Hallo zusammen,
ich habe das Buch von Rudi vor ein paar Jahren gelesen. Damals war es sehr inspirierend. Das ist es sicher heute auch noch. Das jeder Autor eines solchen Werkes seine eigene Meinung einbringt und auch so danach schreibt, ist vollkommen klar. Ist mir zumindest bei jedem Buch aufgefallen was ich bisher gelesen hab. Keins, egal welches Thema, war frei von Meinung. Nicht mal ne mathematische Formelsammelung ist frei von Meinung. Das zeigt sich sp?testens dann wenn man Formeln wieder ?ndern mu? die vorher als Wahrheiten verkauft wurden.
Am Anfang schreibt Rudi ?ber viel allgemeines was auch richtig und notwendig ist da ein Affe im Zoo mehr ?ber das Leben weis als viele doch so schlaue Menschen. Sp?ter, wie hier schon dargestellt, kommt er zu seiner eigentlichen Aussage die eigentlich auch schon auf Seite 1 stehen k?nnte aber dann noch weniger verstanden wird als wenn es zum Schlu? des Buches steht. Und die betrifft die Veden. Man kann jetzt von den Veden halten was man will nur mu? man sich in die Sprache eindenken in der sie geschrieben wurde. Den gr??ten Fehler den man wohl machen kann ist das geschriebene Wort der Veden sich bildlich vorzustellen. Damit hat man schon verloren und man kann sie wieder weg legen.
Rudi brachte mich durch sein Werk auf die Veden. Also holte ich mir den Standart die Bagavat Gita. Voller Energie und Tatendrang fing ich an sie zu lesen. Und ich verstand nichts.
Wie so oft erlangt man Weisheit leider erst viel sp?ter als wie das ausl?sende Ereignis das der Weisheit zu Grunde liegt.
Na ja auf jeden Fall h?tte ich als blinder das Buch aufschlagen k?nnen und es h?tte den selben Nutzen f?r mich gehabt. Aber mir ging es ja auch um die Kernaussage beider B?cher. N?mlich das wir gelebt werden und von Selbsbestimmung keine rede sein kann. Nachdem das mir aber irgendwie garnicht rein ging fing ich an mich wieder mit was anderen zu besch?ftigen. Heute weis ich das mein egozentrisches Verhalten mich Zeit gekostet hat und mehr nicht. Selbstblockade nenn ich das heute. Ein weit verbreitetes Hobby kann ich nur sagen, is mir mal so aufgefallen in den Jahren meines tuns.
So richtig Bumm hat es dann zwei Jahre sp?ter gemacht. Da kam n?mlich der erste Matrix Teil raus. Und auf einmal machte ich die Augen zu und dann wieder auf und ich war in einer neuen Welt. Blanke Zauberei.
All das was ich ?ber das Thema je gelesen hab lief wieder vor meinem geistigen Auge ab. Bei "auf ein Wort" und der "Bagavat Gita" haute ich ne bremse rein. Da war doch mal was. Also auf ein Wort und die Bagavat Gita wieder rausgekramt und nochmal gelesen.
Ah sieh an, dachte ich mir, das steht also in den B?chern. Kann mich garnicht mehr daran erinnern das so gelesen zu haben.
Aber egal. Ich verstand endlich was ich schon vor Jahren gelesen hab.
Gleichzeitig wu?te ich jetzt nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Ich dachte mir nur wahnsinn was f?r eine Zeitverschwendung wenn man zwei Jahre braucht um die Kernaussagen zu verstehen.
Und dann kam ein Gedanke der mir im ersten Moment wirklich Angst machte. Hab ich jetzt die zwei vergangenen Jahre gelebt oder wurde ich gelebt. Der Gedanke beruhte darauf das ich zu dem Zeitpunkt wusste das das verstehen der Kernaussage das eigentliche Ziel meiner zweij?hrigen Reise war egal was ich in der Zeit auch machte. Verdammt dachte ich mir :shock:
Das darf doch nicht wahrsein, ging mir so durch den Kopf. Aber wie es halt immer so ist, leugnen kommt immer vor der Erkenntnis. ![]()
Der n?chste Punkt der dann einschlug wie ne Bombe war dann das 1 sec Ph?nomen des Herrn Prof. Libet. Oh oh dachte ich mir. Da sucht man h?nderingend nach Gegenbeweise das man sich doch weiter glauben machen kann das man selbstbestimmt ist und dann kommt sowas.
Dann besch?ftigte ich mich intensiv mit Quantenphysik. Und hier brach dann meine Welt der Selbstbestimmtheit komplett zusammen. Mir wurde bei der Thematik klar das das was wir als Selbstbestimmung ansehen nur ein Illusion ist die etwa drei Sekunden anh?lt. Das wars.
Dann besch?ftigte mich das Ganze nat?rlich auch noch von der philosophischen Sicht. Die Frage was da plump im Raum stand war ganz einfach, warum passiert in meinem Leben eigentlich immer das was ich nicht will. Jeder schafft sich seine Vorstellungen wie man leben will. Warum tut es dann keiner.
Ist es eine Frage des k?nnens?
Ist es eine Frage des wollens?
Oder ist es eine Frage des d?rfens?
Und wenn es die Frage des d?rfens ist, wer entscheidet dann?
Wo ist den dann die Selbstbetimmung wenn ich nicht das lebe was ich will. Warum soll ich nur das leben was mir vorgegeben wird. Warum hab ich nur den kleinen Rahmen zur Verf?gung den wir Leben nennen.
Den kleinen Rahmen den wir haben nennen wir dann in unserer Not Selbstbestimmung? Ziehmlich Armseelig dachte ich mir.
Bis jetzt leben wir nach Fahrplan. Und ich sehe nichts und niemand der das ?ndern wird. Man kann es akzeptieren das ist das einzigste was Ist.
Von dem her hat dann Rudi auch wieder recht wenn er schreibt das wir es unserem Sch?pfer (Gott, Es oder sonstwas) richtig dreckig besorgen sollen. Weil was sollen wir von einem Es halten das uns nach dem Paradies in Not, Elend und Tod wirft. Und das nur deshalb weil Es selbst zu faul ist es selbst zu leben. Dann nehm ich lieber alles mit einer Gl?ckseeligkeit an weil ich dann weis das dies dem Es am wenigsten gef?llt.
gru?
Ananda (was ?brigens aus dem indischen kommt und die absolute Gl?ckseeligkeit bedeutet
)