Beiträge von Jo

    sind gemalte Fensterscheiben!
    Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,
    Da ist alles dunkel und düster;
    Und so sieht's auch der Herr Philister:
    Der mag denn wohl verdrießlich sein
    Und lebenslang verdrießlich bleiben.

    Kommt aber nur einmal herein!
    Begrüßt die heilige Kapelle;
    Da ist's auf einmal farbig helle,
    Geschicht' und Zierrat glänzt in Schnelle,
    Bedeutend wirkt ein edler Schein;
    Dies wird euch Kindern Gottes taugen,
    Erbaut Euch und ergötzt die Augen.

    [font='Arial'][size=10]von Johann Wolfgang von Goethe[/size][/font]

    [Blockierte Grafik: http://www.gif-paradies.de/gifs/natur/blumen/blumenbouquets/blumenbouquets_0004.gif

    Die Mitternacht zog näher schon;
    in stiller Ruh lag Babylon.

    Nur oben in des Königs Schloß
    Da flackerts, da lärmt des Königs Troß.

    Dort oben in dem Königssaal
    Belsazar hielt sein Königsmahl.

    Die Knechte saßen in schimmernden Reihn
    und leerten die Becher mit funkelndem Wein.

    Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht;
    so klang es dem störrigen Könige recht.

    Des Königs Wangen leuchten Glut;
    Im Wein erwuchs ihm kecker Mut.

    Und blindlings reißt der Mut ihn fort;
    und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort.

    Und brüstet sich frech und lästert wild;
    die Knechtenschar ihm Beifall brüllt.

    Der König rief mit stolzem Blick;
    der Diener eilt und kehrt zurück.

    Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt;
    das war aus dem Tempel Jehovas geraubt.

    Und der König ergriff mit frevler Hand
    einen heiligen Becher, gefüllt bis zum Rand.

    Und er leert ihn hastig bis auf den Grund
    und rufet laut mit schäumendem Mund:

    "Jehova! dir künd ich auf ewig Hohn, -
    ich bin der König von Babylon!"

    Doch kaum das grause Wort verklang,
    dem König wards heimlich im Busen bang.

    Das gellende Lachen verstummte zumal;
    Es wurde leichenstill im Saal.

    Und sieh! und sieh! an weißer Wand,
    da kams hervor wie Menschenhand;

    Und schrieb, und schrieb an weißer Wand
    Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand.

    Der König stieren Blicks da saß
    mit schlotternden Knien und totenblaß.

    Die Knechtenschar saß kalt durchgraut
    und saß gar still, gab keinen Laut.

    Die Magier kamen, doch keiner verstand
    zu deuten die Flammenschrift an der Wand.

    Belsazar ward aber in der selbigen Nacht
    von seinen Knechten umgebracht.

    Heinrich Heine

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    leider nicht das Original, aber trotzdem...

    Füllest wieder Busch und Tal
    Still mit Nebelglanz,
    Lösest endlich auch einmal
    Meine Seele ganz;

    Breitest über mein Gefild
    Lindernd deinen Blick,
    Wie des Freundes Auge mild
    Über mein Geschick.

    Jeden Nachklang fühlt mein Herz
    Froh- und trüber Zeit,
    Wandle zwischen Freud' und Schmerz
    In der Einsamkeit.

    Fließe, fließe, lieber Fluß!
    Nimmer werd' ich froh;
    So verrauschte Scherz und Kuß
    Und die Treue so.

    Ich besaß es doch einmal,
    was so köstlich ist!
    Daß man doch zu seiner Qual
    Nimmer es vergißt!

    Rausche, Fluß, das Tal entlang,
    Ohne Rast und Ruh,
    Rausche, flüstre meinem Sang
    Melodien zu!

    Wenn du in der Winternacht
    Wütend überschwillst
    Oder um die Frühlingspracht
    Junger Knospen quillst.

    Selig, wer sich vor der Welt
    Ohne Haß verschließt,
    Einen Freund am Busen hält
    Und mit dem genießt,

    Was, von Menschen nicht gewußt
    Oder nicht bedacht,
    Durch das Labyrinth der Brust
    Wandelt in der Nacht.

    Ein Bergmann, seltener zwei oder mehrere, begegnet bzw. begegnen im Stollen während der Arbeit einem Zwerg oder aber einem Berggeist. Das fremde Wesen fordert den oder die erschrockenen Bergknappen auf, ihm zu folgen - öffnet dann ohne sichtbare Mühe einen Tunnel durch den Felsen und nimmt den Bergmann bzw. die Bergleute mit in eine fremde, für den Menschen unverständliche und märchenhaft anmutende Welt. Nach einer Besichtigung des unterirdischen Reiches, an die meist Belehrungen moralischer Art geknüpft sind, wird der Hauer, werden die Bergleute in den Stollen zurückgebracht, in dem alles begann. Meist zeigt der Zwerg bzw. der Berggeist zum Abschied noch eine reiche delmetallader. Bis zu diesem Punkt gleichen solche Sagen allen anderen, welche sich mit dem Thema unterirdischer Wesen beschäftigen. Doch die vorstehend in allgemeiner Form wiedergegebene Sage hat eine höchst ungewöhnliche Fortsetzung. Der Bergmann macht sich an die Ausbeutung der ihm gezeigten Erzader und verläßt zum Ende der Schicht wie immer den Stollen. Doch draußen erkennt er die Welt nicht mehr. Sein Dorf, der Schacht, die ganze Landschaft haben sich gravierend verändert - denn
    inzwischen sind bis zu einhundert Jahre vergangen. Die Angaben in den einzelnen Sagen differieren zwischen 50 und 100 Jahren. Erwähnt sei lediglich noch, daß einige Chroniken derartige Fälle zu bestätigen scheinen und in diesem Zusammenhang auch berichten, daß der betroffene Bergmann wenige Tage nach seiner Rückkehr an einer seltsamen Krankheit gestorben sei.

    Einer der sagenumwobensten Orte Deutschlands, bezüglich unterirdischer Welten, ist zweifellos der Untersberg. (auch "Wunderberg“ oder "Wotansberg" genannt)
    Weit streckt sich sein mächtiger Rücken hinaus insbayerische Voralpenland. In der Sagenwelt des Berchtesgadener Landes spielt dieser Berg eine geradezu dominierende Rolle. Immer wieder ist in den uralten Überlieferungen die Rede von mächtigen unterirdischen Hallen, "Zwölf Geistergänge führen von ihm hinaus ins deutsche Land...", heißt es an anderer Stelle. Zwerge, die Urbewohner der Erde, hätten in ihm ihre Heimstatt, und Menschen verschwanden spurlos an seinen Hängen. Weiter wird mehrfach von geheimen Felsentoren berichtet. So soll sich ein verborgener Zugang in Form einer eisernen Türe in der Nähe von Hallthurm, einer längst verfallenen salzburgischen Feste an der Straße von Berchtesgaden nach Reichenhall, befinden.


    [Blockierte Grafik: http://de.academic.ru/pictures/dewik…on_salzburg.jpg
    Sagen
    des Untersbergs:


    Die Sage von:

    der Kräutlbrockerin
    Im Jahre 1753 ging von Salzburg eine Kräutlbrockerin auf den Wunderberg. Als sie eine Zeitlang auf demselben herumgienge, kam sie zu einer Steinwand. Allda liegen Brocken,
    grau und schwarz als wie die Kohlen. Sie nahm von diesen etliche zu ihr, und da sie nach Haus gekommen war, merkte sie, daß in solchen klares Gold vermischt war. Sie gieng alsobald wiederum hinauf auf den Berg, um mehreres dergleichen zu ihr zu nehmen: konnte aber alles Suchens ungeachtet den Ort nicht mehr finden. Es ist daher sehr wunderlich, und weiß niemand zu behaupten, ob es wohl einer Verblendung dieser fremden Männer zuzuschreiben sey, oder ob zu Ausfindigmachung dieses Wunderbergs ein reines Gewissen oder besonders Glück erforderlich ist.

    einem Holzmeister
    Dieser Holzmeister, als er sich in seinen Verrichtungen auf dem Berge verspäthete, seine Nachtruhe daselbst in einer Höhle nehmen mußte, kam andern Tags darauf zu einer Steinklippe, aus welcher ein glänzend schwerer Goldsand herabrieselte. Weil er aber kein Geschirr bey sich hatte, gieng er ein andersmal hinauf, und setzte ein Krüglein unter; und da er das erstemal mit dem angefüllten Krüglein hinweg gienge, sah er unweit dieses Orts eine Thür öffnen, wodurch er gesehen, und ihme natürlich vorkommen, als sehe er in den Berg hinein eine besondere Welt mit einem Tageslicht, wie wir es haben. Von diesem Krüglein noch besonders zu merken. Dieses Krüglein hat er alle seine noch übrigen Lebensjahre angefüllter nach Hause getragen. An Geld, daß ihm dieser Sand abgeworfen, hatte er während seines Lebens keinen Mangel. Nach seinem Tod ist aber an diesem Geld kein Segen gewesen, und ist nicht zu verstehen, wie seine Freunde daran so viel Mangel litten, da sie doch nichts davon verschwendeten oder zum Bösen angewendet. Obengemeldte Thür hat gemeldter Holzmeister kaum eine Minute lang gesehen offen stehen; und da sie zugethan wurde, hat es in dem Berg gehallte, wie ein großes Weinfaß, von der Thür aber war die folgende Zeit nichts mehr zu sehen gewesen.

    Von einem Weinfuhrmann

     [Blockierte Grafik: http://www.m-lindner-guetertransport.de/images/kutsche.png]

    Es fuhr im Jahr 1694 ein Fuhrmann mit einem mit Wein beladenen Wagen aus Tirol nach Hallein (einem 3 Stund von der Hauptstadt Salzburg entlegenen Städtlein), willens, die diesen Wein alldort zu verhandeln. Als er neben St.Leonhard bey der Almbrucken zu Niederalm (einem Dorf nächst des Wunderbergs), gefahren, gieng ein Bergmännlein von diesem Berg hervor, und fragte den Fuhrmann, woher er kommet, und was er da führet. Alsbald sagte ihms der Fuhrmann, was er da führt. Da sprach das Bergmännlein: Fahre mit mir, ich will Dir gute Münz dafür geben, und zwar noch mehr, als Du in Hallein dafür bekommen wirst. Der Fuhrmann aber wollte dieß nicht thun, sondern erwiederte, daß er den Wein jenem Hernen zuführen müsse, der in bestellt hat. Da nun das Bergmännlein wahrnahm, daß der Fuhrmann nicht wollt mitfahren, so fiel das Bergmännlein plötzlich auf die Mähn der Pferde, und sprach: Fuhrmann! weil Du nicht willst mitfahren, so sollst Du nicht wissen, wo Du bist; ich will Dich so führen, daß Du Dich nicht mehr auskennen sollst. Der Fuhrmann war in vielen Ängsten, und wußte sich nicht zu rathen und zu helfen; doch besann er sich, und hielt es für besser, einer zweifelhaften Sache nachzugeben, als alles für verloren zu geben. Er fährt deswegen mit dem Männlein, und dieses führt die Pferd fleißig beym Zaum gegen den Wunderberg zu. Da sie näher dem Berg zukommen, schien es dem Fuhrmann, als sey er auf einer ganz neu gemachten Straße; und als sie nächst des Berges waren, überfiel den Fuhrmann ein Schlaf; und da er wieder erwachte, sah er, daß er zu einem wohlgebauten Schloß fahre, welches von lauter roth und weißem Marmor sehr hoch erbauet war, in dessen Mitte ein vortrefflich mit Kupfer gedeckter hoher Thurm stand, und die Fenster waren von purem Krystall. Um das Schloß herum war ein etlich und zwanzig Klafter tiefer Graben. Außerhalb war eine Mauer 30 Klafter hoch und 10 Klafter dick. Dieses Schloß selbst aber stand auf einem abgehaut und abgeputzten Felsen. Bevor man zu dem Schloß kommen konnt, mußte man über sieben Aufzugbrücken durch mehrere Thore und Schutzgitter.

    In dieses Schloß mußte der Fuhrmann hineinfahren. Sobald ihn aber ein Diener, der von einem Fenster dieses Schloßes herabsah, ersehen hatte, sagte er es sogleich allen Anderen in dem Schloß, welche dann zu allen Fenstern liefen, als hätten sie Freud an dem Fuhrmann. Diese waren lauter Bergmännlein, einige bloß und andere bekleidet. Es ließen sich auch einige sogar vor das Schloß heraus, insonderheit der Kellermeister, der ein etwas stärkeres Männlein war, mit vielen Schlüßeln und großen Taschen versehen, dem sein Bart über seinen Bauch auch sein Haar über die Mitte des Leibs herabreichte. Dieser Kellermeister sprach:
    Willkommen, mein lieber Fuhrmann! Sey nicht traurig, ich werde Dir zu essen und zu trinken geben, was Dir gefallen wird. Aber wiewohlen sie dem Fuhrmann die besten Worte gaben, so zitterte der Fuhrmann doch an allen Gliedern vor Angst und Bangigkeit.

    Als sie in Mitte des Hofes hineinkamen, waren eilends Einige vorhanden, welche die Pferde ausspannten, und sie in den Stall zum Füttern führten. Imgleichen führten andere den Fuhrmann in den untern Theil des Schloßes in ein lichtes Gemach, gaben ihm zu essen und zu trinken, so viel er ertragen konnte, und alles in feinen und sehr wohlgeputzten zinnernen Geschirren. Ungeachtet alles dessen, wollte er doch nicht fröhlich seyn, weilen er nicht wußte, was dieses wunderliche Ereignis mit ihm und seinem Wein für einen Ausgang nehmen werde. Als er eine Zeitlang geessen und getrunken hatte, befahlen sie ihm mit ihnen zu gehen, sie wollten ihm alle Ort und Ende dieses Schloßes zeigen. Der Fuhrmann wäre zwar lieber an seinem Ort geblieben, um auch zu seinem Pferde zu schauen; weil er sich aber nichts zu erwähren getraute, so gieng er mit ihnen. Da führten sie ihn über eine Steige hinauf, welche 25 messingene Staffeln hatte. Dann kamen sie in einen prachtvollen Saal, in dem die Wände mit sehr schönen Tapeten bedeckt waren. Darinnen waren Fenster 20 Schuh hoch und 7 breit, aber nicht verglast. Durch diesen Saal führten sie ihn in einen anderen Saal, der noch viel herrlicher und schöner war, als der erste, und war von lauter kostbaren Marmor gepflastert, woben die Seitenwände nicht mit Tapeten, wie in dem ersteren bedeckt, sondern vom klarsten Gold aufgerichtet waren, die Fenster waren von Krystall, übersich war ein Tafelboden ebenfalls mit Gold, und in der Mitte des Saals vier von Metall gegossene fein gearbeitete große Riesen 18 Schuh hoch. Diese Riesen hatten große goldene Ketten an ihren Armen, als ob sie gefangen wären. Oben an der Mitte des Tafelbodens war ein geformirtes Bergmännlein mit einer goldenen Krone, welches die Riesen gleichsam geschlossen hielt; und da der Fuhrmann diese vier Riesen eine Zeitlang betrachtet hatte, sagte das Bergmännlein zu ihm: Fuhrmann, verstehst Du nicht, was diese 4 Riesen sammt dem Bergmännlein mit der Kron für die künftigen Zeiten bedeuten wollen? Der Fuhrmann sagte, er wisse es nicht; und das Bergmännlein meldet davon kein Wort mehr. Neben herum in diesem Saal hiengen lauter Harnische, Pickelhauben, Schwerter, unbekannte Geschosse, und alles mit Gold reich verziert. Was sie 4 Riesen sammt dem Bergmännlein (so der Fuhrmann nicht verstanden) bedeuten sollen, ist bey vielen die Meinung, daß entweders mit der Zeit in allen 4 Welttheilen Krieg sich erhebet, oder die 4 größten Monarchen in unserem Erdteil von dem Kleinsten abhängig werden. In diesem Saal stunden auch Tische, von denen sich der Fuhrmann nicht auskennen konnte , ob solche von Holz, Stein oder was sonst für eine Materie seyn sollten, doch sah er, daß sie allenthalben mit Gold und Edelsteinen kostbar verziert waren. Aus diesem Saal führten sie den Fuhrmann in einen Dritten, der nicht weniger prächtig und schön geziert war. Es stunden in diesem überaus schöne Bettgestelle mit dem glänzendst feinsten Gold geziert, und oben auf den vier Ecken der Bettstelle standen 4 Knöpfe, welche der Fuhrmann ebenfalls nicht kennen konnte, von welcher Materie sie wären.

    An diesen Knöpfen hiengen goldene Ketten. Von dem dritten Saal führten die Bergmännlein den Fuhrmann in ein finsteres Gewölb, das jedoch ganz reinlich war. In diesem Gewölb befand sich ein Loch von einem halben Schuh weit. Durch dieses befahlen sie dem Fuhrmann ein wenig durchzuschauen. Als er dadurch sah, so zeigte sich ihm eine
    besondere kleine Taglichte, und über fünfzig kleine Mägdlein, von denen einige bedeckt, die anderen bloß waren. Sie nahmen den Fuhrmann von diesem Gesicht als bald zurück, und mußte mit ihnen über eine Steige hinunter in einen wohlgebauten Keller, wovon er kein Ende sehen konnte, und der mit Weinfässern voll angefüllt war. Von diesem Keller mußte er mit ihnen in ein hohes Gewölb, darinnen eine große runde Tafel stunde. An diese setzte sich ein Bergmännlein, zog einen großen Beutel mit Geld heraus, und gab dem Fuhrmann für den mitgebrachten und zugeführten Wein 180 Dutzet Dukaten, und zwar mit dem höflichen Dank und mit diesen Worten: Hebe Dein Geld auf, und kaufe Dir um dieses einen andern Wein, und Du wirst mit diesem Geld auf Deine Lebenszeit Handlung treiben können, und es wird Dir glücklich gelingen. Nach diesem spannten die Bergmännlein seine Pferde wiederum ein, und nahmen einen Stein, so roth und blau schien, und machten damit dem Fuhrmann sein blindes Pferd sehend. Sie gaben ihm auch diesen Stein, mit dem Auftrag, daß er damit auch andern blinden Pferden armer Bauersleute helfen sollte.

    Demnach begaben sich die Bergmännlein alle in ihr Schloß zurück, und kamen alsbald 3 andere hervor, welche schwarze Kleider, grünsammentne Kasquets und rothe Federn darauf hatten. Diese sagten zum Fuhrmann: Du hast wohlgetan, daß Du den Wein, den Du geführt, hier zu erkaufen gegeben hast. Ermahne auch Deinen Bruder, daß er verkaufe, mit was ihn Gott zum Ueberflusse gesegnet hat.Sie begleiteten den Fuhrmann eine ziemliche Strecke Wegs, und sagten ihm zuletzt: Da man anfangen wird, weiß und rothe Hütlein zu tragen, wird die Noth aller Orten ihren Anfang nehmen, und der Segen Gottes sich wenden nach dem Leben der Menschen.

    Alsbald fuhr der Fuhrmann voller Erstaunen und Verwunderung seinen Weg im Frieden weiter, unwissend wie auch wo er herausgekommen ist, indem er sich mit seinem Fuhrwerk plötzlich an dem Ort gesehen, wo das Bergmännlein zuvor zu ihm gekommen war, welches jedoch seine Kleinmuth und Sorg vermindert hat. Die 180 Duzent Dukaten sind dem Fuhrmann bey seinem anbefohlenen und auch fleißig unternommenen und glücklichen Weinhandel nie mehr und nie weniger geworden. Er behielt anbey auf erhaltenen Befehl der Bergmännlein diese wunderlichen Geheimnisse und Erscheinungen alle bey sich bis nahe an seinen Tod, ausser daß er seine Bekannten und Freunde zur Freygebigkeit des Ueberflußes öfters erinnerte, und dann stets einen nachdenkenden und gottesfürchtigen Lebenswandel führte, den er erst mit seinem Tod ein Ende machte.
    Untersberg

    Die verschwundene Hochzeitsgesellschaf
    Eine besonders merkwürdige Geschichte soll sich vor vielen hundert Jahren einmal am Untersberg zugetragen haben. Eine Hochzeitsgesellschaft war damals von St.Leonhard nach Grödig unterwegs. Vernaleken schrieb 1858 über den Vorfall:»Einst zog ein reiches Bauernpaar samt seinem Gefolge aus einem Dorf in ein anderes naheliegendes, um dort bei den Eltern der Braut das Hochzeitsfest zu feiern. Lustig und fröhlich, unter Begleitung einiger Musiker, zogen sie die Straße entlang und kamen zum Untersberg. Nachdem
    sie hier angelangt waren, fing einer aus der Gesellschaft an zu erzählen, daß in der Gegend ein Kaiser mit einem bedeutenden Heere verschwunden sei und daß seit jener Zeit hier Geister erscheinen, welche die in dieser Gegend Wandernden beschenken. Sogleich fing der Bräutigam an, den Geist zu rufen und zu bitten, er möge sie mit etwas beschenken. Auf einmal öffnete sich der Berg und ein grau gekleideter, kleiner Mann mit silberweißen Haaren erschien, der ihnen eine Türe in das Innen zeigte. Die ganze Gesellschaft folgte ihm nach, und sie kamen in eine Reihe schöner Zimmer, in deren einem eine Tafel gedeckt war und Speisen und Getränke aufgetragen standen Die ermüdeten Brautleute und ihr Gefolge setzten sich zu Ti sehe und ließen es sich schmecken. Nach dem Mahle bedurften aber alle des Schlafes, weil sie etwas viel getrunken hat ten. Beim Tische sitzend entschlummerten alle ruhig. Als sie erwachten, führte sie der Berggeist hinaus. Bei Tage kamen sie an die Erdoberfläche, allein sonderbar alles hatte sich ihnen während dieser Zeit ganz verändert. Die in dieser Gegend Wohnenden verstanden ihre Sprache nicht überhaupt schien es ihnen, als seien sie in einem ganz fremder Lande. Nach mehreren Tagen kamen sie in ein Dorf. Sie fragten, wie es heiße, und erhielten den Namen ihres Heimatortes zur Antwort. Aber auch hier schienen sie nicht zu Hause zu sein. Sie suchten ihre Wohnhäuser und fanden sie nicht; denn an deren Stelle standen ganz andere, neugebaute Häuser. Sie begaben sich zum Pfarrer und erzählten ihm alles, was geschehen war. Dieser schlug seine Bücher auf und fand wirklich, daß vor 100 Jahren ein junges Brautpaar nebst einiger Menschen im Untersberg verschwunden sei.«


    [Blockierte Grafik: http://www.untersberg.org/assets/images/…Friedrich02.jpg]

    1. Im inneren des Berges soll sich Kaiser Karl V. befinden und so lange schlafen bis sein Bart 3 x um den Tisch gewachsen ist. Zweimal ist das schon geschehen, erfolgt es das dritte Mal, dann erwacht der Kaiser aus seinem Schlafe und der Jüngste Tag bricht an.

    2. Wenn 24 Raben 3 x um den Berg herumfliegen, so erwacht ebenfalls der Kaiser, muss aber dann noch so lange im Berge bleiben, bis der berühmte Zwergenstein gefunden ist, vermöge dessen alle Zwerge, die den Untersberg bewohnen, in Menschen verwandelt werden. Alsdann kehrt der Kaiser zu den Lebendigen zurück.

    3. Wenn es jemanden gelänge, das Goldene Zepter, dass der Kaiser in der Hand hält, zu entwenden und damit 3 Streiche gegen den Untersberg zu führen, so wäre ebenfalls der Kaiser erlöst. Er würde dann mit seinem Heere aus dem Untersberg herauskommen und den allgemeinen Weltkrieg beginnen. Alsdann bricht der Jüngste Tag an.

    4. An jedem Geburtsfeste des Kaisers findet eine feierliche Prozession der Zwerge auf dem Untersberg statt. Wehe dann demjenigen, der sich auf dem Berge befinde; er würde unrettbar verloren sein, denn die Zwerge lieben es, allein zu sein
    untersberg.org

    Fortsetzung...

    Wer baute das siebentorige Theben?
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon –
    Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
    des goldstahlenden Lima wohnten die Bauleute?
    Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
    die Maurer? Das große Rom
    ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
    triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
    nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
    brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
    die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
    Der junge Alexander eroberte Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
    Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
    untergegangen war. Weinte sonst niemand?
    Friedrich der Zweite siegte im siebenjährigen Krieg. Wer
    siegte außer ihm?

    Jede Seite ein Sieg.
    Wer kochte den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jahre ein großer Mann.
    Wer bezahlte die Spesen?

    So viele Berichte.
    So viele Fragen
    Berthold Brecht

    Bruce Lipton und Gregg Bardon

    Zitat


    [font='Arial'][size=10][color=#000066]Der früher als Geologe tätige Gregg Braden war während des kalten Krieges Computersystem-Designer in der Verteidigungs- Industrie gewesen, als er zum ersten Mal von Bruce Liptons Arbeiten hörte. Während er tagsüber, wie er erzählte, an Kernwaffen-Tests arbeitete, studierte er nach Feierabend altertümliche Schriften und machte sich auf die Suche nach der Wahrheit hinsichtlich des Göttlichen in uns Menschen. Schließlich nahm er Kontakt zu Bruce Lipton auf, und daraus entstand die heutige Zusammenarbeit, die sich, wie beide erzählten, sehr gut ergänzt. Buce Lipton beschäftigt sich mit den Zellen und der DNS, während Gregg Braden aus dem Bereich Physik kommt und durch seine jahrelangen Studien das Spirituelle mit einbringt. [/color][/size][/font]

    [font='Arial'][size=12][color=#000066][size=10]
    Eigentlich wollte ich auch "Das Tao der Physik" von Fridjof Capra hochladen, aber leider geht es nicht, obwohl es nur 3,3 MB groß ist.[/size]


    [/color][/size][/font]

    Zitat

    [font='Arial'][size=12][color=#000066] [size=10]aus dem Tao der Physik:
    [/size][/color][/size][/font][size=10]In der modernen Physik hat sich eine sehr unterschiedliche [/size][size=10]Einstellung entwickelt. Die Physiker erkannten, daß alle ihre [/size][size=10]Theorien über Naturerscheinungen, einschließlich der durch [/size][size=10]sie beschriebenen »Gesetze«, Schöpfungen des menschlichen [/size][size=10]Verstandes sind; Eigenschaften unserer begrifflichen Landkarte [/size][size=10]der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst. Dieses begriffliche [/size][size=10]Schema ist notwendigerweise begrenzt und nur annähernd [/size][size=10]richtig, und dies gilt auch für alle wissenschaftlichen [/size][size=10]Theorien und sogenannten »Naturgesetze«, die es enthält. Alle [/size][size=10]Naturerscheinungen hängen letztlich miteinander zusammen, [/size][size=10]und um eine zu erklären, müssen wir alle anderen verstehen, [/size][size=10]was offensichtlich unmöglich ist. Der Erfolg der Wissenschaft [/size][size=10]besteht darin, daß Annäherungen möglich sind. Wenn jemand [/size][size=10]mit einem ungefähren Verstehen der Natur zufrieden ist, kann [/size][size=10]er einzelne Gruppen von Phänomenen auf diese Weise beschreiben [/size][size=10]und andere Phänomene, die von geringerer Bedeutung [/size][size=10]sind, vernachlässigen. So kann man viele Phänomene mit [/size][size=10]Hilfe einiger weniger erklären und daher verschiedene Aspekte [/size][size=10]der Natur annäherungsweise begreifen, ohne alles gleichzeitig [/size][size=10]verstehen zu müssen. Dies ist die wissenschaftliche Methode; [/size][size=10]alle wissenschaftlichen Theorien und Modelle sind nur Annäherungen [/size][size=10]an die wahre Natur der Dinge, [/size][size=10]So heißt es im Tao Te Ching:
    [/size][size=10]Der Mensch folgt den Gesetzen der Erde;
    [/size][size=10]Die Erde folgt den Gesetzen des Himmels;
    [/size][size=10]Der Himmel folgt den Gesetzen des Tao;
    [/size][size=10]Das Tao folgt den Gesetzen seiner inneren Natur.[/size]


    Der Finger, der zum Mond zeigt, ist nicht der Mond.
    [font='Arial'][size=12][color=#000066][size=10]
    Gruß Jo[/size]


    [/color][/size][/font]

    Diese Grafik wurde von Käthr Kollwitz schon vor dem 2. WK geschaffen. Sie ist fast 100 Jahre alt, und?

    Nach dem 2. WK schwor das deutsche Volk undf deren "Politiker" NIE WIEDER KRIEG"

    Externer Inhalt
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Zweifel an Erfolg und Sinn des Einsatzes - Afghanistan konferenz in london

    Indes: Afghanistans Schicksal wird nicht auf Konferenzen entschieden. Vielleicht ist es gar Afghanistans Schicksal, dass es zu viele Konferenzen gab, die irrelevant waren für das Land. Wenn also an diesem Donnerstag in London die 43 Patronats-Mächte mit dem afghanischen Präsidenten einmal mehr Schicksalsfragen wälzen, dann wird diese Tradition erst einmal fortgesetzt.

    Das Treffen in London wurde einberufen, weil die Zweifel am Erfolg und gar am Sinn des Einsatzes in den 43 Truppen stellenden Nationen wachsen. Der öffentliche Rückhalt schwindet, und ohne die Unterstützung der Wähler kann keine Demokratie Krieg in einem fremden Land führen. Die Konferenz von London wurde daher vor allem von europäischen Nationen gewünscht, besonders von Deutschland und Großbritannien, weil dort der Unmut groß ist und Premierminister Gordon Brown Wahlen ins Haus stehen.
    Süddeutsche.de


    Brok bilanziert

    Zur Einstimmung auf die Afghanistan-Konferenz in London hat die Bundesregierung einmal mehr die hehren Ziele der deutschen Mission am Hindukusch beschworen: »Gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit,Menschenrechte, Sicherheit sowie wirtschaftliche und soziale Entwicklung« für das afghanische Volk. Da ist dann ein Massaker wie bei Kundus nur eine »Anekdote«, wie es der derzeitige NATO-Stabschef, ein deutscher General, genannt hat. Und um Klarheit über Sinn und Zweck des humanitären Einsatzes von
    »Nichtregierungsorganisationen« zu schaffen, ermahnte »Entwicklungshilfe«-Minister Dirk Niebel die zivilen Hilfswerke, enger mit dem Militär zu kooperieren – sonst müßten sie sich andere Geldgeber suchen als die deutsche Bundesregierung.

    Störend trat ein altgedienter CDU-Politiker auf, Elmar Brok, außenpolitischer Sprecher der konservativen Fraktion im Europäischen Parlament. »Wir sind an Afghanistan gescheitert«, sagte er der Presse. Die Regierung Karsai besitze keine Legitimität, die Sicherheitslage im Land sei katastrophal, die Drogenproduktion massiv angestiegen, die Bevölkerung erkenne als Ordnungsfaktor am ehesten die Taliban an. Der Westen müsse sich »von der Idee verabschieden, den Afghanen die Demokratie beibringen zu wollen«. Wenn der »kriegsähnliche« Feldzug nicht zu gewinnen sei, stelle sich die Frage nach dem Sinn des ganzen Unternehmens.

    Pazifistische Anwandlungen eines prominenten Christdemokraten? Nein. Aber Brok, langjähriger Manager der Firma Bertelsmann, versteht sich auf Kosten-Nutzen-Rechnungen. Er vergaß auch nicht zu erwähnen, daß es »die rot-grüne Bundesregierung war, die uns den Einsatz in Afghanistan eingebrockt hat«.
    Arno Klönne

    Nie wieder Krieg?

    Neues Terror-Warnsystem
    Die USA schaffen ihr bisheriges Terror-Warnsystem in Form einer Farbskala ab. In den nächsten Monaten soll es durch ein neues System ersetzt werden, das mehr spezielle Informationen über "glaubwürdige Bedrohungen" und praktische Hinweise enthält. Auch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook sollen in die neuen Praktiken einbezogen werden, heißt es aus Washington
    dpa

    Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
    Sind Schlüssel aller Kreaturen
    Wenn die so singen, oder küssen,
    Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
    Wenn sich die Welt ins freie Leben
    Und in die Welt wird zurückbegeben,
    Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
    Zu echter Klarheit wieder gatten,
    Und man in Märchen und Gedichten
    Erkennt die wahren Weltgeschichten,
    Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
    Das ganze verkehrte Wesen fort.
    Novalis

    wie unterscheidet sich magie von wunder? falls überhaupt.
    was ist magiesch?was ist wundersam?was ist zauberhaft?


    Hallo Bkid, vielleicht läßt Du uns dann auch mal wissen, wie DU es siehst :)

    [Blockierte Grafik: http://green-24.de/forum/files/thumbs/t_ackerwinde2kk_114.jpg] so etwas ist für mich zauberhaft :)


    Ein Wunder ist etwas, worauf der Mensch keinen Einfluss hat, so sehr er sich das auch wünscht.

    [Blockierte Grafik: http://www.thesoulofcelt.de/images/bild_magie_03.gif]

    [Blockierte Grafik: http://www.wolfram-stanek.de/magic_matrix_4mal4_sum_34_stanek.jpg]

    Magie unterliegt einer Wechselwirkung, insofern unterscheidet sie sich von einem Wunder.


    Da gehe ich mit Sonja konform - Magie kann sich in vielerlei Formen äußern. Magie beinhaltet auch mein Umgang mit Pflanzen und Tieren.

    Gruß Jo

    PS @ ich bin's
    Ich finde Wikipedia nicht schlecht, aber die Gefahr besteht darin, dass hier irgendeiner etwas definiert und das dann von der Masse übernommen wird, ohne dass sich der Einzelne wirklich eigene Gedanken darüber macht, oder es hinterfragt.
    LG Jo

    Lenore fuhr um's Morgenrot
    Empor aus schweren Träumen:
    »Bist untreu, Wilhelm, oder tot?
    Wie lange willst du säumen?« -
    Er war mit König Friedrichs Macht
    Gezogen in die Prager Schlacht,
    Und hatte nicht geschrieben:
    Ob er gesund geblieben.

    Der König und die Kaiserin,
    Des langen Haders müde,
    Erweichten ihren harten Sinn,
    Und machten endlich Friede;
    Und jedes Heer, mit Sing und Sang,
    Mit Paukenschlag und Kling und Klang,
    Geschmückt mit grünen Reisern,
    Zog heim zu seinen Häusern.

    Und überall all überall,
    Auf Wegen und auf Stegen,
    Zog Alt und Jung dem Jubelschall
    Der Kommenden entgegen.
    Gottlob! rief Kind und Gattin laut,
    Willkommen! manche frohe Braut.
    Ach! aber für Lenoren
    War Gruß und Kuß verloren.

    Sie frug den Zug wohl auf und ab,
    Und frug nach allen Namen;
    Doch keiner war, der Kundschaft gab,
    Von allen, so da kamen.
    Als nun das Heer vorüber war,
    Zerraufte sie ihr Rabenhaar,
    Und warf sich hin zur Erde,
    Mit wütiger Gebärde
    .
    Die Mutter lief wohl hin zu ihr: -
    »Ach, daß sich Gott erbarme!
    Du trautes Kind, was ist mit dir?« -
    Und schloß sie in die Arme. -
    »O Mutter, Mutter! hin ist hin!
    Nun fahre Welt und alles hin!
    Bei Gott ist kein Erbarmen.
    O weh, o weh mir Armen!« -

    »Hilf Gott, hilf! Sieh uns gnädig an!
    Kind, bet' ein Vaterunser!
    Was Gott thut, das ist wohlgethan.
    Gott, Gott erbarmt sich Unser!« -
    »O Mutter, Mutter! Eitler Wahn!
    Gott hat an mir nicht wohlgethan!
    Was half, was half mein Beten?
    Nun ist's nicht mehr vonnöten.« -

    »Hilf Gott, hilf! wer den Vater kennt,
    Der weiß, er hilft den Kindern.
    Das hochgelobte Sakrament
    Wird deinen Jammer lindern.« -
    »O Mutter, Mutter! was mich brennt,
    Das lindert mir kein Sakrament!
    Kein Sakrament mag Leben
    Den Toten wiedergeben.« -

    »Hör, Kind! wie, wenn der falsche Mann,
    Im fernen Ungerlande,
    Sich seines Glaubens abgethan,
    Zum neuen Ehebande?
    Laß fahren Kind, sein Herz dahin!
    Er hat es nimmermehr Gewinn!
    Wann Seel' und Leib sich trennen,
    Wird ihn sein Meineid brennen.« -

    »O Mutter, Mutter! Hin ist hin!
    Verloren ist verloren!
    Der Tod, der Tod ist mein Gewinn!
    O wär' ich nie geboren!
    Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus!
    Stirb hin, stirb hin in Nacht und Graus!
    Bei Gott ist kein Erbarmen.
    O weh, o weh mir Armen!« -

    »Hilf Gott, hilf! Geh nicht ins Gericht
    Mit deinem armen Kinde!
    Sie weiß nicht, was die Zunge spricht.
    Behalt ihr nicht die Sünde!
    Ach, Kind, vergiß dein irdisch Leid,
    Und denk an Gott und Seligkeit!
    So wird doch deiner Seelen
    Der Bräutigam nicht fehlen.« -

    »O Mutter! Was ist Seligkeit?
    O Mutter! Was ist Hölle?
    Bei ihm, bei ihm ist Seligkeit,
    Und ohne Wilhelm Hölle! -
    Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus!
    Stirb hin, stirb hin in Nacht und Graus!
    Ohn' ihn mag ich auf Erden,
    Mag dort nicht selig werden.« - - -

    So wütete Verzweifelung
    Ihr in Gehirn und Adern.
    Sie fuhr mit Gottes Vorsehung
    Vermessen fort zu hadern;
    Zerschlug den Busen, und zerrang
    Die Hand, bis Sonnenuntergang,
    Bis auf am Himmelsbogen
    Die goldnen Sterne zogen.

    Und außen, horch! ging's trap trap trap,
    Als wie von Rosseshufen;
    Und klirrend stieg ein Reiter ab,
    An des Geländers Stufen;
    Und horch! und horch! den Pfortenring
    Ganz lose, leise, klinglingling!
    Dann kamen durch die Pforte
    Vernehmlich diese Worte:

    »Holla, Holla! Thu auf mein Kind!
    Schläfst, Liebchen, oder wachst du?
    Wie bist noch gegen mich gesinnt?
    Und weinest oder lachst du?« -
    »Ach, Wilhelm, du? - - So spät bei Nacht? - -
    Geweinet hab' ich und gewacht;
    Ach, großes Leid erlitten!
    Wo kommst du hergeritten?« -

    »Wir satteln nur um Mitternacht.
    Weit ritt ich her von Böhmen.
    Ich habe spät mich aufgemacht,
    Und will dich mit mir nehmen.« -
    »Ach, Wilhelm, erst herein geschwind!
    Den Hagedorn durchsaust der Wind,
    Herein, in meinen Armen,
    Herzliebster, zu erwarmen!« -

    »Laß sausen durch den Hagedorn,
    Laß sausen, Kind, laß sausen!
    Der Rappe scharrt; es klirrt der Sporn.
    Ich darf allhier nicht hausen.
    Komm, schürze, spring' und schwinge dich
    Auf meinen Rappen hinter mich!
    Muß heut noch hundert Meilen
    Mit dir in's Brautbett' eilen.« -

    »Ach! wolltest hundert Meilen noch
    Mich heut in's Brautbett' tragen?
    Und horch! es brummt die Glocke noch,
    Die elf schon angeschlagen.« -
    »Sieh hin, sieh her! der Mond scheint hell.
    Wir und die Toten reiten schnell.
    Ich bringe dich, zur Wette,
    Noch heut ins Hochzeitbette.« -

    »Sag an, wo ist dein Kämmerlein?
    Wo? Wie dein Hochzeitbettchen?« -
    »Weit, weit von hier! - - Still, kühl und klein! - -
    Sechs Bretter und zwei Brettchen!« -
    »Hat's Raum für mich?« - »für dich und mich!
    Komm, schürze, spring' und schwinge dich!
    Die Hochzeitgäste hoffen;
    Die Kammer steht uns offen.« -

    Schön Liebchen schürzte, sprang und schwang
    Sich auf das Roß behände;
    Wohl um den trauten Reiter schlang
    Sie ihre Liljenhände;
    Und hurre hurre, hop hop hop!
    Ging's fort in sausendem Galopp,
    Daß Roß und Reiter schnoben,
    Und Kies und Funken stoben.

    Zur rechten und zur linken Hand,
    Vorbei vor ihren Blicken,
    Wie flogen Anger, Heid' und Land!
    Wie donnerten die Brücken! -
    »Graut Liebchen auch? - - Der Mond scheint hell!
    Hurra! die Toten reiten schnell!
    Graut Liebchen auch vor Toten?« -
    »Ach nein! - - Doch laß die Toten!« -

    Was klang dort für Gesang und Klang?
    Was flatterten die Raben? - -
    Horch Glockenklang! horch Totensang:
    »Laßt uns den Leib begraben!«
    Und näher zog ein Leichenzug,
    Der Sarg und Totenbahre trug.
    Das Lied war zu vergleichen
    Dem Unkenruf in Teichen.

    »Nach Mitternacht begrabt den Leib,
    Mit Klang und Sang und Klage!
    Jetzt führ' ich heim mein junges Weib.
    Mit, mit zum Brautgelage!
    Komm, Küster, hier! Komm mit dem Chor,
    Und gurgle mir das Brautlied vor!
    Komm, Pfaff', und sprich den Segen,
    Eh wir zu Bett' uns legen!« -

    Still Klang und Sang. - - Die Bahre schwand. - -
    Gehorsam seinem Rufen,
    Kam's, hurre hurre! nachgerannt,
    Hart hinter's Rappen Hufen.
    Und immer weiter, hop hop hop!
    Ging's fort in sausendem Galopp,
    Daß Roß und Reiter schnoben,
    Und Kies und Funken stoben.

    Wie flogen rechts, wie flogen links,
    Gebirge, Bäum' und Hecken!
    Wie flogen links, und rechts, und links
    Die Dörfer, Städt' und Flecken! -
    »Graut Liebchen auch? - - Der Mond scheint hell!
    Hurra! die Toten reiten schnell!
    Graut Liebchen auch vor Toten?« -
    »Ach! Laß sie ruhn, die Toten!« -

    Sieh da! sieh da! Am Hochgericht
    Tanzt' um des Rades Spindel
    Halb sichtbarlich bei Mondenlicht,
    Ein lustiges Gesindel. -
    »Sasa! Gesindel hier! Komm hier!
    Gesindel, komm und folge mir!
    Tanz' uns den Hochzeitreigen,
    Wann wir zu Bette steigen!« -

    Und das Gesindel husch husch husch!
    Kam hinten nachgeprasselt,
    Wie Wirbelwind am Haselbusch
    Durch dürre Blätter rasselt.
    Und weiter, weiter, hop hop hop!
    Ging's fort in sausendem Galopp,
    Daß Roß und Reiter schnoben,
    Und Kies und Funken stoben.

    Wie flog, was rund der Mond beschien,
    Wie flog es in die Ferne!
    Wie flogen oben über hin
    Der Himmel und die Sterne! -
    »Graut Liebchen auch? - - Der Mond scheint hell!
    Hurra! die Toten reiten schnell!
    Graut Liebchen auch vor Toten?« -
    »O weh! Laß ruhn die Toten!« - - -

    »Rapp'! Rapp'! Mich dünkt der Hahn schon ruft. - -
    Bald wird der Sand verrinnen - -
    Rapp'! Rapp'! Ich wittre Morgenluft - -
    Rapp'! Tummle dich von hinnen! -
    Vollbracht, vollbracht ist unser Lauf!
    Das Hochzeitbette thut sich auf!
    Die Toten reiten schnelle!
    Wir sind, wir sind zur Stelle.« - - -

    Rasch auf ein eisern Gitterthor
    Ging's mit verhängtem Zügel.
    Mit schwanker Gert' ein Schlag davor
    Zersprengte Schloß und Riegel.
    Die Flügel flogen klirrend auf,
    Und über Gräber ging der Lauf.
    Es blinkten Leichensteine
    Rund um im Mondenscheine.

    Ha sieh! Ha sieh! im Augenblick,
    Huhu! ein gräßlich Wunder!
    Des Reiters Koller, Stück für Stück,
    Fiel ab, wie mürber Zunder.
    Zum Schädel, ohne Zopf und Schopf,
    Zum nackten Schädel ward sein Kopf;
    Sein Körper zum Gerippe,
    Mit Stundenglas und Hippe.

    Hoch bäumte sich, wild schnob der Rapp',
    Und sprühte Feuerfunken;
    Und hui! war's unter ihr hinab
    Verschwunden und versunken.
    Geheul! Geheul aus hoher Luft,
    Gewinsel kam aus tiefer Gruft.
    Lenorens Herz, mit Beben,
    Rang zwischen Tod und Leben.

    Nun tanzten wohl bei Mondenglanz,
    Rund um herum im Kreise,
    Die Geister einen Kettentanz,
    Und heulten diese Weise:
    »Geduld! Geduld! Wenn's Herz auch bricht!
    Mit Gott im Himmel hadre nicht!
    Des Leibes bist du ledig;
    Gott sei der Seele gnädig!«
    Gottfried August Bürger

    Der Amtmann von Tondern, Henning Pogwisch,
    Schlägt mit der Faust auf den Eichentisch:
    Heut fahr ich selbst hinüber nach Sylt
    Und hol mir mit eigner Hand Zins und Gült.
    Und kann ich die Abgaben der Fischer nicht fassen,
    Sollen sie Nasen und Ohren lassen,
    Und ich höhn ihrem Wort:
    Lewwer duad üs Slaav.

    Im Schiff vorn der Ritter, panzerbewehrt,
    Stützt sich finster auf sein langes Schwert.
    Hinter ihm, von der hohen Geistlichkeit,
    Steht Jürgen, der Priester, beflissen, bereit
    Er reibt sich die Hände, er bückt den Nacken.
    Der Obrigkeit helf ich, die Frevler packen;
    In den Pfuhl das Wort:
    Lewwer duad üs Slaav.

    Gen Hörnum hat die Prunkbarke den Schnabel gewetzt,
    Ihr folgen die Ewer , kriegsvolkbesetzt.
    Und es knirschen die Kiele auf den Sand,
    Und der Ritter, der Priester springen ans Land,
    Und waffenrasselnd hinter den beiden
    Entreißen die Söldner die Klingen den Scheiden.
    Nun gilt es, Friesen:
    Lewwer duad üs Slaav!

    Die Knechte umzingeln das erste Haus,
    Pidder Lüng schaut verwundert zum Fenster heraus.
    Der Ritter, der Priester treten allein
    Über die ärmliche Schwelle hinein.
    Des langen Peters starkzählige Sippe
    Sitzt grad an der kargen Mittagskrippe.
    Jetzt zeige dich, Pidder:
    Lewwer duad üs Slaav!


    Der Ritter verneigt sich mit hämischem Hohn,
    Der Priester will anheben seinen Sermon.
    Der Ritter nimmt spöttisch den Helm vom Haupt
    Und verbeugt sich noch einmal: Ihr erlaubt,
    Dass wir euch stören bei euerm Essen,
    Bringt hurtig den Zehnten, den ihr vergessen,
    Und euer Spruch ist ein Dreck:
    Lewwer duad üs Slaav.

    Da reckt sich Pidder, steht wie ein Baum:
    Henning Pogwisch, halt deine Reden im Zaum!
    Wir waren der Steuern von jeher frei,
    Und ob du sie wünschst, ist uns einerlei.
    Zieh ab mit deinen Hungergesellen!
    Hörst du meine Hunde bellen?
    Und das Wort bleibt stehn:
    Lewwer duad üs Slaav!

    Bettelpack! fährt ihn der Amtmann an,
    Und die Stirnader schwillt dem geschienten Mann:
    Du frisst deinen Grünkohl nicht eher auf,
    Als bis dein Geld hier liegt zu Hauf!
    Der Priester zischelt von Trotzkopf und Bücken
    Und verkriecht sich hinter des Eisernen Rücken.
    O Wort, geh nicht unter:
    Lewwer duad üs Slaav!

    Pidder Lüng starrt wie wirrsinnig den Amtmann an.
    Immer heftiger in Wut gerät der Tyrann,
    Und er speit in den dampfenden Kohl hinein:
    Nun geh an deinen Trog, du Schwein!
    Und er will, um die peinliche Stunde zu enden,
    Zu seinen Leuten nach draußen sich wenden.
    Dumpf dröhnt's von drinnen:
    Lewwer duad üs Slaav!

    Einen einzigen Sprung hat Pidder getan,
    Er schleppt an den Napf den Amtmann heran
    Und taucht ihm den Kopf ein und lässt ihn nicht frei,
    Bis der Ritter erstickt ist im glühheißen Brei.
    Die Fäuste dann lassend vom furchtbaren Gittern,
    Brüllt er, die Türen und Wände zittern,
    Das stolzeste Wort:
    Lewwer duad üs Slaav!

    Der Priester liegt ohnmächtig ihm am Fuß;
    Die Häscher stürmen mit höllischem Gruß,
    Durchbohren den Fischer und zerren ihn fort,
    In den Dünen, im Dorf rasen Messer und Mord.
    Pidder Lüng doch, ehe sie ganz ihn verderben,
    Ruft noch einmal im Leben, im Sterben
    Sein Herrenwort:
    Lewwer duad üs Slaav!
    Detlev von Liliencron


    "Frii es de Feskfang,
    Frii es de Jaght,
    Frii es de Strönthgang,
    Frii es de Naght,
    Frii es de See, de wilde See
    En de Hörnemmer Rhee."

    Arm am Beutel, krank am Herzen
    Schleppt' ich meine langen Tage.
    Armut ist die größte Plage,
    Reichtum ist das höchste Gut!
    Und, zu enden meine Schmerzen,
    Ging ich, einen Schatz zu graben.
    Meine Seele sollst du haben!
    Schrieb ich hin mit eignem Blut.

    Und so zog ich Kreis' um Kreise,
    Stellte wunderbare Flammen,
    Kraut und Knochenwerk zusammen:
    Die Beschwörung war vollbracht.
    Und auf die gelernte Weise
    Grub ich nach dem alten Schatze
    Auf dem angezeigten Platze;
    Schwarz und stürmisch war die Nacht.

    Und ich sah ein Licht von weiten,
    Und es kam gleich einem Sterne
    Hinten aus der fernsten Ferne,
    Eben als es zwölfe schlug.
    Und da galt kein Vorbereiten;
    Heller ward's mit einem Male
    Von dem Glanz der vollen Schale,
    Die ein schöner Knabe trug.

    Holde Augen sah ich blinken
    Unter dichtem Blumenkranze;
    In des Trankes Himmelsglanze
    Trat er in den Kreis herein.
    Und er hieß mich freundlich trinken;
    Und ich dacht': es kann der Knabe
    Mit der schönen lichten Gabe
    Wahrlich nicht der Böse sein.

    Trinke Mut des reinen Lebens!
    Dann verstehst du die Belehrung,
    Kommst mit ängstlicher Beschwörung
    Nicht zurück an diesen Ort.
    Grabe hier nicht mehr vergebens!
    Tages Arbeit, Abends Gäste!
    Saure Wochen, frohe Feste!
    Sei dein künftig Zauberwort.
    Johann Wolfgang Goethe

    Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
    Und meine heißen Tränen fließen.
    Die Jahre kommen und vergehn!
    Seit ich die Mutter nicht gesehn,
    Zwölf Jahre sind schon hingegangen;
    Es wächst mein Sehnen und Verlangen.
    Mein Sehnen und Verlangen wächst.
    Die alte Frau hat mich behext,
    Ich denke immer an die alte,
    Die alte Frau, die Gott erhalte!
    Die alte Frau hat mich so lieb,
    Und in den Briefen, die sie schrieb,
    Seh ich, wie ihre Hand gezittert,
    Wie tief das Mutterherz erschüttert.
    Die Mutter liegt mir stets im Sinn.
    Zwölf lange Jahre flossen hin,
    Zwölf lange Jahre sind verflossen,
    Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.
    Deutschland hat ewigen Bestand,
    Es ist ein kerngesundes Land;
    Mit seinen Eichen, seinen Linden,
    Werd ich es immer wiederfinden.
    Nach Deutschland lechzt' ich nicht so sehr,
    Wenn nicht die Mutter dorten wär;
    Das Vaterland wird nie verderben,
    Jedoch die alte Frau kann sterben.
    Seit ich das Land verlassen hab,
    So viele sanken dort ins Grab,
    Die ich geliebt - wenn ich sie zähle,
    So will verbluten meine Seele.
    Und zählen muß ich - Mit der Zahl
    Schwillt immer höher meine Qual,
    Mir ist, als wälzten sich die Leichen
    Auf meine Brust - Gottlob! sie weichen!
    Gottlob! durch meine Fenster bricht
    Französisch heitres Tageslicht;
    Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen,
    Und lächelt fort die deutschen Sorgen.
    Heinrich Heine
    (1844 in "Neue Gedichte")

    Das bezweifle ich stark. Ein Mensch der in sich ruht, wird keinen Kompromiss eingehen. Ein Kompromiss ist eine Sache bei der keiner zufrieden und glücklich sein kann.

    Zitat


    Deshalb
    kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jemand, der niemals und in keiner Lebenslage Kompromisse macht, nicht einsam ist. ;)


    "Ein in sich ruhender Mensch wir nie einen Kompromiss eingehen" - hier hätte ich vielleicht das Wörtchen "freiwillig" einfügen müssen.

    Ixh werde versuchen meine Sicht der Dinge darzulegen. Zuerst einmal, ist wichtig zu verstehen, was ein Kompromiss ist, Kompromiss ist nicht zu verwechseln mit einem Konsens und auf gar keinen Fall eine Gleichstellung. Das das hier geschieht, diesen Eindruck habe ich gewonnen.


    Zur Erklärung, wenn ein Mensch einen Kompromiss eingeht, widerspricht dies seiner Natur, stark ausgedrückt: er vergewaltigt sich (nicht im sexistischen Sinne sondern im geistigen), deswegen: bei einem Kompromiss kann keiner glücklich sein. Kompromiss unterliegt einem Zwang.

    Um das noch näher zu erklären: jeder Mensch hat naturgegebene Eigenschaften, die man (zur Erläuterung) in der Computersprache als Hardware bezeichnen würde, das ist nicht änderbar. das bedeutet, wenn ein Angriff darauf erfolgt, hat er eine Blockade, er kann diesen Eigenschaften normalerweise nicht zuwider handeln Z.B. dass er naturgegeben nicht in der Lage ist zu töten, oder zu lügen, oder was auch immer. Wird er durch die Umstände dazu gezwungen, vergewaltigt er sich selbst oder wird vergewaltigt. Der Lernbereich dagegen wäre dann die Software, sie ist änderbar, sie entwickelt sich, unterliegt aber immer der Hardware in ihrer naturgegeben ethischen und moralischen Grenzen.
    ein Kompromiss ist ein Zwang. Das erklärt auch, warum Soldaten mit Traumata aus einem Krieg zurückkehren z.B.

    Bei einem Konsens liegen die Dinge anders, zu einem Konsens kommt man gemeinsam, ein Konsens entwickelt sich, man nähert sich an und trifft gemeinsam eine Entscheidung mit der jeder einverstanden ist bzw. sein kann.

    Jo

    [color=#000000]Unklarheit der Begriffe ist von größter[/color][color=#000000] Schädlichkeit.[/color]
    [size=10]Johann Wolfgang von Goethe[/size]