Beiträge von Ich bin´s

    Was, glaubst du, wollen die Leute hier?

    hmmm .... das ist eine "gute" frage

    Was, glaubst du, wollen die Leute hier?

    hmmm .... was wollt ihr hier?

    wer mag darauf antworten?

    zur auswahl stehen (im multiple-choice verfahren)
    a.) unterhaltung
    b.) selbst-darstellung
    c.) information
    d.) nach-denken und diskutieren

    was noch? was meinst du?
    ich - für meinen teil - hab´s in den vor-stellungsbereich geschrieben
    wäre toll wenn mehr schreiben würden, das zeigt, dass es noch mehr menschen gibt, welche so sind wie wir hier

    neugierig, auf der suche nach informationen, in diskussion um "wahrheit" und "realität"
    obwohl es so zu sein scheint, dass die "wirklichkeit" anders ist als wir denken oder glauben.
    eine interessante thematik, so finde ich :)

    doch um auf die kern-frage hier einzugehen, bin ich der meinung, dass eine gewisse inhaltliche strukturierung der ganzen diskussion um die übersichtlichkeit (ganz im sinne der gleichen meinung wie jo) vorteilhaft ist wie scheint.

    scheint, nicht im sinne von scheine :)
    [Blockierte Grafik: http://connections.euluc.com/blogs/GruensMaerchen/resource/200miocash.jpg]

    hmmmm ..... alleine die überschrift klingt interessant .....

    [size=14]die sich selbst erfüllende prophezeihung ......[/size]

    werd´s mir mal reinziehen und darüber nachdenken ob´s Verschwörungstheorie, wahr-heit oder logik entspricht oder dem entgegensteht :)

    ja, aber (die meinung der masse)
    ich kann und will diese ewigen verschwörungstheorie nicht mehr hören und glauben
    auch das bisschen öl im golf von mexiko, das interessiert mich nicht mehr, und tschernodingsda ...,
    ja tschernobyl - das ist relativ weit weg, oder schon so lange her .......
    und fucku... - fukuwas? was ist das?

    das ist das schöne an "alzheimer" - man lernt jeden tag "neue" menschen kennen.

    hydeparkcorner

    Ich denke da zum Beispiel an zwei Erfahrungen von mir, in denen ich das Leben, mich und alle Zusammenhänge begriffen habe. Ich werde das niemals auf dieser Ebene in Worte fassen können, weder mündlich noch schriftlich, trotzdem würde ich sagen, daß ich in jenen Augenblicken praktisch den "totalen Durchblick" hatte. Es gibt andere, einfachere Beispiele. Momente in denen Worte nur hinderlich werden, wenn man Farben, Düfte und Berührungen spürt. Liebe ist auch Körpersprache und Empfindung. Ich brauche auch kein Wort für körperlichen Schmerz um ihn zu empfinden und zu begreifen.

    100% - d´accord ...

    Erfahrung bedarf keiner Worte. das ist einfach in dir drin; es ist geschehen; diese erfahrung hast du gemacht; das war so gewesen; es ist unzweifelhaft.

    man könnte diesen er-fahrungszustand des "be-greifens" auch als eingebung, einsicht, gesunden menschenverstand - und wenn´s plötzlich geschehen ist (also innerhalb relativ kurzer zeit) auch als `geistesblitz´ - in "worte" kleiden ......

    Ist es nicht etwas vermessen zu behaupten, daß man nur mit der deutschen Sprache Zustände sauber beschreiben kann?

    ich persönlich empfinde es nicht als vermessen zu behaupten, dass dem so ist; die viel-zahl der worte, deren interpretationsmöglichkeiten und die präzise ausdruckskraft durch geschickte wort-kombinationen; mit keiner anderen sprache auf dieser welt vermag man einen "Zustand" eindeutiger zu definieren ....

    die deutsche sprache ist keinesfalls oberflächlich; vielmehr tief-sinnig, verblüffend, eindrucksvoll und ausdrucksstark.
    als anschaulichste bei-spiele möchte ich die werke goethe´s anführen, literatur, dichtung, poesie in reinkultur.

    weiter HIER ( in der diskussion, ob die deutsche sprache oberflächlich ist - dieser beitrag - der ist des lesens wert :thumbup: )

    edit: denken, bzw nach-denken tun und kann man immer erst hinter-her .....
    (hmmm .... ist nur so eine er-fahrung von mir; wohl eher subjektiv denn spekulativ :)

    hallo JO

    ein sehr schöner beitrag, welcher nur noch mit ein paar bildchen "aufgehübscht" werden kann ....

    solche
    ereignisse werden in sehr sehr vielen kulturkreise gefeiert und hatten
    bereits vor jahrtausenden eine höchst spirituelle bedeutung; ein solches
    ereignis hat schon immer den "geist" beflügelt - war es doch immer schon
    entscheident (evident ) dass der lauf der dinge (das wetter; die lebensbedingungen)
    sich zyklisch (wiederkehrend) ver-ändern ... :thumbup:

    ich
    kann verstehen, dass solche feste (auch das "datum" vom
    "weihnachtsfest") überall UND auf der ganzen welt in tief-religiöser wie
    auch in spektakulärer Art und Weise "gefeiert" werden.

    [Blockierte Grafik: http://www.merkur-online.de/bilder/2009/06/19/364621/8324864-johannifeuer-sonnwendfeuer.9.jpg]

    doch
    in diesem Jahr - wie auch schon im Jahr davor ist es (für unsere
    gewohnten Bedingungen) "zu kalt" ; aber ich glaube fest daran, denn ich
    weiss es, dass es von jetzt an - eigentlich nur noch "besser" also
    "wärmer" werden wird. Das "Licht", die "Wärme", die "Energie" welche von
    nun an "wirkt"; all dies sind Ereignisse, die "fühlbar" wahr-nehmbar
    unser Leben (schon immer) beeinflusst haben.

    zeit-versetzt; denn
    die "MASSE" braucht eben "ZEIT" um darauf zu reagieren - ebenfalls ein
    "Phänomän" welches in Einklang mit natur-wissenschaftlichen
    Erkenntnissen steht.

    Hier also ein Bild (anders als alle anderen Bilder zur Sonnenwende),
    welches solche natürlichen Ereignisse (am Beispiel der "gemessenen"
    Aussentemperatur) physikalisch wie auch mathematisch (Schwingungen)
    - aus dem Blickwinkel des Energie-Effizienz-Fetischisten beschreibt.

    man beachte die beiden
    grünen Linien (hellgrün=vorjahr / dunkelgrün=aktuell) die entsprechende
    Höchst- (Tages-) und Tiefst- (Nacht-) temperaturen zeigen.

    [size=14]brrr.....
    viel zu kalt -[/size] für diese jahres-zeit :thumbup:

    weiter HIER ...... (der threat zum gegen-sätzliche feier-tag; nicht nur für lichttropfen als unkonventionelle antwort im threat um den aberglauben )

    hmmm .... [color=#990000]dagegenglauben[/color], ich finde, das ist ein sehr, sehr "schönes" wort :love:
    @ illu: was meinst du, als hüter der deutschen sprachlogik?

    ist gegensätzliches unkonventionell?

    edit@ jo: es freut mich, dass es bei euch wärmer ist; dieses jahr werde ich vom sommer in den winter fliegen - gegengleich auf die andere seite der erdkugel wo die engegengesetzte jahres-zeit herrscht. ich freu mich drauf, denn an weihnachten war ich im sommer; mal was andres .....

    liebe grüsse aus der ferne
    hermann :whistling:

    [spoiler]@ jo: hmm ... das mit den fehlerhaften links hab ich bei einem von bkid´s beiträgen ebenfalls schon einmal be-mängelt; in der vorschau gings noch - ich schau mal, was ich machen kann .... 15.12 - juhuu es geht - nachdem ich die links noch einmal kopiert habe ....... hab mal diesem beitrag versucht mit formatierung und entsprechenden verknüpfungen ein klein wenig aufzuhübschen; da ich gegensätzlicher meinung bin als illu, und finde dass das zusammen gehört, was zusammen gehört, sich ergänzt, bestehendes wissen verknüpft, oder so?

    Ich bin entsetzt und mir ist schlecht. Ich hatte schon sehr sehr lange nicht mehr so ein Sch***ß-Gefühl.

    ;( ;( ;(

    hmmm ..... ein Aspekt, welcher alleine mit der begriffsdefinition "ABER-GLAUBE" zusammen-hängt. ein "wort" welches in zusammen-hang mit der christianisierung der menschen in unserem kultur-raum geprägt, und im 15. Jahrhundert als WORT-Neuschöpfung von der "obrigkeit" eingeführt wurde .....

    hier mal die historische definition aus wikipedia :

    Der Begriff Aberglaube ist seit dem 15. Jahrhundert belegt (abergloube). Der Wortbestandteil „aber-“ bedeutete nach Auffassung heutiger etymologischer Wörterbücher ursprünglich „nach, wieder, hinter“, wobei es später eine abschätzige Bedeutung annahm und das Gegenteil dessen bezeichnete, was der zweite Wortbestandteil ausdrückte, z. B. bei „Aberwitz“.[4] Das Wort kam als Lehnübertragung des lateinischen Begriffs super-stitio in Gebrauch.[5]

    Er stand für „falsche“, d.h. von der [size=14]christlichen Glaubenslehre abweichende[/size], Glaubensinhalte und -formen. Aberglaube galt als heidnisch, unmoralisch und ketzerisch.

    Die Bekehrung der Heiden war in Europa zwar abgeschlossen, doch die lokalen Volksglauben lebten in gewissen Grenzen weiter: Zauber, Amulette, Böser Blick, heilige Bäume und heilige Haine sollten die Christen nicht vom wahren Glauben abbringen. Außerdem wollte man mit dem Begriff Aberglauben den neuen vorreformatorischen und sektiererischen Einflüssen entgegenwirken. Kirchenkritiker und Abweichler, die Ketzer, sollten damit auf die gleiche Ebene wie Hexen und Zauberer gestellt werden. Ebenfalls wurde das Regelwissen der aufstrebenden Naturwissenschaft diffamiert: Wissen oder Sehen-Wollen statt

    [size=14]Glauben und Vertrauen[/size] stand im Verdacht der Überheblichkeit und des Fanatismus, befand sich also im Widerspruch zur christlichen Ethik.


    Hallo JO
    das erinnert mich schwer an einen beitrag von bkid - der die "anfänge" der christianisierung und die widerstände des volkes (der bevölkerung; der menschen) in unserem kulturraum beschrieben hat - vielleicht sollte man den link hier(?) einfügen. Ebenso wie die diskussion um blonde haare und blaue augen sind solche genetischen attribute und assozationen in einer modernen, "aufgeklärten zeit" absolut fehl am platz ....

    hmmm .... Glauben und Vertrauen ......
    sind zwei Wörter, deren Bedeutung im eigentlichen Sinn etwas "absolut überzeugendes", in "höchstem Maße Positives" ausdrücken !!!

    hmmm .... aber-glaube ( Ja, aber .... ) dieses "wort" sehe ich in zusammenhang mit der begriffsdefinition "wider besseren wissens ...."

    ... ein HOCH auf die hohe kunst der scholastik (!) ;( ;( ;(
    ... oder der klassisches Beispiel für die Entstehung eines UN-Wortes :thumbup:
    ... im zusammenhang mit der Prägung unseres WELT-bildes, bzw. herrschender weltbilder .....

    Ich könnte kotzen über diese verdorbene Menschheit und ihre Doppelmoral.

    .... ich manches mal auch :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

    DOCH - GLAUBEN die menschen (also die MASSE) DAS, WAS ihnen durch beständiges WIEDERholen eingetrichtert wurde und wird ;( ;( ;( - dabei wird der eindruck erweckt bestimmte medien wollen auf diese art und weise tief verwurzeltes (natürliche Empfindungen; wie auch eingepflanzte Assosationen - also bewusstseins-verwirrungen) ansprechen; mit welchem ziel auch immer? .....

    lg aus der ferne
    hermann


    edit: bislang ist es nur johannes keppler gelungen ein bestehendes "weltbild" zu kippen; dabei ist er nur "knapp" dem tode entronnen - so mancher hat diesen "intelligenten" menschen, der seine Erkenntnisse alleine durch Beobachtung natürlicher zyklischer bewegung(en) gewonnen hat - als "ketzer" bezeichnet.

    danke johannes für dein "wirken" .... :thumbup: - sonst wären wir heute noch in dem glauben, die erde (und damit der mensch) steht im "mittelpunkt" des universums - sozusagen als "krönung" der göttlichen "schöpfung" ....

    nachtraach: @ lichttropfen:
    verzeih - dass ich die wikipedia definition verwendet habe - deine persönliche defintion als gegen-glaube (also im widerspruch zur herrschenden lehr-meinung) gefällt mir ausnahmslos "besser" - hier kann ich widerspruchsfrei bei-pflichten :thumbup: :thumbup: - OB eine GEGEN-teilige Meinung FALSCH SEI - das liegt im auge des betrachters, oder dem, der einen nutzen daraus zieht .....

    .... und dies entsprechend formulieren kann (dialektik, linguistik, scholastik ...)

    Laut einer alten Theorie kann der Mensch nur das begreifen, wofür er auch Wörter hat

    richtig, nicht umsonst sagt man: mir fehlen die worte .....
    und mit keiner anderen sprache, als der deutschen sprache, kann man einen zustand präziser und exakter beschreiben, wenn es denn nötig sei.

    doch nicht die anzahl der verschiedenen worte, sondern die präzision deren aussagekraft definieren die qualität einer aussage. :thumbup:

    ... und be-greifen kann man nur das, wofür man ein wort, oder deren bedeutung kennt.

    das ist keine theorie; das ist die realität!

    hmm ....

    als naturbursche und ökofreak habe ich all meine Kühe jetzt mit einem Sammelsystem für Methangas ausgerüstet.
    [Blockierte Grafik: http://3.bp.blogspot.com/_f98opUNuVXc/S…dM/s400/cow.jpg
    dies entlastet nicht nur die Umwelt, sondern ich kann damit auch ein kleines blockheizkraftwerk betreiben und mein auto fährt seit gestern auch mit bio-gas. das Problem der permanenten energieversorgung konnte ich mit einem anhänger lösen, so dass ich meine energie-quelle von nun an stets dabei habe .... was bei längeren fahrten ungemein praktisch ist. ein bisschen gras, ein wenig wasser - also ich hab mein mobilität voll im griff und kann fahren wohin und so lange ich will :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    [Blockierte Grafik: http://www.climateblog.ch/wp-content/upl…uh-und-auto.jpg]

    war auch schon beim TÜV und der Zulassungsstelle um mich von der Abgas-Untersuchung befreien zu lassen :thumbup:
    wer interesse an einem solchen system hat, der kann mich anrufen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/kuehe-u…-kuehe-1.129619

    Hallo Lichttropfen,

    nun, warum nicht?

    am besten gleich bei der Geburt einen Bluttropfen abnehmen, dann bei der Beantragung von Ausweisdokumenten noch die Fingerabdrücke dazu; und dein Passbild liefert alle biometrischen Daten. Alles schön automatisiert - und schon haben DIE für alle Zeiten alle relevanten Informationen über DICH im System gespeichert - was kann eine Strafverfolgungsbehörde mehr haben wollen.

    Vielleicht noch über die DNA-Analyse ein Persönlichkeitsprofil erstellen und schon kann man dich wegsperren, nur weil bestimmte Erbinformationen darauf schliessen lassen, dass du die optimalen Voraussetzungen zum Massenmörder bereits in DIR trägst. :thumbup: :thumbup:

    BIG BROTHER lässt grüssen - wohin führt das noch ???

    doch zu deiner frage:
    wenn du nicht mit-machst avancierst du automatisch zum Hauptverdächtigen und dein "persönlicher" blut-test wird unter androhung von erzwingungshaft durchgesetzt, falls bis dahin der täter noch nicht ermittelt worden ist.

    gegen-argument:
    wenn du nichts zu verbergen hast; dann brauchst du auch nichts zu befürchten

    außer dass deine (noch fehlenden) daten für immer im system verbleiben ........

    „Das größte Glück erreichst du, indem du gerne tust, was du tun musst.“ – Sathya Sai Baba (1926 oder 1929 – ), Guru

    hmmmm ...... dies wäre der ideal-zustand

    von nix kommt auch nix - drum mach ich als selbst-ständiger das was ich gerne tue, das was mir und anderen nützt; aber auch ganz klar das womit ich die zum leben erforderlichen "mittel" verdienen kann. auch wenn´s zur zeit nur kleine brötchen sind, die ich backe - ich tu es aus freien stücken und ich mach es gerne .....

    Humor gibt es fast nur noch in Deutschland ....

    nun, ich denke "humur" gibt es überall auf der Welt, denn Humor ist eine der möglichkeiten auf kritische Art und Weise auch politischen Entscheidungen "vor augen" zu führen - allen voran der tief-sinnige Humor, der schwarze Humor, der Galgen-Humor .....

    ohne humor - wäre es traurig .....
    auch wen keiner kaum einer den tiefsinnigen hintergrund erfasst :whistling:

    starker tobak ...... illu

    und was können wir tun um uns davor zu schützen?
    was - und vor allen dingen wann soll dieses szenario eintreffen?

    realität (heute schon in gewissen bereichen) oder fiktion? oder gar eine "illusion"

    was tust du, ich meine - welche massnahmen hast du selbst ergriffen um dem zu begegnen?

    propheten und prophezeihungen hat es immer schon gegeben - nicht erst seit nostradamus; die frage hier ist nun ob es sich um ein künftiges, unabwendbares "schicksal" handelt, dem wir wie "lemminge" folgen (müssen?) - oder wir eine chance haben "etwas" zum positiven zu verändern. Hilfe - ich hab Angst vor´m Weltuntergang oder was auch immer hat "blümchen" mal geschrieben ....
    auch bkid sieht die welt aus einer anderen perspektive; er nimmt das wahr - was "sein" bauchgefühl sagt ....

    hydeparkcorner

    [size=14]hmm ... ist es wirklich so, dass unser Denken unfähig ist die Wahrheit zu erfassen ?[/size]

    hier nun Teil 2 dieser aufschlussreichen diskussion im spoiler, denn unsere forensoftware lässt nur maximal 20.000 Worte zu.
    die deutsche sprache aber kennt mehr als 150.000 Wörter .....

    Zitat

    ...und deshalb wird

    der Begriff „Logik“, bei der es sich um die elementare Eigenschaft des Verstandes

    handelt, per Lexikon als ZWANGsläufigkeit definiert.

    hmmm ... LOGIK wäre demnach der IDEAL-zustand; wenn unser denken unfähig ist zu sein scheint die wahrheit zu erfassen, oder?
    ;( ;( ;(


    [spoiler]
    Knut Hacker 06.09.2010, 17:35 Uhr 

    Zen,
ich freue mich über deine
    ausführlichen Stellungnahmen zu meinem Beitrag.
Ich gebe dir wiederum
    recht. So weit du zu widersprechen scheinst, liegt das daran, dass ich
    nicht genügend verdeutlicht habe, was ich unter "Verstand" "verstehe".
    Ich meine damit den so genannten "gesunden Menschenverstand".
Nimm es
    mir bitte nicht übel, wenn ich das im Folgenden etwas ausführlicher
    darzustellen versuche. Ich nehme es dir keinesfalls übel, wenn du das
    nicht liest.

Der „gesunde Menschenverstand“ ist nichts anderes als das
    „gesunde Volksempfinden“ unseligen Gedenkens, nämlich der Kurzschluss
    zwischen Bauch und Gehirn.
Einstein prangert mit seinem Ausspruch:“Der
    gesunde Menschenverstand ist eigentlich nur eine Anhäufung von
    Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat“, an, dass die
    Leute darüber klagen, sie „verstünden“ die moderne Physik
    (Relativitätstheorie, Quantenphysik) nicht. Die Unverstehbarkeit ist
    aber doch gerade das Revolutionäre an den Erkenntnissen der modernen
    Naturwissenschaft.
Eberhard Zeidler. Director (retired) Max Planck
    Institute for Mathematics in the Sciences, schreibt dazu im Taschenbuch
    der Mathematik:
"Es ist eine wesentliche Erkenntnis der Physik und der
    Mathematik des 20. Jahrhunderts, dass der sogenannte gesunde
    Menschenverstand versagt, sobald wir in Erkenntnisbereiche vorstoßen,
    die weit von unserer täglichen Erfahrungswelt entfernt sind. Das
    betrifft die Quantentheorie (atomare Dimensionen), die
    Relativitätstheorie ( hohe Geschwindigkeiten und kosmische Maßstäbe)
    sowie die Mengentheorie (der Begriff des Unendlichen). " 

Denn erstmals
    ist man nicht nur philosophisch-logisch, sondern auch durch Experimente
    zu der Einsicht gelangt, dass uns absolute Erkenntnisgrenzen gesetzt
    sind. Unser Bewusstsein, insbesondere das Denken, abstrahiert,
    selektiert und kreiert dasjenige, was es als Realität erfasst. Das ist
    eine Überlebens-und Arterhaltungsstrategie der Evolution zum Zwecke der
    Orientierung in der komplexen Lebenswelt. Seinsbereiche, die für diese
    Orientierung keine Rolle spielen, wie das Universum und der Mikrokosmos,
    liegen außerhalb unseres Vorstellungsvermögens und unseres
    begrifflichen Denkens, zum Beispiel in der Relativitätstheorie die
    Endlichkeit aber Unbegrenztheit des Alls(einschließlich des
    „Urknalls“),die Relativität von Raum und Zeit – es gibt z. B. immer
    Raumzeitpunkte , von denen aus betrachtet wir schon vor unserer Zeugung
    lebten beziehungsweise noch nach unserem Tod leben - bis zur
    Nulldimensionsionalität (zum Beispiel des Photons), die gekrümmte
    Raumzeit und in der Quantenphysik die Aufhebung von Gegensätzen,
    insbesondere von Sein und Nichtsein, von Ganzem und Teil, von Subjekt
    und Objekt, von Ursache und Wirkung usw.
 Die Menschen weigern sich auch
    heute noch ,100 Jahre nach diesen Entdeckungen, diese zu akzeptieren
    ,obwohl sie täglich mit der Technik, die auf ihnen beruht, umgehen, zum
    Beispiel mit dem Computer. Dies ist auf die Grundeinstellung des
    Menschen zurückzuführen, dass, wie Christian Morgenstern es ausgedrückt
    hat, „nicht sein kann, was nicht sein darf“.


 Kant(„Die Kritik der
    reinen theoretischen Vernunft“, „Von der Metaphysik“, „Metaphysik“ als
    Naturanlage und der „gesunde Menschenverstand““):
„Denn was ist der
    gesunde Verstand? Es ist der gemeine Verstand, sofern er richtig
    urteilt. Und was ist nun der gemeine Verstand? Er ist das Vermögen der
    Erkenntnis und des Gebrauchs der Regeln im concreto zum Unterschiede des
    spekulativen Verstandes, welcher ein Vermögen der Erkenntnis der Regeln
    in abstracto ist. So wird der gemeine Verstand die Regel, dass alles,
    was geschieht, vermitteltes seiner Ursache bestimmt sei, kaum verstehen,
    niemals aber so im allgemeinen einsehen können. Er fordert daher ein
    Beispiel aus Erfahrung, und wenn er hört, dass dieses nichts anderes
    bedeute, als was er jederzeit gedacht hat, wenn ihm eine Fensterscheibe
    zerbrochen oder ein Hausrat verschwunden war, so versteht er den
    Grundsatz und räumt ihn auch ein. Gemeiner Verstand hat also weiter
    keinen Gebrauch, als sofern er seine Regeln (obgleich dieselben ihm
    wirklich a priori beiwohnen) in der Erfahrung bestätigt sehen
    kann;mithin sie a priori und unabhängig von der Erfahrung einzusehen,
    gehört vor den spekulativen Verstand und liegt ganz außer dem
    Gesichtskreise des gemeinen Verstandes. Metaphysik hat ja aber lediglich
    mit der letzteren Art Erkenntnis zu tun;Und es ist gewiss ein
    schlechtes Zeichen eines gesunden Verstandes, sich auf jenen Gewährsmann
    zu berufen, der hier gar kein Urteil hat und den man sonst wohl nur
    über die Achsel ansieht, außer wenn man sich im Gedränge sieht und sich
    in seiner Spekulation weder zu raten noch zu helfen weiß.
Es ist eine
    gewöhnliche Ausflucht, deren sich diese falschen Freunde des gemeinen
    Menschenverstandes (die ihn gelegentlich hochpreisen, gemeiniglich aber
    beachten) zu bedienen pflegen, dass sie sagen: Es müssen doch endlich
    einige Sätze sein, die unmittelbar gewiss sind, und von denen man nicht
    allein keinen Beweis, sondern auch überall keine Rechenschaft zu geben
    brauche, weil man sonst mit den Gründen seiner Urteile niemals zu Ende
    kommen würde;aber zum Beweise dieser Befugnis können sie niemals etwas
    anderes Ungezweifeltes, was sie dem gemeinen Menschenverstande
    unmittelbar beimessen dürfen, anführen als mathematische Sätze: z. B.
    dass zweimal zwei vier ausmachen, dass zwischen zwei Punkten nur eine
    gerade Linie sei u. a. m. Das sind aber Urteile, die von denen der
    Mathematik himmelweit unterschieden sind. Denn in der Mathematik kann
    ich alles das durch mein Denken selbst machen (konstruieren), was ich
    mir durch einen Begriff als möglich vorstelle: ich tue zu einer Zwei die
    andere Zwei nach und nach hinzu und mache selbst die Zahl vier, oder
    ziehe in Gedanken von einem Punkte zum andern allerlei Linien und kann
    nur eine einzige ziehen, die sich in allen ihren Teilen (gleichen sowohl
    als ungleichen) ähnlich ist. Aber ich kann aus dem Begriff eines Dinges
    durch meine ganze Denkkraft nicht den Begriff von etwas anderem, dessen
    Dasein notwendig mit dem ersteren verknüpft ist, herausbringen, sondern
    muss die Erfahrung zu Rate ziehen: und obgleich mir mein Verstand a
    priori den Begriff von einer solchen Verknüpfung (der Kausalität) an die
    Hand gibt, so kann ich ihn doch nicht wie die Begriffe der Mathematik a
    priori in der Anschauung darstellen und also seine Möglichkeit a priori
    darlegen; sondern dieser Begriff samt den Grundsätzen seiner Anwendung
    bedarf immer, wenn er a priori gültig sein soll – wie es doch in der
    Metaphysik verlangt wird -, eine Rechtfertigung und Deduktion seiner
    Möglichkeit, weil man sonst nicht weiß, wie weit er gültig sei, und ob
    er nur in der Erfahrung oder auch außer ihr gebraucht werden könne. Also
    kann man sich in der Metaphysik, als einer spekulativen Wissenschaft
    der reinen Vernunft, niemals auf den gemeinen Menschenverstand berufen,
    aber wohl, wenn man genötigt ist, sie zu verlassen und auf alles reine
    spekulative Erkenntnis, welches jederzeit ein Wissen sein muss, mithin
    auch auf Metaphysik selbst und deren Belehrung (bei gewissen
    Angelegenheiten) Verzicht zu tun, und ein vernünftiger Glaube uns allein
    möglich, zu unserem Bedürfnis auch hinreichend (vielleicht gar
    heilsamer als das Wesen selbst) befunden wird. Denn alsdann ist die
    Gestalt der Sache ganz verändert. Metaphysik muss Wissenschaft sein,
    nicht allein im ganzen, sondern auch in allen ihren Teilen, sonst ist
    sie gar nichts, weil sie als Spekulation der reinen Vernunft sonst
    nirgends Haltung hat als an allgemeinen Einsichten. Außer ihr aber
    können Wahrscheinlichkeit und gesunder Menschenverstand gar wohl ihre
    nützlichen und rechtmäßigen Gebrauch haben, aber nach ganz eigenen
    Grundsätzen, deren Gewicht immer von der Beziehung aufs Praktische
    abhängt.“

    Kumiko 06.09.2010, 17:58 Uhr
    
Die Copy und Paste Volltext Community, juhu, schön jetzt stehts hier auch noch.

    Knut Hacker 06.09.2010, 18:54 Uhr 

    Glaubst du, man kann im SMS-Stil philosophieren? Oder willst Du nicht philosophieren, dann brauchst du das ja nicht zu lesen.

    Kumiko 06.09.2010, 19:15 Uhr 

    Man
    kann es auch einfach überhöhte Übertreibung nennen (aber hier wimmelt
    es natürlich nur so von echten Philosophen); dass an anderer Stelle hat
    sich erledigt.

    Knut Hacker 06.09.2010, 19:22 Uhr
    
Kumiko,
entschuldige bitte, wenn ich deinen Unmut erregt habe.

    ZEN 07.09.2010, 13:35 Uhr 

    @Knut Hacker 04.09.2010, 19:10 Uhr, in Personal-Union mit Wolfgang u. den anderen...
    

>>
    Es ist erstaunlich, dass zu diesen Erkenntnissen bereits ganz ohne
    wissenschaftliche Experimente, allein durch spekulatives Denken,
    <<

Weder "spekulativ", noch durch "Denken".
Eine Spekulation ist
    mit einer Vorstellung, einem Bild von etwas verwandt und mit einer These
    - aber nicht mit Wahrheit.

 Unser Denken 
ist halt unfähig, Wahrheit zu
    erfassen.

Und... 
es ist auch 
nicht erstaunlich.

Es ist eher
    vergleichbar mit "Sehen".
Und sehen kann ein jeder - wenn er denn kann:
    "Wer Augen hat zu sehen, der sehe!" (J.v.N.)

So gesehen ist es
    
überhaupt nicht verwunderlich, daß zu allen Zeiten und 
an allen Orten
    intelligente Menschen das Selbe gesehen haben und auch jetzt sehen.

Den
    Intellektuellen 
bleibt dieser Zugang allerdings
    verschlossen.

>> zu diesen Erkenntnissen bereits ganz ohne
    wissenschaftliche Experimente <<

Wer kommt denn auf so eine
    lustige Idee, 
eine Erkenntnis könnte durch ein "wissenschaftliches
    Experiment" gewonnen werden :-)))

Dann 
kannst du sie dir ja
    
vielleicht auch im KaDeWe besorgen?

Ein Wissenschaftler, 
der sich
    seiner (Konditionierungen) nicht bewußt ist, 
kann kein
    "wissenschaftliches" Experiment durchführen, es bleibt unsauber.

Denn,
    je unintelligenter der Versuchsaufbau, desto...

>> bereits die
    Vorsokratiker Pyrrhon von Elis, Gorgias von Leontinoi, Heraklit ...
    Berkeley, Hume, Kant, Schopenhauer und Fichte, gekommen waren.
    <<

Das 
ist also 
ganz normal.

>> Noch erstaunlicher, dass
    diese Erkenntnisse auch fast ein Jahrhundert nach den Ergebnissen der
    quantenphysikalischen Forschung noch immer nicht ins allgemeine
    Bewusstsein gedrungen sind. <<

Diese Erkenntnisse 
sind uns über
    den Osten seit Jahrtausenden bekannt. 
Sie haben nicht auf die
    Ergebnisse des Max-Planck-Instituts warten können ;) 
Trotzdem weiß
    hier (fast) niemand davon; da konnten auch die größten Bibliotheken
    nichts ausrichten. 

Denn: 
Bücher können zwar 
jede Menge an Wissen
    verbreiten, 
aber... nicht eine einzige Erkenntnis. 

Die 
Erkenntnis
    
ist individuell und 
nicht kommunizierbar.

Die Masse 
aber ist
    unbewußt und 
"lernt" hauptsächlich per "Katastrophe".

Beispiel:
"Ich
    weiß, daß ich nichts weiß."

Viele haben 
diesen Satz gehört oder
    gelesen und
viele plappern ihn nach; aber nur gaaanz wenige... wissen
    es.

    >> Die Leute denken immer noch wie in der Zeit vor
    der Aufklärung in den Kategorien der zweiwertigen aristotelischen Logik
    und schließen von den Inhalten ihres Bewusstseins auf eine entsprechende
    Außenwelt. <<

    So ist es nun mal.

ZEN

    ZEN 07.09.2010, 14:29 Uhr
    
Bin vorhin 
beim googeln nach dem Jesus-Wort 
auf Die verbotene Wahrheit gestoßen. Paßt zum Thema!

ZEN

    Knut Hacker 07.09.2010, 16:19 Uhr 

    Zen,
"in
    Personal-Union mit Wolfgang u. den anderen...":
Schade, dass Du das
    trotz meines Kommentars an anderer Stelle nicht lassen kannst! Ich
    glaube nämlich, wir könnten uns durchaus gegenseitig verstehen, da ich -
    von der Quantenphysik herkommend - sehr viel für den Taoismus übrig
    habe und du, wie dein Pseudonym wohl zum Ausdruck bringen soll,
    ebenfalls die fernöstlichen Weisheiten (Zen-Buddhismus) schätzt.

    .................................................................................

    [size=24]„Die Natur ist so gemacht, dass sie verstanden werden kann. Oder vielleicht sollte ich richtiger umgekehrt sagen, unser Denken ist so gemacht, dass es die Natur verstehen kann.“
    [size=14] Werner Heisenberg[/size][/size]
    quelle: http://www.zitate-online.de/autor/heisenberg-werner/

    [Blockierte Grafik: http://www.zitate-online.de/grafik/portrait/heisenberg-werner.jpg
    Werner Karl Heisenberg war einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts und Nobelpreisträger. Er formulierte 1927 die nach ihm benannte heisenbergsche Unschärferelation, welche eine der fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik trifft – nämlich, dass bestimmte Messgrößen eines Teilchens (etwa sein Ort und Impuls) nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden können.

    nun folgen insgesamt 21 Kommentare zum Zitat - das erste hier; die anderen im Spoiler

    Kommentar von Knut Hacker 04.09.2010, 19:10 Uhr

    Zur „Natur“ selbst, allgemeiner: zum Sein, hat Heisenberg in seinem Werk „Physik und Philosophie“ folgendes ausgeführt:
,… dass nicht einmal die Eigenschaft des “ Seins“, wenn man hier überhaupt von Eigenschaft reden will, dem Elementarteilchen ohne Einschränkung zukommt. "Es ist eine Möglichkeit oder eine Tendenz zum Sein“. 

Ähnlich haben es die bekanntesten anderen modernen Physiker ausgedrückt:

    [size=12][size=12]„Physikalische Begriffe sind freie Schöpfungen des Geistes und ergeben sich nicht etwa, wie man sehr leicht zu glauben geneigt ist, zwangsläufig aus den Verhältnissen in der Außenwelt.“

[/size]
    [size=10]

Albert Einstein ( 1879- 1955 ; Physik- Nobelpreisträger)[/size][/size]

    [size=12]
„Die in Raum und Zeit ausgedehnte Welt existiert nur in unserer Vorstellung. Dass sie außerdem noch etwas anderes sei, dafür bietet jedenfalls die Erfahrung – wie schon Berkeley wusste – keinen Anhaltspunkt."[/size]
    Erwin Schrödinger (1882-1961; Quantenphysiker; Nobelpreisträger):“

Niels Bohr (1885-1962; Quantenphysiker, Nobelpreisträger)
    [size=12]
    
„Realität wird durch Beobachtung geschaffen!“

[/size]

    Niels Bohr (1885-1962; Quantenphysiker, Nobelpreisträger)

    [size=12]
„Wahrheit ist zugleich Unwahrheit, denn die als selbstständig vorgestellten Teile, mögen sie atomare Gegenstände oder atomare Funktionseinheiten sein, sind selbst Produkte des Begriffs, sie sind Wirklichkeit, in einem seiner selbst unbewussten Spiegel gespiegelt, sind nicht selbst wirklich.“

[/size]
    Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007; Quantenphysiker)
    [size=12]
    
„Die Natur selbst ist immer nur unsere geistige Konstruktion.“

[/size]

    Anton Zeilinger ( * 1945, Kapazität auf dem Gebiete der Quantenverschränkung – Teleportation )

    [size=12]
“Es gibt … gar nichts Seiendes, nichts, was existiert.“

[/size]
    Hans-Peter Dürr (*1929,Schüler Heisenbergs):

    Es ist erstaunlich, dass zu diesen Erkenntnissen bereits ganz ohne wissenschaftliche Experimente, allein durch spekulatives Denken, bereits die Vorsokratiker Pyrrhon von Elis, Gorgias von Leontinoi, Heraklit u.s.w. und die Vertreter des philosophischen Idealismus, vor allem Berkeley, Hume, Kant, Schopenhauer und Fichte, gekommen waren.
Noch erstaunlicher, dass diese Erkenntnisse auch fast ein Jahrhundert nach den Ergebnissen der quantenphysikalischen Forschung noch immer nicht ins allgemeine Bewusstsein gedrungen sind. Die Leute denken immer noch wie in der Zeit vor der Aufklärung in den Kategorien der zweiwertigen aristoteleschen Logik und schließen von den Inhalten ihres Bewusstseins auf eine entsprechende Außenwelt.


    weiter hier im:
    [spoiler]
    ZEN 05.09.2010, 10:17 Uhr
    
@Werner Heisenberg
>> Die Natur ist so gemacht, dass sie verstanden werden kann. 
>> Oder vielleicht sollte ich richtiger umgekehrt sagen, unser Denken ist so gemacht, dass es die Natur verstehen kann.

Weder - noch.

Unser Verstand 
hat die Größe einer Streichholzschachtel.

Wenn du 
im Verstand gefangen bist, 
kannst du seine Grenzen natürlich nicht erkennen.

Er ist so beschaffen, 
daß er sich unendlich beschäftigt halten kann - mit was auch immer!

Die Natur ist nicht "so gemacht", daß wir sie verstehen können.
Und unser Verstand ist nicht so gemacht, daß wir verstehen können.
Aber wir haben die Einbildungskraft, wir könnten verstehen - weil das ein oder andere unserer Ableitungen funktioniert.

Die 
Bombe funktioniert,
aber - wir haben nichts verstanden.

Könnten wir 
die Natur verstehen, 
gäbe es keine Kernspaltung.

Und die Kernschmelze 
würden wir der Sonne überlassen; denn sie kann das - problemlos.

ZEN

Würden wir 
nur ein bißchen verstehen, 
wir würden unsere aggressive Haltung 
der Natur gegenüber augenblicklich fallen lassen.

    Knut Hacker 05.09.2010, 19:34 Uhr 

    Zen, du hast recht!

 Verstand und Erkenntnis

. Die Quantenphysik hat uns erstmals experimentell aufgezeigt, dass unser Verstand auf absolute Grenzen stößt. Das haben spekulativ bereits die Vorsokratiker erkannt.

 Die großen Quantenphysik hat aufgezeigt, dass unser Verstand von der Evolution lediglich zur Alltagsbewältigung entwickelt worden ist, aber in anderen Seinsbereichen, insbesondere dem des Makrokosmos (Relativitätstheorien) und des Mikrokosmos (Quantenphysik) jämmerlich versagt. Niels Bohr: „ Es gibt triviale Wahrheiten und große Wahrheiten. Das Gegenteil einer trivialen Wahrheit ist schlichtweg falsch. Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist ebenfalls wahr.… Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden!“ Richard Feynmann (Nobelpreis Physik): “Wenn jemand glaubt, er habe die Quantenmechanik verstanden, dann hat er sie nicht verstanden!“

Naturgesetze sind lediglich Projektionen des menschlichen Verstandes auf die Natur . Wittgenstein: „Der ganzen Weltanschauung der Modernen liegt diese Täuschung zugrunde, dass die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien.“ Sie erklären nichts, sondern sind abstrakte und somit vereinfachende bloße Beschreibungen. Einstein: „Physikalische Begriffe sind freie Schöpfungen des Geistes und ergeben sich nicht etwa, wie man sehr leicht zu glauben geneigt ist, zwangsläufig aus den Verhältnissen in der Außenwelt.… Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.“ Kant: „Der Verstand schreibt der Natur ihre Gesetze vor...Aller Irrtum besteht darin, dass wir unsere Art, Begriffe zu bestimmen oder abzuleiten oder einzuteilen, für Bedingungen der Sachen an sich halten.“ Goethe: „Die Welt, durch Vernunft dividiert, geht nicht auf....Der Mensch begreift niemals, wie anthropomorphisch er ist.“ Hume: „Was für ein besonderes Vorrecht hat diese kleine Bewegung des Gehirns, die wir Denken nennen, dass wir sie in dieser Weise zum Modell des ganzen Universums machen?“ Pascal: „Nichts ist der Vernunft so angemessen wie das Nichtanerkennen der Vernunft...Der Vernunft spotten heißt, der wahren Vernunft das Wort zu reden.“ Schopenhauer: „Die Teleologie wird erst vom Verstande in die Natur gebracht, der demnach ein Wunder anstaunt, das er erst selbst geschaffen hat.“ Marvin Minsky: „Logik lässt sich nicht auf die wirkliche Welt anwenden.“ Nietzsche: „Die Welt, soweit wir sie erkennen können, ist unsere eigene Nerventätigkeit – nichts mehr.“ Hans Albert: „Alle Sicherheiten der Erkenntnis sind selbstfabriziert und damit für die Erfassung der Wirklichkeit wertlos.“

    Knut Hacker 05.09.2010, 20:06 Uhr
    
Der Verstand führt immer - schon mangels Metaebene (Gödel´scher Unbestimmtheitssatz) - letztlich immer zu Paradoxien: was "ist" das Sein? Was ist wahr an Wahrheit? Welchen Grund haben Gründe? Welchen Sinn hat Sinn? U.s.w.

    ZEN 06.09.2010, 12:49 Uhr 

    @Knut Hacker
(dem intellektuellen Teil des Phantoms mit den vielen Masken)

>> Zen, du hast recht! <<

Worin, bitte, hat ZEN recht?

>> Verstand und Erkenntnis

Verstand <- oder -> Erkenntnis.

Du mußt dich entscheiden. 
Eine Erkenntnis hat nichts mit dem Verstand zu tun. 
Der wird erst wach & aktiv, wenn du die Erkenntnis längst hattest.

Das 
weißt du, wenn du 
schon mal eine hattest ;-)

Der 
Verstand 
ist ein Nach-Denker.


>> Das haben spekulativ bereits die Vorsokratiker erkannt. <<

Eine Erkenntnis ist nicht spekulativ.
Ist sie es doch, war es eine Spekulation und - keine Erkenntnis.


>> ...Quantenphysik hat aufgezeigt, dass unser Verstand ... jämmerlich versagt. <<

Nein, 
unser Verstand 
ist großartig! Er versagt nicht.

Wenn wir 
mit dem Fahrrad auf dem Wasser 
fahren wollen, wird es "jämmerlich versagen". 
Aber das kannst du doch nicht dem Fahrrad ankreiden!

Es liegt 
ganz an uns, 
wie wir ihn nutzen.

ZEN

Niels Bohr:
>> Es gibt triviale Wahrheiten und große Wahrheiten. <<
>> Das Gegenteil einer trivialen Wahrheit ist schlichtweg falsch. <<
>> Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist ebenfalls wahr. <<

Das 
ist wahr.

    ZEN 06.09.2010, 14:20 Uhr
    
@Ludwig Wittgenstein: 
>> Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, daß die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien. << (Tractatus logico-philosophicus 6.371 - Google sei Dank)

@Knut H.
>> Sie erklären nichts, sondern sind abstrakte und somit vereinfachende bloße Beschreibungen. <<

Ja,
sie erklären gar nichts.

Naturgesetze sind Theorien 
eines möglichen Zusammenwirkens, 
die aufgrund "ausreichender" Beobachtungen 
willkürlich zu unumstößlichen Gesetzen erklärt wurden. 

Selbst wenn etwas aufgrund 
irgendeiner Theorie funktioniert, 
haben wir dennoch nichts verstanden.

ZEN

    Kumiko 06.09.2010, 15:33 Uhr
    
Macht doch nix wenn wir es nicht "verstehen", wenn wir damit Ziele erreichen ist das doch schon hilfreich. 

Zen, von dir hätte ich mehr erwartet (lass dann doch bitte die Anspielungen auf meine Erwartungen), als dass du Google nutzt (da gibts doch soviel), Monopol-Moloch müsste doch sogarnicht deiner Gesinnug entsprechen :).

    ZEN 06.09.2010, 15:39 Uhr 

    @David Hume
>> Was für ein besonderes Vorrecht hat diese kleine Bewegung des Gehirns, die wir Denken nennen, dass wir sie in dieser Weise zum Modell des ganzen Universums machen? <<

Ja, 
das ist 
Dummheit.

ZEN

    ZEN 06.09.2010, 15:53 Uhr 

    @Blaise Pascal
>> Nichts ist der Vernunft so angemessen wie das Nichtanerkennen der Vernunft... <<

Nichtanerkennung 
hilft uns nicht weiter.

Die 
Unterscheidung 
zwischen funktionalem Verstand 
und Ego-Verstand ist da schon sehr hilfreich.

Der 
funktionale Verstand ist der Teil, 
der uns ermöglicht, unfallfrei Fahrrad zu fahren, 
selbst wenn wir unseren eigenen Namen vergessen haben.
Dieser Teil ist mehr körperorientiert und macht uns die wenigsten Probleme.

Diesen Teil können wir schon mal - wie die Hirnforscher auch - ehrfurchtsvoll anerkennen.

Der 
Ego-Verstand 
ist der Teil des Verstandes, 
in dem unser Wollen & Wünschen, 
unsere Ideen, unser Gedächtnis, unsere "Identität" zuhause ist.
Wenn wir zu diesem Teil keinen inneren Abstand haben, häufen sich die Probleme ad infinitum.

Wir leiden an der Überbewertung des Ego-Verstandes, wenn/weil wir uns mit ihm identifizieren.
Mit seiner Hilfe wollen wir die Welt verstehen - was aber gar nicht geht.

Zu ihm müssen 
wir Abstand gewinnen, 
wenn wir intelligent leben wollen.

ZEN

    ZEN 06.09.2010, 15:54 Uhr
    
@Knut...
>> Der Verstand führt immer - schon mangels Metaebene ... letztlich immer zu Paradoxien <<

Eine 
Paradoxie
ist der Hinweis, daß etwas 
größer ist als der Verstand - wie wir ihn kennen.

Doch, 
der Verstand 
hat eine Metaebene !

Das ist ja grad 
die Wiege unserer Probleme..., 
daß wir den Verstand zu unserer höchsten Instanz gemacht haben.

ZEN

    ZEN 06.09.2010, 16:08 Uhr 

    @Marvin Minsky
>> Logik lässt sich nicht auf die wirkliche Welt anwenden. <<

...aber: auf ihre Erscheinungen.

Mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten 
kann man Straßen, Städte, Flugzeuge bauen und die Müllabfuhr organisieren.

ZEN

    Katja 06.09.2010, 16:21 Uhr
    
...unsere Ideen, unser Gedächtnis, unsere "Identität" zuhause ist.

Je mehr wir unsere "Identität" verfestigen,
desto mehr verfestigen sich auch unsere "Probleme"
also: kein Ich, kein Problem.

Es gibt eine schöne Meditation : wer bin ich?

    Kumiko 06.09.2010, 17:22 Uhr 

    Ihr seid ja echt das Epiphänomen des Buddhismus

    hmm ... ich lese immer die beiträge vollständig, oftmals sogar in kontext mit den vorher-gehenden :thumbup:

    du meinst sicherlich die formulierung von bersenker hier?

    Aber all das ist nichts schlechtes.....

    hmm ... das ist ´ne allgemeine fest-stellung; es gibt gewisse dinge, die regeln sich von alleine - oder werden/wurden geregelt....
    hmm ... war auch immer schon so gewesen; fast könnte man meinen, das sei ein elementares natur-gesetz.

    selbst die "pest" im mittel-alter hatte was gutes; die natur bekam wieder eine kurze verschnaufpause um sich von dem raubbau des "homo sapiens" zu erholen ... schliesslich haben welt-mächte ganze Landstriche kahlgeschlagen (schiffbau) um handel zu treiben und fremde kontinente zu unterwerfen .....

    ziemlich starker tobak, nicht wahr? - ist ebenso grotesk (paraddox?) wie die geschichte vom kleinen mann,
    die an sich folge-richtig, die welt einmal aus einem anderen betrachtungswinkel heraus (manche meinen, es sei polemisch) beleuchtet. all dies betrachtet logische strukturen, und das gesetz von ursache und wirkung liefert entsprechendes denk-ergebnis.

    ob regional, international oder global

    in der busines-Welt herrschen andere Gesetze als bei der arbeitenden Klasse.
    Hier mal eine Einführung in die Welt der "Persönlichkeiten, Geschäftsleute und Wichtig-tuer"

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    .. die niedersten Instinkte angesprochen und das ist offenbar publikumswirksam

    hmm ... die niedersten instinkte anzusprechen ist immer publikumswirksam; dahinter steht eine "strategie"

    man hört es so oft; es wird so lange durch den kakao gezogen; alle welt lacht darüber -

    und keiner (kaum einer) merkt; dass es traurig ist über eigene Fehler nur zu lachen, sondern es viel besser wäre aus fehlern zu lernen.

    ich denke, dahinter steckt system.

    selbst simpsons filme und folgen verbreiten tiefsinnige wahr-heiten und keiner versteht (will verstehen); es geht uns doch gut, relativ gut, sehr gut - im vergleich zu manchen den lebensbedingungen in anderen teilen dieser "zivilisierten" Welt .....

    Du findest es zumindest schon mal nicht schlecht.

    hmm ... illu, das ist (d)eine interpretation, die so nicht geschrieben (ge-meint) wurde .....

    Zitat

    Ich hab nur gesagt wie es ist, ich find das weder gut noch schlecht ....

    für mich ist das eine werte-freie interpretation (er denkt laut und schreibt darüber ...)

    ... dass es so ist.
    dass ... er keiner ist, der die augen verschliesst, sondern darüber spricht (schreibt)
    dass er ... ohne dabei jemand (s)eine meinung, bzw. eine ideologie aufzuschwatzen
    manchmal etwas unverbindlich, doch das kann ja nur noch beser werden :)

    bersenker der blogger :thumbup:

    denken darf jeder für sich, und so viel er will. :thumbup:

    edit: und das Kapitel mit den evolutionären natur-gesetzen; an dem ist was "wahres" dran .....

    ... hydeparkcorner