aus dem Buch von Anastasia
Vor ungefähr 10.000 Jahren gab es unter der Bevölkerung, die das damalige Europa und Asien, den nördlichen Teil Afrikas und den Kaukasus besiedelte, einzelne Menschen, deren Verbindung mit der Intelligenz des Universums teilweise oder völlig verlorengegangen war. Seither begann die Menschheit, sich auf die planetare Katastrophe zuzubewegen, gleich welcher Art, ob ökologisch, bakteriologisch oder atomar, so wie sie die Wissenschaftler prognostizieren, oder als Apokalypse, wie die alten Religionen sie nennen und sinnbildlich schildern."
"Einen Moment, Anastasia, ich verstehe den Zusammenhang der Erscheinung dieser ,Behinderten' mit der planetaren Katastrophe nicht."
"Du hast ganz richtig das aktuelle Wort 'Behinderte' für sie gebraucht. Ja, diese Menschen waren behindert, sie waren keine Vollwertigen Menschen. Was braucht nun aber ein Mensch, der zum Beispiel nicht sehen kann?"
"Jemanden, der ihn führt."
"Und ein Mensch, der nicht hören kann?"
"Ein Hörgerät."
"Und ein Mensch ohne Arme oder Beine?"
"Prothesen."
Diesen Behinderten fehlte aber etwas viel Entscheidenderes - die Verbindung mit der Intelligenz des Universums. Deswegen verloren sie auch alle Kenntnisse, mit deren Hilfe die Erde hätte vervollkommnet und verwaltet werden können. Stell dir die Besatzungsmannschaft eines supermodernen Raumschiffes vor, die neunzig Prozent ihres Verstandes eingebüßt haben. Ohne etwas zu begreifen, beginnen sie die Wandverkleidung des Raumschiffes abzureißen und ein Feuer in der Kabine zu machen, Geräte der Steueranlage wegzunehmen und sich Schmuck und Spielzeug daraus zu basteln. Mit einer solch verrückten Besatzung könnte man jene behinderten Menschen vergleichen. Gerade sie, diese minderwertigen Behinderten, wie du sie nennst, erfanden zuerst eine Axt und eine Lanze aus Stein, dann entwickelten sich ihre Gedanken weiter in diese Richtung, bis sie bei den Kernwaffen angelangt waren. Bis heute ist ihre Denktätigkeit mit unvorstellbarer Beharrlichkeit darauf ausgerichtet, die vollkommene Schöpfung zu zerstören und sie durch ihre primitiven Schöpfungen zu ersetzen.
Generationen dieser Menschen erfanden immer neue künstliche Mechanismen, die den supermodernen Naturmechanismus der Erde immer mehr zerstören. Sie schufen
auch verschiedene künstliche soziale Ordnungen. Dann begannen sie, gegeneinander zu kämpfen. Die von ihnen gebauten Maschinen konnten nicht alleine existieren und sich nicht reproduzieren, so wie die natürlichen Organismen das tun. Daher musste eine große Anzahl von Menschen diese Maschinen bedienen. Ein Teil der Menschen verwandelte sich dadurch praktisch zu Bio-Robotern.
Es ist sehr leicht diese Bio-Roboter zu regieren, denn:
Sie besitzen nicht mehr die individuelle Fähigkeit, dit Wahrheit zu erkennen. Man kann ihnen zum Beispiel mit Hilfe der künstlichen Kommunikationsmittel das Programm ,Wir bauen den Kommunismus auf' suggerieren und dafür Symbole, Zeichen und Flaggen von bestimmten Farben für sie ausdenken. Mit denselben Mitteln kann man einem an deren Teil der Menschen das Programm ,Der Kommunismus ist schlecht' suggerieren und sie mit entsprechen den Symbolen und Farben versehen. Und dann werden die beiden Gruppen mit den unterschiedlichen Programmen einander hassen und physisch vernichten wollen.
Alles begann vor 10.000 Jahren, als die Anzahl der Menschen, die die Verbindung mit der Intelligenz de Universums verloren hatten, immer mehr zunahm. Man kann sie praktisch als Wahnsinnige bezeichnen, denn kein Lebewesen auf der Erde verdirbt seinen Planeten so, wie sie es tun.
In jenen fernen Zeiten jedoch blieben einige Menschen übrig, die sich ihren freien Zugang zur universalen Weisheit erhalten konnten. Sie hofften darauf, dass wenn es schwierig wird, die verschmutzte Luft einzuatmen, wenn es gefährlich wird, das verunreinigte Wasser zu trinken, wenn die künstlichen Systeme der Lebensversorgung - sowohl die technischen als auch die sozialen - sich als zu groß und unsteuerbar erweisen und es immer mehr Störfälle geben wird, dass dann die am Rande des Abgrunds stehenden Menschen endlich über das Wesen des Daseins, den Sinn ihres Lebens und über ihre Bestimmung nachdenken werden.
Dann werden viele von ihnen die ursprünglich Wahrheit erkennen wollen, aber das wird erst durch das Wiedererlangen ihrer ursprünglichen Fähigkeiten möglich sein. Vor 10.000 Jahren besaßen manche Menschen noch diese Fähigkeiten. Hauptsächlich waren das die Menschen, die an der Spitze einer Gemeinschaft standen, die Führer der Volksstämme. Sie ließen spezielle Einrichtungen aus schweren Steinplatten bauen. Im Inneren dieser Platten ergab sich gleichsam eine Kammer in der Größe eines Raumes von eineinhalb mal zwei Metern und ungefähr zwei Metern Höhe, manchmal größer, manchmal kleiner. Die Steinplatten wurden in einem kleinen Winkel aufgestellt. Manchmal wurden solche Kammern aus einem Monolith gehauen, manchmal wurden sie unter der Erde erbaut, und darüber wurde ein Hügel aufgeschüttet. Eine Mauer dieser Kammer hatte eine keilförmige Öffnung mit einem Durchmesser von etwa dreißig Zentimetern. Diese hatte einen genau eingepassten steinernen Verschluss.
In diese Kammern, die Begräbnisstätten darstellten, gingen die Menschen, die sich die Fähigkeit bewahrt hatten, die Weisheit des Weltalls zu nutzen. Ihre lebenden Zeitgenossen und auch die nach Jahrtausenden geborenen Menschen konnten zu diesen Kammern kommen, um eine Antwort auf eine beliebige Frage zu erhalten. Dazu musste man sich neben die Kammer setzen und nachdenken. Manchmal kam die Antwort sofort, manchmal erst später, doch sie kam immer, denn diese Einrichtungen dienten als Informationsempfänger. Über sie war es leichter, sich mit der Intelligenz des Universums in Verbindung zu setzen.
Diese steinernen Gebilde waren Vorgänger der ägyptischen Pyramiden, wobei die Pyramiden viel schwächere Empfänger sind, trotz ihrer riesigen Größe. Das Wesen und die Bestimmung sind jedoch dieselben. Die in den Pyramiden beerdigten Pharaonen waren ebenfalls weise Denker, die sich diese ursprünglichen Fähigkeiten teilweise bewahrt hatten.
Um mit Hilfe einer ägyptischen Pyramide Antwort auf eine Frage zu bekommen, kam man nicht allein oder zu zweit zu der Pyramide, sondern viele Menschen mussten
sich entlang der vier Seiten aufstellen und ihre Blicke und Gedanken auf die Pyramidenspitze richten, gleichsam hinaufgleitend über die schräge Fläche der Pyramide. An der Spitze wurden die Blicke und Gedanken der Menschen auf einen Punkt fokussiert und bildeten auf diese Weise einen Kanal für die Verbindung mit der Intelligenz des Universums.
Heute kann man das auch noch machen. Im Brennpunkt der gedanklichen Blicke bildet sich Energie, die einer radioaktiven Strahlung gleicht. Wenn man an der Spitze der Pyramide, im Brennpunkt, ein Messgerät anbringt, zeigt es das Vorhandensein dieser Energie. Ungewöhnliche Empfindungen entstehen auch bei den Menschen, die unten stehen.
Oh, hätten die heutigen Menschen nicht diesen sündhaften Stolz und nicht diese allgemein falsche Vorstellung, dass die Zivilisationen der Vergangenheit dümmer gewesen seien, so hätten sie die wahre Bestimmung der Pyramiden schon längst erraten können! Die gegenwärtigen Forscher schenkten dem Bauverfahren viel Aufmerksamkeit, aber den Sinn konnten sie nicht erkennen. Aber alles ist ganz einfach: Denn beim Bauen wurde neben der physischen Kraft und verschiedenen Vorrichtungen immer auch gedankliche Energie benutzt, die die Anziehungskraft der Erde verminderte. Viele Gruppen von Menschen, die diese Fähigkeit besaßen, halfen beim Bau der Pyramiden. Auch heute noch leben Menschen, die mit ihrer Gedankenkraft kleine Gegenstände in Bewegung setzen können. Doch noch viel kleinere steinerne Errichtungen, Vorgänger der Pyramiden, ermöglichten einen viel effektiveren Kontakt mit der Intelligenz des Universums."
"Warum, Anastasia? Wegen ihrer Bauweise oder ihrer Form?“
"Weil lebendige Menschen in sie hineingegangen sind, um zu sterben. Ihr Tod war äußerst ungewöhnlich. Sie sind in die ewige Meditation gegangen."
"Wieso lebendig? Wozu?"
"Um den Menschen zu ermöglichen, ihre ursprüngliche Kraft wieder zu erlangen. Ein alter Mensch, in der Regel einer der weisen Führer eines Volkes, bat die Verwandten in Vorahnung seines nahen Todes, ihn in diese steinerne Kammer einzumauern und wenn er dessen würdig war, wurde er eingemauert. Man öffnete die schwere Deckplatte, der Mensch stieg in die Kammer hinein und diese wurde verschlossen. Der Mensch war völlig isoliert von der materiellen Außenwelt. Er sah und hörte nichts. Diese absolute Isolation, die Unmöglichkeit einer Rückkehr und das völlige Abschalten aller Sinnesorgane, vor allem des Sehens und des Hörens, ermöglichten es ihm, einen vollständigen Kontakt mit der Intelligenz des Universums herzustellen und über viele Erscheinungen und Taten der irdischen Menschen nachfolgenden Generationen die gewonnenen Erkenntnisse zu übermitteln. Heute nennt man diesen Zustand Meditation. Aber das ist nur ein Kinderspiel im Vergleich zu der Meditation, die in die Ewigkeit führt.
Später kamen Menschen zu einer solchen Kammer, öffneten den steinernen Verschluss und verkehrten durch die Öffnung mit den in der Kammer wohnenden Gedanken.
Denn der Geist der Weisheit war immer da."
"Aber Anastasia, wie kannst du den heute lebenden Menschen das Vorhandensein dieser Errichtungen, in denen Menschen in die ewige Meditation eingingen, beweisen?"
"Ich kann es! Darum erzähle ich dir ja davon."
"Wie denn?"
"Sehr einfach. Denn diese steinernen Kammern existieren heute noch. Ihr nennt sie Dolmen. Man kann SIE sehen und berühren und alles, was ich erzähle, nachprüfen."
„Was...??? Wo? Kannst du einen Ort nennen?"
„Ja, zum Beispiel in Russland, im Kaukasus, nicht weit von den Städten, die jetzt Gelendschik, Tuapse Noworossijsk und Sotschi heißen."
"Ich werde das prüfen. Ich werde hinfahren. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ich muss das prüfen!"