Ein Bergmann, seltener zwei oder mehrere, begegnet bzw. begegnen im Stollen während der Arbeit einem Zwerg oder aber einem Berggeist. Das fremde Wesen fordert den oder die erschrockenen Bergknappen auf, ihm zu folgen - öffnet dann ohne sichtbare Mühe einen Tunnel durch den Felsen und nimmt den Bergmann bzw. die Bergleute mit in eine fremde, für den Menschen unverständliche und märchenhaft anmutende Welt. Nach einer Besichtigung des unterirdischen Reiches, an die meist Belehrungen moralischer Art geknüpft sind, wird der Hauer, werden die Bergleute in den Stollen zurückgebracht, in dem alles begann. Meist zeigt der Zwerg bzw. der Berggeist zum Abschied noch eine reiche delmetallader. Bis zu diesem Punkt gleichen solche Sagen allen anderen, welche sich mit dem Thema unterirdischer Wesen beschäftigen. Doch die vorstehend in allgemeiner Form wiedergegebene Sage hat eine höchst ungewöhnliche Fortsetzung. Der Bergmann macht sich an die Ausbeutung der ihm gezeigten Erzader und verläßt zum Ende der Schicht wie immer den Stollen. Doch draußen erkennt er die Welt nicht mehr. Sein Dorf, der Schacht, die ganze Landschaft haben sich gravierend verändert - denn
inzwischen sind bis zu einhundert Jahre vergangen. Die Angaben in den einzelnen Sagen differieren zwischen 50 und 100 Jahren. Erwähnt sei lediglich noch, daß einige Chroniken derartige Fälle zu bestätigen scheinen und in diesem Zusammenhang auch berichten, daß der betroffene Bergmann wenige Tage nach seiner Rückkehr an einer seltsamen Krankheit gestorben sei.
Einer der sagenumwobensten Orte Deutschlands, bezüglich unterirdischer Welten, ist zweifellos der Untersberg. (auch "Wunderberg“ oder "Wotansberg" genannt)
Weit streckt sich sein mächtiger Rücken hinaus insbayerische Voralpenland. In der Sagenwelt des Berchtesgadener Landes spielt dieser Berg eine geradezu dominierende Rolle. Immer wieder ist in den uralten Überlieferungen die Rede von mächtigen unterirdischen Hallen, "Zwölf Geistergänge führen von ihm hinaus ins deutsche Land...", heißt es an anderer Stelle. Zwerge, die Urbewohner der Erde, hätten in ihm ihre Heimstatt, und Menschen verschwanden spurlos an seinen Hängen. Weiter wird mehrfach von geheimen Felsentoren berichtet. So soll sich ein verborgener Zugang in Form einer eisernen Türe in der Nähe von Hallthurm, einer längst verfallenen salzburgischen Feste an der Straße von Berchtesgaden nach Reichenhall, befinden.
Die Sage von:
der Kräutlbrockerin
Im Jahre 1753 ging von Salzburg eine Kräutlbrockerin auf den Wunderberg. Als sie eine Zeitlang auf demselben herumgienge, kam sie zu einer Steinwand. Allda liegen Brocken,
grau und schwarz als wie die Kohlen. Sie nahm von diesen etliche zu ihr, und da sie nach Haus gekommen war, merkte sie, daß in solchen klares Gold vermischt war. Sie gieng alsobald wiederum hinauf auf den Berg, um mehreres dergleichen zu ihr zu nehmen: konnte aber alles Suchens ungeachtet den Ort nicht mehr finden. Es ist daher sehr wunderlich, und weiß niemand zu behaupten, ob es wohl einer Verblendung dieser fremden Männer zuzuschreiben sey, oder ob zu Ausfindigmachung dieses Wunderbergs ein reines Gewissen oder besonders Glück erforderlich ist.
einem Holzmeister
Dieser Holzmeister, als er sich in seinen Verrichtungen auf dem Berge verspäthete, seine Nachtruhe daselbst in einer Höhle nehmen mußte, kam andern Tags darauf zu einer Steinklippe, aus welcher ein glänzend schwerer Goldsand herabrieselte. Weil er aber kein Geschirr bey sich hatte, gieng er ein andersmal hinauf, und setzte ein Krüglein unter; und da er das erstemal mit dem angefüllten Krüglein hinweg gienge, sah er unweit dieses Orts eine Thür öffnen, wodurch er gesehen, und ihme natürlich vorkommen, als sehe er in den Berg hinein eine besondere Welt mit einem Tageslicht, wie wir es haben. Von diesem Krüglein noch besonders zu merken. Dieses Krüglein hat er alle seine noch übrigen Lebensjahre angefüllter nach Hause getragen. An Geld, daß ihm dieser Sand abgeworfen, hatte er während seines Lebens keinen Mangel. Nach seinem Tod ist aber an diesem Geld kein Segen gewesen, und ist nicht zu verstehen, wie seine Freunde daran so viel Mangel litten, da sie doch nichts davon verschwendeten oder zum Bösen angewendet. Obengemeldte Thür hat gemeldter Holzmeister kaum eine Minute lang gesehen offen stehen; und da sie zugethan wurde, hat es in dem Berg gehallte, wie ein großes Weinfaß, von der Thür aber war die folgende Zeit nichts mehr zu sehen gewesen.
Von einem Weinfuhrmann
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Es fuhr im Jahr 1694 ein Fuhrmann mit einem mit Wein beladenen Wagen aus Tirol nach Hallein (einem 3 Stund von der Hauptstadt Salzburg entlegenen Städtlein), willens, die diesen Wein alldort zu verhandeln. Als er neben St.Leonhard bey der Almbrucken zu Niederalm (einem Dorf nächst des Wunderbergs), gefahren, gieng ein Bergmännlein von diesem Berg hervor, und fragte den Fuhrmann, woher er kommet, und was er da führet. Alsbald sagte ihms der Fuhrmann, was er da führt. Da sprach das Bergmännlein: Fahre mit mir, ich will Dir gute Münz dafür geben, und zwar noch mehr, als Du in Hallein dafür bekommen wirst. Der Fuhrmann aber wollte dieß nicht thun, sondern erwiederte, daß er den Wein jenem Hernen zuführen müsse, der in bestellt hat. Da nun das Bergmännlein wahrnahm, daß der Fuhrmann nicht wollt mitfahren, so fiel das Bergmännlein plötzlich auf die Mähn der Pferde, und sprach: Fuhrmann! weil Du nicht willst mitfahren, so sollst Du nicht wissen, wo Du bist; ich will Dich so führen, daß Du Dich nicht mehr auskennen sollst. Der Fuhrmann war in vielen Ängsten, und wußte sich nicht zu rathen und zu helfen; doch besann er sich, und hielt es für besser, einer zweifelhaften Sache nachzugeben, als alles für verloren zu geben. Er fährt deswegen mit dem Männlein, und dieses führt die Pferd fleißig beym Zaum gegen den Wunderberg zu. Da sie näher dem Berg zukommen, schien es dem Fuhrmann, als sey er auf einer ganz neu gemachten Straße; und als sie nächst des Berges waren, überfiel den Fuhrmann ein Schlaf; und da er wieder erwachte, sah er, daß er zu einem wohlgebauten Schloß fahre, welches von lauter roth und weißem Marmor sehr hoch erbauet war, in dessen Mitte ein vortrefflich mit Kupfer gedeckter hoher Thurm stand, und die Fenster waren von purem Krystall. Um das Schloß herum war ein etlich und zwanzig Klafter tiefer Graben. Außerhalb war eine Mauer 30 Klafter hoch und 10 Klafter dick. Dieses Schloß selbst aber stand auf einem abgehaut und abgeputzten Felsen. Bevor man zu dem Schloß kommen konnt, mußte man über sieben Aufzugbrücken durch mehrere Thore und Schutzgitter.
In dieses Schloß mußte der Fuhrmann hineinfahren. Sobald ihn aber ein Diener, der von einem Fenster dieses Schloßes herabsah, ersehen hatte, sagte er es sogleich allen Anderen in dem Schloß, welche dann zu allen Fenstern liefen, als hätten sie Freud an dem Fuhrmann. Diese waren lauter Bergmännlein, einige bloß und andere bekleidet. Es ließen sich auch einige sogar vor das Schloß heraus, insonderheit der Kellermeister, der ein etwas stärkeres Männlein war, mit vielen Schlüßeln und großen Taschen versehen, dem sein Bart über seinen Bauch auch sein Haar über die Mitte des Leibs herabreichte. Dieser Kellermeister sprach:
Willkommen, mein lieber Fuhrmann! Sey nicht traurig, ich werde Dir zu essen und zu trinken geben, was Dir gefallen wird. Aber wiewohlen sie dem Fuhrmann die besten Worte gaben, so zitterte der Fuhrmann doch an allen Gliedern vor Angst und Bangigkeit.
Als sie in Mitte des Hofes hineinkamen, waren eilends Einige vorhanden, welche die Pferde ausspannten, und sie in den Stall zum Füttern führten. Imgleichen führten andere den Fuhrmann in den untern Theil des Schloßes in ein lichtes Gemach, gaben ihm zu essen und zu trinken, so viel er ertragen konnte, und alles in feinen und sehr wohlgeputzten zinnernen Geschirren. Ungeachtet alles dessen, wollte er doch nicht fröhlich seyn, weilen er nicht wußte, was dieses wunderliche Ereignis mit ihm und seinem Wein für einen Ausgang nehmen werde. Als er eine Zeitlang geessen und getrunken hatte, befahlen sie ihm mit ihnen zu gehen, sie wollten ihm alle Ort und Ende dieses Schloßes zeigen. Der Fuhrmann wäre zwar lieber an seinem Ort geblieben, um auch zu seinem Pferde zu schauen; weil er sich aber nichts zu erwähren getraute, so gieng er mit ihnen. Da führten sie ihn über eine Steige hinauf, welche 25 messingene Staffeln hatte. Dann kamen sie in einen prachtvollen Saal, in dem die Wände mit sehr schönen Tapeten bedeckt waren. Darinnen waren Fenster 20 Schuh hoch und 7 breit, aber nicht verglast. Durch diesen Saal führten sie ihn in einen anderen Saal, der noch viel herrlicher und schöner war, als der erste, und war von lauter kostbaren Marmor gepflastert, woben die Seitenwände nicht mit Tapeten, wie in dem ersteren bedeckt, sondern vom klarsten Gold aufgerichtet waren, die Fenster waren von Krystall, übersich war ein Tafelboden ebenfalls mit Gold, und in der Mitte des Saals vier von Metall gegossene fein gearbeitete große Riesen 18 Schuh hoch. Diese Riesen hatten große goldene Ketten an ihren Armen, als ob sie gefangen wären. Oben an der Mitte des Tafelbodens war ein geformirtes Bergmännlein mit einer goldenen Krone, welches die Riesen gleichsam geschlossen hielt; und da der Fuhrmann diese vier Riesen eine Zeitlang betrachtet hatte, sagte das Bergmännlein zu ihm: Fuhrmann, verstehst Du nicht, was diese 4 Riesen sammt dem Bergmännlein mit der Kron für die künftigen Zeiten bedeuten wollen? Der Fuhrmann sagte, er wisse es nicht; und das Bergmännlein meldet davon kein Wort mehr. Neben herum in diesem Saal hiengen lauter Harnische, Pickelhauben, Schwerter, unbekannte Geschosse, und alles mit Gold reich verziert. Was sie 4 Riesen sammt dem Bergmännlein (so der Fuhrmann nicht verstanden) bedeuten sollen, ist bey vielen die Meinung, daß entweders mit der Zeit in allen 4 Welttheilen Krieg sich erhebet, oder die 4 größten Monarchen in unserem Erdteil von dem Kleinsten abhängig werden. In diesem Saal stunden auch Tische, von denen sich der Fuhrmann nicht auskennen konnte , ob solche von Holz, Stein oder was sonst für eine Materie seyn sollten, doch sah er, daß sie allenthalben mit Gold und Edelsteinen kostbar verziert waren. Aus diesem Saal führten sie den Fuhrmann in einen Dritten, der nicht weniger prächtig und schön geziert war. Es stunden in diesem überaus schöne Bettgestelle mit dem glänzendst feinsten Gold geziert, und oben auf den vier Ecken der Bettstelle standen 4 Knöpfe, welche der Fuhrmann ebenfalls nicht kennen konnte, von welcher Materie sie wären.
An diesen Knöpfen hiengen goldene Ketten. Von dem dritten Saal führten die Bergmännlein den Fuhrmann in ein finsteres Gewölb, das jedoch ganz reinlich war. In diesem Gewölb befand sich ein Loch von einem halben Schuh weit. Durch dieses befahlen sie dem Fuhrmann ein wenig durchzuschauen. Als er dadurch sah, so zeigte sich ihm eine
besondere kleine Taglichte, und über fünfzig kleine Mägdlein, von denen einige bedeckt, die anderen bloß waren. Sie nahmen den Fuhrmann von diesem Gesicht als bald zurück, und mußte mit ihnen über eine Steige hinunter in einen wohlgebauten Keller, wovon er kein Ende sehen konnte, und der mit Weinfässern voll angefüllt war. Von diesem Keller mußte er mit ihnen in ein hohes Gewölb, darinnen eine große runde Tafel stunde. An diese setzte sich ein Bergmännlein, zog einen großen Beutel mit Geld heraus, und gab dem Fuhrmann für den mitgebrachten und zugeführten Wein 180 Dutzet Dukaten, und zwar mit dem höflichen Dank und mit diesen Worten: Hebe Dein Geld auf, und kaufe Dir um dieses einen andern Wein, und Du wirst mit diesem Geld auf Deine Lebenszeit Handlung treiben können, und es wird Dir glücklich gelingen. Nach diesem spannten die Bergmännlein seine Pferde wiederum ein, und nahmen einen Stein, so roth und blau schien, und machten damit dem Fuhrmann sein blindes Pferd sehend. Sie gaben ihm auch diesen Stein, mit dem Auftrag, daß er damit auch andern blinden Pferden armer Bauersleute helfen sollte.
Demnach begaben sich die Bergmännlein alle in ihr Schloß zurück, und kamen alsbald 3 andere hervor, welche schwarze Kleider, grünsammentne Kasquets und rothe Federn darauf hatten. Diese sagten zum Fuhrmann: Du hast wohlgetan, daß Du den Wein, den Du geführt, hier zu erkaufen gegeben hast. Ermahne auch Deinen Bruder, daß er verkaufe, mit was ihn Gott zum Ueberflusse gesegnet hat.Sie begleiteten den Fuhrmann eine ziemliche Strecke Wegs, und sagten ihm zuletzt: Da man anfangen wird, weiß und rothe Hütlein zu tragen, wird die Noth aller Orten ihren Anfang nehmen, und der Segen Gottes sich wenden nach dem Leben der Menschen.
Alsbald fuhr der Fuhrmann voller Erstaunen und Verwunderung seinen Weg im Frieden weiter, unwissend wie auch wo er herausgekommen ist, indem er sich mit seinem Fuhrwerk plötzlich an dem Ort gesehen, wo das Bergmännlein zuvor zu ihm gekommen war, welches jedoch seine Kleinmuth und Sorg vermindert hat. Die 180 Duzent Dukaten sind dem Fuhrmann bey seinem anbefohlenen und auch fleißig unternommenen und glücklichen Weinhandel nie mehr und nie weniger geworden. Er behielt anbey auf erhaltenen Befehl der Bergmännlein diese wunderlichen Geheimnisse und Erscheinungen alle bey sich bis nahe an seinen Tod, ausser daß er seine Bekannten und Freunde zur Freygebigkeit des Ueberflußes öfters erinnerte, und dann stets einen nachdenkenden und gottesfürchtigen Lebenswandel führte, den er erst mit seinem Tod ein Ende machte.
Untersberg
Die verschwundene Hochzeitsgesellschaf
Eine besonders merkwürdige Geschichte soll sich vor vielen hundert Jahren einmal am Untersberg zugetragen haben. Eine Hochzeitsgesellschaft war damals von St.Leonhard nach Grödig unterwegs. Vernaleken schrieb 1858 über den Vorfall:»Einst zog ein reiches Bauernpaar samt seinem Gefolge aus einem Dorf in ein anderes naheliegendes, um dort bei den Eltern der Braut das Hochzeitsfest zu feiern. Lustig und fröhlich, unter Begleitung einiger Musiker, zogen sie die Straße entlang und kamen zum Untersberg. Nachdem
sie hier angelangt waren, fing einer aus der Gesellschaft an zu erzählen, daß in der Gegend ein Kaiser mit einem bedeutenden Heere verschwunden sei und daß seit jener Zeit hier Geister erscheinen, welche die in dieser Gegend Wandernden beschenken. Sogleich fing der Bräutigam an, den Geist zu rufen und zu bitten, er möge sie mit etwas beschenken. Auf einmal öffnete sich der Berg und ein grau gekleideter, kleiner Mann mit silberweißen Haaren erschien, der ihnen eine Türe in das Innen zeigte. Die ganze Gesellschaft folgte ihm nach, und sie kamen in eine Reihe schöner Zimmer, in deren einem eine Tafel gedeckt war und Speisen und Getränke aufgetragen standen Die ermüdeten Brautleute und ihr Gefolge setzten sich zu Ti sehe und ließen es sich schmecken. Nach dem Mahle bedurften aber alle des Schlafes, weil sie etwas viel getrunken hat ten. Beim Tische sitzend entschlummerten alle ruhig. Als sie erwachten, führte sie der Berggeist hinaus. Bei Tage kamen sie an die Erdoberfläche, allein sonderbar alles hatte sich ihnen während dieser Zeit ganz verändert. Die in dieser Gegend Wohnenden verstanden ihre Sprache nicht überhaupt schien es ihnen, als seien sie in einem ganz fremder Lande. Nach mehreren Tagen kamen sie in ein Dorf. Sie fragten, wie es heiße, und erhielten den Namen ihres Heimatortes zur Antwort. Aber auch hier schienen sie nicht zu Hause zu sein. Sie suchten ihre Wohnhäuser und fanden sie nicht; denn an deren Stelle standen ganz andere, neugebaute Häuser. Sie begaben sich zum Pfarrer und erzählten ihm alles, was geschehen war. Dieser schlug seine Bücher auf und fand wirklich, daß vor 100 Jahren ein junges Brautpaar nebst einiger Menschen im Untersberg verschwunden sei.«
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1. Im inneren des Berges soll sich Kaiser Karl V. befinden und so lange schlafen bis sein Bart 3 x um den Tisch gewachsen ist. Zweimal ist das schon geschehen, erfolgt es das dritte Mal, dann erwacht der Kaiser aus seinem Schlafe und der Jüngste Tag bricht an.
2. Wenn 24 Raben 3 x um den Berg herumfliegen, so erwacht ebenfalls der Kaiser, muss aber dann noch so lange im Berge bleiben, bis der berühmte Zwergenstein gefunden ist, vermöge dessen alle Zwerge, die den Untersberg bewohnen, in Menschen verwandelt werden. Alsdann kehrt der Kaiser zu den Lebendigen zurück.
3. Wenn es jemanden gelänge, das Goldene Zepter, dass der Kaiser in der Hand hält, zu entwenden und damit 3 Streiche gegen den Untersberg zu führen, so wäre ebenfalls der Kaiser erlöst. Er würde dann mit seinem Heere aus dem Untersberg herauskommen und den allgemeinen Weltkrieg beginnen. Alsdann bricht der Jüngste Tag an.
4. An jedem Geburtsfeste des Kaisers findet eine feierliche Prozession der Zwerge auf dem Untersberg statt. Wehe dann demjenigen, der sich auf dem Berge befinde; er würde unrettbar verloren sein, denn die Zwerge lieben es, allein zu sein
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