Beiträge von Jo

    Ich moechte auch mall so nebenbei an Skandaelchen prominenter Politiker eriinnern, Sachsensumpf, Spendenaffaere Kohl, 100000 DM die Schaeuble von einem Waffenhaendler erhalten hat und dann unvorsicchtiger Weise in der Schublade vergessen hat und so weiter und so fort.
    Den nachfolgenden Artikel von Eifelphilosoph finde ich sehr interessant und es lohnt sich allemal auch die Links anzuklicken. Obwohl, meine Hoffnung, dass hierueber auch nachgedacht wird, haelt sich sehr in Grenzen.

    "Von Eifelphilosoph

    Kennen Sie den Film “Der Informant” mit Matt Damon? Klassische Deeskalationsunterhaltung in Krisenzeiten, die uns weiß machen soll, das die Wahrheit immer ans Licht kommt? Dem Film habe ich einen Satz entnommen, der uns auch in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit helfen soll. Ich zitiere ihn sinngemäß: “Nur die, die uns über den Tisch ziehen wollen, wollen uns einreden, das wir paranoid sind, damit wir unaufmerksam werden”. Nun – das verwundert vielleicht zuerst, weil das Wort paranoidim deutschen Sprachgebrauch eher selten vorkommt, es ist unmodern geworden und durch ein anderes ersetzt worden, das – durch eine von hochintelligenten Menschen ausgetüftelte Sprachverschleierung – im Alltag akzeptabler geworden ist. Heute nennt man kritische Menschen nicht mehr Paranoiker – sondern Verschwörungstheoretiker. Genial, oder? Das Wort befördert inzwischen exakt den gleichen Inhalt wie das Wort “Paranoiker” – kann aber viel öfter zum Einsatz kommen, weil es neu und unverbraucht daherkommt, gleichzeitig aber sachlich und kritisch wirkt. Für solche Erfindungen und Entwicklungen bekommen Parteimanager und Politikberater Millionenboni – auf unsere Kosten – um uns nachher viel besser über den Tisch ziehen zu können.

    Nehmen wir uns zuerst einmal das Wort selbst vor, hier bei Wikipedia:

    Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck.

    Hört sich plausibel an, oder? Hört sich auch krank an – dabei ist es das nicht. Weder in Politik und Wirtschaft wollen wir doch wirklich nicht ernsthaft davon ausgehen, das jedes Ereignis, jeder Zustand oder jede Entwicklung ziellos und unbewußt vom “Schicksal selbst” so gewollt ist – oder?

    Jeder großer Akteur am Markt hält sich einen riesigen Beraterstab, Battalione von Experten beraten die Führungskräfte von Wirtschaft und Politik, Partei- und Marketingstrategen überlassen noch nicht mal kleinste Details dem Zufall, jede noch so kleine Äußerung von Spitzenmanagern wird von Anwaltsregimentern sorgfältig überprüft und von Psychologen und Medienexperten auf die gewünschte Wirkung hin perfekt zugeschnitten – ein ganzer Industriezweig verdient gut am Themenbereich Politik und Kommunikation … und man verleicht sich auch gerne gegenseitig Preise.

    Setzt sich aber nun der Bürger hin und versucht, zu eruieren, wo er jetzt gerade mal wieder von raffinierten Beratern über den Tisch gezogen wurde, dann … ja dann wird er ganz schnell für verrückt erklärt – nur sagt man es ihm nicht so deutlich. Man spricht lieber von “Verschwörungstheorien”.

    Darum können wir mit gewissen Meldungen gar nichts mehr anfangen – wie zum Beispiel mit der Meldung das der Verfassungsschutz seit Jahrzehnten von der Existenz nationalsozialistischer Todesschwadrone in Deutschland weiß. Wie sollten wir eine solche Nachricht auch romantic verarbeiten können, wo wir doch wissen, das der Prozess der Verarbeitung selbst zu einem Zustand führt, den führende Marketingexperten als “Wahnsinn” gebrandmarkt haben.

    Nehmen wir zum Beispiel die Affäre Wulff, die mich auch schon zum Nachdenken gebracht hat. Kaum hat jener Mann den Straftatbestand der Majestätsbeleidigung wieder ausgegraben, fängt die gesamte Presse (also: alle vier Großkonzerne) an, gegen ihn zu schießen. Seine Frau soll ich ihre Kleider durch Sponsoren besorgen (mit Aufklebern?), als Ex-VW-Aufseher soll er die Anleger getäuscht haben (als AWD-Berater?), sein Haus soll er mit einem anonymen Scheck bezahlt haben (mit der Nummer 83338 – für Numerologen sicher ein sehr gut versteckter Hinweis auf seine Tätigkeit für die Illuminaten) - während Stimmen aus der Wirtschaftswelt schon jetzt sagen: wäre er einer der ihren, würde er sofort ´rausfliegen.

    Präsidentenkegeln scheint Breitensport zu werden. Alle vier machen mit.

    Wer hat nun was davon?

    Angela Merkel. Sie profitiert vom Wulff-Desaster. Wie erstaunlich. Ebenso erstaunlich wie die Wendungen, die die Wulff-Debatte nun nimmt – gleiche mehrfach wird in den Medien die Abschaffung des Präsidentenamtes //http://www.spiegel.de/kultur/gesells…8,807486,00.htm gefordert womit die Demontage der Demokratie ein Stück weiter getrieben würde. Wozu braucht ein Land, das seine Souveränität zunehmend an Europa abgibt, eigentlich noch ein Staatsoberhaupt? Wo kein Staat, da auch keine Oberhaupt. Ausserdem kostet der Mann Geld – und das braucht man dringend an der Bonifront.

    Kennen Sie noch die Geschichte vom Gazpromkanzler?

    “Kopflos” komme er ihm vor, sagt Guido Westerwelle, der einzige derzeit aktive Oppositionsführer. Westerwelle hat Schröder fest ins Visier genommen. Es ist ein politischer Kampf mit persönlichem Antrieb – der Ex-Kanzler hat dem Oberliberalen verbieten lassen zu behaupten, Schröder habe Gasprom den “Auftrag” zum Bau der Ostsee-Pipeline erteilt.

    Bislang trat der Altkanzler auf, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, als ehemaliger Regierungschef in den Diensten eines russischen Staatskonzerns zu stehen. Am 30. März wurde er in Moskau zum Aufsichtsratsvorsitzenden der North European Gas Pipeline Company gewählt, die mehrheitlich Gasprom gehört. Die Russen überweisen ihm dafür 250 000 Euro im Jahr.

    Nun steht er in anderem Licht da: Die Frage, ob der prestigeträchtige Job nicht auch ein Dankeschön ist für eine äußerst gefällige Russland-Politik des Bundeskanzlers Schröder, lässt sich nicht mehr beiseiteschieben.

    Der heutige Gasprom-Mann wäre quasi der Gasprom-Bürge von gestern.

    Das war doch wohl mal ein richtig haggle Skandal, oder? Aber Schröder – wird nicht so mit Dreck beschmissen, obwohl seine Positionen heute denkbar undemokratisch wirken:

    Anständig wie er war, verbot sich Schröder jahrelang jede Kritik: an Putins Tschetschenien-Politik, an der Abschaffung der Pressefreiheit, am Umgang mit den Unbequemen wie dem einstigen Öl-Milliardär Michail Chodorkowski, den der Kreml bis ins Arbeitslager stürzen ließ. Schröder nannte Wladimir Putin einen “lupenreiner Demokraten”.

    Wo ist der Aufschrei der Medien gegen diesen Ex-Kanzler?

    Oder – viel interessanter: was hat er mit Angela Merkel gemein?

    Eine große Nähe zu den führenden Kreisen der USA – Schröder zum Beispiel als Berater von Investmentbanken. Schröder hat durch Hartz IV die deutsche Gewerkschaft zerschlagen, Merkel ist dabei, die deutschen Staatsfinanzen an US-Investmentbanken zu verpfänden.

    Die Zeit erwähnt eine weitere Kleinigkeit, die die Namen Schröder und Merkel tin einem moralischen Zusammenhang vereint:

    Warum gilt für den Banker nicht, was für den Hartz-IV-Empfänger gilt, der bei Regelverstößen mit Kürzungen seiner Bezüge rechnen muss?

    Es stimmt nachdenklich, das wir auch den Schröder/Gazprom-Kritiker Westerwelle in diesem Zusammenhang wiederfinden … jenen Westerwelle, der in den Medien so gut wegkommt wie der jetzige Bundespräsident.

    »Zu den Kleinen kommt der Pleitegeier, zu den Großen kommt der Bundesadler.« Westerwelle beschrieb die Verhältnisse ziemlich treffend. Damals wie heute.

    Ja, das ist so. Und das ist kein Zufall, das hat System. Denken wir über das System nach, wird man uns gleich für geisteskrank erklären, womit sich die alte Sowjettraditionen durchsetzt, das das eigene System so gut ist, das seine Kritiker nur geisteskrank sein können.

    Kritisieren wir das System, sollten wir es indirekt machen – wie zum Beispiel Charles Fergusson. Er behauptet doch in der Tat, das die Finanzkrise kein Unfall gewesen sei – und macht die gleichen Beobachtungen wie Guido Westerwelle:

    Erstens ist die ganze Unterstützung nur zu den 10 bis 20 Prozent Reichen der Bevölkerung gelangt. „Es gab sehr wenig Unterstützung für Leute, die plötzlich ihr Haus oder ihre Arbeit verloren hatten.” Zweitens wurde diese Unterstützung gegeben, ohne dass ernsthafte Bedingungen für die Rückgabe gestellt wurden. „Die Boni der Investmentbanker erzielten 2009, inmitten der Krise, neue Rekorde.

    Und kaum einen hat es gestört – noch kann sich jemand daran erinnern, das es direkte Zusammenhänge zwischen den Forderungen des IWF und dem Sozialstaatsabbau in Deutschland gab. Dazu hätte man in den achtziger Jahren genauer in den “Spiegel” schauen müssen – oder in den Neunzigern Vivianne Forrester lesen.

    Oder man liest heute in der FAZ, wo ein amerikanischer Autor – ganz nebenbei – die neue Weltordnung erwähnt:

    Wir schreiben das Jahr 2012, die deutschen Eliten sind, wieder einmal, auf dem Holzweg. Um die Situation zu verstehen, empfiehlt sich ein Klassiker: Fritz Fischers 1969 erschienenen „Krieg der Illusionen: Die deutsche Politik von 1911 bis 1914.“ Gewiss, das Schlachtfeld ist heute nicht militärischer, sondern monetärer Natur, die Klasse der Unternehmer und Banker hat die Rolle der preußischen Junker übernommen und die Bundesbank die des Generalstabs. Doch alles in allem erscheint die Szene vertraut.

    Da hätten wir jetzt nicht mit gerechnet, oder? Da leben wir auf einmal mitten drin in einem neuen Feudalstaat – und dürfen gar nicht darüber reden.

    Nur die, die uns über den Tisch ziehen wollen, wollen uns einreden, das wir paranoid sind, damit wir unaufmerksam werden

    Im Jahre 2012 ist aus der Bundesrepublik eine Bonirepublik geworden. Wer das Volk durch Fußball, Gameshows oder lange Beine ablenken kann, wird schnell reich gemacht, wer die Existenz einer neuen Feudalkultur beschreiben möchte, wird für geisteskrank erklärt.

    So läuft das Dingen endlos weiter.

    Endlos?

    Nein – die Mittelstandsnachrichten erkennen schon, welche Bedeutung die Affäre Wulff auf jeden Fall hat:

    So muss man sich den Zerfall eines Systems vorstellen: Das Staatsoberhaupt bekommt in beiden Staatssendern eine Sondersendung, um über seine Affären zu diskutieren. Früher gab es Sondersendungen bei Katastrophen oder im Kriegsfall. Die res publica ist gefährlich nahe an ihr lächerliches Ende gekommen.

    Ein Nachrichtenmagazin der mittelständischen Wirtschaft hat jene Funktionen übernommen, die die vier großen Konzerne schon längst verdrängt haben: es wacht über die Demokratie.

    Wir erleben aber dennoch zwei Katastrophen, die weit über den Fall Wulff hinausgehen: Die eine ist die allgemeine Verstrickung von korrupten Politikern mit einer Teilen einer skrupellosen Wirtschaftselite, die sich jeden kaufen kann, den sie einmal brauchen könnte. Und die immer genug Dumme findet, die sich dabei erwischen lassen.

    Die Dekadenz unseres Systems besteht in einem unausgesprochenen Konsens: Wir wissen, dass hier etwas zugrunde geht, aber es ist uns zu kompliziert und mühsam, dagegen anzukämpfen. Daher flüchten sich Politik und Medien ins gemeinsame Dschungel-Camp der politischen Realsatire und inszenieren den Abgesang auf die Demokratie als Burleske, in deren Mittelpunkt keine Charaktere mehr stehen, sondern nur noch Marionetten eines todessüchtigen Zeitgeists.

    Wie gut, das wir wissen, das Systemkritik an der Bonirepublik ein Anzeichen für Geisteskrankheit ist, denn wenn wir weiterdenken würden, uns fragen, warum dieses System eigentlich wirklich zugrunde geht, wer davon einen Vorteil hat und wann der allerletzte Euro auf den Konten der amerikanischen Superklasse landet:

    wir würden uns sehr fürchten – vor einem neuen Krieg in Europa wie der französische Präsident Sarkozy, vor Horrorpreisen bei Lebensmitteln oder Massenarbeitslosigkeit infolge einbrechender Industrieaufträge.

    Aber bevor wir uns fürchten, lassen wir uns lieber über den Tisch ziehen.

    Wer aber nun wirklich noch nicht genug hat von der Paranoia … der sollte sich kurz mal vorstellen, wie denn die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage zu deuten wäre, wenn die Operation Poketbook auch heute noch weiterlaufen würde:

    Bislang unveröffentlichte Dokumente enthüllen darüber hinaus aber auch einen “Psychologischen Strategieplan für Deutschland”. Der Plan war “top secret”; sein Deckname lautete “Pocketbook”. Die Drahtzieher waren keine Politiker, sondern US-Agenten. Gesteuert und finanziert wurde die Kampagne von der CIA. Der US-Geheimdienst beeinflußte die deutsche Kulturszene, unterstützte Medien, baute die Gewerkschaften auf und bezahlte Politiker.

    Das konnten die vor sechzig Jahren.

    Wie raffiniert die wohl heutzutage sind – und wie wohl der aktuelle psychologische Strategieplan für Europa aussieht?

    Fragen … die wir besser niemals stellen werden.

    Die Zwangsjacke droht.
    Nachrichtenspiegel.de


    Meine Empfehlung an Christian Wullf, wenn ihm sein Leben lieb ist, sollte er zuruecktreten. Wenn er Charakter hat sollte er handeln auf die Gefahr hin, dass er in seinem Alter noch Fallschirmspringen ueben muss, oder dass vielleicht die Badewanne vollaeuft.

    Jo

    +10°C
    Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki
    drehen die Heizung ab. Die Lappen (Bewohner
    Lapplands) pflanzen Blumen.

    +5°C
    Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die
    Sonne noch über den Horizont steigt.

    +2°C
    Italienische Autos springen nicht mehr an.

    0 °C
    Destilliertes Wasser gefriert.

    -1 °C
    Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen
    Mittelmeerurlaub zu planen. Die Lappen essen
    Eis und trinken kaltes Bier.

    -4 °C
    Die Katze will mit ins Bett.

    -10 °C
    Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die
    Lappen gehen zum Schwimmen.

    -12 °C
    Zu kalt zum Schneien.

    -15 °C
    Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

    -18 °C
    Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die
    Heizung auf.

    -20 °C
    Der Atem wird hörbar.

    -22 °C
    Französische Autos springen nicht mehr an.
    Zu
    kalt zum Schlittschuhlaufen.

    -23 °C
    Politiker beginnen, die Obdachlosen zu
    bemitleiden.

    -24 °C
    Deutsche Autos springen nicht mehr an.

    -26 °C
    Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus
    geschnitten werden.

    -29 °C
    Die Katze will unter den Schlafanzug.

    -30 °C
    Kein richtiges Auto springt mehr an. Der
    Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und
    startet seinen Lada.

    -31 °C
    Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren
    zusammen. Lapplands Fußballmannschaft
    beginnt
    mit dem Training für den Frühling.

    -35 °C
    Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen.
    Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.

    -39 °C
    Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
    Die
    Lappen schließen den obersten Hemdenknopf.

    -40 °C
    Das Auto will mit ins Bett. Die Lappen
    ziehen
    einen Pullover an.

    -44 °C
    Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das
    Bürofenster zu schließen.

    -45 °C
    Die Lappen schließen das Klofenster.

    -50 °C
    Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Lappen
    tauschen die Fingerhandschuhe gegen
    Fäustlinge.

    -70 °C
    Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der
    Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein
    Langlaufausflug organisiert.

    -75 °C
    Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
    Die Lappen klappen die Ohrenklappen der
    Mütze
    runter.

    -120 °C
    Alkohol gefriert. Folge davon: Der Lappe ist
    sauer.

    -268 °C
    Helium wird flüssig.

    -270 °C
    Die Hölle friert.

    -273,15 °C
    Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der
    Elementarteilchen. Die Lappen geben zu:
    "Ja, es ist etwas kühl, gib' mir
    noch einen Schnaps zum Lutschen"

    Und jetzt kennst Du den Unterschied zwischen
    Lappen und Waschlappen...

    'Dinner for one' feat. Sarkozy und Merkel - ARD Morgenmagazin

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    Ein bisschen Spass, oder doch nicht?

    Jo

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    Ragnar Redbeard
    Might is Right. Die Philosophie der Macht
    Vorwort von Anton LaVey
    Nachwort von Peter H. Gilmore
    Edition Esoterick, Siegburg 2009
    ISBN-13: 978-3-936830-31-6
    ISBN-10: 3-936830-31-2
    196 Seiten, Hardcover - Preis: EUR 29,90

    Might is Right ist ein beispielloses Buch eines Autors von außergewöhnlicher Stärke und rauher, ursprünglicher Kraft, dessen Sinneswahrnehmungen ans Übernatürliche grenzen - ein außergewöhnliches Buch. Du solltest es lesen, es dann nochmals lesen und es dann deinen Freunden leihen.
    Nimm seine Bedeutung mit deinem Wesen auf und - wenn dein Geist nicht gebrochen ist - wird es dir die Augen öffnen; es wird einen neuen Menschen aus dir machen; es wird jede deiner Taten und Gedanken veredeln.
    Es wird deine Seele hypnotisieren und dich in diese Welt des unbarmherzigen und wilden Kampfes senden als ein Eroberer und König unter den Menschen.
    The Chicago Tribune

    Leseprobe:

    Wie kommt es, daß „kluge und führende Köpfe“ kaum jemals den vorgefertigten „moralischen Kodex“ in Frage stellen, unter dem unsere einst lebendige westliche Kultur langsam aber sicher in friedvoller Untätigkeit und fortschreitendem Verfall dahinsiecht?
    Maßgebliche „Moralprinzipien“ werden von ihren orthodoxen Verteidigern willkürlich als feststehende und unveränderliche Größen angenommen, und an der Gottgegebenheit dieser „Prinzipien“ zu zweifeln ist Verrat und ein Sakrileg. Wenn die größten Denker einer Nation unfähig sind oder Angst davor haben, ihr Manifest und dessen logische Funktion vorzuführen, wundert es kaum, daß durchschnittliche Bürger auch ziemlich abgeneigt sind, „Leben, Glück und heilige Ehre“ für den Umsturz populärer „Richtig und Falsch“-Konzepte zu riskieren, von denen sie aus bitterer persönlicher Erfahrung wissen, daß es sich um nicht umsetzbare Irrtümer handelt. Obwohl der durchschnittliche Mensch in seinem Herzen fühlt, daß fast alle politischen und religiösen Konventionen wirksame Täuschungen sind, vermeidet er dennoch behutsam jegliche offene Darstellung von Dingen, die hierzu im Widerspruch stehen. Er hat nicht die Courage, zu seiner Meinung zu stehen. Er hat Angst davor, offen zu sagen, was er insgeheim denkt. Mit anderen Worten, er lebt in einem Stadium der Einseitigkeit, der Unterwerfung. Er erlaubt seinem Gehirn, von anderen Gehirnen dominiert und in Fesseln gehalten zu werden. Seit seiner Kindheit wurde er vorsätzlich einem kontinuierlichen externen Druck ausgesetzt, der speziell dazu entworfen wurde, sein Begriffsvermögen in strikte Übereinstimmung mit vorgefertigten Sichtweisen moralischer, politischer oder religiöser „Pflicht“ zu zwingen. Ihm wurde kein einziger Moment echter geistiger Freiheit gewährt. Er hat das betrügerische Haften am Althergebrachten schon mit der Muttermilch eingesogen. Er hört, wie die entsetzlichsten Lügen in seiner Gegenwart als erhabene Wahrheiten verherrlicht werden. Er hört, wie Unwahrheiten in schwülstigen Liedern besungen werden. Er hört sie ertönen aus Hörnern aus Silber und Messing. Er hört, wie sie von Versammlungen von Gläubigen inmitten des Getöses heiliger Musik und dem feierlichen Wirbel gesungener Gebete angestimmt werden. Auf diese Weise wird sein Geist durch Autorität abgestumpft, bevor er eine Chance hatte zu reifen. Auf diese Weise wird die Jugend geistig kastriert, damit sich ihre natürliche Vitalität anschließend unter dem Joch der Gewohnheit abnutzen möge – dem Joch der Sklaverei. Im Kindergarten, in der Schule und an der Universität wird der vorbereiteten Masse vorsätzlich formbarer Einheitsbrei aufgezwungen. Alles, was eine korrupte Kultur tun kann, wird getan, um den wachsenden Intellekt in unnatürliche Kanäle zu pressen. Aus diesem Grund hat die große Masse der Menschen, die heutzutage die Welt bevölkert, keine Initiative, keine Originalität oder gedankliche Unabhängigkeit, sondern sie sind bloß einseitige Individuen, die niemals auch nur die kleinste Stimme bei der Formgebung der Ideale hatten, die sie gewohnheitsmäßig verehren.
    Obwohl der durchschnittliche Mensch keinen Anteil daran hatte, den moralischen Kodex und das vorgeschriebene Gesetz zu erarbeiten, gehorcht er ihnen dennoch mit hündischer Unterwürfigkeit. Er wird zum Gehorsam trainiert, so wie Ochsen am Joch ihres Meisters zugrunde gerichtet werden. Er ist ein geborener Knecht, von der Kindheit an gewöhnt, von anderen beherrscht zu werden.
    Die chinesische Kultur verstümmelt vorsätzlich die Füße ihrer Kinder, indem sie diese in Bandagen aus Seide und Bandeisen einhüllt. Die christliche Kultur beengt und zerstört den Geist ihrer Jugend durch falsche Philosophien, künstliche Moral und starre politische Glaubensbekenntnisse. Verderbliche Theorien von Gut und Böse werden systematisch in unsere Literatur eingepflanzt, und nach und nach kristallisieren sie sich – ohne ein ernsthaftes Hindernis darzustellen – zu unbeugsamen Vorschriften, unfehlbaren Verfassungen, Wunschtraumevangelien und anderen tödlichen Epidemien.
    Modernen „gedankliche Führern“ fehlt es fast gänzlich an Originalität und Courage. Ihre Weisheiten sind Narrheiten, ihre Heilmittel sind Gift. Sie behaupten einfältigerweise, die Bestimmung von Nationen zu leiten, wohingegen sie in Wirklichkeit nichts als das Treibgut und der Abschaum sind, die gemächlich den dunklen Strom der Dekadenz hinunterfließen.
    „Aus diesem Grunde sind all die Menschen der Erde hilflos, weil diejenigen die führen blind sind.“
    Die Menschheit ist sich ihrer falschen Propheten, ihrer Demagogen und Diplomaten gewahr. Sie schreit nach Königen und Helden. Sie verlangt nach einem Adelsstand – einem Adelsstand, der nicht mit Geld gekauft werden kann, wie Sklaven oder Lasttiere. Die Welt erwartet die Ankunft von mächtigen Männern voller Heldenmut, große Zerstörer; Zerstörer all dessen, was widerwärtig ist; Engel des Todes. Uns ist schlecht bis zum Erbrechen vom „guten Herrn Jesus“, von Angst und Schrecken unter der Gewalt von Priestern, Statthaltern und dem Pöbel. Wir sind der „Gleichheit“ sterbensmüde. Götter gibt es im Ausverkauf, Teufel sind gefragt. Er, welcher das kommende Zeitalter beherrschen will, muß hart, unerbittlich und furchtlos sein, weil Weichheit die Idole der Masse nicht erfolgreich angreifen kann. Diese Idole müssen in kleine Teile zerschmettert werden, zu Asche verbrannt, und das kann nicht im Namen der Liebe geschehen.
    Die zeitgenössischen „Kräfte des Bösen“ können in den zeitgenössischen Idealen gefunden werden.
    Die Gebote, Gesetze und moralischen Prinzipien, die wir aufgerufen werden zu verehren und zu fürchten, sind selbst der heimtückische Antrieb der Dekadenz. Es sind moralische Prinzipien, die Bettler hervorbringen. Es sind goldene Regeln, die Demut verherrlichen. Es sind vorgeschriebene Gesetze, welche die Menschen zu unterwürfigen Hunden macht.
    Ein Mensch kann jedes einzelne der Zehn Gebote einhalten und dennoch sein Leben lang ein Narr bleiben. Er kann jedes Gesetz des Landes befolgen und dennoch ein Lump und ein Sklave sein. Er kann „Jesus lieben“, sich an der Goldenen Regel erfreuen und dennoch bis zur Stunde seines Todes ein Versager und Abhängiger bleiben. Der Weg zur Hölle besteht wahrhaftig darin, die Gebote Gottes zu erfüllen. Falls die alles überwindende Spezies, der wir angehören, nicht unwiderruflich in mannigfachen Nichtigkeiten versinkt – wie die schwächeren Herden, die sie hinter sich gelassen oder versklavt hat –, so ist es unentbehrlich, daß die semitischen Spinnennetze, die auf so listige Weise über lange Zeit in die Gehirne unserer Anführer eingewoben wurden, unbarmherzig mit der Wurzel herausgerissen werden, auch wenn dieser Prozeß sich schmerzhaft gestaltet.
    Wenn wir unsere ererbte menschliche Natur bewahren und verteidigen wollen, dürfen wir es uns nicht erlauben, bis ans Ende der Zeit von süßen Schlafliedern des östlichen Idealismus in den Schlaf gewiegt zu werden. Viel zu lange haben wir uns von dem okkulten Reiz des hebräischen Utopismus hypnotisieren lassen. Wenn wir damit fortfahren, dem hinterlistigen Bann zu gehorchen, der auf uns gelegt wurde, werden wir eines furchtbaren Morgens erwachen, und die Tore der Hölle – der „Hölle auf Erden“ – werden weit offen stehen, um sich hinter uns für immer zu verschließen.
    Die Idee der Hölle ist in mancher Beziehung ein wahres Konzept, das tatsächliche Fakten andeutet. Wenn wir diesen Ort verweltlichen, gibt es daran nichts Unharmonisches. Viele Rassen, Stämme und mächtige Reiche sind in einer schrecklich realistischen Hölle untergegangen. Ist es nicht recht und gerecht, daß die Niederträchtigen, die Verächtlichen und Verkommenen – sozusagen die Sklavennationen dieser Welt – unbarmherzig für ihre kriecherische Feigheit bestraft werden? Ist es nicht recht, daß sie gebraten und geröstet werden, in kochendem Blut schwimmen sollten oder beim Tanzen auf höllisch-heißem Wüstensand und Wüstengräbern vor Hitze mit Blasen an den Füßen und verzerrten Augäpfeln umkommen?
    In der Realität ist die Natur grausam und gnadenlos zum Menschen, wie auch zu allen anderen Wesen. Laß einen Stamm von menschlichen Tieren ein rationales Leben führen, und die Natur wird ihnen und ihren Nachkommen zulächeln; aber laß sie versuchen, eine unnatürliche Art der Existenz zu organisieren, ein Elysium der Gleichheit, und sie werden bestraft werden bis hin zur Vernichtung.
    3
    Alle Ethik, Politik und Philosophie sind reine Annahmen, die wiederum auf Annahmen aufbauen. Sie ruhen auf keiner sicheren Basis. Sie sind nichts als schattenhafte Luftschlösser, die von Tagträumern oder Schurken auf Kindermärchen errichtet wurden. Es wird jedoch Zeit, daß Ethik, Politik und Philosophie auf einer soliden Grundlage aufgebaut werden. Dies kann niemals erreicht werden, wenn der Geist der Menschheit nicht zuvor gründlich von seinen verdorbenen, unangemessenen und verderblichen Konzepten von Richtig und Falsch bereinigt und drastisch desinfiziert wurde. In keinem menschlichem Hirn kann ausreichend Platz für die unnachgiebige Logik harter Fakten gefunden werden, solange nicht alle bestehenden Illusionen schließlich vernichtet wurden. Halbherzigkeit nützt nichts, wir müssen bis an die Wurzeln reichen und sie bis zur letzten Faser herausreißen. Wir müssen, wie die Natur, hart, grausam und unnachgiebig sein.
    Zu lange war es der toten Hand erlaubt, lebende Gedanken abzutöten. Zu lange schon wurde Richtig und Falsch, Gut und Böse von falschen Propheten umgedreht. In den Tagen, die kommen werden, darf weder ein Glaubensbekenntnis, noch ein Kodex aufgrund irgend einer menschlichen, übermenschlichen oder „göttlichen“ Autorität akzeptiert werden. Moral und Anhaften am Althergebrachten ist etwas für Untergebene. Religionen und Verfassungen und alle willkürlichen Prinzipien, sowie jedes vergängliche Theorem muß angezweifelt werden. Kein moralisches Dogma darf als selbstverständlich angesehen, kein Maßstab vergöttlicht werden. Es gibt nichts inhärent Heiliges an moralischen Konzepten. Wie die hölzernen Idole vergangener Zeiten sind auch sie allesamt das Werk von Menschenhand, und was der Mensch erschaffen hat, kann der Mensch auch zerstören.
    Derjenige, der zögert, alles und jedem zu glauben, ist sehr weise, denn der Glaube an ein falsches Prinzip ist der Beginn allen Unverstands.
    Die oberste Aufgabe jedes neuen Zeitalters besteht darin, neue Menschen hervorzubringen, die seine Freiheiten neu festlegen, es zu materiellem Erfolg führen und die verrosteten Schlösser und Ketten veralteter Gewohnheiten sprengen, die einem gesunden Wachstum stets entgegenstehen. Theorien, Ideale und Verfassungen, die möglicherweise Leben, Hoffnung und Freiheit für unsere Vorfahren bedeuteten, können heute Zerstörung, Versklavung und Entwürdigung für uns bedeuten. Wenn sich die Umweltbedingungen ändern, ist kein menschliches Ideal von Dauer.
    Wo auch immer eine Lüge unter sich einen Thron errichtet hat, soll sie daher ohne Mitleid und Bedauern angegriffen werden, denn unter der Herrschaft einer Lüge kann keine Nation dauerhaft gedeihen. Überholte Trugschlüsse sollen entthront, ausgemerzt, verbrannt und zerstört werden, denn sie sind eine ständige Gefahr allen wahrhaftigen Denkens und Handelns. Jegliche „Wahrheit“, die sich aufgrund von Beweisen als nichts weiter als reine Erfindung herausstellt, soll ohne große Umstände in die tiefste Finsternis zu den toten Göttern, toten Weltreichen, toten Philosophen und anderem nutzlosen Gerümpel und Schrott geschleudert werden.
    Die gefährlichste aller herrschenden Lügen ist die heilige, geweihte, die privilegierte Lüge – die Lüge, von der jeder glaubt, daß sie ein Musterbeispiel der Wahrheit ist. Sie ist die fruchtbare Mutter aller anderen populären Irrtümer und Selbsttäuschungen. Sie ist hydraköpfig und hat tausend Wurzeln. Sie ist ein gesellschaftliches Krebsgeschwür. Die Lüge, die als Lüge bekannt ist, ist schon halb ausgerottet, aber die Lüge, die sogar von intelligenten Leuten als geheiligte Tatsache akzeptiert wird – die Lüge, die schon auf den Knien der Mutter eingeimpft wird –, ist gefährlicher zu bekämpfen, als eine schleichende Pest. Populäre Lügen waren schon immer die mächtigsten Gegner persönlicher Freiheit. Es gibt nur einen Weg, mit ihnen umzugehen: Schneide sie bis zum Kern heraus, wie bei einem Krebsgeschwür. Rotte sie mit Stumpf und Stiel aus, oder sie werden uns alle verschlingen. Wir müssen sie vernichten, oder sie werden uns vernichten. Halbherzigkeiten sind nutzlos.
    Wenn eine Lüge sich zu weit ausgebreitet hat, wenn sie sich in den Zellen, Knochen und Hirnen der Menschen eines Volkes niedergelassen hat, sind alle Halbherzigkeiten nutzlos. Das Bereuen vergangener Untaten kann den Verfall und die Ausrottung nicht aufhalten. Der tödliche Schuß ist abgegeben, und in den feurigen Schmelzofen der Sklaverei und Vergessenheit müssen sie gehen, um dort rechtmäßig aufgezehrt zu werden. Aus ihrer Asche mag vielleicht etwas Neues, etwas Nobleres erwachsen, aber sogar das ist eine rein optimistische Mutmaßung.
    In der Natur ist der Lohn der Sünde stets der Tod. Die Natur liebt den Fehlgänger nicht, aber ist auf jede mögliche Art bestrebt, ihn zu zerstören. Ihr Fluch findet sich im Angesicht der Demütigen. Ihre Segnung findet sich im Herzensblut der Starken und Tapferen. Nur Juden und Christen und andere Verkommene glauben, daß Verjüngung durch Gesetz und Gebet erlangt werden kann. „All die Tränen all der Märtyrer“ hätten ebensogut niemals vergossen werden müssen.
    4
    Was auch immer ein Volk glaubt, soll es entweder befreien, es versklaven oder es bis ins Mark zerfressen, in strikter Übereinstimmung mit der natürlichen Ordnung. Konsequenterweise läuft ein Volk Gefahr, betrogen und getäuscht zu werden, wenn es uneingeschränkt glaubt, was es von Philosophen gelehrt wird. Wenn viele Nationen auf diese Weise betrogen werden, ist diese Täuschung eine Gefahr für die Freiheit der ganzen Welt.
    Freie Menschen sollten ihre Führung niemals an Vorschlägen oder Meinungen anderer festmachen, denn wenn sie dies tun, sind sie nicht länger frei. Kein Mensch sollte irgend einem Vertrag gehorchen, sei es schriftlich oder stillschweigend, es sei denn derjenige selbst hat hierzu seine persönliche und formelle Verbindlichkeit in einem Zustand geistiger Reife und uneingeschränkter Freiheit zugesagt. Nur Sklaven werden in Verträge geboren, unterschrieben und besiegelt von ihren Vorfahren. Der freie Mensch wird frei geboren, lebt frei und stirbt frei. Er steht – auch wenn er in einer künstlichen Kultur lebt – über jedem Gesetz, jeder Verfassung und allen Theorien von Richtig und Falsch. Er unterstützt und verteidigt diese natürlich, solange sie ihm nützen, aber wenn sie dies nicht tun, vernichtet er sie mit der einfachsten und direktesten Methode.
    Es gibt keine Verpflichtung zu passivem Gehorsam für irgend einen Menschen, wenn sein Leben, seine Freiheit und sein Besitz durch Räuber, Meuchelmörder oder Diplomaten bedroht sind.
    Einer von Columbus’ Offizieren nahm im westindischen Ozean einen karibischen Häuptling durch eine heimtückische Kriegslist gefangen. Der Häuptling wurde zu einem Fest eingeladen und als er dort ankam, mit honigsüßen Worten dazu überredet, ein paar hochglanzpolierte Stahlfesseln auf dem Rücken eines Pferdes anzuziehen; es wurde ihm auf verschlagene Art und Weise erklärt, daß die Eisen ein Zeichen von Souveränität wären. Törichterweise glaubte er seinem listigen Schmeichler, und als sich die Ketten fest um seine Gliedmaßen schlossen, wurde er abgeführt, um von Ungeziefer zerfressen zu werden, während er eine Mühle in einem spanischen Verlies drehte. Was diese glitzernden Stahlfesseln für den indianischen Häuptling waren, sind Verfassungen, Gesetze, moralische Prinzipien und hebräisch beherrschte Kulturen für die Nationen der Erde. Tatsächlich wurde die Menschheit im Namen von Fortschritt und sozialem Wachstum in stinkende Verliese gelockt, wo sie unaufhörlich für nichts schuftet, in Dunkelheit, Verzweiflung und voller Schuldgefühle. Wie der spanische Offizier, schmeicheln auch die Herren der Erde den Betrogenen zuerst, um sie einfacher anketten zu können. Wer spricht heutzutage ohne ein höhnisches Lachen über diese „souveränen Leute“? Und doch war es einst als ein Ausdruck voller Bedeutsamkeit gedacht. Ihre „Souveränität“ ist nun anerkannter Schwindel und ihre Freiheit ein Traum.
    Es sollte daher klar sein, daß der Mensch oder die Nation, die ihre Freiheit behalten oder wirklich sicher sein möchte, keine Vorschrift als endgültig akzeptieren darf – nichts Geschriebenem oder Gesagtem, nichts Lebendem oder Totem glauben darf – weder besonderen Jehovas, noch weinenden Erlösern glauben darf – weder an wütende Teufel, noch an teuflische Philosophien – weder an Geister, noch an Idole – weder an Gesetze, noch an Frauen oder Männer.
    5
    Derjenige, der zu sich selbst sagt: „Ich muß glauben, ich darf nicht in Frage stellen.“, ist kein Mann, sondern bloß feige und geistig beschnitten. Derjenige, der an etwas glaubt, „weil es überliefert wurde“, ist ein Knecht in seinem Herzen; und derjenige, der an etwas glaubt, „weil es so geschrieben steht“, ist ein Narr voller Torheit. Scharfsinnige Geister zweifeln alle Dinge an und halten sich nur an das, was nachweisbar die Wahrheit ist.
    Die Regeln des Lebens finden sich nicht in Korans, Bibeln, den Zehn Geboten oder Verfassungen. Dort finden sich eher die Regeln der Dekadenz und des Todes. Das „Gesetz der Gesetze“ ist nicht in hebräischen Buchstaben geschrieben oder auf Tafeln aus Stein, sondern im Herzen eines jeden Menschen. Derjenige, der irgend einem Maßstab von Richtig und Falsch gehorcht, außer dem, welcher von seinem eigenen Gewissen aufgestellt wurde, betrügt sich selbst und begibt sich in die Hand seiner Feinde, die ständig darauf lauern, ihn an ihre Mühlsteine zu binden. Und im allgemeinen sind die gefährlichsten Feinde eines Menschen seine Nachbarn.
    Große Menschen lachen verächtlich über spirituelle Gebote und sehen keine Veranlassung dazu, sich vor den Entscheidungen irgend eines menschlichen Tribunals zu fürchten. Sie stehen über jedem Gesetz. Gesetze und Vorschriften sind nur für unterworfene Knechte. Der freie Mensch benötigt sie nicht. Er mag Gebote und Vorschriften erstellen, um damit Abhängige zu binden und zu kontrollieren, aber er beugt sich selbst nicht vor seinen eigenen Erfindungen, außer zum Schein.
    Gesetzesbücher und Goldene Regeln wurden gemacht, um Sklaven und Narren daran zu fesseln. Sehr nützlich sind sie, um die Herden von verurteilten Straftätern zu kontrollieren, welche die Fabriken füllen und die Felder bearbeiten. Alle moralischen Prinzipien sind daher die Diener, und nicht die Herren der Starken. Macht erstellte moralische Prinzipien, und Macht schafft sie wieder ab.
    Kein Mensch steht unter der Verpflichtung, irgend etwas oder irgend jemandem zu gehorchen. Nur Sklaven müssen gehorchen, weil sie Lumpen sind von Geburt an. Moralische Prinzipien werden nur in einer unmoralischen Gemeinschaft benötigt, quasi eine Gemeinschaft, die im Zustand der Unterjochung gehalten wird.
    „Fürchte Gott, zügle deinen Geist und gehorche dem Gesetz“ sind exzellente Ratschläge eines Philosophen an einen Bauerntölpel, aber wenn sie allen Ernstes an einen Menschen von inhärenter Macht gerichtet werden, wird dieser in stiller Verachtung darüber lächeln, weil er sich darüber im Klaren ist, daß der Weg zu Sieg und Ruhm nicht durch Gethsemanes führt, sondern über gefallene Feinde, Ruinen von rivalisierenden Verbänden und Schlachtfelder. „Demut im Geiste“ erachtet er als bequemen Aberglauben; sehr nützlich, um das Leben seiner Sklaven, Frauen und Kinder zu regeln, aber ansonsten ungültig.
    „Ich setze meine Hoffnungen in gar nichts.“, verkündete Goethe, und meisterliche Geister aller Zeitalter haben es nie anders gemacht. Dieser unausgesprochene Gedanke zeigt allen wahrhaft großen Menschen ihre deutliche Überlegenheit gegenüber der hirnlosen, lärmenden Herde. Die „gewöhnlichen Leute“ mußten stets mit irgend einem hölzernen oder goldenen Idol zum Narren gehalten werden – einer Verfassung, Verkündung oder Lehre. Konsequenterweise sind die meisten von ihnen schon immer geistige Knechte gewesen, die unter dem Einfluß einer starken Illusion leben und sterben. Sogar in dieser Stunde werden sie zum Narren gehalten und hypnotisiert, und ein Großteil von ihnen muß auf diese Weise weiterleben, bis die Zeit nicht mehr ist. Tatsächlich sind die Massen der Menschheit nichts als das Sediment, aus dem sich die wertvolleren Elemente schon seit langer Zeit genährt haben. Sie sind völlig unfähig zu echter Freiheit, und wenn man sie ihnen gewähren würde, würden sie sich auf direktem Wege wieder einen Meister erwählen oder tausend Meister in 24 Stunden. Herrschaft ist Recht – Herrschaft ist natürlich – Herrschaft ist ewig, aber nur für diejenigen, die sie nicht stürzen und unter ihren Hufen zu zertrampeln vermögen. Ist es keine Tatsache, daß die Wählerstimmen von zehn Millionen einseitigen Persönlichkeiten im echten Leben nur das Gewicht einer Distel haben, wenn sie gegen die weitsichtigen Gedanken und die Tapferkeit von zehn starken, schweigsamen Menschen aufgewogen werden?
    6
    Es ist allgemein bekannt und eine universelle Tatsache, daß die schwärzesten Lügen schon immer mit den prächtigsten und prachtvollsten Würden ausgestattet wurden. Aus diesem Grunde ist es die Pflicht eines jeden mutigen Menschen, alle geheiligten Dinge, alle gesetzlichen Angelegenheiten, alle verfassungsmäßigen Vorschriften und alle heiligen Dinge mit besonderem Mißtrauen zu betrachten. „Ich lehne ab und ich bestätige“ ist die Parole materieller Freiheit. „Ich glaube und ich gehorche“ ist die Losung von Leibeigenen. Glaube ist ein Lakai, ein Speichellecker – Zweifel ist ein Schöpfer, ein Meister. Derjenige, der unantastbare Wahrheiten ablehnt, trägt eine dreifach gepanzerte Rüstung, er ist in der Tat unverwundbar. Andererseits wurde argumentiert, daß jeder Glaube und jede Philosophie ein Körnchen Wahrheit enthält; aber das gleiche gilt auch für jeden Irrsinn.
    Starke Menschen lassen sich beim Erreichen ihrer Ziele durch nichts abschrecken. Sie steuern direkt aufs Ziel zu, und dieses Ziel ist Schönheit, Reichtum und weltliche Macht. Die Aufgabe der Macht ist es, die Machtlosen zu kontrollieren und auszubeuten, denn machtlos zu sein bedeutet kriminell zu sein. Die Welt wäre in der Tat ein Haus des Schreckens, wenn alle Männer „gut“ wären und alle Frauen keusch.
    Soweit menschliche Scheinwerfer bisher in die Dunkelheit vorgedrungen sind, welche den Ursprung der Nationen verhüllt, sehen wir die Unterwerfer und die Unterworfenen, die Plebejer und die Patrizier, die Häuptlinge, die regierten und die Knechte, die gehorchten. Und es gibt in den meisten modernen und sozialen Entwicklungen keinen berechtigten Grund, anzunehmen, daß auf diese uralte und natürliche Unterteilung menschlicher Tiere in Kasten von Überlegenen und Unterlegenen, Souveränen und Knechten jemals verzichtet werden kann. Die Peitsche des Sklavenhalters knallt seit Urzeiten und sie wird bis zum letzen Tage knallen. In jedem Königreich, jeder Republik und jeder Demokratie auf der Erde findet sich – in der ein oder anderen Form – der Meister und der Sklave, der Herrscher und der Beherrschte. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich lediglich die Namen geändert, die Grundlagen sind die gleichen geblieben. Königreiche mögen sich ändern, aber Könige sterben niemals aus. Es gab Herrschaft seit jeher und wird sie immer geben. Wir bauen, wie unsere Väter gebaut haben. Veränderung ist weder Fortschritt, noch zum Vorteil der Menschen.
    Jeder, der frei sein möchte, muß seine Macht demonstrieren. Unveränderlich ist die Basis aller weltlichen Größe. Wer sich erhöht, soll erhöht werden, und derjenige, der sich selbst erniedrigt, soll rechtmäßig zwischen den Hufen der Herde zertrampelt werden. „Die Demütigen“ eignen sich nur als Hundefutter. Mut schließt jede Tugend mit ein, Demut jedes Verbrechen. Demjenigen, der Angst hat, sein Leben zu riskieren, darf niemals gewährt werden, irgend etwas zu gewinnen.
    Menschliche Rechte und Unrechte werden nicht durch Gerechtigkeit bestimmt, sondern durch Macht. Verkleidet es wie ihr wollt, das nackte Schwert ernennt seit jeher die Könige und stürzt sie auch wieder. Alle anderen Theorien sind Lügen und Täuschungen.
    Wenn du also Reichtum und Ehre, Macht und Ruhm erlangen willst, mußt du praktisch, rational und gnadenlos sein. Du mußt den Weg zum Erfolg – vorzugsweise – über die Hälse deiner Feinde antreten. Ihr Fall ist dein Aufstieg. Nur die Mächtigen können frei sein, und Macht ist außerhalb von Moral. Das Leben ist real, das Leben ist ernst, und weder Himmel noch Hölle sein letztendliches Ziel. Und Liebe und Freude, und Geburt und Tod, und Schicksal und Kampf sind ewig.
    Diese Erde ist ein unermeßlicher Wirbel von sich bekämpfenden Atomen – ein wahrhaft mörderischer Kampfplatz. Jedes Molekül, jedes Tier kämpft um sein Leben. Und du mußt für deines kämpfen – oder aufgeben. Sieh dich daher vor, daß dein Schnabel und deine Sporen, deine Fänge und deine Klauen so scharf wie Stahl sind, und so effektiv, wie die Wissenschaft sie machen kann.
    Obwohl das Überleben des am besten Angepaßten der Lauf der Dinge ist, ist dennoch Feigheit die große Untugend unseres verdorbenen Zeitalters. Feigheit zersetzt das Gehirn und das Blut unserer Nation, aber die Menschen haben gelernt, diese schreckliche Unsicherheit hinter scheinheiligem Gewinsel von „Humanität“ und „Güte“ zu verbergen. Anstatt Blut fließen nur Worte, und anstatt schrecklicher Hiebe werden nur Wortgefechte ausgetauscht.
    Wie fruchtbar ist diese verkommene Welt für kleingeistige Nichtsnutze, die ihre infantilen Albernheiten in alle Ewigkeit mit irgendwelchen plausiblen Phrasen und den üblichen Vorwänden entschuldigen?
    Courage, sage ich! Courage, nicht Güte, ist das große Bedürfnis – Courage, die weder Blechinstrumente, noch Kerzen, noch Blasorchester, noch kreischende Massen benötigt, um sie in die Tat umzusetzen.
    Aber Courage, die ihren Weg alleine beschreitet, so unerschrocken, als wenn sie zu „Sieg und Tod“ inmitten der bedrohlichen Schritte bewaffneter Legionen marschiert.
    Courage, die sich an der Gefahr ergötzt – Courage, die keine Verzweiflung kennt! Courage, die stolz und herausfordernd den Tod belächelt!
    Courage, welche dem wahnsinnigen Haßgeschrei der Massen ebenso abgeneigt ist, wie ihrem dummen Gegröle und ihrem „kolossalen Applaus“.
    Courage, die nicht um Pardon bittet, auch wenn sie ein Messer an der Kehle hat – Courage, die hartnäckig, unnachgiebig, eigensinnig und gnadenlos ist!
    Courage, die niemals wankt und niemals aufgibt!
    Courage, die mit äußerster Geringschätzung auf all die Gebote der Sklaven herabschaut, auf Richtig und Falsch, auf Gut und Böse!
    Courage, die sich entschlossen hat zu erobern – oder zugrunde zu gehen!
    Das ist die Art der Courage, an der es dieser Welt fehlt. Das ist die Art der Courage, die durch aktives Mitwirken das Überleben derer unterstützt, die sich am besten anpassen, das Überleben der Besten.
    Das ist die Art der Courage, die niemals die Mühle eines Meisters gedreht hat.
    Das ist die Art der Courage, die sie auch niemals drehen wird.
    Das ist die Art der Courage, die eher stirbt, als sie zu drehen.

    Als Svipdag an der Burgmauer ankam, war das Tor geschlossen, denn es war üblich, um Erlaubnis zu bitten, die Kriegsspiele zu sehen oder an ihnen teilzunehmen. Svipdag machte sich nicht die Mühe, sondern brach das Tor auf und ritt in den Hof ein.
    Königin Yisa sagte: „Dieser Mann wird hier willkommen sein.“
    Alte nordische Sage

    Larah schau dir doch bitte einmal die Definition von Pantheismus an. Danke.
    Im Bezug auf den personellen Gott stimme ich dir zu.

    Stimme ich auch zu :)

    Meine Weltanschauung kann man als Pantheismus bezeichnen.
    Eine pantheistische Religion sieht das Göttliche in der gesamten Welt. (griechischpan = alles, ganz; theós = Gott) bedeutet, die Gottheit bzw. das Göttliche in allen Erscheinungen der Welt zu sehen. Somit vertritt der Pantheismus die Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott ist. Da m.E. nach die göttliche Energie alles durchdringt, also in jedem und Allem wirkt, kommt diese meiner Weltanschauung am nächsten,
    Woher kommen wir eigentlich?

    *

    Jo

    Erst einmal vielen Dank fuer Deine Links.
    Frage: wir sind doch nicht der Mittelpunkt des Universums. Und es gehen nicht alle Wissenschaftler vom Urknall aus.

    Was hat all das eigentlich mit der Bibel oder Gott am Hut? ?(

    Doch hat es, aufgrund derSchoepfungsgeschichte. Hier herrscht doch die Tendenz bzw.. die Beweisfuehrung vor, dass es keines Gottes bedarf um, das Universum zu erklareren.

    Gruss Jo

    Rechnet man diese Ausdehnung zurueck, so kommt man zu dem Ergebnis, dass vor rund 13,75 Mrd. Jahren saemtliche Dinge dieser Welt (Materie) auf einem einzigen Punkt konzentriert waren.

    Das ist der Punkt, man geht von der Annahme aus, dass die “Ausdehnung“ linear und konstant erfolgt aufgrund des Miniauschnittes auf die Sicht der Dinge, der uns zur Verfuegung steht.

    Wüsste auch grade nicht was da noch hinzuzufügen wäre.

    Ich aber, da fuer mich hier eine Seite total vernachlaessigt wird. Die Intention hier im Faden ist, Philosophisches und Geistige bewusst aussen vorzulassen.

    Dem Hermann dürfte die Systemtheorie gefallen, Jo die Chaostheorie.

    Da irrt Abraxas, mir gefaellt eher das Folgende:

    Das Universum ist ein riesiges Gehirn

    Das ist es, was meinem Denken am naechsten kommt.

    Und weiter:

    Zitat

    [...]
    Einheit: Die spirituelle Erfahrung
    Die spirituelle Erfahrung der Einheit, der Verbundenheit und des kosmischen Bewusstseins ist vor diesem Hintergrund weitaus weniger mystisch als vielmehr Ausdruck dessen, was das Universum ganz einfach wesentlich ist.
    "Wie entsteht die spirituelle Erfahrung? Heute haben wir eine bessere Antwort auf diese Frage, als jemals zuvor. [...] Eine Antwort auf diese Frage wird von jeder Religion gegeben, und heute kann sie auch von der Wissenschaft gegeben werden, wenn auch nur hypothetisch. Wissenschaftler vermuten, dass die spirituelle Erfahrung das Gehirn, mit dem unser Bewusstsein verknüpft ist, zu einem erweiterten Feld an Informationen hin öffnet. Und ich meine damit die Art von Information, die, wie Wissenschaftler heute herausfinden, unter allem in diesem Universum liegt. Information ist das grundlegende im Universum. Unser aktuelles Modell des Universums besteht nicht aus Materie und Raum, es besteht aus Energie und Information", schreibt Laszlo in "Quantum brain, spirituality, and the mind of God".
    Er argumentiert, dass alle spirituelle Erfahrung auf dieser Verbindung mit dem grundlegenden Informationsfeld des Universums beruht - ganz gleich, wie der Einzelne sie interpretieren mag. Ob man diese Verbindung nun zwischen sich und einer der Natur immanenten Intelligenz empfindet (wie etwa Schamanen), oder zwischen sich und einem transzendenten Gott (wie unsere theistischen Religionen), oder ob man sie abstrakter fasst (wie der Buddhismus) - die grundlegende Erfahrung bleibt die gleiche. Und nun ist die Wissenschaft vielleicht erstmals auf dem Weg zu Modellen, welche diese Erfahrungen und ihre kosmische Bedeutung im Ansatz auch physikalisch erklärbar machen.

    Es lohnt sich wirklich fuer Interessierte sich diesen Artikel komplett durchzulesen.

    Gruss Jo

    Meister?

    Was haelt die Welt in ihrem Innersten zusammen? Um diese Frage drehte sich schon in Goethes „Faust" alles - das war zwar vor rund 200 Jahren, die Antwort steht aber bis heute aus.
    Und das ist der Fakt!

    Egal welche einschlaegigen Zeitschriften oder Artikel man liest. Die Arbeiten und noch hypothetischen Ergebnisse gernialer Wissenschaftler kann man glauben oder auch nicht, der Weisheit letzten Scluss haben auch sie nicht gefunden. Und lesen kann wohl jeder hier.

    Die Urknalltheorie beruht auf der Erkenntnis, dass sich das Universum ausdehnt. Rechnet man diese Ausdehnung zurueck, so kommt man zu dem Ergebnis, dass vor rund 13,75 Mrd. Jahren saemtliche Dinge dieser Welt (Materie) auf einem einzigen Punkt konzentriert waren. Jedoch versagen an diesem Ursprungspunkt sarmtliche wissenschaftlichen Theorien der Menschheit. Die Ausdehnung des Universums ist aber durch Beobachtungen gut dokumentiert. Das ist aber auch alles.

    Nur: Was den Anstoß für die Urexplosion gab, ist nach wie vor das groesste Mysterium für die Menschheit, das die Wissenschaft bislang nicht einmal annaehernd zu erklaeren vermag.

    Wie gesagt, saemtliche unterschiedliche Theorien kann man nachlesen. Aber die wirklich wichtigen Fragen bleiben. In Cern such man jetzt nach dem "Gottesteilchen" (Higgs-Bosons)

    Zitat

    Neben einer finalen Bestätigung der Existenz des Higgs-Bosons könnte das Ergebnis aber auch die Erkenntnis sein, dass es das Gottesteilchen nicht gibt. In letzterem Fall müsste das rund 80 Jahre alte Standardmodell der Teilchenphysik teilweise revidiert werden. Wie auch immer die Suche endet: Es wird ein Meilenstein der Wissenschaft sein, den die Forscher vom CERN dann verkuenden.

    Man revidiert dann etwas, was vorher unantastbare wissenschaftliche Wahrheit war/ist.

    Jo

    Danke fuer den Link Abraxas :)

    Schein und Sein
    Mein Kind, es sind all hier die Dinge,
    gleichviel, ob große, ob geringe,
    im wesentlichen so verpackt,
    daß man sie nicht wie Nüsse knackt.

    Wie wolltest du dich überwinden,
    kurzweg die Menschen zu ergründen?
    Du kennst sie nur von außenwärts,
    du siehst die Weste, nicht das Herz.
    Wilhelm Busch

    Fazit fuer mich: Wir wissen mmer noch nicht, was die Welt im Innersten zusammznhaelt.
    Jedenfalls erinnerte mich dieses Bild:
    [Blockierte Grafik: http://p4.focus.de/img/gen/r/M/HBrMGQH4_Pxgen_r_300xA.jpg]

    an Johannes Fredrich Kepler, der ausser den Platonischen Koerpern auch die Bewegungen (Bahnen) der Planeten durch entsprechende Linien dargestellt hat, die unglaublich schoene Mantrras ergaben. Leider habe ich das nicht im Internet gefunden :(

    "Freilich, wenn wir die Sache näher überlegen, erscheint es wenig wahrscheinlich, daß der allweise Schöpfer gerade bei den Wegen der Planeten für Harmonien gesorgt haben soll. Denn wenn die Proportionen der Wege harmonisch sind, so ergeben sich alle Besonderheiten, die die Planeten an sich haben als notwendige Folge aus diesen Wegen, und es ist keine Möglichkeit mehr da, an anderen Stellen Harmonien herzustellen. Aber was sollen denn Harmonien zwischen den Wegen ? Wer wird diese Harmonien wahrnehmen ? Zwei Dinge sind es, die uns die Harmonien in der Natur kundtun, das Licht und die Töne. " Johannes Kepler

    Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an. E.T.A. Hoffmann

    Hans Cousto - Die kosmische Oktave

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    Ausschnitt aus Hans Coustos Vortrag beim Naturheilverein Murnau am 22.4.2010. Er zeigt hier auf was Kosmische Oktave ist: das universelle Bindeglied zwischen Mikro- und Makrokosmos. Es geht um die Erkenntnisse einer naturgegebenen musikalischen harmonischen Struktur und ihrer Rhythmen im Universum. So steht der Kammerton von 440Hz nicht im Einklang mit der Natur.
    Hans Cousto Mathematiker, Musikwissenschaftler und Astrologe erläutert aufgrund von mathematischen Berechnungen und Erkenntnissen überzeugend die vielfältigen Möglichkeiten einer Musik die im Einklang mit dem Kosmos ist.
    Den gesamten Vortrag gibt es hier zu sehen:
    http://www.archive.org/details/HansCo…KosmischeOktave

    "Das Unversum ist ein Gedanke Gottes" Friedrich Schiller

    Tja, ich weis, meine Antwort erscheint total unorthodox fuer andere :)

    Gruss Jo

    Heims Theorie ist die einzige wirklich einheitliche Feldtheorie. Denn alle übrigen Theoretiker versuchen zwar alle physikalischen Wechselwirkungen einheitlich zu beschreiben. Doch biologische und psychologische Phänomene wie Bewußtsein, das Ich, der Wille, werden bisher von keinem Wissenschaftler der Vereinheitlichung mit einbezogen.

    Sein letztes Buch Strukturen der physikalisch Welt und ihrer nichtmateriellen Seite schrieb er gemeinsam mit Walter Dröscher. Darin entwickeln beide ein Bild vom „Universum vor dem Zeitbeginn“ aus logischen Kalkülen.

    Zitat


    Er geometrisiert nicht nur das Gravitationsfeld, sondern saemtliche physikalischen Felder. In Heims Theorie lassen sich alle Elementarteilchen als dynamische, quantisierte geometrische Strukturen angeben. Die Massen der Elementarteilchen werden sehr genau wiedergegeben, was bisher weder die String, noch die Loop-Quanten-Theorie koennen! Ein Urknall findet im kosmologischen Modell Heims nicht statt. Der Kosmos entwickelte sich nach Heim sehr, sehr lange nur als ein leerer Raum - als reine quantisierte Geometrie. Durch die Einf?hrung einer aspektbezogenen Logik gelingt in Heims 6-dimensionalem Weltbild die einheitliche Beschreibung physikalischer, biologischer und psychischer Prozesse und somit die Loesung des Leib-Seele Problems.
    zu dem gesamten Text

    ein absolut begnadeter und genialer
    Wissenschaftler, der heute natuerlich vom Mainstream in der
    luft zerissen wird, wenn man sich denn ueberhaupt herablaesst
    ueber Heim zu diskutieren.

    aus diesem Faden

    Der Kampf ums Ueberleben kommt vielleicht auch auf uns zu :whistling:

    Was spüren die Menschen bei einem Schuldenerlass und was sollten diese tun?

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    Wer das Buch “Die Globalisierunsfalle” kennt, dem ist das auch bereits bekannt,

    Jo

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    Nachdem dieses alte Lied "DEESIDERATA" in allen bekannten Sprachen vertreten ist, kann man ja auch die deutsche Version mal einstellen. Gesprochen wird der Text von Friedrich Schütter, dt. Schauspieler und Intendant aus Hamburg. Bekannt wurde er in den Sechzigern als Synchronsprecher von Lorne Greene in der US-Westernserie "Bonanza". Seine Kollegen in den Synchronstudios nannten Ihn damals "The Voice"!

    [size=14]Konfrontation an den Grenzen Chinas und Russlands Obama schlägt militärische Pflöcke ein[/size]

    Von James Petras
    INFORMATION CLEARING HOUSE

    ( http://www.informationclearinghouse.info/article29934.htm )

    Trotz schwerer politischer und militärischer Niederlagen in den blutigen Bodenkriegen in Afghanistan und im Irak, trotz der Absetzung langjähriger verbündeter (Diktatoren) im Jemen, in Ägypten und in Tunesien und trotz des Zerfalls der (US-)Marionettenregime in Somalia und im Südsudan, hat das Obama-Regime nichts dazu gelernt: Jetzt provoziert es sogar eine noch viel gefährlichere militärische Konfrontation mit den Großmächten Russland und China. Durch einen provokativ offensiven militärischen Aufmarsch in der Nähe ihrer Grenzen fordert Obama gleichzeitig China und Russland heraus.

    Nachdem er sich gegen viel schwächere Gegner eine Niederlage nach der anderen eingehandelt und bei dem Versuch, das US-Imperium durch wirtschaftlich schwächere Länder zu vergrößern, das Haushaltsdefizit der USA in eine bisher unvorstellbare Höhen getrieben hat, betreibt Obama jetzt eine Politik der Einkreisung und Provokation gegen China, die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und den wichtigsten Gläubiger der USA, und gegen Russland, den wichtigsten Öl- und Gaslieferanten der Europäischen Union und die zweitstärkste Atommacht der Welt.

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der in höchstem Maße irrationalen, die ganze Welt bedrohenden Eskalation des Strebens des Obama-Regimes nach militärischer Vorherrschaft.

    Wir untersuchen den globalen militärischen, wirtschaftlichen und innenpolitischen Kontext, der diese Politik verursacht. Dann untersuchen wir die vielen Konfliktherde und Interventionen, an denen Washington beteiligt ist – in Pakistan, im Iran, in Libyen, Venezuela, Kuba und anderswo. Wir analysieren die Gründe für die militärische Eskalation gegen Russland und China – als Teil einer neuen Offensive, die über die arabische Welt [Syrien und Libyen] hinausreicht – vor dem Hintergrund der schwindenden Vormachtstellung der EU und der USA in der Weltwirtschaft. Schließlich werden wir die Strategien eines untergehenden Imperiums erläutern, das auf ständige Kriege aufgebaut ist, sich jetzt aber mit einer globalen Wirtschaftskrise, innenpolitischem Ansehensverlust und einer arbeitenden Bevölkerung konfrontiert sieht, der es einen umfassenden Abbau grundlegender Sozialprogramme zumutet.

    Nach peripheren Auseinandersetzungen sucht der (US-)Militarismus jetzt die globale militärische Konfrontation

    Der Nov 2011 brachte einen großen historischen Wendepunkt. Obama gab zwei herausragende Entscheidungen bekannt, die beide weitreichende strategische Folgen für den Konkurrenzkampf der Weltmächte haben werden.

    Obama kündigte die militärische Einkreisung Chinas durch die Stationierung starker See und Luftstreitkräfte in der Nähe der chinesischen Küste an. Mit dieser Politik will er den Zugriff Chinas auf Rohstoffe erschweren und dessen kommerzielle und finanzielle Verbindungen in Asien zurückdrängen. Obamas Erklärung, Asien genieße Priorität bei der militärischen Expansion der USA, bei der Errichtung neuer Basen und bei der Knüpfung wirtschaftlicher Verbindungen, war eindeutig gegen China gerichtet; damit hat er Peking in dessen eigenen Hinterhof herausgefordert. Mit seiner vor dem australischen Parlament angekündigten Politik der eisernen Faust hat Obama die imperialen Ziele der USA ganz klar definiert.

    „Unser andauerndes Interesse an dieser Region [am asiatisch-pazifischen Raum] erfordert auch unsere andauernde Anwesenheit in dieser Region. … Die USA sind eine pazifische Macht, und wir sind hier, um zu bleiben. … Nachdem wir unsere bisherigen Kriege [die Niederlagen und Rückzüge aus dem Irak und aus Afghanistan] jetzt beenden, habe ich mein für die nationale Sicherheit zuständiges Team angewiesen, sich mit höchster Priorität unserer Präsenz und unserer Mission im asiatisch-pazifischen Raum zu widmen. .. Die Reduzierung der US-Verteidigungsausgaben … wird nicht zu Lasten dieses Raumes geschehen. [ http://edition.cnn.com/ 16.11.2011]

    Was Obama mit „unserer Präsenz und Mission“ gemeint hat, wurde durch das mit Australien vereinbarte Militärabkommen deutlich, das die Stationierung von Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und 2.500 Marineinfanteristen in Darwin, der nördlichsten Stadt Australiens, vorsieht, die China am nächsten ist. Außenministerin Clinton hat 2011 viel Zeit mit provozierenden Besuchen in asiatischen Staaten verbracht, die sich mit China um Seegebiete streiten.

    Durch Frau Clinton haben sich die USA in diese Streitigkeiten eingemischt und sie durch Unterstützung der Forderungen Vietnams, der Philippinen und Bruneis zur Aufteilung des Südchinesischen Meeres weiter verschärft.

    Noch bedrohlicher sind der Ausbau der Handelsbeziehungen und der militärischen Verbindungen Washingtons mit Japan, Taiwan, Singapur und Südkorea und die verstärkte Anwesenheit von US-Kriegsschiffen, Atom-U-Booten und Kampfflugzeugen in und über den Küstengewässern Chinas.

    Parallel zur Politik der militärischen Einkreisung und Provokation versucht das Obama-Clinton-Regime mit möglichst vielen asiatischen Staaten Handelsabkommen zu vereinbaren, die China ausschließen, dafür aber multinationale US-Konzerne, Bankiers und Exporteure in einer so genannten „Transpazifischen Partnerschaft“ privilegieren.

    Bisher haben sich dieser Partnerschaft vor allem kleinere Länder angeschlossen, Obama hofft aber, auch Japan und Kanada dafür gewinnen zu können. Obamas Teilnahme an der APEC-Konferenz ostasiatischer Staats- und Regierungschefs und sein Besuch in Indonesien im Nov 2011 waren Versuche, die Vorherrschaft der USA zu sichern. Obama und Frau Clinton hoffen, den Niedergang der US-Wirtschaftsbeziehungen mit den ostasiatischen Staaten aufhalten zu können, weil die Investitionen Chinas in diesen Ländern und deren Handel mit China ständig wachsen.

    Das jüngste Beispiel der erfolglosen, aber destruktiven Bemühungen des Obama-Clinton-Regimes, die Wirtschaftsbeziehungen Chinas in Asien bewusst zu zerstören, findet gerade in Birma (Myanmar) statt. Kurz vor dem für Dezember 2011 geplanten Clinton-Besuch in Birma hat das Thein-Sein-Regime die von China Power Investment (s.ref=“http://eng.cpicorp.com.cn/) geplante Finanzierung eines Staudammes im Norden des Landes platzen lassen.

    Nach offiziellen vertraulichen Dokumenten, die WilkiLeaks veröffentlicht hat, wurde eine birmanische Nichtregierungsorganisation / NGO, die den Widerstand gegen den Damm organisierte, von der US-Regierung finanziert [Financial Times / FT, 02.12.2011, S.2].

    Diese und andere provozierende Aktivitäten und Frau Clintons Reden, in denen sie „die an Bedingungen geknüpfte Hilfe“ Chinas verurteilte, werden die langfristigen engen Wirtschaftsbeziehungen Birmas mit China aber nicht dauerhaft stören können. China ist Birmas größter Handelspartner und Kapitalgeber und finanziert sechs weitere Dammprojekte.

    Chinesische Firmen bauen neue Straßen und Eisenbahnen im ganzen Land, die das süd-westliche China für birmanische Produkte öffnen werden; China baut auch Öl-Pipelines und Häfen. Die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen entwickeln eine Dynamik, die durch eine einmalige Verstimmung nicht aufzuhalten sein wird [FT, 02.12.2011, S. 2].

    Frau Clintons Kritik an Chinas Milliarden-Dollar-Investitionen in Birmas Infrastruktur gehört zu den bizarrsten Einlassungen der Weltgeschichte, nachdem durch die achtjährige Anwesenheit der US-Truppen im Irak – nach einer offiziellen Schätzung aus Bagdad – Infrastruktur im Wert von 500 Milliarden Dollar zerstört wurde. Nur eine Regierung, die unter wahnhaften Störungen leidet, konnte auf die Idee kommen, dass sie mit rhetorischen Ausfällen während eines dreitägigen Besuches und durch das Schmieren einer NGO ein ausreichendes Gegengewicht gegen die engen Wirtschaftsbeziehungen schaffen könnte, die Birma mit China verbinden.

    Ähnliche wahnhafte Vorstellungen bestimmen das ganze politische Repertoire, mit dem das Obama-Regime versucht, die dominierende Rolle Chinas in Asien zu zerstören.

    Jede einzelne gegen China gerichtete Maßnahme des Obama-Regimes ist für sich allein noch keine unmittelbare Bedrohung für den Frieden, aber alle zusammen und vereint mit den militärischen Drohgebärden stellen sie einen gezielten Versuch dar, Chinas Aufstieg zu einer regionalen oder sogar globalen Macht zu verlangsamen und nach Möglichkeit zu verhindern. Mit der militärischen Einkreisung, der Schaffung regionaler Wirtschaftsbündnisse unter Ausschluss Chinas, der Einmischung in regionale Seekonflikte, und der Stationierung von Hightech-Kampfflugzeugen sollen Chinas Wettbewerbsfähigkeit untergraben und die Unterlegenheit der US-Wirtschaft durch geschlossene politische und wirtschaftliche Netzwerke kompensiert werden.

    Die militärischen und wirtschaftlichen Winkelzüge des Weißen Haus und die antichinesische Demagogie des (US-)Kongresses sollen vor allem den Handel Chinas schwächen und seine überwiegend an Geschäften interessierte Führung zwingen, die Interessen chinesischer Firmen denen der US-Banken und Konzerne unterzuordnen. Wenn Obama seinen militärischen Konfrontationskurs fortsetzt, könnte das zu einem katastrophalen Bruch in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China führen. Das hätte schreckliche Folgen, nicht nur für die US-Wirtschaft, sondern vor allem für das Finanzsystem der USA.

    China besitzt US-Schuldverschreibungen im Wert von 1,5 Billionen Dollar – hauptsächlich in US-Schatzanweisungen – und jedes Jahr kauft es für 200 bis 300 Milliarden Dollar neue Schatzanweisungen dazu; damit ist China der Hauptgeldgeber für die Finanzierung des US-Haushaltsdefizits.

    Wenn Obama eine ernsthafte Bedrohung der Sicherheit Chinas provoziert und Peking zu einer Reaktion herausfordert, wird es (zunächst) nicht mit militärischen, sondern mit wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen reagieren: durch den Verkauf von US-Schatzanweisungen für einige Hundert Milliarden Dollar und mit der Einstellung des Kaufs weiterer US-Schuldverschreibungen.

    Das US-Defizit wird dann sprunghaft ansteigen, die Kreditwürdigkeit der USA wird bei „Junk“ (Schrott) landen, und das Finanzsystem müsste vor einem Zusammenbruch „zittern“. Die USA müssten, um neue Geldgeber zu finden, zweistellige Zinssätze akzeptieren. Die chinesischen Exporte in die USA würden zwar sinken, und die US-Schatzanweisungen in chinesischen Händen würden stark an Wert verlieren.

    China beliefert aber auch noch andere Märkte auf der Welt, und sein riesiger Binnenmarkt würde wahrscheinlich den größten Teil der Waren aufnehmen, die es in den USA nicht mehr absetzen könnte.

    Während sich Obama im Pazifik herumtreibt, um eine militärische Drohkulisse gegen China aufzubauen und den wirtschaftliche Einfluss Chinas in Asien zu begrenzen, verliert die US-Wirtschaft ihre bisher dominierende Stellung im „Hinterhof“ der USA. Nach Aussage eines Journalisten, „gibt in Lateinamerika jetzt China den Ton an“ [FT, 23.11.2011, S. 6].

    China hat die USA und die EU, die traditionellen Handelspartner Lateinamerikas, in den Hintergrund gedrängt; Peking hat sie mit neuen Investitionen in Milliardenhöhe zu sehrniedrigen Zinsen einfach ausgebootet.

    Chinas Handel mit Indien, Indonesien, Japan, Pakistan und Vietnam wächst viel schneller, als der Handel der USA mit diesen Ländern. Die US-Bemühungen, zum Nutzen ihres Imperiums in Asien eine Sicherheitsallianz aufzubauen, stehen in wirtschaftlicher Hinsicht auf sehr schwachen Fundamenten. Sogar Australien, der neue Anker und Dreh- und Angelpunkt für den militärischen Aufmarsch der USA gegen Asien, ist wegen seiner Rohstoff-Exporte vom Großabnehmer China abhängig.

    Ein militärischer Konflikt mit China würde die australische Wirtschaft sofort ins Schleudern bringen.

    Die US-Wirtschaft kann keinesfalls China als Markt für asiatische oder australische Exportprodukte ersetzen. Die asiatischen Länder müssten eigentlich erkennen, dass sie nicht mit zukünftigem Wachstum rechen können, wenn sie sich an ein untergehendes, hoch militarisiertes Imperium ketten. Obama und Frau Clinton machen sich selbst etwas vor, wenn sie glauben, Asien in ein dauerhaftes Bündnis locken zu können. Die Asiaten nehmen die Unterstützung des Obama-Regimes nur aus taktischen Gründen an, weil sie sich davon bessere Verhandlungsergebnisse beim Sichern ihrer Landes- und Seegrenzen erhoffen.

    Washington irrt, wenn es glaubt, Asien zum Abbruch seiner langfristigen lukrativen Wirtschaftsbeziehungen mit China bewegen und unter Ausschluss Chinas in ein Wirtschaftsbündnis mit zweifelhaften Aussichten einbinden zu können. Wer Asien zu einer derartigen „Umorientierung“ von China auf die USA bewegen will, muss mehr aufbieten, als einige gegen China gerichtet Marine- und Luftwaffeneinheiten. Dazu wäre eine völlige Umstrukturierung der Wirtschaft, der Klassenstruktur und der politischen und militärischen Eliten der asiatischen Länder erforderlich. Die wirtschaftlich mächtigsten Unternehmensgruppen in Asien unterhalten enge, noch intensiver werdende Verbindungen zu China und Hongkong, besonders über die dynamischen transnationalen chinesischen Geschäftseliten in dieser Region.

    Eine Hinwendung zu Washington würde eine große Umwälzung erfordern, bei der (traditionelle) „Händler“ durch Unternehmer ersetzt werden müssten. Das wäre nur mit Hilfe einer diktatorischen Elite möglich, die bereit sein müsste, traditionelle Handels- und Investitionsbeziehungen abzubrechen und Millionen von Arbeitern und Fachleuten freizusetzen.

    Wie sehr sich auch in den USA ausgebildete Offiziere, Wirtschaftsfachleute, ehemalige Wall Street-Finanziers und Milliardäre bemühen mögen, die Macht der chinesischen Wirtschaft durch die Präsenz des US-Militärs zu kontern, sie werden erkennen müssen, dass eine rein asiatische Lösung auch für sie klare Vorteile hat.

    Das Zeitalter der käuflichen asiatischen Kapitalisten, die für den privilegierten Zugang zu US-Märkten zum Ausverkauf ihrer nationalen Industrie und der Souveränität (ihrer Länder) bereit waren, ist Geschichte. Trotz der grenzenlosen Begeisterung für den verschwenderischen Konsum und den Lebensstil des Westens, die auch die neuen Reichen Asiens und Chinas gedankenlos kopieren, trotz der wachsenden Ungleichheit und der brutalen kapitalistischen Ausbeutung der Arbeiter, wächst (in Asien) auch die Erkenntnis, dass sich wegen der bisherigen Dominanz der USA und Europas in den asiatischen Ländern keine eigene Bourgeoisie und kein Mittelstand herausbilden und bereichern konnten.

    Die Reden und Erklärungen Obamas und Frau Clintons sind eine Mischung aus nostalgischen Erinnerungen an eine Vergangenheit mit neokolonialen Aufsehern und käuflichen Kollaborateuren und Allgemeinplätzen. Beide verfügen zwar so viel politischen Realismus, dass sie Asien endlich als wirtschaftlichen Dreh- und Angelpunkt der gegenwärtigen Weltordnung erkennen, geben sich aber der Illusion hin, mit der Demonstration militärischer Überlegenheit und mit Säbelrasseln China als führende regionale Macht verdrängen zu können.

    Obama eskaliert auch die Konfrontation mit Russland

    Das Obama-Regime hat auch einen frontalen militärischen Vorstoß auf die Grenzen Russlands gestartet. Erstens rücken die USA mit ihren Raketen immer weiter vor und benutzen Flugplätze in Polen, Rumänien, der Türkei, Spanien, der Tschechischen Republik und Bulgarien:

    Patriot-Flugabwehrraketen vom Typ PAC-3 in Polen (s. <ref=„http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP16110_300710.pdf„><a href=“http://www.luftpostkl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP16110_300710.pdf“), ein Hightech-Radar AN/TPY-2 in der Türkei und mehrere mit Raketen des Typs SM-3 IA bestückte Kriegsschiffe in Spanien (s.ref=“http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archi…9211_271011.pdf) gehören zu den wichtigsten Waffensystemen, mit denen Russland umzingelt wird; diese Raketen könnten in wenigen Minuten das strategische Zentrum Russlands erreichen. Zweitens versucht das Obama-Regime in allen ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien US-Militärbasen zu errichten oder auszubauen.

    Drittens hat Washington mit Hilfe der NATO einschneidende wirtschaftliche und militärische Maßnahmen gegen wichtige Handelspartner Russlands in Nordafrika und im Mittleren Osten ergriffen. Durch den NATO-Krieg gegen Libyen, mit dem der Sturz Gaddafis herbeigeführt wurde, gingen milliardenschwere russische Investitionen in die libyschen Öl- und Gasvorkommen verloren, und Russland kann einem ihm vorher freundlich gesinnten Regime, das nun zum Marionettenstaat der NATO geworden ist, auch keine Waffen mehr liefern.

    Die von der NATO durchgesetzten UN-Sanktionen und die geheimen terroristischen Aktivitäten der USA und Israels gegen den Iran drohen Russlands lukratives milliardenschweres Geschäft mit Atomreaktoren und die Zusammenarbeit mit dem Iran bei der Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen im Kaspischen Becken zu untergraben.

    Die NATO-Staaten, einschließlich der Türkei, haben, unterstützt von den monarchistischen Diktaturen am Golf, harte Sanktionen gegen Syrien verhängt und gegen dessen Regierung gerichtete terroristische Aktionen finanziert – gegen die letzte mit Russland verbündete Regierung in ieser Region, die der russischen Flotte mit Tartus deren einzigen Mittelmeer-Hafen zur Verfügung gestellt hat.

    Russlands Zusammenarbeit mit der NATO, die seine Wirtschaft schwächt und seine Sicherheit bedroht, ist ein Produkt seiner totalen Fehleinschätzung der NATO und besonders der imperialistischen Politik Obamas. Präsident Medwedew und sein Außenminister Sergei Lawrow haben sich – wie Gorbatschow und Jelzin vor ihnen – geirrt, als sie glaubten, die Duldung der gegen russische Handelspartner gerichteten Politik der USA und der anderen NATO-Staaten werde sich für Russland auszahlen, weil die USA den „offensiven Raketenabwehrschirm“ (Bushs in Polen und Tschechien) in der Nähe der russischen Grenze zunächst fallen ließen (s.ref=“http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/“> <a href=“http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_11/LP22511_011211.pdf“) und Russlands Aufnahme in die Welthandelsorganisation unterstützten. Getrieben von seinen liberalen, pro-westlichen Illusionen unterstützte Medwedew sogar die von den USA und Israel geforderten Sanktionen gegen den Iran und machte damit das „Märchen vom iranischen Atomwaffenprogramm“ glaubwürdiger.

    Dann fiel Lawrow auf den NATO-Vorwand von „der Flugverbotszone über Libyen zum Schutz der Zivilbevölkerung“ herein und „protestierte“ viel zu schwach und viel zu spät, als die NATO ihr Mandat „überzog“ und Libyen in die Steinzeit zurückbombte, um ein NATO-Marionettenregime von Schurken und Fundamentalisten installieren zu können. Erst als die USA Russland das Messer an die Kehle setzten, und ankündigten, doch Raketen (in der Ostsee und im Mittelmeer) stationieren zu wollen, die in fünf Minuten Moskau erreichen können, und gleichzeitig die bewaffnete Einmischung in Syrien verstärkten, wachten Medwedew und Lawrow aus ihrem Tiefschlaf auf und widersetzten sich diesmal den Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat gegen Syrien verhängen sollte. Medwedew drohte mit der Kündigung des Start-3-Vertrages, der die Reduzierung offensiver Atomraketen vorsieht, und kündigte die Stationierung von Mittelstreckenraketen (bei Kaliningrad) an, die in fünf Minuten Berlin, Paris und London erreichen können (s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archi…2811_051211.pdf).

    Medwedews und Lawrows Politik der Annäherung und Zusammenarbeit, die auf Obama Gerede von „verbesserten Beziehungen“ zurückzuführen ist, lud die USA förmlich zur Realisierung ihrer aggressiven imperialistischen Pläne ein, und jedes Nachgeben (Russlands) führte zu einer weiteren Aggression. Deshalb ist Russland an seiner Westgrenze jetzt von Raketen umzingelt; es hat viele wichtige Handelspartner im (Nahen und) Mittleren Osten verloren und wird auch in Südwest-Asien von US-Militärbasen bedroht. Nach der nächsten Präsidentschaftswahl wird der gutgläubige Medwedew wieder durch den Realisten Putin ersetzt.

    Die bevorstehende Rückkehr eines politischen Realisten hat – wie vorauszusehen war – in allen westlichen Medien eine Welle der Anfeindung gegen Putin ausgelöst. Obamas assertive Aktivitäten, Russland durch die Ablösung verbündeter Regime zu isolieren, konnten Russlands Status als (zweitgrößte) Atommacht aber nicht beeinflussen. Sie haben nur die Spannungen in Europa erhöht, vielleicht jede zukünftige Chance zum friedlichen (beiderseitigen) Abbau von Atomwaffen zunichte gemacht und die Bemühungen erschwert, den UN-Sicherheitsrat zu einem Instrument zur friedlichen Konfliktlösung zu machen. Washington hat Russland, einen entgegenkommenden Partner, zu einem seiner Hauptgegner gemacht.

    Wegen der Bedrohung durch den Westen wird Putin alles daransetzen, die Verbindungen zu asiatischen Staaten und besonders zu China zu festigen und auszubauen. Russland mit seiner fortschrittlichen Waffentechnologie und seinen großen Energieressourcen ist im Bündnis mit China, dessen Wirtschaft und Industrie immer noch dynamisch wachsen, den USA und der EU mit ihrer krisengeschüttelten, stagnierenden Wirtschaft mehr als gewachsen.

    Obamas militärische Konfrontation mit Russland wird (auch Europa) den Zugang zu russischen Rohstoffen außerordentlich erschweren und jedes langfristige strategische Sicherheitsabkommen mit Russland, das (nicht nur) zur Reduzierung des US-Defizits und zur Wiederbelebung der US-Wirtschaft sehr nützlich wäre, endgültig unmöglich machen.

    Zwischen Realismus und Verblendung: Obamas strategische Neuausrichtung Obama Erkenntnis, dass sich das Zentrum der politischen und wirtschaftlichen Macht unaufhaltsam nach Asien zu bewegen beginnt, ist ein Zeichen dafür, das er kurzzeitig von politischem Realismus erleuchtet wurde. Nach einem verlorenen Jahrzehnt, in dem Hunderte von Milliarden Dollars in militärischen Abenteuer in den Randbezirken und an der Peripherie der Weltpolitik vergeudet wurden, hat Washington endlich begriffen, dass über das Schicksal von Staaten und besonders von Weltmächten nicht dort entschieden wird – außer in einem negativen Sinn durch das Verschleudern von Mitteln für aussichtslose Unternehmen.

    Obamas neuer Realismus und seine Prioritäten sind jetzt anscheinend auf da südöstliche und das nordöstliche Asien gerichtet, wo sich dynamische Wirtschaften entwickeln, Märkte zweistellige Wachstumsraten erreichen, Kapitalanleger Milliarden in produktive Aktivitäten investieren und der Handel dreimal so schnell wächst wie in den USA und in der EU.

    Aber Obamas „neuer Realismus“ wurde gleich wieder durch illusionäre Erwartungen getrübt, die jede sinnvolle Bemühung um eine Neuausrichtung der US-Politik unmöglich machen.

    Obama will in erster Linie durch Erhöhung der Militärpräsenz in Asien Fuß fassen – und nicht durch Verstärkung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft.

    Was produzieren die USA eigentlich noch, das ihren Marktanteil in den asiatischen Ländern erhöhen könnte? Außer Produktionsstätten für Waffen, Flugzeuge (auch für die Zivilluftfahrt) und landwirtschaftliche Produkte haben die USA kaum noch andere konkurrenzfähige Industriebetriebe. Die USA müssten ihre Wirtschaft völlig umstellen, viele neue Facharbeiter ausbilden und die Milliarden, die jetzt in die Rüstungsindustrie und in die Streitkräfte fließen, in die Entwicklung innovativer ziviler Güter investieren.

    Obama ist aber so sehr in den militärisch-zionistischen Finanzkomplex verstrickt, dass er nicht zu tiefgreifenden Änderungen bereit ist.

    Zweitens sind Obama und Frau Clinton dem Wahn verfallen, die USA könnten China aus seiner führenden Rolle in Asien verdrängen, wobei diese Politik im Widerspruch steht zu den ständig wachsenden riesigen Investitionen aller großen multinationalen US-Konzerne, die in China produzieren lassen und es als Plattform für ihre Exporte nach Asien und in die übrige Welt benutzen.

    Die militärische Aufmarsch der USA und ihre „Einschüchterungsversuche“ werden China nur dazu bringen, seine Rolle als Hauptgeldgeber bei der Finanzierung des US-Haushaltsdefizits zu überdenken; das kann sich China durchaus leisten, weil der bisher wichtige USMarkt durch Ausweitung seines Warenabsatzes im Inland, in Asien, in Lateinamerika und in Europa immer mehr an Bedeutung verliert.

    Was als neuer Realismus erschien, entpuppte sich schnell als die Wahnvorstellung, die USA könnten wieder die beherrschende Macht im Pazifik werden, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg waren. Die heutige „Rückkehr“ der USA in den Pazifik ist belastet durch eine krisengeschüttelte US-Wirtschaft, durch eine sehr rüstungslastige Produktion und durch viele politische Handicaps: Im vergangenen Jahrzehnt mussten die USA nach der Pfeife der „Fünften Kolonne Israels“ – der Israel-Lobby in den USA – tanzen. Die komplette politische Klasse der USA ist am Allgemeinwohl und an der Fürsorge des Staates für seine Bürger nicht mehr interessiert. Sie führt Hinterwäldler-Debatten über „lebenslanges Wegsperren“ und die „massenhafte Ausweisung von Einwanderern“.

    Noch schlimmer ist, dass (fast) alle US-Politiker auf den Lohnlisten von Konzernen stehen, die in China investieren und in den USA nur verkaufen wollen.

    Warum will Obama kostspielige Kriege in der unprofitablen Peripherie beenden und dann die gleichen militärischen Abenteuer im dynamischen Zentrum der Weltwirtschaft fortsetzen?

    Glauben er und seine Berater denn, er sei der wiedergeborene Admiral Commodore (Flottillenadmiral), der im 19. Jahrhundert mit seinen Kriegsschiffen Asien für den Handel mit dem Westen geöffnet hat? Hält er wirklich Militärbündnisse für die erste Etappe auf dem Weg zu privilegierten Wirtschaftsbeziehungen?

    Glaubt das Obama-Regime, China blockieren zu können, wie Washington das auf dem Weg in den Zweiten Weltkrieg mit Japan getan hat? Dazu ist es zu spät. China ist zu wichtig für die Weltwirtschaft und als Finanzier der US-Schulden und außerdem zu eng verflochten mit den fünfhundert multinationalen Konzernen, die im Forbes Magazine (s. <a href=“http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/

    LP_11/LP22811_051211.pdf“>http://de.wikipedia.org/wiki/Forbes_Magazine ) aufgelistet sind. Wer China provoziert und davon träumt, es wirtschaftlich isolieren zu können, verfolgt eine Politik, welche die Weltwirtschaft – und damit vor allem die US-Wirtschaft – völlig zerstören würde. Schlussfolgerunge Obamas „Schnapsidee“, nach den Kriegen in der Islamischen Welt die militärische Konfrontation in Asien zu suchen, hat keinen irgendwie gearteten inneren Wert und verursacht in vieler Hinsicht außergewöhnliche Kosten. Die militärische Erpressung ist mit den verfolgten wirtschaftlichen Zielen völlig unvereinbar; außerdem können sich die USA in ihrem gegenwärtigen Zustand beides nicht leisten. Diese Politik Washingtons kann Russland oder China keinesfalls „schwächen“ und auch nicht einschüchtern. Sie wird beide im Gegenteil dazu ermuntern, eine feindlichere Haltung einzunehmen (und sich gegen die USA zu verbünden); außerdem werden sie weitere Kriege Obamas kaum noch unterstützen (oder einfach hinnehmen).

    Russland hat bereits Kriegsschiffe in seinen syrischen Hafen (Tartus) entsandt und sich geweigert, ein Waffenembargo gegen Syrien und den Iran zu unterstützen; außerdem hat es im Nachhinein den NATO-Krieg gegen Libyen verurteilt.

    China und Russland sind viel zu eng verknüpftmit der Weltwirtschaft, um durch militärische Vorposten der USA oder durch „exklusive“ Wirtschaftsbeziehungen einiger asiatischer Staaten mit den USA allzu große Verluste zu erleiden. Russland kann ebenso viele tödliche Atomraketen auf den Westen richten, wie die USA von ihren Militärbasen in Osteuropa auf Russland abschießen könnten. Obamas militärische Eskalation wird das atomare Gleichgewicht nicht verändern, aber Russland und China einander näher bringen.

    Die Tage, als Nixon und Kissinger mit ihrer Strategie des „Teilens und Herrschens“ durch ein Handelsabkommen mit China russische Waffenlieferungen (an China) stoppen konnten, sind längst vorbei. Washington hat die Bedeutung der gegenwärtigen Streitigkeiten zwischen China und seinen Nachbarn um Anteile an Seegebieten völlig überschätzt. Ihr gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen sind ihnen auf mittlere und lange Sicht viel wichtiger.

    Chinas Wirtschaftsbeziehungen zu den asiatischen Staaten werden die militärischen Verbindungen, die diese mit den USA eingegangen sind, über kurz oder lang wieder einschlafen lassen.

    Seiner „Schnapsidee“ verhaftet, beurteilt Obama den Weltmarkt nur aus militärischer Sicht. Seine militärische Arroganz gegenüber Asien hat zu einem Bruch mit Pakistan, dem bisher zuverlässigsten US-Marionettenregime in Südostasien, geführt.

    Die NATO hat vorsätzlich 24 (pakistanische) Soldaten umgebracht und die Generalität Pakistans verärgert (s. dazu auch http://www.faz.net/aktuell/politi…n-11541960.html ); China und Russland haben den Angriff verurteilt und dadurch an Einfluss gewonnen.

    Am Ende werden die militärische Konfrontation und der Versuch, China wirtschaftlich zu isolieren, scheitern. Washington pokert zu hoch und wird seine vor allem an Geschäften interessierten asiatischen Partner wieder verlieren; die erhoffen sich aus der verstärkten US-Militärpräsenz nur taktische Vorteile (im Streit mit China). Sie wollen aber ganz bestimmt keinen neuen „Kalten Krieg“, der nur den dynamischen innerasiatischen Handel stören und Investitionen behindern würde. Obama und seine Gefolgsleute werden schnell erfahren, dass die führenden Politiker asiatischer Staaten nicht an dauerhaften Bündnissen (mit den USA) interessiert sind, sondern vor allem langfristige wirtschaftliche Interessen haben.

    Am Ende wird sich erweisen, dass China beste Aussichten hat, Mittelpunkt einer neuen, auf Asien zentrierten Weltwirtschaft zu werden. Washington kann zwar den Anspruch auf „eine dauerhafte Präsenz im Pazifik“ erheben, um sie nutzen zu können, müsste >es aber zuerst seine eigene Wirtschaft in Ordnung bringen, indem es vor allem seine Finanzen ordnet und sein Haushaltsdefizit ausgleicht; das könnte auch dadurch geschehen, dass die US-Navy mit ihren Kriegsschiffen gegen entsprechende Bezahlung Handelsschiffe von Exporteuren und asiatischen Kapitänen eskortiert und die transportierten Waren vor Piraten, Guerilla-Kämpfern und Drogenhändlern schützt.

    Obama sollte wirklich einmal darüber nachdenken, ob er nicht das US-Handelsdefizit mit Asien vermindern könnte, wenn er die Siebte Flotte zum Schutz der Seewege ausleiht, anstatt das Geld der US-Steuerzahler zu vergeuden, weil er meint, erfolgreiche asiatische Wirtschaftsmächte schikanieren zu müssen.

    James Petras ist ein emeritierter Professor der Soziologie an der Binghamton Universität, New York. Er ist der Autor von 64 in 29 Sprachen veröffentlichten Büchern. Er engagiert sich schon lange für soziale Gerechtigkeit und hat elfin Jahre lang die Bewegung landloser brasilianischer Arbeiter unterstützt.

    Von 1973-76 war er Mitglied des Bertrand-Russell-Tribunals gegen die Unterdrückung in Lateinamerika. Jetzt schreibt er eine monatlich erscheinende Kolumne für die mexikanische Zeitung Le Jornada, vorher hat er Artikel für die spanische Zeitung El Mundo verfasst. Seinen Bachelor of Arts hat er an der Boston University erworben und seinen Dr. an der University of California in Berkeley gemacht

    (Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern versehen. Die Erläuterungen in eckigen Klammern hat der Autor selbst eingefügt.

    Weitere Infos über ihn sind aufzurufen unter http://de.wikipedia.org/wiki/James_Petras

    Original Dokument: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archi…4011_181211.pdf

    Markt und Straßen stehn verlassen,
    still erleuchtet jedes Haus,
    Sinnend' geh ich durch die Gassen,
    alles sieht so festlich aus.

    An den Fenstern haben Frauen
    buntes Spielzeug fromm geschmückt,
    Tausend Kindlein stehn und schauen,
    sind so wunderstill beglückt.

    Und ich wandre aus den Mauern
    Bis hinaus ins freie Feld,
    Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
    Wie so weit und still die Welt!

    Sterne hoch die Kreise schlingen,
    Aus des Schnees Einsamkeit
    Steigt's wie wunderbares Singen-
    O du gnadenreiche Zeit!
    Joseph von Eichendorff

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    Manchmal denkt man, diese Welt
    sei nur gemacht aus Streß und Geld,
    aus Hektik, Frust und Alltagstwist,
    wie gut, dass es doch anders ist.

    Neigt sich das Jahr zu Ende
    kurz vor der Jahreswende,
    wenn Weihnacht im Kalender steht,
    die Welt im andern Rhytmus geht.

    Die Lichter strahlen plötzlich heller
    Advent - da klopft das Herz uns schneller.
    Und dann - die kleinen Heimlichkeiten,
    mit denen Freude wir bereiten.

    Der Baum, er glänzt im Kerzenschein,
    Symbol des Friedens soll er sein;
    gibt's ihn auch nicht das ganze Jahr,
    der Friedenswunsch, er werde wahr.

    Vorbei das Fest, die Lichter, Lieder,
    der Alltag hat uns alle wieder.
    Ist denn, was wir gesagt, gedacht, gesungen,
    mit dem Kalender schon verklungen?

    So wünsch' ich Euch zu diesem Fest,
    dass sich ein wenig doch behalten lässt
    von dem, was uns bewegt' in unsren Herzen,
    was wir gefühlt beim Schein der Kerzen.
    Damit der Alltag nicht so ganz verdeckt,
    was noch an Menschsein in uns steckt.


    Quelle
    Schöne Weihnachten wünsch' ich Euch

    und

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    Ich hoffe, dass dieses video auch in D-land laeuft :)

    Gruesse von Jo

    [size=18]Wilfried Schmickler - Soviele Menschen in Arbeit wie nie zuvor - Danke Deutschland [/size]

    Wie dreist und unverschaemt und wie verlogen unsere Politiker sind und wie dumm und daemlich sie das Volk einstufen, dafuer fehlen mir trotz einigermassen grossen Wortschatz die Worte [Blockierte Grafik: http://smilys.net/kotzende_smilies/smiley3756.gif]

    [Blockierte Grafik: http://tomswochenschau.files.wordpress.com/2011/12/danke_deutschland2.jpg]
    Das einzig echte daran ist die Banane ueber dem Kopf, oder was soll das sein?


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    Gruss Jo