Zitat von Noisemaster
Zwischenzeitlich (ich glaub im 18. oder 19. Jahrhundert) wurde die Kartoffel als Teufelsfrucht bezeichnet, da sie unter der Erde wuchs- oder so. Der Anbau war damal verboten!
hierzu eine kleine anekdote:
Der Preu?enk?nig Friedrich der Gro?e (1712 bis 1786) erkannte als erster europ?ischer
Herrscher den Nutzen der Frucht. In dem leicht anzubauenden Nahrungsmittel, das auch auf
sandigen B?gen gedeiht, sah er eine M?glichkeit, die immer wiederkehrenden Hungersn?te zu
verhindern. Doch die ungewohnte Kost war mangels Aufkl?rung bei den misstrauischen Bauern
h?chst unbeliebt. Die Leute nahmen die hochgepriesenen Kartoffeln, rochen, schmeckten und
leckten daran. Man warf sie den Hunden zum Fra? vor, die sie aber verschm?hten. Damit war das
Urteil gegen die Kartoffel gesprochen. Da sie in der Bibel nicht erw?hnt wird, nannte man sie
?Teufelsfrucht?. Sie sei giftig, rufe Lepra und Ausschlag hervor und mache Frauen unfruchtbar.
Kirchenf?rsten wetterten gegen sie, ?rzte warnten vor ihrem Verzehr.
So lie? Friedrich der Gro?e zun?chst kostenlos Pflanzkartoffeln verteilen. Als das nicht den
gew?nschten Erfolg brachte, ordnete er 1756 den Anbau der verschm?hten Knolle an. Nichts
half! Da lie? er listig seine eigenen Felder durch Grenadiere bewachen. Das ?berzeugte, weil doch
wohl nur Wertvolles unter milit?rischen Schutz gestellt w?rde. Die bis dahin skeptischen Bauern
schlichen sich nachts hinaus und stahlen die Kartoffeln, w?hrend die Bewacher auf allerh?chste
Order beide Augen zudr?ckten.