Moin,
Ich bin auch der Meinung, dass die Menschen auf diesem Territorium erst dann protestieren wenn es zu spät ist, nämlich wenn ihr Lebenssraum soweit eingeschränkt ist, dass sie es am eigenen Leib spüren.
Für mich ergibt sich daraus dann aber gleich eine Problematik, für die ich immer noch keinen durchführbaren Lösungsweg gefunden haben.
In die Kreise der Entscheidungsträger kommt man als jemand wie wir nicht hinein, uns fehlt dazu das einzige Machtmittel, was uns genügend Achtung über Jahre hinweg aufbaut.
Auswandern und dort wo nichts ist, wo niemand hinwill ein autarkes Leben aufbauen um für nach dem Knall das nötig Wissen zu haben, ist ohne finanzielle Mittel praktisch auch wieder nicht durchführbar, jedenfalls nicht für einen einzelnen oder eine kleine Gruppe.
Gegenreformationen aus der Defensive heraus klappen nicht weil man immer noch an die Spielregel gebunden ist die dann einfach mal so angepasst werden, dass der eigentlich vielversprechende Versuch/Weg wieder nicht funktioniert oder schlimmer den Entscheidungsmächtigen nur noch mehr in die Hände spielt.
Die Ohnmacht wird sicher irgendwo eine Systemlücke haben die nicht geschlossen werden kann. Sie zu finden wir schwierig aber nicht unmöglich sein.
Was ist als ein gangbarer Weg um einen Protest der vielen herbei zu rufen?
Dieser wird jedenfalls viele Opfer nach sich ziehen. Denn wichtig ist hier das Überleben der Menscheit an sich...
Eine interessante Frage ist, was passieren würde wenn wirklich niemand mehr zur Wahl gehen würde und wie trotzdem eine Wahlbeteiligung von 20% präsentiert bekämen durch die Medien. Würde DAS von den Leuten überhaupt bemerkt werden?
Wahrscheinlich wirds wohl darauf hinaus laufen, dass man den Leuten wirklich Haus, Lebensmittel und Kleidung nehmen muss, damit ihnen bewusst wird, dass diese Dinge nicht selbstverständlich sind und sie eigentlich nichts ausser sich selbst haben.
Vielleicht ist das aber genau der Weg, der Mit Codex Alimentatirius und der Wirtschaft gerade geangen wird? Nur wieso dann so langsam?
Ich merke mal wieder, dass wir einfach noch viel zu wenig Informationen haben um das gesamte Bild überhaupt annähernd betrachten zu können. Nur woher Informationen nehmen die in allen Realitäten übereinstimmen?
Information in eigener Sache: Mir ist es eigentlich auch recht egal woher ich meine Produktionsmittel (Immobilie, Kleidung, Essen etc) herbekomme, denn ich möchte eigentlich nur an gewissen Themen forschen. Da ich dies aber nicht mehr kann, mich also nicht mehr ausleben kann, weil meine Grundlage schon zu beschnitten und eingeschränkt ist, bemerkte ich also die Veränderungen. Das führte dazu mich damit zu beschäftigen. Ich verstehe daher auch sehr gut, dass manchen Leuten nicht mal auffallen wird das die "Welt untergegangen ist", weil ihre Bedürfnisse noch unterhalb der Selbsterhaltungsgrenze dieses Planetens liegen. Wie auf einer Skalar scheint es feine Abstufungen in der Wahrnehmung und ist der Hemmschwelle zu geben. Möglich das diese im Moment auch einfach nur mal getestet wird, und damit die Belastbarkeit der Menschen. Ich hoffe, dass es so ist, denn aus dem Batterie-Sklaven darsein herauszukommen ist noch viel schwieriger, vor allem aber auch viel schmerzhafter.
Orgun