Beiträge von xxxxx

    Das sind nicht meine Leute, das ist die Quelle, wo ich das gelesen habe. :)

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    Die BAuern leben von diesem landwirtschftlichen Erzeugniss und haben sich in Existenzabhängigkeit dazu begeben.


    Und das rechtfertigt ja auch alles.

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    Andere Berufe find ich schlimmer!


    Frag mal eine Kuh...

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    Müssen Deiner Meinung nach die Opfer von Unterdrückung, Zensur oder Verfolgung daran sterben, damit man Unterdrückung, Zensur oder Verfolgung als rechtswidrig, verfassungswidrig und moralisch verwerflich ansieht und dagegen handelt??!!


    Mit verbal quicklebendig meinte ich nur einen Gegensatz zu "mundtot".

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    Wirfst Du mir etwa persönlich vor, dass ich noch "verbal quick lebendig" bin und dass ich das jahrenlange Mobbing, die jahrenlange Verfolgung und das jahrenlange Demontage meiner Person in der Öffentlichkeit überlebt habe??!!


    Im Internet kannst du Leute einfach ignorieren. Wenn es darüber hinausgeht, kannst du gegen Stalker klagen. Wo ist das Problem?

    [font=Arial][size=10pt]Das tut der Staat aber nicht, der die Relativitästheorie im öffentlichen Bildungssystem als allein gültig lehren lässt, die Experimente allein zugunsten der Relativitätstheorie interpretieren lässt und nicht relativitätstheoriekonformen Theorien und Alternativen vom Unterricht ausblendet.


    Es heißt immer noch "Theorie"...
    Und welche ernsten Alternativen gibt es denn?

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    Dass die Quantenphysik und die Relativitätstheorie nicht zu vereinbaren sind ist zwar bekannt, aber nicht Bestandsteil dieser Thematik.


    Mich würde das aber trotzdem interessieren.

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    Könntest Du uns die Lehrbücher, oder das Gymnasium oder die Uni nennen, wo die Kritik der Relativitätstheorie im Unterricht gelehrt wurde und wo Du Dich persönlich damit im Unterricht auseinandersetzen konntest? Das wäre hier interessant zu erfahren. Wir haben noch keine konkreten Hinweise von Internetusers darüber. Es gab zwar allgemein gehaltene Aussagen wie Deine, aber es ging wie bei Dir entweder um die Quantenphysik oder um relativitätstheoriekonforme neue Theorien, oder die Users wollten - aus welchen Gründen auch immer - nicht die Unis, die Profs und die Dozenten nennen, die Seminare über die Kritik der Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem den Studenten anbieten.


    Also offiziell haben wir auch keine Kritik gelehrt bekommen, aber unser Physiklehrer hat schon recht deutlich durchscheinen lassen, dass die RT eine Theorie ist.

    Das Dorn Bader Physikbuch 12/13 von 2005 kritiesiert tatsächlich nicht. Allerdings kommt die RT da sowieso nur auf ein paar Seiten insgesamt.

    Kommt wohl auf den Lehrer an, was der macht.


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    und die Kritiker mundtot gemacht werden. Sonst kann es nicht funktionieren.


    Seltsam, dass du verbal immer noch quicklebendig bist. Und dass GOM immer noch nicht von der Regierung gesperrt wurde.

    Das liegt vermutlich eher daran, dass ipv4 ziemlich begrenzt ist und man nicht dauerhaft jedem eine IP vergeben kann. Naja, heute vielleicht noch, aber sehr bald nicht mehr. Und ipv6 kommt laaaaangsam.

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    Und da die Telcos nicht wollen, dass jeder Nutzer auf seinem DSL-Anschluss einen Server betreibt und damit Unmengen an Traffic erzeugt, gibts dort dort dynamische IPs.


    Mit dyndns problemlos möglich. Dafür gibts auch auf den Telekomroutern eine Funktion.

    Übrigens: Es ist toll, wie ihr das wieder geschafft habt, richtig weit vom Thema abzulenken.

    Vielleicht sehe ich das ja falsch, aber über mögliche Datenmanipulation über Kritik an der RT über Kritik an den Kritikern über die Sperrung in Foren bis hin zu statischen/dynamischen IPs zu kommen, dazu gehört schon einiges...

    "Rohmilch ist zum Verzehr nicht geeignet."
    Ich würde den Satz ein wenig verändern:
    "Kuhmilch ist zum Verzehr durch den Menschen nicht geeignet."
    Na, wie klingt das?
    Klar, man gewöhnt sich im Lauf der Jahrhunderte dran, aber die hohe Zahl der Laktoseintoleranten spricht ja für sich.

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    Und staunen über das degenerierte Stadtvolk, dass bald nur noch Synthetik-Frass verzehren kann.


    Naja, man muss halt viel Geld haben, um gesund zu bleiben:
    http://youtube.com/watch?v=zqgOuG3GhIg
    (Oder wissen, wo man einkaufen muss:
    http://youtube.com/watch?v=ek8Hcg1oVx8 )

    Zitat

    Immerhin hat sich unser Bauer am Milchstreik beteilgt und gestern seinen
    gesamten Tank weggekippt. Gibt keine Milch für die Milch-Mafia.


    Finde ich gut - dann wird Milch teurer und die Leute kaufen vielleicht lieber Alternativen ...

    "Die Milch [...] den Kälbern geben, sowas gehört bestraft!"
    ... Hat doch tatsächlich jemand geschrieben

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    Wenn ein "wissenschaftliches" Experiment auf Vertrauen beruht, dann muss es als fehlerhaft angesehen werden.


    Nicht gleich so pauschal.. Die Möglichkeit, dass ein richtiges Ergebnis rauskommt, besteht ja durchaus noch - nur kann man sich da nicht mehr so sicher sein. ;)

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    Die theoretische Herleitung einer Zeitdilatation beruht auf völlig ungesicherten nur verbal daher gesagten Annahmen.


    Naja zuersteinmal scheint die RT ja für unsere Zwecke ausreichend zu funktionieren. Sonst würde man ja nicht damit rechnen...
    Außerdem wurden und werden ja noch andere Experimente dazu durchgeführt. Ich glaube, Phasenverschobener hat von einem demnächst anstehenden auf irgendeiner Raumstation gesprochen.

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    Nach diesen Annahmen soll sich ein Lichtstrahl in allen Bezugssystemen mit Lichtgeschwindigkeit bewegen - diese Annahme ist falsch.


    Weißt du doch gar nicht...
    Wie wäre es mit Meiner Meinung nach ist das falsch, optional noch mit , da $Begründung.

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    Wenn eine zweite Bewegung mit der Geschwindigkeit v, z.B. die Querbewegung einer Lichtuhr, sich als Träger der Lichtquelle nicht in derselben Richtung wie der Lichtstrahl bewegt, dann sind die Geschwindigkeiten v und c geometrisch zu addieren also sqrt(v²+c²), wobei dann selbstverständlich größere Geschwindigkeiten als die Lichtgeschwindigkeit dabei heraus kommen. In der Speziellen Relativitätstheorie werden solche real vorhandenen "Überlichtgeschwindigkeiten" einfach auf die Lichtgeschwindigkeit c normiert, was dann ein grundlegender Fehler ist.


    Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber wir haben in der Schule noch genau diesen Fall durchgenommen und widerspruchsfrei rechnen können. Klar, ob das, was wir gemacht haben stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber laut RT ging es widerspruchsfrei. Wenn du willst, such ich das Zeug mal raus und scann' es ein, wie es heutzutage in der Schule gelehrt wird.

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    Uhren sind technisch so konstruiert, dass sie gegen Störeinflüsse 100%tig abgesichert sind. Gute Stoppuhren kann man mit der Waschmaschine waschen oder mit Supermagneten zusammenpacken, die ziehen ihre präzise Zeitanzeige akkurat und fehlerfrei durch. Es wäre also ziemlich hirnrissig anzunehmen, dass technisch einwandfreie Uhren, durch einen "Lorentzäther", Änderung der Gravitation, Beschleunigung oder Magnetfelder auch nur im Mindesten verstellt werden.


    Sie werden ja auch nicht dadurch verstellt, sondern dadurch, dass die Zeit selbst langsamer verläuft. Ich meine, das, was wir als Zeit sehen, ist doch nur die Geschwindigkeit von physikalischen Abläufen - zum Beispiel die periodische Strahlungsabgabe in einer Atomuhr. Wenn die langsanamer ablaufen, dann muss man eben annehmen, dass die Zeit langsamer verläuft. Und das nimmt die RT an...

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    Eine solche Annahme läge auf dem Niveau eines Barons von Münchhausen, der eine laufende Bohrmaschine mit ins Auto nimmt und behauptet, dass sich die Drehrichtung der Bohrspindel auch jeweils ändert, wenn sich die Fahrtrichtung ändert. Die Intervalle des Zeittaktes einer Uhr, können mit kleinen Schaltern verglichen werden, die nicht von jeder geringfügigen Störung umgeschaltet werden.


    Naja nicht die Drehrichtung, sondern die Geschwindigkeit. Zumindest, wenn er nahe der Lichtgeschwindigkeit fährt. ;)
    Es wird ja nicht behauptet, dass die Uhr wegen irgendetwas langsamer läuft. Die Uhr glaubt ja selber noch, dass sie nach normaler Zeit verläuft. Ein Mensch in einem Raumschiff auf fast-Lichtgeschwindigkeit beschleunigt lebt auch nicht länger als 130 Jahre (mal ganz hoch geschätzt), und die Menschen in einem "ruhenden" System. Aber die 100 Jahre vom Raumschiffmann sehen eben von dem Ruhenden aus gesehen ziemlich lange aus...

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    [...]Wenn du mit einem Freund Auto fährst , wirst du auch nicht sagen, dass er einmal 5 Minuten das Lenkrad loslassen und seine Autofahrerei vergessen sollte.


    Tut mir Leid, ich habe nicht ganz verstanden, was du hier gesagt hast, deshalb frage ich noch einmal nach:
    Für dich sind "Streitgkeiten" wie "Auto fahren" und es ist für dich wichtig, dass man das nicht mal 5 Minuten lässt?


    Zu dem Rest werde ich mal nichts sagen. Beiträge die nicht zum Thema sind... GENAU DESHALB kommt man zu keinem Ergebnis.

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    1. Einstein legt per Prinzip zugrunde, dass die Effekte symmetrisch sind, d.h. dass es in der Physik kein bevorzugtes Bezugssystem gibt
    2. Einstein folgert daraus als "unabweisbare Konsequenz" dieses Prinzips und als "Erfahrung", dass die Effekte nicht symmetrisch sind, d. h. dass es ein bevorzugtes Bezugssystem gibt.


    Du beziehst dich auf:


    A. Einstein: Die Relativitätstheorie. In: Naturforschende Gesellschaft in Zürich. Vierteljahrsschrift.56. 1911, H. 1/2, S. 1-14; darin: S. 12.

    Wenn man also das Gedankenexperiment Einsteins wirklich durchführt und z.B. ein paar Käfer in eine Schachtel zusammen mit einer Uhr beliebig lange hin-und her schüttelt, dann altern die Käfer nicht, die sind unsterblich. O Wunder. Es sei denn, sie sterben alle an Gehirnerschütterung, das kann auch sein, natürlich. Aber grundsätzlich ist das lange ersuchte Geheimnis der ewigen Jugend endlich gelüftet: Sich einfach hin- und her zusammen mit einer Uhr schütteln lassen. Ist das nicht schön? Dies ist eine unabweisbare Konsequenz der von [Albert Einstein] zugrundegelegten Prinzipien, die die Erfahrung [Albert Einstein] aufdrängt.

    Das Problem hier ist auch wieder, dass sprachlich ziemlich uneindeutig ist, was gemeint ist.
    und ihn dieselbe Hin- und Herbewegung ausführen lassen wie vorher die Uhr
    Eine Hin- und Herbewegung sollte aber eigentlich schon eine Beschleunigung sein. Vielleicht wäre es noch ganz nützlich, wie das Experiment mit der Uhr, das er davor beschrieben hat, aussieht. Also dass er aus der ART diese "unabweisbare Konsequenz" zieht und für den Spezialfall SRT die Symmetrie postuliert.

    Die ewige Jugend hättest du zwar, aber nur von dem ruhenden Bezugssystem aus gesehen. In der geschüttelten Schachtel würdest du zwar langsamer altern, aber darin würde ALLES langsamer verlaufen, du selbst würdest genau gleich leben und empfinden wie gerade, aber du würdest eben sehen, wie die ruhenden Leute außen ganz schnell leben und altern und sterben ...

    Zumindest, soweit ich das weiß - ich beschäftige mich ja auch erst seit ein paar Tagen und auch nur nebenbei damit - ja.

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    Dann könnten wir zumindest ein Konsens dahingehend erzeugen, dass das 1. Postulat Einsteins aus seiner SRT weder mit diesem Gedankenexperiment veranschaulicht, noch mit dem Hafele/Keating Experiment bestätigt werden kann


    1. Postulat war doch, dass die Bezugssysteme austauschbar sind und deshalb alles schön symmetrisch und Hafele/Keating haben doch gezeigt (oder manipuliert, oder was auch immer), dass die Uhren anderes gehen?

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    Könnten wir also als Teilkonsens darüber einig werden, dass weder das Gedankenexperiment Einsteins noch das Hafele/Keating Experiment geeignet sind, sein Postulat aus seiner SRT zu veranschaulichen bzw. zu bestätigen?


    Denke ich doch, ja, eher die ART, aber dazu muss ich mich selber noch belesen. Aber gibt ja genügend andere Experten hier. ^^

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    Wenn das oben zitierte Gedankenexperiment Einsteins zwischen einem explizit von ihm als bewegt definierten Organismus und einem explizit von ihm als ruhend definierten Organismus nicht geeignet sei, um das 1. Postulat Einsteins der Symmetrie der Effekte zu veranschaulichen und nicht im Gültigkeitsbereich dieses Postulats fällt,


    Ja, stichwort Zwillingsparadoxon -> nicht symmetrisch, da der wegfliegende Zwilling erst mal von der Erde beschleunigt und dann auch irgendwann mal wieder abbremmst und zurück beschleunigt.

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    Welches Gedankenexperiment (oder echtes Experiment) fällt Dir persönlich ein, das das Postulat Einsteins veranschaulichen (bzw. bestätigen) kann und die perfekte Symmetrie der Effekte zur Folge hätte?


    Kein realistisches.
    Vielleicht noch am ehestern der unendlich große leere Raum mit zwei Raumschiffen, wobei sich eines mit konstanter Geschwindigkeit vom anderen wegbewegt, wobei diese Bewegung schon als gegeben vorausgesetzt wird, dass es nicht erst noch beschleunigen muss.
    Klar, ist unrealistisch, aber für so eine Situation hat Einstein wohl die SRT aufgestellt (weil als Spezialfall einfach zu rechnen).

    Ich kann nochmal die Seite empfehlen, die Phasenverschobener hier schonmal hier empfohlen hat: http://www.einsteins-erben.de/relativitaetstheorie.php

    Chris wird seine Ansichte behalten, trotz meiner Mühe, und ich werde meine Ansichte behalten, trotz seiner Mühe.


    Ich muss dich Enttäuschen, bevor ich in den Thread hier eingestiegen bin, hatte ich überhaupt keine Ansicht dazu.
    Ich habe nur gelesen, was du geschrieben hast und was Einstein geschrieben hat...

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    dass wir beide noch zig Seite über unsere jeweiligen Ansichte über "beschleunigt" oder "gleichförmig" fühlen und dieselben Argumenten wiederholen, wo Einstein selbst in seiner Theorie sich mit keine Erläuterungen darüber eingelassen hat.


    Es geht nicht um unsere Ansichten dazu, sondern darum, dass Einstein sagt (was du sogar zitiert hast), dass man das Bezugssystem frei wählen kann, solange alle beteiligten Systeme sich gleichförmig bewegen und du gesagt hast, dass das eine Beschleunigung mit einschließt und dann gesagt hast, das wäre ein Widerspruch zu einem späteren Postulat, in dem Einstein ein beschleunigtes System voraussetzt und du gesagt hast, dass sich das mit dem ersten Postulat beißt und...

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    [/size][/font][font=Arial][size=10][font=Arial][size=10pt]Was willst Du eigentlich? Was mischst Du Dich hier unnötig ein? :evil: [/size][/font]


    Ähm... er ist Administrator?

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    "Reine Werbung??????!!!!!!" Werbung wofür??? Für meine Ansichte?


    Sind doch gar nicht deine.oO

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    [font=Arial][size=10pt]Ich stelle meine Ansichte dar und ich vertrete sie. Wie Chris auch.


    Ich versuche nur, dir die Ansicht Einsteins näherzubringen.

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    [font=Arial][size=10pt]Und das ist mein guter Recht einen langen sachlichen Austausch mit einem Teilnehmer beenden zu wollen, wenn man sich im Kreise dreht.


    Tun wir doch gar nicht.

    Naja, sie hat insofern Recht, dass man beim Messen der Lichtgeschwindigkeit zwangsläufig auf ungenau Werte angewiesen ist (zumindest noch ;) ).

    Aber wie gesagt - wenn es tatsächlich so ist, dass die Lichtgeschwindigkeit sich einfach ändert, dann kann es doch nicht so schwer sein, ein Experiment durchzuführen, in dem man das auch zeigt.
    Da können wir ja einen neuen Thread aufmachen. Mich würde nämlich schon interessieren, wie du eine variable Lichtgeschwindigkeit mit anderen Experimenten wie der Heisenbergschen Unschwärferelation in Einklang bringst...


    Ich würde jetzt vorschlagen, dass wir den Austausch zwischen uns beiden beenden: Wir wiederholen uns jeweils nur, nur mit anderen Formulierungen und drehen uns im Kreis. :( Jeder von uns beiden konnte seine Argumente und seine Ansichte fair darstellen und vertreten, das ist die Hauptsache bei einer kontroversen Diskussion. :) Das ist sogar selten genug. Damit können wir beiden zufrieden sein. Man muss aber auch den Punkt erkennen, wo man nicht weiter kommt und sich nur wiederholt. Das ist weder für uns beiden noch für interessierte Leser sinnvoll und angenehm. Man sollte schon in einem Austausch aufhören können, wenn keine neue Impulsen kommen. Bist Du auch einverstanden?

    Nein. Und zwar:

    Du unterscheidest immer noch nicht zwischen gleichförmger Bewegung und beschleunigter Bewegung.
    Bei gleichförmiger Bewegung ist alles so, wie du sagst. Symmetrisch.

    Ein Beschleunigtes System ist kein Inertialsystem mehr. Da gelten andere Gesetze, mit denen man auch ohne Probleme mathematisch korrekt rechnen kann.
    Siehe Newton, 1. - Ein Fadenpendel wird in einem beschleunigten Zug immer einen Ausschlag zeigen, in einem stehenden oder einem mit konstanter Geschwindigkeit nicht.

    Zitat

    Die SRT Einsteins basiert auf einem Satz der Art:
    10 = 15 oder 75 = 82


    Tut sie nicht.

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    wenn er in einer Relation nur einseitig physikalische Zustände bzw. Messergebnisse zuordnet, die jedoch mathematisch per Prinzip exakt symmetrisch sein müssen und nicht die geringste Abweichung dulden!


    Was bei gleichförmigen Bewegungen auch der Fall ist. Was auch Einstein postuliert hat.

    Zitat

    - Wenn Peter 10 cm größer ist als Paul, dann ist Paul zwingend 10 cm kleiner als Peter, und per Prinzip kein bisschen anders!


    Ja. Unter gleichen physikalischen Bedingungen.
    Wenn es tatsächlich so ist, dass sich der Raum selbst krümmen kann, dann musst du unter Umständen deinen Maßstab anpassen. Natürlich nur, wenn es so ist.

    Zitat

    - Wenn Auto A mit 70 km/st relativ zu Auto B fährt, dann fährt Auto B relativ zu Auto A mit 70 km/st, und per Prinzip kein bisschen anders!


    Was so lange stimmt, bis (mindestens) ein Auto aufhört, sich gleichförmig zu bewegen und beschleunigt.
    Die physikalischen Voraussetzungen in dem System werden sich ändern. Der Raum selbst wird sich verändern. Allerdings nur in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit auch spürbar. Und natürlich auch nur, wenn die RT richtig ist.

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    Die Verletzung dieses grundlegenden und unverrückbaren mathematischen Prinzips, die sich in der SRT durch die Verletzung der Symmetrie bei den hergeleiteten Phänomenen Zeitdilatation und Längenkontration ergibt, ist ungültig und unzulässig.


    Nein, weil nur bei einer Beschleunigung die Symmetrie nicht mehr gegeben ist. Bei einer Beschleunigung herrschen zum Beispiel wegen der Trägheit in dem beschleunigten System andere physikalische Zustände als in einem nicht beschleunigten System.
    Siehe Newton, 1. - Ein Fadenpendel wird in einem beschleunigten Zug immer einen Ausschlag zeigen, in stehenden oder einem mit konstanter Geschwindigkeit nicht.

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    Dies wurde zum Beispiel auch Anlaß zu der sogenannten Dingles Frage, die jedoch von der etablierten Physik hartnäckig ignoriert und nie aufgenommen und diskutiert wurde


    Was vielleicht daran liegt, dass sie nicht zu dem Problem passt.

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    Wenn beschleunigtes Auto A mit 70 km/St relativ zu gleichförmig fahrendem Auto B fährt, dann fährt gleichförmig fahrendes Auto B mit 70 km/st zum beschleunigten Auto A, und kein bisschen anders. Es handelt sich um EINE RELATION!!!!!!!


    Problem 1: Wenn du schreibst, Auto A fährt mit 70 km/h, ist das eine konstante Geschwindigkeit. Dann fährt es gleichförmig. Dann ist Auto A nicht beschleunigt. Dann ist alles schön symmetrisch.
    Problem 2: Wenn ein Auto beschleunigt wird, dann ist die Transformation von einem System ins andere nicht mehr so ganz symmetrisch. Die Formeln kann man sich ohne Probleme mit Mittelstufenmathematik herleiten. Wenn mir morgen in der Schule langweilig ist, kann ich mal gucken, ob ich ein Diagramm hinbekomme...
    Problem 3: Das alles gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die RT richtig ist. Ich versuche hier nur zu sagen, dass es diesen inneren Widerspruch nicht gibt.

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    Fall A: Radfahrer fährt mit 20 km/St auf einer Gesamtstrecke A-B.
    Auf einer Teilstrecke beschleunigt er auf 30 km/St und auf einer anderen, gleichlangen Teilsstrecke bremst er runter zu 10 km/st
    Fall B: Radfahrer fährt mit 20km/St auf einer Gesamtstrecke A-B.
    Auf einer Teilstrecke beschleunigt er auf 40 km/St und auf einer anderen, gleichlangen Teilsstrecke bremst er runter zu 20 km/st.


    Deshalb misst man ganz oft in möglichst kurzen Zeitabständen.
    Idealerweise kann man dann die Strecke zwischen zwei Messpunkten so verkleinern, dass man annähernd unendlich viele Werte erhält. Wenn man das dann aufträgt, dann erhält man eine Linie, an der man zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Geschwindigkeit ablesen kann.
    http://selber-denken.com/board/index.ph…49aefac0cb6abc3

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    Das Licht des Laserpointer ist hier beschleunigt: Es hat seine Richtung geändert (hin- und her Bewegung bis zum Messapparat).


    Laut RT kann das Licht nicht beschleunigen... Ja gut, wir wissen immer noch nicht, ob sie stimmt oder nicht, aber das müssen wir wohl annehmen.
    Wenn du allerdings einen Versuch anbieten kannst, in dem du verschiedene Lichtgeschwindigkeiten messen kannst, dann nur her damit. Darauf warten wir doch alle. ;)
    Wenn hier jemand erklären will, wie genau die Lichtreflexion vonstatten geht, dann bitte, ich müsste mich da auch erst nocheinmal informieren.
    Abstandsmessungen mit Lasern sind aber auch heute schon keine Seltenheit mehr. Scheint also zu funktionieren.

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    Und ich persönlich vertraue mittlerweile die etablierte Wissenschaft nicht mehr genug, seitdem ich vor ca. 4 Jahren mit Schrecken feststellen musste, mit welchen Methoden sie in Hintergrund betrieben wird und mit welchen Methoden und Users sie bei kontroversen Diskussionen in Foren vertreten und verteidigt wird.


    Ich rede doch nur davon, dass du vielleicht ein wenig genauer ausführst, was du da kritisierst. Ich würde so etwas wie "In der Originalveröffentlichung auf Seite XYZ fehlt eindeutig die Einberechnung des Luftwiderstandes. Wenn man den in die Berechnung mit einbezieht, könnte da nämlich eine Abweichung von XYZ messbar sein."

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    Bei deinen Foto, stört mich irgendwie


    Ja, mich stört da auch etwas, und zwar, dass immer die gleiche Kurve rauskommt, egal wie sich die Schiene bewegt.
    Naja, es war spät und ich war verpeilt. :)

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    Einstein hat sich nie darauf bezogen, so weit ich das weiß. Ich denke er, er bezieht sich auf die ganzen Äthermodelle allgemein, die seiner Zeit keine Seltenheit waren.


    Ja und er sagt, die sind alle gescheitert -> kein Äther. Ich sehe immer noch nicht, wo er da etwas "zugibt".

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    Nun, wenn ein mathematischer Satz ungültig und unzulässig ist, kann man ihn nicht in der Physik benutzen, das ist doch klar, oder?


    Hast du gelesen, was ich geschrieben habe?
    Ob ich mit s=1/2*a*t² rechne oder vielleicht doch lieber mit s=5*a*t² , der Mathematik ist das völlig egal. Ich kann mit oder ohne Relativitätstheorie rechnen. Alles mathematisch korrekt.
    Aber auf die Wirklichkeit trifft eben nur s=1/2*a*t² zu. Das ist die Aufgabe der Physik, solche Grundformeln zu finden.

    Aber zurück zum Thema: Welcher mathematische Satz war hier denn ungültig? Die Relativitätstheorie lässt sich mathematisch einwandfrei nachrechnen, siehe die anderen Threads dazu. Die Frage ist nur, ob ihre Annahmen auf die Realität zutreffen.

    Zitat

    Du kannst ja z.B. nicht eine Hypothese auf dem Satz bauen:
    Peter ist 10 cm größer als Paul und Paul ist 15 cm kleiner als Peter.
    Oder
    Auto A fährt mit 70 km/st relativ zu Auto B und Auto B fährt mit 82 km/st relativ zu Auto A.
    Das würde in der Mathematik bedeuten: 10 = 15 oder 70 = 82. Das geht natürlich nicht. ;(


    Reines sprachliches Problem.
    Außerdem beschreibst du eine gleichförmige Bewegung.
    Auto A fährt mit 70 km/st relativ zu Auto B und Auto B fährt mit 82 km/st relativ zu Auto A.
    Das sagt auch Einstein nicht.
    Der sagt, dass bei einer gleichförmigen Bewegung alles schön symmetrisch ist.

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    Es gilt nur in einem völlig leeren und kräftefreien Vakuum. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es für uns Menschen nur eine Täuschung von unserem Sinnesapparat ist: In Wirklichkeit ruht man in einem Raumschiff nicht, obwohl man das Gefühl hat, dass man ruht. Ich sause auch jede Sekunde mit der Erde durch die Gegend und merke es nicht, ich werde beschleunigt, auch wenn ich in Ruhe mein Kaffee trinke.


    Dann sage mir doch endlich, WO ich die absolute Ruhe in unserem Universum finde.
    Einstein sagt, das ist unmöglich feststellbar. Es sei egal, was man als ruhend annimmt, wenn sich alle Systeme gegeneinander konstant bewegen, weil das physikalisch aufs Gleiche herauskommt. Siehe mein Beispiel der zwei Raumschiffe im völlig leeren Raum.

    Die Erde wird tatsächlich ständig beschleunigt, weil sie sich auf einer Kreisbahn bewegt. Aber offensichtlich ist diese Beschleunigung klein genug, dass man sie vernachlässigen kann (naja, wenn man hochpräzise Berechnungen durchführen will, vielleicht nicht, aber für den Alltag geht das gut). Man kann also sagen, dass die Erde sich ungefähr gleichförmig bewegt.

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    Es gibt nichts auf der Erde, das nicht beschleunigt wird. Aber für alle unsere Messungen auf der Erde setzt man die Erde per (stillschweigende) Konvention als ruhend voraus.


    Weil man wohl näherungsweise davon ausgehen kann, dass die Erde sich gleichförmig bewegt. Dann kann man sie auch als ruhend annehmen. Und es macht keinen physikalischen Unterschied, ob ich in dem einen Inertialsystem Experimente durchführe oder in einem anderen, das sich irgendwie gleichförmig dazu bewegt.
    Sagt doch Einstein auch.

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    Man gibt nie die Geschwindigkeit eines Auto mit 70 km/st + Geschwindigkeit der Erde. Das wäre unsinnig.


    Das SAGT Einstein.

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    Auch wenn ich den Radfahrer sehr oft auf eine Strecke messe und immer die gleiche Geschwindigkeit rauskommt, bedeutet es nicht, dass keine Beschleunigungen oder Abbremsungen stattgefunden haben. Das kann man nur nicht feststellen.


    Hä?

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    (Eine Frage am Rande: Wie misst man überhaupt die Geschwindigkeit eines Raumschiffes, das im Vakuum sich gleichförmig bewegt, wenn keine Reibungskraft und keine Bodenhaftung besteht???)


    Von dem kann ich nur die Relativgeschwindigkeit zu (z.B.) mir messen.
    Wie mache ich das?
    Z.b. mache ich meinen Laserpointer ganz schnell an und aus und messe die Zeit, wann ich die Reflektion sehe und trage das in ein Diagramm ein?

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    Du kannst z.B. auch nicht die Geschwindigkeit eines bestimmten Blitzes im Himmel messen, oder?


    Och, mit einer Kamera, die genügend Bilder pro Sekunde macht, lässt sich das schon bestimmen. Alles nur eine Frage des Aufwandes.

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    Unsere Meßmöglichkeiten der Natur sind extrem begrenzt. Man ist nur auf Schätzungen oder Extrapolationen angewiesen.


    Ja. Deshalb versucht man ja auch, grundlegende Gesetze zu finden.
    Zum Beispiel s=1/2*a*t²
    Wenn ich diese Formel einmal habe und sie genügend verifiziert habe, kann ich damit auf unendliche Genauigkeit rechnen. Toll, oder?

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    Sorry, aber es geht bei einem Experiment, das als Bestätigung einer Theorie gilt und als solche seit Jahrzehnten im Bildungssystem gelehrt wird, nicht um meine Ansichte darüber, und auch nicht um Deine.


    Aber ich habe doch nur gesagt, du sollst gucken, wie das Experiment durchgeführt worden ist und dabei darauf achten, ob mögliche Störfaktoren nicht mit einberechnet wurden. Das hat doch nichts mit Meinung zu tun?
    Übrigens: In unserem Bildungssystem wird dieses Experiment nur beiläufig erwähnt, wie ich hautnah miterleben durfte. Außerdem vertraue ich der Wissenschaft, dass genügend Versuche durchgeführt worden sind, um dieses Ergebnis zu verifizieren. Phasenverschobener hat das ja schon angedeutet, dass demnächst wieder ein Experiment auf irgendeiner Raumstation ansteht.

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    Wir haben in der Öffentlichkeit keine Möglichkeiten, auch als interessierte naturwissenschaftliche Laien, solche komplizierte Experimente detailliert zu untersuchen und zu bewerten.


    Irgendjemand hat in diesem Thread hier erwähnt, dass man dieses Experiment sogar kostenfrei durchführen dürfte, wenn man denn begründetes Interesse anmeldet. Kannst du ja mal machen.

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    Noch einmal: Es geht also nicht um mich und nicht um meine Person.


    Es geht um deine Kritik.
    Ich persönlich vertraue der Wissenschaft immer noch genug, dass ich annehme, dass bei diesem Experiment Störfaktoren mit einberechnet wurden.
    Wenn du das Gegenteil beweisen kannst, bitte. Ich lasse mich gerne überzeugen. Aber bitte keine Behauptungen.

    Und zuletzt noch die RICHTIGE Skizze zum s-t-Plotter und eine Skizze zum Messen der Geschwindigkeit oder der Beschleunigung eines Raumschiffs.
    Nicht lachen, das habe ich in kolourpaint gemacht. :D

    edit:// Bei der Raumschiffskizze ist s1, s2 usw. natürlich 2*c*t ... jetzt hab' ich aber keine Lust das nochmal zu ändern... :)

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    Wenn ein mathematischer Satz ungültig und unzulässig ist, gilt er zwangsläufig auch nicht in der Physik und man darf ihn nicht annehmen... :(
    Die Mathematik ist eine Formalsprache, die die Logik und die Naturphänomen beschreibt.


    Was ist dein Problem mit der Beziehung zwischen Mathematik und Physik?
    Ich kann mathematisch korrekt ausrechnen, dass Elektronen mit einer bestimmten Spannung auf 5fache Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.
    Ich kann mathematisch auch völlig korrekt die Relativitätstheorie mit einbeziehen und ausrechnen, dass die Elektronen nicht auf Lichtgeschwindigkeit kommen.
    Es kommt darauf an, welche Naturgesetze gelten.
    Ob F=m*a stimmt, oder ob nicht vielleicht doch F=m*a² stimmt, das interessiert die Mathematik doch gar nicht. Das ist die Aufgabe der Physik, solche Formeln zu finden, die die physikalischen vorgänge möglichst genau beschreiben.

    Zitat

    Dies würde meiner Meinung nach also nur in einem völlig leeren Vakuum gelten, jedoch berechnen die Relativisten sehr wohl relativistischen Effekte, die sowohl im Vakkum als auch in einem Medium, als auch gemischt, stattfinden sollten (siehe z.B. eben Hafele/Keating Experiment).

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    Das verstehe ich nicht
    Damit der Zug immer weiter fährt und seine konstante Geschwindigkeit beibehält, muss man doch immer konstant Energie zuführen (also Kraft), sonst läuft er doch aus. Dasselbe gilt für ein Auto, dass mit einer konstanten Geschwindigkeit fährt, man muß immer auf die Gaspedale drücken, sonst läuft es auch aus.


    Ich habe geschrieben, dass man in diesem Beispiel mal den Luftwiderstand und die Reibung außer Acht lässt.
    Das macht man so, um in einer idealisierten Umgebung möglichst einfache Formeln zu finden.
    Wenn du etwas fallen lässt, wird es nie mit 9,81m/s² beschleunigen, weil immer Luftwiderstand da ist. Trotzdem hat man für einen widerstandsfreien Raum F=m*a und s=1/2at² usw. festgelegt. F=D*s ist auch nie erfüllt, weil da viele Faktoren nicht einberechnet sind, die in einem reibungsfreien Raum wegfallen. Trotzdem ist sind diese Gleichungen einfach RICHTIG, weil, wenn man das ganze Zeug mit einberechnet, exakt das richtige Ergebnis rauskommen wird. Das sind alles grundlegende Formeln, die den Grundaufbau der Mechanik beschreiben.
    Die ganzen allgemeinen Fälle, dass Luftwiderstand dazu kommt usw. werden später mit eingerechnet. Das macht die Formeln aber meistens komplizierter.
    Das ist die Arbeitsweise der Physik. Und bisher hat sie so ganz gut funktioniert, wie sie ist.

    Ob das alles beim Hafele/Keating Experiment eingerechnet wurde, weiß ich nicht, weil ich die Veröffentlichung nicht gelesen habe.
    Aber dass du sie auch nicht gelesen hast und das trotzdem einfach unterstellst, ist ein bisschen frech, oder?
    Wenn du wirklich daran Kritik üben willst, dann lies die Originalveröffentlichung und - solltest du tatsächlich finden, dass so etwas grundlegendes fehlt - rechne nach, ob, wenn man diese Sachen alle mit eingerechnet hätte, ein anderes Ergebnis herausgekommen wäre.
    Wenn das alles so ist, DANN kannst du berechtigte und vor allem nachvollziehbare Kritik üben.

    Zitat

    Das ist zwar ein Eindruck bzw. ein Gefühl der Menschen in bestimmten perspektivischen Situationen, aber das hat keine physikalische Realität: Auf den Zug wirkt die Kraft der Lokomotive, die ihn nach vorne mit einer bestimmten Geschwindigkeit bringt, auf die Schienen wirkt keine Kraft, die sie nach vorne mit dieser Geschwindigkeit bringt.


    In einem ideal reibungsfreien System aber nicht. Wir sprechen hier von Modellen.
    In Wirklichkeit hast du dann vermutlich Recht: Der Zug muss immer leicht beschleunigen, um den Widerstand auszugleichen und vielleicht findet da dieser relativistische Effekt statt. Aber davon redet Einstein nicht. Einstein redet von grundlegenden Theorien über das Universum. Er versucht da, grundlegende Gleichungen zu finden. Wenn die erstmal fertig sind, dann kann man ja gerne dazu übergehen, einen Widerstand mit einzuberechnen. Ist ja auch zwingend notwendig, wenn man die Ergebnisse auf reale Situationen übertragen will wie z.B. eine Marssonde.

    Zitat


    Das ist wie gesagt nur ein Gefühl der Menschen, das "erscheint" uns nur so, das ist eine Täuschung unserer Sinneswahrnehmung, das hat aber keine physikalische Realität, siehe oben.


    Siehe oben. Tut mir leid, dass ich nicht extra dazu geschrieben habe, dass es in einem reibungsfreien System so ist. Werde ich in Zukunft machen, wenn ich mit dir rede.

    Zitat

    Einstein selbst hat es in seiner Arbeit von 1905 zugegeben: "Beispiele ähnlicher Art, sowie die mißlungenen Versuche, eine Bewegung der Erde relativ zum "Lichtmedium" zu konstatieren, führen zu der Vermutung, daß dem Begriffe der absoluten Ruhe nicht nur in der Mechanik, sondern auch in der Elektrodynamik keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen


    Ganz ehrlich: Hast du verstanden, was dieser Satz bedeutet? Ich nicht.
    Zumindest sehe ich nicht, dass er hier irgendetwas zugibt.

    Zitat


    Auch nur Gefühle und Täuschungen unseres Sinnesapparates, ohne physikalische Realität.


    Seit wann ist Trägheit denn keine physikalische Realität mehr?
    Ein Fadenpendel im beschleunigenden Zug wird die ganze Zeit einen Ausschlag anzeigen, ein Fandependel, das neben dem beschleunigenden Zug stillsteht, nicht.

    Zitat

    Newton hat dabei lediglich eine Definition des Ruhezustands (oder der gleichförmigen Bewegung im Vakuum) geliefert. Diese Definition ist sinnvoll, sie leuchtet jedem ein und sie hat sich in der Physik und in der Technologie brillant bewährt. Es ist sehr nützlich oder sogar absolut notwendig für Messungen oder für die Berechnung von Kräften und Effekten in der Physik, ein Objekt als "ruhend" zu definieren. Das ist eine nützliche Konvention, ohne jegliche gefühlsmässige oder metaphysische Hintergründe.


    Ja. Das war das, was ich am Anfang von diesem Post hier auch gesagt habe.
    Das ändert aber nichts daran, dass du in dem beschleunigenden Zug immer noch die Trägheit spüren kannst, was in einem gleichförmig bewegten Zug nicht der Fall wäre. Deshalb, und nur deshalb ist es völlig egal, welches von sich zueinander gleichförmig Bewegenden Systemen man als "ruhend" definiert. Weil man NICHT unterscheiden kann, was jetzt tatsächlich ruht. Wenn man aber Trägheit spürt, kann man sicher sagen, dass man in Bezug auf einz zu ein beliebiges "ruhendes" System NICHT ruht.

    Zitat

    Einstein dagegen akzeptiert diese Definition und diese Konvention nicht, obwohl sie sich in der Physik bestens bewährt hat und jedem einleuchtet, er besteht darauf (rein gefühlsmäßig durch Sinnestäuschung oder auch rein metaphysisch), dass der Zustand der Ruhe nicht festzustellen sei und dass es aus diesem Grund ihn nicht gibt: Es gibt nur Relativbewegungen. Dabei ist er der Erste, der widersprüchlicherweise die Definition der Ruhe von Newton ständig benützt und in seinen Gedankenexperimenten ständig einbaut, ob explizit oder stillschweigend. :( Zum Beispiel in seiner Arbeit von 1905 ist sofort zu lesen: Es sei ein ruhender starrer Stab gegeben; derselbe besitze, mit einem ebenfalls ruhenden Maßstabe gemessen, die Länge l.


    Also nochmal von vorne:
    Du sitzt in einem Zug und siehst aus dem Fenster nichts als einen anderen Zug, der mit konstanter Geschwindigkeit fährt. Du spürst keine Trägheit.
    Du kannst NICHT entscheiden, ob du dich bewegst, oder ob sich der andere Zug bewegt.
    Solange die Bewegung gleichförmig ist, ist es völlig egal, welches System man als ruhend annimmt.
    Nehmen wir einen unendlich großen, völlig leeren Raum an.
    Zwei Raumschiffe sind darin. Eins fliegt mit 10 km/h an einem anderen vorbei.
    Jetzt nenne mir doch mal ein Verfahren, wie du ohne absolute Anhaltspunkte bestimmen willst, wie schnell sie fliegen?
    Stell dir vor, du bist ein Beobachter und driftest mit 5 km/h in die gleiche Richtung des einen Raumschiffs. Jetzt siehst du, dass sich beide Raumschiffe mit 5 km/h von dir entfernen.
    So lange keiner Beschleunigt, ist es völlig egal, was du sagst, was jetzt die absolute Ruhe ist.
    (Das sind jetzt mal extra kleine Werte, damit auch wirklich keine relativistischen Effekte auftreten. Und auch bitte nicht argumentieren, dass man die Gravitation zwischen den beiden mit einberechnen muss, das macht man erst, wenn das grundlegende Gesetz steht)
    Der Witz an der Sache ist: Unser Universum funktioniert genauso. Nur ist dieses System ziemlich viel komplizierter, weil fast alle Bewegungen irgendwie beschleunigt oder abgebremst sind (alleine durch Gravitation).

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Einstein, wenn er von "Ruhe" redet, nicht von absoluter Ruhe redet?
    Glaubst du, dass du auf deinem Stuhl gerade ruhst?
    Irrtum: Die Erde dreht sich.
    Die Erde bewegt sich auf einer Bahn um die Sonne.
    Das Sonnensystem bewegt sich irgendwie in unserer Galaxie umher.
    Die Galaxie dreht sich auch noch irgendwie.
    Das ganze Universum driftet auseinander.
    Wo ist denn nun die absolute ruhe?

    Einstein spricht sicherlich über gleichförmig bewegte Systeme, in denen es völlig egal ist, welches man als Ruhesystem bezeichnet.
    Natürlich gibt es diese Systeme in der Realität nicht, weil immer irgendwo eine Beschleunigung oder Abbremsung auftritt.
    Er postuliert das ganze für einen idealen, unbeeinflussten Zustand. Deshalb ist es ja auch nur eine Theorie. Und die kann auch falsch sein. Aber den Widerspruch, den du hier siehst, behauptet Einstein einfach nicht.

    Zitat

    Dabei ist er der Erste, der physikalische Effekten der Bewegung nur bei zuvor definierten bewegten Objekten zuspricht, und nicht bei definierten ruhenden Objekten, und dabei seinen postulierten Prinzip der Reziprozität der Effekte konsequent ignoriert oder widerspricht (siehe z.B. reisende und ruhende Organismus in seinem obigen Gedankenexperiment).


    Du unterscheidest immer noch nicht zwischen gleichförmiger Bewegung und beschleunigter Bewegung.
    Der reisende Organismus (Käfer in der Schachtel?) wird ständig hin- und herbeschleunigt. Dadurch treten die Altersunterschiede auf. Nicht durch die gleichförmige Bewegung.


    Zitat

    Inkonsequenter und widersprüchlicher kann man innerhalb einer Theorie nicht sein. :(


    Kommt nur daher, dass du Einstein Sachen in den Mund legst, die er so nicht gesagt hat.
    Oder dass du ihm unterstellst, dass er, weil er etwas Offensichtliches nicht gesagt hat, etwas Anderes gemeint hat.


    Zitat

    dass man bei der Messung der Geschwindigkeit eines Objekts zwischen A und B aus messtechnischen Gründen nicht feststellen kann, ob es sich um eine beschleunigte oder um eine gleichförmige Bewegung handelt: Die Messung der Geschwindigkeit eines Objektes zwischen A und B liefert zwangsläufig nur einen Mittelwert aller etwaigen Geschwindigkeiten dieses Objekts bei jedem einzelnen Punkt der Strecke.


    Und wenn man einfach ganz oft die Geschwindigkeit misst und dann daraus eine Kurve zeichnet? Das macht man doch in der Unterstufe in Physik schon so?

    Zitat

    Ob ein Radfahrer auf einer Strecke A-B mal langsamer oder mal schneller fuhr kann man bei der Messung seiner Geschwindigkeit zwischen A und B nicht feststellen bzw. messen. Man kann nur sagen, er ist z.B. zwischen A und B mit 20 km/St gefahren, als "geradlinige gleichförmige" Bewegung.


    Man muss nur oft genug messen. In unserem idealisierten Gedankenexperiment also in unendlich kurzen Zeitabständen. Wenn immer die gleiche Geschwindigkeit rauskommt, dann ist die Bewegung gleichföfmig.
    Das kann man auch ganz leicht nachprüfen, wenn man zu jedem beliebigen Zeitpunkt t nachgucken kann, ob der Radfahrer den Weg s=v*t zurückgelegt hat.
    Im idealfall koppelt man ein Messgerät direkt mit dem Radfahrer, das ein den Weg nach der Zeit als durchgezogene Linie aufzeichnet. Wenn das Schaubild dann eine Gerade ist, ist die Bewegung gleichförmig.

    Zitat

    Man kann ja bei der Messung der Geschwindigkeit eines Objektes zwischen A und B nicht sagen, dass die Bewegung gleichförmig oder "beschleunigt" war, weil sie nur einen Mittelwert liefert und keine etwaigen Beschleunigungs- oder Abbremsungsphasen messbar sind.


    Wenn das Zeit-Weg Diagramm keine Gerade ist, dann ist das schonmal ein ganz großes Indiz dafür, dass die Geschwindigkeit nicht konstant war.

    Zitat

    dass man de facto aus messtechnischen Gründen nur die Geschwindigkeit von geradlinig gleichförmig bewegten Objekten messen kann (d.h. ideale geradlinige Strecke und Mittelwert).


    Also DAS wäre wirklich ein harter Schlag für die Physik, wenn man das nicht könnte.
    Selbst in der Unterstufe in der Schule muss man das doch behandelt haben.
    Finde gerade kein Bild, also ne eigene kleine Skizze:

    Schon ziemlich alt der Thread. Aber egal:

    Für Linux-Anfänger würde ich persönlich auch Ubuntu empfehlen. Und zwar aus mehreren Gründen:
    -> Es ist auf Anfängerfreundlich getrimmt.
    - Es gibt ein anfängerfreundliches Wiki mit vielen Verlinkungen bis hin zu den Grundlagen: http://wiki.ubuntuusers.de
    - Wenn das nicht hilft, gibt es ein Forum, in dem auch schon (fast) jedes Problem schon zur Sprache gekommen ist http://forum.ubuntuusers.de
    -> Es ist zur Zeit eine der verbreitetsten und meisteingesetzten Distributionen
    - In den Paketquellen ist sehr viel Software, man findet da eigentlich alles, was man braucht
    - Viele Pakete sind schon für Ubuntu vorkompiliert, sodass man sie sehr einfach installieren kann (dank Debianunterbau die weit verbreiteten .deb Pakete)
    - Viele Fremdquellen sind für Ubuntu und werden auch gut gewartet. Bestes Beispiel ist wohl wine: http://www.winehq.org/site/download-deb
    Für andere Distris gibt's da auch Quellen, aber die werden längst nicht so aktuell gehalten
    Das waren erst einmal die Hauptgründe.
    Weil mir Gnome (Der Standarddesktop von Ubuntu) ein bisschen zu fett war, bin ich schnell auf XFCE umgestiegen (Ist bei Xubuntu der Standarddesktop).

    Mittlerweile bin ich bei Debian Lenny mit Fluxbox angekommen. (Siehe Screenshot. Sieht zwar sehr spartanisch aus, verbraucht aber kaum Ram und CPUzeit. Und mehr braucht man eigentlich gar nicht. 3 Shortcuts für Firefox, Dateimanager und xterm, fertig)

    Was mir sehr beim Umstieg geholfen hat, war die Seite http://www.selflinux.org
    Das ist ein Projekt, das umfassende Informationen zum Linuxeinstieg in einem Tutorial sammeln will.
    Klar, es ist viel zum durcharbeiten, aber ich kann nur betonen, dass es sich lohnt.
    Man muss eben einmal ein bisschen Zeit investieren, ein paar langweilige Nachmittage damit füllen.
    Der Vorteil ist aber auch, dass man sich innerhalb kürzester Zeit um einiges besser mit Linux auskennt, als vorher mit Windows. ;)

    Mein Tipp an alle, die Linux ausprobieren:
    Klar, am Anfang fühlt sich natürlich alles ungewohnt an. Das war bei Windows aber garantiert auch nicht anders. Also zuerstmal einmal selflinux durcharbeiten, dann ein oder zwei Monate wirklich anwenden und viel ausprobieren. Es wird Vieles geben, das nicht auf Anhieb klappt, Vieles muss man auch recht mühsam lernen. Aber es eilt ja nicht, man kann sich Zeit lassen.

    Was gibt es noch zu sagen?

    Wlan - Leider immer noch ein Problem.
    In letzter Zeit wird an immer besserer Wlan - Unterstützung gearbeitet. Viele Wlan USB-Sticks werden jetzt ohne weiter Konfiguration erkannt und sind sofort einsatzbereit.
    Es gibt aber immer noch viele Hersteller, die keine Linuxtreiber anbieten und der Community auch nicht helfen, selbst welche zu entwickeln. Einige von diesen Wlansticks kann man auch mit den Windowstreibern unter Linux betreiben, mit ndiswrapper http://wiki.ubuntuusers.de/WLAN/NdisWrapper . Das funktioniert dann tatsächlich auch meistens ohne Probleme, aber manchmal eben auch nicht.

    Windowsprogramme mit Wine
    "Wine is not an emulator" - Ganz grob gesagt, ist das ein Programm, das sich zwischen das Betriebssystem und das ausgeführte Programm setzt. Das Programm sagt zu Windows "llade mal die Datei" oder "zeige mal dies & das an". wine versucht, diese Windowsaufrufe in die entsprechenden Funktionen für Linux umzusetzen.
    Das funktioniert für viele Programme schon ganz gut, welche wie gut laufen, kann man in der wine appdb nachschauen: http://appdb.winehq.org/appbrowse.php
    Meistens funktionieren die Programme genausoschnell wie direkt unter Windows. Manchmal laufen sie langsamer, es gibt aber auch Berichte, dass sie besser laufen. World of Warcraft soll zum Beispiel um einiges schneller unter wine installieren. Oder Half Life 2 soll besser laufen. Und manche laufen eben gar nicht. Aber abwarten, es wird stetig weiter daran gearbeitet. ;)

    Zitat

    Ob eine Bewegung als "gleichförmig" oder als "beschleunigt" definiert wird spielt bei einer Relativbewegung absolut keine Roll, das ist völlig irrelevant: Bei einer Relativbewegung ist per Prinzip eine perfekte Symmetrie vorhanden, eine mathematisch exakte Symmetrie. Das ist nur trivial, das ist das Wesen einer Relation.


    Mathematisch vielleicht, aber physikalisch passiert da eben mehr.
    Dein eigenes Beispiel:
    Man berechnet auch in der Physik nicht die Kraft, um die Schienen zu bewegen, man berechnet die Kraft, um den Zug zu bewegen.
    Zwei Fälle:
    1) Der Zug hat eine konstante Geschwindigkeit -> Es wirkt keine Kraft (wenn man mal Luftwiderstand und Reibung außer Acht lässt), der Zug bewegt sich immer weiter, ohne dass man irgendeine Kraft aufwenden müsste. Betrachtet man nur Schiene und Zug, kann man NICHT sagen, ob sich jetzt der Zug nach vorne bewegt, oder die Schiene nach hinten, es wirken einfach keine Kräfte darauf ein, die irgendeinen Rückschluss zulassen.

    Kleines Beispiel dazu: Eine Schiene läuft auf dem Äquator um die Erde herum. Der Zug fährt genauso schnell, wie such die Erde dreht. a) Guckst du jetzt vom Weltraum aus auf den Zug, steht der Zug und die Erde dreht sich unter ihm. b) Sitzt du im Zug, siehst du, dass du vorwärts fährst, du könntest glatt denken, die Erde "steht" und du im Zug bewegst dich vorwärts.
    Das ist also alles symmetrisch, völlig gleichgültig, ob das System "Zug" steht oder das System "Erde", das kommt alles aufs gleiche raus.

    2) Der zug beschleunigt. In dem Zug spürst du eindeutig durch Trägheit, dass du beschleunigst. Draußen spürst du nichts. Vom Weltraum aus gesehen siehst du, dass der Zug schneller wird. Jetzt könntest du dir zwei Sachen denken: a) Der Zug beschleunigt tatsächlich, es wirkt eine Kraft auf ihn. b) Der Zug bewegt sich in Wirklichkeit völlig konstant und die Erde inklusive deinem Beobachtungsposten fängt plötzlich an, sich schneller und immer schneller zu drehen. Dagegen spricht aber, dass du keinerlei Trägheit spürst. (Und eine Kraftquelle, die diese Beschelunigung rechtfertigen würde, siehst du bestimmt auch nicht ;) )
    In a) hast du also ein Inertialsystem, indem Newtons 1. Axiom gültig ist. (Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen Translation, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.)
    In b) hast du sowas nicht. Hast du doch auch geschrieben: Objekte können sich ja nicht ohne Krafteinwirkung bewegen.
    Die beiden Möglichkeiten sind hier also nicht mehr austauschbar.

    In 1) ist es völlig unentscheidbar, ob sich jetzt der Zug bewegt, oder sich die Erde dreht. Es gelten gleiche physikalische Gesetze in a) und b).
    In 2) hast du andere physikalische Gesetze. In a) spürst du zum Beispiel ständig Trägheit.


    Zitat

    Wenn ich zum Beispiel sage, Auto A fährt relativ zu Auto B mit einer Relativgeschwindigkeit von 70 km/St darf ich nur folgern, dass Auto B mit einer Relativgeschwindigkeit von 70 km/St relativ zu Auto A fährt.


    Das Beispiel passt zu 1). Völlig symmetrisch, also darfst du tatsächlich nur das folgern.
    Würde ein Auto beschleunigen, ist das allerdings schon was anderes. In dem 70 km/h Bereich wird das nicht nachweisbar sein, die RT sagt ja auch, dass sich relativistische Effekte erst ab sehr hohen Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit überhaupt irgendwie auswirken.

    Zitat

    Ich kann mir eigentlich bei diesem seltsamen Postulat, dass man sich frei und willkürlich als "ruhend" oder als "bewegt" (=beschleunigt) ein der beiden Objekte auswählen darf


    "bewegt" ist aber nicht beschleunigt. Einstein formuliert "gleichförmig bewegt". Laut Wikipedia heißt das: Eine gleichförmige Bewegung ist eine Bewegung, welche durch eine vom Betrag her gleich bleibende (konstante) Geschwindigkeit gekennzeichnet ist.

    Zitat

    Ob eine Bewegung als "gleichförmig" oder als "beschleunigt" definiert wird spielt bei einer Relativbewegung absolut keine Roll


    Für Einstein offensichtlich schon, sonst hätte er nicht "gleichförmige Bewegung" geschrieben.
    Und nur für diesen Fall der gleichförmigen Bewegung, also für 1), sagt er, dass man sich das Bezugssystem aussuchen kann.

    Zitat

    Und wenn was Asymmetrisches passiert, dann wäre es auch ein grober Widerpruch zum Postulat Einsteins, wo eben zwischen zwei relativ zueinander bewegten Objekten per Prinzip festgesetzt wurde, dass die physikalischen Effekte symmetrisch sind.


    Einstein hat für gleichförmige Bewegungen, also für Fall 1), postuliert, dass die physikalischen Effekte symmetrisch sind.


    Und da man sich gemäß seinem Postulat das "bewegte" (bzw. beschleunigte) Objekt zwischen den beiden frei und willkürlich aussuchen kann, ist es gehüpft wie gesprungen: Die Symetrie wird immer perfekt sein. Ich kann mir also ruhend auf der Erde vorstellen (und auch berechnen), dass ich relativ zu einem Raumschiff, das im Universum ruht, Abbremsungen und Beschleunigungen durchführe.


    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

    Zitat von Einstein

    1. Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden.


    Eine gleichförmige Bewegung ist keine Beschleunigung. Wenn dein Zeit-Weg Diagramm eine Linie ist, ist das ein gleichförmige Bewegung. Die läuft von alleine (ohne Luftwiderstand etc.), da muss keine Kraft einwirken.
    Vergleiche auch:

    Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichf%C3%B6rmige_Bewegung

    Eine gleichförmige Bewegung ist eine Bewegung, welche durch eine vom Betrag her gleich bleibende (konstante) Geschwindigkeit gekennzeichnet ist.


    Ich weiß nicht ob Einstein, woanders etwas anderes behauptet. Hier in diesem Zitat tut er es jedenfalls nicht.

    Wenn du etwas Beschleunigst, musst du Energie reinstecken. Das kannst du dir bei dem Raumschiff noch gut vorstellen, der Antrieb wandelt mithilfe von $Science-Ficiton-Verfahren den Treibstoff in Bewegungsenergie um -> Da wirkt eine Kraft -> Da gilt sogar Newton noch -> Inertialsystem
    Zur Erinnerung:

    Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Inertialsystem


    In der Physik ist ein Inertialsystem (von lateinisch iners untätig, träge) das Bezugssystem eines gleichförmig gradlinig bewegten Beobachters, der sich nicht dreht. Für ihn ruht jedes Teilchen, auf das keine Kraft wirkt, oder es bewegt sich gleichförmig geradlinig. In einem Inertialsystem gilt also das Newtonsche Trägheitsgesetz.

    Jetzt stellen wir uns den umgekehrten Fall vor:
    Du stehst in dem "ruhenden" beschleunigenden Raumschiff.
    Du siehst, dass die Materie um dich herum ohne äußere Krafteinwirkung von dir weg beschleunigt.

    Also ich persönlich kann mir ohne Probleme vorstellen, dass hier etwas Asymmetrisches passiert - du nicht?


    edit:// Um das irgendwann vorher Geschriebene mal etwas aufzuklären:
    Das ist das gleiche, was ich gerade schonmal geschrieben habe.


    Hier bist Du eben auf einen fundamentalen inneren Widerspruch der SRT gestoßen und Du hast es mit Deinem Beispiel auch ganz gut veranschaulicht. Diese verworrenen Gedanken sind aber nicht unsere verworrenen Gedanken, sondern sind in der Tat Bestandteil und sogar Grundlage der SRT.


    Das scheint eben zu wenig differenziert zu sein.
    Das wegfliegende Raumschiff muss da noch präzisiert werden:
    1) Es fliegt mit gleichbleibender Geschwindigkeit: Der Effekt ist symmetrisch, weil man tatsächlich nicht entscheiden kann, welches Bezugssystem jetzt das "ruhende" ist (beides Inertialsysteme)
    Klar, das Raumschiff muss natürlich aus dem ruhenden System beschleunigt haben, aber wenn wir für einen Moment annehmen, dass wir die Beschleunigungsphase vernachlässigen könnten, würde das gelten.
    2) Es beschleunigt: Es ist eindeutig, dass auf das Raumschiff eine Kraft wirkt und dieses System dadurch beschleunigt im Vergleich zur Materie außenrum.
    Das kann man andersrum nicht genauso sehen, weil offensichtlich keine Kraft plötzlich auf das restliche Universum einwirkt, die so eine Beschleunigung rechtfertigen könnte.

    Dein Widerspruch ist also nur einer, weil du die lineare Bewegung und die Beschleunigung nicht unterscheidest.

    Auch das Beispiel löst sich damit auf:

    Zitat

    Wenn wir z.B. einen lebenden Organismus in eine Schachtel hineinbrächten und ihn dieselbe Hin- und Herbewegung ausführen lassen wie vorher die Uhr, so könnte man es erreichen, dass dieser Organismus nach einem beliebig langen Fluge beliebig wenig geändert wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehrt, während ganz entsprechend beschaffene Organismen, welche an den ursprünglichen Orten ruhend geblieben sind, bereits längst neuen Generationen Platz gemacht haben. Dies ist eine unabweisbare Konsequenz der von uns zugrundegelegten Prinzipien, die die Erfahrung uns aufdrängt.


    Der Knackpunkt ist die Hin -und Herbewegung: Abbremsen - Beschleunigen, Abbremsen - Beschleunigen usw.
    Also auf den Punkt gebracht:

    Zitat

    1. Einstein postuliert, dass es bei einer Relativbewegung zwischen zwei Objekten (z.B. Uhren) egal ist, welches der beiden Objekte man als bewegt oder als ruhend definiert: Die Änderungen der physikalischen Zustände seien gleich.
    2. Einstein folgert aber im gleichen Atemzug widersprüchlicherweise daraus, dass einzig bei dem als bewegt definierten Objekt Änderungen der physikalischen Zustände stattfinden.


    Gleiche Vermischung.
    1. Gilt für gleichförmige Bewegungen, 2. ist durch die Hin- und Herbewegung beschleunigt. Wenn man nicht im Zusammenhang zitiert, wird das aber tatsächlich nicht deutlich.


    Tut mir Leid, dass ich so alte Posts noch mal aufgewärmt habe, aber ich hoffe, dass jetzt alle Beteiligten klarer sehen. :)