Beiträge von raabenweib

    abgesehen davon, dass bald jedes auto mehr platz hat als ein mensch. denkt mal an die vielen tiefgaragen, parkplätze, strassen, umkehrplätze, garagen, tankstellen, autowaschanlagen, usw.... und wie so manche menschen leben müssen.

    Meine persönliche Ansicht ist: Je mehr man sich damit befasst, desto mehr geht die Energie in diese Richtung.
    (Ich gebe also meine Kraft ab, wenn ich mich damit beschäftige. Ich gebe DENEN meine Kraft, meine Energiem, meine Aufmerksamkeit.) Energie folgt der Aufmerksamkeit !

    Was nicht bedeutet, daß ich die Vogel-Strauss-Technik anwende.
    Aber wenn ich merke, dass ich zu sehr an diese Dinge denke, dann richte ich sofort BEWUSST meine Aufmerksamkeit wieder auf das, was WICHTIG ist. Nämlich MEINE Kraft.
    Die muss bei mir bleiben, sonst haben die gewonnen.

    Ich brauche meine Kraft bei mir, um wirken zu können.

    Wenn ich meine Energie abgebe kann ich nichts bewirken. Ich bin dann in der Angst, im Zorn, im Ärgern, im Abblocken oder im Verteidigen, aber nicht bei mir.

    Alles Liebe, Sonja

    ich meine, dass hundertwasser sich stark an der natur orientiert hat. an der einfachheit des seins, das würde ich persönlich nicht als "dekadent" bezeichnen, denn das heißt doch soviel wie "zerfallen, sinken"- und meiner ansicht nach zerfällt mit der ursprünglichen form nichts- im gegenteil, meist sind die natürlichen, ursprünglichsten formen die, die am stärksten sind.
    trotzdem hat natürlich jeder einen anderen geschmack (glücklicherweise sonst wärs ziemlich langweilig auf der welt).
    alles liebe, sonja

    und der neue einbau-geschirrspüler hat mir so in ganz weiß auch nicht gefallen. kurzerhand hab ich mir ein hundertwasserbild aus dem internet ausgedruckt und nachgemalt:

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    zusätzlich erinnern schilder an der wand die besucher daran, wem das haus gehört: *grins*

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    auch alte türen werden verbuntet und verrundet:

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    eine wendeltreppe aus metall wurde mit dot-painting bemalt:
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    türrahmen mit comic-heften verziert:

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    und die küche ist auch ein bissl verbuntet worden:

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    Ein großes Vorbild war mir ja Friedensreich Hundertwasser.
    "Die gerade Linie ist Gotteslästerung" sagte er einmal- und damit hat er meiner Meinung nach vollkommen recht.
    Und wer sagt denn, das alles grade sein muss, weiß sein muss, steril sein muss.
    Ich habe mir ja vor drei Jahren mit meinem Mann ein 250 Jahre altes Haus gekauft- vor allem deshalb, weil wir nicht mehr so unbunt leben wollten und in einer gemieteten Wohnugn die kreativität in der Hinsicht stark eingeschränkt wird.

    Seit wir eingezogen sind verändert sich das Haus innen ständig.
    Einbaugeräte werden bemalt, Wände werden gestrichen, rund um die Türen wird Fliesen-Mosaik geklebt, die Wendeltreppe wird mit Punktmalerei verziert, Türrahmen mit Ausschnitten aus Comic- Heftchen beklebt, usw....
    Hier ein paar Bilder:

    Unser rotes Vorhaus:
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    Das dunkelgrüne Schlafzimmer:
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    Die Stube ist dottergelb gestrichen:

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    Eines der Kinderzimmer ist blau gestrichen und mein Mann hat dem Jüngsten noch einen Winnie Puh-Bär auf die Wand gemalt. :)
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    Die Kellertüre haben wir grün-weiß gestreift gestrichen:
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    Den Gartenzaun zieren Gebetsflaggen aus einem tibetischen Kloster:
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    Regale vom Vorbesitzer des Hauses selbst gemacht, die Holzöfen stehen in einem Kiesbett:
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    Der Kachelofen in der Stube wurde mit einem warmen orangebraun bemalt:

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    die Küche ist ebenfalls orange-rot und gelb gestrichen:
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    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9516.JPG][/size][/font]

    [font='arial'][size=12]Teig: 300 g Weizenmehl, 200 g Dinkelvollmehl, ½ Päckchen Trockenhefe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, 2 EL
    Olivenöl[/size][/font]

    [font='arial'][size=12]Füllung: 2 Paprika, 2 Zwiebeln, 2 Karotten, 5 getrocknete Tomaten (oder eingelegte Tomaten aus dem
    Glas) 1 EL Olivenöl, Pfeffer, 1 Bund Schnittlauch (oder getrockneter Schnittlauch)[/size][/font]

    [font='arial'][size=12]Außerdem: Mehl zum Ausrollen und etwas Fett für`s Backblech[/size][/font]

    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9499.JPG]
    [/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Für den Teig alles Mehl mit Hefe, Zucker, Salz, Öl und 250-375 ml lauwarmem Wasser zu einem glatten Teig
    verkneten. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
    [/size][/font]
    [Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9501.JPG]

    [font='arial'][size=12]Für die Füllung: Das frische Gemüse putzen, waschen und fein würfeln, Paprika vorher entkernen.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Die trockenen Tomaten ebenfalls fein würfeln.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Alles Gemüse in dem Öl anbraten und 5 Minuten schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen, abkühlen
    lassen.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Den Schnittlauch putzen, waschen, trocknen, ausschütteln, danach hacken und mit dem Gemüse
    vermischen.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9500.JPG]
    [/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Teig durchkneten und 5-10 Minuten ruhen lassen.
    [/size][/font][font='arial'][size=12]Anschließend auf dem Mehl zu einem Rechteck (35x45 cm) ausrollen.[/size][/font]

    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9505.JPG]
    [/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Das Gemüse darauf verteilen, dabei rundherum einen etwa 5 cm breiten Rand freilassen.
    [/size][/font][font='arial'][size=12]Die Teigränder über das Gemüse schlagen und den Teig von der langen Seite her zusammenrollen.[/size][/font]

    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9509.JPG]
    [/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Die Rolle kreisförmig auf das leicht befettete Backblech legen und 15 Minuten gehen lassen.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, das Brot in den Backofen geben und das Backrohr auf 200 Grad zurück
    schalten.[/size][/font]
    [font='arial'][size=12]Das Brot etwa 30-40 Minuten backen.
    [/size][/font]
    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9511.JPG][/size][/font]


    [font='arial'][size=12][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x333/2/35/35/22/Winter-2010/Winter-2010-9514.JPG][/size][/font]

    Hallo zusammen!

    Wir Österreicher haben ja das Problem, daß uns keiner versteht. *schluchz*

    Darum hier eine kleine Übersicht der wichtigsten Obst-und Gemüsesorten, Massangaben und Küchengeräte:


    MASSANGABEN:


    1 Dekagramm= 10 Gramm

    Eine (Apotheker)Unze = etwa 31,1 Gramm.


    OBSTBEZEICHNUNGEN:


    Marille- Aprikose

    Zwetschge- Pflaume

    Ribisel- Johannisbeere

    Kriecherl- Mirabelle

    Orange- Apfelsine


    GEMÜSEBEZEICHNUNGEN:


    Kraut- Kohl

    Paradeiser- Tomate

    Kren- Merrettich

    Porree- Lauch

    Erdapfel- Kartoffel

    Karfiol- Blumenkohl

    Fisolen- grüne Bohnen

    Kukuruz- Mais

    Karfiol-Blumenkohl

    Schwämme- Pilze

    Eierschwammerln- Pfifferlinge


    ANDERE BEZEICHNUNGEN:


    Schlagobers- Sahne

    Palatschinke- Omelette

    Faschiertes- Gehacktes

    Faschiertes Laberl- Bullette/Frikadelle

    Häferl- große Tasse/Pott (für Kaffee z.B.)

    Krapfen- Berliner

    Zuckerl/ Guazl- Bonbon

    Semmel- Brötchen

    Stelze- Eisbein

    Geselchtes-Rauchfleisch

    Rindsuppe- Fleischbrühe

    Grammeln- Grieben

    Germ- Hefe

    Striezl- Hefezopf

    Topfen- Quark

    Knödel- Kloß

    Powidl- Pflaumenmus

    Eiklar- Eiweiß

    Schöps- Hammel

    Schmarrn- zerteilter Eierkuchen

    Einbernn (mit Öl)/ Einmach (mit Butter oder Margarine)- Mehlschwitze

    Streichwurst- Mettwurst

    Semmelbrösel- Paniermehl

    Zwetschkenröster- Pflaumenkompott

    Surfleisch- Pökelfleisch

    Topfengolatsche- Quarktasche

    Gselchtes- Räucherspeck

    Biskotten- Löffelbiskuit


    GERÄTE:


    Fleischwolf- Faschiermaschine

    bei uns im mostviertel (niederösterreich) gibt es einen verein, der sich zur aufgabe gemacht hat, dialektwörter zu schützen. und zwar mit der originellen idee, menschen zu beauftragen, für bestimmte wörter, die sonst in vergessenheit geraten würden, die "patenschaft" zu übernehmen.

    so eine patenschaft bedeutet nur, dass sich der mensch verpflichtet, das wort im alltag oft auszusprechen, damit es nicht verloren geht.
    man kann selber wörter vorschlagen und einschicken, die wörter werden dann in eine "rote liste" aufgenommen und mit einem hörbeispiel versehen, damit man auch anhören kann wie sie ausgesprochen werden.

    ich selber habe mich für das wort "bisguadn" entschieden, was ein bösartiges, zänkisches weib bezeichnet. das wort sage ich halt jetzt sehr oft im alltag. :D

    hier der link zu der seite:
    http://www.lpph-amstetten.at/dialekt/


    liebe grüße, sonja

    Begonnen hat es damit, daß ich von meinem verstorbenen Opa (er war
    Holzknecht) einiges Holz aus der alten Holzhütte geholt habe. Bretter
    und Rundlinge.

    Danach ging ich zum Nachbarn (Tischler) und ließ mir die Bretter glatt hobeln und vorne (Kniekehle) abrunden.

    Danach begann das große Rechnen. Da sind wir alle keine Weltmeister
    drin, und so hat es eine Weile gedauert und die Bretter wurden erstmal
    falsch angezeichnet und später aus diesem grund auch falsch geschnitten,
    was dann zu einer "Stückel-Aktion" geführt hat.

    Den Spaß hat es uns trotzdem nicht verdorben, das ist halt eine ganz
    persönliche, individuelle Rundbank, die sonst keiner so hat!

    Außerdem kommen eh Polster drauf, dann sieht man`s ja nicht mehr. *grins*

    die genaue anleitung könnt ihr euch hier unter "rundbank" als pdf-datei runterladen:

    http://www.landlust.de/index.php/Bau...-category.html


    VIEL SPASS

    wünscht das Raabenweib. :D

    hallo zusammen!
    ich hab mir die bereiche schon angesehen und muss ehrlich sagen, dass mich das bisher eher abegschreckt hat weil ich dazu so gut wie gar nix beitragen kann.
    ich bleibe dann wohl eher im bereich "erfahrungen"... und überlege weiter, wo ich meine erlebnisse der natur und dem was ich daraus gelernt habe oder gerne weitergeben möchte, unterbringen könnte. ;)

    trotzdem viel erfolg weiterhin mit den kopfdenkersachen. *hihi*

    sonja

    Meine Tochter kam eines Tages aus der Schule nach Hause und erzählte mir, ihre Lehrerin hätte im Unterricht erzählt, Kindbettfieber wäre eine Krankheit, die es heutzutage nicht mehr gibt, die wäre ausgestorben und hätte es nur früher gegeben, weil es da so unhygienisch war in den Krankenhäusern, weil die Ärzte nichts von Seife und Hände waschen wussten, und gleichzeitig mit den Toten und den Lebenden arbeiteten.
    Ich persönlich hatte noch nie von dieser Krankheit gehört- bis ich sie selbst hatte.


    KINDBETTFIEBER 2007

    [font='Arial']Finn-Loris wurde am 8. Mai
    2007 in einem Krankenhaus geboren. Die Geburt verlief leider nicht so gut, dass
    ich die geplante Hausgeburt durchführen hätte können. [/font]
    [font='Arial']Seine Herztöne waren
    schwach, ich musste geschnitten werden, eine Saugglocke kam zum Einsatz, ich
    wurde genäht und fuhr drei Stunden nach der Geburt mit meinem Mann und unserem
    Kind nach Hause.[/font]
    [font='Arial']Die ersten vier Tage mit
    unserem Neugeborenen verliefen ganz normal, erst am fünften Tag spürte ich,
    dass irgendetwas nicht stimmte. Ich hatte leichtes Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen im Unterbauch,
    wollte nicht mehr stillen weil es fürchterlich weh tat, die gerufene Hebamme
    meinte, es wären vielleicht psychische Probleme, sie machte mir Mut und fuhr
    wieder nach Hause. [/font]
    [font='Arial']Kaum war sie weg wurden die
    Schmerzen unerträglich, aber ich biss die Zähne zusammen, immerhin war das mein
    drittes Kind und ich wollte nicht wehleidig erscheinen.[/font]
    [font='Arial']Mein Mann war an diesem
    Nachmittag nicht zu Hause, ich saß neben meinem Sohn auf dem Sofa, weinte und
    schrie vor Schmerzen, konnte mich innerhalb kürzester Zeit nicht mehr bewegen
    und daher auch den Kleinen nicht zu mir nehmen, als er zu schreien begann.[/font]
    [font='Arial']Ich rief dann bei meiner
    Mutter an und informierte sie, dass irgendetwas mit mir nicht stimme und bat
    sie darum, die Hausärztin anzurufen, da ich das Telefonbuch nicht mehr
    erreichen konnte. [/font]
    [font='Arial']Wenig später ging alles ganz
    schnell, meine dreizehnjährige Tochter kam von der Schule nach Hause und fand
    mich und meinen Sohn schreiend im Wohnzimmer, sie hatte danach einen
    Schock- die Hausärztin kam, hatte aber
    keine Tasche dabei, sie rief den Notarzt, meine Tochter ging währenddessen zu
    meiner Nachbarin die sie tröstete. [/font]
    [font='Arial']Meine Mutter kam und kümmerte sich um mein Baby und zwanzig Minuten später traf der Notarztwagen
    ein, das Wohnzimmer wurde ausgeräumt, eine Trage herein gebracht und ich wurde
    in den Wagen getragen, bereits halb weggetreten.[/font]
    [font='Arial']Ich spürte Stiche in den
    Arm, wurde erstversorgt und dann ins 14 Kilometer entfernte Krankenhaus
    gebracht.[/font]
    [font='Arial']Es folgte die Aufnahme in der gynäkologischen Abteilung… und dann war da so vieles…
    Ich muss geschrieen haben erzählte meine Mutter die draußen wartete, ich wurde
    untersucht und hatte höllische Schmerzen, viele, viele Infusionen und Stiche in
    die Arme, dann hörte ich eine Ärztin immer wieder sagen: „Können sie mich
    hören? Hallo? Hören sie mich?“ ich konnte, aber ich hatte keine Kraft mehr,
    Antwort zu geben, war völlig ausgetrocknet.
    Dann sah ich plötzlich Gesichter und Fratzen, der Raum dehnte sich aus und
    alles um mich herum wurde weiß, dann zog sich der Raum zusammen und mir wurde
    schwarz vor Augen, ich dachte: “Werde ich jetzt sterben?“ Ich bekam Angst-
    wollte nicht sterben, drehte mich bewusst in Gedanken um und ging zurück, dachte
    ich muss doch für meine Kinder noch da bleiben, bin noch nicht fertig.
    Dann öffnete ich die Augen und sah meinen Mann weinend neben dem Bett stehen. Ich
    sagte „Du brauchst doch nicht weinen“ und fragte ihn wo Finn-Loris jetzt ist?
    Dann wieder der gedehnte Raum, irgendwer sprach von kollabieren und Blutsturz
    und ich wurde wieder gestochen, sie fanden keine brauchbaren Venen mehr…
    Es folgte die Computertomographie, ich wurde auf eine Schiene gehoben, wieder
    höllische Schmerzen, dann Lungenröntgen, da war ich wieder halbwegs bei
    Bewusstsein.
    Danach kam ich auf die Überwachungsstation, drei Flaschen über meinem Bett,
    Sauerstoffschlauch in der Nase, völlig ausgetrocknet und erschöpft,
    verschwitzt… alle viertel Stunden pumpte sich der Blutdruckmesser automatisch
    auf, Herztöne wurden angezeigt, ein Arzt legte einen Zentral-Katheder, dann
    noch einen Katheder für den Harn.
    Eine Nacht lang lag ich in der Überwachungsstation, voll gepumpt mit Antibiotikum,
    Schmerzmittel, Magenmittel, mein Mann die ganze Zeit neben mir, und ich war
    verzweifelt weil ich nicht zu meinem
    Sohn konnte, nicht sehen konnte, wer sich um ihn kümmerte, ob er gut behandelt
    wurde. Er wurde zwischenzeitlich auf die
    Geburtenstation gebracht.

    Erst als mein Mann ging um nach ihm zu sehen, und mir hinterher versicherte,
    dass es ihm gut gehe und die Schwestern sich gut um ihn kümmerten, konnte ich mich
    entspannen und schlief erschöpft ein. [/font]
    [font='Arial']Am Morgen danach bekam ich
    alle Zugänge die am Vortag gelegt wurden wieder raus, auch den Katheder für den
    Harn, nur der Zentralkatheder blieb drin bis zum Schluss.[/font]
    [font='Arial']In Begleitung einer
    Schwester durfte ich duschen gehen. Mit wackeligen Beinen ging ich am Arm der
    Schwester in den Duschraum und genoss
    das heiße Wasser auf meiner Haut. [/font]
    [font='Arial']Dann wurde ich in die Geburtenstation
    gebracht, in das Gemeinschaftszimmer der Frauen die frisch entbunden hatten.
    Auch mein Mann war da und wir warteten auf die Schwester die unser Kind bringen
    würde. [/font]
    [font='Arial']Als Finn-Loris dann ins Zimmer gebracht wurde weinten wir beide und ich drückte den Kleinen an mich und
    streichelte ihn schluchzend. [/font]
    [font='Arial']Uns war klar, dass wir alle Glück hatten. [/font]
    [font='Arial']Die anderen Frauen im Krankenzimmer wussten nicht recht, was da los ist…
    [/font][font='Arial']Der Oberarzt erklärte mir immer wieder eindringlich, dass es SEHR knapp gewesen sei und ich beinahe dran gestorben wäre, ich solle mich schonen, auch wenn ich mich jetzt wegen dem Antibiotikum gut fühle.
    [/font]
    [font='Arial']Danach folgten zehn Tage Antibiotikum-Therapie, täglich mehrere Flaschen
    Vibramycin, Ringerlösung, Metronidazol Sandoz vibravenös, dazu schleimlösende
    Tabletten, Magenmittel, Blutbildkontrollen, und so weiter…
    Meine Entzündungswerte lagen bei 18, ein gesunder Mensch hat Werte von [/font]
    [font='Arial']0- 0,5 !!
    Hätten die Antibiotika nicht gewirkt, hätte die Gebärmutter entfernt werden
    müssen.
    Glücklicherweise schlug alles gut an. [/font]


    [font='Arial']Als ich zum ersten Mal in
    Begleitung meines Mannes duschen ging, schämte ich mich plötzlich für meinen
    geschundenen Körper. Der Bauch hing in Falten, die zerstochenen Arme blau
    gefleckt, das Gesicht gerötet vom vielen weinen, kraftlos und käsebleich,
    erschrak ich selber, als ich in den Spiegel blickte. [/font]
    [font='Arial']Vier Wochen später heiratete
    ich den besten Mann der Welt auf einer Burgruine in der Steiermark. [/font]
    [font='Arial']Finn-Loris ist heute ein
    gesunder, aufgeweckter kleiner Mann und ich bin wieder in meiner Kraft. Das ist
    alles was zählt. [/font]

    [font='Arial']Sonja Raab[/font]

    [font='Arial']Kurz nach der Geburt:
    [/font][Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/500x375/2/35/35/22/weihnachten/weihnachten-0004.JPG]


    Das Kindbettfieber überstanden:
    [Blockierte Grafik: http://img.over-blog.com/448x336/2/35/35/22/Tierpark-09/Tierpark-09-0035.JPG]