Beiträge von miga39

    Fehlerhaftes Geldsystem - Grundursache der heutigen Weltprobleme
    Ein allgewaltiger Moloch hat die Welt heute fest im Griff und droht sie endg?ltig zu zermalmen:
    der allbekannte Kapitalismus.
    Die ?rgsten Bedr?ngnisse unserer Zeit - Naturauspl?nderung; ?berreichtum einiger weniger neben Massenarmut; Massenarbeitslosigkeit; Krise der Sozialsysteme; ?berschuldungen; immerfortige Kriege; Absterben der V?lker- und Kulturenvielfalt; US-Imperialismus; usw. - sind im wesentlichen sein Werk. Um Mi?verst?ndnisse von vornherein auszuschlie?en: Der Kommunismus ist und war niemals ein rettendes Gegenprogramm! Deshalb: Westlicher Konzernkapitalismus und einstiger Staatskapitalismus (Marxismus-Kommunismus) sind in Wahrheit nahverwandte, n?mlich monopolistische und wettbewerbsfeindliche Systeme: Der letztere ist dem ersteren in Sachen Zentralisierung und Enteignung lediglich eine gewisse Wegstrecke voraus. Scharf unterscheiden jedoch mu? man zwischen Kapitalismus einerseits und Markt- bzw. Wettbewerbswirtschaft andererseits - obwohl in den meisten ?konomischen Fachb?chern unbegreiflicherweise beide noch miteinander gleichgesetzt werden. Tats?chlich aber stehen sie sich als genaue Antipoden gegen?ber, als falsch oder richtig bzw. als ebenszerst?rend oder lebenserhaltend. Was ist wahre Marktwirtschaft? Sie ist eine grundvoraussetzung gesellschaftlicher Freiheit. Um allgemein Bekanntes zu wiederholen: Sie kennzeichnet sich durch selbststeuernde Regelmechanismen (das freie Spiel von Angebot und Nachfrage, demzufolge Preisfreiheit), durch weitgehende Planungsfreiheit des Unternehmers - dies alles aber im Rahmen eines staatlich vorgegebenen strengen Verhaltenskodex. Sie l??t sich am besten mit einem sportlichen Wettstreit vergleichen, wo der
    einzelne sein ganzes K?nnen entfalten kann - sich aber an die Spielregeln halten mu?. Was aber ist Kapitalismus? Zun?chst mu? man ihn als den Todfeind der Marktwirtschaft bezeichnen. Schon bald nach der W?hrungsreform, nach 1948, zeigte sich das, trotz Ludwig Erhards Gegenwehr, von neuem. Und in den 80er Jahren deckte eine von der Bundesregierung eingesetzte f?nfk?pfige Monopolkommission katastrophale Zust?nde auf. Der Spiegel berichtete damals (49/1986): "Was dabei herauskam, ist das Bild einer von Oligopolen gepr?gten Wirtschaft ? eines Systems, in dem wenige Marktf?hrer Preise und Produkte festlegen. - In weiten Teilen der Wirtschaft bestreiten jeweils die drei gr??ten Unternehmen mehr als 60 Prozent der Produktion ... In der Mediensparte wird sich die Konzentration noch beschleunigen ... Die Aufk?ufer haben Hochkonjunktur ... Noch nie kam die Unternehmenskonzentration so flott voran ... Quer durch alle
    Wirtschaftsbereiche ... ist das gro?e Fressen in vollem Gange."
    Nach dem Aufkauf lasse die Leistungsf?higkeit der Firmen meist nach: "Die Einbindung in einen gr??eren Konzernverband bedeutet eben: weniger Beweglicheit, l?ngere Entscheidungswege und mehr Administration ... Kleinere Unternehmen, so geht aus den Statistiken der deutschen Monopolkommission hervor, arbeiten effizienter." Der Wettbewerb werde immer mehr zur?ckgedr?ngt, was zu bedauern sei, denn: "Wo die ?konomische Verf?gungsgewalt auf einige Dutzend Spitzenmanager aus Banken, Handelsunternehmen und Produktionsbetrieben konzentriert ist, da w?chst eine zu starke Gegenmacht zu den staatlichen Organen; da regieren am Ende Leute, deren Herrschaft kaum kontrolliert ist ... Demokratie und
    Wettbewerbswirtschaft bedingen einander ... Eine kleine Kaste vorwiegend angestellter Manager, mittendrin die Herren des gro?en Geldes, regiert ?ber das westdeutsche Firmen-Konglomerat. Diese Gilde aus dem Geldwesen und dem Gewerbe sorgt daf?r, da? der Konkurrenzdruck nicht allzu l?stig
    wird ... Es sind nicht viele, die in den oberen Zirkeln mitreden d?rfen. Stets fallen, wenn es um 2 Wichtigeres geht, die gleichen Namen. Auf rund 100 sch?tzen Kenner den Kreis dieser Wirtschaftsf?hrer." Der einstige Kartellamtschef Wolfgang Kartte kam deshalb zu dem Urteil (Spiegel, 46/1989): "Den Rubikon zwischen der Marktwirtschaft Ludwig Erhards und einer von Gruppeninteressen beeinflu?ten Industriegesellschaft haben wir l?ngst ?berschritten. Wir leben heute in einem gemischtwirtschaftlichen System. Wirtschaftliche Macht gab es auch damals, aber sie konzentriert sich immer mehr auf immer weniger Akteure." Und seither, insbesondere nach Erichtung der EU, haben sich diese "Konzentration auf immer
    weniger Akteure", die Firmenfusionen, die Pleiten (vor allem bei mittelst?ndischen Betrieben), kurzum: die Ausschaltung des freien Wettbewerbs, beschleunigt fortgesetzt. Was also ist Kapitalismus? Zun?chst: Was ist Kapital? Befragt man hierzu die Lexika, st??t man auf eine krause F?lle von Angaben. Doch auch durchaus Richtiges befindet sich darunter. Z.B. schreibt der Gro?e Brockhaus (1997) unter dem Stichwort Kapital ganz unzweideutig: "Urspr?nglich Bezeichnung f?r eine zum Ausleihen bestimmte und Zinsertrag versprechende Geldsumme." Daraus
    ergibt sich zwingend, da? Kapitalismus nichts anderes ist - als Zinswirtschaft. Wenn aber im selben Absatz einige Zeilen weiter der Satz folgt: "Heute ist Kapital allgemein der Bestand einer Volkswirtschaft an sachlichen Produktionsmitteln", so ist das zwar nicht falsch, aber unvollst?ndig. Denn Sachkapital - teils mit eigenen Mitteln erstanden, vor allem aber mit zinsheischenden Bankdarlehen finanziert - mu? gleichfalls einen "Zinsertrag" abwerfen, weil andernfalls das betreffende Unternehmen in K?rze bankrott w?re. jeweils erbrachten Leistung. Das ist seit
    Jahrhunderten, ja seit Tausenden von Jahren so. Es ist zudem ein Mi?verh?ltnis, das sich laufend versch?rft. In der Bundesrepublik z.B. gab es laut Spiegel (40/1997; 50/2002) im Jahr 1980 rund 67.000 (DM-) Verm?gensmillion?re (ohne Immobilienbesitz); 1993 waren es bereits 131.000; und 2002 hatte ihre Zahl, trotz einer sich verschlimmernden Wirtschaftskrise, schier unglaubliche 365 000
    erreicht. Spiegelbildlich dazu aber vermehrte sich die Zahl der Es gilt also, meine ich, unwiderleglich: Kapitalismus ist Zinswirtschaft (auch B?rsenwirtschaft). Und wegen dieser Zins- und Renditepflichtigkeit des Geldes ist die Marktwirtschaft - sind auch alle anderen Gesellschafts- und Lebensbereiche - einem letztlich t?dlichen W?rgegriff ausgeliefert. Der Zins setzt n?mlich mehrere Fehlentwicklungen in Gang:
    Erstens l?st er eine ungerechtfertigte Verm?gensumverteilung aus. Das zeigt sich am deutlichsten bei der Aufspaltung einer jeden Gesellschaft in reich und arm, und zwar weitgehend unabh?ngig von der Sozialhilfeempf?nger: 1980: 922.000 Personen; 1995: 2.269.000. Hierzu eine weitere, j?ngere Pressemeldung: "Viele Verbraucher in Deutschland haben immer weniger Geld zur Verf?gung ... Fast
    jeder zweite Haushalt hat unter 100 Euro zur freien Verf?gung." (Stuttgarter Nachrichten, 9.9.2003). Auch zwischen den L?ndern, ja zwischen ganzen Kontinenten, ?ffnet sich bekanntlich eine immer breitere Wohlstandskluft. Man erinnere sich hierzu an die Aussagen von J. G. Speth, Chef des
    Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (DIE ZEIT, 13.6.1997): "Der Besitz von 358 Milliard?ren ist genausohoch wie das Jahreseinkommen von rund der H?lfte der Weltbev?lkerung ... Die Kluft zwischen den ?rmsten zwanzig Prozent der Menschheit und den reichsten zwanzig Prozent hat sich seit 1960 mehr als verdoppelt, und zwar von 30 zu 1 auf 78 zu 1."
    Solch krasse Auseinanderentwicklungen haben sicherlich viele Ursachen: Unterschiedlich hohe
    Geh?lter, ungerechte Steuern, Bildungsunterschiede, historisch bedingte R?ckst?ndigkeiten usw. Die
    ausschlaggebende Rolle aber d?rfte hier ein selbstt?tiger Umverteilungsmechanismus spielen: eben der Zins. Er bewirkt eine unaufh?rliche Geldverm?gensumschichtung von der Arbeit zum Besitz. Die Geldverm?gen sind n?mlich ?berall sehr ungleich verteilt. Laut Michael M?ller, stellvertretendem SPD-Fraktionsvorsitzenden, haben in Deutschland 0,5 Prozent der Bev?lkerung 25 Prozent der Geldverm?gen inne (Spiegel, 50/2002). Nun aber gilt: Wer viel zins- und dividendenbringendes Kapital sein eigen nennt, wird allein dadurch immer reicher - auf Kosten der arbeitenden Mehrheit. Das l?uft nach denselben Regeln ab, wie man es vom Gesellschaftsspiel Monopoly her kennt: Am Schlu? bleibt, nach Ausraubung der anderen Mitspieler, nur noch ein einziger Superkapitalist ?brig. Dazu Heiner Flassbeck, jahrelang Direktor beim DIW, sp?ter Staatssekret?r unter dem damaligen Finanzminister Lafontaine (Spiegel, 31/1998): "Es sind die Verm?gen - Geld, Immobilien, Wertpapiere, ob ererbt oder an der B?rse verdient - , die eine ungleiche Verteilung beschleunigen." Aus der Monopol- und Machtstellung, wozu reichlicher Geldbesitz allzuoft verhilft, ergeben sich zudem viele weitere M?glichkeiten der Besitz- und Einflu?vergr??erung. 3 Zinsen sind bisher reichlich angefallen. F?r das Jahr 2001 nennt der Spiegel (33/2002), bezogen allein auf die Privathaushalte, 180 Mrd. Euro, also 352 Mrd. DM (?brigens: Die Deutsche Bundesbank f?hrt weit h?here Zinseink?nfte an). Z?hlt man die Einkommen aus Sachverm?gen (was auch Bodenbesitz einschlie?t) hinzu, d?rfte sich im genannten Jahr die leistungslose Bereicherung aus Zins-, Grundrenten- , Dividenden- und B?rsengewinnen auf sch?tzungsweise 500 Mrd. DM vermehrt haben. Wohlgemerkt: Solch ein Geldsegen kommt vor allem einer ohnehin schon ?berreichen Minderheit zugute! Und erarbeitet hat ihn die gro?e Mehrheit! Man beachte auch: Den wenigsten ist bewu?t, da? sie Zinsen zahlen, auch wenn sie keine Schulden haben, n?mlich in den Steuern (Zinsen f?r die Staatsschulden), haupts?chlich aber bei den t?glichen Eink?ufen: Denn in allen Preisen sind Zinsanteile versteckt, durchschnittlich etwa 30 Prozent ? sie r?hren von der Unternehmensverschuldung her, auch von der Verzinsung des Eigenkapitals. Zweitens: Noch weit schlimmer ist, was leider die wenigsten wissen, die vorw?rtspeitschende Rolle, die der Zins in der Gesellschaft spielt. Wenn alle Welt w?nscht, da? die Wirtschaft immerfort wachse, dann nicht so sehr deshalb, weil man angeblich nach noch mehr Wohlstand giert, sondern weil wir ansonsten in schlimmste wirtschaftliche Schwierigkeiten hineingeraten. Darum nimmt man
    lieber die beispiellose Naturauspl?nderung in Kauf, die mit einem wirtschaftlichen Dauerwachstum einhergeht. Offensichtlich liegt hier ein Sachzwang vor. Denn noch immer gilt, was 1980 der damalige Finanzminister Hans Matth?fer gesagt hat und was sich gerade in unseren Tagen auf schlimmste Weise bewahrheitet: "Unsere Wirtschaft ist auf niedrigeres oder gar 'Nullwachstum' nicht eingestellt,
    Wachstumsstillstand bedeutet Massenarbeitslosigkeit und damit den katastrophalen wirtschaftlichen Zusammenbruch der Bundesrepublik Deutschland."
    ?rgerlich aber ist, da? sich offensichtlich niemand Gedanken dar?ber macht, warum das so ist. Sonst w?rde man entdecken, da? auch hier der Zins eine unheilvolle Rolle spielt, diesmal eine antreibende. Auf die Weise: Vor allem zinseszinsbedingt gehen die Geldverm?gen unabl?ssig in die H?he. In der Bundesrepublik haben sie sich (bei Privataushalten, Unternehmen, Staat) so vermehrt: 1950: 66 Mrd. DM; 1960: 337 Mrd. DM; 1970: 926 Mrd. DM; 1980: 2.390 Mrd. DM; 1995: 8.067 Mrd. DM; 2000: 11.943 Mrd. DM. Es ist zum gr??eren Teil ein Wachstum aus sich heraus, nach dem
    Prinzip des Zinseszinses, weil die meisten Anleger, vor allem die Reicheren, ihre Zinseink?nfte auf den Guthabenkonten stehenlassen, sie also nicht konsumieren, so da? daraus zus?tzliches zinsbringendes Kapital wird. Der ehemalige Herausgeber der Wirtschaftswoche, Wolfram Engels,
    schrieb hierzu: "Ein weiteres Paradoxon ist die Beobachtung, da? aus Kapitaleink?nften mehr gespart wird als aus Arbeitseinkommen." (Der Kapitalismus und seine Krisen. 1996, S. 69) Die wachsenden Geldverm?gen haben aber eine sehr unsch?ne Kehrseite: Weil sie, um Zinsen einzubringen, im Regelfall angelegt sind, vergr??ert sich spiegelbildlich zu ihrem Zuwachs auch die Gesamtverschuldung - bei den Privathaushalten, beim Staat, vor allem aber bei der Wirtschaft. Um die
    damit verkn?pften Zinsverpflichtungen erf?llen zu k?nnen, m?ssen dann die Unternehmen, insgesamt betrachtet, ihre G?tererzeugung immerfort ausweiten. Der Mechanismus des Zinseszinses erlegt der Wirtschaft eines jeden Landes somit einen unausweichlichen und immerfortigen Zwang zum Wachstum auf - bei Strafe des Untergangs. Haupts?chlich daher r?hrt die beispiellose Waren- und Reklame?berflutung unserer Tage, auch das fr?her kaum bekannte Problem riesiger M?llanh?ufungen. Eine schlimme Folgenkette entsteht: Absatzn?te - Verdr?ngungs-"Wettbewerb" - Rationalisierungszwang (mit Freisetzung Abertausender von Mitarbeitern) - ?berleben vor allem der kapitalst?rkeren Firmen - Ausl?schung der alt?berlieferten kleinr?umigen Wirtschafts- und Kulturformen - Vordringen gleichmacherischer Gro?strukturen - Globalisierung - Imperialismus - USWeltherrschaftsstreben. Mit dem Verschwinden der Kleinr?umigkeit und dem Verlust bisheriger kultureller Werte zerbrechen auch altbew?hrte Formen des Zusammenlebens. Die Menschen verarmen demzufolge nicht nur ?u?erlich, auch innerlich werden sie wurzel- und haltlos. Es d?rfte kaum einen gesellschaftlichen ?belstand geben, der nicht irgendwie mit der Zinsfrage verkn?pft ist. Daraus mu? man unabweisbar den Schlu? ziehen, da? die Bew?ltigung der gro?en Herausforderungen unserer Zeit als wichtigstes die ?berwindung des Kapitalismus,
    d.h. des Renditeunwesens, voraussetzt. Was ist zu tun? Schlichte Zinsverbote, wie sie in fr?heren Jahrhunderten ?blich waren, stellen freilich keinen Ausweg dar. Das gilt auch f?r zahlreiche weitere Vorschl?ge, das Zinsproblem zu l?sen.
    Ein paar grunds?tzliche ?berlegungen k?nnen hier weiterhelfen. Der Zins ist deshalb
    unentbehrlich, weil er als eine Art Umlaufsantrieb f?r (er?brigtes) Bargeld und Sichteinlagen
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    (Buchgeld) dient. Der Zins hat aber, wie bereits dargestellt, ?u?erst zerst?rerische Auswirkungen. Selbst als Anreiz, Spargeld l?ngerfristig anzulegen, ist er keineswegs zuverl?ssig. Das zeigt sich immer dann, wenn der Zins - aus welchen Gr?nden auch immer - auf eine zu tiefe Stufe absinkt (und wenn zugleich der zweite Geldweitergabe-Ansporn, die einer Peitsche vergleichbare Inflation, sich der
    Nullgrenze n?hert). Dann wird Geld zunehmend aus dem Kreislauf herausgehalten, wird gehortet, entweder als kurzfristige Bankeinlage - oder wortw?rtlich in einem Tresor zu Hause. Genau diese Entwicklung hat vor bereits einem Jahrzehnt in Japan eingesetzt. Und eben deshalb ger?t dieses Land immer tiefer in eine Deflationskrise hinein. Es geht also darum, f?r Bar- und Buchgeld statt des Zinses einen besseren Umlaufsantrieb zu finden. Und den gibt es. Der ber?hmte John Maynard Keynes hat dazu in seinem Hauptwerk Allgemeine Theorie der Besch?ftigung, des Zinses und des Geldes den Weg gewiesen. Unter ausdr?cklicher Bezugnahme auf die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells (1862-1930) empfiehlt er, auf alles Bargeld
    eine Umlaufsicherungsgeb?hr zu erheben, eine Art negativen Zinses. Auf diese Weise nehme man dem Geld seine Hortbarkeit und zwinge es zu einem stetigen Kreislauf durch die Wirtschaft, auch ohne Zinsbelohnung. Er bezeichnet dies als den "vern?nftigsten Weg ... um allm?hlich die verschiedenen anst??igen Formen des Kapitalismus loszuwerden." Obwohl solche ?berlegungen in Keynes' Buch viele Seiten f?llen, werden sie von den ?konomieprofessoren weltweit leider mit
    Nichtachtung gestraft und also ?ffentlich nicht behandelt.

    Fehlerhaftes Geldsystem - Grundursache der heutigen Weltprobleme
    Ein allgewaltiger Moloch hat die Welt heute fest im Griff und droht sie endg?ltig zu zermalmen:
    der allbekannte Kapitalismus.
    Die ?rgsten Bedr?ngnisse unserer Zeit - Naturauspl?nderung; ?berreichtum einiger weniger neben
    Massenarmut; Massenarbeitslosigkeit; Krise der Sozialsysteme; ?berschuldungen; immerfortige
    Kriege; Absterben der V?lker- und Kulturenvielfalt; US-Imperialismus; usw. - sind im wesentlichen
    sein Werk.
    Um Mi?verst?ndnisse von vornherein auszuschlie?en: Der Kommunismus ist und war niemals ein
    rettendes Gegenprogramm! Deshalb: Westlicher Konzernkapitalismus und einstiger Staatskapitalismus
    (Marxismus-Kommunismus) sind in Wahrheit nahverwandte, n?mlich monopolistische und
    wettbewerbsfeindliche Systeme: Der letztere ist dem ersteren in Sachen Zentralisierung und
    Enteignung lediglich eine gewisse Wegstrecke voraus.
    Scharf unterscheiden jedoch mu? man zwischen Kapitalismus einerseits und Markt- bzw.
    Wettbewerbswirtschaft andererseits - obwohl in den meisten ?konomischen Fachb?chern
    unbegreiflicherweise beide noch miteinander gleichgesetzt werden. Tats?chlich aber stehen sie sich als
    genaue Antipoden gegen?ber, als falsch oder richtig bzw. als lebenszerst?rend oder lebenserhaltend.
    Was ist wahre Marktwirtschaft? Sie ist eine Grundvoraussetzung gesellschaftlicher Freiheit. Um
    allgemein Bekanntes zu wiederholen: Sie kennzeichnet sich durch selbststeuernde Regelmechanismen
    (das freie Spiel von Angebot und Nachfrage, demzufolge Preisfreiheit), durch weitgehende
    Planungsfreiheit des Unternehmers - dies alles aber im Rahmen eines staatlich vorgegebenen strengen
    Verhaltenskodex. Sie l??t sich am besten mit einem sportlichen Wettstreit vergleichen, wo der
    einzelne sein ganzes K?nnen entfalten kann - sich aber an die Spielregeln halten mu?.
    Was aber ist Kapitalismus? Zun?chst mu? man ihn als den Todfeind der Marktwirtschaft
    bezeichnen. Schon bald nach der W?hrungsreform, nach 1948, zeigte sich das, trotz Ludwig Erhards
    Gegenwehr, von neuem. Und in den 80er Jahren deckte eine von der Bundesregierung eingesetzte
    f?nfk?pfige Monopolkommission katastrophale Zust?nde auf. Der Spiegel berichtete damals
    (49/1986): "Was dabei herauskam, ist das Bild einer von Oligopolen gepr?gten Wirtschaft - eines
    Systems, in dem wenige Marktf?hrer Preise und Produkte festlegen. - In weiten Teilen der Wirtschaft
    bestreiten jeweils die drei gr??ten Unternehmen mehr als 60 Prozent der Produktion ... In der
    Mediensparte wird sich die Konzentration noch beschleunigen ... Die Aufk?ufer haben
    Hochkonjunktur ... Noch nie kam die Unternehmenskonzentration so flott voran ... Quer durch alle
    Wirtschaftsbereiche ... ist das gro?e Fressen in vollem Gange."
    Nach dem Aufkauf lasse die Leistungsf?higkeit der Firmen meist nach: "Die Einbindung in einen
    gr??eren Konzernverband bedeutet eben: weniger Beweglicheit, l?ngere Entscheidungswege und
    mehr Administration ... Kleinere Unternehmen, so geht aus den Statistiken der deutschen
    Monopolkommission hervor, arbeiten effizienter."
    Der Wettbewerb werde immer mehr zur?ckgedr?ngt, was zu bedauern sei, denn: "Wo die
    ?konomische Verf?gungsgewalt auf einige Dutzend Spitzenmanager aus Banken, Handelsunternehmen
    und Produktionsbetrieben konzentriert ist, da w?chst eine zu starke Gegenmacht zu den staatlichen
    Organen; da regieren am Ende Leute, deren Herrschaft kaum kontrolliert ist ... Demokratie und
    Wettbewerbswirtschaft bedingen einander ... Eine kleine Kaste vorwiegend angestellter Manager,
    mittendrin die Herren des gro?en Geldes, regiert ?ber das westdeutsche Firmen-Konglomerat. Diese
    Gilde aus dem Geldwesen und dem Gewerbe sorgt daf?r, da? der Konkurrenzdruck nicht allzu l?stig
    wird ... Es sind nicht viele, die in den oberen Zirkeln mitreden d?rfen. Stets fallen, wenn es um
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    Wichtigeres geht, die gleichen Namen. Auf rund 100 sch?tzen Kenner den Kreis dieser
    Wirtschaftsf?hrer."
    Der einstige Kartellamtschef Wolfgang Kartte kam deshalb zu dem Urteil (Spiegel, 46/1989): "Den
    Rubikon zwischen der Marktwirtschaft Ludwig Erhards und einer von Gruppeninteressen beeinflu?ten
    Industriegesellschaft haben wir l?ngst ?berschritten. Wir leben heute in einem
    gemischtwirtschaftlichen System. Wirtschaftliche Macht gab es auch damals, aber sie konzentriert sich
    immer mehr auf immer weniger Akteure."
    Und seither, insbesondere nach Erichtung der EU, haben sich diese "Konzentration auf immer
    weniger Akteure", die Firmenfusionen, die Pleiten (vor allem bei mittelst?ndischen Betrieben),
    kurzum: die Ausschaltung des freien Wettbewerbs, beschleunigt fortgesetzt.
    Was also ist Kapitalismus? Zun?chst: Was ist Kapital? Befragt man hierzu die Lexika, st??t man
    auf eine krause F?lle von Angaben. Doch auch durchaus Richtiges befindet sich darunter. Z.B.
    schreibt der Gro?e Brockhaus (1997) unter dem Stichwort Kapital ganz unzweideutig: "Urspr?nglich
    Bezeichnung f?r eine zum Ausleihen bestimmte und Zinsertrag versprechende Geldsumme." Daraus
    ergibt sich zwingend, da? Kapitalismus nichts anderes ist - als Zinswirtschaft. Wenn aber im selben
    Absatz einige Zeilen weiter der Satz folgt: "Heute ist Kapital allgemein der Bestand einer
    Volkswirtschaft an sachlichen Produktionsmitteln", so ist das zwar nicht falsch, aber unvollst?ndig.
    Denn Sachkapital - teils mit eigenen Mitteln erstanden, vor allem aber mit zinsheischenden
    Bankdarlehen finanziert - mu? gleichfalls einen "Zinsertrag" abwerfen, weil andernfalls das
    betreffende Unternehmen in K?rze bankrott w?re. jeweils erbrachten Leistung. Das ist seit
    Jahrhunderten, ja seit Tausenden von Jahren so. Es ist zudem ein Mi?verh?ltnis, das sich laufend
    versch?rft. In der Bundesrepublik z.B. gab es laut Spiegel (40/1997; 50/2002) im Jahr 1980 rund
    67.000 (DM-) Verm?gensmillion?re (ohne Immobilienbesitz); 1993 waren es bereits 131.000; und
    2002 hatte ihre Zahl, trotz einer sich verschlimmernden Wirtschaftskrise, schier unglaubliche 365 000
    erreicht. Spiegelbildlich dazu aber vermehrte sich die Zahl der
    Es gilt also, meine ich, unwiderleglich: Kapitalismus ist Zinswirtschaft (auch B?rsenwirtschaft).
    Und wegen dieser Zins- und Renditepflichtigkeit des Geldes ist die Marktwirtschaft - sind auch alle
    anderen Gesellschafts- und Lebensbereiche - einem letztlich t?dlichen W?rgegriff ausgeliefert. Der
    Zins setzt n?mlich mehrere Fehlentwicklungen in Gang:
    Erstens l?st er eine ungerechtfertigte Verm?gensumverteilung aus. Das zeigt sich am deutlichsten
    bei der Aufspaltung einer jeden Gesellschaft in reich und arm, und zwar weitgehend unabh?ngig von
    der Sozialhilfeempf?nger: 1980: 922.000 Personen; 1995: 2.269.000. Hierzu eine weitere, j?ngere
    Pressemeldung: "Viele Verbraucher in Deutschland haben immer weniger Geld zur Verf?gung ... Fast
    jeder zweite Haushalt hat unter 100 Euro zur freien Verf?gung." (Stuttgarter Nachrichten, 9.9.2003).
    Auch zwischen den L?ndern, ja zwischen ganzen Kontinenten, ?ffnet sich bekanntlich eine immer
    breitere Wohlstandskluft. Man erinnere sich hierzu an die Aussagen von J. G. Speth, Chef des
    Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (DIE ZEIT, 13.6.1997): "Der Besitz von 358
    Milliard?ren ist genausohoch wie das Jahreseinkommen von rund der H?lfte der Weltbev?lkerung ...
    Die Kluft zwischen den ?rmsten zwanzig Prozent der Menschheit und den reichsten zwanzig Prozent
    hat sich seit 1960 mehr als verdoppelt, und zwar von 30 zu 1 auf 78 zu 1."
    Solch krasse Auseinanderentwicklungen haben sicherlich viele Ursachen: Unterschiedlich hohe
    Geh?lter, ungerechte Steuern, Bildungsunterschiede, historisch bedingte R?ckst?ndigkeiten usw. Die
    ausschlaggebende Rolle aber d?rfte hier ein selbstt?tiger Umverteilungsmechanismus spielen: eben der
    Zins. Er bewirkt eine unaufh?rliche Geldverm?gensumschichtung von der Arbeit zum Besitz. Die
    Geldverm?gen sind n?mlich ?berall sehr ungleich verteilt. Laut Michael M?ller, stellvertretendem
    SPD-Fraktionsvorsitzenden, haben in Deutschland 0,5 Prozent der Bev?lkerung 25 Prozent der
    Geldverm?gen inne (Spiegel, 50/2002). Nun aber gilt: Wer viel zins- und dividendenbringendes
    Kapital sein eigen nennt, wird allein dadurch immer reicher - auf Kosten der arbeitenden Mehrheit.
    Das l?uft nach denselben Regeln ab, wie man es vom Gesellschaftsspiel Monopoly her kennt: Am
    Schlu? bleibt, nach Ausraubung der anderen Mitspieler, nur noch ein einziger Superkapitalist ?brig.
    Dazu Heiner Flassbeck, jahrelang Direktor beim DIW, sp?ter Staatssekret?r unter dem damaligen
    Finanzminister Lafontaine (Spiegel, 31/1998): "Es sind die Verm?gen - Geld, Immobilien,
    Wertpapiere, ob ererbt oder an der B?rse verdient - , die eine ungleiche Verteilung beschleunigen."
    Aus der Monopol- und Machtstellung, wozu reichlicher Geldbesitz allzuoft verhilft, ergeben sich
    zudem viele weitere M?glichkeiten der Besitz- und Einflu?vergr??erung.
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    Zinsen sind bisher reichlich angefallen. F?r das Jahr 2001 nennt der Spiegel (33/2002), bezogen
    allein auf die Privathaushalte, 180 Mrd. Euro, also 352 Mrd. DM (?brigens: Die Deutsche Bundesbank
    f?hrt weit h?here Zinseink?nfte an). Z?hlt man die Einkommen aus Sachverm?gen (was auch
    Bodenbesitz einschlie?t) hinzu, d?rfte sich im genannten Jahr die leistungslose Bereicherung aus Zins-
    , Grundrenten- , Dividenden- und B?rsengewinnen auf sch?tzungsweise 500 Mrd. DM vermehrt
    haben. Wohlgemerkt: Solch ein Geldsegen kommt vor allem einer ohnehin schon ?berreichen
    Minderheit zugute! Und erarbeitet hat ihn die gro?e Mehrheit!
    Man beachte auch: Den wenigsten ist bewu?t, da? sie Zinsen zahlen, auch wenn sie keine Schulden
    haben, n?mlich in den Steuern (Zinsen f?r die Staatsschulden), haupts?chlich aber bei den t?glichen
    Eink?ufen: Denn in allen Preisen sind Zinsanteile versteckt, durchschnittlich etwa 30 Prozent - sie
    r?hren von der Unternehmensverschuldung her, auch von der Verzinsung des Eigenkapitals.
    Zweitens: Noch weit schlimmer ist, was leider die wenigsten wissen, die vorw?rtspeitschende
    Rolle, die der Zins in der Gesellschaft spielt. Wenn alle Welt w?nscht, da? die Wirtschaft immerfort
    wachse, dann nicht so sehr deshalb, weil man angeblich nach noch mehr Wohlstand giert, sondern
    weil wir ansonsten in schlimmste wirtschaftliche Schwierigkeiten hineingeraten. Darum nimmt man
    lieber die beispiellose Naturauspl?nderung in Kauf, die mit einem wirtschaftlichen Dauerwachstum
    einhergeht. Offensichtlich liegt hier ein Sachzwang vor. Denn noch immer gilt, was 1980 der damalige
    Finanzminister Hans Matth?fer gesagt hat und was sich gerade in unseren Tagen auf schlimmste
    Weise bewahrheitet: "Unsere Wirtschaft ist auf niedrigeres oder gar 'Nullwachstum' nicht eingestellt,
    Wachstumsstillstand bedeutet Massenarbeitslosigkeit und damit den katastrophalen wirtschaftlichen
    Zusammenbruch der Bundesrepublik Deutschland."
    ?rgerlich aber ist, da? sich offensichtlich niemand Gedanken dar?ber macht, warum das so ist.
    Sonst w?rde man entdecken, da? auch hier der Zins eine unheilvolle Rolle spielt, diesmal eine
    antreibende. Auf die Weise: Vor allem zinseszinsbedingt gehen die Geldverm?gen unabl?ssig in die
    H?he. In der Bundesrepublik haben sie sich (bei Privataushalten, Unternehmen, Staat) so vermehrt:
    1950: 66 Mrd. DM; 1960: 337 Mrd. DM; 1970: 926 Mrd. DM; 1980: 2.390 Mrd. DM; 1995: 8.067
    Mrd. DM; 2000: 11.943 Mrd. DM. Es ist zum gr??eren Teil ein Wachstum aus sich heraus, nach dem
    Prinzip des Zinseszinses, weil die meisten Anleger, vor allem die Reicheren, ihre Zinseink?nfte auf
    den Guthabenkonten stehenlassen, sie also nicht konsumieren, so da? daraus zus?tzliches
    zinsbringendes Kapital wird. Der ehemalige Herausgeber der Wirtschaftswoche, Wolfram Engels,
    schrieb hierzu: "Ein weiteres Paradoxon ist die Beobachtung, da? aus Kapitaleink?nften mehr gespart
    wird als aus Arbeitseinkommen." (Der Kapitalismus und seine Krisen. 1996, S. 69)
    Die wachsenden Geldverm?gen haben aber eine sehr unsch?ne Kehrseite: Weil sie, um Zinsen
    einzubringen, im Regelfall angelegt sind, vergr??ert sich spiegelbildlich zu ihrem Zuwachs auch die
    Gesamtverschuldung - bei den Privathaushalten, beim Staat, vor allem aber bei der Wirtschaft. Um die
    damit verkn?pften Zinsverpflichtungen erf?llen zu k?nnen, m?ssen dann die Unternehmen, insgesamt
    betrachtet, ihre G?tererzeugung immerfort ausweiten. Der Mechanismus des Zinseszinses erlegt der
    Wirtschaft eines jeden Landes somit einen unausweichlichen und immerfortigen Zwang zum
    Wachstum auf - bei Strafe des Untergangs. Haupts?chlich daher r?hrt die beispiellose Waren- und
    Reklame?berflutung unserer Tage, auch das fr?her kaum bekannte Problem riesiger M?llanh?ufungen.
    Eine schlimme Folgenkette entsteht: Absatzn?te - Verdr?ngungs-"Wettbewerb" -
    Rationalisierungszwang (mit Freisetzung Abertausender von Mitarbeitern) - ?berleben vor allem der
    kapitalst?rkeren Firmen - Ausl?schung der alt?berlieferten kleinr?umigen Wirtschafts- und
    Kulturformen - Vordringen gleichmacherischer Gro?strukturen - Globalisierung - Imperialismus - USWeltherrschaftsstreben.
    Mit dem Verschwinden der Kleinr?umigkeit und dem Verlust bisheriger
    kultureller Werte zerbrechen auch altbew?hrte Formen des Zusammenlebens. Die Menschen verarmen
    demzufolge nicht nur ?u?erlich, auch innerlich werden sie wurzel- und haltlos.
    Es d?rfte kaum einen gesellschaftlichen ?belstand geben, der nicht irgendwie mit der
    Zinsfrage verkn?pft ist. Daraus mu? man unabweisbar den Schlu? ziehen, da? die Bew?ltigung
    der gro?en Herausforderungen unserer Zeit als wichtigstes die ?berwindung des Kapitalismus,
    d.h. des Renditeunwesens, voraussetzt.
    Was ist zu tun? Schlichte Zinsverbote, wie sie in fr?heren Jahrhunderten ?blich waren, stellen
    freilich keinen Ausweg dar. Das gilt auch f?r zahlreiche weitere Vorschl?ge, das Zinsproblem zu
    l?sen.
    Ein paar grunds?tzliche ?berlegungen k?nnen hier weiterhelfen. Der Zins ist deshalb
    unentbehrlich, weil er als eine Art Umlaufsantrieb f?r (er?brigtes) Bargeld und Sichteinlagen
    4
    (Buchgeld) dient. Der Zins hat aber, wie bereits dargestellt, ?u?erst zerst?rerische Auswirkungen.
    Selbst als Anreiz, Spargeld l?ngerfristig anzulegen, ist er keineswegs zuverl?ssig. Das zeigt sich
    immer dann, wenn der Zins - aus welchen Gr?nden auch immer - auf eine zu tiefe Stufe absinkt (und
    wenn zugleich der zweite Geldweitergabe-Ansporn, die einer Peitsche vergleichbare Inflation, sich der
    Nullgrenze n?hert). Dann wird Geld zunehmend aus dem Kreislauf herausgehalten, wird gehortet,
    entweder als kurzfristige Bankeinlage - oder wortw?rtlich in einem Tresor zu Hause. Genau diese
    Entwicklung hat vor bereits einem Jahrzehnt in Japan eingesetzt. Und eben deshalb ger?t dieses Land
    immer tiefer in eine Deflationskrise hinein. Es geht also darum, f?r Bar- und Buchgeld statt des Zinses
    einen besseren Umlaufsantrieb zu finden.
    Und den gibt es. Der ber?hmte John Maynard Keynes hat dazu in seinem Hauptwerk Allgemeine
    Theorie der Besch?ftigung, des Zinses und des Geldes den Weg gewiesen. Unter ausdr?cklicher
    Bezugnahme auf die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells (1862-1930) empfiehlt er, auf alles Bargeld
    eine Umlaufsicherungsgeb?hr zu erheben, eine Art negativen Zinses. Auf diese Weise nehme man
    dem Geld seine Hortbarkeit und zwinge es zu einem stetigen Kreislauf durch die Wirtschaft, auch
    ohne Zinsbelohnung. Er bezeichnet dies als den "vern?nftigsten Weg ... um allm?hlich die
    verschiedenen anst??igen Formen des Kapitalismus loszuwerden." Obwohl solche ?berlegungen in
    Keynes' Buch viele Seiten f?llen, werden sie von den ?konomieprofessoren weltweit leider mit
    Nichtachtung gestraft und also ?ffentlich nicht behandelt.

    wird eine bundesweite Demo stattfinden, die sich noch einmal mit allen anstehenden Problemen in Deutschland besch?ftigen wird, einer der Hauptorganisatoren ist Andreas Ehrholdt. Aber seht dazu auf seiner Webseite: http://www.andreas-ehrholdt.de N?heres. W?hrend dieser Demo wird auch der neue Film von Martin Kessler vorgestellt. http://www.neuewut.de

    Textausz?ge von der Website Andreas Ehrholdts:

    Am 3. Oktober 2006 ist es soweit. Viele B?rger unseres Landes feiern den 16. Tag der so genannten Deutschen Einheit. Aber den haben wir nicht und den bekommen wir nicht, wenn wir nicht aufwachen und unsere Rechte einfordern. Lange Zeit erhofften wir, dass Deutschland wirklich zusammenwachsen w?rde, aber es ist wohl ein Trugschluss.

    Nun sagen wir, gebt uns unser Land wieder. Warum?

    Weil wir nicht Deutsche zweiter Klasse sein wollen.

    Weil wir von euch nicht um unsere Existenz gebracht werden wollen.

    Weil wir uns von euch nicht Angst vor dem Morgen machen lassen wollen.

    Weil wir mit unserer H?nde Arbeit vern?nftig und nicht wie Tagel?hner leben m?chten.

    Weil unsere Kinder eine vern?nftige Bildung und Ausbildung und damit eine Perspektive haben sollen.

    Weil unsere Jugend nicht nach 14 Semestern Studium als Hilfsarbeiter Regale auff?llen sollen.

    Weil die M?nner nicht Angst davor haben sollen ihre Familien vielleicht nicht ern?hren zu k?nnen.

    Weil unsere Frauen nicht Angst um ihren eventuellen Arbeitsplatz aus Gr?nden einer Schwangerschaft haben sollen.

    Weil unsere ?lteren Menschen ihrem Lebensabend in abgesicherter Existenz erwarten sollen.

    Weil jeder Erwerbslose ein anst?ndiges und w?rdevolles Leben f?hren k?nnen muss.

    Es gibt noch viel mehr vern?nftiger Gr?nde, die dieses Handeln von uns fordern. Darum fordere ich, hoffentlich mit Euch:

    Gebt uns unser Land zur?ck. Gebt uns die M?glichkeit in politischer, sozialer und finanzpolitischer Autonomie, zu beweisen dass gen?gend Geld da ist dass Arbeitnehmer, Arbeitgeber aber auch Aktion?re davon existieren k?nnen.

    Der Organisator dieser kommenden Demo ?u?ert sich pers?nlich Folgenderma?en:

    Ich habe nichts gegen Ossis und nichts gegen Wessis, ich selbst bin immer Erdenb?rger gewesen. Es liegt mir fern Deutschland zu spalten, auch wenn dies so aussehen mag. Aber ich sage ja nicht dass wir die Bundesrepublik verlassen wollen um wieder Mauern zu errichten, was ich sage ist: Das Volk der DDR hat nicht an den Mauern und Z?unen ger?ttelt, damit ihm Bananen durchgeschoben werden.

    Im ?brigen war ich DDR-Fl?chtling und bin ?ber die Budapester Botschaft im Sommer 1989 in die BRD gekommen. Heute, 16 Jahre danach werden die Menschen in beiden Teilen immer unzufriedener, denn das, was aus dem vereinten Deutschland gemacht wurde, das entspricht sicherlich nicht dem, was wir Menschen uns ALLE erhofft haben.

    Es soll eine Geste gegen?ber der Politik sein, die dieser am 3.10. sagen soll, ihr vertritt Geldscheine, Aktien, Maschinen, aber nicht mehr die Interessen der Menschen. Darum w?rde ich am 3.10. die Forderung stellen, sich entweder den Menschen zu widmen, oder zusehen zu m?ssen, wie diese sich das demokratische Recht herausnehmen, und sich selbst im eigenen Interesse regieren.

    Alle Seiten haben versucht, mich im Ansehen zu sch?digen. Schlie?lich bin ich nur noch ein Guru gewesen, dem man nicht hinterherl?uft. Dabei habe ich immer betont, keiner geht hinter mir her, alle gehen sie mit mir mit.

    Die wahren Gurus sind Funktion?re, Besitzstandswahrer. Und sehr viele Menschen fallen auf diese herein. Sie sehen nicht, dass damit nur dem Geld und dessen Marionetten die Macht erhalten werden soll. Jetzt habe ich eine neue Dimension des "Freiheitskampfes" eingel?utet.

    WAS WIR FORDERN:

    Organteam der Montagsdemo Magdeburg

    1. Zur?ckstellung der Arbeitsmarktreform

    Diese unsoziale Komponente der Agenda 2010, die nur darauf ausgerichtet ist die Bundesrepublik Deutschland, sowie deren Bundesl?nder und Kommunen zu sanieren, geh?rt bis zur n?chsten Bundestagswahl in eine Ablage. Geben sie uns die finanziellen Mittel, die sie in letzter Zeit aufgewendet haben um ihr Programm sch?nzureden, damit wir an gleicher Stelle den B?rgern erkl?ren k?nnen dass es nicht sch?n, sondern Menschen verachtend ist, dass es nicht die Arbeitslosigkeit bek?mpft sondern neue schafft.

    Dieses Instrumentar wurde geschaffen, um die Solidarit?t zu zerst?ren.

    Das dieses Instrument geeignet ist, Armut, Not und Elend in die Bev?lkerung zu tragen und Existenzen zu zerst?ren. Lassen sie das Volk zur n?chsten Bundestagswahl dar?ber entscheiden ob diese Systeme, die geschaffen wurden, um Armut und Krankheit zu bek?mpfen und f?r das Alter abzusichern, abgeschafft werden sollen.

    Bis dahin k?nnen wir uns Alternativen zur Finanzierung dieser Versicherungszweige unterhalten. Ein Aspekt w?re dabei zu ?berlegen, ob denn bei sinkendem Realeinkommen immer mehr nur vom Arbeitnehmer gezahlt werden kann, oder ob es eine Komponente zum Ausgleich geben k?nnte, da? durch die Vernichtung von Arbeitspl?tzen oder deren Auslagerung ins Ausland entsprechende Unternehmer mit zur Verantwortung gezogen werden sollten.

    2. Ver?nderung der Verwaltungsstrukturen in Hinsicht auf Vergabe von Bauleistungen

    Im Moment ist es so, dass zum Jahresende ein Schwarzbuch erstellt wird an welcher Stelle Geld unsinnig ausgegeben wurde, nur Ende des Jahres und im Nachhinein ist zu sp?t. Die Bundesregierung und auch die Regierungen der L?nder sollten alles daran setzen, die Geldfl?sse in den Kommunen, L?ndern und im Bund endlich wieder in den Griff zu bekommen. Solche Einrichtungen wie Rechnungspr?f?mter oder die Rechnungsh?fe sind an der Stelle, wie sie jetzt platziert sind, n?mlich am Ende der Ausgabe, fehl am Platze.

    Sie m?ssen an den Beginn des Vorhabens r?cken. Bei der Planung m?ssen sie schon mit einbegriffen sein, um zu entscheiden: Ist diese Ma?nahme sinnvoll, ist sie betriebswirtschaftlich, ist sie finanzierbar und vor allen Dingen, muss sie jetzt sein. Das sind die Entscheidungen, die sie im Vorfeld f?r die Kommunen treffen muss.

    Der Konsum des B?rgers sollte den Markt ankurbeln, nicht ?berm??ige Ausgaben f?r sinnlose Bauvorhaben.

    3. Recht und Pflicht zur Arbeit

    Das Recht auf Arbeit, f?r jeden, der sich davon seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, aber dann auch die Pflicht, sollten als Staatsziele in das Grundgesetz aufgenommen werden. Die Argumentation, dies schaffe keine Arbeitspl?tze, ist unserer Meinung nach fehl am Platz. Es geht um ein St?ck Menschenw?rde, diese zu achten ist im Artikel 1 des Grundgesetzes deklariert. Stattdessen wird der B?rger, der arbeitslos ist, w?rdelos gemacht. Dies kann nicht die Maxime eines Staates sein, der sich die soziale Marktwirtschaft auf die Fahne und ins Grundgesetz schrieb.

    4. Amtshaftung muss der Beamtenhaftung weichen

    Damit ist nicht der Polizist gemeint, der in Aus?bung seiner Pflicht eben gezwungen ist, andere Mittel anzuwenden, hier geht es um Beamte die Entscheidungen f?llen, nur einBeispiel, der Baubereich. Hier wird entschieden, da? etwas so oder eben so gebaut wird. Das hei?t es ist dem Gutd?nken des Beamten ?berlassen ob es wirtschaftlich ist, schlie?lich m?ssen es die B?rger refinanzieren. Wenn dann diese Entscheidung getroffen wird, obwohl Alternativen aufgezeigt wurden, die g?nstiger in der Finanzierung aber auch wirtschaftlicher sind, hat der Beamte dies zu verantworten, auch finanziell. Darum fordern wir die Beamtenhaftung. Es muss Schluss damit sein, dass der B?rger jeden Unsinn bezahlen muss. Es muss Schluss damit sein, dass der B?rger beim Verwaltungsgericht auf eine Schutzbeh?rde f?r die ?mter und Beh?rden trifft.

    5. Reform der gesetzlichen Versicherungen

    Diese sind in der Form zu ?ndern, dass die Lasten wieder auf breitere Schultern verteilt werden. Eine dringend notwendiger Beitrag w?re, auch Selbst?ndige und Beamte in diese B?rgerversicherung, oder wie sie dann auch hei?en mag, zu integrieren. Unternehmen die durch Auslagerung der Produktion ins Ausland, oder durch Automatisierung Arbeitspl?tze vernichten, sollten mit einer Abgabe auf den damit gesteigerten Gewinn an der Finanzierung des Sozialwesens beteiligt werden. Zur Versicherung (GKV, GRV etc.) werden gesonderte Vorschl?ge eingereicht.

    6.Berufsausbildungswerke

    In den Landeshauptst?dten sollten, gerade in den ?stlichen Bundesl?ndern, Berufsausbildungswerke installiert werden. In denen muss die entsprechende Anzahl an Ausbildungsm?glichkeiten bereit gestellt werden, die verhindern soll, dass die Jugend wegen fehlender Perspektiven das Land verlassen. Dies kann durch die Schaffung von ?bungsfirmen, die sp?ter in den Markt integriert werden, geschehen. Immer den Markt beobachtend und nicht f?r die Arbeitslosigkeit ausbilden. Auch f?r diesen Punkt wird ein gesondertes Projekt eingereicht.

    7. Subventionen und F?rdermittel

    Subventionen sollten und m?ssen progressiv und schnell abgebaut werden, da diese den Markt nicht beleben sondern verf?lschen. H?ufig sind dies nur Mittel die von verschiedenen Unternehmen, und je gr??er, desto h?ufiger, mitgenommen werden. Anders sehen wir das bei F?rdermitteln, wobei auch diese als Profit immer h?ufiger in private Taschen verschwinden. Dies allerdings lie?e sich steuern. Wir erwarten, da? F?rdermittel gew?hrt werden, da muss die Kann ? Bestimmung aufgehoben werden. Aber, diese F?rdermittel sollten im unternehmerischen Bereich als zinsloses Darlehen, als so genannte Anschubfinanzierung angereicht werden. Die Mittel sollten gesichert werden, zum Beispiel als Grundbucheintrag. Im Moment ist es doch so, dass gr??ere Unternehmen der Deutschen Wirtschaft sich zu einem Nomadenvolk zur?ck entwickelt. Das Unternehmen zieht immer h?ufiger um, je nachdem, welches Land die meisten F?rdermittel gibt. Diese zu Unrecht ausgeteilten Gelder m?ssen endlich daf?r verwandt werden, den Mittelstand zu st?tzen und zu sch?tzen. Der Mitteslstand ist der Hauptarbeitgeber, aber auch der Hauptsteuerzahler. Ein Sektor, der gef?rdert oder subventioniert werden muss, um ihn als Motor der Wirtschaft zu verwenden, ist zudem der Wohnungsbausektor. Hierbei geht es allerdings nur um Geb?udesanierungen und um Modernisierungen im Hinblick auf Verwendungsm?glichkeiten erneuerbarer Energien. Dazu sollte ein F?rdermitteltopf eingerichtet werden, aus dem die Mittel entnommen, aber in dem die R?ckflussmittel auch wieder eingezahlt werden.

    8. Wirtschaftspolitik

    Diese muss effektiver gesteuert werden. Der Sektor Mittelstand, gerade auch im Bereich von Dienstleistungen, ist besonders im Auge zu behalten. In den neuen Bundesl?ndern ist dies der Hauptarbeitgeber. Wenn dieser Mittelstand nicht in die Lage versetzt wird, Arbeitspl?tze zu schaffen oder auszuweisen, wird es in den neuen L?ndern keinen Aufschwung geben.

    Dabei muss dar?ber nachgedacht werden ob das Modell des Prof. Weihmann der Universit?t Magdeburg, welches als Lohnkostenzuschussmodell entwickelt wurde, nicht tauglich w?re, Arbeitspl?tze durch Entlastung der Lohnnebenkosten entstehen zu lassen.

    9. Steuerpolitik

    Wir brauchen eine neue, eine gerechtere Steuerpolitik. Es ist nicht hinnehmbar, da? Konzerne, die unsere Arbeitspl?tze zu Tausenden t?glich ins Ausland verlagern, dieses als Aufwand dem deutschen Steuerzahler ?ber das Finanzamt in Rechnung stellen. Die USA machen es uns doch vor, dass alle Staatsb?rger, egal wo sie leben oder produzieren, in Amerika ihre Steuern zu entrichten haben. Einfuhrz?lle und Mindeststeuers?tze w?ren ein probates Mittel, Arbeitspl?tze zu erhalten und den Staat und dessen soziales System weiterhin finanzierbar zu gestalten.

    Darum geht es also am 03.10.2006 in Magdeburg, der Autor erlaubt ausdr?cklich, diesen Beitrag auch in anderen Foren zu ver?ffentlichen und weiterzutragen, ich hoffe, ihr helft mir ein wenig dabei und bedanke mich jetzt schon.

    http://www.3-oktober.ch.vu/


    In diesem unart-studio

    ...in unserem Land sind einige Menschen der Ansicht, dass es besser w?re, wenn es Deutschland nicht mehr geben w?rde, oder wenn es Deutschland nie gegeben h?tte. Da wir in der Lage sind, mit Vorstellungskraft, Witz und Verstand in eine Gedankenwelt einzutauchen, wollen wir uns einmal einen Tag im Leben vorstellen, an dem es das verhasste Deutschland nicht gegeben h?tte. Davon abgesehen, dass Sie selbst nicht auf der Welt w?ren, wachen Sie morgens zu sp?t auf. Warum haben Sie verschlafen? Weil Sie keinen Wecker haben, denn der Erfinder der Taschenuhr, (also eines Vorg?ngers des Weckers), Peter Heulein (1480-1542) war ein Deutscher und lebte ja in unserem Gedankenspagat nicht. Es ist noch dunkel an diesem Morgen, Ihre Hand sucht den Lichtschalter, aber selbst wenn Sie ihn finden w?rden - eine Lampe k?nnten Sie schwerlich zum Leuchten bringen, da der Deutsche Heinrich Goebel (1818-1893) sich dieses Wunderwerk der Elektrizit?t einfallen lie?. ?brigens war das 25 Jahre fr?her, als der Engl?nder Edison! Sie laufen los, weil Sie ja zum Auto m?ssen, um zur Arbeit zu fahren, aber Ihr VW Passat ist weg, logisch! Denn der Grundstein, f?r die Volkswagen Werke, ist von Ferdinand Porsche und dem damaligen Reichskanzler 1938 gelegt worden. Na ja, halb so wild, denken Sie sich. Den japanischen Zweitwagen wollten Sie auch mal wieder ausfahren. Die Garagent?r ?ffnet sich, aber da steht kein Auto, mhm. einleuchtend, weil die Erfinder des Autos, Benz und Daimler, nie das Licht der Welt erblickten. Sie waren ja Deutsche. Alles klar, jetzt wird es eng, Ihre Rettung: Der Bus! Sie rennen zur Haltestelle und warten und warten. Da stehen Sie vergebens, denn der Deutsche Rudolf Diesel lebte ja nicht, um den Dieselmotor zu erfinden. Den Fahrplan f?r den Bus k?nnten Sie eh nicht lesen, da Gutenberg 1445 die Druckkunst mit seinen beweglichen Lettern revolutionierte. Ein schlechter Start in den Tag! Aber wenn Ihr Chef von den Gr?nden Ihrer Versp?tung erf?hrt, kann er Ihnen nicht b?se sein. Das w?re ungerecht. Dennoch muss er von ihren Gr?nden erfahren. Die Telefonnummer Ihrer Firma haben Sie im Kopf, aber leider fehlt das Telefon, um die Nummer zu w?hlen. Das Telefon ist dem genialen Geist von Philipp Reis (1834-1874) entsprungen. Eine e-Post w?re die Rettung, denn wie fast jeder Handwerksbetrieb, hat auch Ihre Firma einen Weltnetzanschlu? . Aber leider ist auch dies nicht m?glich, denn Konrad Zuse erfand den ersten Rechner. Selbst wenn ein anderer den ersten Rechner erfunden h?tte, so w?rde ihm die Tastatur fehlen, welche der Tiroler Peter Mitterhofer (1822-1893) als Schreibmaschine erfand. Um es sich bei Ihrem Chef nicht endg?ltig zu verderben, gehen Sie nach der ganzen Aufregung zum Arzt, um sich Krank schreiben zu lassen. Das ist wirklich zu viel f?r Ihr Gem?t. Das das ?rztehaus, in dem sich die Praxis ihres Hausarztes befindet, nebenbei bemerkt ?ber keine R?ntgenstation verf?gt, braucht hier nur beil?ufig erw?hnt zu werden, denn Konrad R?ntgen (1845-1923) entstammt unserem Deutschen Volk. Was macht man an so einem bescheidenen Tag? Sie wollen einfach nur nach Hause, um dar?ber nachzudenken, wie Sie diesen Alptraum ?berleben. Ihr hei? geliebtes Fahrrad ist nicht mehr da, welches von dem Forstmeister Karl Freiherr von Drais erfunden wurde, der Urlaub ist geplatzt, da Otto Lilienthal das erste Flugzeug nicht erfinden konnte und Joseph Ressel (1793-1857) die Schiffsschraube nicht erdachte, wird es mit Alternativen mehr als eng. Abgesehen davon, dass mit Sicherheit kein Haus, keine Br?cke stehen w?rde, es keine Stra?en g?be, weil alles dem gro?artigen Sch?pfergeist des deutschen Volkes entsprang. Es g?be weder Radio, noch Fernsehen (patentiert von Paul Nipkow 1884 und sp?ter Braunsche R?hre, von K.F. Braun). Ist vielleicht in der heutigen Zeit keine Schande, denken Sie sich. Aber Ihr Traum w?rde noch weiter gehen, denn das erste Strahltriebwerk, der Dosen?ffner, das D?senflugzeug, die B?roklammer und, und, und alles Erfindungen unseres Volkes. Und da gibt es Deutsche, die Deutschland verrecke schreien? Stellt sich abschlie?end nur noch die Frage: Wie w?rde die Welt f?r einen Tag aussehen, wenn es z.B. die USA nicht geben w?rde?