Beiträge von nanabozho

    Ach so, was das zahlreiche TO GO betrifft:

    Da witzelte schon ein Leipziger Kabarett, allerdings klingt es da sächsisch:
    "An der een'n Tankschdelle, wo 'ch vor gurz'n war, da gab's afrigaanisch'n Gaffee!"
    "Afrigaanisch'n Gaffee?"
    "Geene Ahnung, ob die dän aus China imbordiert hamm; ab'r wemm'r bedenkd, was dran schdand, gönnte 's afrigaanisch'r gewääs'n sinn!"
    "Un was schdand da dran?"
    "Nu, Gaffee ,Togo'! Saach jetz bloß noch, dass Togo nich in Afrigaa liecht!"


    Ist das überhaupt verständlich? Denn tatsächlich witzig klingt es eigentlich nur auf Sächsisch.

    Ein Umfeld, das ich jetzt verlasse. Ich werde als Migrant in Mecklenburg-Vorpommern weiterleben, nahe der Grenze zu Schleswig-Holstein. Bin gespannt drauf und die Sprache verstehe ich schon...

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    P.S.: Was ich noch hinzufügen möchte: Wir haben Udo Jürgens auf unserer Seite. Versucht mal sein Lied zu finden "Alles ist so easy"!

    Schade, dass ich keine Bilder davon habe und es liegt auch schon ein wenig zurück:
    In Leipzig findet jedes Jahr 2 x die sogenannte Kleinmesse statt. Das ist eine Art Rummel, also zwei Wochen lang Erlebnispark mit vielen Schaustellern, Riesenrad, Schießbuden usw. Tradition und seit langer Zeit bekannt.
    Einige der letzten Werbeplakate dafür waren ziemlich grotesk.

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    Das brachte sogar die Leipziger Tageszeitung in Fahrt. Sie fotografierten das und spöttelten darunter: Alles auf der Littlemesse am Cottaway! (Die übliche Adresse ist der Cottaweg.)


    Glücklicherweise kann man in Kaufhäusern immer sehen, was da ist oder hängt. Ich gab einige Zeit mal Englischstunden und musste feststellen, dass kaum einer, der behauptete, "Grundlagen-Englisch" zu können, wusste, was ein CARDIGAN ist.
    Im Kaufhaus, in dem das große Schild prangte "Cardigan mit Zip", konnte jeder die Strickjacken sehen und so vielleicht ein wenig Englisch lernen. Man stelle sich ein Kaufhaus in England vor, in dem auf einer Werbetafel stünde: "Strickjacke with Reißverschluss".

    Nur so ein kleiner Beitrag.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Mehr "Sinn" sehe ich darin - die Zukunft zu gestalten - für ein friedfertiges mit-einander und mit "gebührlicher" Rücksichtnahme auf Mutter Erde.

    Auf jeden Fall, ich bin's,

    ein friedfertiges Miteinander geht allerdings nur auf einer gewissen Ebene und nicht im großen Ganzen. Zur Zeit jedenfalls. Denn solange es noch Menschen oder "Kräften" wichtig ist, unbedingt zu herrschen und so auch Teile-und-herrsche-Politik zu betreiben, wird es damit schwer halten. Der berühmte "Otto Normalverbraucher" hat ja schon ein Problem damit, diese Spiele zu durchschauen und lässt sich immer noch viel zu leicht ins Bockshorn jagen.
    Will sagen: Soweit es an mir liegt, schaffe ich ein friedliches Miteinander um mich her. Und ich kann das, was ich tue, zur Beschleunigung von Erkenntnisprozessen einsetzen. Mehr geht wohl kaum.
    Aber wir schweifen schon wieder ab, hier geht es eigentlich um die Sprache, die das Denken prägt.
    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Und wie weit das bereits gediehen ist, da braucht man nur die Augen links und Gruene anzusehen, die alles dransetzen werden, das die BRD nie wieder Deutschland sein wird.

    Meinst du etwa, Jo,

    dass es eine Partei gibt, die sich auf gute, ausbalancierte Weise dafür einsetzen würde? Die NPD hat nämlich keine guten Leute dabei, die schreien bloß Parolen, können oftmals selbst nicht richtig deutsch und lassen ihre Werbematerialien in Polen und Tschechien drucken (weil es billiger ist). Ich hatte schon allzu lebendige Eindrücke von ihnen.
    Den etablierten Parteien - allen - ist das Land und seine Sprache - so habe ich weiterhin den Eindruck - herzlich gleichgültig. Wobei die CSU Deutschland am liebsten auf Bayern reduzieren möchte (auch das gab es ja in der Geschichte schon öfter, dass die Bayern lieber Alleingänge machen wollten). Vielleicht weiß ich das noch nicht gut, ich lebe erst ca. 20 Jahre in dieser BRD. Am Anfang stand ich "wie die Kuh vorm neuen Tor", als ich wählen sollte. Seit einiger Zeit heißt meine Devise: Versuche, das kleinste Übel herauszufinden! Das scheinen mir mal diese und mal jene zu sein.
    Die Piraten sind mir z. Zt. sympathisch, ein wenig auch die Violetten. Aber die kriegen nur 0,...-Prozente.
    Also bin ich bald wieder so weit wie schon in der DDR: Gar nicht mehr wählen, mich überhaupt nicht mehr um die Jungs kümmern. Sie spielen ihr Theaterstück runter, ganz gleich ob zuerst der Mörder oder das Opfer auf die Bühne tritt, entsprechend meiner Wahl... Am Ende bleibt es immer dasselbe Stück, der Mörder bleibt der Mörder und das Opfer bleibt das Opfer. Wenn ich warten will, bis sich das Stück ändert, bin ich längst eingesargt, bevor es soweit ist.
    Also lebe ich einfach t r o t z alledem.
    Etwa so wie Udo Lindenberg singt: "Und ich mach mein Ding, egal was die Andern labern..."
    Nur was ich eben sowieso tun kann, das tue ich: Ich schreibe nicht denglisch, sondern deutsch.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Ohne auf einzelnes eingehen zu wollen:
    Wenn inzwischen vieles bewusst geworden ist, was sprachlich und geschichtlich "eingestampft" wurde, ist es u. U. möglich, zum sprachlichen Selbstbewusstsein ebenso zurückzukehren wie zum nationalen Selbstbewusstsein. Das wäre doch gelacht. Obwohl wir vielleicht damit rechnen müssen, künftig nur noch 40 Millionen in Europa lebende Deutsche zu sein (von den Iren leben ja auch mehr im Ausland als auf der Insel).
    Spätestens seit 2006 "dürfen" wir ja wieder Flagge zeigen.
    Danke für den farblichen Hinweis, hermann, das ist mir einigermaßen peinlich, aber diese Beiträge korrigiere ich selten, weil ich ihnen keinen literarischen Wert beimesse. Vermutlich schwebte mir im Kopf der Halbsatz "man hat mich gelehrt" herum, und deshalb ist das "sei" entstanden, denn dann hätte es auch gepasst. Manchmal schreibe ich einfach zu schnell...

    Jo: Den Vergleich mit den Amerikanern und deren Umgang mit den Indianern und Schwarzen brachte mir gegenüber interessanterweise ein Amerikaner mal selbst vor. Es war auf dem Jakobsweg und wir lagen Bett an Bett in einer Herberge. Er meinte, es sei in den USA gewissermaßen seit langer Zeit selbstverständlich, die Deutschen für den Holocaust zu verurteilen, aber es werde bis heute mit Misstrauen beobachtet, wenn etwa ein Weißer kritisch über die Geschichte der Sklaverei und der Ausschreitungen des Ku-Klux-Klan spricht, von den Indianerkriegen ganz zu schweigen.
    Und da ich Spanien inzwischen recht gut kennenlernte: Die Haudegen und Blutsäufer Hernán Cortez und Francisco Pizarro, denen es mit vielen Tricks gelang, die großen Indianerkulturen Lateinamerikas zu zerstören, gelten immer noch als Helden, aller Geschichtsschreibung der Welt zum Trotz.
    Die Türken wehren sich heute noch bis aufs Messer, wenn einer von ihnen verlangt, sie sollten den Völkermord an den Armeniern eingestehen.

    Aber ich will das nicht weiter ausbauen.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    woher wollen sie (die jungen) "es" wissen - möchte man "fast entschuldigend" meinen .... sie kennen es nicht anders - es wird ihnen "so" vorgemacht - vor-gespielt. erfahrung kann man nicht "lernen" - lernen sie eh schon zu viel "un-nützes" wie überflüssiges.

    eine der beliebtesten informationsquelle ist das fern-sehen, die vielzahl "seichter" unter-haltungs-sendungen "made in usa". die wenigsten interessieren sich für die aktuellen politischen und wirtschaftlichen geschehnisse. was "zählt" ist das hier und jetzt ...

    und weniger die zukunft ... ;( ;( ;(

    Schon klar, ich bin's,
    und dazu kommt noch, dass jemand, der eine Sprache bewusst sprechen und beherrschen will, sie eigentlich lieben muss, sonst funktioniert es nicht. Vielleicht ist es der Rückschlag nach dem II. Weltkrieg gewesen - nachdem unsere Elterngeneration erst mal lernen sollte, in Sack und Asche Buße zu tun -, dass es nicht mehr in war, die eigene Nation und Sprache zu lieben. Nun weiß ich nicht, wie es anderswo, speziell im Westen, gelaufen ist; ich selbst habe noch in der Schule gelernt, dass das Volk, in das ich hineingeboren wurde, ein Volk von Verbrechern sei, und ich war mal drauf und dran, eben das zu verinnerlichen. Automatisch geht damit der Gedanke einher, dass also andere - rein ethisch - höher stehen und auch deren Sprachen besser und wertvoller sind (ich habe ja gern Sprachen gelernt). Nebenbei aber stellte ich fest, dass es Menschen gab - einige der deutschsprachigen Autoren -, die aus ihrer Muttersprache die reinste Musik machten (Hermann Hesse beispielsweise). Und da frage ich mich zuweilen, wie viele der heute lebenden Deutschen einen wie Hesse überhaupt verstehen würden?
    Vielleicht steckte es nun auch ziemlich tief in der "Kriegsnachfolgegeneration", dass sie die deutsche Sprache sowieso nicht mochte und ihr daher gleichgültig war, wie die eigenen Kinder aufwuchsen... Oder aber das Ganze ist die a l l e i n i g e Folge von Fernsehen und Werbung. Bei meinem Sohn habe ich beobachtet, dass er, wenn ihm die alltagssprachlichen Argumente ausgehen, in die Computersprache flüchtet - er ist schließlich schon fast so etwas wie ein Programmierer. Und meine zweite Tochter, die schon viele Jahre in Spanien lebt und das Spanische inzwischen besser beherrscht als als Deutsche, trotzdem mehr deutsche Wörter zu gebrauchen weiß als viele Menschen um mich her (vielleicht weil sie gar nicht mitbekommen hat, dass man in Deutschland inzwischen eher Denglisch spricht). Das empfinde ich schon fast als wundersames Phänomen.

    Was die Zukunft bringt, darauf kann man nur gespannt sein.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    die deutsche sprache ist keinesfalls oberflächlich; vielmehr tief-sinnig, verblüffend, eindrucksvoll und ausdrucksstark.
    als anschaulichste bei-spiele möchte ich die werke goethe´s anführen, literatur, dichtung, poesie in reinkultur.

    Sehr wahr, sehr war, der du es bist,

    aber es gibt wenige, die diese Sprache noch so zu gebrauchen wissen, dass sie aufblüht. Stattdessen sind die Verarmungstendenzen ziemlich stark, und die recht originell gehaltene Veröffentlichung "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" beweist, dass speziell Journalisten nicht ganz unschuldig daran sind. Möglicherweise ist es der Druck und die Schnelllebigkeit, unter denen sie stehen, aber das entschuldigt es trotzdem nicht. Einigermaßen erschütternd ist es für mich, dass auch die Buchhandlungen voll sind von Veröffentlichungen deutscher neuzeitlicher Autoren, die sich dem platten Denglisch verschrieben haben.
    Sollen wir unsere Sprache nun aufgeben, oder haben die letzten Rettungsversuche zumindest noch einen Bruchteil von Sinn?
    Eine Chance bestünde, wenn zumindest ein Teil der jungen Menschen noch die Möglichkeiten ihrer Muttersprache auslotet, aber das sehe ich gerade bei dieser Bevölkerungsgruppe nicht. Wie sollen denn Einwanderer die Sprache lernen, wenn die Deutschen um sie her auch nur mit Sprüchen um sich werfen wie "F***k dich, Alter!" - mir ist aufgefallen, dass sie oft sogar Personen weiblichen Geschlechts mit "Alter" anreden - oder "Voll krass!"? Es wäre interessant, was geschähe, wenn man Menschen, die so sprechen, einmal dazu bewegen wollte, andere Worte für das zu finden, was sie sagen wollen...

    Aber ich kann nichts anderes tun als höchstens selbst gründlich mit meiner Muttersprache zu arbeiten.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Ich sehe Reichtum anders, ich möchte das von euch in diesem Faden Was ist Reichtum definierte eher als GLÜCK ansehen. reich kann ich an Erfahrung, an Weisheit, an GELD sein. Aber nicht an dem was ihr da aufzählt. Und ich finde ich bin reich an Mitmenschen, die das Leben besser machen!

    OK, herrmann,

    aber das lässt sich doch leicht zu all dem addieren, was bisher so kam. Ich finde nichts Widersprüchliches daran. - Und was den Bersenker betrifft: Ich selbst weiß überhaupt nicht, wer er ist. Seit wenigen Tagen tummle ich mich wieder mal in diesem Forum, zum einen, weil ich einen sehr angenehmen facebook-Kontakt zu Daniel fand, zum anderen, weil ich gerade ein paar Tage "Warteschleife" habe, bis mein Umzug konkret weiterläuft. In einer solchen Situation fließt die Inspiration zu druckfähigen Texten nicht gut. Das ich aber unter Schreibsucht leide, ergieße ich mich eben in das Forum. Will aber hauptsächlich sagen: Ich hatte noch nicht die Zeit und Gelegenheit, mir auf den Bersenker einen Reim zu machen. Habe ich ihn etwa zu ernst genommen? Weh getan hat es mir eigentlich nicht, und ein grober Ton perlt oft von mir ab...
    Vielleicht ist das auch ein Reichtum.
    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    hydeparkcorner :) -
    mein drittes "ich", hydeparkcorner der "polemiker"
    das kennt nanzabosho noch nicht

    Na, jetzt bin ich auf alles gefasst, der du's bist,
    im Hydepark und bei Speaker's Corner war ich ja schon mal, aber vor vielen Jahren, als London noch eine vorzeigefähige Stadt war und alle Gebäude noch standen...

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    Die Christen erklärten das Licht zum Satan (Luziffer, der Lichtbringer ist der erklärte Todfeind der Christen)

    Ich äußere mich ungern so, fehu,
    aber das ist - mit Verlaub - Schnee. Auch wenn der Satansbegriff tatsächlich meistens nicht verstanden wurde.
    Aber um etwas zum Thema zu sagen: Offiziell etablierte Religionen gleichen Ideologien, haben also nicht mehr unbedingt das Merkmal der re-ligio, des Rückbezugs auf die Wurzeln. Und so lechzen sie nach Bestätigung und Herrschaft. So kommt es zu einem unaufhörlichen Spiel von Verfolgung und Verfolgtwerden. Bis heute eigentlich.
    Nero hat die Christen vor die Löwen geworden, aber Konstantin - der übrigens selbst nicht mal Christ wurde - hat bereits eine Menge Leute, die die Taufe verweigerten, töten lassen. Die katholische Kirche hat die ersten Reformatoren und ihre Anhänger auf die Ketzerfeuer gebracht, aber als die Protestanten stärker wurden, haben sie dasselbe getan mit denen, die sich ihnen nicht unterordneten. So gibt es die berühmte historische Auseinandersetzung zwischen Calvin und seinem Gegner, dem Arzt Servet, der brennen musste. Und unter Luthers Segen wurden Hexen verbrannt.
    Nun haben wir mit Mühe und Not die Trennung von Staat und Kirche erreicht. Aber in vorauseilender Anpassungswilligkeit baut man inzwischen schon wieder massig Moscheen für eine Religionsgruppe, die in ihrer Mehrzahl eine solche Trennung ablehnen und am liebsten die ganze Welt unter dem Gebot Allahs vereinigen würde. Will sagen: Wir waren schon nahe daran, ein Klima erheblicher Toleranz geschaffen zu haben, sehnen uns aber danach, von den Intoleranten davon erlöst zu werden.
    Wir brauchen es also weiterhin, das Spiel von Verfolgung und Verfolgtwerden, und es ist nicht christentumstypisch, sondern über die ganze Welt verbreitet. Wobei es selbstverständlich Ausnahmen gibt, aber selbst der - etablierte - Buddhismus war früher nicht immer so brav und friedlich wie er heute auftritt.

    Herzliche Grüße,
    nanabosho

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    Nein, das darfst Du nicht! Dann fliegst Du und wirst geloescht, wenn nicht noch schlimmer, wir sind NICHT in Spanien :) !

    Gut, also da habe ich mich wohl doch ein wenig zu extrem geäußert! Aber mir war so, dass, als ich erstmals in dieses Forum kam - vor 2 Jahren etwa oder anderthalb? -, da Leute dabei gewesen wären mit derartigen Meinungen, die nicht gelöscht worden sind. Vielleicht verwechsle ich es auch mit einem anderen (Forum), oder ich habe tatsächlich den genauen Hergang vergessen.
    Ich selbst jedenfalls bin geneigt, mir jedwede Meinung um die Ohren hauen zu lassen. Ich empfinde es als spannend, zu sehen, wieviel ich aushalte, an welchen Stellen ich noch "auf die Palme" gehe, wann ich mich getroffen fühle und so weiter.

    Sehen wir mal, was noch so kommt.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Falls ich mich mal einmischen darf, Bersenker:

    Ich habe gerade mal durchgeblättert und sehe sehr viele Beiträge von Dir. Viele Antworten und Gegenantworten auch. Also, wenn welche fehlen, würde es mir nicht auffallen, weil der Faden schlüssig ist und immer fortgeführt wird. Vielleicht siehst Du selbst nicht alles, was ich hier sehe, und ich bin wahrlich kein Moderator.
    Bliebe höchstens die Erklärung, dass mit Deinem Computer oder Deinem Internetbrowser etwas nicht stimmt. So etwas kommt ja auch vor.

    Und: Obwohl ich im letzten Jahr nur noch gelegentlich in Foren geschrieben habe, gab es doch vorher so einige Erfahrungen. Und ich flog in zwei Foren raus, wurde also gesperrt, zweimal aus demselben Grund: ausländerfeindliche Äußerungen!!! Wenn das einer der Ausländer mitbekommen hätte, mit denen ich z. T. regelrecht befreundet bin, er hätte es wahrlich nicht auf die Reihe gekriegt. Aber was manche Foren konkret übelnehmen, ist Islamkritik oder etwas, was den Jungs so vorkommt... Das war m e i n e Feststellung.
    Dieses Auf-zur-Wahrheit-Forum, das ich noch in anderer Form kennengelernt habe, bietet hingegen extrem viel Meinungsfreiheit. Hier kannst Du getrost den Holocaust leugnen oder behaupten, dass die Erde eine Scheibe ist, von vier Elefanten getragen, die auf einer riesigen Schildkröte stehen... Sie werden es Dir durchgehen lassen, glaube mir!

    Also: Überprüfe mal das Alter Deines Browsers.

    Und damit nicht einer behauptet, ich sei vom Thema ab: Geld entsteht auf diese Weise nicht!

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Rieke näht auf die Maschine,
    Nischke ist beis Militär,
    Dennoch aber ließ sie ihne
    Niemals nahe bei sich her.

    Wozu, fragte sie verächtlich,
    Wozu hilft mich der Soldat,
    Wenn man bloß durch ihn hauptsächlich
    So viel hohe Steuern hat.

    Einstmals ging sie in das Holze,
    Nischke wollte gerne mit;
    Aber nein, partu nicht wollt se,
    Daß er ihr dahin beglitt.

    Plötzlich springt aus dem Gebüsche
    Auf ihr zu ein alter Strolch;
    Stiere Augen, wie die Fische,
    Kalte Hände, wie der Molch.

    Runter, schreit er, mit die Kleider,
    Denn sie lebt im Überfluß,
    Da ich ein Fabrikarbeiter,
    Der sich was verdienen muß.

    Weinend fällt das Kleid und Röckchen,
    Zitternd löst sich der Turnür,
    Nur ein kurzes Unterglöckchen
    Schützt vor Scham und Kälte ihr.

    Bauz! da fällt ein Schuß mit Schroten.
    Fluchend lauft der Vagabund
    Mit verletztem Hosenboden
    In des Waldes Hintergrund.

    Das tat Nischke, der trotz allen
    Rieken heimlich nachgeschleicht,
    Die sich unter Dankeslallen
    Jetzt um seinen Hals verzweigt.

    Oh, ihr Mädchens, laßt euch raten,
    Ehrt und liebet den Soldat;
    Weil er sonst vor seine Taten
    Nicht viel zu verzehren hat.

    (Wilhelm Busch; 1880)

    Ja, Jo,

    die NACHTGEDANKEN waren ebenfalls Schulstoff, wahrscheinlich haben wir es sogar auswendig lernen sollen. Denn Teile des Textes sind noch in mir drin, das habe ich beim Lesen gemerkt.
    Und hab herzlichen Dank für Dein letztes Busch-Gedicht, es spricht mich gerade ganz konkret an.
    (Habe gerade keine Bücher mehr hier, die sind alle schon im künftigen Haus. Wenn ich selber Gedichte hier einstellen wollte, muss ich sie auswendig können oder im Internet nach ihnen suchen... vielleicht finde ich noch etwas.)

    Bis auf weiteres,
    nanabozho

    [quote='Bersenker','index.php?page=Thread&postID=67352#post67352']

    v
    Wieso redest du schon wieder von "wir" also ich habe die Illusion schon durchschaut, auch in der Praxis.

    Mag sein, Bersenker,

    aber so kommt es bei mir nicht an. Ich empfinde da viel zuviel Aggression zwischen Deinen Zeilen. Deshalb fällt es mir schwer, Dir zu glauben, aber ich lasse es mal so stehen.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Danke, Bärbel,

    Wilhelm Busch ist mein Lieblingsdichter - was Poesie betrifft - von Kindheit an. Da kenne ich wahrscheinlich alles und habe fast alles. Schön, wenn der Geschmack so ähnlich ist. Und was Heinrich Heine betrifft: Wir hatten ihn in der Schule behandelt und vor allem die Sachen, die sich mit Revolution u.ä. befassten, betrachten müssen. Alles wurde durch die "rote Brille" gesehen und durch die "rote Mangel" gedreht. Daher entstand bei vielen erst mal Überdruss oder Ablehnung.
    Auf Heine bin ich später wieder gestoßen, weil ich großer Achim-Reichel-Fan bin und dessen Rock-Vertonungen deutscher Gedichte so mochte und noch mag. Und so nebenbei habe ich da so manches entdeckt, was mir gefiel, und ich schätze, DEUTSCHLAND - EIN WINTERMÄRCHEN würde ich heute mit völlig anderen Augen sehen und lesen als damals. Vor allem erst mal richtig verstehen!
    Er ging ja von Deutschland nach Frankreich, wie Du!
    Und die "Grande Nation" hat ja auch was. Jules Verne war einer der ersten Autoren, die ich als Kind überhaupt las, DIE KINDER DES KAPITÄNS GRANT (bis heute unvergesslich und mehrmals gelesen). Später Victor Hugo, Balzac, Dumas und Maupassant... Aber ich komme ins Plaudern, das gehört gar nicht mehr hierher. Dann zum Ausklang noch mal Wilhelm Busch:


    Früher, da ich unerfahren
    und bescheid'ner war als heute,
    hatten meine größte Achtung
    and're Leute.

    Später traf ich auf der Weide
    außer mir noch meh're Kälber,
    und jetzt schätz' ich sozusagen
    erst mich selber.


    Herzliche Grüße,
    Andreas