Alles anzeigenDas stimmt leider nicht. In der klassischen E-Dynamik lässt sich die Art der Wellen ableiten {transversale Wellen} und es existiert eine mediumsunabhängige Geschwindigkeit c. Welchen Wert diese Geschwindigkeit hat ist prinzipell egal und hängt vom Einheitensystem ab
(im SI c=299.792.458 km/s oder auch in natürlichen Einheiten c=1, etc)Die exakte Art der Ausbreitung der e.m Welle hängt nun nur noch von der Geometrie der Quelle ab und ist bei einfachen Beispielen (z.B. Punktquelle => Kugelwellen, nur eine e.m. Welle ohne Störung => ebene Welle).
Natürlich spielt die Struktur und die Art eines Objektes eine Rolle.
In der klassischen und auch in der relativistischen Mechanik beschäftigt man sich zur Vereinfachung mit Punktteilchen (also Teilchen ohne innere Struktur), was in den meisten Problemen auch ok ist.
Aber dennoch dürfen Sie wichtige Parameter nicht unter den Tisch fallen lassen (wie z.B. die Masse oer Wechselwirkungen aufgrund der Struktur).Nein tut sie nicht, man muss nur richtig rechnen und sich alles mal präzise aufschreiben. Machen wir dazu mal etwas relativistische Mechanik.
Nehmen wir zwei Massepunkte A und B mit jeweils va und vb, Massen ma und mb, sowie soll die Bewegung nur entlang der z-Achse sein (macht das ganze etwas einfacher). Diese Parameter sollen in einem festen aber beliebigen Inertialsystem gelten und wir definieren ba = va/c und
bb = vb/c.
Das hier doch oft kritisierte Additionstheorem für Geschwindigkeiten muss man auch hier präzise Formulieren. Es gilt nämlich nicht für beliebige Geschwindigkeiten, sondern ist lediglich eine Verknüpfung von Lorentzransformationen.Hier mal die präzise Definition
Seinen I1, I2 und I3 Inertialsysteme mit relativen Geschwindigkeiten: v12, v23, bzw b12=v12/c und b23=v23/c.
Dann ist die Relativgeschwindigkeit zwischen I1 und I3 b(13) = (b12+b23)/(1+b12*b23) oder v(13) = (v12+v23)/(1+v12*v23/c²)Doch in Ihrem Wellenbeispiel dürfen Sie gerade nicht das Additonstheorem einfach so verwenden, vorallem dann, wenn sie sich mit Systemen auf dem Lichtkegel beschäftigen, denn in diese kann man nicht lorentztransformieren.
Es ist richtig, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit e.m. Wellen in jedem IS konstant c ist. Aber für die e.m Wellen gilt das Additionstheorem nicht, da diese kein Ruhesystem haben, das wir mit einer LT erreichen können.
Auch bei einem dritten oder vierten Inertialsystems funktioniert das ganze ohne Probleme, da ich immer beliebig zwischen Inertialsystemen transformieren kann.
Sorry, aber da haben Sie sich ganz gewaltig verrechnet.
Nehmen wir nun mal zwei Teilchen anstatt Wellen. eines mit 70km/h und eines mit 50 km/h, dann gilt im Ruhesystem von a
vab = (v12+v23)/(1+va*vb/c²) = (50km/h+70km/h)/(1+50*70km²/h²/3*10^10 km²/h²) ~ 120km/h /(1+1.6*10^-7)~ 119,999986 km/h~120km/h
Liegt doch relativ gut im klassischen Rahmen (das funktioniert auch genauso bei Wasserwellen, Druckwellen, etc)Nur bei e.m Wellen im Vakkum geht das leider nicht, dort ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit in jedem Inertialsystem c.
Entschuldigen Sie bitte, dass ich nicht auf Ihren ausführlichen Beitrag eingehe, aber ich habe schon in diesem Thread selbst auch sehr ausführlich und wiederholt Stellung zu allen angesprochenen Punkten genommen, es gibt also nichts Neues von meiner Seite zu beantworten, das wären nur Wiederholungen meiner Argumente, und das muß nach 10 Seiten nicht sein.
Ich bitte um Verständnis.
Aber trotzdem vielen Dank für Ihr Interesse an dieser Problematik. ![]()
Viele Grüße
Jocelyne Lopez