Hallo
"So hatte das Christentum nach Jesus von Anbeginn an einen Pferdefuß, von
Anfang an war es gespalten. Für höchst echtchristlich halte ich das Johannes-Evangelium und die Johannes-
Offenbarung, und die frühe Spaltung des Christentums läßt sich an Paulus, Petrus und Johannes ausrichten.
Paulus blieb ein Saulus und Petrus blieb offenbar nicht treu, obwohl er zunächst ein guter Christ war und
sicher kein ganz schlechter Christ geworden ist."
(WAL, Norbert Marzahn, S. 56)
Danke Illu. Ich kenne natürlich Norberts Meinung dazu; ist trotzdem gut, dass du das hier zitierst, denn ich denke, das Buch WAL wird viel zu wenig berücksichtigt, vielleicht ist es auch nur nicht bekannt genug - wurde ja auch ein erheblicher Aufwand getrieben, um genau das zu erreichen.
Zitat von »LightDrop«
Was mich von Kindesbeinen an umtrieb, war die Frage: wie macht er das mit der Allwissenheit - so rein technisch gesehen?) Eine Antwort auf diese Frage habe ich bis jetzt ausschliesslich in den Veden gefunden.
Gott steht nach christlichem Verständnis über Zeit und Raum. Das beantwortet eigentlich schon die Frage nach der Allwissenheit. Er muss nicht in der Schöpfung herumrennen, um Dinge zu erfahren. Er braucht keine Zeitreisen zu unternehmen, da er sich jederzeit und überall aller Dinge bewusst ist, die passiert sind und geschehen werden. So hat es sinngemäß ein katholischer Theologe im Gespräch mit Harald Lesch (der gläubiger Protestant ist) erklärt. Wenn jemand es nachsehen möchte, kann ich folgende Playlist empfehlen. Ich weiß nicht mehr genau, in welchem Video es vorkam. Also ruhig mal weiter nach unten rollen ("mehr laden").
http://www.youtube.com/Cromulentable#g/c/82CBD199F6B7B714
Nun ja, ich glaube nicht, dass im ursprünglichen Christentum Vorstellungen von Zeit und Raum eine wesentliche Rolle spielten; auf meine diesbzgl. Fragen an Pfarrer, Religionslehrer und sonstige 'kompetente' Personen wurde immer nur mit Wischi-Waschi ala 'das allsehende Auge Gottes' geantwortet. Die Playlist hab ich mir aus Zeitmangel bisher nicht gegeben - vielleicht hol ich das nach, vielleicht auch nicht. Ich hab ja nun meine vedische Antwort, die das mehr als befriedigend erklärt.
ansonsten wäre kein fortschreiten möglich
Hmm Hermann - warum denn nicht?
aktuell wird über einen bestimmten politiker diskutiert, welcher
seine "meinung" an der aktuellen "katastrophenlage" angepasst hat.
ist dieser threat indirekt auch eine anspielung auf unser derzeitiges
weltbild, und die aktuellen vorkommnisse in der politik und dem
weltgeschehen?
Natürlich beinhaltet das auch politische Aspekte - kann sich doch Keiner, so fürchte ich, wirklich vorstellen, wie die Welt heute aussehen würde, wäre dies damals anders gelaufen.
Ich vermute, du spielst hier auf einen bayrischen Politiker aus Franken an? Auf den speziell wollte ich eigentlich nicht hinaus, aber natürlich lassen sich unser Weltbild sowie die aktuellen Vorkommnisse keinesfall von dieser Frage isoliert betrachten.
oder soll hier politik aussen bleiben (wir können ja eh nichts ändern ....:-)
und lieber nur das philosophisch-theologisch(e) diskutiert werden?
Nein nein, ganz im Gegenteil! Eine holistische Betrachtungsweise liegt mir sehr am Herzen. Und wer, wenn nicht wir, könnte denn etwas ändern?
Zitat von »LightDrop«
Wie aus dem Titel hervorgeht, möchte ich über die angebliche Wandlung vom Saulus zum Paulus sprechen. Gibt es hier jemand, der daran glaubt?
Also ich gehöre nicht dazu!
Ich auch nicht. Um das Christentum zu implantieren wurde die ganze Bandbreite genutzt von unwahrscheinlichen Geschichten, wie z.B. dass Gott für Karl den Großen eigenhändig die Sonne anhielt, damit dieser die Heiden (Sarazenen) an die 130.000 im Ebro (Spanien] ertränken konnte, weil er seinen Busenfreund Roland rächen wollte - bis hin zur Inquisition und das alles im Namen der Nächstenliebe, Eine offensichtlichere Art die Menschen zu manipulieren, zu unterdrücken, ihnen das Denken abzugewöhnen (indem sie nur noch zu Glauben und Gehorsam zu üben haben) ist mir - trotz aller Manipulationen in der heutigen Zeit - nicht bekannt.
Ja ja - die Kirchengeschichte. Darüber könnte (und hat man vermutlich) man ganze Bibliotheken füllen. Hier geht es mir aber speziell um die Anfänge, denn der Baum wächst immer aus der Wurzel.
M.E. sind die wichtigsten Dinge in der Periode von Paulus bis zum Konzil von Nicäa passiert - eure evtl. davon abweichenden Ansichten würden mich jedoch durchaus interessieren...
Zur Ergänzung dessen, was Illuminatus schrieb, möchte ich noch Marcello "Die Fälschung des Urchristentums" hinzufügen (so von meiner Seite aus).
Danke Jo - werd ich mal auf die Suche gehen, das war mir bis jetzt unbekannt.
Gruss
LightDrop
Spoiler anzeigen
Irgendwie hab ich den Eindruck, dass in der letzten Zeit nur noch wir vier uns hier austauschen. Sind die alle in nem Zeitloch verschwunden oder was?