[color=#000099][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Bildung beschreibt das Bemühen um die Ausbildung aller persönlichen Kräfte eines Menschen zu einem harmonischen Ganzen. [size=10] (W. von Humboldt)[/size][/font][/color][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]
Hier schreibt W.H. selbst, dass es sich im zusammengefassten Sinne um eine „AUS-Bildung“ des Menschen handelt, er hätte m.E. nach zu den persönlichen Kräften noch die persönlichen Fähigkeiten zufügen sollen. Damit ist auch eines klar, die Fähigkeiten und Kräfte sind nicht bei allen Menschen gleich. [/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Zu einem harmonischen Ganzen? Das ist ein frommer Wunsch – aber eben auch ein Ziel.
Der Mensch, der eine natürliche Herzensbildung hat, ist bereits ein harmonisches Ganzes, er kann gar nicht anders und das ist unabhängig von irgendeiner AUS-Bildung. Was W.H. meiner Meinung nach wünscht, ist, dass Menschen eine "gesellschaftskonforme" Erziehung erhalten mit möglichst viel Wissen, ausgelegt im positiven Sinne, gemäß den Möglichkeiten und Fähigkeiten des Einzelnen.[/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Ich sage ausdrücklich gesellschaftskonform, denn etwas anderes ist es nicht, der Mensch soll dahin geführt werden, dass er ein möglichst brauchbares und wertvolles Mitglied der Gesellschaft wird (und wie diese letztendlich aussieht, sei mal dahingestellt), der er angehört und er wird danach bemessen, vom wem? Natürlich von seinen Mitmenschen, der Gesellschaft.
[/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Also, um die Frage [/size][/font][font='Arial, Helvetica, sans-serif']"Was ist Bildung wirklich und wie wichtig ist sie uns?" zu beantworten, kann man schon gar nicht nach dem „uns“ fragen, sondern nur wie wichtig ist sie für den Einzelnen? Also für DICH?
Für einen Menschen, der in der Gesellschaft einen "höheren" Rang einnehmen möchte (will), ist sie mit das Wichtigste, und er wird danach streben möglichst viel Wissen in sich aufzunehmen und wenn er wirklich über vielseitige Fähigkeiten verfügt, wird er auch in der Lage sein, dieses Wissen für sich anwendbar zu machen. (ich lasse das gewinnbringend anwendbar mal weg, aber eben nicht ganz)
Ein anderer Mensch z.B. der zufrieden und glücklich mit sich und seiner Umwelt ist, dem es nicht wichtig ist, welchen Rang er in dieser Gesellschaft einnimmt, wird sich nur ausschließlich dem zuwenden, was für ihn wichtig für sein ganz persönliches Leben ist, er lebt und genießt es.
Das sind natürlich zwei Extreme, dazwischen gibt es viele Facetten. Demnach sollte die Frage anders gestellt werden, nämlich: wie wichtig ist Bildung für unsere Gesellschaft. Denn an erster Stelle ist es die Gesellschaft (der Staat) der Bildung für wichtig hält und es dem Einzelnen nahe bringt und ihn darauf ausrichtet, dass (AUS)-Bildung das wichtigste Fundament einer Gesellschaft darstellt. - (Schulpflicht) –
Im Grunde genommen, ist es ein Erziehungsprogramm, ausgerichtet auf die Interessen und Ziele des Staates mit der Zielsetzung, eine homogene Gesellschaft zu verwirklichen, wie gesagt, frommer Wunsch.
Damit will ich in keiner Weise ausschließen, dass jeder Einzelne selbst um Wissen und Bildung bemüht ist und selbst derjenige, der es nicht ist, kommt nicht umhin, Wissen in sich aufzunehmen, das Leben lehrt ihn, durch Erfahrungen.
Jo
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