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(Sendungsbeitrag: "Das gefällt nicht allen", Aktuelle Stunde, 26.08.2011)
Angeklickt- Facebook and more
Freitag, 26. August 2011
Facebook hat Dienstag Nacht die Datenschutzeinstellungen geändert. Was bringt das? Datenschützer haben die "Gefällt-mir"-Buttons kritisiert - und viele Webseitenbetreiber abgemahnt, aber nicht Facebook. Was soll das? Sammeln andere Dienste auf ähnliche Weise Daten?
"Gefällt mir"
"Gefällt mir". Ein Klick darauf, und Facebook weiß Bescheid. Doch was viele nicht ahnen: Auch ohne auf den Button zu klicken wird Facebook mit Daten versorgt. Im Hintergrund. Facebook erfährt, welche Webseiten jemand angesteuert hat, auch wann und wie oft. Auf diese Weise könnte Facebook durchaus ein Profil vom Benutzer anfertigen.
Die Datenschützer monieren insbesondere, dass die Daten ungefragt und ohne Zustimmung an Facebook übertragen werden. Was Facebook konkret damit macht, ob überhaupt was mit den Daten passiert, was niemand. Facebook sagt, die Daten würden anonymisiert und nicht konkret für die einzelne Person ausgewertet. Aber die Datenschützer bleiben skeptisch und verlangen von Webseitenbetreibern, sie sollen die Facebook-Icons aus den Webseiten entfernen. Anderenfalls drohen empfindliche Strafen.
Datenschutz-Alternativen
Meiner Meinung nach nicht die richtige Lösung, denn alle Buttons zu entfernen, das wäre wirklichkeitsfremd und sicher auch nicht sinnvoll. Denn viele User mögen diese Funktion schließlich. Viel sinnvoller wäre, sich konkret mit Facebook zusammenzusetzen und sinnvolle, akzeptable Alternativen zu erarbeiten.
Die gibt es nämlich. Hier auf den Webseiten des SWR zum Beispiel. Man muss mit der Maus über die Buttons fahren, erfährt dann, dass Daten übertragen werden, wenn man klickt - und kann danach die eigentliche Facebook-Funktion benutzen. Bei Google+ ganz genauso.
Facebook aussperren
Das ist ein Klick mehr - das geht noch. Beim Gefällt-mir-Button wäre das zum Beispiel ggf. ein guter Kompromiss. Für andere Facebook-Funktionen wie solche Kästen mit Diskussionen würde das nicht so gut funktionieren. Deshalb muss jeder User selbst entscheiden, ob er Facebook aus dem Web aussperren will oder nicht. Die gute Nachricht: Es geht.
Facebook-Blocker *siehe Link unten
Der Facebook Blocker ist da eine gute Hilfe. Es gibt ihn für alle gängigen Browser, mit Ausnahme des Internet Explorer. Einfach die kostenlose Erweiterung herunterladen und im Browser installieren. Anschließend sorgt die Software dafür, dass keine Facebook-Buttons oder Kästen von Facebook mehr erscheinen. Sie verschwinden einfach.
Cookies verwalten
Was man auch machen kann: Die Browser Cookies verwalten. Hier merken sich die Browser die Daten von Facebook. Suchen Sie doch mal nach Cookies, die von Facebook kommen: Die können Sie bedenkenlos löschen. Und wer keine Daten an Facebook übertragen will, der verbietet seinem Browser einfach, Cookies von facebook.com anzunehmen. Nicht unbedingt für jeden der richtige Weg, aber auch mal einen Versuch wert.
Privtasphäre
Die Kritik an Facebook reißt nicht ab, insbesondere was die Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Privatsphäre betrifft. Da finde ich auch: Da könnte sich Facebook eine Scheibe von Google+ abschneiden, denn da ist es deutlich besser gelöst, da kann man sehr komfortabel entscheiden, wer was lesen oder sehen darf. Darum hat Facebook jetzt angekündigt, genau das besser zu machen: Viele Einstellungen sollen schon bald einfacher und komfortabler sein, auch soll man besser widersprechen können, etwa wenn jemand Sie auf einem Foto markiert oder überhaupt ein Foto von Ihnen veröffentlich. Ein Schritt in die richtige Richtung. [...]