Beiträge von xxxxx

    dass gewisse einsichten und erkenntnisse existent sind.


    "Gewisse"?

    vorsichtig möchte ich diese hier als intuition, als bauchgefühl, als innere stimme - kurzum als den "gesunden menschenverstand" oder auch "INSTINKT" bezeichnen. dies klingt zwar abstrakt, also einfach - manche werden diese antwort als "zu einfach" vielleicht ablehnen, aber ...


    Zu einfach? Das Unterbewusstsein kann ja oft interessante Dinge tun. Aber das heißt noch nicht, dass ers dabei von irgendwelchen "geistigen Wissensspeichern" Gebrauch macht.

    der angeblich nur zu 10% genutzt wird


    http://en.wikipedia.org/wiki/10%25_of_brain_myth

    Beispiel(e): Geistesblitz, Eingebung, ...


    Ja, aber meistens kann man doch ziemlich sicher sein, dass die Eingebung gar keine "Eingebung" ist, sondern dass sich einfach nur das Unterbewusstsein damit beschäftigt hat und aus den schon bewussten Daten eine Lösung gefunden hat.
    Eine "echte" Eingebung wäre es ja etwas, das man weiß, was man vorher tatsächlich nicht wissen konnte.

    Indem du auf dein Inneres vertraust, auch wenn es nirgends geschrieben steht und auch wenn's dir keiner glaubt. Inana hat dir die Antwort auf deine Frage gegeben. Kannst du sie hören? Oder suchst du nach Beweisen, dann viel Spass dabei und du wirst sie nie finden!


    Mein Innerstes sagt mir, dass ich auf den Verstand vertrauen soll und nur glauben, was beweisbar ist.

    Denn deine Argumentation hat genau dieses Dilemma zur Folge:
    Entweder meine Innere Stimme liegt falsch - dann ist sie aber sowieso nicht besonders vertrauenswürdig, oder?
    Oder sie liegt richtig. Dann liegst du falsch und deine Innere Stimme falsch?

    Kann sich hier jemand vorstellen, dass alles was bis heute als sogenanter Fakt gilt, gar keiner ist?


    Klar. Als geistige Übung stelle ich mir hin und wieder zum Beispiel vor, die Erde sei eine Scheibe. Dann versuche ich mir auszumalen, wer dann alles in dieser Verschwörung involviert sein müsste und was alles gefälscht sein müsste. Zum Beispiel alle Satellitenbilder der Erde. Und wenn ich dann merke, dass die allermeisten Zweige der Wissenschaft darin verwickelt sein müssten, dann weiß ich, was ich glauben sollte. Aber was ist, wenn es diese ganzen Menschen nicht gibt, und mein Bewusstsein nur ein Alien-Experiment ist und ich nur mit "Bots" schreibe und bewertet wird, was ich hier schreibe?
    Das ist vorstellbar und auch ein kleines bisschen beängstigend, aber irgendwie erscheint mir das dann doch nicht sinnvoll.

    Recht viele Wissenschaftler sind ja sowieso Fans davon, sich viel vorzustellen. Nämlich mit der Vorliebe für Fantasy. Ich glaube auch, dass die Fähigkeit, sich viel vorstellen zu können, sehr hilfreich dabei ist, wenn man neue und kreative Lösungen für ein Problem finden soll, also das, was Wissenschaftler so eben tun. :)

    Wenn er nicht in der Lage ist, sein "Wissen" zu hinterfragen, dann wird er nie erfahren, was wahr und was unwahr ist. Nur weil die grosse Masse eine Meinung hat, von mir aus auch belegt (was auch immer da belegt wird), heisst das nicht, dass dies so sein muss! Schon mal darüber nachgedacht?


    Hinterfragen ist gut, aber was ist, wenn man zu keinem neuen Ergebnis kommt? Muss man dann nochmal hinterfragen? Und dann nochmal, bis man irgendetwas anderes als das bisher Geglaubte findet? Oder hat man sich beim ersten Hinterfragen nicht genügend angestrengt? Und woher weiß ich, dass das neu Gefundene Wissen mehr korrekt ist als das Alte?
    Natürlich gibt es ohne Hinterfragen keinen großen Fortschritt - hin und wieder kommt ja auch etwas sehr gutes dabei heraus. Einstein konnte die Relativitätstheorie aufstellen, weil er Newton "hinterfragt" hat. Die ganze Quantenphysik wäre nicht vorstellbar, wenn man nicht die "klassische Physik" hinterfragt hätte.
    Aber sehr oft kommt man mit einfachem Hinterfragen auch einfach nicht weiter, wenn man keinerlei Informationen außer der Intuition hat, ob das, was man sich ausgedacht hat, jetzt tatsächlich besser ist als das, was man vorher geglaubt hat.

    Die Wahrheit ist und kann nur über das Innere wahrgenommen werden! Ein Beweis gefällig?
    Ich nehme an, dass alle hier wenigsten einmal im Leben verliebt waren. Und? Wie hat sie ausgesehen, die Liebe? Hat sie einen Beweis hinterlassen? Oder hat man sie "nur" gefühlt?


    Die biochemischen Reaktionen, die einsetzen, wenn man verliebt ist, kann man ja mit entsprechendem Gerät ziemlich gut messen. Ich habe auch noch keinen überzeugenden Grund dafür gefunden, dass ich nicht glauben sollte, dass man das Muster, das das Gehirn für die entsprechende Erinnerung speichert, nicht irgendwann "messbar" sein wird.
    Ich weiß allerdings nicht, was man tatsächlich alles für Aussagen treffen könnte, wenn man zum Beispiel zu jeder Zeit deines Lebens den Zustand jedes Elementarteilchens, das einmal zu deinem Körper gehört hat oder gehören wird, kennt. Insofern habe ich da noch so keinen richtigen Beweis, aber man kann ja immerhin eine fundierte Vermutung anstellen (komische Übersetzung von "educated guess").

    * Naturheilverfahren und Schulmedizin werden gleichgestellt


    Wann hat jemand hier zum letzten mal den Begriff "Schulmedizin" in einem nicht abwertenden Sinne gehört?
    Ist es eine gute Idee, die erste Forderung schon mit solch einem Begriff zu beginnen?
    Natürlich gibt es noch eine größere Frage. Was ist überhaupt alles "Schulmedizin" und was sind alles "Naturheilverfahren"?

    * ALLE wirksamen Verfahren werden von den Kassen erstattet


    Das ist natürlich eine gute Idee, aber auch hier ist wieder nicht beantwortet, wer entscheidet, ob ein Verfahren "wirksam" ist. Die Praktizierenden werden natürlich alle von sich selbst behaupten, dass sie "wirksame Verfahren" einsetzen. Ein paar Anhänger wird es auch immer geben, die das bestätigen werden. Aber wer wird es offiziell feststellen?

    * Neben dem bisherigen Medizinstudium werden vergleichbare Studiengänge in Homöopathie, Ayurveda, TCM, Naturheilkunde usw. n Universitäten eingerichtet und die Abschlüsse staatlich anerkannt


    Mit anderen Worten: Pseudowissenschaften und alte Verfahren, deren wirksamkeit nicht so richtig nachgewiesen kann.
    Wie üblich bleibt es hier schwammig: Welche Inhalte sollen gelehrt werden?

    * naturheilkundliche Forschung erhält öffentliche Geldern in derselben Höhe wie schulmedizinische Forschung


    Klingt gut, aber ich frage mich, warum nicht Schulmediziner naturheilkundlich forschen können. Oder warum Naturheilkunde-Forscher keine schulmedizinische Ausbildung absolvieren und im Zuge dessen naturheilkundlich forschen. Ich habe jetzt keinen allzugroßen Einblick in das Medizinstudium, aber wenn das nicht möglich sein sollte, dann fände ich es deutlich sinnvoller, ebendies zu fordern.

    Trotz überdurchschnittlich hoher Heilerfolge, gerade bei chronischen Erkrankungen, werden Naturheilverfahren nicht oder nicht in ausreichender Weise von den Krankenkassen erstattet


    Wie man es sich denkt, ist das natürlich wieder schwammig formuliert. Um welche Naturheilverfahren geht es hier? Es scheint hier um alle zu gehen, aber sind "alle" auch wirksam?

    Während die gesetzlich Versicherten - bedingt durch die Pflichtversicherung, monatliche Beiträge zu entrichten haben, dürfen sie nicht frei wählen, für welche Therapierichtung diese Beiträge verwendet werden sollen, also z.B. für eine Behandlungen durch einen Doktor der Osteopathie, der Ayurveda-Medizin oder der TCM. Dies ist ein willkürlicher Eingriff in die Wahlfreiheit des Versicherten und außerdem eine protektionistische Maßnahme, die einseitig den Ärzten der Schulmedizin zugute kommt.


    Diese Formulierung ist gar nicht so leicht zu entschlüssen. Wird hier ein Recht auf die Wahl von unwirksamen Verfahren verlangt? Immerhin kosten Behandlungen ja nicht selten deutlich mehr, als man an Beitrag zahlt, also ist unter Umständen ja auch das Geld von anderen Beitragszahlern betroffen, das man unter Umständen einem Quacksalber gibt.

    Bei einer sechsjährigen Langzeitstudie an der Uni-Klinik Essen (1992-1998 ) unter Leitung von Prof. Schlebusch erwies sich ein breites Spektrum von Naturheilverfahren als überdurchschnittlich erfolgreich. Bei 500 chronisch kranken Patienten (Asthma, Allergien, Rheuma und Wirbelsäulen-Problemen, Autoimmun- und Schmerzerkrankungen, chronischer Erschöpfung, Infektanfälligkeit usw.) wurde in durchschnittlich 18 Monaten eine Ausheilungsquote von 65 Prozent erreicht. Bei den Krankenhauskosten und bei den Arbeitsausfallkosten ergaben sich Einsparungsvolumina von ca. 40 Prozent. Prof. Kaucher vom Institut für angewandte Mathematik der Univ. Karlsruhe errechnete, dass durch bundesweit flächendeckende Anwendung dieses Modells Einsparungen in Höhe von € 100-150 Mrd möglich wären. Das entspreche einer Kostensenkung um fast 50 Prozent. Unter anderem SO liesse sich also die Krise im Gesundheitswesen in den Griff bekommen.
    In der Datenbank des US Gesundheitsministerium PubMed befinden sich mittlerweile zehntausende anerkannte Studien über den erfolgreichen Einsatz alternativer Verfahren. Es ist deshalb höchste Zeit, zu reagieren! Angesichts explodierender Kosten der Schulmedizin, der Wirksamkeit und Kosteneffizienz alternativer Verfahren, ihren nachhaltigen Heilerfolgen und ihrer geringen Nebenwirkungen - können wir uns nicht länger leisten, alles beim Alten zu lassen - sondern müssen jetzt eine radikale Umstellung im oben genannten Sinne vornehmen.


    Ich habe versucht, diese Studie zu finden, war aber auf die Schnelle nicht erfolgreich. Macht aber nichts, denn meine abschließende Frage kann ich trotzdem stellen:

    Was genau ist an der verhassten "Schulmedizin" dran, das so völlig auszuschließen scheint, dass sie auch bewiesenermaßen wirksame Naturheilkunde anwenden könnte?
    Auf Wikipedia gibt es eine schöne Kritik am Begriff der Schulmedizin:

    Zitat

    Johannes Köbberling, Professor für Innere Medizin an der Universität Witten/Herdecke, kritisiert die Verwendung des Begriffs „Schulmedizin“ als abwertend: Fälschlicherweise suggeriere „Schule“ eine Lehrmeinung, die in festen Denkstrukturen verhaftet und unfähig zu Innovationen sei. Auch werde die Wortwahl benutzt, um bloßes Wiedergeben von nicht eigenständig erforschten Inhalten (Lehren) zu suggerieren, und die universitäre „Lehre und Forschung“ begrifflich nicht zu berücksichtigen. Der Begriff Schulmedizin sei somit negativ belastet und missverständlich und werde dem Wesen der modernen Medizin nicht gerecht. Stattdessen sollten die wertfreien und präziseren Bezeichnungen „Hochschulmedizin“, „Evidenzbasierte Medizin“ oder „Wissenschaftsmedizin“ verwendet werden.


    Und genau das verstehe ich auch nicht: Warum um alles in der Welt wird hier eine "radikale Umstellung" gefordert, wenn man auch einfach fordern könnte, dass die "Schulmedizin" bewiesernermaßen wirksame Naturheilkundeverfahren anwendet und erforscht?
    Ich als Laie habe jedenfalls nur wenige Zweifel, dass genau das auch passiert.

    Andererseits scheint diese "Gleichstellung" der "Naturheilkunde" mit der "Schulmedizin" zu bedeuten, dass man eben diese kritische Erforschung durch die "Schulmedizin" nicht will, sondern dass eben allerlei bunt gemischte Verfahren "einfach so" gleichgestellt werden soll.

    Damit magst du schon Recht haben, doch könnte man Impulskanonen (wie immer die auch funktionieren mögen) sehr gezielt gegen bspw. Aufständische einsetzen, ohne dabei zu riskieren, den ganzen Planeten und somit auch deren eigene Lebensgrundlage zu vernichten; ich denke dies ist es, wovor bkid warnen will...


    Dafür gibt es aber auch schon deutlich "bessere" Systeme, die nicht den Tod der beschossenen zur Folge haben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Active_Denial_System

    Daher ist es eben unsere Aufgabe, zu lernen wieder auf unser Herz zu hören. Gott sitzt nicht im Verstand und passt sich nicht der menschlichen "modernen Zeit an". Der einzelne Mensch sollte sich bemühen, um zu verstehen.


    Die Kernfrage dabei muss aber doch sein: Wie unterscheidet man bei einem Stück Information, das man gefunden hat, ob man hier ein Stück Wahrheit oder doch eher ein Stück einer Fantasygeschichte gefunden hat?

    Dass Menschen das Potential haben, sich mehr oder weniger plausible und überzeugende Weltbilder zu erdenken, ist ja schon alleine damit bewiesen, dass es unzählige davon gibt, an die jeweils auch noch eine ganze Menge Menschen glauben.

    und wie willst du als"normaler" mensch diese aussage nach wahrheitsgehalt prüfen


    Einen Beweis zu prüfen ist ziemlich oft deutlich einfacher als ihn zu finden.

    Beispiel: Die Faktorisierung von großen Zahlen.
    http://www.rsa.com/rsalabs/node.asp?id=2093
    RSA wird als sehr sicher angesehen, weil niemand eine einfache Möglichkeit gefunden hat, diese Zahlen zu faktorisieren. Das Nachprüfen einer Faktorisierung ist aber die einfache Aufgabe, die Faktoren einfach zu multiplizieren.

    Deshalb wäre zum Beispiel die spontane Nennung der Faktoren von RSA-704 eine ziemlich eindrucksvolle Demonstration.

    Ich weiß ja nicht, was du mit diesem vielen Wissen alles gemeint hast, aber wenn da wissenschaftliche Erkenntnisse dabei sind, die die Menschheit erst in (hoffentlich naher) Zukunft finden wird, dann ist das natürlich jetzt noch kein guter Anhaltspunkt, aber später dann wird man es ja sehen.

    Wenn da so etwas wie Konstruktionsanleitungen für Geräte sind, die man heute noch nicht kennt, beispielsweise neue Wege, Strom zu erzeugen, dann wäre das Bauen eines solchen Gerätes auch sehr überzeugend.

    Mir fallen da aus dem Stegreif wirklich viele Möglichkeiten ein, je nachdem, was dieses "Wissen" denn alles beinhaltet.

    Der Witz an diesen ganzen Altersbestimmungsmethoden ist ja, dass sie alle recht ähnliche Ergebnisse liefern. Die einzige Möglichkeit, das anzuzweifeln, wäre zu behaupten, dass fast jeder Wissenschaftler, der solche Methoden entwickelt und anwendet, dich anlügt und dass es dann immer nur 2, 5, 10 "Wissenschaftler" oder eine ähnlich kleine Gruppierung gibt, die dann die ganze Verschwörung aufdeckt, ohne dass sich ihnen eine nennenswerte Anzahl von Wissenschaftlern anschließt, weil sie ja alle die Verschwörung mittragen. Das zu glauben halte ich aus naheligenden Gründen für unsinnig.Vor allem, weil das ja doch ziemlich oft passiert und dann ziemlich selten überhaupt etwas dran ist.
    Während diese Leute einfach so auftauchen, ihre paar Wochen, Monate oder manchmal auch Jahre zweifelhaften Ruhm haben und dann wieder verschwinden, ohne etwas Nennenswertes getan zu haben, entwickeln ihre angeblich mit "schlechter Wissenschaft" beschäftigten Kollegen Technologien, die dann auch noch funktionieren.

    es gibt gigantische geistige wissensspeicher aber um sie zubedienen muss man von viele galubenssätzen sich befreien. da die glaubenssätze wirken wie die filter und verzeren die information.


    Das klingt zwar schön geheimnisvoll, aber ich frage mich dann doch:
    Wann ist denn jemals relevantes Wissen aus dem "geistigen Wissensspeicher" gekommen?
    Wenn du Zugriff auf diesen Wissensspeicher hast, dann wäre ich jedenfalls sehr interessiert an irgendeiner beliebigen konkreten nachprüfbaren Information, die du als "normaler" Mensch so nicht haben könntest. Irgendetwas.

    Zertifikate für https (exakter: TLS)) sehr kompliziert und subtil in ihrer korrekten Anwendung, dass man nicht mehr auf Intuition oder "brain.exe" vertrauen kann. Nicht zuletzt sind bei genanntem Beispiel auch viele Admins mit einer korrekten Konfiguration häufig überfordert, so dass der Nutzer daran "gewöhnt" ist, nicht korrekte Zertifikate zu akzeptieren.


    Ich empfehle auch Fefes Blog, in dem er hin und wieder das Thema SSL anspricht.
    http://blog.fefe.de/?ts=b25933c5
    http://blog.fefe.de/?ts=b544bbc7
    etc.

    Vielfach wird auch gelobt die Reihe "Why do people laugh at creationists?" von Thunderf00t.
    http://www.youtube.com/view_play_list?p=AC3481305829426D

    Es gibt so ein "Buzzwords", die immer wieder auftauchen. So etwas wie "irreducible complexity". Mittlerweile gibt es zu solchen Themen unzählige Videos auf Youtube, wo echte Wissenschaftler erklären, wo der Fehler in der Argumentation von Kreationisten liegt.
    Tatsächlich ist es ja oft so, dass Kreationisten oder "Intelligent Design"-Vertreter gar nicht die Biologie, die Astrophysik oder worüber sie eben sprechen, als Fachgebiet haben.

    Werner Gitt, der in obiger Dokumentation vorkommt, ist zum Beispiel mittlerweile recht bekannt. Allerdings mit eher zweifelhaftem Ruf. Zum Beispiel hat er sich einige Zeit lang als "Prof. Dr. Werner Gitt" ausgegeben. In Wirklichkeit, ist er aber "Direktor und Professor", sozusagen ein "Ehrentitel", den man einfach so bekommt, wenn man zum Beispiel ein Rechenzentrum leitet.
    Wenn ich jetzt sage, dass man ihm als Informatiker nicht allzuviel Kompetenz zusprechen sollte, wenn er über die Evolutionsbiologie spricht, schieße ich mir als Softwaretechnikstudent damit auch ein bisschen selbst in den Fuß. :) Letztendlich ist das aber eine Diskussion, die sowieso nur durch die Quellenlage entschieden werden kann.

    Das denke ich zwar auch! aber gesagt hat es kein geringerer als Albert EINSTEIN,


    Das mit diesen Zitaten ist schon immer interessant.
    Den ersten Teil hat Einstein tatsächlich gesagt, der zweite kommt aber von Max Planck.

    Ich bin auch kürzlich wieder über diese Kettenmail gestolpert, mit einer Geschichte, in der angeblich Einstein die Hauptrolle spielt. Da haben mich aber schon die ersten zwei Sätze stutzig gemacht und deshalb habe ich sie gegoogelt:
    http://stupidevilbastard.com/2007/09/god_vs_science/

    Auf Zitate ohne Kontext würde ich aber auch nicht allzuviel geben. Dummerweise findet man den Kontext aber nur selten. So hat Einstein eben auch einmal gesagt:
    "Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann."

    Das Zitat habe ich übrigens gefunden auf http://www.scepsis.ru/eng/articles/id_2.php
    Kurt Wise, Geologe, Dr. von Harvard

    Zitat

    . . . try as I might, and even with the benefit of intact margins throughout the pages of Scripture, I found it impossible to pick up the Bible without it being rent in two. I had to make a decision between evolution and Scripture. Either the Scripture was true and evolution was wrong or evolution was true and I must toss out the Bible. . . . It was there that night that I accepted the Word of God and rejected all that would ever counter it, including evolution. With that, in great sorrow, I tossed into the fire all my dreams and hopes in science.
    . . .
    Although there are scientific reasons for accepting a young earth, I am a young-age creationist because that is my understanding of the Scripture. As I shared with my professors years ago when I was in college, if all the evidence in the universe turns against creationism, I would be the first to admit it, but I would still be a creationist because that is what the Word of God seems to indicate. Here I must stand.

    Und letzendlich glauben sie doch mit der Vorstellung, auch an etwas - also auch eine Art von Ideologie = Religion.


    Da antworte ich mal mit einem Spruch:
    Atheismus ist ungefähr so Religion, wie glatzköpfig eine Haarfarbe ist.
    Atheismus ist ungefähr so Religion, wie nicht-Briefmarken-Sammeln ein Hobby ist.
    Bei der Gelegenheit kann ich auch den Youtube-Kanal von Nonstampcollector erwähnen:
    http://www.youtube.com/user/NonStampCollector

    Erstaunlich - oder eben gar nicht so erstaunlich - ist ja, dass Leute wie Einstein, Kepler, Planck etc. etc. - also Wissenschaftler - sich alle ehrfürchtig einig waren, dass hinter all dem, das wir "Dasein", "Welt" oder "Universum" nennen, ein "intelligenter Geist" stecken müsse, etwas wundervolles, mit der Wissenschaft nicht zu erklärendes.


    Mehr oder weniger. Bei Einstein zumindest weiß ich aus dem Steigreif heraus, dass er eher an eine Art göttliche Ordnung geglaubt hat und nicht an einen persönlichen Gott ("intelligenter Geist"?).
    Aber ich halte es für nicht allzusinnvoll, darüber zu diskutieren, welcher wie intelligente Mensch was genau geglaubt hat.
    Kognitive Dissonanz kann bei jedem Mensch vorkommen und muss nicht heißen, dass man nicht trotzdem gute Arbeit machen kann. Da gibt es dieses Zitat von einem Wissenschaftler, das ich grade nicht mehr im Original finde. Er sagt sinngemäß "Selbst wenn alle Belege der Welt für die Evolutionstheorie sprächen, würde ich sie nicht akzeptieren, denn ich glaube an die Schöpfungsgeschichte der Bibel."
    Ich meine, auf seinem Gebiet kann er sicherlich ein guter Wissenschaftler sein, aber in Sachen Biologie würde ich ihm nicht unbedingt vertrauen.

    Punkt 11 unterstützt »den Geist des freien Forschens und des Lehrens von Wissenschaft«, fügt aber sogleich hinzu, dass das »freie Forschen« keinerlei religiöse, esoterische oder spirituelle Sichtweise mit einbeziehen dürfe, denn dies wäre eine »Einmischung«. Sie sind »gegen jede religiöse oder anderweitige Indoktrination« – und fördern gleichzeitig eine materialistische Indoktrination, die aus ihrer Sicht jedoch keine Indoktrination ist, sondern »Wissenschaft«, wobei sie fälschlicherweise Wissenschaft mit materialistischer Interpretation gleichsetzen und vom Dogma ausgehen, Wissenschaft dürfe nur materialistisch sein. So drehen sie sich in einem Zirkelschluss und behindern das freie Forschen, denn die wahrhaft freidenkenden Menschen, die sich nicht auf einen Materialismus bzw. Atheismus beschränken, haben in den Bereichen der alternativen Forschung (Metaphysik, Parapsychologie, multidimensionale Physik, Psychosomatik, Geistheilung, Informationsmedizin usw.) seit über 100 Jahren und erst recht in den letzten Jahren und Jahrzehnten Erkenntnisse gewonnen, die der Menschheit vollkommen neue Bereiche von Wissenschaft und Selbsterkenntnis eröffnet hätten – wenn die materialistisch-intellektuelle Elite diese Forschung nicht von vornherein abgelehnt und diskreditiert hätte (und nicht selten sogar bekämpft). Würde diese Forschung – gemäß dem Prinzip der Gleichbehandlung und der gleichen Rechte – genauso gefördert wie jene Forschung, die materialistischen und atheistischen Weltbildern entspringt, hätten Begriffe wie Wissenschaft, Objektivität und Humanität längst eine neue Bedeutung und Dimension gewonnen.

    http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbild…eklaration.html

    Es war ja auch irgendwie klar, dass der Kopp-Verlag so etwas schreiben würde.
    Mich würde dabei aber interessieren, was für Forschung es denn in den Bereichen "Metaphysik, Parapsychologie, multidimensionale Physik, Psychosomatik, Geistheilung, Informationsmedizin usw." denn geben könnte. Anders gelesen schreibt der Kopp-Verlag hier, dass sich die Wissenschaft jede Art von Pseudowissenschaft einverleiben sollte.

    In der Realität aber ist es selbstverstständlich so, dass wenn entsprechende Phänomene nachgewiesen werden, deren Erforschung in die Wissenschaft aufgenommen wird. Beispiel (Psychosomatik). Stattdessen scheitern diese ganzen "übernatürlichen" Methoden regelmäßig, wenn sie einmal unter kontrollierten Bedingungen beispielsweise von der GWUP untersucht werden, Kinder, die nach Hamers Empfehlungen behandelt werden sterben, etc.
    Wenn man mal Videos von Kent Hovind mit einem Saal voll Kinder gesehen hat, dann weiß man, wogegen man ist:
    Achtung, Disturbing Content!
    http://www.youtube.com/watch?v=p0cLk0CpdxY
    Das muss unsere Aufgabe sein, dafür zu sorgen, dass man öffentlichen Schulen Fakten lehrt.

    Die Erkenntniss, dass es für keine Religion ausreichend Belege gibt, um zu glauben, dass eine spezielle Religion richtiger ist als eine andere oder dass es überhaupt einen Gott gibt, ist nur der nächste Schritt.

    Wir könnten ein Spiel daraus machen:
    Jeder Gläubige beschreibt den Gott oder die Götter, an die er glaubt, und schreibt eine Liste von Gründen auf, warum sein Glauben plausibler ist als der seines Vorredners.

    Ich denke, man kann sich ziemlich sicher sein, was da herauskommt.
    Es gibt im Endeffekt nur die Alternativen: Man glaubt "in's Blaue hinein" irgendetwas oder man glaubt nur, was wirklich gesichert wahr ist.

    Ich glaube aber auch nicht, dass ich wegen dieser Haltung irgendwie engstirnig oder nicht offen für Neues wäre.
    Freie-Energie-Maschinen fände ich toll. Davon abgesehen sind ja viele dieser Entwürfe gar nicht mal sooo abwegig. Zum Beispiel aus dem Erdgravitationsfeld Energie abzuziehen könnte durchaus funktionieren. Auch eine bisher unbekannte Energieform umzuwandeln wäre möglich. Aber: Das wäre dann gleichzeitig der Beweis für deren Existenz und würde sofort wissenschaftlich untersucht werden.
    Wenn jetzt Leute wie Mino737 mit seinem Felix-Generator ankommen, soll ich ihm dann einfach Glauben?
    Ich erinnere mal an diese Threads:
    Unsere wissenschaftlich begründete Weltanschauung im Biosystem3000 (Oh weh, wie habe ich damals nur geschrieben…)
    Biosystem3000 und Felix-Generatoren
    Nichts ist dabei herausgekommen und er ist wieder dahin verschwunden, wo er herkam. Seine Webseiten werden auch nicht mehr aktualisiert. So ein großer Erfolg kann sein Biosystem 3000 ja nicht sein.

    Und so sehe ich das bei vielen Themen. Wenn jemand etwas behauptet, sei es, ob er eine Freie-Energie-Maschine hat, ob er etwas über einen Gott weiß oder ob er die Verschwörung hinter 9/11 kennt: Oft fehlen einfach die Belege. Da ist man doch deutlich besser dran, wenn man offen sagt: "Ich weiß es nicht". Dann ist es nur noch der kleine Schritt, dass man es auch noch für unplausibel hält, und schon ist man im Falle eines Gottes ein Atheist.

    Was genau dieser "militante" Atheismus sein soll, habe ich jetzt aber immer noch nicht verstanden. Ist man ein militanter Atheist, wenn man sich dafür einsetzt, dass in Schulen nicht Pseudowissenschaft wie Kreationismus gelehrt wird? Ist man ein militanter Atheist, wenn man sich dafür einsetzt, dass Staat und Kirche getrennt werden? (Wäre man dann schon militant, wenn man die Scharia nicht als als offizielles Recht will?)

    Hi,

    Ich nehme einmal den Konflikt um Isreal als Beispiel.
    Den Konflikt mit Israelis - Palästinenser kennen wir alle. Ich möchte das ganze aber von einer höheren Ebene aus betrachten:
    Worin liegt denn nun eigentlich das Problem, einfach in einer Stadt zusammenzuleben? Warum genau zieht man denn nun Mauern und Zäune, vertreibt seine Nachbarn mit Gewalt und greift zu den Waffen?

    Wie kann ich mir das Gespräch mit dem Nachbarn vorstellen?

    "Ich glaube an Allah". - "Ich glauben an YHWH". - "Ok, dann bringe ich dich jetzt um."
    vs
    "Ich glaube an Allah". - "Ich glauben an YHWH". - "Ok, ist mir ziemlich egal, was du glaubst."

    "Hallo, ich bin Jude, ich bin hier eingewandert und wohne jetzt neben dir" - "Ok, dann vertreibe ich dich jetzt oder bringe dich um."
    vs
    "Hallo, ich bin Jude, ich bin hier eingewandert und wohne jetzt neben dir" - "Ok, kein Problem, ist ja schließlich genug Platz hier."

    usw.

    Im Endeffekt fällt mir dann eigentlich nichts ein, was diesen Hass wirklich begründen würde.
    Wenn ich darüber nachdenke, komme ich immer wieder bei solchen lächerlich kleinen Problemen an, die eigentlich gar keine wären, wenn man sich einfach nicht gegenseitig angreifen würde.

    Viele haben bisher behauptet, Freie-Energie-Maschinen gebaut zu haben, aber irgendwie ist es dann doch immer nur bei Behauptungen geblieben.

    Deshalb meine Frage: Gibt es denn eine einzige, die nachweisbar funktioniert?
    Ich meine mit nachweisbar: Es gibt nicht nur ein Video (in schlechter Qualität) und sonst keine Informationen.

    Idealerweise wäre ein vollständiger Bauplan gut. Offenbar arbeiten ja so extrem viele Hochbegabte an diesem Thema, also bin ich guter Hoffnung, dass einer davon so ein Projekt auch einmal professionell Dokumentiert hat.

    Ich bin auch skeptisch, dass das Erdmagnetfeld stark genug ist, ein Auto anzutreiben. Gibt es da etwas mehr Material zu als wahrscheinlich 80 Jahre alte Dokumente?