Beiträge von nanabozho

    Na, wenn das so ist mit Libyen, so ist das, was dem Land bevorsteht, viel schlimmer als das, was sie hatten. Denn woran jetzt niemand mehr denkt: Libyen hatte neben Tunesien den höchsten Lebensstandard Nordafrikas (unter Gaddafi eben). Weiterhin durfte jede Frau ihren Schleier zu Hause lassen und nach Herzenslust ausgehen (in den Großstädten jedenfalls und sobald sie sich traute), sie durfte alles lernen und studieren, was sie wollte und jeden Beruf ergreifen, den sie sich vorstellte. Wenn Scharia herrscht, wird all das drastisch zurückgefahren werden und die Chaoten werden sich trotzdem "Rechtsstaat" nennen wollen.
    Sie werden eine mittelmäßige Diktatur durch eine knallharte ersetzen.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    eigentlich eine Schande, dass noch nicht auf dein Thema hier geantwortet wurde.
    Vielleicht ging es manchen bloß so wie mir bisher.
    Es ist sehr sehr interessant und man wartet auf mehr. :-p

    Vorsicht, Abraxas,

    ich kenne beziehungsWEISE aus einem anderen Forum. Und habe noch nie erlebt, dass er auf eine Antwort eingeht, und wenn, dann nur mit verschlüsselten Texten und nicht unmittelbar verständlich.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Jeder langweilige Tag ist besser als gar kein Tag.

    Na ja, Illuminatus,

    das glaube ich ganz und gar nicht. Wir sind nicht in die Welt gekommen, um uns zu langweilen, sondern um uns - all unsere Talente und Fähigkeiten - zu entfalten und zum Wohle aller einzusetzen. Wenn wir das versäumt haben und uns langweilen... haben wir vielleicht ein Problem.

    Und für jemand, der nicht an das glaubt, was wir gemeinhin "Tod" nennen, ist Langeweile erst recht indiskutabel. Denn in ihr sieht er den eigentlichen Tod.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    P.S.: Im Übrigen ist Beitrag Nr. 32 von Abraxas zu diesem Thema auch ziemlich passend.

    Ein Lebenselixier ist eine nette Sache, aber vielleicht nicht für jeden. Wenn wir etwas anzufangen wüssten mit so und so viel mehr Jahren, lohnt es sich, wenn nicht...
    Viele haben es schon nach 25 Jahren satt und auch das Fernsehprogramm wiederholt sich alle paar Wochen.

    Also nur, wenn wir tatsächlich zu leben verstehen, können wir es genießen.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    Die Annahme, dass da der "gemeine Konsument" hinterfragt, zwischen "Script" und Realität differenziert und/oder den Konsum im Zweifelsfall verweigert, halte ich für - mit Verlaub - naiv.

    Nun, sooma,
    was der "gemeine Konsument" tut, ist mir persönlich auch relativ gleichgültig. Ich kann den "gemeinen Konsumenten" nicht beeinflussen, ihm weder etwas vorschreiben noch verweigern. Ich habe eben nur mich selbst.
    Und ich denke, ich kann herausfinden und darauf achten, was mir gut tut oder nicht.
    Wenn jemand diese Freiheit nicht wahrnehmen will, ist das seine Sache.
    Zu allem gehören zwei, und wenn einer manipuliert, braucht er jemanden, der sich manipulieren lässt. Und j e d e r der beiden hat jederzeit die Macht auszusteigen. Das Mittel aber, mit dem manipuliert wird, ist in sich selbst neutral.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Na ja, sooma,

    man muss gut auswählen. Gestern spätabends kam z. B. eine Biografie-Dokumentation zu Joan Baez, und die war wohl kaum gefälscht. Wer Joan Baez liebt(e), hat die Sendung genossen, und ich gehöre da auch dazu.
    Und manchmal kommen bemerkenswerte Filme. Die Nachrichten müssen hinterfragt werden und der übliche Nachmittagsschrott unterliegt auch nicht einer Fernseh-Pflicht. Wenn die Einschaltquoten, nach denen alles beim Fernsehen läuft, nicht total manipuliert sind, stellt sich die Frage, warum so viele Leute das sehen wollen. Denn wenn keine Nachfrage wäre, wäre vielleicht auch das Angebot nicht da.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Nun ja, mit der Zeit merke ich auch, dass Du Dich gegen alles und jedes wendest, Bersenker

    das ist ein nettes Spiel, dem selbstverständlich mit Argumenten überhaupt nicht beizukommen ist. Ich hatte eine Zeitlang die Absicht zu zeigen, dass die meisten Deiner Begründungen die Abläufe in Geschichte, Psychologie, Theologie usw. ein wenig pauschal betrachten, also nicht immer auf (bisher) verbürgte Abläufe und Prozesse zurückzuführen sind. Eine Weile dachte ich, es sei möglich, Deine Feindbilder zu erschüttern, aber das haben vermutlich schon viele andere versucht.

    Ich meine, immer, wenn Du nur g e g e n etwas oder jemanden bist, sitzt Du bloß im Schützengraben. Und der andere - gegenüber - meint, er habe dasselbe Recht, im Schützengraben zu sitzen wie Du. D i e s e r Krieg endet n i e .

    Auch ich brauchte fast mehr als ein halbes Leben, um meine Feindbilder loszulassen. Und merke immer noch, dass es hier und da noch eines gibt, dessen ich nicht bewusst war. Vielleicht ist ein Mensch, solange er auf diesem Planeten lebt, nie völlig "feindbildrein", aber das Leben wird leichter, wenn man immer mehr davon loslässt. So zumindest meine Erfahrung. Also: Fühl Dich frei zu hassen, wen oder was Du möchtest!

    Das aber soll nun wirklich mein Schlusswort hier sein.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Ganz schön hanebüchen, Bersenker,
    moderne Kriege laufen ohne Schlachtrufe ab. Vielleicht wurde im 2. Weltkrieg noch hier und da "Heil Hitler!" gebrüllt, aber das mag auch alles sein. Den staatlich verordneten Atheismus hat es erst im 20. Jahrhundert gegeben. Vorher nur einen eingeschränkten Atheismus, den der Französischen Revolution. Da rief man "Liberté, Égalité, Fraternité" (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) und "Vive la république!", und die tausende, die von der Guillotine hingerichtet wurden, konnten das gut nachempfinden.
    Heute ziehen nicht mal die Amerikaner mit Schlachtrufen in den Krieg, weil sie alles elektronisiert haben. Knopfdruck vom Sitzplatz eines Bombers; da macht es sich nicht gut, erst "In God we trust" zu brüllen.
    Und was die Logik und das Denken betrifft: Es ist immer deutlich kürzer als das Fühlen. Da müsste man auch die Existenz von Liebe oder Angst leugnen z. B., das sind alles Größen, die man nur an den Auswirkungen erkennt. Aber sehr wohl w a h r n e h m e n kann, wenn man einigermaßen sensitiv ist.
    Menschliche Sinne nehmen ja nur langsam Schwingendes wahr, wenn sie durchschnittlich ausgeprägt sind.
    Und wenn alles so logisch und so nachweisbar ist, bleibt es bestimmt ein Rätsel, weshalb so bekannte Wissenschaftler wie etwa Albert Einstein oder Max Planck an Gott glaubten (vielleicht nicht als Person, aber als Energie allemal; schließlich wäre es in diesem Fall ohnehin abwegig, sich ein festes Bild zu machen).

    Es macht mehr und mehr Spaß, mit Dir zu diskutieren, weil Du sehr verlässlich widersprichst. So kann man eine Weile dran bleiben...

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Nein, bei anderen Medien entscheidet man selber, was man wann gucken will, beim Fernsehen wird einem das vorgegeben, das ist ein sehr großer Unterschied.

    Na ja, Bersenker,
    bei den 40 oder 50 Sendern, die es heutzutage gibt, hast Du schon eine gewisse Auswahl. Und es gibt sogar Sender, die sprechen für eine gewisse Qualität, 3sat etwa oder arte.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    interessant, hier mitzulesen und zu sehen, wie aufgestachelt wird, menschen sich angegriffen fühlen, verletzte egos spielen, sich menschen zu verteidigen beginnen.
    ich verzieh mich wieder in die wälder und bleibe bei mir.
    solang ich bei mir bin, bin ich in meiner kraft.

    Klar, dass Du über dem allen stehst, Sonja,

    bist schließlich eine Frau.

    Einen schönen Tag wünscht Dir
    nanabozho


    solange die menschen mit solchen diskussionen ruhig gestellt werden können, ist ja alles wie gehabt.

    Nun, Sonja,

    die meisten, die ihr ins Forum schreiben, sind wahrscheinlich schon lange "ruhig gestellt". D. h., sie haben wenig Lust, eine Revolution anzuzetteln. Nimm z. B. mich: Ich tue ja bereits, was mir Spaß macht, allein schon deswegen bin ich "ruhig gestellt" und niemandem mehr gefährlich. Die Meinungsäußerungen sind unbedeutend. Dazu kommt, dass ich bisher nur kurze Zeiten im Leben hatte, in denen ich allein lebte, also auch sexuell einigermaßen im Gleichgewicht war. Wo soll da revolutionäres Potential oder die nötige Wut herkommen?

    Und das Fernsehen? Ist zuweilen s e h r inspirierend. Gerade gestern spätabends lief auf dem ZDF ein empfehlenswerter Film. GESTRANDET IM PARADIES hieß er. Ein paar junge Leute, darunter ein Ehepaar, gehen auf eine Luxusjacht - Nähe Miami Beach - und fahren ziemlich weit aufs Meer raus. Eine der Frauen ist scharf auf jenen Ehemann und versteht sich auf Voodoo. Also macht sie so einen Zauber, während sie sich mit anhören muss, wie ihr Angehimmelter es mit der angetrauten Frau treibt (die Jacht hat dünne Wände). (Mit ihrem eigenen Freund hat sie sich überworfen und will die Liebe des Ehepaares zerstören.) Am Morgen bricht auf der Jacht ein Brand aus, in der Kombüse. Sie schaffen es nicht, ihn zu löschen und springen ins Rettungsboot. Aber da explodiert das Schiff schon, das Boot wird mitbeschädigt und geht samt Insassen unter. Jene Ehefrau erreicht schwimmend einen unbekannten Strand, ist zivilisationsgewohnt und gerät innerhalb von wenigen Stunden an ihre Grenzen, kann sich weder zu essen noch zu trinken verschaffen. Da begegnet sie dem Freund jener Voodoo-Priesterin, der es ebenfalls geschafft hat, an Land zu kommen und so etwas wie ein Überlebenskünstler ist. Er kann Kokosnüsse öffnen, Fische fangen, eine Hütte aus Palmblättern und -ästen bauen, nur mit dem Feuer klappt es nicht so recht. Sie kommen zwei Tage gut über die Runden und wärmen sich ein wenig, fassen sich aber nicht weiter an, obwohl er scharf auf sie ist und ihr das ab und zu zeigt. Da entdeckt er schließlich den Mann der Frau, der ebenfalls überlebt hat und in ein Felsengewirr gespült worden ist. Er rettet dem Verwundeten das Leben und bringt ihn zu dessen Frau, die ihn überschwenglich begrüßt. Als ihr Mann aber allmählich begreift, was los ist, wird er sofort eifersüchtig. Es gelingt ihm zwar, Feuer zu machen, weil er Streichhölzer in einer wasserdichten Dose gerettet hat, aber das Einzige, was ihn interessiert, ist, ob seine Frau in den zwei Tagen, von denen er nichts weiß, es mit dem anderen getrieben hat. Er zwingt praktisch seinen Lebensretter dazu, aus dessen selbstgebauter Hütte auszuziehen, ein Stück entfernt zu wohnen und fängt bei jeder Gelegenheit Streit an. Dadurch treibt es die Frau natürlich dem anderen erst recht in die Arme. Es geht hin und her und immer wieder lebensbedrohlich, zumindest anstatt einander zu unterstützen, streiten die Männer die ganze Zeit um die Frau. Der Ehemann überlebt und zwingt die Frau, ihm wieder zu gehorchen. Irgendwann werden sie von einer anderen Jacht entdeckt, doch sie sehen nur die Frau und nehmen sie mit, da der Mann auf Fischfang ist. Er kommt noch zurecht, um die Rettungsjacht ablegen zu sehen und schreit um Hilfe, aber nur seine Frau hört ihn, die keinen Finger rührt und keinen Ton sagt...
    Eine Geschichte, die betroffen macht, vom "Lügen"fernsehen in mein Wohnzimmer geliefert.

    Wie lange braucht also der Mensch, wie blind ist er und wieviel Schmerz muss er erleben, bis er vom HABEN zum SEIN gelangt?

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Könnte man auch anders argumentieren "Stalin hat immer Brot gegessen also sind alle Leute die Brot essen böse"

    Schön, Bersenker,

    ich habe nicht behauptet, dass Stalin böse gewesen wäre, obwohl mir das selbst in diesem Forum kaum jemand übel genommen hätte. Ich habe nur einen Tatbestand genannt. Einer der Gründe, weshalb er Leute in seine Straflager (GULAGs) geschickt hat, konnte der sein, dass jemand ein russisch-orthodoxer Priester war, ein Pope. Die Bolschewisten, die die Sowjetunion gegründet hatten - noch unter Lenin - haben ganz konkret zur Hatz auf Kirche und Christen geblasen, außerdem auch auf Muslime (die glaubten schließlich ebenfalls an Gott). Weil sie der Meinung waren - wie Du etwa -, dass religiöser Glaube ein boshaftes Machtinstrument ist, glaubten sie, etwas Gutes zu tun, indem sie diejenigen, die sie dieses Glaubens verdächtigten, beseitigten oder ihnen jede Grundlage raubten. Auch die Geschichte des Kommunismus ist nicht ohne. - In der Sowjetunion existierte eine Zeitlung (nach Stalins Tod wurde es wieder etwas leichter) Kirche nur im Untergrund, in Rumänien, China und Albanien - dort war es der Islam - auch.
    Der Atheismus als Staatsdoktrin wollte sich beweisen. Zu seinen Lehren - wie auch zu Deinen - gehörte es, dass Kirche die Menschen unterdrückt und daher böse ist. Also muss man sie beseitigen. (Lenin predigt das in seinen Büchern beispielsweise.)

    Der Atheismus, den ein Mensch als seine innere Überzeugung wählt, muss nicht hasserfüllt gegen andere auftreten, sondern ist ganz einfach, wie jeder andere Weltbildansatz auch, ein Entwicklungsschritt. Einer von vielen. Den man gelassen betrachten könnte. Dasselbe gilt aber ebenso für jedwedes religiöse Weltbild.
    Es liegt bei uns, wozu wir etwas verwenden. Ein Messer kann zum Kartoffelschälen verwendet werden oder um jemandem die Kehle durchzuschneiden. Ist das die Schuld des Messers?

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    P.S.: Nebenbei: Die "Abwesenheit von Glauben" gibt es nicht. Der als religiös betrachtete "Glaube" ist im Grunde das Vertrauen, dass man in diese oder jene Situation, in diese oder jene Person o. ä. existiert. So "glaubt" ein Atheist - wenn es ein durchschnittlicher ist - den wissenschaftlichen Erkenntnissen, der vertraut darauf. Andere Menschen vertrauen auf ihr Geld, andere auf ihre Intuition, wieder andere auf ihr Schicksal, weitere auf ihre Kraft, andere auf eine allmächtige Partei und manche eben auf Gott. Mit Schicksal, Intuition und Kraft kann man schlecht ein Herrschaftssystem bauen, weil diese Werte im Menschen selber drin sind. Mit Wissenschaft, Geld oder Partei eher. Darum geht es, Bersenker: ist etwas in mir drin, das mir Sicherheit gibt, oder hänge ich mich an etwas Äußeres?


    Aber falls es Atheismus als Glaubensrichtung gibt, muss man ihm zugestehen, dass er EINIGES besser ist als die anderen oder hat ein Atheist schonmal Massenmord an nicht-Atheisten verübt? Also wenn jemand friedlich und nicht-fanatisch ist, dann sind es die Atheisten. Denn Atheismus ist ja nicht das Vorhandensein einer Verblendung, sondern nur die Abwesenheit einer.

    Die Frage mit dem Massenmord möchte ich Dir doch noch mal beantworten: Da haben wir z. B. J. W. Stalin. Die Zahlen der Massen werden recht gut aufgelistet in Solshenizyns ARCHIPEL GULAG. Auch Lenin hat schon damit angefangen. Dann hätten wir noch Mao, in dessen Straflagern auch so zwei oder drei Millionen draufgegangen sind, wenn das reicht (in China kommts auf ein paar Millionen mehr oder weniger nichts an). Weiterhin Ho Chi Minh (Vietnam) und Pol Pot (Kambodscha). Alles dokumentierte Massenmörder auf nach eigenen Aussagen Atheisten. Ceausescu, der rumänische Diktator sollte da vielleicht auch mitgenannt werden, denn seine Geheimpolizei Securitate, die in seinem Direktauftrag handelte, hat mindestens sechsstellige Zahlen auf dem Gewissen.
    Alle Dinge haben zwei und noch mehr Seiten.
    Verallgemeinerungen sind fast nie die Wahrheit.
    Atheismus ist nur der gegenüberliegende Schützengraben.
    Balance ist die Lösung, die zum Frieden führt.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    denn die Religion ist ja von ihnen erschaffen worden um andere zu verblöden und zu unterdrücken, der Trick besteht immer darin es so darzustellen, dass die Religion zu irgendwas gut ist, ist sie aber nicht.

    Benutzt wohl, aber nicht erschaffen, Bersenker,
    (Du wirst es nicht verstehen, zu dumm, dass ich versuche, noch einmal zu schreiben) denn wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die ursprüngliche Form von Religion bei Naturvölkern zu suchen und zu finden ist. Und da ist es wohl das Bewusstsein, dass die Natur mächtiger sein könnte als der Mensch, zumal Hungersnöte u.ä. nicht selten waren und manchmal bis heute noch sind. Wer sich sozsuagen ausgeliefert fühlt, empfindet Götter und Geister und ähnliche Gestalten, die die Kräfte beherrschen, denen er sich ausgeliefert fühlt. So ähnlich könnte man sich die Entstehung von Religion vorstellen, denke ich...
    Von den Theorien eines v. Däniken oder Buttlar mal abgesehen, die auch nicht leicht zu widerlegen sind.
    Erst wenn in einer Gesellschaft deutliche Hierarchien entstehen, wird Religion zum Machtinstrument. Das aber könnte ein Prozess sein, den der Durchschnittsmensch auch durchschaut; wobei sich die Frage stellt, ob er das alles durchschauen w o l l t e oder eben nicht...

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Ich sehe gerade, dass Illuminatus darauf hinweist, dass es auch im Buddhismus teufelsadäquate Figuren gibt. Da muss ich wohl zugeben, dass ich nur schwach informiert bin, d. h., bei den zwei Buddhisten, die ich bisher kennengelernt habe und in den zwei oder drei Büchern, die ich über Buddhismus las, ist mir keine Teufelsfigur aufgefallen.


    Religiöse Menschen sind geradzu Meister in der Disziplin sich nicht weiterzuentwickeln, sie schaffen es seit tausenden von Jahren den selben Blödsinn zu glauben.

    Bei soviel Nichtweiterentwicklung ist es nur logisch zu schlussfolgern, dass da wohl eine gezielte böse Kraft hinter stecken könnte.

    Ich merke schon, Bersenker,
    es ist sehr schwierig, mit Dir zu diskutieren, denn Du liebst es, zu missverstehen. Das erlaube ich Dir natürlich, aber da weiß ich nicht, was ich überhaupt äußern kann, damit Du verstehst, was ich tatsächlich meine.

    Glaubst Du an die Wiederkehr der Seele, also Reinkarnation? Wenn nicht, hat sich das Ganze erledigt, wenn doch, ist es gewagt zu behaupten, es gebe keine Entwicklung, bei wem auch immer. Wenn einer während seiner gesamten Inkarnation Christ ist oder Muslim oder Jude oder was weiß ich, ist mag er in einer anderen Atheist sein oder Schamane oder etwas anderes, das nicht in religiöse Strukturen eingefasst ist.
    Weiterhin: Gerade während der letzten 50 Jahre hat man gesehen, dass sehr viele speziell religiöse Menschen sich weiterentwickelt haben. So sind diejenigen, die damals nach Poona zu Bhagwan gegangen sind, zu 80-90 % Katholiken und Protestanten gewesen, dann kamen Buddhisten, einige Hindus und Juden und nur sehr, sehr wenige Muslime (die scheinen bis heute die Zähesten zu sein). Es war der Weg aus der fest etablierten Religion heraus.
    Die meisten, die auf der Esoterik-Welle heutzutage mitsurfen, sind aus den Kirchen gekommen. Notorische Atheisten tun sich auch mit Esoterik schwer (das kann ich sagen, weil ich Massen von "notorischen Atheisten" kenne). Also: Ich sehe überall Entwicklung.
    Da aber jeder sieht, was er sehen will, wird das wohl auch auf mich zutreffen. Und auf Dich.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho


    Von daher ist eine Person, die den christlichen Rachegott anbetet genauso bösartig, wie eine die den chinesischen Teufel anbetet.

    So und wenn man jetzt alle Menschen aller Kulturen und Religionen zusammennimmt und schaut welches Prinzip oder welchen Gott sie bei sich verehren, dann muss man wohl oder übel zu dem Schluss kommen, dass die aller aller meisten Menschen da ein Prinzip oder einen Gott verehren, der gewiss nichts gutes verheisst.

    Oha, Bersenker,
    woher willst Du denn wissen, wie "bösartig" eine Person ist, die den chinesischen Teufel anbetet? Wie viele Chinesen kennst Du denn? Wenn wir den meisten Menschen um uns her Bösartigkeit unterstellen, was ist das denn für ein Leben für uns selbst?
    Hast Du nicht verstanden? Die Zeit der Anbetung - was oder wen auch immer? - ist eine Entwicklungszeit. Sie führt einfach da hindurch, bis man erkennt, dass alles, was man je braucht(e), in einem selbst ist. Wie lange oder wieviele Inkarnationen einer dafür braucht, lässt sich nicht äußerlich bestimmen, aber wir sollten jedem diese Zeit zugestehen, falls wir selbst schon darüber hinaus sind.
    Wie hätte ich selbst denn da die Welt verstehen sollen? Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem jeder verlacht oder verunglimpft wurde (offiziell jedenfalls), der zugab, dass er einen Gott anbetet (es wird vielleicht meistens der christliche gewesen sein). Und die Gottesleugner kamen auch nicht gerade übermäßig liebevoll daher, sie stellten schließlich die Unterdrückungsapparate, Polizei, Armee, Stasi o. ä. Welche Erklärung hast Du denn dafür?

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    In Deutschland wird es nicht so heftig, scheint mir.
    Hier hat man allemal die Armut noch so gut abgepolstert, dass die meisten derjenigen, die auf die Straße gehen könnten, vermutlich noch immer zuviel zu verlieren haben. Oder sich daran gewöhnt haben zu hoffen. "Nichts braucht so wenig Nahrung wie Hoffnung."
    Es brodelt, ja, aber noch lange nicht genug, schätze ich. Vielleicht würde ich sogar einen Hinweis erhalten, wenn es los geht. Habe nämlich Bekannte in mehreren unterschiedlichen radikalen Szenen.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho

    Fast alle Menschen auf der Welt beten den Gott der Dunkelheit an.

    Was treibt Dich eigentlich zu solchen hanebüchenen Behauptungen, Bersenker?
    Und wenn man schon derartige Sätze völlig unkommentiert ablässt, sollte man sie zumindest mit zwei oder drei Beispielen belegen, sonst sind sie extrem verschwommene Aussagen. Wer soll denn "der Gott der Dunkelheit" sein? Es gibt Völker, die haben ziemlich viele Götter, da ist garantiert einer für Dunkelheit dabei, aber die meisten Menschen auf dieser Welt werden gerade den bestimmt nicht kennen.
    Ist mir schon klar, dass Du auf die Luzifer- oder Teufel-Gestalt hinauswillst, aber die steht für so extrem viel... Da ist eine solche Behauptung nun auch wieder leeres Stroh.

    Weiterhin merke ich, dass hier viel Missverständnis und Streit auch dadurch entsteht, dass wahrscheinlich wenige von euch den Planeten entwicklungsbedingt betrachten. Dinge, Sitten, Traditionen, Religionen, Denkweisen, Moden, Wertesysteme usw. hatten alle mal eine Zeit, in der sie im Zusammenhang mit der gesamten Umwelt und aus einem bestimmten Blickwinkel sinnvoll waren. Irgendwann waren sie dann wieder überholt, aber es ist eine verzerrte Sicht, denen, die vor Jahrhunderten lebten, anzulasten, dass sie dies oder jenes getan haben; ihr Erkenntnisstand war mit unserem heute nicht zu vergleichen. An einigen Orten und zu einigen Zeiten war er weiter als unserer, an anderen war er eingeschränkter. Manche Ideologien oder Religionen dienten dazu, bestimmte Völker zusammenzuschweißen oder überhaupt erst zu schaffen, andere der Findung individueller Wege. Manche brauchten daher solche Gestalten wie einen Teufel, andere nicht (Buddhismus etwa). Alles ist ständig im Fluss, verändert sich und wird immer weniger greifbar.
    Alles hatte und hat seine Zeit, auch solche Bücher wie das Alte Testament, der Talmud, der Koran, oder die Bhagavadgita.
    Außerdem brauche ich nur solange ein Religionskonzept (einer Landkarte zur Orientierung vergleichbar), wie ich Gott außerhalb von mir selbst suche. Sobald ich kurz vor der Haustür stehe (bei mir angekommen bin), ist jegliche Landkarte überflüssig geworden und ich darf sie getrost beiseitelegen.
    Unfair wäre es nun aber, alle die zu verurteilen, die noch unterwegs sind und sich ängstlich nach ihren Karten zu orientieren versuchen. Es zwingt mich ja niemand, den Weg mit diesen Menschen gemeinsam zu wiederholen, es sei denn, ich will es tatsächlich so.

    Herzliche Grüße,
    nanabozho