Die auf einen bevorstehenden Angriff der USA auf den Iran hindeutenden Zeichen werden zunehmend un?bersehbar.
So berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti bereits am Montag der vergangenen Woche - allerdings bemerkenswerterweise nicht auf ihren englischsprachigen Seiten - unter Berufung auf einen Artikel der russischen Wochenzeitung Argumenty Nedeli, da? am Karfreitag, also dem 6. April dieses Jahres, der Angriff auf den Iran beginnen werde. Der Angriff, der den Namen "Operation Bi?" tragen werde, solle 12 Stunden lang, von morgens 04:00 Uhr bis nachmittags 16:00 Uhr Ortszeit andauern, so der bekannte russische Journalist Andrei Uglanov unter Berufung auf "dem russischen Generalstab nahestehende Milit?rexperten" in Argumenty Nedeli.
Gegen?ber RIA Novosti best?tigte der russische Generaloberst Leonid Ivashov, stellvertretender Pr?sident der Moskauer Akademie f?r geopolitische Wissenschaften, am vergangenen Mittwoch diese Aussagen. "Ich habe keine Zweifel, dass es eine Operation, genauer gesagt, eine gewaltsame Aktion gegen den Iran geben wird", sagte er gegen?ber der Nachrichtenagentur. Er halte es auch nicht f?r "ausgeschlossen", da? bei diesem Angriff "kleine taktische Atomwaffen" zum Einsatz k?men.
Am Dienstag nun berichtete RIA Novosti unter Berufung auf russischen milit?rischen Geheimdienst, da? es "hektische Aktivit?ten" des US-Milit?rs nahe der Grenze zum Iran gebe. "Die letzten Informationen des milit?rischen Geheimdienstes deuten auf gesteigerte Vorbereitungen des US-Milit?rs f?r einen Angriff zu Lande und in der Luft gegen den Iran hin", so eine "hochrangige Quelle innerhalb der Sicherheitsdienste".
Den deutlichsten Hinweis auf einen bevorstehenden Angriff lieferte bisher allerdings eine beispielsweise von der britischen BBC zitierte AP-Meldung. Demnach haben die beiden vor der K?ste des Irans liegenden Kampfverb?nde der US-Flugzeugtr?ger USS John C. Stennis und USS Dwight D. Eisenhower am Dienstag im Persischen Golf mit einer ?bung begonnen, bei der die mehr als 10.000 beteiligten US-Soldaten und ?ber 100 Kampfflugzeuge Angriffe auf "feindliche" Schiffe "simulieren".
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, da auch das iranische Milit?r im Persischen Golf am vergangenen Donnerstag eine auf eine Woche angelegte ?bung begonnen hat. Die Wahrscheinlichkeit, da? es bei diesen beiden parallel laufenden Man?vern der beiden L?nder zu einem "bedauerlichen Mi?verst?ndnis" - beziehungsweise, je nach Lesart, zu einem "feindlichen Akt" - kommt, ist unschwer als ?u?erst hoch einzustufen. Dies um so mehr, als die USA einerseits bereits im Jahr 1988 "versehentlich" eine Passagiermaschine der Iran Air ?ber dem Persischen Golf abgeschossen haben, wobei 290 Menschen get?tet wurden, andererseits aber auch zahlreiche Kriege mittels eines solchen konstruierten Vorwands begonnen wurden - hier sei nur an die "Golf von Tonkin"-L?ge, der erfundene Angriff auf ein US-Schiff im Jahr 1964, der als Anla? f?r den Krieg gegen Viet Nam verwendet wurde - genannt.
In diesem Licht wird noch offensichtlicher, da? es sich bei dem Vorfall, der letztlich zur Gefangennahme von 15 britischen Soldaten f?hrte, um eine gezielte Provokation handelte. Dies wird um so deutlicher, als man die Aussage von US-Korvettenkapit?n Erik Horner, der mit der Einheit der Briten "zusammenarbeitet", betrachtet. Gegen?ber dem britischen Independent konnte er sein Erstaunen, das schon an der Grenze zu Entt?uschung zu stehen scheint, nicht verbergen. W?ren Soldaten unter seinem Kommando an der Kontrolle des iranischen Schiffes beteiligt gewesen, so h?tten diese sich seiner Aussage zufolge ohne jeden Zweifel mit Waffengewalt ihrer Gefangennahme widersetzt.
"Unsere Reaktion war: 'Warum haben sich eure Jungs nicht verteidigt?'", so Horner.
Ein derartiges Gefecht, gleichg?ltig, ob es in Wahrheit in irakischen oder iranischen Hoheitsgew?ssern stattfindet, w?re zweifelsohne als Argument f?r einen "Gegenschlag" seitens der USA und Gro?britanniens genutzt worden.
Auch wenn sich die britischen Soldaten anscheinend entschieden, sich nicht diesem "gro?en Ziel" zu opfern, so ist der Wille zur Herbeif?hrung eines solchen "Zwischenfalls" doch un?bersehbar. Auch wenn zu vermuten ist, da? die seitens russischer Medien verbreiteten Informationen einen m?glicherweise f?r den 6. April geplanten Angriff vereitelt haben, so wird dies doch doch mit gr??ter Wahrscheinlichkeit nur aufschiebende und nicht aufhebende Wirkung haben.
QUELLE