na schau dir mal die krichen an dann wei?t du wo das geld geblieben ist.
bei uns zumindest sind alle katholischen kirchen mit gold geschm?ckt bis unter die decke.
deckenfresken, marmors?ulen, usw...
was im vatikan liegt m?cht ich gar net wissen...
ich bin ?brigens gemeinsam mit meinem mann auch ausgetreten von mir bekommen die auch nix mehr.
Beiträge von Sonja
-
-
ich denke, da? jeder mensch die m?glichkeit hat erfahrungen zu sammeln, und jeder wertet diese erfahrungen auf seine weise aus.
was f?r den einen gut und hilig ist, ist f?r den anderen schrott.
beides ist zu respektieren.
und manchmal kann das "gute und heilige" in wahrheit schaden anrichten ohne da? man es merkt, und ein andermal kann etwas, das man als "schrott" eingestuft hat helfen ohne da? man es merkt.was wissen wir schon.

es kann in diesem speziellen fall auch einfach an den aufstellern liegen die ihren job scheisse gemacht haben.
majun
-
also ich konnte den thread mit humor nehmen und finde, da? man schon alles sehr sehr ernst nehmen KANN aber daf?r ist das leben viel zu kurz.
mit einem schmunzeln hab ich`s gelesen und mir gedacht: "na wenn er antworten gibt, dann nutz ich das mal als orakel"....
leider hat man ihn aber zu ernst genommen und vergrault.
schade drum. *find*majun
-
ja, auch bei tieren hab ich das festgestellt- hunde zum beispiel m?ssen ja - je nach bundesland- in ?sterreich auch geimpft werden.
besonders wenn man eine hundeschule besucht M?SSEN sie geimpft sein. hinterher gibt es manchmal auff?llige verhaltensst?rungen, ein hund der vorher lammfromm war kann pl?tzlich aggressiv sein...das mit dem ausleiten hab ich auch schon gemacht- hat prima funktioniert.
majun
-
@laberbacke:
bist du nun arzt oder nicht?
hast du medizin studiert oder nicht?
mich w?rde n?mlich brennend interessieren ob die schulmediziner von der pharmaindustrie geld daf?r bekommen, da? sie im jahr soundsoviel von dem zeug verkaufen.also ich als laie stehe zwischen zwei fronten und kann mir nun aussuchen wem ich glauben soll.
meine erfahrungen sind so, da? ich eher zur impfgegner-front neige.
wie gesagt: selber schlechte erfahrungen gemacht, behinderte menschen kennengelernt die wegen pockenimpfung nun verkr?ppelte k?rperteile haben, der bruder meiner oma starb trotz pockenimpfung kurze zeit sp?ter an pocken.
dann die tatsache, da? die indianer mit pocken-infizierten decken beinahe ausgerottet wurden- da? also solche krankheiten bewusst eingesetzt werden um bestimmte v?lker auszurotten...ich kenne eine ?rztin die ihre eigenen kinder NICHT impft, ich kenne einen kinderarzt, der eine klage hat weil er ein kind sozusagen "zwangs-geimpft" hat- die mutter wollte ihre kinder nicht impfen lassen, kam wegen einer kleinen kopf-verletzung ihres kindes zu ihm, und er verpasste dem kind die 5-fach- impfung ohne zu fragen...
dann die seltsame sache mit den sechsfach-impfungen bis zum dritten lebensmonat- da sind impfungen dabei die in dem alter noch komplett sinnlos sind, weil das kind die krankheit in dem alter noch gar nicht bekommen kann,
(h?patitis B zum beispiel ?????)dann die tatsache, da? in der muttermilch alles drin w?re um gegen die kranheiten resistent zu sein, aber da auch gut mitgemischt wurde, und milumil gut vermarktet wurde, damit die m?tter nicht stillen m?ssen- stillen ist ja erst seit kurzem popul?r, ne weile haben die krankenh?user ja babynahrung so angepriesen, als w?re es besser als muttermilch...
also ehrlich: ich weiss nicht mehr wem ich glauben kann.
und weil das so ist geh ich nach meinem bauchgef?hl.
und mein bauchgef?hl ist eigentlich recht gut, darauf konnte ich mich bisher verlassen.
und darum verlass ich mich auch weiterhin drauf.majun
-
ich glaube ja, da? gott inzwischen abgehauen ist.
seine eigene sch?pfung d?rfte ihm zu stressig geworden sein.
wie ne mutter die ihr kind in die babyklappe legt.
krass...
majun -
bist du arzt?
hast du schonmal gesehen was ein impfschaden anrichten kann?
ich habe mit behinderten menschen gearbeitet die wegen einem impfschaden ihr leben lang geistig,und/oder k?rperlich behindert sind.
meine tochter lie? ich noch impfen, die hatte einen tag lang hohes fieber und irrsinnige schmerzen danach.
ich bin mutter von drei kindern. mein letztes wird sicher als kleinkind nicht geimpft und was ich sp?ter machen werde muss ich erst noch gut ?berlegen.
auf jeden fall werd ich es mir nicht leicht machen und dem kind was reinjagen was schaden kann oder unn?tig ist.
ich werd es mir auch nicht leicht machen und es komplett sein lassen.
mal sehen...
majun -
du hast meine frage noch nicht beantwortet!
-
durch das durchmachen der krankheit wird den kindern die m?glichkeit gegeben, sich von einer tiefsitzenden miasmatischen belastung zu befreien.
der positive aspekt von masern:
f?r die masern gilt in besodnerem ma?e, was f?r alle kinderkrankheiten gilt: sie geben dem kind die m?glichkeit, sich von erblichen belastungen, die sich noch ?ber generationen in den genen der nachfahren auswirken k?nnen, zu befreien.
der f?r die masern typische hautausschlag l??t den vergleich mit einer h?utung aufkommen. alles krankhafte, belastende wird ?ber die haut ausgeschieden. f?r eine kurze zeitspanne ?ffnen sich die schleusen in form der hautkapillaren, und eine gro?e entgiftungsaktion kann ?ber die haut stattfinden.
viele eltern von masernkranken kindern sind nach der ?berstandenen krankheit ?berrascht, wie positiv sich ihre kinder ver?ndert haben.immunit?t:
eine einmal durchgemachte masernerkrankung bietet einen lebenslangen schutz. frauen, die als kind die masern gehabt haben, k?nnen ihren kindern ?ber die ?plazenta und die muttermilch abwehrk?rper mitgeben.
bei frauen, die in der kindheit geimpft wurden, ist dies nicht m?glich, da der immunschutz, wenn ?berhaupt, nur wenige jahre anh?lt.masern wurden 1920 schon als nicht mehr gef?hrlich eingestuft.
__________________________________________MUMPS:
das ?berstehen von mumps hinterl??t eine lebenslange immunit?t. bei fast 50% der erkrankten verl?uft der mumps latent. es werden also antik?rper gebildet, ohne da? der mensch die krankheit durchmacht.die wahrscheinlichkeit, da? mumps bei einem jungen zur unfruchtbarkeit f?hrt, ist ?u?erst gering und auch noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.
diese sehr seltene komplikation wird aber als hauptargument benutzt, um die mumppsimpfung bei kindern durchzuf?hren.
die schutzdauer der impfung h?lt nur 15-30 jahre an, das hei?t, wenn die jungen in das zeugungsf?hige alter kommen, l??t der schutz gegen mumps nach. die impfung ist daher im kindesalter v?llig ?berfl?ssig.(dieser text stammt aus dem oben genannten buch "kinder mit hom?opathie behandeln" von carola und ravi roy)
majun
-
Die Meisterin der Trance
oder wie eine Pflasterbrille entsteht.
Arschloch!Ei jeijei, ei, Ei jeijei,ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, mit dem Kopf vor- und zur?ckschaukelnd zwirbelt sie dabei ein Pflaster um einen kaputten Sonnenbrillenb?gel, tastend, schaukelnd, singend, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei.
?ber dem rechten Auge eine durchsichtige Plastik- Piratenklappe, wegen der Operation vor ein paar Tagen. Sie ist so gut wie blind. Grauer Star.
Aber das scheint sie nicht sonderlich zu interessieren. Interessant dagegen sind die Pflaster und fasziniert schaue ich zu, wie sie immer wieder Pflaster zwirbelt, um die Brille, um die Finger, aufeinandergeklebt, wieder auseinandergerissen, hundertmal zwischen den Fingern gerollt und betastet.
Auf dem Kopf zwischen ihren schwarzen kurzen Haaren kahle Stellen, an den F??en alte Turnschuhe, einer mit rosarotem Schuhband, einer mit schwarzem Schuhband, eine Hose, die mit einem braunen Lederg?rtel am schmalen K?rper gehalten wird.
Aus dem Radio ert?nt ein Lied von "D?F" : Da da da- aha aha aha- woraufhin sie schrill mit "Nein, nein nein!!! " antwortet. Ihre Stimme ist immer etwas schrill. Ich lache.
Gini ist ein Unikat.
Zwirbel, zwirbel, zwirbel, schaukel, schaukel, Kopf schr?g, dann sagt sie todernst: "Brauchst a Watsch`n?"
Ich antworte: "Nein Gini, heute nicht mehr- vielleicht morgen." Sie nickt, l?chelt, zwirbel, zwirbel, schaukel, schaukel, schaukel, eine kurze Bewegung um sich die klebrigen Finger an der Hose abzuwischen, zwirbel, zwirbel, schaukel, schaukel, mit der anderen Hand kurz getastet, ob die Zuckerbeutel noch in der kleinen Seitentasche des Fischerhutes auf ihrem Kopf sind.
Ja, sie sind noch da; Zucker ist wichtig.
Schaukel, schaukel, zwirbel, wisch, tastend nach der ungewohnten Augenklappe- akzeptiert.
Zwirbel, zwirbel, schaukel, schaukel, schaukel, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ..... zur Entspannung.
Dann ein Griff nach hinten in die Hosentasche. Die neue Sonnenbrille von gestern sieht heute aus wie... naja, wie eine kaputte Sonnenbrille. Die Gl?ser sind irgendwo in ihren Taschen verschwunden, die B?gel mit Pflastern angeklebt.
Tastend stellt sie fest: "Sonnebrille kaputt"! Gleichzeitig reisst sie die alten Pflaster runter, klebt sie wieder drauf, schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, zwirbel, zwirbel, wisch, sie setzt sich die kaputte Sonnenbrille auf die Nase und dreht den Kopf wieder in meine Richtung. "I hob Di lieb. W?st a Bussi?" Und schon wischt sie sich den Sabbermund am dreckigen T- Shirt ab und dr?ckt mir einen leichten Kuss auf die Wange. Gro?e Ehre.
Schaukel, schaukel, schaukel, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, ei, Ei jeijei, zwirbel, zwirbel, zwirbel, ein Griff zum Hut, Zuckerbeutel sind noch da, da f?llt ihr ein: "Gini an Kakao hab`n?"
Ich hole ihr Kakao. Tastend greift sie nach dem Becher, stellt fest, da? es keine harte Tasse sondern eine weicher Becher ist, nimmt ihn vorsichtig und leert mit der anderen Hand halb Zucker rein, dann trinkt sie ihn mit einem einzigen gro?en Schluck aus, wischt sich mit der Hand ?ber den Mund. Schaukel, schaukel. Kakao ist ja noch harmlos. Witzig wird`s f?r den Zuseher erst, wenn Cornflakes, Joghurt, Kakao und andere Zutaten vermischt werden in einer zu kleinen Sch?ssel, in der sie dann heftig umr?hrt, soda? rundherum am Tisch alles klebt und schwimmt, w?hrend sich unter dem Tisch die klebrigen Pflasterreste und Papierfetzen h?ufen.
Griff nach den Pflastern- sie werden weniger. "Gemma Gini Pflaster kaufen?" fragt sie mich.
"Du hast noch genug, wir kaufen sp?ter welche" sage ich.
Schaukel, schaukel- sie denkt nach dar?ber und nickt mit dem Kopf. Zwirbel, zwirbel- sie greift nach ihrer Sonnenbrille und klebt den zweiten kaputten B?gel mit Pflastern exakt genauso gerade an, wie den B?gel der anderen Seite.
Tastend, schaukelnd, zwirbelnd, klebend baut sie ihre Sonnenbrille zusammen.
"Du bist a Arschloch" sagt sie zu mir.
Ich l?chle.
"Bist a brave Gini" sage ich zu ihr und streichle sie am Nacken und auf dem Kopf.
Schaukelnd legt sie ihre Hand auf meinen Kopf und sagt:" Sonja auch duschen?"Gini duschen! Mit Haarshampoo!"
Aus Erfahrung wei? ich, da? es sich dabei nicht nur um einige handvoll Haarshampoo handelt, sondern um eine ganze Flasche davon.
Dann zwirbelt sie ihre Pflaster weiter, w?hrend ich ihren Kopf und Nacken streichle, und ihr sage, wie gut sie duftet und wie weich ihre Haare sind vom Haarshampoo und wie h?bsch sie aussieht- so frisch geduscht. Eine dreiviertel Stunde geduscht.
Zu zweit.
Mit Schimpfausbr?chen.
Ihr Betreuer war fix und fertig danach.
Schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, dann steht sie auf, bleibt bucklig stehen, schaukel, schaukel, schaukel ( das geht auch im Stehen), zwirbel, zwirbel, zwirbel, jemand kommt vorbei und sagt "Hallo Gini!"- sie beachtet ihn kaum und antwortet: "I sog das, Du kriagst so a Watschn!"
Schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, zwirbel, zwirbel, Griff nach dem Zucker im Hut- noch da, alles in Ordnung. Sie setzt sich wieder.
Ihr Betreuer kommt um ihr Pflaster vom Auge zu l?sen- wegen den Augentropfen die sie nehmen mu?. Das Pflaster klebt ein bisschen an den Augenbrauen.
Gini schreit laut:"Du Arschloch! Drecksau!"
Ich lache. Alle lachen. Sie ist fuchsteufelswild.
Dann l?sst sie brav alles ?ber sich ergehen, hilft auch noch mit, das Augenlid runterzuziehen, damit er die Tropfen reingeben kann. Schaukel, schaukel, schaukel, zwirbel, zwirbel, abwischen an der Hose, zwirbel, zwirbel, zwirbel, ei jeijei, Ei, ei jeijei, Ei, ei jeijei, ...
Gini ist gl?cklich. Ihr Betreuer hat ihr neue Pflaster gekauft und eine edle Spenderin hat ihr eine neue Sonnenbrille geschenkt. F?r die liebe Gini.
Einen Tag sp?ter geht`s auf zum baden an den Strand. Mit Badeanzug und Fischerhut- am Arm ihres Betreuers wird sie gef?hrt.
Kaum erreichen wir den Strand pinkelt sie auf die Liegewiese ohne mit der Wimper zu zucken. Normalerweise tut sie das nicht, es kommt von der Aufregung, der Umstellung, dem unregelm?ssigen Tagesablauf.
Na, was soll`s. Wir haben "Narrenfreiheit".
Sp?ter unter einem schattigen Baum: Schaukel, schaukel, schaukel, zwirbel, tastend greift sie die neue Sonnenbrille an. Knacks, schon fehlt der erste B?gel.
"Gini Sonnebrille kaputt!"- sie h?lt mir die angeknackste Brille unter die Nase.
"Naja, sage ich, die kannst ja wieder kleben, oder?"
L?chelnd nickt sie, greift in die Hosentasche und zieht ein neues Pflaster hervor.
Schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, schaukel, zwirbel, zwirbel, zwirbel, sie wickelt das Pflaster um die gebrochene Stelle. Zwirbel, zwirbel, schaukel, schaukel, ei jeijei, Ei, ei jeijei, Ei, ei jeijei, Ei, ei jeijei, die neue Sonnenbrille ist wunderbar geklebt und sitzt ganz toll auf ihrer Nase.
W?hrend ich mich umdrehe und gehe h?re ich noch wie sie sagt: "Du bist so deppat, w?st a Watschn?"majun
-
ja, man sollte sich aufsteller suchen, die auch nachbetreuung anbieten.
ich hatte damit keine probleme weil ich schon lange an mir arbeite und auch wusste, was ich verkraften kann und was nicht, und weil ich wei?, da? ich nichts abschieben will, sondern durchgehen will.
aber mir ist klar, da? nicht jeder sich damit leicht tut.deshalb sollte man sich auf ejden fall vorher erkundigen ob es auch nachbetreuung gibt.
ich pers?nlich finde hellinger genial, allerdings verkrafte ich ihn auch,.
andere vielleicht nicht so gut, er ist beinhart und nimmt kein blatt vor den mund.witzig finde ich in dem zusammenhang ?brigens, da? hellinger angeblich in dem haus wohnt, das einst hitler bewohnt hat (!!!)
wenn man an karma glaubt und an wiedergeburt dann finde ich es ?u?erst interessant, da? erst ein mensch da lebt, der familien zerst?rt und auseinander reisst, und dann lebt im selben haus einer der familien zusammenbringt und heilt...majun
-
HARTHEIM- EINE VERNICHTUNGSANSTALT
Eine Gedenkst?tte ist es erst seit kurzem. Das Schloss Hartheim wurde vor wenigen Monaten renoviert und zu einem Museum umgebaut, das komplette Schloss kann nun besichtigt werden, die Dauerausstellung tr?gt den Titel ?der Wert des Lebens?
Wer keine Ahnung davon hat, was Hartheim ist:
Hartheim ist ein Schloss, in dem zu Hitlers Zeiten im Zuge der Euthanasie etwa 70.000 Menschen vergast wurden.
Die Menschen die dort vernichtet wurden waren ausnahmslos ?minderwertiges Leben?, das hei?t: Leute die zuerst im KZ Mauthausen waren und nicht mehr genug leisten konnten, kranke, alte, schwache, behinderte Menschen.
Behinderte wurden zu Hause abgeholt, die Eltern bekamen oftmals gesagt, dass die Kinder in ein sch?nes Heim k?men. Viele Briefe sind heute Zeitzeugen. Briefe, in denen sich besorgte M?tter nach ihren Kindern erkundigen. M?tter, die fragen, ob es ihr kleines behindertes Kind auch gut hat im Heim. M?tter, die keine Ahnung davon hatten, dass ihr Kind nur zwei Stunden nachdem es in Hartheim angekommen war bereits vergast wurde und durch den Rauchfang ging, wie damals gesagt wurde.
Viele in Alkoven wussten von den Vorg?ngen im Schloss. Viele sahen die Busse mit den grau bemalten Fenstern in den Hof fahren, hinter den Bussen schlossen sich die T?ren. Herausgekommen ist keiner lebendig aus Hartheim.
Bevor die Aktion ?T4? gestartet wurde, wurde eine Versammlung im Dorfgasthaus ausgerufen, und ein SS-Mann warnte die Einwohner des kleinen Ortes davor, sich zu sehr mit dem Schloss zu besch?ftigen. Es k?nne leicht passieren, dass sonst auch jemand reinkommt, hie? es.
Viele Leute sammelten die Knochensplitter, die von den G?terwaggons voller Asche auf die Strasse fielen, auf dem Transport zur Donau, wohin die Asche der Toten gebracht wurde.
Die Knochenst?cke sollten Beweise sein, f?r die Zeit nach dem Krieg.
Doch diese Beweise brauchte es danach nicht mehr. Man fand tonnenweise Einmachgl?ser mit Organen. Die sollten eingeschickt werden zur Untersuchung, f?r Studien, usw? zudem wurde alles peinlich genau vermessen und aufgeschrieben.
Nachdem der Krieg beendet war, haben viele Bauern den Schuppen neben dem Schloss gepl?ndert, und haben leere Einmachgl?ser f?r ihr Gem?se gestohlen. H?tten sie gewusst, was diese Einmachgl?ser beinhalteten bevor das Gem?se darin eingerext wurde?.
Bauern aus Alkoven und Umgebung erz?hlten von starken Ernteverlusten, da sich der klebrige schwarze Rauch auf den Feldern festsetzte und das Gem?se somit nicht mehr zu essen war. Jeder wusste, was dort passierte. Keiner machte etwas. Keiner wollte zu genau hinsehen. Keiner traute sich.Vor wenigen jahren wurden Rohre verlegt rund ums Schloss Hartheim, und es wurden bei diesen Renovierungs- arbeiten Knochensplitter, Tassen, Rosenkr?nze, Schuhe, Schmuck, Brillen, und vieles mehr gefunden. Der Park vor dem Schloss Hartheim ist heute ein Massengrab.
In den Schlossr?umen kann man tausende Namen lesen. Namen, die nur noch wenigen in Erinnerung sind.Schulklassen werden durch die R?ume gef?hrt: Vergasungsraum, hier wurde das Gas durch Brausen in den Raum gelassen.
Hier ist das Fenster, an dem die Gefangenen rauf geklettert sind, als sie keine Luft mehr bekamen, hier das Guckloch, durch das Dr. Renno, einer der f?hrenden ??rzte? diese Leute beobachtet hat beim Sterben.
Dr. Renno ist vor wenigen Jahren in einem deutschen Altersheim gestorben, und hat vor seinem Tod einem Journalisten ?ber sein Leben in Hartheim berichtet.
?Ich f?hle mich nicht schuldig? heisst das Buch. Dr. Renno war senil, er erz?hlte vieles, und wiedersprach sich sp?ter.
Er leitete die Untersuchungen der Menschen, holte das Gold aus ihren Z?hnen, er hat vermessen und geschrieben und entschieden.Eine H?lfte des Schlosses war der Trakt der ?Pfleger?.
W?hrend in der anderen H?lfte die Menschen in den Ofen geschoben wurden, tanzten auf dieser Seite die Pfleger, es wurde gelacht und gefeiert, es gab sogar B?lle und Klaviermusik.
Im Museum h?ngen Ansichtskarten, die die Pfleger an ihre Angeh?rigen geschrieben haben: ?Ich hab mich schon eingelebt hier!? und ?Ein sch?ner Tag ist heute! Wie geht es den Kindern??Ein bisschen schlecht ist mir, als ich letztendlich in die B?cherei gehe um mir ein Buch zu kaufen.
Und ein wenig Freude empfinde ich, als ich h?re, dass es heute ein Integrations- Cafe gibt im Schloss Hartheim. Dort servieren behinderte Menschen aus dem nahe gelegenen Institut Hartheim, das heute eines der sch?nsten Behinderten-heime in Ober?sterreich ist.Und viel nachgedacht habe ich dar?ber: Sind die heutigen Pfleger die damaligen M?rder?
Wer sind die Menschen gewesen in anderen Leben, die heute in und rund um Hartheim leben und arbeiten?Danach hab ich einige Sonnenblumen gepfl?ckt und habe sie Georg gebracht, einem lieben behinderten Mann aus dem Institut Hartheim, den ich einmal malen durfte, als ich mit dem Kunstzirkel dort einen Tag verbracht habe.
Hartheim- eine St?tte der Transformation. Schrecken und Vergangenheit auf der einen Seite, Zukunft und Freude und Integration auf der anderen Seite.
Und dazwischen sehr lehrreich f?r Schulen und Menschen, die sich mit Euthanasie, Altenpflege, Behindertenpflege, und so weiter besch?ftigen.majun
-
geh virgo.
lass ihn doch.
vielleicht ist gott total vergesslich und nur wir schwachk?pfe glauben er w?sste alles.
gott hat vielleicht auch alzheimer!
majun -
auf meiner homepage unter fotografie findest du einige graffittis die ich in passau fotografiert habe...
hab auch fotos von estland/ tallin wo graffittis zu sehen sind.
ich bin immer wieder begeistert davon und finde graue w?nde zum kotzen.
alles was bunt macht ist gut.
majun -
hey gott, ich stell meine frage gedanklich.
gib mir einfach ne antwort drauf....
wenn du wirklich gott bist, dann kennst du meine frage.und nochwas: danke f?r die kinder, die sterne, die wolken und die blumen!

majun
-
erinnerungen
mongolische gesichter
im flüchtlingshaus
Tschetschenien- Krieg 1996: Ein kleiner Junge im Vordergrund des Bildes.
Schwarzer Mantel, verschwitzte Haare.
Hinter ihm die zerbombte Stadt Grosny.
Alles Schutt und Asche.
Alles grau in grau.
Brennende Körperteile.
Eben gab es einen Bombenangriff.
Der kleine Junge- vielleicht vier bis sechs Jahre alt- schreit wie am
Spieß, schluchzt und kreischt mit einem grässlichen Quieken. Und
dazwischen stößt er in Richtung des Kameramannes verzweifelt
schluchzend einige Worte hervor: "Bitte, Onkel, bitte nimm mich mit!
Bitte, lieber Onkel ! Appartement 22, bitte, ich zeige Dir den Weg!
Bitte lieber, lieber Onkel, komm mit mir, bitte rette mich!"Im Hintergrund versucht ein Mitbürger, den brennenden Kopf eines am Boden liegenden toten Mannes mit Stiefeltritten zu löschen.
Und dann dreht sich der kleine Junge um und zeigt auf diesen brennenden, toten Mann.
Er kreischt wieder und schluchzt: "Das ist mein Opa!"
Und der Kameramann rührt sich nicht- er filmt nur immer weiter den Jungen.
Er will, dass ganz Europa diese Bilder sieht und etwas dagegen tut.
Wunschtraum.
Ich wache schweißgebadet und mit nassen Wangen auf. Und ich schlage
heulend auf meinen Kopfpolster ein und bete, dass dieses Kind zu mir
kommen kann.Seit dieser Reportage im Fernsehen dröhnte das Geschrei des Jungen die ganze Nacht in meinem Kopf.
Immer wieder dieses Bild, dieser kleine graue Mantel in dieser großen grauen Stadt....
Ich hätte ihn so gerne festgehalten. Umarmt und ihm gesagt, dass jetzt
alles gut wird. Ich wollte ihm den kleinen kreischenden Kopf an meinen
warmen Bauch drücken und ihn streicheln und ihm ins Ohr flüstern, dass
ich jetzt für ihn da bin.Etwa zwei Jahre später, ich war inzwischen von Oberösterreich nach
Niederösterreich umgezogen, wurde in der Zeitung nach einer
Kinderbetreuung für Flüchtlingskinder im Ort gesucht. Meine Gebete
waren erhört worden, mein Wunsch ging in Erfüllung.Etwa 40 Flüchtlinge aus Georgien, Tschetschenien, der Mongolei, und
einigen anderen Ländern, lebten in einem Gasthaus ganz in der Nähe.Für die erste Welle von Flüchtlingen wurde ein Deutschkurs organisiert,
und ich übernahm einige Wochen lang die Kinderbetreuung, jeden Tag drei
Stunden.Ich betreute in einer kleinen Gaststube in der wir uns kaum bewegen
konnten, weil überall Gläser herumstanden, etwa zwölf bis neunzehn
Kinder täglich, deren Sprache ich nicht verstehen musste, um ihnen ein
bisschen Freude machen zu können.Kriegsgeschädigte, teilweise psychisch gestörte, verhaltensauffällige Kinder, die zusammenzuckten wenn sie ein Flugzeug hörten.
Kinder, die sehr schnell aggressiv reagierten, besonders wenn sie aus einem Kriegsgebiet kamen.
Einer der älteren Jungen hatte zugesehen, wie Leute neidergemetzelt
wurden, sein kleinerer Bruder - um die vier Jahre alt- beschützte den
Älteren. Kam es zu einer Rangelei, stand der Vierjährige da und trat
mit aller Kraft mit seinen kleinen Beinen dem Gegner in den Bauch.Sein Gesichtsausdruck dabei war so ernst und so voller Hass, dass ich jedesmal Gänsehaut bekam in solchen Situationen.
Es waren aber auch sehr viele Kinder dabei, die dermaßen
eingeschüchtert waren, die sehr freundlich und still und in sich
gekehrt waren- was zwar zum betreuen einfacher war, aber nicht minder
traurig wie die Aggressivität der anderen.Über die Kinder entwickelte sich auch das Verhältnis zu deren Müttern
ganz gut, und es wurden jeden Tag nach der Kinderbetreuung Probleme an
mich herangetragen, da es kaum andere Ansprechpartner gab.Muslimische Frauen fragten mich, ob sie auch während ihrer Periode zum
Zahnarzt gehen dürften, oder wo es weibliche Frauenärzte gäbe, da sie
nicht zu Männern gehen wollten bzw. durften.Es gab keine Verhütungsmittel für die Frauen und dadurch, dass sich in
diesen Flüchtlingslagern sehr viele zwischenmenschliche Dinge
abspielten, wurden einige Frauen ungewollt schwanger.Ich wurde des öfteren nach Abtreibungsmöglichkeiten gefragt, oder woher man Verhütungsmittel billig bekäme.
In einem fremden Land, mit ungewisser Zukunft, und einer Vergangenheit
die nur Angst macht wenn man an sie denkt, bleiben oft nur noch
Beziehungen, die wieder Kraft geben, in denen man Nähe und Geborgenheit
und Schutz sucht, und daraus entstehen sehr oft Kinder.Eine der mongolischen Frauen, sie hieß Togi hatte vor drei Monaten
einen Jungen zur Welt gebracht- es war ihr zweites Kind- und war nun
wieder schwanger. Ungewollt.Sie kam weinend zu mir und bat um eine Adresse wo sie abtreiben könne.
Das Baby das sie vor Kurzem bekommen hatte, hatte die Nabelschnur
viermal um den Hals gewickelt, sie musste mit dem Notarzt geholt
werden, ich kümmerte mich eine Woche lang um ihren ihren achtjährigen
Sohn Tuguldur.Diese Familie kam aus der Mongolei, es waren Buddhisten. Der Achtjährige Tuguldur stand einfach eines Morgens vor der Tür.
Dann kam der Tag des Interviews.
Unter den Flüchtlingen wurde so die Prozedur genannt, die im
österreichischen Flüchtlingslager Traiskirchen durchgeführt wurde, und
darüber entscheidet, ob jemand hier bleiben darf oder zurück in seine
Heimat geschickt wird.Als die mongolische Mutter ihr erstes Interview in Traiskirchen
hatte, fehlte der gesetzlich vorgeschriebene Rechtsbeistand, Togi
traute sich vieles nicht zu sagen.In Traiskirchen war alles hoffnungslos überfüllt, die Menschen mussten
sich mehrere Stunden anstellen um ihr Essen zu erhalten, es lebten bis
zu achtzehn Leute in einem kleinen Zimmer, verschiedenste
Nationalitäten, Religionen und Kulturen prallten aufeinander.Als sie wenige Wochen später den Bescheid des Asylamtes bekam, dass sie
abgeschoben werden sollte, fuhr ein Freund von mir mit ihr nach St.
Pölten zur Diakonie, während ich mich um ihren älteren Sohn kümmerte,
um eine kostenlose Rechtsberatung in Anspruch nehmen zu können, sodass
wir Berufung gegen das Urteil einlegen konnten.Ein Mann aus Georgien fuhr mit um zu übersetzen, ein Freund begleitete sie und spielte während des Gespräches mit ihrem Baby.
Danach lud ich die Leute noch zu einem Essen bei mir zu Hause ein, da
sie während dieses ganzen Tages nichts zu essen hatten, und bis zum
Abend erzählten sie von ihrer Heimat Georgien oder Mongolei, die Frauen
der Männer buken Kuchen für mich, und die Männer zeigten Fotos,
schauten ins Internet, oder redeten über den Krieg, sangen georgische
Lieder und trommelten dazu auf meiner Djembe, erklärten mir die
Verhältnisse in ihren Ländern und waren froh, mit jemandem darüber
reden zu können- während die Frauen mich wieder schüchtern nach
Möglichkeiten fragten, wo man abtreiben könne, oder woher man billige
Verhütungsmittel bekommen könne.Togi und die beiden Männer aus Georgien hatten Glück, die anderen 99,9%
der Flüchtlinge wussten kaum, dass sie so eine Rechtsberatung in
Anspruch nehmen könnten, und selbst WENN sie es wüssten, hätten sie
nicht die Möglichkeit gehabt nach St. Pölten zu kommen und darum zu
bitten, geschweige denn, dann noch bei einer österreichischen Familie
zum essen eingeladen zu werden und über ihre Sorgen und Probleme reden
zu können.In St. Pölten bekam man auch Gutscheine für Winterbekleidung,
schlauerweise wurde das so eingefädelt, dass man die Gutscheine selbst
abholen musste und sich von Morgens um 6.00 Uhr bis Abends um 23.00 Uhr
dafür anstellen musste um sie zu bekommen. So wurden viele
abgeschreckt, konnten entweder mit den vielen Kindern nicht mit dem Zug
so weit fahren, konnten sich die Fahrt nicht leisten, oder konnten auch
nicht so lange im Winter in der Kälte warten. Auf diese Weise sparte
sich das Land die Gutscheine, und die Flüchtlinge blieben unter
Kontrolle, sie konnten ohne Winterbekleidung das Haus ja nicht
verlassen. Die zuständige Dame in St. Pölten hätte ich mehrmals
angerufen, sie war kein einziges Mal erreichbar.Ich habe dann private Kleidersammlungen organisiert. Allerdings war es
da schon fast zu spät weil der Winter beinahe vorbei war.Es wäre meiner Meinung nach keine große Sache gewesen, die Gutscheine
für 40 Flüchtlinge in ein Kuvert zu stecken, und von St. Pölten mit der
Post an die Flüchtlingshäuser zu schicken. Wenn von jedem Gutschein ein
Euro abgezogen worden wäre für das Porto, dann hätte es dem Land nicht
mehr gekostet. -
mit heilpraktikern (die es in ?sterreich ja nicht gibt- offiziell zumindest nicht- hab ich keine schlechten erfahrungen gemacht.
mit ?rzten daf?r umso mehr
majun
-
Seit etwa zwei Jahren bin ich Mitglied im Verein "Romano Centro" in Wien,
einem Verein, der sich f?r in ?sterreich lebende Sinti und Roma einsetzt.
Es ist fragw?rdig, weshalb diese Bev?lkerungsgruppe ?berhaupt jemanden
braucht, der sich f?r sie einsetzt, warum sie erst vor wenigen Jahren als
Zigeuner anerkannt wurden von der Regierung. Wieso sie bis vor wenigen
Jahren als "Ausl?nder" bezeichnet wurden, wo sie doch schon drei
Generationen zur?ck hier begraben liegen und hier leben und hier geboren
sind.Zigeuner stehen nicht ?ffentlich dazu, Zigeuner zu sein. Oftmals geben sie
sich als Jugoslawen oder Tschechen aus, um nicht als Zigeuner erkannt zu
werden.
Sie haben Angst. Heute noch.
Man darf nicht vergessen: Zigeuner stinken, sie haben L?use und Fl?he,
waschen sich nicht, stehlen nat?rlich wie die Raben, k?nnen nicht
schreiben und lesen, und da ist es immer noch besser, ein normaler
"Ausl?nder" zu sein, als gleich ein Zigeuner.
Und weil sie so schlechte Menschen waren, wollte Hitler sie auch
umbringen- genauso wie Alte und Kranke und Behinderte.
Aber da gab es doch jemanden, der Zigeuner als etwas ganz Besonderes sah.
Dr. Mengele in Auschwitz n?mlich. Der war total begeistert von den
Zigeunern, baute ihnen eigene Baracken, und Kinderg?rten, weil er die
Kinder so mochte, lie? sich sogar manchmal "Vater" nennen von den h?bschen
dunklen Zigeunerkindern, die er sogar als intelligent bezeichnete.
Besonders die oftmals unterschiedlichen Augen der Zigeunerkinder zogen ihn
richtig magisch an. (Sie haben oftmals ein gr?nes und ein braunes, oder
ein blaues und ein gr?nes Auge)- und Zwillinge waren auf der Hitliste
Mengeles ganz oben.
Er lie? sie vermessen, machte Gipsabdr?cke von ihren Gesichtern, zwei
Kinder wurden am R?cken zusammengen?ht, ihre Arterien miteinander
verbunden, er wollte k?nstlich siamesische Zwillinge aus ihnen machen.
Sp?ter durfte die eigene Mutter die beiden Kinder mit einem Polster
ersticken, weil sie so geschrien haben, dass sie es nicht aushalten
konnte.
Die verschiedenen Augen wurden nach der Ermordung vieler Zigeuner
eingeschickt und untersucht.
Von etwa 11.000 in ?sterreich lebenden Zigeunern wurden vorsichtig
gesch?tzt 9000 ermordet.
Die wenigen, die die KZ`s ?berlebt haben, haben sich nie wieder getraut,
?ffentlich zu sagen, wer sie sind. Sie verschweigen ihre Geschichte.
Sie geben diese Angst an ihre Kinder weiter, und die Kinder wachsen mit
dieser Angst auf.
Da k?nnen sie noch so wunderbare Gipsy- Musik spielen und fr?hlich tanzen
und singen, es schwingt immer ein trauriger Unterton mit.
Wer wusste schon, dass die Zigeuner zwar aus Indien nach Europa kamen,
dass sie aber keineswegs ein "Nomadenvolk" waren, sondern nur deshalb
herumgereist sind, weil sie nirgends stehen bleiben durften f?r l?ngere
Zeit? Weil sie gehetzt und gejagt wurden, vertrieben wurden wo immer sie
auch aufkreuzten, weil die ?sterreicher Angst hatten vor diesen dunklen
Gesichtern, vor den schwarzen Haaren und vor der fremden Energie, die sie
mitbrachten als Scherenschleifer, Kesselflicker, Teppichverk?ufer und so
weiter.
Dass viele Zigeuner etwas stehlen mussten, weil sie oftmals gar nicht die
M?glichkeit bekamen, etwas zu kaufen, aber ihre Familien auch irgendwie
ern?hren mussten- dar?ber spricht man nicht, das wird heute noch in
Rum?nien totgeschwiegen, dass Zigeuner an den Rand der St?dte gedr?ngt
werden, in Betonblocks teilweise ohne Strom und Wasser, die bekommen keine
Chance, eine normale Arbeit anzunehmen, wegen ihrer Herkunft. Was bleibt
?brig? Kriminalit?t.Ich habe mich jedenfalls lange mit diesem Thema besch?ftigt, habe mir
viele Dokumentationen ?ber Zigeuner im Fernsehen angeschaut, viele
Berichte gelesen, viele Zeitungen, B?cher gekauft, usw. Aber ich wollte
nat?rlich auch endlich jemanden kennen lernen, der mir LIVE davon erz?hlen
konnte, was einen Zigeuner ausmacht und was ?brig geblieben ist von ihrer
Kultur, ihren Br?uchen, ihren Liedern und T?nzen.
Aber wie lernt man Zigeuner kennen, wenn sie sich nicht ?ffentlich "outen"?
Ich wei? zwar, dass im Burgenland welche wohnen, konnte aber schlecht von
T?r zu T?r gehen, anl?uten und fragen: "Tschuldigung, san sie zuf?llig a
Zigeina"?Ich wandte mich also an den Verein Romano Centro in Wien und stellte meine
Frage, ob sie jemanden w?ssten, der Sinti oder Roma ist, eventuell KZ`s
?berlebt hat und als Zeitzeuge fungiert, und den ich kennen lernen k?nnte.
Ich bekam die Adresse von einer Frau aus Wien, mit den Zeilen:" Frau Ceija
Stojka w?rde ihnen sicherlich weiterhelfen k?nnen, sie hat 3 KZ`s ?berlebt
und ist Roma, hat B?cher ?ber ihr Leben geschrieben und w?rde ihnen sicher
genre dar?ber erz?hlen."Ich habe diese Adresse lange Zeit zu Hause gehabt, habe mich aber nie
getraut, ihr zu schreiben, Wien schien so weit weg zu sein, ich wusste
nicht wirklich, was ich sie fragen sollte, was ich sie fragen KONNTE- denn
man stellt ja nicht einfach so Fragen wie: "Wie schrecklich war es im KZ"?
Ich kannte diese Frau nicht, also kaufte ich erstmal ein Buch ?ber sie.
Auf dem Cover des Buches das Bild von ihr: eine wundersch?ne alte Frau mit
sehr weisen, wissenden Augen, sehr stolz, sehr mutig sah sie mich an, mit
magischen Amuletten um den Hals, der Fatima- Hand und einer Marienfigur,
blond gef?rbte Haare.
Ich hab das Buch zweimal gelesen. Es ist geschrieben, als h?tte es ein
Kind geschrieben. Leicht. Locker. Ohne gro?e Ausschm?ckungen, einfach so,
wie sie es erlebt hat. Ravensbr?ck, Bergen- Belsen, Dachau- die
Schornsteine, die Abholung ihres Vaters, seine Vergasung, der Tod des
kleinen Bruders an Typhus, die unheimliche Kraft der Mutter "Sidi", die
alles zusammenhielt.
Hunger. ?berlebenskampf. Und dann als sie alles ?berlebt hatte die
R?ckkehr nach Wien- und wieder kein Dach ?ber dem Kopf, wieder kein zu
Hause, wieder umherziehen mit Pferd und Wagen.Das Buch hat mich sehr ber?hrt.
Ich habe mich dann entschlossen, ihr zu schreiben, und ihr zu sagen, dass
ich sie f?r eine sehr stolze, mutige, sch?ne Frau halte, die ich sehr
bewundere f?r ihre Kraft und ihren Mut dar?ber zu reden- immer wieder- und
dass ich sie gerne kennen lernen w?rde.
Lange Zeit bekam ich keine Antwort. Drei Monate sp?ter, als ich schon gar
nicht mehr damit rechnete, kam pl?tzlich ein unscheinbarer Brief daher.
Ich schaute auf den Absender und war auf einen Schlag hellwach. Ich
?ffnete den Brief und das Erste was mir aus dem Kuvert entgegenblinzelte
waren bunte Blumen, eine bunte Wiese mit wundersch?nen Blumen.
Ich zog das Bild heraus, das dick mit ?lfarbe gemalt war, drehte es um,
und da stand in krakeliger Schrift:" Atmen, Leben Danach"- und daneben ein
Hakenkreuz.
Mir standen Tr?nen in den Augen.
Wie musste es sein, nach 3 KZ`s und all dem Leid und der Not und dem
schwarzen klebrigen Rauch und dem Schreien nach drei Jahren zum ersten Mal
wieder auf einer Blumenwiese zu stehen, und die Freiheit zu sp?ren, den
Wind, der durch das Gras streift, die Blumen in all ihren wunderbaren
Farben zu sehen, und zum ersten Mal nach so langer Zeit wieder reine Luft
einatmen zu k?nnen, ohne damit die Toten zu inhalieren.Und dann eine kleine wei?e Karte mit wenigen Worten: "Ich lade Dich
herzlich ein, mich in Wien zu besuchen; Es wird nie aufkl?rbar sein, aber
nachdem Du da bist, sind wir schon zu zweit. Es freut mich, dass es solche
Menschen wie Dich gibt".Na, ich bin nat?rlich gesprungen vor Freude und war den ganzen Tag ganz
?berdreht. Zweimal haben wir vor unserem Treffen telefoniert, am Telefon
erwische ich einmal ihren Sohn, einmal ihre Tochter, einmal ihre
Schw?gerin, man muss sich durch die ganze Sippe durchk?mpfen, wenn man da
jemanden bestimmten sprechen will. Haha Das finde ich nat?rlich alles
total aufregend und es wird immer spannender f?r mich. Ich bin so nerv?s,
dass mir schlecht wird, kurz bevor wir in Wien sind und ihre Haust?r
suchen.Als wir (mein damaliger Freund Johannes und ich) sie schlie?lich gefunden hatten und
nerv?s mit einem Geschenk an ihrer T?r l?uteten h?pfte mir erstmal ein
kleiner wuscheliger Hund die Beine hoch und beschnupperte mich und bellte
und wedelte mit dem Schwanz, und dahinter kam eine Frau zum Vorschein, die
mir echt die Sprache verschlug.
Vom Buch- Cover her hatte ich mir Ceija etwas rundlich und gro? vorgestellt.
Die Frau aber, die da ?ber`s ganze Gesicht strahlte und sich f?r den Hund
entschuldigte und auf Romanes mit kindlicher weicher Stimme mit ihm
schimpfte, war sehr zierlich und klein, hatte lange strubbelige blonde
Haare, sie trug ein langes schwarzes Samt- Kleid, dazu eine glitzernde
goldene Sch?rze und gestrickte Woll- Socken, war total quirlig und war
etwa 70 Jahre alt.
Um den Hals hatte sie jede Menge magischer Amulette die mir vom Buch Cover
bekannt vorkamen. Sie bat uns, hereinzukommen.
Als wir durch den Flur Richtung Wohnzimmer gingen sah ich an den W?nden
?berall ihre wunderbaren Blumenbilder h?ngen, sowie Pferdegeschirr,
Steine, die beschriftet waren mit "Bergen Belsen", "Dachau", "Ravensbr?ck"
und "Auschwitz" lagen am Boden. Spiegel und riesige Teppiche zierten die
W?nde und B?den.
Und dann kam ein riesiger Durchgang, der mit riesigen dicken Teppichen
verhangen war. Und als die zierliche Frau davon verschluckt wurde, und ich
hinter ihr die Teppiche zur Seite schob um den Raum dahinter zu betreten
verschlug es mir gleich zum zweiten Mal den Atem, denn der Raum der
dahinter war , war etwa 100 Quadratmeter gro?, von der Decke hing ein
riesiger Luster, der funkelnd sein Licht verteilte, alle W?nde waren voll
von wunderbaren riesigen Bildern, Ahnengalerien, Fotos von der ganzen
Zigeunersippe, von Ahnen und verstorbenen Familienmitgliedern, von Ceija,
usw.
In der Mitte des Raumes stand ein riesiger Tisch, an dem sicher 15
Personen Platz haben, er war gedeckt mit gro?en T?chern die aus Thailand
oder Bali zu stammen schienen.
In einer Ecke des Raumes stand eine riesige hellblau, wei? und rosa
bemalte Marienfigur aus Holz, die mit glitzernden Plastik- Ketten
geschm?ckt war,
(es fehlte meiner Meinung nach nur noch blaues Lametta und eine
elektrische Lichterkette)- davor ein Altar mit Kerzen, Engelsfiguren,
getrockneten Blumen und einer Wahrsagekugel, die Wohnung war voll mit
barocken Sesseln, dick gepolstert mit edlen Stoffen, ?berall dicke
Teppiche.
Und an der Wand ein ungemachtes Bett mit bunter Bettw?sche.Ceija rannte aufgeregt zwischen K?che und Wohnzimmer hin und her, stellte
auf den gro?en Tisch Schmalz, Wurst, Brot, Semmeln, Wasser, Cola, Kaffee
und K?se, Aufstrich und so weiter- obwohl wir ihr versicherten, dass wir
gerade gegessen hatten.
Dann ?bergab ich endlich mein Geschenk f?r sie, das ich vor lauter staunen
noch immer in der Hand hielt.
Als sie das Geschenk sah, stellte sie es vor sich auf den Tisch, st?tzte
ihre beiden Unterarme am Rand des Tisches ab, schaute mich an, sch?ttelte
den Kopf und grinste. Sie freute sich so sehr, dass sie fast weinte.
Dann begann sie mit langsamen, bed?chtigen Bewegungen, die Masche der
Verpackung zu l?sen, sagte mir so nebenher, dass sie meine Briefe ihrer
Familie vorgelesen h?tte und dass ihre Kinder geweint h?tten vor R?hrung.
Dann bewunderte sie das Verpackungs- Papier, die Masche, und als sie den
Inhalt sah, st?tzte sie sich wieder ab und sch?ttelte wieder den Kopf,
biss sich auf die Lippen, trug die Kerze die darin war zu ihrer
Marienfigur und sagte zu ihr: "Siehst Du Maria, was wir bekommen haben? So
eine sch?ne Kerze, die z?nden wir morgen an, ja? Und wie die duftet!"
Dann kam sie zur?ck und schaute sich die anderen Dinge an, die ich ihr
mitgenommen hatte- darunter eine gefilzte bunte Decke, die ich mal auf
einem Mittelaltermarkt gekauft habe, und die sie ihrer Maria zum Altar
legen wollte, und ein Gedicht und zwei gemalte Bilder von meiner Tochter,
wobei sie fast zu weinen begonnen hat vor Freude dar?ber.
Dann setzte sie sich an den Rand ihres Bettes, und wir begannen zu reden.
?ber mein Leben, ?ber ihr Leben, ?ber ihre Erlebnisse in den KZ`s.
Dabei konnte ich es nicht lassen, auf ihren Unterarm zu starren, der
t?towiert war mit der Aufschrift "Z 9600"- die Nummer aus dem KZ- wobei
das "Z" f?r Zigeuner stand. Diese T?towierung tat weh in den Augen und sie
versuchte nicht, sie zu verbergen, sondern trug sie mit W?rde.
Ich wusste, dass sie damals 7 Jahre alt war, als man ihr das t?towierte.
Und es war nicht sch?n t?towiert, so wie meine Tattoos, sondern wild
reingestochen in die Haut.Sie erz?hlte, dass sie gerade erst vor wenigen Wochen erfahren h?tte, dass
ihr Vater nicht in Dachau an Lungenentz?ndung gestorben sei ( so wie
damals angeblich ALLE an Lungenentz?ndung gestorben sind laut Papieren) ,
sondern in Hartheim in Ober?sterreich, und dass die Urne, die sie damals
nach Hause bekam nicht die Asche ihres Vaters enthielt, sondern
irgendetwas anderes.
Ich habe ihr dann gesagt, dass ich in Hartheim mit behinderten Menschen
gearbeitet hatte und viele B?cher dar?ber h?tte und w?sste, dass die
?berreste der dort vergasten Menschen per G?terwaggons zur Donau
transportiert wurden und dort in den Fluss gekippt wurden.
Daraufhin war sie komplett aufgel?st vor Freude, bedankte sich tausendmal,
dass ich ihr das gesagt habe, denn Zigeuner legen Wert darauf zu wissen,
wo Verstorbene begraben liegen, und nun w?sste sie, dass ihr Vater in der
gr??ten "Ader" Europas flie?t, dass er verdunstete und zu Regen wurde und
wieder herunterkommt vom Himmel, dass sie ihn wahrscheinlich schon
getrunken h?tte, und dass er bei seinem Tod an seine Familie, seine Kinder
gedacht hat, und dass er diesen Weg gew?hlt hat, weil es der einzige und
schnellste Weg war, auf direktem Weg zur?ck nach Wien zu kommen.
Ich war total ger?hrt, als sie sp?ter meinte: "Auschwitz war so grausam,
dass sogar der Tod Angst hatte. Denn der Tod kann so viele Seelen auf
einmal gar nicht mitnehmen. Der war total ?berfordert, denn die sind ja
nicht normal gestorben, sondern umgebracht worden. Und das war sogar dem
Tod zu viel. Der hat richtig Angst gehabt!"Dann erz?hlte sie mir von ihrem Sohn, der mit 23 Jahren an Drogen
gestorben ist. Sie sagte, dass Zigeuner ihre Angst weitergeben, ungewollt.
Dass die Kinder damit aufwachsen und dass kein Zigeuner ?ffentlich sagen
w?rde, dass er Zigeuner ist, weil dann sofort ein Schritt zur?ck gemacht
wird und die alten Vorurteile- dass Zigeuner stehlen w?rden und L?use
h?tten, sich nicht waschen w?rden und stinken- wieder zu Tage k?men.
Dass am Nachbarhaus ein Schild h?ngt, auf das jemand geschrieben hat:
"T?tet alle Roma- Kinder!" Und dass am Gehsteig vor dem Haus jemand ein
Hakenkreuz auf den Asphalt gespr?ht hat.
Ich bin nicht mehr schockiert ?ber diese Dinge, ich kenne die Szene und
wei?, dass sie es oftmals gar nicht aus wirklicher Bosheit machen, sondern
aus Unwissenheit, aus Minderwertigkeitskomplexen und Rudelverhalten. Sie
denken nicht dar?ber nach, wen sie treffen, Hauptsache, es lenkt von ihren
eigenen Problemen ab. Auch Ceija wei? das. Aber sie ist schockiert
dar?ber, dass es nie aufgeh?rt hat, obwohl alle wissen, was geschehen ist.
Sie ist schockiert dar?ber, dass es noch immer Leute gibt, die behaupten,
KZ`s h?tte es nicht gegeben.Sie erz?hlte, dass sie mit ihrer Familie auf Kriegsfu? stehen w?rde, seit
sie ihr Buch ver?ffentlicht hat, weil die eine H?lfte der Familie neidisch
ist, weil bei ihr t?glich hohe Leute aus und ein gehen, Interviews gemacht
werden und sie dadurch auch Geld verdient hat, sich zu outen. Die andere
H?lfte der Familie hat einfach Angst, dass dadurch Hass erzeugt wird, oder
dass Rechtsradikale aufmerksam werden auf sie.Au?erdem will niemand von den Roma oder Sinti ?ber ihre Erfahrungen in den
KZ`s reden, das w?re ein Thema, das totgeschwiegen wird.
Sie aber h?tte das nicht ausgehalten, und sie w?rde immer wieder dar?ber
reden, denn die Seelen der Toten begleiten sie und sie s?he es als ihre
Aufgabe in diesem Leben, dar?ber zu reden, und ihr Volk mit Stolz und
W?rde zu vertreten.Die ganze Zeit w?hrend sie redet bin ich wirklich fassungslos ?ber ihre
wunderbare Ausstrahlung, das Licht, das sie verspr?ht trotz ihrer vielen
schrecklichen Erlebnisse. Sie lacht und dann scheint es wieder als w?rde
sie beinahe weinen, wenn sie nachdenklicher wird- und sie redet und
strahlt und spricht ?ber Geister und Seelen und Wiedergeburt, ?ber Karma
und den Tod ihres Vaters als w?re das total normal und ?berall ?blich.
Sie schaut sich meine Mappe die ich ihr zur Ansicht mitgenommen habe mit
einer kindlichen Freude an, lobt meine Bilder die ich gemalt habe, sagt
mir zu jedem Bild, was sie denkt und trifft JEDESMAL genau auf den Punkt
des Bildes- sie sp?rt einfach, aus welchem Grund ich es gemalt habe, wie
es entstanden ist. Auf keiner Vernissage hab ich so was bisher erlebt,
dass jemand anstatt zu fragen: "Was bedeutet es ?"- es einfach anschaute
und f?hlte- und auch noch so treffend erkl?ren konnte.
Als sie alles durchgebl?ttert hat sagt sie, dass sie mich mit einem Herrn
N. bekannt machen w?rde, und der w?rde sich bei mir melden und ich m?sste
mit meinen Bildern raus und d?rfte nicht so feige sein.
Sie schenkt mir ein Video ?ber ihr Leben, ein Buch, in dem sie Gedichte
schreibt, die meinen sehr ?hnlich sind, sowie eine CD, auf der sie Roma-
Lieder singt, und ein mit ihren typischen Blumenmustern bemaltes
Marmeladeglas, gef?llt mit Marillenmarmelade.
Sie erlaubt mir, Fotos zu machen, und als sie erf?hrt, wie lange Johannes
um mich k?mpfen musste, sagt sie lachend: "M?del, Du bist ja ?rger wie 10
Zigeuner zusammen"- wor?ber wir lange lachen m?ssen, denn ich empfinde das
als gr??tes Kompliment aus dem Munde einer Zigeunerin.
Sie nennt mich die ganze Zeit "M?del"- sagt mir mit kopf sch?tteln: "
M?del, Du musst ein Buch schreiben!" rennt weiterhin zwischen Wohnzimmer
und K?che hin und her, wird immer wieder von den dicken Teppich- Vorh?ngen
verschluckt, um dann wieder daraus hervorzukommen als w?rde ein riesiges
Wurmloch sie ausspucken.Verz?ckt h?rt sie Johannes zu, der ?ber vergangene Leben und seine
Ansichten zu Spiritualit?t redet, sch?ttelt lachend den Kopf, schaut mich
an und sagt:"M?del, wo hast Du denn DEN aufgegabelt?"
Die Stimmung ist total locker, so als w?re sie eine alte Schwester, die
wir seit Jahren kennen. Alle Fragen die ich vorbereitet hatte waren
vergessen, die ganze Nervosit?t ist in dem Moment verflogen, wo sie die
T?re ge?ffnet hatte.
Ich erz?hle ihr, dass ich bei einer Geistreise ein M?dchen getroffen habe,
die mit ihr im KZ gewesen sein soll und JOBST hie?.
Nachdenklich sagt sie: Ja, ich kenne eine Familie, die hat Jobst gehei?en,
und die wurden alle auf einem Fleck erschossen. Da war ein M?dchen dabei"
Sie erz?hlt mir, dass der RABE ihr Tier w?re, zu dem sie eine starke
Beziehung h?tte- und ich zeige ihr mein Raben- Tattoo und erz?hle ihr von
den indianischen Krafttieren.
Sie freut sich und erz?hlt mir ?ber eine Indianerin, mit der sie eine
Zeremonie in Auschwitz machte, mit Trommel und Tanz, und dass die Indianer
ein verwandtes Volk mit den Roma w?ren, die w?ren sehr ?hnlich.Sie sagt uns auf die Frage, warum sie ihre Haare immer blond gef?rbt
hatte, dass sie als Teppichverk?uferin am Wiener Markt gearbeitet hat und
dass die Leute bei dunklen Menschen Angst haben. Dann hat sie ihre Haare
blond gef?rbt und konnte viel mehr verkaufen. Und irgendwann hat sie sich
daran gew?hnt und so ist es bei blond geblieben.Wir rauchen Zigaretten und reden und vergessen die Zeit um uns herum, und
irgendwann sagt sie uns, dass sie uns jetzt verabschieden muss, weil sie
schlafen geht. Sie umarmt uns herzlich, nicht ohne uns zu sagen, dass sie
sich freuen w?rde, wenn wir bald wieder kommen w?rden.Wir verlassen das Haus mit vielen, vielen Eindr?cken, sind ganz stumm und
jeder denkt f?r sich nach ?ber alles, was sie gesagt und erz?hlt hat.
Wir fahren noch in ein kleines Lokal, wo wir uns an einen Tisch setzen,
eine Kerze anz?nden, stumm die Leute an den Nachbartischen beobachten, das
Buch von Ceija lesen und nachdenken.
Wir sind gleichzeitig tief beeindruckt von der lichtvollen Ausstrahlung
dieser Frau, schwer betroffen von der Art, wie sie ?ber die KZ`s redet und
die vielen Toten in ihrer Familie, ?ber das schreckliche Leid und die
Bilder, die sie im Kopf hat- und die man auf anderen Bildern von ihr
findet, die sie in einem Zimmer hinter einem dicken Teppich versteckt hat.
(Ihre Malerein sind in zwei Bereiche zu teilen, einmal die Blumenwiesen,
immer wieder, Blumen in allen Farben- dazu Pferde und Planenwagen und
Menschen mit langen dicken schwarzen Z?pfen und bunten Kleidern. Und der
andere Bereich zeigt Schornsteine, durch die Seelengesichter fliegen,
nackte Menschen die brennen, SS- Uniformen, Hunde und Gewehre, schreiende
Kinder, schwarze Wolken, den Tod und Stacheldraht.)Wir sind voller Freude dar?ber, dass sie uns als "Gadje" (so nennen die
Zigeuner uns "Wei?e") so voller Liebe und Gastfreundschaft, Offenheit und
Herzlichkeit aufgenommen hat. Und wir sind ?berrascht ?ber die tiefe
Spiritualit?t dieser Frau, denn f?r eine Frau ihres Alters ist das
wirklich unglaublich wie sie damit umgeht und wie sie dar?ber redet, wie
sie sie LEBT.Heute hab ich ein kleines Paket an sie geschickt, darin enthalten ein Buch
?ber Hartheim, ein kleines Heiligenbildchen der Maria- aus Russland, und
ein langer Brief, sowie meine Gedichte und das Versprechen, dass wir sie
bald wieder besuchen, und dann bekommt sie das sch?nste Bild, das ich
gemalt habe, und das ihr so gut gefallen hat, mein gr?nes Cham?leon.
Ich denke n?mlich, dass dieses Bild auch ganz gut zu ihr passt, denn das
Cham?leon passt sich seiner Umgebung optimal an, kann sich je nach
Situation ver?ndern, bleibt aber doch immer ein Cham?leon.
So, wie sich Ceija in ihrem Leben an sehr viele Situationen anpasste um zu
?berleben, aber innerlich doch immer eine Zigeunerin blieb und nie ihre
Sprache, ihre Lieder und ihre Werte vergessen hat.Wir sind dann am n?chsten Tag am Vormittag zur russisch- orthodoxen Kirche
im dritten Bezirk gefahren, haben eine russische Messe angeh?rt, haben
Kerzen gekauft, die wir dann zu einer Mutter Gottes- Ikone stellten und
f?r Ceija, sowie f?r unsere Ahnen und Familien angez?ndet haben.majun
-
Familienaufstellung nach Hellinger, Waidhofen/Ybbs,
8. November 2003, 10.00 Uhr bis 19.00 UhrVorgeschichte:
Meine Gro?mutter m?tterlicherseits ist 86 Jahre alt, (geboren 1917)lebt in einem Altersheim in Ober?sterreich und leidet an schwerer Altersdemenz und Alzheimer, ist geistig total verwirrt, aber k?rperlich noch recht r?stig...
Sie hei?t Hermine H., ledige Himmelbauer, und ist in Wien geboren.
Mit 2 Jahren wurde sie von ihrer Mutter in ein Weisenhaus gesteckt, weil diese einen Schweizer kennengelernt hatte und mit dem und ihrer Lieblingstochter in die Schweiz zog. Auch Omas Bruder Franzl wurde damals ins Waisenhaus gesteckt.
Die Mutter hat also zwei ihrer Kinder einfach dagelassen und ist mit dem dritten Kind und dem neuen Mann in die Schweiz abgehauen ohne sich jemals wieder um ihre zur?ckgelassenen Kinder zu k?mmern. (Sp?ter wird sie weitere 5 Kinder zur Welt bringen, von verschiedenen M?nnern und sich auch um diese Kinder nicht k?mmern)Oma wurde, als sie 5 Jahre alt war vom Waisenhaus an die Gemeinde ?bergeben und so wurde sie von ihrem Bruder Franzl getrennt. Sp?ter sind Franzl und meine Oma in die selbe Schule gegangen ohne voneinander zu wissen, sie haben es per Zufall mal rausbekommen, da? sie im Reisepass den selben Namen als Mutter stehen hatten und waren dann sehr verbl?fft.
Franzl ist 1941 in Russland verwundet worden und starb f?r F?hrer und Volk.Meine Gro?mutter wurde dann mit 5 Jahren an die Familie Masilko nach Aisthofen
(Ober?sterreich) gegeben, wo sie bis zum 12. Lebensjahr hart als Magd gearbeitet hat, sie hatte keine Schulbildung damals, in die Schule durften nur die "Besseren" gehen.Mit 17 Jahren hat meine Oma dann in Opponitz in einer M?hle gearbeitet. Zu dieser Zeit musste sie Kr?hen vom Feld essen, Zucker stehelen, das getragene Gewand der Alt- B?uerin tragen und hatte f?r 3 Jahre nur eine Garnitur Gewand f?r sich selbst.
Sie schrieb damals einen Brief an ihre Mutter in die Schweiz, weil sie diese Frau kennenlernen wollte. Sie konnte sich ja nicht mehr an sie erinnern.
Ihre Mutter antwortete, doch diese Antwort wurde von ihren Chefleuten unterschlagen, weil diese Angst hatten sie w?rde zu ihr in die Schweiz gehen.
Als die Chefleute eines Tages einen Ausflug mit der Beiwagen- Maschine machten, erz?hlte Oma dem Knecht vom Brief der Mutter. Der hat ihr dann geholfen den Brief zu suchen, und sie haben ihn auch gefunden.
Noch in der selben nacht hat meine Oma heimlich ein B?ndel gepackt und ist davongelaufen.
Sie hatte damals als Lohn f?r 3 Jahre Arbeit ein Fahrrad bekommen. Das hat sie an eine Bekannte in Perg verkauft, bei der sie Nachts gel?utet hat um an etwas Geld zu kommen.
Von dort aus ist sie mit dem Bus zu einem Onkel nach Linz gefahren, den sie auch gefunden hat obwohl sie nie zuvor in einer Stadt war.
Der Onkel war aber kurzfristig nicht zu Hause, die Schwiegermutter des Onkels nahm sich aber um meine Oma an und hat sie mitgenommen zum Wochenmarkt in Linz, wo sie einkaufen gingen.
Oma sah der Frau beim einkaufen zu und pl?tzlich sah sie die Beiwagen- Maschine ihrer Chefleute. Der Chef wollte sie wieder mitnehmen und fragte, ob sie verr?ckt sei...
Oma setzte sich aber durch und traf dann auch ihren Onkel, der sie in den Zug nach Z?rich setzte, damit sie ihre Mutter besuchen konnte.
Eine fremde Frau holte sie vom Bahnhof ab, sie redete Switzerd?tsch, Oma verstand kein Wort.
Ihre Mutter empf?ngt sie sehr k?hl.
Oma hatte sich damals sehr auf ihre Schwester Hanni gefreut, doch diese brachte sich wenige Tage vor der Ankunft von Oma um, sie ertr?nkte sich in einem Flu?, angeblich wegen der Ankunft von Oma. (Eifersucht??)
Oma sah jedenfalls nur noch die frischen Kr?nze am Grab.1 Monat lang bleibt Hermine dort. Dann l?uft das Visum ab und sie mu? zur?ck nach ?sterreich, wo sie nun ja keine Arbeit und kein zu Hause mehr hat.
Sie kommt wieder bei ihrem Onkel in Linz unter. Ein Freund des Onkels kommt zu Besuch und sagt, da? er auf seinem Hof eine Magd gebrauchen k?nnte, Oma zieht also zu ihm nach Stainakirchen.
Er hat zwar schon eine Magd, aber Oma ist jung und h?bsch...
Nach ihrer Ankunft will die dortige Magd Oma erschlagen, weil sie ihr den Platz streitig macht.
nachts will der Bauer zu ihr ins Bett, aber Oma schreit so laut bis seine Tochter kommt. Danach k?ndigt sie.Sp?ter arbeitete sie bei der V?EST in Linz, lernte einen Mann aus Bayern kennen, er war blond, h?bsch, - als sie schwanger wird zu ihrem ersten Kind, (Tochter Ingrid) verl?sst er sie.
Sie zieht zu einer Arbeitskollegin, die Tochter kommt in eine Kindergrippe.
Als die Fliegeralarme immer mehr werden, gibt sie Ingrid nach Opponitz zu einer Verwandten, sie selber bleibt in Linz und lernt meinen Gro?vater kennen, der sie trotz dem ledigen Kind nimmt- was damals nicht ?blich war.Geburt meiner Mutter:
Meine Mutter und ihr Bruder kommen zur Welt, Ingrid wird aus Opponitz zur?ckgeholt, Oma und Opa heiraten und leben dann in Steyregg in einer VOEST- Wohnung.
Ingrid stirbt mit 25 Jahren an Krebs, sie war in der Schweiz verheiratet und ich kenne ihren Mann, den ich schonmal in Schaffhausen besucht habe, und der auch ab und zu zu uns nach Opponitz kommt, inzwischen neu verheiratet ist und einen Sohn hat.Als ich klein war bin ich mit meinen Eltern und meinem Bruder alle zwei Wochen zu Oma nach Steyregg gefahren, wo wir dann ?ber`s Wochenende blieben. Opa hat immer viel Alkohol getrunken und das Geld in Gasth?usern beim Kartenspielen verspielt, Oma hat viel mit ihm geschimpft weil er geraucht hat und gespielt und getrunken, und weil sie immer zu wenig Geld hatten. Oma hat das Geld vor Opa versteckt ( in der Waschmaschine, in Blumenvasen, unter Tischdecken und unter Teppichen, Opa hat seine Bierflaschen vor ihr versteckt (im Mistk?bel, im Gartenhaus, und sonstwo).
Und ich habe von Opa Kartenspielen gelernt.Wie ich es erlebt habe:
Oma war solange ich sie kenne eine sehr verbitterte Frau, f?hlte sich nie etwas Wert, war feindselig eingestellt allen gegen?ber, die etwas "Besseres" waren.
Opa ist schon lange gestorben, er hatte Blutkrebs.
Oma lebte dann bis zu ihrem 85. Lebensjahr alleine in Steyregg in der VOEST- Wohnung.
Oft erz?hlte sie von einem Traum, sie tr?umte, da? sie im Garten Unkraut ausriss, und pl?tzlich schaute ein L?wenzahn- Blatt sie an und sagte: "Aber Mama, kennst Du mich nicht mehr? Du darfst mich nicht ausreissen, ich bin`s, Deine Ingrid!!"Fazit:
Meine Gro?mutter hatte nie eine Mutter, hatte auch nie Liebe bekommen.
Meine Mutter bekam deshalb von Oma auch sehr wenig Liebe, was sich wiederum auf mich auswirkte, denn ich hatte seit ich denken kann mit meiner Mutter sehr gro?e Probleme. (Mein Bruder wurde drogens?chtig und kam ins Gef?ngnis, ich war ein Jahr im Kloster- Internat, habe dann die Welt auf den Kopf gestellt und voll rebelliert, einen Mann nach dem anderen gehabt, usw... )
Letzte Station war dann meine Tochter, denn ich habe seit ich denken kann auch gro?e Probleme damit, meine Tochter richtig anzunehmen, zu umarmen, usw... Obwohl sie mir oft leid tut und es mir bewu?t ist, da? ich ihr zu wenig zeige wie lieb ich sie habe, kann ich es einfach nicht, die ?berwindung ist einfach zu gro?...Und mit diesem Anliegen bin ich dann nach Waidhofen zur Familienaufstellung gefahren.
Ich wollte endlich diese Linie durchbrechen, wollte den Lauf der Dinge endlich unterbrechen, mir den Ablauf bewu?t machen und daran arbeiten- etwas aufarbeiten, was seit meiner Urgro?mutter- und wer wei? wie lange zur?ck das noch so geht- keiner getan hatte.Ich habe meine Mutter fr?her gehasst wie die Pest, hatte kein Vertrauen zu ihr, habe mich erst mit 21 Jahren dazu ?berwinden k?nnen, mit ihr Mutter mal dar?ber zu sprechen, alles sprudelte nur so aus mir raus, ich heulte und redete gleichzeitig, und sie sa? total baff da und starrte mich an- und umarmte mich dann zum ersten Mal.
Gleichzeitig- etwa eine Woche sp?ter- kam mein Bruder ins Gef?ngnis wegen Dealerei und wurde dort von Papa zum ersten Mal umarmt- da begannen wir also langsam aufzuarbeiten.Seminarbeginn:
Ich fahre mit Johannes (meinem damaligen freund) nach Waidhofen, wei? ungef?hr worum es geht, habe es aber noch nie live erlebt. Einige B?cher von Bert Hellinger haben mir einen Vorgeschmack davon gegeben, was mich ungef?hr erwarten wird. Ich werde meine Familie besser verstehen lernen, werde mit den Ahnen in Kontakt kommen, werde sp?ren, was sie gesp?rt haben, werde sehen, was falsch l?uft bei uns, bzw. was ich besser machen kann. Und viele andere Leute werden aus dem selben Grund da sein und jeder wird jedem helfen.Wir kommen zu einem Haus das von au?en sehr sch?big aussieht, als wir es betreten bemerken wir aber sofort, da? es liebevoll und wundersch?n renoviert wurde, und sehr edel eingerichtet wurde. ?berall sch?ne Bilder an den W?nden, geschnitzte Figuren, offener Kamin, Getreidekr?nze, alte Bauernm?bel, sch?ne Tischdecken, gro?e Gl?ser gef?llt mit N?ssen, ein sehr uriger Tisch aus Vollholz, Holzb?den, usw...
Auf einer Anrichte in der K?che steht Kuchen, eine Sch?ssel mit ?pfel, ein Teller mit Schokoladest?ckchen, Bio- Birnensaft, Gl?ser, Teller, usw... Wir haben 250,- Euros als Paar f?r das Seminar bezahlt, da darf man sich sowas erwarten.
Etwas steif begr?sse ich die anwesenden Leute, f?hle mich trotz der heimeligen Stimmung unwohl, kenne niemanden, wei? nicht was ich sagen soll, warte auf den Beginn.
Dann ?ffnet sich die T?r und eine ehemalige Schulkollegin der Klosterschule kommt mit ihrem Mann rein, ich habe sie seit etwa 10 Jahren nicht mehr gesehen, wir erkennen uns gleich, quatschen ein bisschen, alles ist noch sehr verkrampft. Dann stellt sie mir ihren Mann vor- ich kenne sein Gesicht von irgendwo, sp?ter f?llt mir siedendhei? ein, da? ich mit etwa 15 Jahren in meinen wilden Zeiten mal ein kurzes Verh?ltnis mit ihm hatte, er hatte damals allerdings lange Locken und war Schlagzeuger, inzwischen eine Glatze und Familienvater, also es war kein Wunder da? ich ihn nicht mehr kannte. (Er kannte mich allerdings schon) Naja, das Ganze verbesserte die Nervosit?t auch nicht gerade...Das Seminar begann mit einigen Energie- ?bungen zum ?ffnen des Herz- Chakras, zum auflockern, aber auch zum abgrenzen/sch?tzen.
Danach gab es eine kleine Vorstellungs- Runde, in der man sich kurz beschreiben sollte.
Danach wurde festgelegt, wer f?r sich eine Aufstellung machen m?chte, und wer sich nur als "Statist" zur Verf?gung stellt. 6 Leute wollten eine Aufstellung, ein junges M?dchen mit langen schwarzen Haaren er?ffnete die Runde.
Sie setzte sich zwischen die Seminarleiter- eine Frau und ein Mann stellten ihr Fragen zu ihrer Herkunfts- Familie und fragten sie nach dem Thema, weswegen sie hergekommen sei.
Das M?dchen brach in Tr?nen aus und erz?hlte, da? ihr Vater ihre Mutter geschlagen h?tte, da? sie nie Liebe bekommen h?tte und nun bemerkt h?tte, da? sie selber ihrem Kind gegen?ber oft aggressiv werden w?rde.
Man merkte, da? es ihr sehr schwer fiel, dar?ber zu sprechen und auch ich k?mpfte mit den Tr?nen.
W?hrend des ganzen Seminars flossen immer wieder Tr?nen, der ganze Raum schien aufgeladen von Emotionen, man konnte sich sehr stark einf?hlen in die Personen, und sp?rte sehr stark, wenn jemand ernsthafte Probleme hatte.Das M?dchen, das ich vom Klosterinternat kannte kam an die Reihe. Sie erz?hlte, da? ihre Eltern kurz nach ihrer Geburt einen Autounfall hatten, da? ihre Mutter ins Krankenhaus kam und halbseitig gel?hmt war, und da? sie erst nach hause kam, als sie selbst 2 Jahre alt war. Da stand dann diese fremde Frau vor ihr und sollte ihre Mutter sein- sie konnte sie nie wirklich als Mutter annehmen.
Sie hatte zudem 5 Geschwister die ?lter waren und mehr von ihrer Mutter hatten, und um sie selbst k?mmerte sich eine ?ltere Schwester in der Zeit, als die Mutter keine Kraft dazu hatte. Zu dieser Schwester hatte sie eine sehr starke Verbindung.
Sie erz?hlte aus der Kindergartenzeit, da? niemand sie abgeholt hatte, da? eine verbitterte alte Kinderg?rtnerin sie damals nach Hause gebracht h?tte und da? sie das noch sehr stark in Erinnerung h?tte- dabei weinte sie herzzerreissend und ich heulte mit ihr mit.
Dann sollte sie aus unserer Gruppe einige Personen aussuchen, die ihre Eltern und ihre Geschwister repr?sentieren sollten. Sie suchte jemanden aus, der ihren Vater verk?rpern sollte, suchte die 5 Geschwister aus, und mich nahm sie als ihre Mutter.
Die Leute wurden in die Mitte des Raumes gestellt.
Danach sollte sie sich hinter jeden einzelnen stellen, und ihn mit verschlossenen Augen an einen Platz f?hren, von dem sie meinte, es w?re der richtige Platz f?r ihn. Sie stellte sich hinter den Mann, der ihren Vater verk?rpperte und stellte ihn in die Mitte des Raumes. Dann schob sie mich neben diesen Mann- der nun mein Mann war. Dann stellte sie ihre Geschwister neben uns auf. Und dann suchte sie noch eine Frau aus, die sie selber spielen sollte, damit sie sich das ganze Szenario von einem Sessel au?erhalb mit einigem Abstand ansehen konnte.Dann stand die Seminarleiterin auf und fragte jede Person, wie sie sich auf dem Platz f?hlt, auf dem sie steht.
Ich sagte ihr, da? ich mich nur zu zweien der Kinder verbunden f?hlte, (das M?dchen war wie fremd f?r mich, sie sp?rte ich ?berhaupt nicht) und da? ich sehr "wackelig" stehe, da? ich zu dem Mann neben mir ?berhaupt keine Verbindung habe.
Der Mann sagte, da? er sich sehr unwohl f?hlt neben mir. Wir mussten uns zueinander drehen, uns in die Augen sehen und sagen, wie wir uns f?hlen. Wir f?hlten uns beide schlecht.
Der Mann mu?te mir sagen, da? er mich verlassen wird und da? er seinen eigenen Weg geht.
Er sagte es mir.
Es ber?hrte mich ?berhaupt nicht, ganz im Gegenteil, ich f?hlte mich sehr erleichtert.
Die Seminarleiterin stellte eine Frau neben mich und fragte mich, was ich sp?re. Ich schaute die Frau an und sagte, da? sie sich anf?hlt wie ein Eindringling.
Die Seminarleiterin sagte mir, da? das ICH w?re, VOR meinem Autounfall. Meine HEILE H?lfte also. Und sie stellte diese Frau neben mich auf die rechte (gel?hmte) Seite.
Sofort f?hlte ich mich besser, voll best?rkt und f?hlte mich pl?tzlich kr?ftig genug, die 5 Kinder zu betreuen- auch ohne Mann.
Der Mann wurde gefragt, wie es ihm jetzt geht, wenn er mich da sieht mit den 5 Kindern. Er sagte, da? er die Verbindung zu den Kindern nicht aufgeben will, da? er n?her zu uns r?cken will, allerdings wollte er mir nicht zu nahe kommen. Und ich wollte das auch nicht.
Damit konnten allerdings die Kinder nicht umgehen, eine heulte sogar, weil sie sagte, sie w?rde es nicht verkraften, da? der Vater und die Mutter so schnell auseinandergegangen w?ren.
Zum Schlu? ahtten wir alle Personen so gestellt, da? es f?r alle gut war und jeder sich wohl f?hlte.
Zum Abschlu? kamen die Kinder um mich und meinen (gespielten) Mann um unseren Segen f?r ihr Leben zu bitten. Sie knieten sich vor uns hin, und sagten: "Liebe Mama, lieber Papa, ich bitte Euch um Euren Segen f?r mein Leben und das Leben meiner Kinder". Und wir legten ihnen die Hand auf Kopf oder Schulter und sagten: "Ich segne Dich, mach Dir ein sch?nes Leben, mir zu Ehren".Vielleicht h?rt sich das alles sehr verr?ckt an, wenn man es nicht live erlebt, aber wenn man da steht und die ganzen Gef?hle sp?rt, dann ist das ein sehr bewegender Moment. Man denkt automatisch an seine eigenen (wahren) Eltern und stellt sich vor, wie man Abschied nimmt, oder wie man sie ganz annimmt und akzeptiert oder um ihren Segen bittet und es ist doch so, da? man sehr mit den Tr?nen k?mpft in diesen Momenten.
Das M?dchen, um dessen Familie es ging sa? die ganze Zeit daneben und beobachtete das "Spiel"(?) ohne etwas zu sagen.
Erst als alle fertig waren kam sie dazu, ihr wurde die Kraft von der Person symbolisch ?bergeben, die f?r sie gespielt hatte. Dazu stellte sie sich zu dem M?dchen, gab ihr die H?nde, schlo? die Augen und das M?dchen das sie gespielt hatte sollte ihr gedanklich alles mitgeben, was sie w?hrend der Aufstellung erfahren hatte.
Danach wurde sie an ihre eigene Stelle gestellt und sollte sagen, wie sie sich f?hlt. Sie stand da und weinte, schaute alle an, schaute die Frauen an, die ihre Schwestern spielten, schaute mich an, die ihre Mutter spielte, schaute den Mann an, der ihren Vater spielte und nahm die Positionen in ihr Herz auf. Dann ging sie zu der Frau, die ihre ?ltere Schwester "spielte"- die sie ja gro?gezogen hatte an Stelle ihrer Mutter- und umarmte sie und schluchzte und weinte. Es war sehr ber?hrend. Man kann sich so reinversetzen in die Personen die man darstellt, man wei? ganz genau, wie es dieser Person geht. Es ist Schwerstarbeit, die man da leistet. Man arbeitet Probleme auf, die teilweise seit Generationen verdr?ngt oder aber auch weitergegeben wurden. Man l?st Blockaden, die seit Generationen nicht gel?st wurden und immer mehr aufgebaut wurden innerhalb der Familie.Als ich an die Reihe kam...
... war es schon sp?ter Nachmittag und ich hatte in den Pausen davor beschlossen, nicht mehr zu heulen, mich nicht mehr so sehr darauf einzulassen...
So versuchte ich bei den anderen Aufstellungen mir bewu?t zu machen, da? ich hier in diesem Raum sitze, da? mich die Geschichten der Anderen nicht direkt betreffen, da? es nur einige von Millionen Geschichten sind, die wir hier zu h?ren kriegen, und da? die eigene Geschichte harmlos wirkt im Vergleich zu anderen Geschichten.Als ich an die Reihe kam und mich zwischen die beiden Seminarleiter setzte um das "Interview" zu f?hren, war ich nicht mehr besonders nerv?s, ich kannte die Leute und deren Geschichten inzwischen und f?hlte mich wohl, weil ich wu?te, wie es ablaufen w?rde ungef?hr.
Ich sagte den Seminarleitern bei diesem Interwiew worum es mir geht, da? ich meine weibliche Ahnenlinie aufstellen m?chte, und sehen m?chte, was da abgelaufen ist damals, und wie sich das auf mich und meine Mutter auswirkte....
Ich sollte mir also jeweils eine Frau aus den Teilnehmern des Seminares aussuchen, die meine Mutter, meine Gro?mutter m?tterlicherseits, sowie deren Mutter, (meine Urgro?mutter) Omas verstorbene Schwester (die sich ertr?nkt hatte) und deren verstorbenes Kind (Ingrid) darstellen sollten.
Ich soltle nun die im Raum stehenden Frauen so im Raum aufstellen, wie ich es f?r stimmig hielt/sp?rte.
Ich stellte mich hinter meine Mutter und stellte sie in die Mitte des Raumes. Neben sie stellte ich ihre verstorbene Schwester. Auf der anderen Seite neben ihr stand die verstorbene Schwester meiner Oma, die sich ertr?nkt hatte. Dahinter meine Oma, den Blick abgewandt von allen anderen, und hinter ihr ihre Mutter- meine Urgro?mutter, die reichlich unbeteiligt ganz am Rand stand und den Blick von allen abwandte.Dann setzte ich mich auf einen Sessel etwas abseits und schaute mir die Szenerie an.
Jeder wurde befragt wie er sich f?hlte. Die Frau die meine Gro?mutter spielte sagte, da? sie nur ihre Schwester sieht, und auch nur f?r diese etwas empfndet.
(Das sagte mir, da? meine Mutter deshalb keine Beachteung bekam von ihrer Mutter, weil Oma damals ?ber den Tod Ihrer Schwester nicht hinwegkam, und sie nur ?ber ihre Schwester wahrgenommen hatte)
Die Frau die die verstorbene Schwester darstellte sagte, da? sie meine Oma sehr lieb h?tte und ?berhaupt nicht eifers?chtig sei, da? sie ganz im Gegenteil sie gerne kennengelernt h?tte. (Also konnte die Geschichte nicht stimmen, da? sie sich aus Eifersucht weil Oma in die Schweiz kam umgebracht hatte)
Die Seminarleiterin stellte nun beide so, da? sie sich in die Augen sehen konnten. Die Frau die meine Oma spielte sollte nun zu ihrer Schwester sagen: "Ich verstehe da? Du gegangen bist, ich lebe noch ein Weilchen und dann komme ich nach". (Sie sagte es)
Die andere Frau, die die verstorbene Schwester spielte sagte:"Ich h?tte Dich gerne kennengelernt!"
W?hrenddessen bemerkten wir alle, da? es der Frau die meine Mutter spielte sehr schlecht ging, sie konnte sich kaum auf den Beinen halten und wollte sich setzen, sie hatte Atemprobleme und wollte weg von ihrem Platz.
Als die Seminarleiterin ihr erlaubte sich umzudrehen um die anderen sehen zu k?nnen, sagte die Frau: "Ich f?hle mich wie in einem Toten- Reigen!" (Neben ihr die verstorbene Schwester und die verstorbene Schwester von Oma, hinter ihr die Mutter die sie gar nicht sehen kann, weil die Schwester dazwischensteht und hinter ihr die verstorbene Gro?mutter)
Sie durfte sich auf den Boden setzen.
Dann wurde die Frau geholt, die meine Oma darstellte. Sie sollten sich in die Augen sehen, aber die "Mama- Darstellerin" sagte: "Ich will sie nicht sehen!
Die "Oma Darstellerin" war etwas best?rzt dar?ber und sehr traurig, sie sagter, da? sie ein gutes Gef?hl f?r meine Mutter h?tte und sie sehr lieb haben w?rde.
(Meine Gro?mutter hat also um die Liebe meiner Mutter gek?mpft, aber diese hatte sich abgewandt und sich verschlossen.)
Die Seminarleiterin fragte nun die bisher v?llig regungslos auf ihrem Abseits- Platz stehende "Urgro?mutter- Darstellerin": "Wie geht es Dir?"
Die urgro?mutter sagte: "Mich geht das alles nichts an, ich kenne die alle gar nicht und will nichts mit ihnen zu tun haben. Ich habe meine Liebe begraben. Ich will am liebsten fl?chten"
(Das hat meine Urgro?mutter ja auch getan, als sie in die Schweiz ging und mit allen nichts zu tun haben wollte. Und da? sie keinen kennt ist kein Wunder, denn sie hat ihre Kinder ja nach der Gebrut weggegeben und hatte keinen Bezug zu ihnen).
Nun wurde das Ganze f?r mich interessant. Ich wollte wissen, wieso diese ganze Situation so gekommen ist. Meine Mutter sitzt am Boden und ist fix und fertig, rundherum ein Totenreigen, meine Gro?mutter total verzweifelt und die Urgro?mutter v?llig ohne Gef?hl oder Liebe.
Die Urgro?mutter wurde gefragt, wieso sie ihre Liebe begraben h?tte. Ihre Antwort: "Ich bekam auch nie Liebe und ich bin ganz alleine, ich kann das gar nicht schaffen. Mir hilft keiner, keiner ist f?r mich da, ich f?hle mich ?berfordert und ich kann keine Liebe geben, weil ich selber nie welche erfahren habe"
Sie wurde gefragt, f?r wen sie ihre Liebe wieder ausgraben w?rde, wer diese Liebe verdient h?tte.
Daraufhin drehte sich die Darstellerin zu mir, schaute mir in die Augen und sagte: "F?r Sonja w?rde ich sie ausgraben! Sie ist die Einzige, die die Kraft h?tte, diesen Panzer zu sprengen."Daraufhin wurde ich in die Runde geholt, und wir wurden hintereinander in Geb?r- Stellung auf den Boden gesetzt, soda? ich zwischen den Beinen meiner Mutter sa?, die wiederum zwischen den beinen ihrer Mutter sa?, die wiederum zwischen den Beinen meiner Urgro?mutter sa?. Jeder lehnte sich zur?ck und legte den Kopf auf die Brust der Ahnin hinter ihr.
Es war zuerst ein befremdendes Gef?hl, ich stellte mir meine Mutter vor, und legte den Kopf auf die Brust der Frau hinter mir. Und ich sp?rte ihre ganze Kraft- und die Kraft IHRER Mutter und die Kraft der Urgro?mutter- die mir am kr?ftigsten erschien.
Dann wurde mir gesagt, ich solle die ganze Kraft und die ganze Liebe aus den Herzen meiner Ahninnen in mich aufnehmen, tief einatmen und es ausn?tzen, was ich hier erleben darf. Ich tat es. Es war zuerst befremdend und unangenehm, aber je l?nger ich da sa? und es in mich einatmete, desto kraftvoller f?hlte ich mich und es wurde angenehm.
Danach standen wir alle wieder auf und ich sollte zu jeder der Darstellerinnen gehen und ein paar Worte des Dankes sagen. Ich umarmte jede von ihnen und stellte sie mir vor: Die Schwester meiner Oma, die sich ertr?nkt hatte. Ich umarmte sie und es schn?rte mir die Kehle zu. Meine Oma, die in Wirklichkeit im Altersheim liegt und verwirrt ist. Ich umarmte sie und Tr?nen liefen mir ?ber die Wangen. Die Urgro?mutter, die mir so stark erschien, obwohl sie im wirklichen Leben ihre Kinder verlassen hatte- ich dachte an meine Zeit, als ich auch gehen wollte- nach Canada- und auch am liebsten alles aufgegeben h?tte.
Ich ging die Reihe durch, bedankte mich bei allen und sp?rte alle- und dann kam ich zu meiner Mutter. Zu der DARSTELLERIN meiner Mutter.
Und sie l?chelte mich an, und ich sollte zu ihr sagen: "Ich nehme Deine Kraft voll und ganz an und nutze sie f?r mein Leben".
Aber ich kontne es nicht sagen. Meine Mutter war in diesem "Spiel" kleiner als ich und schaute so gutm?tig. Und im wirklichen Leben war sie dominant und meiner Meinung nach hart und lieblos. Ich sagte, da? mir die Frau zu gutherzig aussieht und da? ich die Kraft nicht annehmen werde, weil ich selber genug Kraft h?tte.
Der Seminarleiter fragte mich, woher ich meine Kraft nehme. Ich zeigte auf Johannes und sagte : "Von ihm und von meinen Kindern".Es wurde mir erkl?rt, da? meine Kinder nicht so viel Kraft geben k?nnten und da? ich sie von ihnen nicht nehmen d?rfte, weil sie dann keine Kinder mehr sein d?rften.
Und da? ich diese Kraft auch nicht von den Partnern nehmen d?rfte, weil ich meine Partner sonst nicht lange h?tte. (und das hatte ich ja auch nie in meinem Leben. Mir ging ein Licht auf)
Ich stellte mich also wieder vor meine "Mutter", schaute ihr wieder in die Augen und sagte: "Ich kann sie trotzdem nicht nehmen".
Ich sagte, da? ich mich nicht wie ein Kind f?hle, sondern wie eine Ebenb?rtige. Auch die Frau die meine Mutter spielte sagte, da? wir gleichstark w?ren und sie sich nicht als Mutter f?hlen w?rde, sie h?tte viel zu viel Respekt vor mir und s?he mich eher als Freundin.
Die Seminarleiterin sagte, dann sollte ich mich vor ihr hinknien und sie aus dieser Perspektive ansehen.
Ich kniete mich hin und da f?hlte ich mich zum ersten mal als Kind vor ihr. So konnte ich ihre Kraft annehmen. Ich sage: "Mutti, ich nehme Deine Kraft an und gebe sie dir zur Ehre an meine Tochter weiter!"
Kaum hatte ich es gesagt, f?hlte ich mich wieder ?berlegen und stand wieder auf. Ich mu?te mich also nochmal hinknien. Ich m?sste mich beugen. Ich bin das Kind und sie ist die Mutter. Auch wenn ich im wirklichen Leben mehr Power habe oder mehr geschafft habe, bleibt sie doch meine Mutter und ich bin das Kind.
Danach sollte ich sie umarmen. Es war seltsam. Mir wurde gesagt ich solle meinen Kopf auf ihre Schulter legen. Es wurde besser je l?nger wir so dastanden.
Mit keiner meiner Ahnenfrauen hatte ich solche Probleme, wie mit meiner Mutter. Das Annehmen der Mutter war das Schwerste f?r mich.Als alles beendet war
ging ich zuerst mal aufs Klo. Als ich zur?ck ging kam eine der ?lteren Frauen auf mich zu und fragte mich, wie alt ich sei. Ich sagte ihr, da? ich 28 Jahre alt bin. Sie sagte: "So jung und schon so eine Geschichte, wie andere sie mit 50 noch nicht erlebt haben. Ich bewundere Dich f?r das, was Du geschafft hast. Das ist nicht ohne". Ich wunderte mich, mir kam meine Geschichte neben den anderen Geschichten unbedeutend vor.
Als ich dann zur?ck in den Seminarraum ging, sagte der Seminarleiter zu mir: "Du br?uchtest ja vier Aufstellungen bei Deinem Leben. Ich gratuliere, wie Du das meisterst, Du bist wirklich auf dem besten Weg! Und wie ich das so sp?re bist Du eine sehr starke Pers?nlichkeit. "
Etwas sp?ter meinte er: "Bei Johannes und Dir w?re es ja interessant, was da f?r ein Kind rauskommt. Das w?re wahrlich ein k?nigliches Kind!" Wir lachten.
Als das Seminar zu Ende war und wir uns von allen verabschiedeten, umarmte mich das M?dchen aus dem Internat und w?nschte mir alls Gute f?r mein Leben- ich ihr auch. Und dann sagte ihr Mann zu mir: "Ich kenne Dich ja noch von fr?her, also ich hab nicht gewu?t, was Du alles erlebt hast und ich w?nsche Dir alles Gute, ich bewundere Dich daf?r, wie Du das alles schaffst".
Ich sagte ihm, da? ich mich gesch?mt habe, als ich ihn erkannte und da? ich mich f?r die Zeit sch?me, als ich in Waidhofen gelebt habe und - damals 15 Jahre alt- jede Woche einen anderen Freund hatte. Er sagte, da? ich mich daf?r nicht zu sch?men br?uchte und da? er nie schlecht ?ber mich geredet h?tte.
F?r mich war das nun auch endlich der Abschlu? der Waidhofen- Zeit, die mir doch immer wieder Kopfzerbrechen machte, seit ich wieder hierher gezogen war. Immerhin kannten mich jede Menge Jungs damals und ich wollte keinem mehr ?ber den Weg laufen. Diese positive Aussprache hat mir allerdings sehr viel Mut gemacht und Kraft gegeben und war so etwas wie eine "Bereinigung"Auch Johannes lie? f?r sich die Familie aufstellen, das ist aber eine andere lange Geschichte, die ich hier nicht erz?hlen werde, weil es immer sehr pers?nliche Geschichten sind, die nicht immer f?r andere Ohren bestimmt sind.
Familienaufstellungen:
In diesen Kursen lernt man, welche "Ordnung" das Schicksal hat.
Ein Kapitel in Bert Hellingers Buch "Zweierlei Gl?ck" widmet er Eltern. Er nennt es das "nehmen der Eltern"
Hellinger sagt, da? man die Wirkung des nachstehenden Textes am Besten erfahren kann, wenn man sich vorstellt, vor den Eltern zu knien, sich tief zu verneigen und mit ausgestreckten Armen und nach oben gewandten Handfl?chen zu sprechen: "Ich gebe Dir die Ehre".
Danach stehen wir auf, sehen den Eltern in die Augen und danken der Mutter sowie dem Vater f?r das Geschenk des Lebens.Dank am Morgen des Lebens
Liebe Mutti, /liebe Mama
ich nehme es von Dir,
alles, das Ganze,
mit allem Drum und Dran,
und zum vollen Preis, den es Dich gekostet hat
und den es mich kostet.Ich mache was draus, Dir zur Freude
(und zum Andenken).
Es soll nicht umsonst gewesen sein.Ich halte es fest und in Ehren,
und wenn ich darf, gebe ich es weiter, so wie Du.Ich nehme Dich als meine Mutter,
und Du darfst mich haben als Dein Kind.Du bist f?r mich die Richtige,
und ich bin Dein richtiges Kind.Du bist die Gro?e, ich die Kleine.
Du gibst, ich nehme- liebe Mutti.Ich freue mich, da? Du den Papa genommen hast.
Ihr beiden seid die Richtigen f?r Mich.
Nur ihr !Lieber Papa, /lieber Vati
ich nehme es auch von Dir,
alles, das Ganze,
mit allem Drum und Dran,
und zum vollen Preis, den es Dich gekostet hat
und den es mich kostet.Ich mache was draus, Dir zur Freude
(und zum Andenken)
Es soll nicht umsonst gewesen sein.Ich halte es fest und in Ehren,
und wenn ich darf, gebe ich es weiter, so wie Du.Ich nehme Dich als meinen Vater,
und Du darfst mich haben als Dein Kind.Du bist f?r mich der Richtige,
und ich bin Dein richtiges Kind.Du bist der Gro?e, ich die Kleine.
Du gibst, ich nehme- lieber Papa.Ich freue mich, da? Du die Mama genommen hast.
Ihr Beiden seid die Richtigen f?r mich.
Nur ihr !(Probier das mal aus und stell Dich wenn Du alleine zu Hause bist mit geschlossenen Augen hin, stell Dir vor Du w?rdest vor Deinen Eltern stehen und sag dieses Gebet laut. Das gef?hl ist wirklich unbeschreiblich...)
Ich kann nur sagen, da? eine Familienaufstellung etwas sehr bewegendes und reinigendes ist, das auch hinterher noch "Nachwehen" hinterl?sst. Besonders als spirituell arbeitender Mensch, merkt man das besonders.
F?r ungl?ubige will ich es als "M?rchen" noch hier einf?gen...., wer an Geister und Ahnen und Visionen glaubt kann es ernst nehmen.Die Geschichte der Ahnen:
Ich liege in meinem Bett neben Johannes und f?hle, da? im Schlafzimmer jede Menge "Bewegung" ist.
Ich schlie?e die Augen und sehe, wie viele Leute mit alten Gew?ndern am Fu?ende meines Bettes stehen und Geschenke gebracht haben. Kuchen wird auf meine Bettdecke gestellt, Schokoladekuchen mit Kirschen- einfach k?stlich... sch?ne Kleider aus schwarzem Samt mit Silberkn?pfen werden aufs Bett gelegt, alle grinsen und w?nschen uns alles Gute.
Ich bitte die Ahnen, uns zu besch?tzen und uns Kraft zu geben f?r unser Leben, und f?r das Leben unserer Kinder.
Die Ahnen reichen mir ein kleines P?ckchen, ich ?ffne es und eine Lichtkugel befindet sich darin. Ich soll meine W?nsche in diese Lichtkugel sprechen, und zur?ckgeben. Ich wiederhole also meine Worte: "Liebe Ahnen, bitte besch?tzt uns und unsere Kinder, gebt uns Eure Kraft und helft uns auch beruflich, damit wir unseren Weg finden, doer Mentoren finden, die uns weiterhelfen k?nnen beruflich"
Ich gebe die Kugel an die Frau weiter die mir am n?chsten steht. Sie l?chelt und reicht die Kugel weiter an die Ahnin hinter ihr. Diese reicht sie weiter zur?ck- und immer wird sie weiter gereicht, bis zur?ck zur Ur- Quelle.Etwas sp?ter sehe ich eine Art "Stromkabel" zwischen mir und meiner Mutter, die verbunden sind. Ich l?se diese Kabel voneinander, ziehe sozusagen die Stecker raus und es geht mir augenblicklich besser. Ich habe die alten Hass- Verbindungen gel?st, habe mich von meinem alten Hass auf sie verabschiedet und ihm gesagt, da? ich ihn nun nicht mehr brauche.
Einen Tag sp?ter sage ich Johannes, da? es mir total schlecht geht- ich bin kreidebleich, er sagt ich sehe aus wie tot, f?hle mich hundeelend. Ich sage zu Johannes: "Warum geht es mir so beschissen?"
Und Johannes erz?hlt mir eine Geschichte von einer Frau mit drei Gesichtern. Einem jungen Gesicht, das kindlich und unbeschwet ist, einem reifen Gesicht, das in voller Bl?te steht und einem alten, strahlenden Weisen Gesicht.
Und diese Frau steht vor einem rabenschwarzen Kessel und r?hrt darin mit einem Stock herum. Und sie bittet mich, mich in den Kessel zu setzen.
Ich klettere in den Kessel und sie r?hrt und r?hrt, bis ich mich komplett aufl?se in Einzelteile. Bis ich "zerkocht" bin und mich nicht mehr sp?re, kein ICH mehr habe.
Und dann wird das Wasser ruhig und ich merke, da? es der Kessel die Geburt, des Todes und der Wiedergeburt ist. Ich bilde mich zu einem neuen Menschen und sie zieht mich heraus aus dem Kessel. Ich bin vollkommen ersch?pft und schwindelig und stehe wackelig auf meinen Beinen.
Ich habe nun alles gesehen. Die Geburt, den Tod, und die Wiedergeburt.majun
-
da? der kirchliche ngative einfluss abf?rbt auf den kleinen.
(scherz- es war nur spa?- drum hab ich ja *h?h?* dazugeschrieben...
)
der text den du als signatur hast erinnert mich grad an die zeiten wo ich noch cindy louper im walkman auf kassette h?rte.
alles liebe, majun