Wikileaks auch im Schweizer "Exil" blockiert
03. Dezember 2010, 20:11
- Wikileaks betrachte seine Informanten als Helden, ohne deren Einsatz Journalisten unbedeutend wären, schrieb Assange von einem unbekannten Ort aus. Zu seiner eigenen Rolle erklärte er: "Auch wenn ich noch schreibe, recherchiere und untersuche, ist meine Rolle vor allem die eines Herausgebers und Chefredakteurs, der organisiert und andere Journalisten anleitet." Ein Fragensteller wollte wissen, ob Assange in seine australische Heimat zurückkehren wolle. Der in Schweden sowie international wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gesuchte Aktivist antwortete, dass er sein Land sehr vermisse.
Der
Gründer von Wikileaks hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Enthüllungen im Internet Dissidenten oder Informanten schaden könnten. Auf Fragen von Lesern der Tageszeitung "The Guardian" antwortete Julian Assange, niemand, "nicht einmal das Pentagon" habe dafür bisher einen glaubwürdigen Beleg geliefert.
[size=12]"Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen"[/size]
Das Katz- und Maus-Spiel um die Sperrung der Wikileaks-Website geht weiter: [color=#ff0000]Eine amerikanische Internet-Firma hat am Freitag auch die Schweizer Website mit den Wikileaks-Dokumenten aus ihrer Datenbank gelöscht und damit den Zugang unmöglich gemacht. [/color]Zuvor hatte der Domain-Name-Provider EveryDNS auch schon wikileaks.org als Hauptadresse der Enthüllungsplattform entfernt.
[color=#ff0000][size=12]wikileaks.ch war am Abend nicht mehr erreichbar[/size][/color]
Die Adresse wikileaks.ch war am Abend nicht mehr erreichbar. Eine Online-Recherche (Nameserver-Lookup) ergab, dass der Nameserver diese Adresse nicht mehr kennt. Die Schweizer Piratenpartei hatte wikileaks.ch bereits vor mehreren Monaten angemeldet - bei der Firma EveryDNS, die ihren Sitz in den USA hat. Wikileaks hatte am Freitag über Twitter mitgeteilt, dass man nun in Schweiz "übersiedelt" sei.
Angriffe
[color=#ff0000]EveryDNS begründete die Entscheidung zur Löschung von wikileaks.org mit "massiven" Hacker-Angriffen auf diese Adresse.[/color] Nach Angaben von Internet-Experten dürften solche "Denial-of-Service"- Attacken allerdings kein Grund sein, um eine Domain zu löschen.
Die Inhalte von Wikileaks sind allerdings nach wie vor unter anderen Adressen zu erreichen. Dazu gehören neben der direkten IP- Adresse 213.251.145.96auch mehrere Web-Anbieter, die die Daten auf ihrem eigenen Server "spiegeln".
Die Betreiber von Wikileaks informieren via Twitterüber den Stand der Dinge.
[size=12]"Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen"[/size]
Die Piratenpartei Deutschlands brachte Wikileaks ebenfalls auf ihren Servern unter. "Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen", erklärte Wolfgang Dudda vom Vorstand der Partei.
Wikileaks-Gründer Assange ist nach eigenen Angaben Todesdrohungen ausgesetzt. Er treffe entsprechende Vorkehrungen, um sich zu schützen, soweit dies in der Auseinandersetzung mit einer Weltmacht möglich sei, erklärte Assange am Freitag auf der Internetseite des britischen "Guardian". Auch andere Mitarbeiter der Enthüllungsplattform hätten Todesdrohungen erhalten.
[size=12]Neuer Haftbefehl[/size]
Assange wird in Schweden unter anderem der Vergewaltigung verdächtigt. Er hat die Vorwürfe bestritten. Nach einem Bericht der
britischen Zeitung "Independent" hält er sich in Südostengland auf und gab der Polizei seine Kontaktdaten. Die schwedische Justiz musste am Freitag wegen Formfehlern einen neuen Haftbefehl an die Behörden in Großbritannien übermitteln.
Der WebStandard auf Facebook
Link
213.251.145.96
http://twitter.com/wikileaks
Nachlese
Wikileaks lässt sich nicht aus dem Netz verbannen
[size=10]Quelle: Wikileaks auch im Schweizer Exil blockiert[/size]
"Doch ein wirklicher Angriff auf Wikileaks durch die US-Regierung dürfte ernstzunehmende Konsequenzen haben. Wikileaks hat nämlich eine sogenannte Versicherungsdatei angelegt und diese weltweit verteilt. Die Datei ist mit AES-256 verschlüsselt und gilt als durch derzeitige Technologie nicht knackbar. Unter anderem soll die Datei die Tarn- und Klarnamen aller amerikanischer Geheimagenten enthalten. Wikileaks kündigte bereits an im Fall der Fälle das Passwort zu der 1,4GB großen Datei zu veröffentlichen."
[size=10]Quelle Nonkonformist[/size]
WikiLeaks cables: Live Q&A with Julian Assange[size=12]
Assange bricht sein Schweigen[/size]
Wovor hat die Elite eigentlich solche Angst? - Es ist schon seltsam, dass man nicht die ahndet. die es "verbrochen" haben sondern diejenigen, die es public machen.