Nehmen wir nun gleich das Gr?bste: der Mensch genie?t das Tier. Im Tier haben wir ein Lebewesen vor uns, welches den Organisationsproze? auch schon weiterf?hrt als die Pflanze, bis zu einqm gewissen Punkte ?ber die Pflanzenorganisation hinausf?hrt. So da? wir von dem Tiere sagen k?nnen, es setzt den Organisationsproze? der Pflanze fort. Nehmen wir nun an, der Mensch i?t das Tier. Da tritt in einer gewissen Weise das Folgende ein: der Mensch hat jetzt nicht n?tig, das an inneren Kr?ften anzuwenden, was er h?tte anwenden m?ssen bei der Pflanze. H?tte er da angefangen, die Nahrungsmittel organisieren zu m?ssen, wo die Pflanze aufgeh?rt hat, dann h?tte er eine gewisse Summe von Kr?ften anwenden m?ssen. Die bleibt nun ungen?tzt, wenn er das Tier i?t; denn das Tier hat die Organisation der Pflanze schon bis zu einem gewissen h?heren Punkte heraufgef?hrt; erst da braucht der Mensch jetzt anzufangen. Wir k?nnen also sagen: Der Mensch setzt nicht die Organisation da fort, wo er sie fortsetzen k?nnte, sondern er l??t Kr?fte, die in ihm sind, ungen?tzt und setzt sp?ter die Organisation fort; er l??t sich von dem Tiere einen Teil der Arbeit abnehmen, den er leisten m??te, wenn er die Pflanze genie?en w?rde. Nun besteht das Wohlsein eines Organismus nicht darin, da? er m?glichst wenig leistet, sondern darin, da? er alle seine Kr?fte wirklich in T?tigkeit bringt. Wenn der Mensch tierische Nahrung zu sich nimmt, so macht er mit denjenigen Kr?ften, welche organische T?tigkeiten entwickeln w?rden, wenn er nur Pflanzen ??e, etwas ?hnliches, wie wenn er auf seinen linken Arm verzichten w?rde, ihn anbinden w?rde, so da? er nicht ben?tzt werden kann. So bindet der Mensch, wenn er Tiere i?t, innere Kr?fte an, die er sonst aufrufen w?rde, wenn er nur Pflanzen ??e. Er verurteilt also eine gewisse Summe von Kr?ften in sich zur Unt?tigkeit. Alles, was so zur Unt?tigkeit im menschlichen Organismus verurteilt wird, bewirkt zugleich, da? die betreffenden Organisationen, welche sonst t?tig w?ren, brachgelegt werden, gel?hmt, verh?rtet werden. So da? der Mensch einen Teil seines Organismus t?tet oder wenigstens lahmt, wenn er das Tier genie?t. Diesen Teil seines Organismus, den der Mensch so in sich verh?rtet, den tr?gt er dann mit durch das Leben wie einen Fremdk?rper. Diesen Fremdk?rper f?hlt er im normalen Leben nicht. Wenn aber der Organismus so innerlich beweglich wird und seine Organsysteme voneinander unabh?ngiger werden, so wie es im anthroposophischen Leben geschieht, dann beginnt der physische Leib, der ohnedies schon, wie wir charakterisiert haben, sich unbehaglich f?hlt, sich noch unbehaglicher zu f?hlen, weil er ja jetzt einen Fremdk?rper in sich hat.
Wie gesagt, es soll nicht agitiert, sondern nur die Wahrheit an sich hingestellt werden. Und wir werden andere Wirkungen der tierischen Nahrung noch kennenlernen; wir werden diesmal gen?tigt sein, dieses Kapitel ausf?hrlich zu besprechen. Daher also kommt es, da? Fortschritt an innerem anthroposophischem Leben allm?hlich eine Art von Ekel erzeugt an tierischer Nahrung. Nicht als ob man dem Anthroposophen die tierische Nahrung verbieten m??te; sondern das gesund fortschreitende Instinktleben wehrt sich nach und nach gegen die tierische Nahrung und mag sie auch nicht mehr; und das ist auch viel besser, als wenn der Mensch aus irgendeinem abstrakten Grundsatz heraus Vegetarier wird. Das beste ist, wenn die Anthroposophie den Menschen dazu bringt, eine Art Ekel und Abscheu vor der Fleischnahrung zu haben, und es hat nicht viel Wert in bezug auf das, was man seine h?here Entwicklung nennen kann, wenn der Mensch auf andere Weise sich die Fleischnahrung abgew?hnt. So da? man sagen kann: Die tierische Nahrung bewirkt in dem Menschen etwas, was f?r den physischen Leib des Menschen eine Last wird, und diese Last wird empfunden. Das ist der okkulte Tatbestand von einer Seite.