Beiträge von nanabozho

    Spiritualismus ist das Gegenteil von Materialismus, eigentlich ganz einfach oder?
    für nen spirituellen Menschen gibt es all sowas garnicht, weils nur Illusion ist.

    Niemals würde ich es "Gegenteil" nennen, Bersenker,

    viel eher aber "Ausgleich zu" oder "Balance". Sonst hätte es keinen Sinn, konkret auf diesem Planeten zu sein. Erst wenn wir nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis - also mit Körper, Geist und Seele - die Illusionen durchschaut haben, können wir uns vor ihnen lösen. Dazu aber müssen wir sie erst a n n e h m e n, fürchte ich.

    Vielleicht liege ich da falsch, aber ich glaube, dass die Seele - die Instanz, die uns führt - einfach bestimmte Gefühle und Empfindungen erleben möchte, Gefühle, die sie eben nur mit dem Vehikel des Körpers erleben kann. Deshalb ist sie hier. Und deshalb empfinden wir auch gewisse Sehnsüchte und haben Wünsche.
    Es ist ein Unterschied, ob ich die materiellen Dinge akzeptieren kann, mit ihnen lebe und sie auch e r lebe, so dass ich sie, sobald sie mir über sind oder ich sie gut genug kenne, wieder loslassen kann, oder ob ich die Dinge von Anfang an ablehne bis verteufele.
    Ich fürchte, im letzteren Fall erliege ich nur einem anderen Ego-Trick, denn auch Hass ist im Grunde dieselbe Energie wie das, was die meisten von uns noch immer Liebe nennen, obwohl es nur Abhängigkeit ist.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Ob bestehend aus Geld oder nicht, was interessiert einen spirituellen Menschen Reichtum?

    Ein "spiritueller Mensch" interessiert sich für alles und nichts, würde ich sagen. Und wenn er nicht gut geerdet ist, zwingt ihn das Leben zuweilen, sich für Dinge zu interessieren, die er lieber verachtet hätte.

    Sollte auch bedacht werden.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Sehr gut, Sonja,

    aber hier beachtest Du wieder nicht, dass es darum geht, wie man überhaupt Reichtum definiert. Das "Erfüllt-von-Geist", von dem Du sprichst, wäre für mich beispielsweise ein erheblicher Reichtum. Bei solchen Beiträgen wäre es gut, wenn wir die Begriffe "Reichtum" und "Geld" unbedingt trennen.
    Und was einen "spirituellen Menschen" angeht, so ist das in meinen Augen einer, dessen Weltverständnis über das Grob-Materielle hinausgeht. Vielleicht ist das zuwenig, das mag sein, aber wenn jemand hinter die Dinge sehen will, empfinde ich das eben schon als eine gewisse Spiritualität. Das Ideal für "spirituelle Menschen" mögen vielleicht Naturvölker darstellen, so etwa zur Orientierung.
    Und was die Frage des Brauchens von Reichtum betrifft: Für einen "spirituellen Menschen" mag es noch abgestuft sein, aber jemand, der mit sich selbst völlig im Reinen ist, b r a u c h t eigentlich gar nichts, sondern er g e n i e ß t nur alles, was so da ist. Das ist ein beträchtlicher Unterschied, wäre aber schon ein anderes Thema...

    Herzliche Grüße,
    Andreas

    stell dir vor du machst irgendwelche rituale einer bestimmten gruppe. sagen wir hexenrituale.
    du hast ein gutes herz und willst nur gut damit arbeiten. aber viele hexen arbeiten halt nicht gut damit, sie machen das ritual aus egogründen, aus machtgründen, um jemandem zu schaden.
    dann hängst du da energetisch mit drin, es zieht dir von deiner guten kraft, von deiner herzkraft ab und vermischt sich mit der ego-macht-energie....

    einfach immer drauf achten, womit man sich umgibt.... ist mein motto. bewusst schauen, was lenkt, wohin lenkt es, lass ich mich lenken oder lenke ich selber, usw....
    beobachten....

    Na ja, Sonja,
    auch wenn Dich Dein Geschwätz von gestern nicht interessiert, musst Du in einem Forum akzeptieren, dass die Mitspieler auf das Bezug nehmen, was Du geschrieben hast. Das sind die Spielregeln. Obwohl ich Dich da vollkommen verstehe, auch mein Selbstgefühl ist jeden Tag etwas anders.

    Vielleicht hänge ich energetisch mit drin, wenn ich etwas benutze, was anderen regelrecht als Waffe oder Unterdrückungsinstrument dient. Dennoch glaube ich nicht, dass ich jeder "dahergelaufenen Energie" unterworfen bin.
    Am Ende des Markusevangeliums stehen ein paar Jesus-Worte, die nicht in allen Übersetzungen und Ausgaben abgedruckt werden (wahrscheinlich, weil sie kirchlicherseits umstritten sind), darunter auch der Nebensatz: "Und wenn sie etwas Giftiges trinken, wird es ihnen nichts schaden." Bedeutet für mich z. B.: Wenn alle Welt in Panik verfällt wegen EHEC oder Schweinegrippe, kann ich bei dem Glauben bleiben, dass ich gesund bin und bleibe und mir der ganze Wirbel am A... vorbei geht. Selbst so schon oft und oft erlebt.
    Nun bin ich weit weniger Schamane als vielmehr Neugier-Literat und denke über Geld so ähnlich wie der außerordentlich jung gestorbene Wilhelm Hauff, der in seinem schönsten Märchen DAS KALTE HERZ die beiden Möglichkeiten des Reichtums aufzeigt: Das Geld des Holländers Michel oder das des Glasmännchens.
    Ich weiß nun nicht, wie viele dieses Märchen kennen: Der Holländer Michel verspricht dem armen Kohlenpeter den schnellen Reichtum, den er auch bekommt. Im Austausch seines Herzens gegen einen Stein!!!! So dass er merkt, dass er dann nichts mehr fühlt! Als das erste Drama voüber und Michel besiegt ist, erkennt Peter seinen Platz im Leben. Die goldgefüllte Truhe, die er - als Draufgabe - dazu bekommt, rundet die Sache praktisch nur ab.
    Die 2. Möglichkeit bedeutet also: Wenn ich entsprechend meiner Berufung lebe, wenn ich das tue, was sowieso in mir ist und mich glücklich macht, ist das Erleben von (innerem u. meist auch äußerem) Reichtum die natürliche Folge. Hier wieder mal Jesus: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes..." - (das bekanntlich "in euch drin" ist) - "...dann wird euch alles andere zufallen!"
    Wenn wir praktisch etwas nur tun, um reich zu werden, haben wir - spirituell gesehen - eher verloren. Wenn wir etwas tun, weil wir es einfach lieben, weil es in uns ist und aus uns fließt, könnten wir plötzlich erstaunt feststellen, dass wir reich sind (in jeder Hinsicht).

    Herzliche Grüße,
    Andreas


    Wenn ich mir vorstelle, Dinge die eh da sind mit anderen zu teilen und mir Dinge ausleihe, die ich nicht habe. TOLL
    Wenn ich mir vorstelle, gemeinsam mit anderen Menschen eine Wiese nutze, die niemanden wirklich gehört. TOLL
    Wenn ich mir vorstelle mit Nachbarns Moped durch den Sommerabend fahre, weil es eh in der Garage steht. TOLL
    Wenn ich mir vorstelle, gemeinsam mit Freunden und Bekannten um einen Baum zu sitzen und ein Bier zu trinken, das durch einen anderen Schuldigen geschaffen wurde, und wir es durch eine imaginäre Leistung erworben haben. TOLL


    ??????????????????
    (Mein Bauchgefühlssensor sagt: "Vorsicht, heftige Ironie!", ich suche nur nach dem echten, sinngemäßen Zusammenhang. Möglicherweise ist hier wieder eine weit gegriffene Fehlinterpretation im Spiel...)

    geld ist ein notwendiges übel

    Wieder klingt fast alles sehr schön, was Du geschrieben hast, Sonja,
    es ist wie die konkrete Beschreibung dessen, was ich mit Reichtum meine, zumindest in Deinem Fall. Trotzdem habe ich das mit dem Geld mal zitiert, denn ich meine, dass das Geld selbst dadurch in einen allzu dunklen Winkel geschoben wird. Wer geschickt ist und Geld als Segen betrachtet, kann damit viel Segen stiften, meine ich. So gesehen, ist es a u c h Reichtum, nicht mehr und nicht weniger.
    Das heutige Problem ist, dass wir dem Geld zuviel Macht gegeben haben und ihm eine Anbetung zollen, die ihm nicht zusteht. Dadurch kommen sehr viele Verzerrungen im Gesellschaftsgefüge, und so ist es wohl auch notwendig, dass nicht nur die Börse gelegentlich in Grund und Boden geht, sondern auch die großen Banken. Immerhin gibt es längst Visionen, den Geldfluss so zu gestalten, dass er
    1. nicht mehr allmächtig ist und
    2. mehr Segen anrichten kann als Fluch.
    (Ich verweise nur auf das berühmte BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN.)
    Da Reichtum, so wie ich ihn insgesamt sehe, mit dem Gefühl der Dankbarkeit gekoppelt ist, kann ich nicht behaupten - wie Bersenker -, dass er spirituell hinderlich wäre. Wenn ich mich stattdessen arm fühle und draußen und dadurch in Wut gerate und aus dieser Wut heraus Menschen zusammenschlage und Häuser anzünde, laufe ich eher Gefahr, mir Karma zu schaffen. So nehme ich wieder spirituelle Umwege, um es vorsichtig auszudrücken.

    Auch Dir einen reichen Tag,
    Andreas

    Mit Reichtum meinst du wohl Geld und Geld ist in jeder Hinsicht schädlich für eine spirituelle Entwicklung.

    Oh, Bersenker,

    an dieser Stelle geht es schon los. Ich selbst meine überhaupt nicht, dass Reichtum und Geld dasselbe wären. Manchmal - nur m a n c h m a l drückt sich Reichtum in Geld aus. Für mich ist Reichtum durch ein Gefühl von Fülle oder Erfüllung spürbar, und dieses Gefühl kann eintreten, obwohl mein Konto im Minus ist und das Portmonnee vor Leere gähnt. Wenn ich bereit bin, es wahrzunehmen, kann jeder Augenblick mir dieses Gefühl von Erfüllung verschaffen...
    Und dass dieses Gefühl für die spirituelle Entwicklung schädlich sein soll, kann ich nirgendwo erkennen. Aber ich warte gern darauf, bis Du das Jesus-Wort "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher das Reich Gottes erlangt" ins Feld führst, und da können wir gern neu ansetzen.
    Es ist das HIER und JETZT, das reich macht, aber da habe ich Katze schon aus dem Sack gelassen, viel zu zeitig. Ich verstehe nicht viel davon, ein Thema zu moderieren.
    Trotzdem: Ich wünsche Dir einen reichen Tag.

    Herzliche Grüße,
    nanabosho

    Soeben dazu angeregt, mache ich mal gerade selber ein neues Thema auf, auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich es über längere Zeit "betreuen" kann. Ich möchte auch nichts vorwegnehmen, könnte höchstens noch formulieren:

    Was ist für Euch Reichtum, für jeden von Euch? Ist Reichtum förderlich oder für eine spirituelle Entwicklung eher nicht so gut? Verdirbt er mich oder bringt er mich vorwärts? Ist er Segen oder Fluch?

    Derartige Fragen verbinde ich mit dem Thema. Bin mal gespannt, was da so kommt von Euch.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    und wartest auf diese "anderen" dass sie kreativer werden und sich lösen, denn nur dann, wäre es auch für dich möglich.
    So jetzt verstanden, was du gesagt hast? Also verdreh bitte nicht die Tatsachen, hast du selbst so gesagt.

    Mein lieber Bersenker,

    ich erlaube Dir, über mich zu denken, was Du denken möchtest. Ich finde es weiterhin nicht angebracht, hier meine Lebensgeschichte zu erzählen, Du würdest mit Deiner vermutlich auch hinter dem Berge halten. Nebenbei aber: Ich bin froh und fast ein bisschen stolz auf meine Geschichte, denn sie könnte vielleicht schon einige Bücher füllen. Also: Es ist wirklich was passiert!!!
    Jeder kann aus jedem Satz das herauslesen, was er am liebsten herauslesen möchte. Bis heute gibt es beispielsweise auch Tausende verschiedener Interpretationen über abgedroschene Bibelstellen, das nimmt auch kein Ende. Und Spekulationen darüber, wer sie wann warum geschrieben hat.
    Und: Ich erwarte von niemandem etwas. Nur zum Thema hatte ich schreiben wollen, was mir so in den Sinn kam, und ich halte es für gut, konstruktive Möglichkeiten zu zeigen, nicht nur die verfahrene Karre darzustellen. Diejenigen, die meine Sätze lesen, habe ich noch nie im Leben gesehen meines Wissens nach, und ich weiß nicht, wer sie sind, was sollte ich unter diesen Umständen e r w a r t e n?
    Wir betreiben hier ein Spiel, Bersenker, weiter nichts! Sogar das 3D-Leben ist nur ein Spiel, aber das ist für die meisten noch schwerer einzusehen.
    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Gut, herrmann,

    das mag einiges an Interpretierpotential freisetzen, das sehe ich ein. Ich habe tatsächlich mal alles verloren und zwar einesteils durch Betrug und andererseits durch einige Weichenstellungen, die zu größeren Veränderungen führen m u s s t e n und nahezu schicksalhaft s o l l t e n . Das ist dann die Geschichte von dem, was einen eine Krise lehren kann oder der Chance, die durch sie freigesetzt wird... Ich bin noch immer nicht bereit, die Details hier auszubreiten.

    Aber ich habe damit begonnen, verschiedene Zusammenhänge genauer zu beobachten und nach den Anfängen oder Ursachen zu suchen. Und ich habe Mitgefühl gelernt mit denen, die viele als "Verlierer" abqualifizieren. Aber vor allem: Ich habe Visionen entwickeln können, nicht nur für mich allein... Und ich hatte noch nie zuvor dermaßen reiche und dichte Inspirationen. So was braucht man als Schriftsteller, sonst kann man einpacken.

    Reichtum ist immer da. Wenn mal nicht auf der äußeren Ebene, dann auf der inneren. Und wenn er auf der äußeren wieder zunimmt, könnte es sein, dass er auf der inneren wieder abnimmt. Ein Spiel von Ebbe und Flut, wenn man nicht versucht, festzuhalten. Ich halte es jetzt jedenfalls für eine Engführung, Reichtum allein mit Geldsummen auszudrücken oder zu definieren.

    Aber das ist schon alles ein Stück vom Thema ab.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Und wieder editier ich. Ich glaube, Du Siehst Geld als großes Übel, ich als Tauschmittel ;)

    Woraus schließt Du das, edler Sucher?

    Du hast die Entwicklung der Diskussion nicht beobachtet. Es ging um die E n t s t e h u n g des Geldes und den ökonomischen Tatbestand, der Geld überhaupt existieren lässt, nämlich das Gefälle zwischen Soll und Haben oder dem Schuldeffekt, den - nebenbei bemerkt - nicht ich selbst ausgeführt habe, dem ich aber zustimme, weil es nur so vorstellbar ist.

    Ich denke, ich betrachte Geld ziemlich neutral, weil es eben nur M i t t e l ist, oder, wenn man so will, auch Handwerkszeug oder Waffe. Je nachdem, wer es benutzt und wie er es benutzt. Ansonsten betrachte ich das Leben aus existentieller Perspektive. Also etwa so wie ein Eingeborener. Der nicht kapiert, wieso die Erde mit all dem, was darauf wächst, nur einer Elite gehören soll, also nicht einfach allen, die darauf leben.
    Nebenbei: An der Geschichte der Indianer und dem Landraub, den die Einwanderer aus Europa betrieben haben, kann man diese Geschichte sehr gut beobachten.
    Wenn ich mich stark glaube, nehme ich einfach dem, der schwächer rüberkommt, alles weg, was mir einigermaßen wertvoll erscheint. Irgendeine Argumentation, weshalb ich das darf und es berechtigt ist, wird mir schon einfallen, Hauptsache, ich h a b e erst mal.
    Das ist eben das Spiel, das wir hier auf der Erde betreiben. Weiter nichts! Die seelenmäßig pubertäre Entwicklungsstufe will und muss sich im HABEN ausleben, bevor sie weitergehen kann.
    Ansonsten differenziere ich durchaus, aber das war hier nicht gefragt. Also: Ich sehe Unterschiede des Geld"verdienens". So wird zuweilen von vielen Menschen eine außergewöhnliche Leistung anerkannt und in Anspruch genommen, so dass der oder die Leistende zu großem materiellen Reichtum gelangt (Mrs. Rowling z. B.). Im Allgemeinen aber werden viele Nicht-oder-Negativ-Leistungen extrem hoch bewertet - was nicht am Geld liegt, sondern an der Werteskala der Gesellschaft -, z. B. die eines Kardinals oder eben die eines Bankers, also Leistungen, auf die die gesamte Menschheit leicht verzichten könnte; während andere, die gerade unverzichtbar sind (die Hausfrau erwähnte ich schon, obwohl sie nicht produziert, sondern eher reproduziert), meistens mit 0 bewertet werden.
    Das sagt alles nichts über das Geld selbst aus, sondern nur darüber, dass wir uns anscheinend in einer lebensfeindlichen Pulverfass-Gesellschaft (etwa im England dieser Tage) wohler fühlen als in einem aufbauenden Miteinander. Offenbar brauchen wir das Spiel.
    In einem anderen Beitrag - ich glaube, es war einer von raabenweib - kam der Hinweis, dass wir uns unsere Welt nur im Gegensatz von Gewinnern und Verlierern vorstellen können. Die Aborigines verstehen so etwas überhaupt nicht, sie kennen nicht einmal Spiele, in denen man gewinnt oder verliert. Sondern nur welche, in denen man sämtliche Synergien einsetzen muss, um z. B. ein Umweltproblem zu lösen.

    Eigentum aber, speziell das an Grund und Boden, ist weder Leistung noch Verdienst, sondern bloß Spielregel. Und wenn wir diese Regel nicht ändern, wird die Erde selbst es tun.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    P.S.: Ach so, die Begriffserklärungen bestätigen das Ganze. Eigentum konstatiert H e r r s c h a f t z. B. Und die Erklärung von "Leistung" wird meistens nur materiell verstanden, was zu kurz greifen würde.

    Oh,herrmann, edler Sucher,

    wenn Du die Texte hier verfolgt hast, wirst du bemerkt haben, dass wir den Begriff des Eigentums v o r (zeitlich) den des Geldes gesetzt haben. Vermutlich ist Eigentum in Urzeiten aus Manipulation oder blankem Raub entstanden. Und dann rein aus der Behauptung: Ich bin König und deshalb gehört so und so viel Land mir. Meine Höflinge kriegen auch was, aber weniger, da sie rangniedriger sind.
    Bäcker haben in diesem Spiel nichts zu suchen, sie sind im Grunde eine Spezies, die ohne Eigentum ist und deren Leistung (das Können, Brot und Brötchen zu backen) bis heute unterbewertet wird. Es sind also auch Leute, die vielleicht gern Eigentum möchten und sich daher verschulden müssen, wie hier schon ausgeführt wurde.

    Eine echte und wahrhaftige Leistungsbewertung würde einen König herabstufen, weil er meistens außer seiner bloßen Gegenwart kaum etwas leistet. Eine Hausfrau allerdings bekäme sehr viele Punkte, weil sie außerordentlich viele lebensnotwendige Leistungen vollbringt (kochen, Kinder aufziehen, Geschirr und Wäsche waschen usw.). Bis heute wird eine Hausfrau extrem unterbewertet, was ihre wahre Leistung angeht.
    Banker würden extrem heruntergestuft werden, weil sie meistens Negativleistungen bringen (also manipulierter Raub u.ä.). Eine Liste möchte ich nicht anfertigen, aber ich schätze, Du verstehst, worauf ich hinauswill.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    P.S.: Gut, Du hast Deinen Beitrag noch mal geändert, aber ich sehe, dass ich meinen deshalb nicht zu ändern brauche, denn da dürfte ich auf fast alles eingegangen sein.

    Ich habe lediglich dich darin kritisiert, dass du dein Unvermögen aus dem System rauszukommen damit rechtfertigst, dass alle anderen es ja auch nicht können,

    Oha, oha,

    woraus schließt Du nun so was? Ich habe nicht aus dem System rauskommen müssen, es hat mich selbst "rauskatapultiert" im gewissen Sinn. D. h., nach meinem "Unvermögen" hat da niemand gefragt. Auch gut so, von selbst hätte ich wirklich zu viel Angst gehabt. Und so konnte ich sogar zu dem Punkt gelangen, an dem ich konsequent zu tun begann, was mir Erfüllung bereitet. Aber meine Lebensgeschichte wäre viel zu lang, um sie hier zu erzählen.

    Inzwischen kommt auch wieder zuweilen Geld zu mir. Aber das begann erst, als es mir wirklich nicht mehr wichtig war.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Vielleicht aber, Bersenker,

    erklärst Du damit genau das, was ich sagen wollte. Wobei natürlich kein eingefleischter Nomade scharf auf Landbesitz sein würde. Aber von vornherein gab es irgendwann einmal - vor dem Geld - Menschen, die Land und Gebäude besaßen und dadurch Macht über die hatten, die gern hätten Land und Gebäude besitzen wollen. Meistens mussten letztere sich irgendwie versklaven, in der Hoffnung, ihr Ziel damit irgendwann zu erreichen. Mancher erreichte es tatsächlich, viele andere aber nicht.
    So wuchs der Druck derjenigen, die etwas besaßen, auf diejenigen, die nichts oder nur sehr wenig besaßen. Durch Fixierung auf die Besitzwünsche ermöglichten die Ärmeren den Reichen, dass diese über sie herrschten. Und darin schon zeigt sich der Ausweg, den sie auch heute hätten...
    Der Mensch schaut auf das Geld wie das Kaninchen auf die Schlange. Und er meint, er könne sich alles, was er sich wünscht, nur mit Hilfe von Geld beschaffen. Und so gerät er in eine ungeheure Enge (Angst). Die wiederum von anderen ausgenutzt werden kann.
    Wenn wir kreativer wären, könnten wir uns vom Geld lösen, zumindest von seiner scheinbaren Allmacht. Denn diese haben nur wir ihm gegeben.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Oh, danke, Jo,

    da hast Du es doch gleich hier reingestellt! Freut mich sehr, und wie ich sehe, bist Du auch in der nicht ganz so jungen deutschen Literatur außerordentlich bewandert. DEUTSCHLAND - EIN WINTERMÄRCHEN war in der DDR Schulstoff! Aber ich schätze, es gab kaum einen Schüler, der damals einigermaßen verstanden hat, worum es ging...

    Herzliche Grüße,
    Andreas

    es wird keiner gezwungen nen Fernseher zu besitzen und reinzuschauen

    Nicht direkt, Bersenker,
    aber es gibt Bestrebungen, die GEZ-Gebühren pauschal zu erheben, unabhängig davon, ob es in dem betreffenden Haushalt einen Fernseher gibt oder nicht. Das halte ich für einen sehr interessanten Tatbestand.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    Aber auch wenn du sagst, Geld entsteht durch Eigentum, stimmt das nicht so ganz,

    Zur Richtigstellung, Bersenker:
    Vielleicht klang es missverständlich. Ich meinte nicht, dass Geld durch Eigentum e n t s t e h t, sondern dass man den Begriff des Geldes an den des Eigentums gekoppelt hat. (Die Sache mit der Schuldverschreibung ist völlig klar, das ist so.) Und indem man ihn an das Eigentum koppelte entstand eine automatische Benachteiligung derer, die nicht von vornherein über Eigentum verfügten. Und dieser Zustand ist bis heute präsent. Man könnte auch sagen: Die Sesshaften haben die Nomaden ausgetrickst... (Denn ein Nomade versteht eigentlich bis heute nicht, wieso man Teile der Erde b e s i t z e n kann.)
    Wenn man Geld behalten will, aber eine gerechtere, solidarischere Verteilung schaffen möchte, sollte man damit aufhören, es am Eigentum festzumachen, sondern die natürlichen Begabungen jedes Menschen wertschätzen. So könnte ein Austausch geschaffen werden, der nicht nur jedem einzelnen mehr Chancen bietet, sondern richtig viel Anreize bietet, um zum "eigenen Ding", der eigenen Berufung, zu finden.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho