Beiträge von Nubok
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Ein frei verfügbares (Creative Commons) Buch, auf welches ich soeben gestoßen bin:
H. Jerome Keisler (http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Jerome_Keisler)
Elementary Calculus: An Infinitesimal Approach (http://en.wikipedia.org/wiki/Elementar…esimal_Approach)Lesen und downloaden kann man es unter: http://www.math.wisc.edu/~keisler/calc.html
In diesem Buch handelt es sich um ein Lehrbuch über Differential- und Integralrechnung mittels Nichtstandard-Analysis. Bei Nichtstandard-Analysis handelt es sich um einen alternativen Zugang zur Analysis, welcher sich bislang in der mathematischen Lehre noch nicht so weit verbreitet hat, aber von Befürwortern als deutlich einfacher zugänglich gesehen wird als der "übliche" Weg Analysis zu lehren.
Die Grundidee hinter Nichtstandard-Analysis ist es, die reellen Zahlen in die sogenannten hyperreellen Zahlen einzubetten, welche auch infinitesimal kleine und große Zahlen enthalten.
Am Beispiel von Ableitungen erklärt heißt das, statt mittels Grenzwerten von Differenzenquotienten Ableitungen einzuführen (wie es jedes Standard-Analysis-Lehrbuch macht), auszunutzen, dass sich durch die hyperreellen Zahlen Ableitungen auf ganz natürliche und einfache Weise erklären lassen (einfach den Differenzenquotient bezüglich einer infinitesimal kleinen Differenz bilden und "die reelle Zahl als Ergebnis nehmen, die infinitesimal nah dran liegt").
Wie schon erklärt: die Verwendung von Nichtstandard-Analysis insbesondere in der Lehre ist nicht vollkommen unumstritten (siehe z. B. http://en.wikipedia.org/wiki/Criticism…andard_analysis), jedoch macht euch am besten euren eigenen Eindruck.
Das Buch gibt es kostenlos online und solange ihr euch vor Augen haltet, dass es sich nicht um den "offiziellen", sondern um einen selten gelehrten alternativen Weg handelt, Differential- und Integralrechnung einzuführen, kann "eigentlich" beim Lesen nichts schief gehen.
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Eine wertvolle Infoseite, die ich noch hinzufügen möchte (allerdings in Englisch):
mathworld.wolfram.com - ein kostenloser Service von C.Wolfram & E.W.Weisstein
Auch die Mengenlehre wird dort behandelt: "Foundations of Mathematics".Insgesamt empfehlenswert. Es gibt allerdings eine Sache, die mir persönlich (!) nicht so gut gefällt:
Es werden zwar schön die Objekte definiert, aber man findet kaum etwas über wichtige Sätze und Eigenschaften der Objekte.
Ein Beispiel dazu (die mathematischen Details müsst ihr nicht verstehen!): http://mathworld.wolfram.com/CharacterTable.html
Man kann zeigen, dass bei einer endlichen Gruppe die Anzahl irreduzibler Darstellungen (mit Vielfachheiten) - Zeilen in der Charaktertabelle - gleich der Anzahl an Konjugiertenklassen - Spalten in der Charaktertabelle - ist. Dies hat zur Konsequenz, dass jede Charaktertabelle gleich viele Zeilen wie Spalten hat. Im genannten Artikel findet man nichts darüber.
Aus Neugierde: was ist dir eigentlich an der Mengenlehre so wichtig? Klar: bis vor - sagen wir mal - 30 Jahren (mittlerweile bevorzugt man manchmal die Verwendung von Kategorien statt oder als Ergänzung zu Mengen) hat man in der Mathematik praktisch alles auf Mengenlehre aufgebaut. Dennoch stellt Mengenlehre für die meisten mathematischen Zwecke mehr ein Werkzeug dar als einen Selbstzweck.
Und hier auch noch ein "Kompaktkurs Mengenlehre" (deutsch) bei http://www.mathematik.net/mengen/12.htmKurz: nicht empehlenswert.
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Eine Seite, die ich guten Gewissens empfehlen kann:
Tricki
Ein Wiki über mathematische Problemlösungstechniken. Wer Zweifel an der Seriosität hat
, dem sei gesagt, dass unter anderem Timothy Gowers (http://en.wikipedia.org/wiki/Timothy_Gowers - Fields-Medaille 1998 ), Ben J. Green (http://en.wikipedia.org/wiki/Ben_J._Green) und Terence Tao (http://en.wikipedia.org/wiki/Terence_Tao - Fields-Medaille 2006) dort Autoren sind.---
Außerdem möchte ich noch auf http://planetmath.org aufmerksam machen (Wikipedia-Artikel dazu: http://en.wikipedia.org/wiki/PlanetMath
diese Seite hat eine ähnliche Zielsetzung wie das bereits erähnte MathWorld, ist allerdings als Wiki organisiert mit Qualitätskontrolle durch ein Inhaltskomitee.Ist "chaotischer" als MathWorld. Mein privater Eindruck ist jedoch, dass es zu mehr Themen etwas hat (wenn auch zu vielen nur sehr kurze Artikel). Dennoch könnte es für einige Leute vielleicht hilfreich sein...
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Das klingt für mich plausibel.
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braucht die mathematik beweise?
Ja, darum geht es exakt in der Mathematik.
Zitat von Abraxas
da ein Axiom wie so ziemlich alles aus der "Philosophie" entstanden ist, kann es hilfreich sein zu wissen,
was ein Axiom ist und welche Formen es von Axiomen gibt.Wie in der Mathematik der Axiomenbegriff gehandhabt wird, lässt sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Axiom#ein…Axiombegriff.29 nachlesen.
Letzten Endes ist es jedem privat überlassen, auf Basis welcher Axiomatik man arbeitet. Dennoch haben sich in der mathematischen Forschung einige Axiomensysteme durchgesetzt (wichtig: solange ein Axiomensystem widerspruchsfrei ist, gibt es keinen Grund dieses als besser/schlechter oder richtiger/falscher als ein anderes zu betrachten - es hängt alles davon nur davon ab, was man beschreiben will).
Aber da Abraxas den Wunsch brachte, dass ich einige verbreitete Axiomensysteme liefern soll, will ich gerne dem Wunsch nachkommen:
Axiome für Mengenlehre:
- Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre mit (ZFC) oder ohne (ZF) Auswahlaxiom: http://de.wikipedia.org/wiki/Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre
Als "moderne Alternative"/Ergänzung (je persönlicher nach Meinung) zur Mengenlehre verbreitet sich seit den 60er-Jahren immer mehr die Kategorientheorie:
Axiome für algebraische Objekte:- Gruppenaxiome: http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenth…Gruppenbegriffs - habe ich im Beitrag vorher erläutert
- Analog lassen sich auch Ringaxiome, Körperaxiome, Vektorraumaxiome, Monoidaxiome (oder was für ein algebraisches Objekt ihr modellieren wollt) aufschreiben
Axiome für Wahrscheinlichkeitsräume:- Wenn man Wahrscheinlichkeitsräume axiomatisch beschreiben will, werden gelegentlich die Kolmogorov-Axiome verwendet: http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrschei…_von_Kolmogorow
- häufig bevorzugt man es jedoch, einen Wahrscheinlichkeitsraum als Spezialfall eines Maßraums zu modellieren
Topologie:- Axiomatik eines topologischen Raums: http://de.wikipedia.org/wiki/Topologischer_Raum#Definition
Analysis:- Metrischer Raum: http://de.wikipedia.org/wiki/Metrische…male_Definition
- Axiome für reelle Zahlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Reelle_Za…_reellen_Zahlen (wobei je nach Lehrbuch statt der axiomatischen Einführung der reellen Zahlen auch stattdessen die Konstruktion eines direkten Modells der reellen Zahlen bevorzugt wird; mehrere Möglichkeiten dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Reelle_Za…tionalen_Zahlen)
Nur um mal schnell die Axiomensystem zu liefern, die mir mal "gerade eben schnell" einfielen. Euch sollte insbesondere klar werden, dass man die Dinge, die man beschreiben will (was dies auch immer ist), schlicht und einfach streng formal und widerspruchsfrei aufschreibt, so dass man Beweise darüber führen kann.
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Cherub
Das was Nubok gemacht hat sollte dich motivieren, dies gleich zu tun und ebenfalls solcherlei gute Werke hochzuladen bzw. zu verlinken.
Selbst durch Qualität überzeugen ist besser als laufend andere zu kritisieren.Also ich habe den Kommentar von Cherub als Lob empfunden und absolut in Einklang mit dem, was du in deinem Beitrag ausdrücken willst. Es mag sein, dass Cherub in der Vergangenheit aus irgendeinem Grund in dem von dir kritisierten Punkt negativ aufgefallen ist (worüber ich nichts weiß) - aber ich verstehe nicht, warum du das an dieser Stelle kritisierst.
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In dem Punkt, dass das angeboten wird, was Universitäten vermitteln - das stimmt sicherlich nicht.
Das, was Fachschulen anbieten - mag sein. Aber wenn du Recht hast, ist dies nur ein Zeichen dafür, wie Schüler im Mathematik-Unterricht in den Schulen verdummt werden.
Zitat
Ergänzungen, die darüber hinausgehen & alternative Lehr- und Lernmethoden sind mehr als willkommen!Das Problem mit der Vermittlung von Mathematik ist und bleibt, dass es in Mathematik zentral um formale Beweise geht. Das ist heute so und ist schon seit mehreren hundert Jahren immer so gewesen (einige sagen sogar: mehrere tausend Jahre, womit sie sich auf Euklids Elemente beziehen, das Buch, wo die axiomatische Methode erstmals auf die Geometrie angewendet wurde).
Heißt: wir fangen mit einer Menge an Grundeigenschaften (Axiome) an - den Rest leitet man daraus her (nun gut: um Dinge etwas einfacher zu halten, beginnt und arbeitet man häufig auf einer etwas höheren Ebene - was keinen Widerspruch darstellt). Davon vermittelt die Schule praktisch gar nichts (vielmehr wird hier stupides Herumrechnen praktiziert).
Ich gebe ein Beispiel (welches in meinem AG-Skript auch halbwegs ausgearbeitet zu finden ist - siehe Abschnitt 2.3.2).
Definition: Eine Gruppe ist ein Paar (G, *), bestehend aus einer (nichtleeren) Menge G und einer Abbildung
G x G -> G (unter der ihr euch bitte erst einmal nichts vorstellt!), welche folgende Eigenschaften (G1)-(G3) erfüllt:
(G1) * ist assoziativ, d. h. für alle a, b, c aus G gilt: (a * b) * c = a * (b * c)
(G2) es gibt ein Element e in G (im Skript habe ich es mit 1G bezeichnet), für welches gilt: für alle g aus G gilt: e * g=g; e ist also linksneutral
(G3) für jedes Element aus g aus G gibt es ein Element g^{-1} mit g^{-1} * g = e (d. h. es existiert zu jedem g aus G ein bezüglich des linksneutralem Elements e linksinverses Element g^{-1})Aus diesen drei Axiomen können wir schon eine Menge an Eigenschaften, die jede Gruppe erfüllen muss, herleiten:
- das linksneutrale Element e muss auch rechtsneutral sein (Lemma 66 im Skript), d. h. es gilt für alle g aus G: g * e = g
- es kann kein weiteres Element f, ungleich e, in G geben, welches für alle g aus G erfüllt: f *g = g (Lemma 67)
- das linksinverse Element ist für jedes g aus G eindeutig bestimmt und ist außerdem auch rechtsinvers (Lemma 68) - somit brauchen wir nicht mehr zwischen links- und rechtsinvers unterscheiden und können einfach vom inversen Element von g sprechen
- wenn wir das Inverse des Inversen bilden, kommt das ursprüngliche Element heraus (das zu beweisen, habe ich als Übungsaufgabe formuliert; Aufgabe 70 Punkt 1)
- Das Inverse von a * b (also (a*b)^{-1}) lässt sich aus a und b berechnen: nämlich mittels b^{-1} * a^{-1} (Aufgabe 70 Punkt 4)
Das nur als ein kleines elementares Beispiel.Es sollte klar sein, dass die ganzen/rationalen/reellen/komplexen Zahlen bezüglich der Addition eine Gruppenstruktur aufweisen. Auch die Multiplikation von von 0 verschiedenen rationalen/reellen/komplexen Zahlen bildet eine Gruppe. Des weiteren bildet die Hintereinanderausführung von bijektiven (d. h. jedes Element des Bildbereiches hat ein eindeutig bestimmtes Urbild) Abbildungen einer Menge auf sich selbst ebenfalls eine Gruppe.
Dies nur, um den Zusammenhang zu bereits Bekanntem zu liefern.
Und ich habe hier nur ganz elementar an der Oberfläche gekratzt (wenn ihr jetzt schon Schwierigkeiten hattet zu folgen: bedankt euch bei eurem Mathe-Lehrer dafür, dass er euch verblödet hat).
Analog funktioniert das in der Mathematik fast überall: man fängt mit Axiomen an und irgendwann landet man dann bei den Sätzen, die einen interessieren.
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Respekt zu diesem Skript [...]
Es ist immer wieder schön zu sehen wie Mitglieder dieses Forums so "nebenbei" ohne viel Aufhebens die tollsten Sachen einstellen!
Dinge mit Kompetenz und Sachverstand .
Im Gegensatz zu einigen,die überheblich ihre vermeintlich wissenschaftlichen oder spirituellen Fähigkeiten arrogant raushängen lassen und nur heiße Luft als
Beitrag raushauen !!!Naja, ich betreibe eine Art von "Aufwandsökonomie". Während viele Menschen nur an "momentanen Aufwand" denken und versuchen, ihm mehr oder weniger aus dem Weg zu gehen, treibe ich häufig etwas mehr Aufwand, wenn ich mir später dadurch Arbeit erspare.
Am Beispiel des Skriptes: es ist vielleicht 20-30% mehr Arbeit, wenn ich den Stoff für meine AG digitalisiere. Dafür kann ich das Material sehr einfach wiederverwenden, anpassen, erweitern etc., wenn es sein muss, was in der Summe sogar Arbeit erspart - wenn es auf Papier geschrieben wäre, würde es viel aufwändiger werden (von meiner Ordnung ganz zu schweigen...
). Als Nebeneffekt kommt dann auch noch ein Skript dabei heraus...Zudem war 2008/2009 (2008: Jahr der Mathematik) die Situation, dass etwas mehr Fördergelder als sonst üblich im Bereich Begabtenförderung Mathematik flossen. Ich nutzte dies dafür, um einige Teile im Skript umzuarbeiten.
Übrigens plane ich - sofern es meine Zeit zulässt - in den nächsten Wochen als kleines Experiment ein paar Teile des Materials in einer vollkommen neuen Form zu veröffentlichen, die besser für das Selbststudium geeignet ist. Quasi als kleiner Teaser...

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Ich will den Wert deiner Recherchen nicht im geringsten in Abrede stellen
Allerdings bebin ich seit Jahren in der Begabtenförderung im Bereich aktiv und kann ehrlich sagen: fast alles, was man an Material zu Mathematik (dem Schulfach!) so findet oder verkauft wird, ist schlichtweg untauglich.
Warum das? Ganz einfach: während Mathematik in der Schule als "stupides Rechen-Fach" gelehrt wird, hat das gleichnamige Schulfach in meinen Augen nichts (oder sagen wir höflich: kaum etwas) mit Mathematik zu tun. In den 60er-Jahren gab es unter dem Namen "neue Mathematik" (http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Mathematik) einen Versuch, dies wenigstens ein bißchen zu bereinigen - aber die Eltern-Proteste waren so immens, dass unsere Politiker ziemlich schnell da wieder zurückgerudert sind.
Wer mir nicht noch nicht glaubt, dass der Mathematik-Unterricht in der Schule schlicht und einfach untauglich ist, den gebe ich folgendes Beispiel an die Hand: es ist (kein Scherz!) so, dass wenn man Mathematik, Informatik, irgendeine Ingenieur-Wissenschaft oder Wirtschaftswissenschaften in Deutschland studiert, in den ersten beiden Semestern man in Form von "Lineare Algebra"- und "Analysis"-Vorlesungen (je nach Universität andere Namen, aber selber Inhalt) nochmal große Teile des Oberstufen-Stoffs mehr oder weniger "richtig" lernt. Und das mit sehr gutem Grund. Ich könnte einiges mehr zu diesem Thema erzählen, aber da einiges falsch verstanden werden könnte, will ich dies nicht hier machen.
Um dieser Verblödung Einhalt zu gebieten, habe ich (bzw. seit einem Semester ergänzt um Material eines Kommilitonen) seit Jahren viel von dem Material, welches ich in der Begabtenförderung Mathematik in der Oberstufe verwendet habe (ergänzt um ein paar Dinge, die man hätte machen können) als Skript digitalisiert:
http://www-e.uni-magdeburg.de/wkeller/mathe_ag/
Ich bin mir vollkommen bewusst darüber, dass ziemlich sicher allerlei Fehler enthalten sind. Des Weiteren sind einige Teile deutlich ausführlicher ausgearbeitet als andere. Außerdem sollte ich mir mal die Arbeit machen, einiges umzustrukturieren. Nicht zu vergessen auch, dass sich ein paar Teile in der verwendeten Notation ein wenig unterscheiden.
Vielleicht hilft es dennoch einigen Leuten weiter.
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Ich finde das ganze wunderschön.
Am besten Kopfhörer einstecken.Vielleicht noch ein paar weitere Informationen dazu (Quelle: http://oz.wikia.com/wiki/Infinite_Oz
ZitatInfinite Oz is an online Flash interactive animation which allows users to explore the various settings for the Outer Zone. It was a promotional animation for the 2007 sci-fi channel miniseries Tin Man.
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Durch den Merkspruch:" Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unsere neun Planeten." kann man sich sehr gut die Namen der Planeten des Sonnensystems merken. Die Anfangsbuchstaben der Wörter des Satzes stehen für Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus Neptun und Pluto, wobei Pluto wie oben erwähnt keine Planet sondern nur noch ein Zwergplanet ist.
Da Pluto ja nun kein Planet mehr ist, ändern wir den Merkspruch besser in "Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel" ab.

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die Fachleute haben gesprochen - prima

Ich verwende htaccess für meine selbstgeschriebenen Sachen und weiß aber von der forensoft von der ich ja auch sprach das dort eine andere Methode verwendet wird oder nur teilweise htaccess.HTTP-Authentication wird meist deswegen ungern verwendet, weil der Dialog, in dem die Login-Credentials abgefragt werden nicht designerisch angepasst werden kann.
Zitat
Also wie schön in eurer Diskussion herausgekommen ist sind die allermeisten Benutzer des Internets nicht in der Lage sich Wege zu suchen, wenn Oberflächen zwischen ihnen und dem Server liegen die entsprechend manipuliert werden können um das zu realisieren wovon ich sprach. Es wäre beispielsweise bezüglich Apache die Möglichkeit im Filtermodul etwas zu implementieren das bestimmte ips versteckt je nach anfragenden ips.Natürlich wird das einen Hacker oder einen versierten Benutzer nicht abhalten, aber es wird die Masse abhalten.
Weil die Browser immer mehr in die Richtung entwickelt werden, das www zu einem Konsum-Medium zu degradieren. Wie ich unter 101_browser einen Ausblick gegeben habe, arbeite ich daran, dass vielleicht in ein paar Jahren sich daran etwas ändert.
Zitat
Ein beliebtes Beispiel ist da z.B. der Internetexplorer. (Ich weiß nicht ob es noch bei der aktuellen Version gilt) Lange Zeit hat der nämlich einfach den css 2.0 Standard nur fehlerhaft dargestellt was vor allem Tabellen und positionierung von Bereichen betrifft.
Seiten die problemlos mit Mozilla, Firefox und opera vollständig zu sehen waren zeigte der Internetexplorer nur zur hälfte nä,mlich erstaunlicherweise die Linke Hälfte
Ein IE-Benutzer konnte das nur daran merken das ein anderer ihm sagte da fehlt was!
Also es geht nicht darum in meiner Argumentation das prinzipiell der Weg vom Benutzer zu bestimmten Webseiten gesperrt werden, sondern das die Masse den Weg nicht findet.
Es gibt genug Suchmaschinen (Google, Bing, Clusty, DuckDuckGo etc.), die man benutzen kann, um die Informationen zu finden. Meiner Meinung nach ist die Masse einfach faul.
ZitatAlles anzeigen
Derzeit kommt das nächste an den Tag.
Wer nicht einen speziellen Zugang bezahlt wird mit längeren Wartezeiten zu tun bekommen.
Wie wird das denn geregelt?
Wenn ich sehe wie derzeit das Händy und das Internet "Fernsehtauglich" gemacht wird kann ich mir vorstellen, das die Performance erheblich gesenkt wird für den Einzelnen.
Damit die Fernseh-Streams dann überhaupt funktionieren und nicht abreissen müßte schon eine Art privilgierung bestimmter Verbindungen oder Pakete stattfinden.
Und genau so wirds wohl sein. Auch das wird zum größeren Teil eher über die Oberflächen kontrolliert als im Kern des Protokolls implementiert stattfinden.Ja, Netzneutralität ist ein sehr kritisches Thema. Rein technisch ließe sich das jedoch auch implementieren, ohne die Netzneutralität zu verletzen. Und zwar bietet das IP-Protokoll auch sogenannte Broadcasts an:
> http://de.wikipedia.org/wiki/BroadcastDiese werden im globalen Internet ignoriert, aber können rein technisch im Subnetz des Providers umgesetzt werden, so dass der Provider Fernsehdienste anbieten kann. Fragt sich nur, ob die Provider so intelligent sind, das zu erkennen...
ZitatAlles anzeigen
Und es ist auch gut in eurer Diskussion heraus gekommen, das es nun entscheidend wird die Spuren im Netz nicht zu hinterlassen, dabei spielt es überhaupt keine wesentliche Rolle in einem bestimmten Aspekt, ob der Benutzer dabei identifizierbar ist, Alein die Häufigkeit der Besucher eines bestimmten Themas kann signifikante Aussagen über soziale Bewegungen geben.Das schon erwähnte Web-Robot-Projekt, was ursprünglich mal für die Börse gemacht wurde, nun aber alle relevanten Themen untersucht sagtr für den 21.12.2012 eine Katastrophe voraus. Naja für die Massen an Seiten die dieses Thema behandeln kann der Robot auch keine andere evidenz errechnen und eigentlich ist das schon vorher klar gewesen
aber welche Wirkung haben solche "Prophezeiungen" wenn der Effekt der selbsterfüllenden Prophezeiung hinzugenommen wird?Ich will darauf hinaus, das eine Monostruktur in Sachen Oberflächen, wie sie durch facebook etc. etabliert werden oder auch die fast gleich aufgebauten PHP-Foren z.B. darstellen den Robots es wesentlich einfacher machen die sozialen Bewegungen vorauszusagen wann sie gefährlich werden können. Und ich wette das diese Informationen sehr wohl längst einbezogen werden in die Planung der Herrschaft. Und ich wette, das alle die dem System wirklich gefährlich werden könnten auf diversen Ebenen und mit diversen Methoden behindert gestört und beobachtet werden. Ein direkter Zugriff auf die Person oder eine direkte Sperrung wird tunlichst vermieden damit die tatsächliche Überwachung im Nebel der Verschwörungstheorien untertauchen kann.
Gerade deshalb mußte ich diesen Thread beginnen um eben darauf aufmerksam zu machen und eben eine Haltung zu demonstrieren. Ich bin mir klar, das ich nun langsam konsequent handeln muß, denn trotz dieser aufklärerischen Gedanken ändert sich nichts bisher hier im Forum.
Weiterhin sozial Bookmarks und facebook und twitter Button. Wenn wenigstens die Icons vom eigenen Server kämen und nur das Anclicken eine Aktion auslösen würde aber nichtmal das ist der Fall.
Ich habe übrigens mal einen Perlscript geschrieben der als Antwort nur ein leeres Gif zurück liefert und damit einen Seiten-Zähler realisiert. Und ich hätte den Apache dazu bringen können, das der Aufruf des Scriptes auch mit der Endung gif hätte laufen können, wenn ich alle anderen gifs ebenso von einem Script hätte senden lassen. Das hätte niemand bemerkt. Für google oder die anderen großen ist das kein Problem einen einzelnen Rechner nur für solche Aufrufe zu hosten. Das Log das mein script schrieb hat alle relevanten Daten protokolliert welche ich haben wollte. Und wenn ich dazu eine Statistik-Soft geschrieben hätte wäre es kein Problem gewesen das Surf-Verhalten der Besucher genauestens zu analysieren, also wann wer wo wielange war und woher er kam, welche internen Links er angeklickt hat und welches seine erste und letzte besuchte Seite war, aber auch wie oft er wiedergekommen ist, wenn ich dabei die Browserkennung in Relation zum ip-Bereich gesetzt hätte.
Wenn ich dann den Inhalt der Seiten geschickt gewählt hätte und einbezihe in die Statistik könnte ich herausfinden wie interessiert derjenige an bestimmte Themen ist und dementsprechend könnte ich sogar psychologische, soziale und wirtschaftliche Einschätzungen durchführen.
Der eigentiche Script war nur eine halbe Seite perlcode und die Protokollierung und Auswertung vielleicht 10 Seiten. Eine Statistik soft dazu wären vielleicht nochmal 50-100 Seiten. Mehr ist für sowas nicht nötig.So etwas in viel ausgefeilterer Form macht Google längst (auch für andere Webseiten-Betreiber; man informiere sich über "Google Analytics"). Dass dies auch für andere Webseiten möglich ist, wird extrem dadurch erleichtert, dass die Webstandards unter bestimmten Umständen eine Verletzung der Same-Origin-Policy erlauben. Findet selbst heraus, für welche Firma Ian Hickson, der Editor hinter dem HTML(5)-Standard
> http://www.whatwg.org/specs/web-apps/current-work/multipage/
arbeitet.. -
Warum sollte auch? Ich hab doch gesagt, dass es bei der ganzen Geschichte gar nicht um Sicherheit geht, sondern um Userfang.Dann haben wir wohl komplett aneinander vorbei geschrieben und stimme dir 100% zu.

Unter dieser Prämisse gelten in der Tat komplett andere Regeln, die ich jedoch an dieser Stelle nicht auflisten werde, um hier niemanden auf dumme Gedanken zu bringen.
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Ich halte diese Idee für etwas naiv.
Das Problem ist nämlich, dass immer mehr militärische Projekte als sogenannte "Dual-Use-Projekte" umgesetzt werden, d. h. es gibt für sie sowohl eine militärische als auch zivile Verwendung - dies macht sie sowohl kosteneffizienter als auch in der Gesellschaft einfacher akzeptierbar.
Kanonische Beispiele hierfür sind:
- Mercedes Unimog
- GPS
Wo will man da die Grenze zwischen militärisch/nichtmilitärisch ziehen?
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Nubok, das ist kein Sicherheitkonzept. Soll auch gar keines sein. Forensoftware hat diese Ausnahmeregelung für Bots aus einen ganz anderen Grund. Der Hintergedanke ist, das der 0815 User die Inhalte bei den Suchmaschienen findet, aber wenn er dann aufs Forum klickt, diese nicht sieht. Um weiter stöbern zu können muss er sich dann regestrieren, wenn er nicht weiß, wie man sich den Useragentstring von einem Bot verpasst. Letzteres trifft nun mal auf die Masse der User zu, deswegen funktioniert das auch. Weil diese Methode recht verbreitet ist, gibt es die Möglichkeit auch bei der meisten Standartsoftware.Da der User-Agent-String änderbar ist, hat man sicherheitsmäßig nichts gewonnen. Ganz im Gegenteil: die Nutzer wiegen sich in der Scheinsicherheit, dass der Zugriff nur für Leute, die registriert sind möglich ist.
Zum Argument, dass halbe Sicherheit besser ist als gar keine, hat der Sicherheitsexperte Felix von Leitner eine polemische Entgegnung geschrieben (anhand des Beispiels der Personal Firewalls; gilt aber auch für diese "Sicherheitsmaßnahme"): http://www.fefe.de/pffaq/halbesicherheit.txt
Eine wichtige Best-Practise der Mensch-Maschine-Interaktion (HMI) ist das "Principle of Least Surprise": http://de.wikipedia.org/wiki/Principle_of_Least_Surprise, welches im Wesentlichen aussagt, dass keine unerwarteten Überraschungen in der HMI auftreten sollten, weil das zu psychologischem Streß führt.
Ein ähnliches Prinzip gibt es auch in der IT-Sicherheit als Best Practise: "Principle of Psychological acceptability"
Zitat von
http://web.mit.edu/Saltzer/www/pu…tion/Basic.htmlZitat
Psychological acceptability: It is essential that the human interface be designed for ease of use, so that users routinely and automatically apply the protection mechanisms correctly. Also, to the extent that the user's mental image of his protection goals matches the mechanisms he must use, mistakes will be minimized.
Denn wenn die Sicherheitsmaßnahmen unangenehm auf die Nutzer wirken oder sich das System unerwartet verhält, werden sich die Nutzer dagegen wehren.In diesem Fall: Bots dürfen "ungefragt durch", während Nutzer erst nach Registrierung sich den Thread ansehen dürfen; Sicherheitsnutzen null (wie dargelegt) und für Nutzer unerwartet. Daher ist es klar, dass der Login-Zwang hier wie Nutzergängelung wirkt, wodurch wir eine Verletzung der Best Practise der "Psychological acceptability" haben.
ZitatWenn man ein Forenbereich richtig verdeckt, dann kann ein Bot ihn nicht abscannen. Ein Bot, wie auch der Mensch, kann den Bereich nur dann sehen und abscannen, wenn er sich mit Usernamen und Password eingeloggt hat und von Admin die Rechte bekommt, den Bereich zu sehen.
Gruß
Nein, es würde reichen, wenn jeder Zugreifer (ob Mensch oder Bot) gültige Login-Credentials liefern muss, wenn er auf einen "privilegierten" Thread zugreifen will. Das "Verstecken" von Bereichen dient nur zu Beruhigung von unerfahrenen Personen, dass diese nicht neugierig werden, was sich dahinter verbergen könnte (also psychologische Vorteile a la "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß"). Unter Sicherheitsaspekten bietet es keinen Vorteil.
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Anders herum. Bots sollen nicht die verdeckte/gesperrte Bereiche eines Forums scannen können. Oft ist die Forensoftware so eingestellt, das Bots verdeckte / gesperrte Bereiche sehen können - der menschliche User jedoch nicht. Wenn der Mensch das sehen will, muss er sich zunächst einloggen. Nun sollen der Bereich nicht nur für nichteingeloggte Nutzer verborgen sein, sondern auch für die Bots. Da muss man einfach die Ausnahmeregel für Bots streichen. Dann kann ein Bot auch nicht mehr dorthin.
Wenn du das so korrekt geschrieben hast (und es deutet für mich nichts darauf hin, dass dem nicht so wäre), sollte man dem Entwickler, der sich dieses Sicherheitskonzept ausgedacht hat, kündigen.
Warum? Es handelt sich hierbei um einen Bruch der Best-Practise des "Principle of Failsafe Defaults", welches angewendet auf diesen Spezialfall lautet, dass in der Standard-Einstellung alles, was nicht explizit erlaubt sein soll (insbesondere dann, wenn kein Verhalten definiert ist), verboten sein muss und des Weiteren jegliche Sicherheitsregeln, welche den Zugriff erlauben, dies auf Basis von Erlaubnissen, nicht jedoch Verboten tun.
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Die Regeln wer in welche Bereiche in einem Forum reingelassen wird, werden von der Forensoftware selbst gesetzt. Die Software prüft einfach ab, ob der ansurfende eine Botsignatur trägt oder nicht. Hat er keine Botsignatur, wird der Zugang verweigert/erst gar nicht angezeigt und wird nur erst nach dem einloggen (Username+Kennwort) gewähr und/oder angezeigt. Das lässt sich übrigens als normaler User problemlos umgehen indem man sich selbst eine Bot-Signatur verpasst, sich damit als Bot ausgibt und auch ohne Kennwort reingelassen wird und die verdeckten Bereich sieht. Wenn das denn so eingestellt ist.
Da dies von der Forensoftware geregelt wird, weiß ich nicht, was du mit Admintools willst, die haben damit nichts am Hut. Du loggst dich einfach als Admin im Forum ein und dann gibt es irgendwo die Einstellung, welche Benutzergruppen wo Zugriff haben. Und genau dort stehen auch die Bots als 'Benutzergrupp'. Du nimmst die raus und fertig. Oder aber du setzt sie eben aus werbetechischen Gründen rein. Der effekt und der Gedanke dahinter ist ist: Die Inhalte werden von den Suchmaschienen zwar angezeigt, aber man kann (auf den ersten Blick) einfach nicht drauf zu greifen. So will man mehr User dazu zu bringen, sich zu registrieren.
Nein, so einfach ist das nicht.
Vorab: ich hoffe, ich habe das Grundproblem richtig verstanden (nicht, dass wir aneinander vorbeireden): Informationen sollen im Internet für Menschen zugänglich sein, jedoch Bots sollen nicht darauf zugreifen dürfen.
Dazu müssen wir uns überlegen: wie kann der Server dazwischen unterscheiden, ob ein Mensch oder ein Bot vorliegt (und wie könnte man als gemeiner Bot-Programmierer diese Maßnahmen umgehen)?
Erste Möglichkeit: wir überprüfen, was im User-Agent-Eintrag des HTTP-Protokolls steht:
> http://de.wikipedia.org/wiki/User_Agent
(dies ist vermutlich auch die Variante, wie sie in den meisten Foren-Programmen eingesetzt wird).Problem ist: der Client kann ganz einfach selbst bestimmen, was er als User-Agent sendet. Somit müssen wir im Bot nur einstellen, dass er als User-Agent einen String eines bekannten Browsers benutzt...
Also nicht schwer umgehbar, wenn man will.Zweite Möglichkeit: Verwendung von Captchas:
> http://de.wikipedia.org/wiki/CAPTCHA
Hat den obligatorischen Nachteil bei Nutzern sehr unbeliebt zu sein. Wenn es gut programmiert ist (ganz häufig nicht der Fall!) auch nicht so einfach durch Bots umgehbar. Annahme, es ist gut programmiert - wie könnte man trotzdem einen Bot einschleußen: der Trick ist ganz einfach: wir lassen die Captchas durch Menschen lösen. Wie das?Möglichkeit 1: einfach das aktuelle Captcha "durch Chinesen o. ä." (nicht rassistisch gemeint! - in China gibt es Massen an sehr billigen Arbeitskräften für solche Aufgaben) lösen lassen und den Bot mit dieser Lösung weiterlaufen lassen. Kostet etwas Kleingeld, kann sich aber lohnen...
Möglichkeit 2: Social Engineering; hierzu ein real existierendes Beispiel aus den letzten Jahren: es wurde ein browserbasiertes Computerspiel entwickelt, bei dem man Captchas lösen musste. Für jedes richtig gelöste Captcha zog eine Frau auf dem Bildschirm ein weiteres Kleidungsstück aus. Muss ich mehr erzählen?

Wie gesagt: Captchas sind bei Nutzern unbeliebt...
Dritte Möglichkeit: Behavior Detection; dies setzt in einer sehr einfachen Variante beispielsweise auf der Grundidee auf, dass Menschen nicht 5 neue Seiten pro Sekunde laden; demnach kann man dann davon ausgehen, es mit einem Bot zu tun zu haben und kann die IP (oder IP-Block) für ein paar Stunden (wegen ggf. dynamischen IP-Adressen macht man im Allgemeinen keine komplette Sperrung) auf eine Blacklist zu setzen. Ausgefeiltere Varianten könnten auch die Aufrufhistorie analysieren o. ä.
Umgehen ist machbar: in der einfachen Variante nicht allzu viele neue Seiten pro Sekunde laden; für die ausgefeiltere Variante nicht einfach Breitensuche zum spidern verwenden, sondern ein Verfahren, welches "menschlicher" wirkt
Wie man alleine schon an diesen drei Möglichkeiten (es gibt noch mehr) sieht: das wirklich sichere und benutzerfreundliche System, um Menschen von Bots zu unterscheiden, gibt es nicht. Hobby-Programmierer kann man abhalten, aber mehr auch nicht.
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Leider gibt es nicht wirklich ein effektives Mittel dagegen außer vielleicht flächendeckende Aufklärung. [...]
Ihr seht also ... selbst die etwas Mächtigeren sind machtlos
Und wie es Möglichkeiten gäbe, das Problem in Griff zu bekommen. Schon alleine, wenn Finanzunternehmen ihre Emails signieren würden (Standard: OpenPGP; http://de.wikipedia.org/wiki/OpenPGP#Signierung) und die Nutzer die Korrektheit der Signatur überprüfen würden, hätte 99% der Phishing-Mails keine Chance mehr. Damit man nicht mit den viele Nutzer überfordernden Zertfikatsystemen (Standard: X.509; http://de.wikipedia.org/wiki/X.509) konfrontiert wird, könnten die Finanzunternehmen doch direkt bei Aufnahme in die Kundenkartei einen Fingerprint ihres öffentlichen Schlüssels dem Kunden zur Verfügung stellen.
Ebenso das Spam-Problem: schon 2000 wurde in Form des Entwurfs von Internet Mail 2000 (http://en.wikipedia.org/wiki/Internet_Mail_2000) ein möglicher Entwurf eines Email-Protokolls veröffentlicht, welcher konzeptbedingt deutlich weniger empfindlich für Spam ist (die klassischen Email-Protokolle machen es Spammern konzeptbedingt äußerst leicht - wie man im Postfach sieht). Leider ist es bislang beim Entwurf geblieben...
Auch Google hat in den letzten Jahren unter dem Namen "Google Wave" (http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Wave) einen Versuch gestartet, Email endlich abzulösen. Leider überforderte Google Wave die Gewohnheiten der meisten Benutzer - daher wurde es von Google aufgegeben.Ich hoffe, dies demonstriert, dass es längst Lösungen gibt, die zumindest 99% der Probleme lösen würden. Leider sind die meisten Nutzer dafür viel zu träge. Daraus muss ich schließen, dass der Leidensdruck nicht allzu groß zu sein scheint, was wiederum zur Konklusion führt: worüber regt ihr euch also auf? (Provokation!)
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Wundert mich kein bisschen. Beim telefonieren war das aus den normalen Telefonkabinen so nervig,
dass Atmen Mitarbeiter sämtlicher Dienste zu hören, dass ich mich grundsätzlich in meinem Büro hab
anrufen lassen. (Darmstädter Nummer weitergeleitet und bei Flat kostenlos)Was mich dazu als technisch interessierter Mensch interessieren würde: warum wird bei den Abhörstellen überhaupt "in der Abhörstelle ein Mikrophon für den abhörenden Mitarbeiter drangeschaltet"?
Dadurch hat man doch das genannte Problem, dass es noch einfacher festzustellen ist, dass abgehört wird. Ebenso sehe ich keinen Vorteil für den Lauscher.
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Das ist nicht der Punkt. Bei den beobachtbaren Ausmaßen des Universums wäre das nicht wirklich verwunderlich.
Die ART lässt viele möglichen Universen zu und enthält darin noch keine zwingende Kausalität. Wir beobachten schlicht ein expandierendes Universum und ein solches lässt keine geschlossene Zeitkurven zu. Gödeluniversen sind statische Universen. Nebenher ist ein kausales Universum auch ganz konsistent zu anderen Dingen ist, wie das Entropiesatz. Wie du mit einem Teilchenbeschleuniger daran etwas ändern möchtest, erschliest sich mir nicht. Verwechselst du da was mit schwarzen Löcher?Gruß
Auf jeden Fall hat Gödel eine Lösung der ART-Gleichungen gefunden, in der durch ein rotierendes schwarzes Loch geschlossene Zeitkurven auftreten. Kann gut sein, dass der Begriff "Gödel-Universum" auch noch für etwas anderes belegt ist...