Zitat von Robin
also, dass die Lichtgeschwindigkeit doch anders sein kann, wenn die Quelle sich bewegt? (oder hab ich da was falsch verstanden?)
[?]
also, dass sich das Licht je nach dem schneller auf mich zubewegt oder weniger schnell, wenn ich mich bewege, richtig?
kannst du mir nochmal bei punkt eins und zwei erkl?ren, wie du das gemeint hast, hab's wahrscheinlich falsch verstanden
Dazu mu? man den Unterschied zwischen einer Fortbewegungsgeschwindigkeit (=Eigengeschwindigkeit) und einer Relativgeschwindigkeit ber?cksichtigen:
- Eine Fortbewegungsgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit eines Objektes von A nach B in Bezug auf die Erdoberfl?che. So wie zum Beispiel die Geschwindigkeit eines einzelnen Autos auf einer Stra?e, meinetwegen 70 km/st. Einverstanden?
- Eine Relativgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit welcher zwei Objekten sich zueinander bewegen. So wie zum Beispiel die Relativgeschwindigkeit von zwei Autos, die sich zueinander auf einer Stra?e bewegen. Wenn die Eigengeschwindigkeit des 1. Autos 70 km/st ist und die Eigengeschwindigkeit des 2. Autos 100 km/st ist, dann ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden Autos 170 km/st. Einverstanden?
Einstein hat nun die Hypothese aufgestellt, dass dies im Universum einzig und allein f?r einen Lichtstrahl nicht gilt: Die Fortbewegungsgeschwindigkeit von A nach B eines Lichtsignals (= c) sei gleich seine Relativgeschwindigkeit zu allen anderen bewegten Objekten.
Ausgerechnet diese Hypothese Einsteins ist ?u?erst gewagt, weil nirgends in der Physik oder in der wahrnehmbaren Realit?t je beobachtet oder gemessen wurde, dass die Fortbewegungsgeschwindigkeit eines physikalischen Objekts (ob materiell oder Welle) seine Relativgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern sei. Das ist also eine ?u?erst fantastische, surreale Hypothese, die sowohl die bisherigen Erkenntnisse der Physik als auch die rationelle Vorstellungskraft ?berschreitet, denn:
1) Wenn die Fortbewegungsgeschwindigkeit eines materiellen Objekts, zum Beispiel ein Auto, auch seine Relativgeschwindigkeit zu allen bewegten Objekten w?re, dann w?rde das bedeuten, das Auto erreiche genau zum gleichen Zeitpunkt einen Radfahrer und einen Fu?g?nger, die ihm auf der Stra?e entgegen kommen. Jeder kann leicht nachvollziehen, auch ohne Physikstudium, dass es nicht m?glich ist.
2) Wenn die Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Wasserwelle auch ihre Relativgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern w?re, dann w?rde es gar keinen Sinn machen, am Strand vor einer Wasserwelle wegzulaufen: Sie w?rde genau zum gleichen Zeitpunkt alle Beobachter erreichen, egal am welchen Ort sie sich befinden, egal ob sie weglaufen oder stehen bleiben. Jeder kann leicht verstehen, dass es nicht m?glich ist.
Die Eigengeschwindigkeit eines Objektes, egal wie sie ist und wie sie entstanden ist, ber?hrt also diese Gesetzm??igkeit der Relativgeschwindigkeiten nicht, zum Beispiel eben auch nicht die Geschwindigkeit der Quelle.
Wenn zum Beispiel ein Wagon von einer Lokomotive ("Quelle") gezogen oder geschoben wird, hat es gar keinen Einflu? auf seine Relativgeschwindigkeit zu einem anderen Wagon, der ihm entgegenf?hrt, egal wie schnell oder langsam die ?Quelle? ist: Seine Eigengeschwindigkeit ist immer anders als seine Relativgeschwindigkeit zu anderen bewegten Objekten, immer. Nie kann sie gleich sein, nie.
Wenn zum Beispiel eine Wasserwelle vor dem Buck eines Schiffes ("Quelle") geschoben wird hat es gar keinen Einflu? auf ihre Relativgeschwindigkeit zu einem anderen Schiff, das ihr entgegen f?hrt, egal wie schnell oder langsam die ?Quelle? ist: Ihre Eigengeschwindigkeit ist immer anders als ihre Relativgeschwindigkeit zu anderen bewegten Objekten, immer. Nie kann sie gleich sein, nie.
Die Geschwindigkeit der Quelle hat ?berhaupt keinen Einflu? darauf, dass die Eigengeschwindigkeit eines Objektes nicht seine Relativgeschwindigkeit zu anderen bewegten Objekten sein kann.
Viele Gr??e
Jocelyne Lopez