Liegt vielleicht daran, dass man sich die Systeme willkürlich auswählen kann, weil alles ist relativ. 
Ganz genau, darum geht es hier auch bei Einstein.
Das "Auswählen" eines Bezugssystems ist ja eine reine mentale, abstrakte Vorstellung, und jeder kann in der Tat diese abstrakte Vorstellung willkürlich anstellen, kein Problem, zum Beispiel:
- Man kann sich einen fahrenden Zug als bewegt vorstellen, und die Schiene unter ihm als ruhend (das ist die gängige Alltagsvorstellung der Menschen)
- Man kann aber auch sich einen fahrenden Zug als ruhend vorstellen, und die Schienen unter ihm als bewegt.
-Man kann sich einen reisenden Zwillingsbruder als bewegt vorstellen, und seinen auf der Erde zurückgebliebenen Bruder als ruhend (das ist auch die gängige Alltagsvorstellung der Menschen)
- Man kann sich aber auch einen reisenden Zwillingsbruder als ruhend vorstellen, und seinen auf der Erde zurückgebliebenen Bruder als bewegt .
- Man kann sich die Galaxien als bewegt vorstellen, und die Erde als ruhend
- Man kann sich aber auch die Galaxien als ruhend vorstellen, und die Erde als bewegt.
Das ist kein Kunststück, diese mentalen Vorstellungen zu haben, kein Problem, das kann jeder - wenn er z.B. gerade ein paar Minuten Langeweile im Zug hat, um sich damit zu beschäftigen. 
Einstein setzt dabei per Prinzip fest, dass "[font='Arial'][size=10]1. Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden."[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]Im Klartext: Die Änderung der physikalischen Zustände der Objekte bei einer Relativbewegung sind gleich, egal welche mentale Vorstellung man gerade hat, egal welches der beide Objekte man gerade als ruhend oder gerade als bewegt definiert.[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]Die logische Konsequenz daraus ist (wenn man postuliert, dass bewegte Uhren langsamer gehen):
- Eine Uhr im Zug geht langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass der Zug sich bewegt.
. Eine Uhr auf der Schienen geht langsamer, wenn man sich gerade vorstellt, dass die Schienen sich bewegen.[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]- Ein reisender Zwillingbruder altert langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass er sich bewegt.
- Ein stehender Zwillingsbruder altert langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass er sich bewegt.[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]Egal welche mentale Vorstellung man bei relativ zueinander bewegten Objekten gerade hat oder gerade definiert, sind die "Änderung der physikalischen Effekte" für Einstein gleich, das heißt logischerweise in einer bestimmten realen Situation:
Sowohl die Uhr im Zug geht langsamer (weil sie bewegt ist), als auch die Uhr auf der Schiene geht langsamer (weil sie bewegt ist).
Sowohl der reisende Zwillingsbruder altert langsamer (weil er bewegt ist), als auch sein stehender Bruder altert langsamer (weil er bewegt ist).[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]Das heißt im Klartext als logischer Konsequenz: Wir altern alle langsamer, wenn irgendwo irgendwelche Uhren bewegt werden. Wir altern alle langsamer, wenn irgendwo irgendwelche Galaxien sich bewegen. Die Gefahr besteht also akut gemäß "den Prinzipien und der Erfahrung", die sich Einstein "aufgedrängt haben", dass wir irgendwann unsterblich werden. Das ist sogar erstaunlich, dass wir seit Entstehung der Galaxien es immer noch nicht sind, oder?
[/size][/font]
[font='Arial'][size=10]Viele Grüße
Jocelyne Lopez[/size][/font]