle Brüter prinzipiell was mit Uran238 anfangen, indem es diese Reaktoren in verwertbare Kernbrennstoffe umwandeln (erbrüten, daher der Name), allerdings wird es kaum gemacht.

    Gruß

    Zitat


    Frage: wir sind doch nicht der Mittelpunkt des Universums. Und es gehen nicht alle Wissenschaftler vom Urknall aus.

    Nein. Wir sind es, die sich solche Fragen stellen, ergo kommen von uns auch Erklärungsmodelle.

    Vom Urknall gehen sicher nicht alle aus ist aber in der Naturwissenschaft wenig wichtig. Macht ja im alltäglichen Leben auch keiner: Erst handeln, wenn sich wirklich alle einig sind.

    Doch hat es, aufgrund derSchoepfungsgeschichte. Hier herrscht doch die Tendenz bzw.. die Beweisfuehrung vor, dass es keines Gottes bedarf um, das Universum zu erklareren.

    Hängt doch vom Gottesbild ab, das gepflegt wird. Anhänger der Befreiungstheologie (um bei der Bibel zu bleiben) berührt die Beweisführung zum Beispiel wenig, weil es ihr Gottesbild gar nicht trifft. Wenn Gott als naturwissenschaftlicher Erklärungsersatz hergenommen wird, führt das freilich zu Widersprüchen. Da ist ein Dauerkonflikt vorprogrammiert.

    Gruß