Beiträge von Tempelritter

    [left]Das Kennzeichen eines unreifen Menschen ist, dass er für eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte."


    Ich habe lange nachgedacht über diesen Schritt doch ich werde ihn gehen. Für die einen mag es schon lächerlich sein, für den anderen überraschend. Wie dem auch sei, ich werde gehen.
    Hiermit lege ich mein Amt als Moderator nieder und mache Platz für meinen Nachfolger (falls es einen geben sollte).
    Ich weiß ich habe schon oft bekundet zu gehen und bin dann doch wieder zurückgekommen aus verschiedensten
    Gründen. Aber diesmal meine ich es endgültig.

    Wie sehr hatte ich gehofft das sich was ändern würde, das was erreicht wird und man weiterkommt. Wie sehr... und doch hat sich so gut wie nichts verändert. Doch eine Sache hat sich geändert... ich selbst. Und dieses momentane Ich kann nichts mehr mit dem Forum anfangen. Es ist müde und will gehen.

    Ja es ist Resignation und ja anstatt aufzugeben und zu meckern könnte ich auch was tun, doch ich habe eingesehen das es nichts mehr bringt. Die Sache erinnert mich irgendwie an die Kreuzzüge, wo Saladin auf den Weg war Jerusalem zu erobern. Nur wenige waren vorausschauend und wussten was passieren würde wenn sie sich gegen Saladins Heer stellten, aber die Antwort
    darauf war nur ein Wir kämpfen für Gott, Wir können nicht verlieren. Alles andere zu behaupten wäre Blasphemie!

    Ich kann mir grad ungefähr vorstellen wie sich diese Menschen gefühlt haben müssen wenn sie solche Antwort bekommen, denn ich mache grad nichts anderes mit meinen blasphemischen Äußerungen. Ja vielleicht werde ich mir den Unmut vieler auf mich ziehen und ich kann mir vorstellen das einige sagen werden welch fehlgeleiteten Ansichten ich hätte oder mit der Moralkeule kommen das dies ja nicht der Geist ist den wir hier vertreten, das was man was tun müsste und aufgeben, jammern etc. nichts bringt.

    Immer dieselben Geschichten... man zeigt wie klug und/oder erleuchtet man ist und man spricht von der Veredlung und Befreiung der Menschen, doch stattdessen werden sie herabgewürdigt. Man spricht davon Brüderlichkeit unter den Menschen einzuführen aber erschafft Stolz und Verachtung. Denn mit der Klugheit/Erleuchtung kommen auch die verschieden Grade dessen:
    Gebildete/Erleuchtete, weniger Gebildete/Erleuchte und dumme/ nicht Erleuchtete. Zwar sind alle untereinander gleich, aber einige
    scheinen gleicher zu sein. Untereinander verglichen ist ja einer größer als der andere.

    Jedesmal fallen die Leute darauf rein. Aber naja was reg ich mich auf. Die Unzulänglichkeiten des Menschen werden zu den Unzulänglichkeiten in seiner Wahrnehmung.

    (Hier bitte den obligatorischen Satz Ich weiß ich bin auch nicht besser einfügen)

    Was meine Wenigkeit betrifft hab ich keine Lust mehr mich mit den Themen Rasse, Reinheit und germanischen Mystizismus zu beschäftigen. Teilweise dachte ich ja es hätte sich soweit wieder eingekriegt, aber der Mai hat ja doch wieder das Gegenteil bewiesen - als wäre der 8. Mai der Tag der Apokalypse gewesen.
    Es ist immer wieder erstaunlich wie genau das einige beschreiben als wären sie an dem Tage oder generell überall live dabei gewesen und als wäre alles das geräumigste, lieblichste Paradies gewesen, wo im Glanz ewiger Herrlichkeit strahlende Seelen sich ihre Zeit mit Spaziergängen und Ballspiel die Zeit vertreiben.

    Ich glaube das hier die meisten sich erst dann als vollkommen ansehen, wenn sie Lehren und Meinungen auswendig gelernt haben und so konfus daher reden, dass höchstens ein Verrückter es verstehen kann. Wahrlich eine Meisterleistung des Scharfsinns so zu sprechen was der Menge unfasslich ist.

    Oder man kommt aus dem Reden gar nicht mehr raus. Man diskutiert nur noch um des diskutieren willens. Wenn man einlenken möchte wird das total ignoriert oder man bekommt Aussagen zu hören das man sich gefälligst nicht so haben soll.

    Wo bin ich hier? Wir streben hier nicht mehr nach Idealen, sondern nur um uns ja unähnlich zu sein.

    Wie oft haben wir das Thema 3. reich angesprochen? Wie oft die Regeln? Wie oft haben wir Leute gesperrt?
    Es muss ja nicht mal 3. Reich sein. Es kann ja auch schlichtweg die Relativitätstheorie sein, die bis zum Erbrechen diskutiert wird und wo man auf Quellen verweist, als hätte man diese sorgfältig gepflegt und nur darauf gewartet sie an die Öffentlichkeit zu bringen. Manche wirken aber auch als hätte man sie in einer verstaubten Kiste auf dem Dachboden gefunden.

    Mann, mann, mann...

    [size=12]Wer jetzt hier noch einen tollen Text[/size][size=12] erwartet den muss ich enttäuschen, es folgt nur noch Sarkasmus,[/size][size=12] Ironie und Zynismus. Wie heißt es so schön Zynismus ist die letzte[/size][size=12] Waffe der Unglücklichen. Wie wahr, wie wahr ...[/size]
    [size=12]Diesen Part kann man getrost[/size][size=12] überspringen und gleich zu den letzten Sätzen gehen... echt jetzt.[/size]
    [size=12]Wer weiter liest dem sag ich nur Ich hab euch gewarnt![/size]

    How-To destroy a forum

    Moralpredigtanfang
    (An dieser Stelle denken wir uns jetzt alle eine Moralpredigt die darauf aus ist das jeder sein Wissen und seine Erfahrung hat und wir doch alle Respekt voreinander haben sollen... etc. etc. bla bla bla)
    Moralpredigtende

    So.. jetzt sind wir alle tief betroffen und diskutieren jetzt darüber ob mein Sinn zu Sarkasmus und Zynismus etwas über meinen spirituellen Stand aussagt und vielleicht doch lieber positiv denken solle: Meine Schulden existieren nicht.
    Meine Bank vergisst sie. Ich fühle mich in meinen egoistischen, kapitalistischen Denken bestätigt und gebe mich den Hedonismus hin, welcher erzielter Sinn meines Lebens wird

    Nachdem wir festgestellt haben das wir dieses Mantra verinnerlichen sollten, machen wir uns wieder daran alles vorher gesagte zu vergessen und Andersdenkende zu denunzieren. Wir dichten ihnen an sie seien blöd, Wichtigtuer, Vielredner oder Nazis. Wir reden alles in Lächerliche, tun so als ob wir erleuchtet sind... pardon... ich meinte wir sind erleuchtet und die nicht.
    Nebenbei sind wir natürlich psychologisch bewandert und nutzen die Anwesenden so aus das sich dieses Spiel verselbstständigt. Wir
    nutzen die Dialekt der Massen. Das diese Methode nachlesbar ist egal... liest sowieso kein Schwein.
    Sollte aber unter den Anwesenden ein Nazi sein so nennen wir ihn eine Person mit anderen politischen Ansichten und diskutieren darüber ob Eva Braun keusch war und zum Thule-Orden gehörte oder Hitler der Messias auf Erden. Selbstverständlich benötigen wir noch einen Sündenbock. Den Sündenbock kennen wir alle, das sind die Menschen die einer Religion angehören und sich zum Volk erklären. Sie zeichnen sich dadurch aus mit Hilfe der Briten ein Land zu besetzen und es als heilig zu deklarieren. Wer dagegen ist ist ein Nazi. Somit wäre der Kreis geschlossen. (Bei der Shoa und Diaspora spielen wir natürlich mit Zahlen.. fast vergessen.)
    Solle dieser Sündenbock nicht vorhanden sein nehmen wir einfach irgenwen anderen. Am Besten jeder andere nur man selbst nicht. Es ist ganz einfach. Man muss nur den Finger auf jemanden anderen zeigen und sagen Er wars! Danach prozessieren wir ansehnliche Schauprozesse. Verwenden wir Wörter wie Schuldig!, Verwarnung!, Lügner!, Inkarnation des Bösen Antichrist!. Besonders im religiösen Bereich lassen sich viele Wörter finden. Als Lehrbuch und Index der Strafen sollten wir das Malleus Maleficarum verwenden.
    Wenn wir das gemacht haben dürfte eine große Sommerpause kommen. Es wird ruhiger, viele Leute sind weg und die dageblieben machen weiter wie bisher.

    Gratulation! Wir haben aus einer Villa eine Ruine gemacht Und wer ist schuld? Genau! Die Menschen die es wagen einfach so abzuhauen und alle im Stich zu lassen. Schämt euch.

    [size=12]Ab hier kann man wieder weiterlesen. Es[/size][size=12] folgen noch ein paar ernstgemeinte letzte Worte[/size]

    Jetzt echt mal was hätte ich hier den noch groß schreiben sollen? Ich hätte jetzt hier meine melancholisch-depressiven Gedanken aufschreiben können aber das hätte doch auch nichts verändert. Vielleicht muss ich dem Volke einfach mal auf Maul schauen und so reden... wer weiß vielleicht bringt das ja was.

    Wie auch immer...

    An dieser Stelle möchte ich mich bei allen denjenigen bedanken die ich hier im Forum kennenlernen konnte ,
    die ich liebe und die mir was bedeuten. Ohne euch hätte ich wohl nicht soviel erreicht.

    Abraxas, bevor du mich jetzt hasst, lass uns vorher nochmal reden, weil da noch einige Dinge sind die ich
    hier nicht schreiben will.

    Alle anderern, tschö mit ö und bis man sich mal sieht so auf der Straße des Lebens ^^.
    Bleibt euch selbst treu und seit keine Maske. Ihr wisst ja Masken können nicht denken.


    Disclaimer: Das How-to ist rein fiktiv und zeugt vom schlechten Witz und Sarkasmus eines missverstandenen Menschens. Alle Ähnlichkeiten zu realen Personen und Begebenheiten sind rein zufällig. Sollte sich jemand dadurch angepisst fühlen sollte er sich fragen warum.
    Alle Rechtschreibfehler basieren auf der Schlechtschreibreform und wurden von mehreren unbekannten Experten und Komitees ratifiziert. Nebenher ist dieser Text unter der Creative-Commons-Lizenz (by-NC-ND) gestellt.

    Sollte jemand den dringenden Wunsch verspüren mit mir Kontakt aufzunehmen, der findet mich unter ICQ
    oder Skype. Ne E-Mail ist auch okay.[/left]

    Immer noch aktuell und wie ich finde sehr wichtig. Sollte man mal gelesen haben.


    Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit (1938)

    Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden. Er muss den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird; die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe; das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird; die List sie unter diesen zu verbreiten. Diese Schwierigkeiten sind groß für die unter dem Faschismus Schreibenden, sie bestehen aber auch für die, welche verjagt wurden oder geflohen sind, ja sogar für solche, die in den Ländern der bürgerlichen Freiheit schreiben.

    1. Der Mut, die Wahrheit zu schreiben

    Es erscheint selbstverständlich, dass der Schreibende die Wahrheit schreiben soll in dem Sinn, dass er sie nicht unterdrücken oder verschweigen und dass er nichts Unwahres schreiben soll. Er soll sich nicht den Mächtigen beugen, er soll die Schwachen nicht betrügen. Natürlich ist es sehr schwer, sich den Mächtigen nicht zu beugen und sehr vorteilhaft, die Schwachen zu betrügen. Den Besitzenden missfallen, heißt dem Besitz entsagen. Auf die Bezahlung für geleistete Arbeit verzichten, heißt unter Umständen, auf das Arbeiten verzichten und den Ruhm bei den Mächtigen ausschlagen, heißt oft, überhaupt Ruhm ausschlagen. Dazu ist Mut nötig. Die Zeiten der äußersten Unterdrückung sind meist Zeiten, wo viel von großen und hohen Dingen die Rede ist.

    Es ist Mut nötig, zu solchen Zeiten von so niedrigen und kleinen Dingen wie dem Essen und Wohnen der Arbeitenden zu sprechen, mitten in einem gewaltigen Geschrei, dass Opfersinn die Hauptsache sei. Wenn die Bauern mit Ehrungen überschüttet werden, ist es mutig, von Maschinen und billigen Futtermitteln zu sprechen, die ihre geehrte Arbeit erleichtern würden. Wenn über alle Sender geschrieen wird, dass der Mann ohne Wissen und Bildung besser sei als der Wissende, dann ist es mutig, zu fragen: für wen besser? Wenn von vollkommenen und unvollkommenen Rassen die Rede ist, ist es mutig zu fragen, ob nicht der Hunger und die Unwissenheit und der Krieg schlimme Missbildungen hervorbringen. Ebenso ist Mut. nötig, um die Wahrheit über sich selber zu sagen, über sich, den Besiegten. Viele, die verfolgt werden, verlieren die Fähigkeit, ihre Fehler zu erkennen. Die Verfolgung scheint ihnen das grösste Unrecht. Die Verfolger sind, da sie ja verfolgen, die Bösartigen, sie, die Verfolgten, werden ihrer Güte wegen verfolgt. Aber diese Güte ist geschlagen worden, besiegt und verhindert worden und war also eine schwache Güte, eine schlechte, unhaltbare, unzuverlässige Güte; denn es geht nicht an, der Güte die Schwäche zuzubilligen, wie dem Regen seine Nässe.
    Zu sagen, dass die Guten nicht besiegt wurden, weil sie gut, sondern weil sie schwach waren, dazu ist Mut nötig.
    Natürlich muss die Wahrheit im Kampf mit der Unwahrheit geschrieben werden und sie darf nicht etwas Allgemeines, Hohes, Vieldeutiges sein. Von dieser allgemeinen, hohen, vieldeutigen Art ist ja gerade die Unwahrheit. Wenn von einem gesagt wird, er hat die Wahrheit gesagt, so haben zunächst einige oder viele oder einer etwas anderes gesagt, eine Lüge oder etwas Allgemeines, aber er hat die Wahrheit gesagt, etwas Praktisches, Tatsächliches, Unleugbares, das, um was es sich handelte.

    Wenig Mut ist dazu nötig, über die Schlechtigkeit der Welt und den Triumph der Rohheit im allgemeinen zu klagen und mit dem Triumphe des Geistes zu drohen, in einem Teile der Welt, wo dies noch erlaubt ist. Da treten viele auf, als seien Kanonen auf sie gerichtet, während nur Operngläser auf sie gerichtet sind. Sie schreien ihre allgemeinen Forderungen in eine Welt von Freunden harmloser Leute. Sie verlangen eine allgemeine Gerechtigkeit, für die sie niemals etwas getan haben, und eine allgemeine Freiheit , einen Teil von der Beute zu bekommen, die lange mit ihnen geteilt wurde. Sie halten für Wahrheit nur, was schön klingt. Ist die Wahrheit etwas Zahlenmäßiges, Trockenes, Faktisches, etwas, was zu finden Mühe macht und Studium verlangt, dann ist es keine Wahrheit für sie, nichts was sie in Rausch versetzt. Sie haben nur das äußere Gehaben derer, die die Wahrheit sagen. Das Elend mit ihnen ist: sie wissen die Wahrheit nicht.

    2. Die Klugheit, die Wahrheit zu erkennen

    Da es schwierig ist, die Wahrheit zu schreiben, weil sie allenthalben unterdrückt wird, scheint es den meisten eine Gesinnungsfrage, ob die Wahrheit geschrieben wird oder nicht. Sie glauben, dazu ist nur Mut nötig Sie vergessen die zweite Schwierigkeit, die der Wahrheitsfindung. Keine Rede kann davon sein, dass es leicht sei, die Wahrheit zu finden.
    Zunächst einmal ist es schon nicht leicht, ausfindig zu machen, weiche Wahrheit zu sagen sich lohnt. So versinkt z.B. jetzt, sichtbar vor aller Welt, einer der großen zivilisierten Staaten nach dem andern in die äußerste Barbarei. Zudem weiß jeder, dass der innere Krieg, der mit den furchtbarsten Mitteln geführt wird, jeden Tag in den äußern sich verwandeln kann, der unsern Weltteil vielleicht als einen Trümmerhaufen hinterlassen wird. Das ist zweifellos eine Wahrheit, aber es gibt natürlich noch mehr Wahrheiten. So ist es z.B. nicht unwahr, dass Stühle Sitzflächen haben und der Regen von oben nach unten fällt. Viele Dichter schreiben Wahrheiten dieser Art. Sie gleichen Malern, die die Wände untergehender Schiffe mit Stilleben bedecken.
    Unsere erste Schwierigkeit besteht nicht für sie, und doch haben sie ein gutes Gewissen. Unbeirrbar durch die Mächtigen, aber auch durch die Schreie der Vergewaltigten nicht beirrt, pinseln sie ihre Bilder. Das Unsinnige ihrer Handlungsweise erzeugt in ihnen selber einen "tiefen" Pessimismus, den sie zu guten Preisen verkaufen und der eigentlich eher für andere angesichts dieser Meister und dieser Verkäufe berechtigt wäre. Dabei ist es nicht einmal leicht zu erkennen, dass ihre Wahrheiten solche über Stühle oder den Regen sind, sie klingen für gewöhnlich ganz anders, so wie Wahrheiten über wichtige Dinge. Denn die künstlerische Gestaltung besteht ja gerade darin, einer Sache Wichtigkeit zu verleihen.
    Erst bei genauem Hinsehen erkennt man, dass sie nur sagen: ein Stuhl ist in Stuhl und niemand kann etwas dagegen "machen" dass der Regen nach unten fällt.

    Diese Leute finden nicht die Wahrheit, die zu schreiben sich lohnt. Andere wieder beschäftigen sich wirklich mit den dringendsten Aufgaben, fürchten die Machthaber und die Armut nicht, können aber dennoch die Wahrheit nicht finden. Ihnen fehlt es an Kenntnissen. Sie sind voll von altem Aberglauben, von berühmten und in alter Zeit oft schön geformten Vorurteilen. Die Welt ist zu verwickelt für sie, sie kennen nicht die Fakten und sehen nicht die Zusammenhänge. Außer der Gesinnung sind erwerbbare Kenntnisse nötig und erlernbare Methoden. Nötig ist für alle Schreibenden in dieser Zeit der Verwicklungen und der großen Veränderungen eine Kenntnis der materialistischen Dialektik, der Ökonomie und der Geschichte. Sie ist aus Büchern und durch praktische Anleitung erwerbbar, wenn der nötige Fleiß vorhanden ist.

    Man kann viele Wahrheiten aufdecken auf einfachere Weise, Teile der Wahrheit oder Sachbestände, die zum Finden der Wahrheit führen. Wenn man suchen will, ist eine Methode gut, aber man kann auch finden ohne Methode, ja sogar ohne zu suchen. Aber man erreicht, auf so zufällige Art, kaum eine solche Darstellung der Wahrheit, dass die Menschen auf Grund dieser Darstellung wissen, wie sie handeln sollten. Leute, die nur kleine Fakten niederschreiben, sind nicht imstande, die Dinge dieser Welt handhabbar zu machen. Aber die Wahrheit hat nur diesen Zweck, keinen andern. Diese Leute sind der Forderung, die Wahrheit zu schreiben, nicht gewachsen.

    Wenn jemand bereit ist die Wahrheit zu schreiben und fähig, sie zu erkennen, bleiben noch drei Schwierigkeiten übrig.


    3. Die Kunst, die Wahrheit handhabbar zu machen als eine Waffe

    Die Wahrheit muss der Folgerungen wegen gesagt werden, die sich aus ihr für das Verhalten ergeben. Als Beispiel für eine Wahrheit, aus der keine Folgerungen oder falsche Folgerungen gezogen werden können, soll uns die weitverbreitete Auffassung dienen, dass in einigen Ländern schlimme Zustände herrschen, die von der Barbarei herrühren. Nach dieser Auffassung ist der Faschismus eine Welle von Barbarei, die mit Naturgewalt über einige Länder hereingebrochen ist.

    Nach dieser Auffassung ist der Faschismus eine neue dritte Macht neben (und über) Kapitalismus und Sozialismus; nicht nur die sozialistische Bewegung, sondern auch der Kapitalismus hätte nach ihr ohne den Faschismus weiter bestehen können usw. Das ist natürlich eine faschistische Behauptung, eine Kapitulation vor dem Faschismus. Der Faschismus ist eine historische Phase, in die der Kapitalismus eingetreten ist, insofern etwas neues und zugleich altes. Der Kapitalismus existiert in den faschistischen Ländern nur noch als Faschismus und der Faschismus kann nur bekämpft werden als Kapitalismus, als nacktester, frechster, erdrückendster und betrügerischster Kapitalismus.

    Wie will nun jemand die Wahrheit über den Faschismus sagen, gegen den er ist, wenn er nichts gegen den Kapitalismus sagen will, der ihn hervorbringt? Wie soll da seine Wahrheit praktikabel ausfallen?

    Die gegen den Faschismus sind, ohne gegen den Kapitalismus zu sein, die über die Barbarei jammern, die von der Barbarei kommt, gleichen Leuten, die ihren Anteil vom Kalb essen wollen, aber das Kalb soll nicht geschlachtet werden. Sie wollen das Kalb essen, aber das Blut nicht sehen. Sie sind zufriedenzustellen, wenn der Metzger die Hände wäscht, bevor er das Fleisch aufträgt. Sie sind nicht gegen die Besitzverhältnisse, welche die Barbarei erzeugen, nur gegen die Barbarei. Sie erheben ihre Stimme gegen die Barbarei und sie tun das in Ländern, in denen die gleichen Besitzverhältnisse herrschen, wo aber die Metzger noch die Hände waschen, bevor sie das Fleisch auftragen.

    Laute Beschuldigungen gegen barbarische Maßnahmen mögen eine kurze Zeit wirken, solange die Zuhörer glauben, in ihren Ländern kämen solche Maßnahmen nicht in Frage. Gewisse Länder sind imstande, ihre Eigentumsverhältnisse noch mit weniger gewalttätig wirkenden Mitteln aufrecht zu erhalten, als andere. Ihnen leistet die Demokratie noch die Dienste, zu welchen andere die Gewalt heranziehen müssen, nämlich die Garantie des Eigentums an Produktionsmitteln. Das Monopol auf die Fabriken, Gruben, Ländereien schafft überall barbarische Zustände; jedoch sind diese weniger sichtbar. Die Barbarei wird sichtbar, sobald das Monopol nur noch durch offene Gewalt geschützt werden kann.

    Einige Länder, die es noch nicht nötig haben, der barbarischen Monopole wegen auch noch auf die formellen Garantien des Rechtsstaates, sowie solche Annehmlichkeiten wie Kunst, Philosophie, Literatur zu verzichten, hören besonders gern die Gäste, welche ihre Heimat wegen des Verzichtes auf solche Annehmlichkeiten beschuldigen, da sie davon Vorteile haben in den Kriegen, die erwartet werden. Soll man da sagen, diejenigen hätten die Wahrheit erkannt , die da z.B. laut verlangen unerbittlichen Kampf gegen Deutschland, "denn dieses ist die wahre Heimat des Bösen in dieser Zeit, die Filiale der Hölle, der Aufenthalt des Antichrist"? Man soll lieber sagen, es sind törichte, hilflose und schädliche Leute. Denn die Folgerung aus diesem Geschwätz ist, dass dieses Land ausgerottet werden soll. Das ganze Land mit allen seinen Menschen, denn das Giftgas sucht nicht die Schuldigen heraus, wenn es tötet.

    Der leichtfertige Mensch, der die Wahrheit nicht weiß, drückt sich allgemein, hoch und ungenau aus. Es faselt von "den" Deutschen, er jammert über "das" Böse, und der Hörer weiß im besten Fall nicht was tun. Soll er beschließen, kein Deutscher zu sein? Wird die Hölle verschwinden, wenn er gut ist? Auch das Gerede von der Barbarei, die von der Barbarei kommt, ist von dieser Art. Danach kommt die Barbarei von der Barbarei und hört auf durch die Gesittung, die von der Bildung kommt. Das ist alles ganz allgemein ausgedrückt, nicht der Folgerungen für das Handeln wegen und im Grunde niemandem gesagt.

    Solche Darstellungen zeigen nur wenige Glieder der Ursachenreihe und stellen bestimmte bewegende Kräfte als unbeherrschbare Kräfte, hin. Solche Darstellungen enthalten viel Dunkel, das die Kräfte verbirgt, welche die Katastrophen bereiten. Etwas Licht, und es treten Menschen in Erscheinung als Verursacher der Katastrophen. Denn wir leben in einer Zeit, wo des Menschen Schicksal der Mensch ist.

    Der Faschismus ist keine Naturkatastrophe, welche eben aus der "Natur" des Menschen begriffen werden kann. Aber selbst bei Naturkatastrophen gibt es Darstellungsweisen, die des Menschen würdig sind, weil Sie all seine Kampfkraft appellieren.

    In vielen amerikanischen Zeitschriften könnte man nach einem großen Erdbeben, das Jokohama zerstörte, Photographien sehen, welche ein Trümmerfeld zeigten. Darunter stand "steel stood" (Stahl blieb stehen) und wirklich, wer auf den ersten Blick nur Ruinen gesehen hatte, bemerkte nun, durch die Unterschrift darauf aufmerksam gemacht, dass einige hohe Gebäude stehen geblieben waren. Unter den Darstellungen, die man von einem Erdbeben geben kann, sind von unvergleichlicher Wichtigkeit diejenigen der Bauingenieure, welche die Verschiebungen des Bodens, die Kraft der Stösse, die sich entwickelnde Hitze usw. berücksichtigen und zu Konstruktionen führen, die dem Beben widerstehen. Wer den Faschismus und den Krieg, die großen Katastrophen, welche keine Naturkatastrophen sind, beschreiben will, muss eine praktikable Wahrheit herstellen. Er muss zeigen, dass dies Katastrophen sind, die den riesigen Menschenmassen der ohne eigene Produktionsmittel Arbeitenden von den Besitzern dieser Mittel bereitet werden.

    Wenn man erfolgreich die Wahrheit über schlimme Zustände schreiben will, muss man sie so schreiben, dass ihre vermeidbaren Ursachen erkannt werden können. Wenn die vermeidbaren Ursachen erkannt werden, können die schlimmen Zustände bekämpft werden.


    4. Das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen die Wahrheit wirksam wird

    Durch die jahrhundertlangen Gepflogenheiten des Handels mit Geschriebenem auf dem Markt der Meinungen und Schilderungen, dadurch, dass dem Schreibenden die Sorge um das Geschriebene abgenommen wurde, bekam der Schreibende den Eindruck, sein Kunde oder Besteller, der Mittelsmann gebe das Geschriebene an alle weiter. Er dachte: ich spreche, und die hören wollen, hören mich. In Wirklichkeit sprach er; und die zahlen konnten, hörten ihn. Sein Sprechen wurde nicht von allen gehört, und die es hörten, wollten nicht alles hören. Darüber ist viel, wenn auch noch zu wenig gesagt worden; ich will hier nur hervorheben, dass aus dem "Jemandem schreiben" ein "schreiben" geworden ist. Die Wahrheit aber kann man nicht eben schreiben; man muss sie durchaus jemandem schreiben, der damit etwas anfangen kann. Die Erkenntnis der Wahrheit ist ein den Schreibern und Lesern gemeinsamer Vorgang. Um Gutes zu sagen, muss man gut hören können und Gutes hören. Die Wahrheit muss mit Berechnung gesagt und mit Berechnung gehört werden. Und es ist für uns Schreibende wichtig, wem wir sie sagen und wer sie uns sagt.

    Wir müssen die Wahrheit über die schlimmen Zustände denen sagen, für die die Zustände am schlimmsten sind, und wir müssen sie von ihnen erfahren. Nicht nur die Leute einer bestimmten Gesinnung muss man ansprechen, sondern die Leute, denen diese Gesinnung und Grund ihrer Lage anstünde. Und eure Hörer verwandeln sich fortwährend! Sogar die Henker sind sprechbar, wenn die Bezahlung für das Hängen nicht mehr einläuft oder die Gefahr zu groß wird. Die bayrischen Bauern waren gegen jeden Umsturz, aber als der Krieg lange genug gedauert hatte und die Söhne nach Hause kamen und keinen Platz mehr auf den Höfen fanden, waren sie für den Umsturz zu gewinnen.

    Für die Schreibenden wichtig ist, dass sie den Ton der Wahrheit treffen. Für gewöhnlich hört man da einen sehr sanften, wehleidigen Ton, den von Leuten, die keiner Fliege weh tun können. Wer diesen Ton hört und im Elend ist, wird elender. So sprechen Leute, die vielleicht keine Feinde sind, aber bestimmt keine Mitkämpfer. Die Wahrheit ist etwas Kriegerisches, sie bekämpft nicht nur die Unwahrheit, sondern bestimmte Menschen, die sie verbreiten.


    5. Die List, die Wahrheit unter vielen zu verbreiten

    Viele, stolz darauf, dass sie den Mut zur Wahrheit haben, glücklich, sie gefunden zu haben, müde vielleicht von der Arbeit, die es kostet, sie in eine handhabbare Form zu bringen, ungeduldig wartend auf das Zugreifen derer, deren Interessen sie verteidigen, halten es nicht für nötig, nun auch noch besondere List bei der Verbreitung der Wahrheit anzuwenden. So kommen sie oft um die ganze Wirkung ihrer Arbeit. Zu allen Zeiten wurde zur Verbreitung der Wahrheit, wenn sie unterdrückt und verhüllt wurde, List angewandt. Konfutse fälschte einen alten patriotischen Geschichtskalender. Er veränderte nur gewisse Wörter. Wenn es hieß "Der Herrscher von Kun ließ den Philosophen Wan töten, weil er das und das gesagt hatte" setzte Konfutse statt töten "ermorden". Hieß es, der Tyrann so und so sei durch ein Attentat umgekommen, setzte er "hingerichtet worden". Dadurch brach Konfutse einer neuen Beurteilung der Geschichte Bahn.

    Wer in unserer Zeit statt Volk Bevölkerung und statt Boden Landbesitz sagt unterstützt schon viele Lügen nicht. Er nimmt den Wörtern ihre faule Mystik. Das Wort Volk besagt eine gewisse Einheitlichkeit und deutet auf gemeinsame Interessen hin, sollte also nur benutzt werden, wenn von mehreren Völkern die Rede ist, da höchstens dann eine Gemeinsamkeit der Interessen vorstellbar ist. Die Bevölkerung eines Landstriches hat verschiedene, auch einander entgegengesetzte Interessen, und dies ist eine Wahrheit, die unterdrückt wird. So unterstützt auch, der Boden sagt und die Äcker den Nasen und Augen schildert, indem er von ihrem Erdgeruch und von ihrer Farbe spricht, die Lügen der Herrschenden; denn nicht auf die Fruchtbarkeit des Bodens kommt es an, noch auf die Liebe des Menschen zu ihm, noch auf den Fleiß, sondern hauptsächlich auf den Getreidepreis und den Preis der Arbeit.

    Diejenigen, welche die Gewinne aus dem Boden ziehen, sind nicht jene, die aus ihm Getreide ziehen und der Schollengeruch des Bodens ist den Börsen unbekannt. Sie riechen nach anderem. Dagegen ist Landbesitz das richtige Wort; damit kann man weniger betrügen. Für das Wort Disziplin sollte man, wo Unterdrückung herrscht, das Wort Gehorsam wählen, weil Disziplin auch ohne Herrscher möglich ist und dadurch etwas Edleres an sich hat als Gehorsam. Und besser als das Wort Ehre ist das Wort Menschenwürde. Dabei verschwindet der einzelne nicht so leicht aus dem Gesichtsfeld. Weiß man doch, was für ein Gesindel sich herandrängt, die Ehre eines Volkes verteidigen zu dürfen! Und wie verschwenderisch verteilen die Satten Ehre an die welche sie sättigen, selber hungernd. Die List des Konfutse ist auch heute noch verwendbar. Konfutse ersetzte ungerechtfertige Beurteilungen nationaler, Vorgänge durch gerechtfertigte. Der Engländer Thomas Morus beschrieb in einer Utopie ein Land, in dem gerechte Zustände herrschten - es war ein sehr anderes Land, als das Land, in dem er lebte, aber es glich ihm sehr, bis auf die Zustände!

    Lenin, von der Polizei des Zaren bedroht, wollte die Ausbeutung und Unterdrückung der Insel Sachalin durch die russische Bourgeoisie schildern. Er setzte Japan statt Russland und Korea statt Sachalin. Die Methoden der japanischen Bourgeoisie erinnerten alle Leser an die der russischen in Sachalin, aber die Schrift wurde nicht verboten, da Japan mit Russland verfeindet war. Vieles was in Deutschland über Deutschland nicht gesagt werden darf, darf über Österreich gesagt werden.

    Es gibt vielerlei Listen, durch die man den argwöhnischen Staat täuschen kann.

    Voltaire bekämpfte den Wunderglauben der Kirche, indem er ein galantes Gedicht über die Jungfrau von Orleans schrieb. Er beschrieb die Wunder, die zweifellos geschehen sein mussten, damit Johanna in einer Armee und an einem Hof und unter Mönchen eine Jungfrau blieb.

    Durch die Eleganz seines Stils und indem er erotische Abenteuer schilderte, die aus dem üppigen Leben der Herrschenden stammen, verlockte er diese, eine Religion preiszugeben, die ihnen die Mittel für dieses lockere Leben verschaffte. Ja, er schuf so die Möglichkeit, dass seine Arbeiten auf ungesetzlichen Wegen an die gelangten, für die sie bestimmt waren. Die Mächtigen seiner Leser förderten oder duldeten die Verbreitung. Sie gaben so die Polizei preis, die ihnen ihre Vergnügungen verteidigte. Und der große Lukrez betont ausdrücklich, dass er sich für die Verbreitung des epikuräischen Atheismus viel von der Schönheit seiner Verse verspreche.

    Tatsächlich kann ein hohes literarisches Niveau einer Aussage als Schutz dienen. Oft allerdings erweckt es auch Verdacht. Dann kann es sich darum handeln, dass man es absichtlich herabschraubt. Das geschieht z.B., wenn man in der verachteten Form des Kriminalromans an unauffälligen Stellen Schilderungen übler Zustände einschmuggelt. Solche Schilderungen würden einen Kriminalroman durchaus rechtfertigen. Der große Shakespeare hat aus viel geringeren Erwägungen heraus das Niveau gesenkt, als er die Rede der Mutter Koriolans, mit der sie dem gegen die Vaterstadt ziehenden Sohn gegenübertritt, absichtlich kraftlos gestaltete er wollte, dass Koriolan nicht durch wirkliche Gründe oder durch eine tiefe Bewegung von seinem Plan abgehalten werden sollte, sondern durch eine gewisse Trägheit, mit der er sich einer alten Gewohnheit hingab.

    Bei Shakespeare finden wir auch ein Muster listig verbreiteter Wahrheit in der Rede des Antonius an der Leiche des Cäsar. Unaufhörlich betont er, das Cäsars Mörder Brutus ein ehrenwerter Mann sei, aber er schildert auch seine Tat und die Schilderung dieser Tat ist eindrucksvoller als die ihres Urhebers; der Redner lässt sich so durch die Tatsachen selber besiegen; er verleiht ihnen eine grössere Beredsamkeit selber. Jonathan Swift schlug in einer Broschüre vor, man sollte, damit das Land zu Wohlstand gelange, die Kinder der Armen einpökeln und als Fleisch verkaufen. Er stellte genaue Berechnungen auf, die bewiesen, dass man viel einsparen kann, wenn man vor nichts zurückschreckt.

    Swift stellte sich dumm. Er verteidigte eine bestimmte, ihm verhasste Denkungsart mit vielem Feuer und vieler Gründlichkeit in einer Frage, wo ihre ganze Gemeinheit jedermann erkennbar zu Tage trat. Jedermann konnte klüger sein als SWIFT oder wenigstens humaner, besonders der, welcher bisher gewisse Anschauungen nicht auf die Folgerungen untersucht hatte, die sich aus ihnen ergaben.

    Die Propaganda für das Denken, auf welchem Gebiet immer sie erfolgt, ist der Sache der Unterdrückten nützlich. Eine solche Propaganda ist seht nötig. Das Denken gilt unter Regierungen, die der Ausbeutung dienen, als niedrig.

    Als niedrig gilt, was für die Niedergehaltenen nützlich ist. Niedrig gilt die ständige Sorge um das Sattwerden; das Verschmähen der Ehren, welche den Verteidigern des Landes, in dem sie hungern, in Aussicht gestellt werden; der Zweifel am Führer, wenn er ins Unglück führt; der Widerwille gegen die Arbeit, die ihren Mann nicht nährt; das Aufbegehren gegen den Zwang zu sinnlosem Verhalten; die Gleichgültigkeit gegen die Familie, der das Interesse nichts mehr nützte. Die Hungernden werden beschimpft als Verfressene, die nichts zu verteidigen haben als Feiglinge, die an ihrem Unterdrücker zweifeln, als solche, die an ihrer eigenen Kraft zweifeln, die Lohn für ihre Arbeit haben wollen, als Faulpelze usw. Unter solchen Regierungen gilt das Denken ganz allgemein als niedrig und kommt in Verruf. Es wird nirgends mehr gelehrt und, wo es auftritt, verfolgt.

    Dennoch gibt es immer Gebiete, wo man ungestraft auf die Erfolge des Denkens hinweisen kann; das sind diejenigen Gebiete, auf denen die Diktaturen das Denken benötigen. So kann man zum Beispiel die Erfolge des Denkens auf dem Gebiet der Kriegswissenschaft und Technik nachweisen. Auch das Strecken der Wollvorräte durch Organisation und Erfindungen von Ersatzstoffen erfordert Denken. Die Verschlechterung der Nahrungsmittel, die Ausbildung der Jugendlichen für den Krieg, all das erfordert Denken: es kann beschrieben werden. Das Lob des Krieges, des unbedachten Zweckes dieses Denkens, kann listig vermieden werden; so kann das Denken, das aus der Frage kommt, wie man am besten einen Krieg führt, zu der Frage führen, ob dieser Krieg sinnvoll ist und bei der Frage verwendet werden, wie man einen sinnlosen Krieg am besten vermeidet.

    Diese Frage kann natürlich schwerlich öffentlich gestellt werden. Kann also das Denken, das man propagiert hat, nicht verwertet, dass heißt eingreifend gestaltet werden? Es kann.

    Damit in einer Zeit wie der unsrigen die Unterdrückung, die der Ausbeutung des einen (größeren) Teils der Bevölkerung durch den (kleineren) anderen Teil dient, möglich bleibt, bedarf es einer ganz bestimmten Grundhaltung der Bevölkerung, die sich auf alle Gebiete erstrecken muss. Eine Entdeckung auf dem Gebiet der Zoologie, wie die des Engländers Darwin konnte der Ausbeutung plötzlich gefährlich werden; dennoch kümmerte sich eine Zeitlang nur die Kirche um sie, während die Polizei noch nichts merkte. Die Forschungen der Physiker haben in den letzten Jahren zu Folgerungen auf dem Gebiet der Logik geführt, die immerhin eine Reihe von Glaubenssätzen die der Unterdrückung dienen, gefährlich werden konnten.

    Der preußische Staatsphilosoph Hegel beschäftigt mit schwierigen Untersuchungen auf dem Gebiete der Logik, lieferte Marx und Lenin, den Klassikern der proletarischen Revolution, Methoden von unschätzbarem Wert. Die Entwicklung der Wissenschaften erfolgt im Zusammenhang aber ungleichmäßig und der Staat ist außerstande, alles im Auge zu behalten. Die Vorkämpfer der Wahrheit können sich Kampfplätze auswählen, die verhältnismäßig unbeobachtet sind. Alles kommt darauf an, dass ein richtiges Denken gelehrt wird, ein Denken, das alle Dinge und Vorgänge nach ihrer vergänglichen und veränderbaren Seite fragt. Die Herrschenden haben eine große Abneigung gegen starke Veränderungen. Sie möchten, dass alles so bleibt, am liebsten tausend Jahre.

    Am besten der Mond bleibe stehen und die Sonne liefe nicht weiter! Dann bekäme keiner mehr Hunger und wollet zu Abend essen. Wenn sie geschossen haben, soll der Gegner nicht mehr schießen dürfen, ihr Schuss soll der letzte gewesen sein. Eine Betrachtungsweise, die das Vergängliche besonders hervorhebt, ist ein gutes Mittel, die Unterdrückten zu ermutigen... eh, dass in jedem Ding und in jedem Zustand ein Widerspruch sich meldet und wächst, ist etwas was den Siegern entgegengehalten werden muss. Eine solche Betrachtungsweise (wie der Dialektik, der Lehre vom Fluss der Dinge) kann bei der Untersuchung von Gegenständen eingeübt werden, welche den Herrschenden eine Zeitlang entgehen. Man kann sie in der Biologie oder Chemie anwenden. Aber auch bei der Schilderung der Schicksale einer Familie kann sie eingeübt werden, ohne allzuviel Aufsehen zu erwecken. Die Abhängigkeit jeden Dings von vielen andern; sich ständig ändernden, ist ein den Diktaturen gefährlicher Gedanke, und er kann in vielerlei Arten auftreten, ohne der Polizei eine Handhabe zu bieten.

    Eine vollständige Schilderung aller Umstände und Prozesse, von denen ein Mann betroffen wird, der einen Tabakladen aufmacht, kann ein harter Schlag gegen die Diktatur sein. Jeder, der ein wenig nachdenkt, wird finden warum. Die Regierungen, welche die Menschenmassen ins Elend führen, müssen vermeiden, dass im Elend an die Regierung gedacht wird. Sie reden viel vom Schicksal. Dieses, nicht sie, ist am Mangel schuld. Wer nach der Ursache des Mangels forscht, wird verhaftet, bevor er auf die Regierung stößt. Aber es ist möglich, im allgemeinen dem Gerede vom Schicksal entgegenzutreten; man kann zeigen, dass dem Menschen sein Schicksal von Menschen bereitet wird.

    Dies kann wieder auf vielfache Art geschehen. Es kann zum Beispiel die Geschichte eines Bauernhofes erzählt werden, etwa eines isländischen Bauernhofes. Das ganze Dorf spricht davon, dass auf diesem Hof ein Fluch liegt. Eine Bäuerin hat sich in den Brunnen gestürzt, ein Bauer hat sich aufgehängt. Eines Tages findet eine Heirat statt, der Sohn des Bauern verheiratet sich mit einem Mädchen, das einige Äcker mit in die Ehe bringt. Der Fluch weicht vom Hof. Das Dorf ist sich in der Beurteilung dieser glücklichen Wendung nicht einig. Die einen schreiben sie der sonnigen Natur des jungen Bauern zu, die andern den Äckern, die die junge Bäuerin mitgebracht hat und die den Hof erst lebensfähig machen. Aber selbst in einem Gedicht, das eine Landschaft schildert, kann etwas erreicht werden, nämlich wenn der Natur die von Menschen geschaffenen Dinge einverleibt werden.

    Es ist List nötig, damit die Wahrheit verbreitet wird.


    Zusammenfassung

    Die große Wahrheit unseres Zeitalters (mit deren Erkenntnis noch nicht gedient ist, ohne deren Erkenntnis aber keine andere Wahrheit von Belang gefunden werden kann) ist es, dass unser Erdteil in Barbarei versinkt, weil die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln mit Gewalt festgehalten werden. Was nützt es da, etwas Mutiges zu schreiben, aus dem hervorgeht, dass der Zustand, in den wir versinken, ein barbarischer ist (was wahr ist), wenn nicht klar ist, warum wir in diesen Zustand geraten? Wir müssen sagen, dass gefoltert wird, weil die Eigentumsverhältnisse bleiben sollen. Freilich, wenn wir dies sagen, verlieren wir viele Freunde, die gegen das Foltern sind, weil sie glauben, die Eigentumsverhältnisse könnten auch ohne Foltern aufrechterhalten bleiben (was unwahr ist).

    Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände in unserem Land sagen, dass das getan werden kann, was sie zum Verschwinden bringt, nämlich das, wodurch die Eigentumsverhältnisse geändert werden.

    Wir müssen es ferner denen sagen, die unter den Eigentumsverhältnissen am meisten leiden, an ihrer Abänderung das meiste Interesse haben, den Arbeitern und denen, die wir ihnen als Bundesgenossen zuführen können, weil sie eigentlich auch kein Eigentum an Produktionsmitteln besitzen, wenn sie auch an den Gewinnen beteiligt sind.

    Und wir müssen, fünftens, mit List vorgehen.

    Und alle diese fünf Schwierigkeiten müssen wir zu ein- und derselben Zeit lösen, denn wir können die Wahrheit über barbarische Zustände nicht erforschen, ohne an die zu denken, welche darunter leiden und während wir, immerfort jede Anwandlung von Feigheit abschüttelnd, die wahren Zusammenhänge im Hinblick auf die suchen, die bereit sind, ihre Kenntnis zu benützen, müssen wir auch noch daran denken, ihnen die Wahrheit so zu reichen, dass sie eine Waffe in ihren Händen sein kann und zugleich so listig, dass diese Überreichung nicht vom Feind entdeckt und verhindert werden kann.

    Soviel wird verlangt, wenn verlangt wird, der Schriftsteller soll die Wahrheit schreiben.

    [left]

    Wie viel klüger ist doch das Tier als der Mensch: in seinem Bedürfnis weiß es, wieviel es bedarf. Der Mensch aber, der etwas bedarf weiß es nicht.

    In Wirklichkeit wissen wir nichts, denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.

    So sprach eins Demokrit, an dessen Worten sich nichts an Aktualität verändert haben. Schaut man in die Welt wird man ständig mit Dingen konfrontiert, die einen an der Menschheit zweiflen lassen.
    Umweltverschmutzung, Mord, Raubbau, Gier usw. zeichnen diese Welt. Ihr tut euch das bewusst an. Ist euch das bewusst? fragt man sich und hofft in seinem Idealismus doch noch etwas verändern zu können.
    Viele möchten etwas verändern, einige resignieren und schauen nur zu und einige wundern sich was passiert ist.
    Immerhin gibt es noch engagierte Menschen die nicht auf der faulen Haut liegen wollen, und mit Verantwortung für die Erde und den Menschen arbeiten. Vielen Dank dafür. Denn es richtigen Aktivisten mangelt es. Aktivismus wird heute gleichgesetzt mit Ich mach mal nen Blog/Homepage etc. Wie schnell sich doch Begriffe wandeln.

    Nun warum also wieder zurück? Um mich der Masse anzuschließen, frei nach dem Motto Become the Media? Um meine Individualität auszuleben - den Konformismus der Nonkonformisten?
    Wenn ich mich in der Medienwelt umschaue, sehe ich immer mehr Menschen die unabhängig, anders und demokratisch sein wollen, sich in die entsprechenden Netzwerke eintragen und sich deutlich von den Konsummenschen unterscheiden möchten. Mittlerweile taucht schon der Begriff Otto-Normal-Abweichler auf, und ich muss sagen der Begriff triffts genau, wobei mir Konformismus der Nonkonformisten eher gefällt. Man möchte sich absondern, aber trotzdem zu einer Gruppe gehören um seine Individualität zu zeigen. Welch innerer Widerspruch. Das ist genauso als wenn ich mein Selbst durch Konsumgüter definiere. Ich denke darin leigt auch der Ursprung in den ach so tollen Hedonismus. Den Leuten fehlt was, aber da sie nicht wissen was, befriedigen sie ihre Bedürfnisse mit allen Mitteln, ohne überhaupt zu wissen was sie da eigentlich befriedigen. Die Schaffung von künstlichen Bedürfnissen ist nun mal ein gutes Geschäft.
    Schade das selbst die darauf hereinfallen die das eigentlich wissen bzw. die Informationen ja da sind.

    Im Zeitalter der sogenannten Informationsgesellschaft brüsten sich viele mit der Informationsfreiheit. Jaja, an Informationen mangelt es nicht man kann eher von einer Flut sprechen oder besser von Desinformation. Angefangen in der Politik bis hin zum normalen Alltag.
    Woran können wir denn heute noch erkennen was wahr ist? Wessen Wahrheit wollen wir glauben? Wissen ist Macht! doch welches
    Wissen könnte allenfalls Macht sein? Wie gut sind alternative Medien? Bewirken sie etwas? Oder sind sie genauso von ideologischen Zügen besessen?
    Klar hab ich die Freiheit zu wählen wie ich mich informieren will, doch wie sagte Jeanne Moreau so schön: Frei sein heißt, wählen können, wessen Sklave man sein will.

    Die lethargische Dekadenz der Gesellschaft, die es überhaupt erst ermöglicht hat das Eliten an die Macht kamen und können, bestätigt mich darin.
    Warum macht man das? Weil es gerade in ist? Weil man sich engagieren will? Sieht man denn nicht das die vermeintlichen Organisationen, Foren o.ä auch nicht besser sind wie ihre Gegner?
    Ich glaube den meisten Gegner einer Sache ist nicht bewusst das sie, ob sie wollen oder nicht, irgendwann zu denen schlimmsten Vertretern werden.

    Ist das ganze wichtig? Ist es wichtig hier mitzumachen? Wenn ich es genau nehme... Nein. Wir leben nunmal in der Dualität und alles hat seine Vor-und Nachteile. Wer sein Selbst gefunden hat, dem kann so gut wie nichts aufhalten. Was bringt es sich zu wünschen das alles Schlechte doch weg gehen soll? Es wäre der Untergang. Was wäre das für ein Universum wenn es keine Gegensätze gäbe.
    Eine rein gute Welt würde stagnieren und irgendwann gegen sich selbst richten. Eine böse Welt würde sich selbst verbrennen. Das Gleichgewicht zwischen den Gegensätzen ist es, was das Universum mit Leben füllt.
    Erst die Interaktion zwischen zwei Kräften bewirken die Wunder die man täglich erleben kann.

    Die meisten Menschen leben als ob sie eine besondere Denkkraft besitzen, obwohl es eine allgemeine Fähigkeit ist. Sie setzen sich in Widerspruch mit dem was ihnen täglich widerfährt. Es erscheint ihnen fremd. Denn die meisten denken nicht über solche Dinge nach die ihnen alltäglich widerfahren, noch verstehen sie es.

    Würden die Menschen in sich hineinhorchen, sich selbst erkennen und danach leben... tjaja dann würde so manches anders sein. Aber Geschichte wiederholt sich. So war es vor tausend Jahren und so wird es auch noch sein. Die Menschheit ist dazu verdammt die Fehler der Vergangenheit zu vergessen und zu wiederholen. Aber es liegt nun mal an uns was wir aus dieser Zeit machen. Was wir aus uns machen und wie wir sein wollen. Jeden Tag.

    Wie dem auch sei, warum bin ich nun hier? Ich habe einfach Spaß am Schreiben und das Medium ist nunmal da, warum also nicht nutzen? Und was will ich hier schreiben? Nunja ich will keinen kurzen Nachrichten bringen und ständig CopyPaste einer Schlagzeile bringen. Ich möchte über diverse Themen längere Texte schreiben. Da aber meine Interessen so breit gefächert sind kann ich mich momentan nicht konkretisieren, aber naja, dafür werden es, meiner Meinung nach, gut recherchierte Beiträge werden. Sowas vermisse ich. Es ist schon schlimm genug, das Leute nach kürzeren Texten schreien und sich damit abfinden weniger fundiertes zu lesen. Warum nicht mal mehr gut recherchierte Texte schreiben. Warum nicht mal weniger aber dafür informiert schreiben?
    Mich interessiert nicht was andere davon denken.

    Mich interessiert auch nicht mehr viel im Forum und ich muss sagen das die Abwesenheit mir enorm gut getan hat. Vermisst habe ich es nicht. Ehrlich gesagt halte ich auch nicht mehr viel davon. Es hat sehr stark nachgelassen was Professionalität und Stimmung betrifft. Ich frage mich ob es überhaupt noch was bringt hier was zu schreiben. Wenn sich Menschen an Banalitäten und Unzulänglichkeiten aufhängen um ihre Profilierungssucht zu stillen und ihr Weltbild zu erhalten, dann frage ich mich echt ob ich hier am richtigen Ort bin. Schade eigentlich, denn es gäbe hier noch viel zu tun, aber anscheinend interessiert das nur wenige und die werden dafür auch noch bestraft. Welch Ironie!

    Ich weiß das sich viele verändert haben, mich eingeschlossen, und ihre eigenen Wege gehen (was ja auch gut ist) aber ich denke man sollte sich schon die Frage stellen was man hier eigentlich will. Warum kam man damals hier her, warum ist man heute hier? Ich kam damals hierher um Gleichgesinnte zu finden, zu treffen und mit ihnen zu diskutieren. Das will ich heute eigentlich immer noch, aber meine Prioritäten sind andere geworden. Ich wollte den Geschichtsthread moderieren und einige Ideen und Projekte umsetzen die mir schon lange im Kopf rumschwirren. Es ist mit allen Dingen so, wird eine Sache größer und erreicht einen bestimmten Punkt geht sie entweder auf und wächst weiter (auf Kosten der Seele) oder sie geht unter weil sie sich spaltet oder der Geist erloschen ist.
    So ist nun mal der Zyklus allen Lebens, das ist mit Objekten nicht anders. Naja ich mach mir keine Illusionen, der alte Glanz kommt nicht wieder. Man muss halt jetzt aus dem was man hat das beste machen. Ist wie mit einer Wohnung entweder man renoviert sie oder man lässt es bleiben.
    Ich hoffe wir können hier nochmal was gemeinsam machen.

    Mal so am Rande, es heißt ja das Namensänderung auch eine Änderung des Charackters usw. bewirkt. Nomen est omen.
    Wer weiß, aber könnte alles nicht auch mit der Änderung des Domainnamens zusammenhängen?
    (Nur son spontaner Gedanke)

    Urteile nicht über Dinge, von denen du nur Echo und Schatten kennst.
    Japanisches Sprichwort

    Die Zeit wird zeigen was hierraus wird.
    Ich wünsche euch allen das was ihr euch selbst wünscht[/left]

    Wir wollen wieder ein Treffen machen. Alle sind herzlich eingeladen die kommen wollen.

    Wir treffen uns wieder im Cafe Bilderbuch in der Akazienstraße 27 um 16 Uhr. Wegen dem Streik fahrt ihr am besten bis S-Bahnhof Schöneberg fahren. Ist am kürzesten.

    Bis dann

    Liebe Freunde und Bekannte,

    es ist für mich eine richtige Seltenheit einen Brief an alle zu schreiben, doch es soll kein Hindernis sein. Ihr müsst mir auf diesen Brief nicht antworten, denn ich verlange von euch keine Antworten oder generell Worte. Schreibt mir nur wenn ihr es auch wirklich wollt und ihr euch auch die Zeit dafür genommen habt.

    Nun, warum ein offener Brief? Es ist jetzt halb vier morgens und eigentlich möchte ich schlafen, doch meine Gedanken halten mich wach. Sogar soweit wach das ich beschlossen habe diese gleich aufzuschreiben bevor die schönen Formulierungen, die mir zufliegen, wieder weg sind. Wär doch schade drum...

    Ich wollte ja schon länger mal sowas machen und hatte die eine oder andere Nacht schon gegrübelt und nachgedacht, sodass ich die tollsten Tagebucheinträge hätte, würde ich eins führen. Vielleicht mach ich das ja doch mal. Oft habe ich damit begonnen, doch genauso oft habe ich wieder aufgehört. Es ist befreiend seine Gedanken aufzuschreiben, besonders nachts oder in ruhigen Momenten wo man für sich ist.

    Womit wir eigentlich schon beim Hauptthema wären. Der eine oder andere wird sicherlich bemerkt haben, das ich mich von den sogenannten social networks abgemeldet habe. Einige fragten mich nach dem Warum, doch ich konnte keine zufriedenstellende Antwort geben. Wie auch wenn ich selbst nicht mal wusste warum? Ich hatte nur das Gefühl das es das Beste wäre genau das zu tun.

    Ruhe... ich wollte Ruhe. Ich wollte und will sie eigentlich immer noch. Es kommt der Punkt wo man einfach nicht mehr will. Wenn man jeden Tag mit Nachrichten und Informationen bombardiert wird kann man irgenwann nicht mehr. Alle erzählen das sie objektiv, wahr und unparteiisch sind, doch man muss noch nicht mal den Artikel gelesen haben um zu sehen, das ihre Attribute alles andere als eben genannt sind.
    Wenn man dann noch so eine Ahnung hat, was hinter den Kulissen so abgeht kommt einen das alles so unglaublich sinnlos vor.
    Klar kann man jetzt fragen: Wieso liest du das dann? ... aber so einfach ist das nicht.

    Es ist ein innerer Kampf den man führt. Die verschiedenen Interessen und Wünsche die man im Kopf hat um umsetzen möchte, aber sich auch gegenseitig konkurrieren und hemmen, führen zu einer gewissen Unentschlossenheit.
    Zum einen bin ich ein Informationsjunkie, der gern auf Suche nach neuem Wissen ist, aber zum anderen kommt das sokratische Ich weiß, das ich nichts weiß oft genug vor, der alles wieder in eine Sinnlosigkeit stürzt.
    Hinzu kommt noch das Gefühl des Vergessens das an einem nagt. Wenn ich daran denke, das ich noch vor einem Jahr jemanden mehr über die USA erzählen konnte, als ein US-Bürger, und heute gerade noch so das Allgemeinwissen zusammenkriege, schauderts mich schon.
    Ich wünsche mir oft wieder das alte Wissen zu haben und was zu tun. Oder auch einfach schlicht die Zeit für Dinge die man mag. Ringt man sich dann doch durch etwas zu tun verrinnt die Zeit und man stellt schnell fest Oh es ist schon Nacht, dabei wollte ich noch Aufräumen, Dies und Jenes machen.
    Wer kennt dies nicht? Ich hör schon den einen oder anderen sagen Das ist doch normal, was machst du sonen Aufriß darum?. Ist dem so? Hm...

    Was meinen Idealismus angeht, den hingegen habe ich behalten und ich glaube er ist sogar noch stärker als vorher. Zumindest was den Wunsch nach Umsetzung und die Inspirationen betrifft, die man dadurch bekommt.
    Ideen habe ich genug, doch mit der Umsetzung ist es nicht so wie man möchte. Ich habe mich durch die verschiedensten Gruppierungen, Portale, Foren ... was das Internet halt so hergibt, gekämpft und hab auch spannende Sachen gefunden.
    Manches hatte mich so beflügelt das ich sowas auch machen wollte. Doch wenn ich es dann gemacht habe, fragte ich mich was ich mir denn davon versprach. Anerkennung? Einen Schulterklaps verbunden mit den Worten: Gut gemacht?
    War ich so darauf versessen?
    Was will ich eigentlich? Eine Frage wo ich wohl noch ne Weile brauchen werde um die Antwort zu finden.

    Tja, ich weiß nicht, alles hier erinnert mich an das intellektuelle Leiden, was schon die Philosophen beschrieben. Das schmerzliche Erkennen des Sein. Besonders wenn man so wie gern Menschen beobachtet und studiert. Auch sehr erkenntnisreich sind dann immer Dinge die Projekte scheitern ließen oder wo Streitigkeiten enstehen. Völlige banale Nichtigkeiten werden zu Problemen der Menschheit aufgeblasen, das man nur noch den Kopf schütteln kann.
    Natürlich bin ich nicht besser, das maße ich mir auch nicht an zu sagen, doch ich finde es auch irgendwo traurig wie beschränkt manche sein können.

    Ich habe mir vor ein Tagen bei Dussmann, was ich eher Buchladen der Möchtegern -Elite nennen würde, ein Buch über Che Guevara gekauft. An der Kasse war vor mir ein etwas älterer Herr, den man ansah das er zu den Besserverdienenden gehört. Die Kassiererin war scheißefreundlich zu dem, wie man so schön sagt. Als ich dann an der Reihe war und sie mich und das Buch sah, verhärtete sich ihr Gesicht. Ihr Lächeln war verschwunden und ich bekam nur ein mürrisches Guten Abend entgegen geschleudert. Ich hab mir nichts anmerken lassen und war freundlich wie immer, aber ich fragte mich dann doch was diese spontane Stimmungsschwankung hervorrief. Ihre ganze Mimik und Körpersprache zeigte eine völlige Ablehnung gegen mich. War es mein Aussehen was sie störte oder das ich mich für Che Guevara interessiere?
    Ist man dann weniger Mensch wenn man Interessen hat die die Masse nicht hat? Darf man keine Idole mehr haben? Oder soll ich zukünftig nur noch in kleinen billigen Buchläden einkaufen, weil ich nicht der gehobenen Kaufhausnorm genüge. Ich habe sowas schon zu genüge erlebt.
    Ob die Menschheit sich wohl jemals weiterentwickeln wird?

    Wie auch immer... Ruhe und Rückzug... vielleicht ist es genau das was ich jetzt brauche um in der chaotischen Welt draußen weiter zu bestehen. Vielleicht sollte ich einfach leben... was immer man auch darunter verstehen mag.
    Vielleicht bin ich doch sensibler und zerbrechlicher als ich mir selbst einzugestehen vermag.
    Aber vielleicht ist es einfach nur die Sehnsucht wieder zum eigenen Selbst zu finden und seine Ideale endlich mal zu verwirklichen und zu verteidigen.
    In letzter Zeit sind mir einige Biographien von interessanten Menschen in die Hände gekommen. Carter, der Ärcheologe, Che und diverse andere... was mir bei allen auffiel war ihr Traum und ihr Wille diesen zu verwirklichen.
    Vielleicht brauche ich genau beides... Ruhe und Rückzug um meine Gedanken zu ordnen und meine Situation zu analysieren, um dann endlich der zu sein der ich schon lange sein wollte, aber nie traute zu sein.
    Wie war doch gleich der Spruch? Wir haben keine Angst zu versagen. Wir haben Angst unbegrenzt mächtig zu sein ... so oder so ähnlich...

    Nein ... es ist nicht nur ein vielleicht... ich hab das dumpfe Gefühl das dem genauso ist.
    Wundert euch also nicht wenn ich eine Zeit lang schweige und akzeptiert bitte das ich momentan nicht der bin, den man von mir erwartet... und was ich auch in Zukunft wohl auch nicht sein werde.
    Dies soll kein Abschied als solches sein. Wir sehen uns wieder.

    "Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann."
    Jean Paul Satre

    Danke das Ihr euch die Zeit genommen habt in meine Gedankenwelt einzutauchen und meinen Brief lest. Wenn man journalistisch arbeitet fragt man sich oft Warum sollen andere gerade meine Artikel lesen? Nun ich schreibe wenigstens ehrlich und mit Herzen... und als ich selbst.

    Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und danke das es euch gibt.

    mit Tränen in Augen grüßt euch

    euer Tempelritter

    Nun, Erfahrungen mit der absoluten Wahrheit wird niemand hier haben. Wir können höchstens eine mögliche Wahrheit entstehen lassen zwischen unserer Wahrheit und der Realität der Anderen.

    Und was du erlebst haben andere auch erlebt. Ich möchte damit nicht deine Erfahrungen herunterspielen oder relativieren, ich will damit nur sagen das es genauso mit Leuten passiert die schon "weiter" sind.

    Nichtsdestotrotz wirst du deinen Weg schon finden, denn nicht umsonst wird das Buch so plötzlich in dein Leben gekommen sein, wenn es dich so verändert hat.

    Ich wünsch dir noch viel Spaß hier...

    Hat da jemand zuviel DeusEx gespielt? Da kam das das auch vor das sich die verfeindeten Traiden in China vereint haben um gegen den Majestic-12, der Untergruppe der Illuminati, vorzugehen.

    *g* Unsichtbare Waffen für einen unsichtbaren Krieg... als nächtes vereinigen sich sämtliche Religionen zu einer, die WTO wird Regierungschef der Welt und wird können alle Implantate uns einpflanzen lassen. Und last but not least kommt noch eine KI die versucht die Welt zu erobern.

    Ich seh schon... hab ich wohl selbst zu oft gespielt :P

    Ich bin ja schon auf die generelle Arbeit mit Quellen eingegangen, doch nun möchte ich mich speziell auf Internetquellen beschränken.

    Internetrecherche ist bequem, verleitet aber schnell dazu alles zu glauben was dort steht. Man denkt oft es ist aktuell, weswegen es die meistens die erste Wahl bei Recherchen ist. Doch dabei vergessen viele die eigentliche Arbeit: Informationen zu vergleichen und die Glaubwürdigkeit einschätzen.

    Also kommen wir zu Dingen die man beachten sollte:

    Wer schreibt?
    Welcher Standpunkt/Vorurteil wird vertreten? Sind die Informationen aktuell oder schon überholt? Sind sie plausibel und nachprüfbar? Gibt es Links? Wenn ja, wohin zeigen sie und funktionieren sie noch?

    Aktualität
    Ist das Publikationsdatum der letzten Änderung bekannt?
    Falls kein Datum da ist (oder bezweifelt wird), einfach auf Archive.org nachsehen. Dort erfährt man wie lange die Seite schon existiert und wann sie geändert wurde.

    Das Umfeld
    Wo erscheint die Seite? Wer ist der Betreiber der Seite? Wer finanziert die Website? Gibt es Sponsoren? Existiert ein Impressum mit gültigen Kontaktdaten?

    Zensur
    Man sollte darauf achten nach welchen Themen man wo sucht. China, das bekannte Beispiel, zensiert das Internet. Dies ist natürlich auch bei anderen Ländern mehr oder weniger nicht anders. Sollte man beachten.

    Die Domain
    Achtet auf die TLD (Top-Level-Domain). Jedes Land besitzt zwei Buchstaben als Domain. Andere TLDs mit drei Buchstaben sind für Sachgebiete.
    .org oder .com Domians bekommt man nicht kostenlos.
    Passt die Domain zum Inhalt?

    Hoaxes
    Um nicht auf Falschmeldungen hereinzufallen sollte man diverse Hoax-Infodienste sich vorher anschauen.
    http://www2.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml ist sehr zu empfehlen.

    Plagiate
    Handelt es sich um einen Originaltext? http://www.copyscape.com ist eine geeignete Suchmaschine zur Überprüfung.

    Wie denken andere darüber?
    Wer hat den Text zitiert, besprochen oder verlinkt? Wie hat er das gemacht? Wer äußert sich da?
    Wenn sich niemand dazu äußert kann das auch eine relevante Information sein.
    Wer verlinkt auf die entsprechende Seite? Bei Suchmaschinen einfach mal "link:" vor der Seite setzen.
    Finden große Suchmaschinen die Seite? Wenn nicht, wie hat man sie selbst gefunden?

    Die Betreiber
    Um ganz sicher zu gehen sollte man die Whois-Dtenbanken der Domains ansehen, um herauszufinden wer sich für die entsprechende Domain registriert hat und wer der technische Bearbeiter der Seite ist.
    Denic ist für alle deutschen Domains zuständig. Allwhois ist weltweit zuständig.IANA (Internet Assigned Numbers Authority) verwaltet alle Domains und besitz eine komplette Liste.

    Wikipedia
    Der "freien Enzyklopädie" gilt besonderer Aufmerksamkeit. Da bei Wikipedia der Leitsatz "Bestand hat, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird" gilt, heißt das nicht das man alles gutheißen soll was bei Wikipedia steht.
    Man weiß nie wer die Artikel bearbeitet hat, dementsprechend stark variiert das Niveau der Artikel. Gewähr auf Richtigkeit ist nicht gegeben.
    Viele Themen sind genauso umstritten wie in der Gesellschaft. Zudem ist es auch Opfer von diversen PR-Attacken. Texte werden von verschieden Interessen geändert.
    Man sollte also zumindest die Diskussionsseite beachten und nachsehen wann sie das letzte mal geändert wurde. Je geringer die Zahl der Bearbeiter desto kritischer sollte man auch das beachten.
    Der Wikiscanner von Virgil Griffith hilft einzusehen wann die letzten Änderungen waren und ob diverse Firmen dahinterstecken.

    Wer noch weitere Hinweise hat, der möge sie bitte ergänzen.

    Die Suchfunktion verwenden kann Wunder wirken... das Thema wurde schon paarmal diskutiert, Macht es uns Mods doch nicht unnötig schwer.

    Wie dem auch sei, ich hab mich mit dem Thema sehr skeptisch auseinandergesetzt, weil das ja mittlerweile sehr merkwürdige Blüten treibt.
    Wenn man bedenkt das noch vor nicht wenigen Jahren noch verlacht wurde oder als "Öko" beschimpft wurde, wenn man den Treibhauseffekt oder ähnliche Umweltthemen ansprach und heute jetzt als "Fanatiker" oder "Schwindler" bezeichnet wird, jedoch von einer Fraktion, macht das schon
    etwas nachdenklich.
    Vor allem wenn man bedenkt, das im letzten Jahr das AEI (American Enterprise Institute), welchens von Exxon gesponsort wird, und noch andere multinationale Konzerne Preisgelder ausschrieben für denjenigen der beweisen kann, das es den Klimawandel nicht gibt oder zumindest nicht
    von Menschen kommt.
    Woher kommt dieser plötzliche Schwenk, der ja aus dem heiteren Himmel zu kommen schien? In den 70ern prognostizierten Klimaforscher, dass wir in eine neue Eiszeit gehen werden.

    Aber schauen wir uns das ganze doch näher an, damit wir einen Überblick haben:
    [Blockierte Grafik: http://www.schulphysik.de/klima/klima2003/kihz2s.jpg]

    Die Temperaturerhöhung soll ja dem Kohlenstoffdioxid vorrausgehen:
    [Blockierte Grafik: http://www.schulphysik.de/klima/klima2003/icecore1.jpg]

    Stellt sich also die Frage, was dann die Ursache ist.
    Man soll ja auch herausgefunden haben das die Sonne bzw. die Sonnenflecken dafür verantwortlich sein sollen für den Ansteig der Temperatur.
    [Blockierte Grafik: http://www.schulphysik.de/klima/klima2003/danetemp.gif]
    E. Friis-Christensen und K. Lassen aus Dänemark fanden einen sehr engen Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Erdtemperatur.
    Der Mechanismus wurde zunächst durch Reaktion der kosmischen Strahlung mit der Wolkenbildung der Erde erklärt.
    Zu diesem Zeitpunkt hatten die IPCC- Simulationen noch nicht mal die Wolken integriert. Die Sonne wurde auch nicht als Ursache betrachtet.

    So weit so gut... wären da nicht weitere Forschungen darauf gewesen die nun das Gegenteil herausfanden.

    Zitat


    Da erst seit 1978 genaue Messdaten vorliegen, mussten die Forscher allerdings auf ein Hilfsmittel zurückgreifen, um auch einen langfristigen Einfluss der Sonnenaktivität auf das Erdklima auszuschließen: Sie untersuchten Radioisotope von Kohlenstoff und Beryllium, die im 100.000 Jahre alten Eis Grönlands und der Antarktis nachgewiesen werden. Kosmische Strahlung erzeugt diese Radioisotope in der Erdatmosphäre. Da die Sonnenaktivität diesen Prozess beeinflusst, konnten die Forscher die Menge auftretender Flecken und Fackeln in den vergangenen Jahrhunderten rekonstruieren. Sie verglichen ihre Ergebnisse mit dem Temperaturverlauf der Erde, den sie aus historischen Aufzeichnungen ermittelt hatten. Demnach hat sich die schwankende Sonnenaktivität nur schwach auf das Klima ausgewirkt. Die Beobachtungen zeigen eine Erwärmung der Erdatmosphäre seit dem 17. Jahrhundert, sagt Spruit. Etwa zur gleichen Zeit nahm auch die Anzahl der Sonnenflecken generell zu. Als Ursache für den globalen Klimawandel kommt diese verstärkte Sonnenaktivität dennoch nicht in Frage: Um die Erderwärmung zu bewirken, hätte die Änderung der Sonneneinstrahlung drei- bis fünfmal stärker ausfallen müssen, sagt Spruit.

    (siehe auch: Originalartikel im Nature)

    So was also nun? Was stimmt nun?

    Ich bin dann als ich wegen der der "kleinen Eiszeit" recherchierte auf folgenden Essay von Dipl. Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne gestoßen. Folgende Passage will ich euch nicht vorenthalten.

    Zitat

    Der Chemiker Svante Arrhenius hatte im Jahre 1896 eine Arbeit publiziert, in der er die Entstehung von Eiszeiten erklären versuchte. Seine Hypothese lautete, daß die erdgeschichtlichen Schwankungen des Klimas auf die Schwankungen des atmosphärischen Kohlensäuregehaltes ursächlich zurückzuführen seien. Daher rührt sein heutiger Ruf als "Vater der Treibhaushypothese". Arrhenius gab seiner Modellerde eine "Weltmitteltemperatur" von 15 Grad, wäs exakt dem 1988 von der Enquete-Kommission festgestellten Wert entspricht. Damit gerät selbst die "Erwärmungshypothese" ins Zwielicht, was die Wertung untermauert, daß es sich bei der "Globaltemperatur" um einen "Glaubenswert" oder "Spielwert" handelt. Wohl deswegen gab Prof. Dr. Christian-D. Schönwiese dem IPCC-Report 1990 den Nimbus "Klimabibel". Doch dieser Mißbrauch ist nicht Arrhenius anzulasten. Auf wieviel Meßstationen wirklich die "Globaltemperatur" von 1994 basiert, das ist einer Publikation der WMO in Genf zu entnehmen. Die Zahl beträgt 1400! Würde man diese Stationen gleichmäßig über die 510 Millionen Quädratkilometer der Erde verteilen, was die Ozeane vereiteln, so müßte jede der 1400 , "Mitteiwerte" für ein Gebiet von knapp 365000 km2 repräsentativ sein. Deutschland wäre mit einem Meßpunkt , "repräsentiert" und diesen könnte man relativ zentral auf die Wasserkuppe/Rohe Rhön positionieren, wobei die topographische Höhe keine Rolle spielte, da ja alle Temperaturen ohnehin auf Meeresniveau reduziert werden und nichts mit der "strahlenden" Oberflächentemperatur zu tun haben.
    Ist die zeitliche Mittelung der diversen meteorologischen Elemente an einem gegebenen Ort im Sinne von Humboldt zwecks Erkennung und Abgrenzung der Klimagunst bestimmter Räume und zur Erstellung von stadt- und geländeklimatologischen Gutachten durchaus sinnvoll, so hat die darüber hinausgehende regionale oder globale Mittelung keinen ,praktischen Nutzwert mehr. Es gibt keine sinnbehaftete "Mitteltemperatur" für Europa, Amerika oder Asien und schon gar keine "Globaltemperatur"

    Was mich immer mehr stutziger macht. Alle Fraktionen werfen mit Statistiken um sich, aber wie heißt es doch so schön: "Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast"
    Was mir auffällt ist das sich eine regelrechte Klimareligion gebildet hat. Mit Papst und Gegenpapst. Egal für welche Seite du dich entscheidest man wird von beiden Seiten als Ketzer angesehen. Fehlt nur noch das sich eine Inquisition bildet und wir die Scheiterhaufen wieder einführen. Ah nee.. produziert ja zuviel CO2. Wahrscheinlich würde man sich schon eine umweltfreundliche Lösung einfallen lassen. Elektrischer Stuhl, der mit Solarenergie betrieben wird.

    Interessant ist das ein faktor in der ganzen Debatte völlig außer acht gelassen wird. Die globale Verdunklung oder "global dimming" genannt.

    Ich hab hier mal ne BBC-Doku und den Nature-Artikel.

    Wieso wird das kaum bekannt gemacht? Kann es sein das es bewusst ausgeblendet wird, weil die Verdunklung dem Treibhauseffekt entgegenwirkt?
    Es gibt Forscher die meinen man müsse die Verdunklung erhalten, damit die Temperaturerhöhung nicht weiter geht.
    Ich hab mir dann so meine Überlegungen gemacht mir ein paar Fragen gestellt.
    In der Klimaforschung gibt es ja den Begriff der "kleinen Eiszeit", was ich ja oben schon sagte, welche im 19 Jhd. vorherrschte. Bezeichnend dafür sind die Bilder und Literatur aus der Zeit. Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" oder "Oliver Twist" spielen ja in dem derben Winter.
    Ob dies natürlich war, wage ich etwas zu bezweifeln. Schließlich war die industrielle Revolution auf ihrem Höhepunkt, welches sich ja auch im Manchster-Kapitalismus zeigte. Interessant ist hierbei das es eine so hohe Rauch-und Rußemmission gab, das Birken völlige schwarzen Rinden hatten. Schwarze Birkenspanner, eine Mutation, überlbeten in besser als die normalen, da sie jetz eher entdeckt wurden. Wäre es dann nicht möglich, das die derben Winter durch die Industrie verstärkt wurden? Immerhin wirkt ja so die globale Verdunklung. Man schaue sich ja nur den
    Flugverkehr an. Blauer Himmer oder Sonne ohne Kondensschleier ist selten geworden.

    Was Klimawechsel betrifft, den gab es doch auch schon... die Dinosaurier mussten mit einer dreifachen CO2- Konzentration als heute leben.
    Dann hab ich mir mal die Steinkohle und Erdgasvorkommen angeschaut.
    [Blockierte Grafik: http://osteuropa.dgo-online.org/fileadmin/OEKA…rkommen%20K.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://osteuropa.dgo-online.org/fileadmin/OEKA…0Europa%20K.jpg]

    Wenn ich das richtig verstanden habe, entstand Kohle aus tropischen Bäumen bzw. fossilen Bestandteilen. Und da in Eurasien vor Jahrmillionen Tropenwald war ist es doch zumindest nachvollziehbar. Hm.. ohne Klimawandel keine Kohle? Was denkt ihr?

    Dann macht mich stutzig das es keine Forderungen für doppelwandige Öltanker gibt. Der größte Sauerstoffproduzent ist das Phytoplankton der Erde. Die einwandigen Tanker, die immer mal wieder auslaufen, stellen eine unmittelbare Gefahr dar.
    Überhaupt scheint es mittlerweile ein Freibrief zu geben die Umwelt zu verschmutzen.
    Brandrodungen in unschätzbarer Größe werden benutzt um Platz für Vieh, Acker oder Industrie zu machen. Also eine gewaltige CO2 Produktion. Wo bleiben da die Klimaschützer? Das wir Regenwald roden um dort Soja anzubauen, welches wir dann für unsere Fleischproduktion importieren nur um dann die Überschüsse wegzuschmeißen ist für mich schon Ideotie in Potenz. Lass es noch genmanipuliertes Soja, welches keine Samen bildet und nur einmal Früchte trägt (das sogenannte Selbstmordgen), dann noch Antibiotika in den Kühen, welches wir dann aufnehmen, sein.. und dann erzähl mir einer nochwas von "Umweltschutz".
    Größere Viehherden bedeuten mehr Methan, denn einer Kuh soll täglich bis 250 Liter Methan entweichen. Somit sorgen die Fleischlieferanten für 18% des Treibhauseffekts.
    Logische Konsewuenz ist auch die zunehmende Verkarstung, da ja der Dung immer weniger als Dünger verwendet wird, sondern verbrannt oder als Baustoff verwendet wird. Nehmen wir noch den Wanderackerbau dazu haben wir weitere Verödung des Bodens.

    Wem soll man da noch glauben? Was ist nun wahr? Doch viel wichtiger wär vielleicht zu fragen "Wem nützt das alles?". Anscheinend viele. Ökosteuer, Benzinsteuer und ander Energieabgaben wachsen wie Pilze aus dem Boden. Der Ablasshandel mit dem "Emmissionshandel" ist nur lachhaft. Länder werden zum Bezahlen gezwungen obwohl sie führende ökologische Technologien haben.
    Die Atomindustrie profietiert davon, denn sie wirbt ja damit kein CO2 zu produzieren. Sieht man ja am "strahlenden Europa"
    [Blockierte Grafik: http://gruppen.greenpeace.de/aachen/energie-akws.gif]

    So langsam könnte man doch ein Wort dafür erfinden... wie wärs mit Ökoterrorismus?

    Zitat

    Weißt du überhaupt, was ein Templer ist? Bist du ein Mondtempler?

    Du musst unterscheiden ob sich der Mensch aus eigenem Antrieb bewegt oder ob er bewegt wird. Aber da du da nicht differenzierst zeigt mir nur, dass du überhaupt nicht verstanden hast was Manipulation ist und was nicht.

    Kommt ganz drauf an was du unter Templer verstehst. Tempelritter? Neo-Templer? Was...?

    Und dasselbe bei Manipulation.. welche Manipulation? Genmanipulation? Habe ich selbst schon gemacht kann also nicht sein. Manipulation der Massen? Na so einen großen Balkon habe ich nicht um zum Volke zu Reden.
    Hör mal du kennst mich nicht, kennst meinen Wissensstand nicht, noch mit welchen Leuten ich mich abgebe. Wie kommst du also auf Grund eines einzigen Postings auf die Idee ich hätte keine Ahnung von Manipulation?
    Wenn du mit soner hohlen Phrase wie "auf ihr Herz hören" kommst, kannst du bei mir nicht erwarten das ich dir das fein säuberlich auseinader nehme und dir erkläre. Sorry... aber irgendwo habe ich auch meine Grenzen.
    Und was bitte ist an dem Experiment welches im April 1967 in Palo Alto , Kalifornien stattfand bitte Manipulation? Das ist wirklich geschehen... ja es mag anfangs aus eigenen Antreib geschehen sein, aber dazu muss erstmal eine innere Bereitschaft dafür da sein. Schau dir doch das Milgram-Experiment an, schau dir dieses an... man hat das Gefühl die meisten Menschen wollen manipuliert werden.

    Und Baloo hat ein wunderbares Buch genannt und am besten liest du gleich noch folgende dazu:

    "Propaganda" von Bernays
    "Massenwahntheorie" von Broch
    "Masse und Macht" von Canetti
    "Massenpsychologie und Ichanalyse" von Freud
    "Was tun?" von Lenin
    Die Bücher von Machiavelli
    "Masse und Staat" von Wilhelm Reich
    "Untergang des Abendlandes" von Spengler
    "Wotan" von C.G.Jung
    und von Shaw "Groupdynamics, the psychology of small group behavior"

    dann reden wir weiter...

    Ich hab nen paar Links gefunden die beschreiben was ich meine.

    http://www.viva.tv/index.php/Star…erid/skin/print (ich weiß das das nicht gerade die super intelleligente Quelle ist, aber da kommen ja noch mehr)

    http://www.aktuell.ru/russland/news/…rade_14379.html

    http://www.rwe.com/generator.aspx…90642/page.html

    (Da halt besonders der Part hier:

    Zitat

    Sonne für Moskau

    Es sind aber nicht allein trockene Felder oder eine Dürre, die die Wetterbeeinflussung so verlockend machen, sondern auch die Aussicht auf Sonnenschein. Denn wer es schafft, Wolken künstlich abregnen zu lassen, erhöht die Chance auf nachfolgenden Sonnenschein. Wie sich Kaiserwetter auf Bestellung erzeugen lässt, haben die Russen am 8. Mai 1995 demonstriert: Weil eine Flugschau zur großen Militärparade des 50. Jahrestags des Kriegsendes in Moskau wegen einer nahenden Regenfront buchstäblich ins Wasser zu fallen drohte, stiegen sieben Spezialflugzeuge auf, die den Wolken mit Silberjodid zu Leibe rückten. Noch in der Nacht vor der Parade regneten sich die Wolken ab, und pünktlich zur Parade am nächsten Tag schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Ob nicht auch ohne äußere Einwirkungen die Sonne geschienen hätte, bleibt ungeklärt. Daher bezweifeln viele Wissenschaftler die Wirksamkeit solcher gezielten Eingriffe. Aber es sind derartige Zufälle, die viele an diese Methode glauben lassen. So plant die Chinesische Staatsbehörde für Meteorologie schon heute, während der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 mittels Wolkenimpfen dafür zu sorgen, dass die Sonne lacht.

    Das meinte ich eigentlich... du hattest natürlich recht das man Wolkenbildung nicht verhindern kann. Hatte es auch mit irgendwas verwechselt... passiert halt

    greetz

    Zitat

    Hallo? Meine Ausführungen durchgelesen ? Mal mit der Methodik der Beweisführung in der Wissenschaft in berührung gekommen? Es liegt nicht an mir zu beweisen das es Blödsinn ist, zuerst müssen die Chemtrail Jünger beweisen das sie recht haben. Gegenargumente habe ich genug gebracht, jetzt sind wieder die Chemtrail Jünger dran diese Gegenargumente aufzunehmen und zu Diskutieren. Soll ich Dir mal was sagen ? Es wird nicht gemacht :)

    Entschuldige ich bin nicht allwissend. Mich interessiert es aber.

    Zitat

    Das geht schon mal überhauptnicht was Du da sagst. Man kann nicht dafür sorgen das keine wolken entstehen, dazu müsste Du nämlich die Wasserverdunstung der Gewässer verhindern. Der Meteorologe wird Dir das bestimmt nicht bestätigen es sei denn er ist eine Niete in seinem Fachgebiet. Deine tollen Wasseransammlungen nennm man übrigens ganz Profan: Wolken :)

    Und wenn ich es abregnen lasse bevor die Wolken ein bestimmtes Gebiet erreichen? Ich glaub ich momentan dazu einfach Formulierungsprobleme um das zu sagen was ich möchte.
    Nichts für ungut... ich schreib heut abend nochmal was dazu, und hoffentlich fallen mir dann die Worte dazu ein.

    Zitat

    Das passiert immer dann,wenn Menschen auf Ihr Herz hören. Akzeptiers

    Aso verstehe... Sonnentempler bringen sich alle um und geben all ihreren Besitz an Führern, die nicht Selbstmord begehen, weil sie alle auf Herz gehört haben. Bei der Inquisition haben bestimmt auch alle auf ihr Herz gehört. Opus Dei Mitglieder geißeln sich selbst, weil sie auf ihr Herz hören. Scientology-Leute bestimmt auch... jaja alle hören sie auf ihr Herz.
    Und alle glauben an dem ewigen Wachstum des Kapitals weil sie auf ihr Herz hören... schon klar.
    Hat ja das Milgram-Experiment bewiesen das alle auf ihr Herz hören.

    Zitat

    Diese beziehen ihre Karft über die Symbole, nicht aus den Symbolen. Eine "Welle" ist völlig kraftlos und lächerlich. Das Buch suggeriert dem Leser, dass sich Menschen durch x-beliebige Symbole binden lassen.

    Hast du das Buch jemals gelesen? Das Symbol entstand erst relativ zum Schluß als die "Bewegung" im vollen Gange war. Es wurde benutzt um sich mit etwas zu identifizieren.
    Außerdem reden wir hier von einem Schulprojekt und nicht von einer landesweiten Massenbewegung.

    Das viele Menschen freiwillig sich in die Hände von Verführern und Manipulatoren begeben und das sie sich freudig ihrer Individualität und ihrer Freiheit berauben lassen ist Fakt.

    Vielleicht solltest du mal die Wolldecke aus dem Gesicht nehmen.

    Langsam, langsam eins nach dem anderen.

    Zitat

    Daraus darf aber nicht geschlossen werden das es überall verschwörungen gibt, jede VT muss neu bewertet und anhand von Objektiven Kriterien geprüft werden.

    Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur gesagt das es möglich ist und es welche gab.

    Zitat

    Verdammt, woher weisst Du das es inzwischen Weltweit geschieht ? Zeig mir dafür doch mal bitte die BEweise.

    Ich habe Argumente zusammengefasst, ich habe nicht gesagt das ich alle für wahr halte oder vertrete. Es sollte lediglich mal als Auflistung dienen was so die gängigen Meinungen dazu sind. Das 1. Argument diente nur als Einleitung. Wie auch immer, stelle ich ja wie du selbst lesen kannst selber die Frage was davon haltbar ist und was nicht.

    Zitat

    LOL, es wurde die Forschung dahingehend verboten, man war überhaupt nicht in der Lage Wetter zu manipulieren.

    Wenn man das nicht konnte wieso verbietet man das? Und wenn du selber sagt Silberjodid in die Wolken sprühen sei ein alter Hut, ist das etwa keine Manipulation des Wetters? Oder als was darf ich das bezeichnen?

    Zitat

    Mein Tante lebt in Australien, genauer gesagt in Westaustralien, dort ist es so das es fast täglich zwischen 18 und 19 Uhr zu regnen anfängt, das zwar ausschliesslich in den Sommermonaten, aber ist doch schon komisch, oder ?

    Um das jetzt nochmal zu erklären. Wenn ich Wolken abregnen lassen kann, kann ich somit es auch schaffen das es "schönes Wetter" gibt. Und ich kann auch quasi verhindern das sich Wolken bilden. Der Nachteil der Prozedur ist, das es an den folgenden Tagen heftig regnet, weil das Wasser sich ansammelt. Das kannst bei jedem Meteorologen erfahren. Und genau dieses Phänomen ist bei den Paraden in Moskau.

    Und jetzt mal was am Rande. Wenn du so nach Beweise schreist, bring du doch auch mal Beweise für deine Behauptungen. Das bringt mir absolut nichts wenn du nur sagst "Blödsinn" oder ähnliches wenn ich nich mal weiß warum du das als Blödsinn erachtest.

    Nicht nur du Infinity... ich hätte ja damals im FMP mich sonst vor radioaktiven Killer-E.coli schützen müssen :whistling: ... aha richtig ich verwendete ja für die HZDF Deuterium... *shock*... aja für die spätere NMR... um Proteine zu finden die gegen Alzheimer wirksam sind bzw. die Fibrillen die im Hirn entstehen zu lösen.
    Wie bitte soll ich das sonst machen wenn ich keine Genmanipulation durchführe?

    Das mag vielleicht deine Meinung sein , das das Buch ekelhaft ist, aber damit sprichst du nicht für alle. Der Knackpunkt in dem Buch bzw. Film geht doch eher darum, wie es möglich sein kann das eine kleine Minderheit die Mehrheit bevormundet. Wie konnte es sein, dass eine Masse blind jemanden gehorcht?
    Nicht nur das dieses Experiment den stetigen Mitgliederstrom zu oftmals obskuren Sekten beweist, sondern auch das erstaunliche, das viele Menschen freiwillig sich in die Hände von Verführern und Manipulatoren begeben und das sie sich freudig ihrer Individualität und ihrer Freiheit berauben, ja soagr teilweise versklaven lassen.

    Das Buch sowei der Film ist eine wunderbare Veranschaulichung der Massenpsychologie.

    Und jetzt erklär mir mal bitte nochmal genau, was du an dem Buch eklig findest.

    So heute bin ich nicht so müde, sondern hellwach und jetzt wollen wir auch mal Tacheles reden. Auch wenn ich schon Sachen von frühen Postings nochmal schreibe, ändert das wahrscheinlich nichts, denn die alten Postings werden kaum noch gelesen, oder?

    Ich geh jetzt hier nicht auf die vorangegangene Verschwörungsdisskusion ein. Das ist hier auch gar nicht Thema. Ein "V wie Vendetta"-Zitat dürfte da reichen: "Haben Sie Beweise für Ihre Behauptungen?" "Was glauben Sie warum ich noch lebe?". Ansonsten brauche man sich nur die P2-Verschwörung ansehen um die Frage zu klären, ob eine Verschwörung möglich ist oder nicht. Meine Güte Verschwöungen gibt es seit Menschengedenken. Sei es die Verschwörung gegen Cäsar oder was auch immer. Konzentrieren wir uns doch lieber auf das Thema!

    Also wir haben folgende Argumente:

    1. Viele Wissenschaftler, vor allem aus dem IPCC (International Panel on Climate Change) warnen seit den 80er Jahren vor einem unmittelbar drohenden Klimawandel mit vielfältigen globalen katastrophalen Auswirkungen und suchen nach Lösungsmöglichkeiten.

    2. Künstliche Abschirmung vor Sonneneinstrahlung empfahl der wissenschaftliche Ausschuß der "National Academy of Sciences" in Washington bereits 1992 im Bericht "Policy Implications of Greenhouse Warning" (2000 veröffentlicht)

    3. 1991 wurde ein US-Patent zur Wettermanipulation (Welsbach-Patent) an die Klimaforscher David Chang und I-Fu Shih erteilt. Die Wettermanipulation soll danach durch Bariumsalze mit Aluminiumteilchen erfolgen (wie es inzwischen weltweit gemacht wird, siehe: http://cropfm.mur.at/trails/gabriel/welsbach-patent.pdf)

    4. Dr. Edward Teller empfahl Ende der 90er Jahre als Globalmaßnahme gegen alle Klimawandelauswirkungen, kleinste Teile von (giftigem) Barium, Aluminum, Thorium, Selenium zu ionisieren und in der Atmosphäre durch hochfliegende militärische und zivile Flugzeuge zu versprühen. Dies geschieht inzwischen weltweit.

    5. Wettermodifikation ist integrierter Bestandteil der Maßnahmen gegen Erderwärmung, zur UV-Reduzierung und gegen Klimaänderungen der US Department of Energy (US DOE).

    6. Das CIA-geleitete Projekt "Cloverleaf" war eine der ersten Operationen mit "aerosolisierten Schwermetallteilchen". Ihm folgten verschiedene weitere Operationen, hauptsächlich unter Einbeziehung der US-Airforce und bestimmter ausgewählter Firmen.

    7. Das griechische Parlament setzte 2002 eine parlamentarische Untersuchungskommission ein, um das Rätsel der künstlichen Wolken durch "Chemtrails" zu ergründen. Ergebnisse wurden aber geheim gehalten.

    8. Dennis Kucinich, der ehemalige demokratische US-Präsidentschaftskandidat leitete 2002 eine US-Kommission, die ein Verbot weltraumgestützter Waffen forderte. Er bestätigte nach Einsicht in vertrauliche US-Airforce-Akten in öffentlicher Anhörung 6/2003 die Existenz der "Chemtrails" (s. http://www.rense.com/general38/update.htm )

    9.das versprühte Bariumsalz soll durch Oxidation in der Atmosphäre Kohlendioxid an sich binden und dadurch diese Mitursache der Erderwärmung "neutralisieren" (bzw. man kann weiterhin Kohlendioxid erzeugen, ohne die eigentlichen CO2-Verursachungen abschaffen zu müssen)

    10. die Aluminiumteilchen sollen sowohl Sonnenlicht und UV-Sonnenlicht ins Weltall zurückwerfen als auch Erdwärme in Infrarotwellen umwandeln und ins Weltall ableiten. Beide Effekte sollen die Erdoberfläche abkühlen.

    11. Ionisiertes Bariumsalz und Aluminiumteilchen bilden zusammen ein diffuses elektrisches Feld in den künstlichen Wolken. Durch sehr energiestarke (sehr) niedrige Frequenzen (VLF- und ELF) können diese elektischen Felder in den Wolken so aufgeladen und manipuliert werden, dass die Wolken verschiedenste Formationen bekommen können. Die elektrostatischen Entladungsvorgänge können "trockene Stürme" und Gewitter ohne Niederschläge, aber auch Ozon erzeugen, womit das "Ozonloch" angeblich gestopft werden könne...

    12. je nach chemischem Sprühmaterial kann gezielt Trockenheit und Dürre, sturzflutartige Regenschauer oder auch Hagel erzeugt werden - und damit kann man Schäden erzeugen, ohne daß die Betroffenen handfeste Beweise dafür vorbringen können.

    13. die künstlichen Wolken mit ihren elektrischen Feldern können für vielfache militärische Zwecke durch verschiedenartigste starke Energieabstrahlungen (z.B. durch HAARP-Anlagen) beeinflusst und als hochwirksame Waffen eingesetzt werden.

    Okay soweit erstmal ne Zusammenfasung der "Chemtrail-Anhänger". Alles konnte ich auch nicht nachprüfen ohne jetzt auf die eine oder andere "Verschwörungsseite" zu gelangen. Es ist unsagbar schwer "seriöse" Seiten zu finden, aber es gibt sie.
    Wie auch immer wäre es auch mal toll einzelne Argumente zu betrachten und zu analysieren, welche haltbar sind und welche nicht. Wenn wir schon wissenschaftlich vorgehen sollen dann richtig. Kann jemand die Dokumente posten? Besitzt jemand Quellen von den offizielen Stellen?

    So... weiter gehts.Zum einen erstmal... ist es möglich überhaupt das Wetter so stark zu manipulieren. Ja.. das ist Fakt. Nicht umsonst wurde 1977 Wettermanipulation von der UNO verboten.

    Wird es noch gemacht? Es gibt, wie Nahash schon schrieb, Fälle die publik wurden. (Siehe dazu http://donnerwetter.de/news/menu.mv?action=show&id=5908 und http://donnerwetter.de/news/menu.mv?action=show&id=5909).
    Doch es wird immer weiter dran geforscht. In den USA gibt es ein Studienfach bzw. Wissenschaftzweig der sich "Geo-Engineering" nennt. Auch in Deutschland wird geforscht.

    Zitat

    In unseren Breitengraden regnet es, wenn Wassertropfen an sogenannten Kristallisationskeimen zu Graupeln gefrieren. Diese können Techniker künstlich erzeugen, zum Beispiel durch Laserstrahlen, wie es Ludger Wöste, Professor an der TU Berlin testet, oder mit Trockeneis und Silberjodid. Flugzeuge sprühen über spezielle Brenner Silberjodid direkt in die Wolken. Das Verfahren ist auch geeignet, um Hagelschauer zu verhindern.
    Mit der Chemikalie schaffen die Techniker ein größeres Angebot an Eisteilchen. Dadurch bleiben die Teilchen kleiner und fallen als Regen oder leichter Graupel zur Erde. Im Landkreis Rosenheim sind angeblich die Schäden durch Hagel stark zurückgegangen, seitdem Piloten die Wolken vorher durch Silberjodid-Einsatz abregnen lassen.

    Quelle: Die Welt (!) vom 7. Mai 2006

    Ich werde mich mal mit dem Herrn Professor in Verbindung setzen um noch Näheres herauszubekommen.

    Doch es geht noch weiter in den Artikel:

    Zitat

    Wettermacher wollen auch Schäden, die durch Gewitter entstehen, möglichst klein halten. Laserstrahlen zum Beispiel sollen Gewitterblitze, zumindest um einige Meter, ablenken. Derzeit funktioniert das Verfahren aber nur im Labor. Die Firma Dynomat will Gewitter gleich ganz verhindern. Dazu schickt sie Flugzeuge in die dunklen Wolken, die ein weißes Spezialpulver verteilen. Das Pulver soll Flüssigkeit binden und sie als Gel-Klumpen zur Erde fallen lassen.

    Interessant ist hierbei die Behauptung das bei "Chemtrails" genauso solche Klumpen entstehen und die (hochgiftigen) Fäden nachweisbar im Regen oder Schnee seien.

    Die TORRE GmbH (http://www.torre-deutschland.de/index.php?cat=…ction=aktuelles) soll mehrere Regenwasserproben untersucht haben, wobei deutliche Barium - und Aluminiumrückstände nachwqeisbar waren. Die Ergebnisse liegen schriftlich vor. Vielleicht macht sich mal jemand die Mühe und fragt da nach? Ich hätte kein Problem das selber zu machen, aber warum soll ich alles machen?

    Nebenbei habe ich im Wired Magazin folgende interessante "Idee" zur Abwendung der Globalen Erwärmung gefunden:

    Zitat

    Cloudmaking ships

    Sunlight heats the planet, but puffy, low-flying clouds reflect sunlight. So to reduce global temperatures, National Center for Atmospheric Research physicist John Latham and Edinburgh University engineer Stephen Salter want to make clouds.

    In October, Latham explained his vision for a fleet of unmanned, self-propelled vessels crossing the world's oceans and seeding clouds by misting seawater high into the air. Just a thousand ships would offset temperature rises resulting from a global CO2 doubling, Latham said. He and Salter recently joined with climate-modeling guru Phil Rasch to determine the ships' potential to upset weather systems, including rainfall. "Questions like that have to be answered first," Latham said. "But I'm much more confident than I was a year ago."

    Schon merkwürdig oder? Also die Möglichkeit für das CIA-Projekt "Deep Shield" (soll offizieller Name für das Chemtrailprojekt sein) ist gegeben.

    Meine persönliche (!) Meinung ist, verbunden mit meinen Erfahrungen und Recherchen, das Chemtrails existieren und es durchaus getan wird. Sicherlich kann man darüber diskutieren (is ja auch gut so) aber dann tun wir auch mal was. Einseitige Argumente auf beiden Seiten bringen überhaupt nichts. "Gesteigerter Luftverkehr" mag zwar statistisch nachweisbar sein, aber wieso kann man dann die Kondesstreifen über Stunden auf Satellitenfotos sehen? Wieso breiten die sich dann auch aus? (Leider habe ich momentan nicht den Link, wo man das deutlich sehen kann.. aber wenn ich ihn wieder finde sag ich Bescheid.)

    Gibst es denn noch andere Gegenargumente?

    Und nochmal kurz zu meinen letzten Posting.

    Ich meinte mit Paraden keine 100 Jahr Feier in Hintertupfingen, sondern die berühmten 1.Mai und 8. Mai Paraden in Russland, speziell Moskau.. Und da war bis heute IMMER Sonnenschein an den Tagen... gefolgt von mehreren Tagen heftigen Regen... schon merkwürdiger Zufall. Und meine Quellen dazu sind einige Bekannte in Moskau sowie die alten Mütterchen im alten Russenkiosk bei mir. Soweit ich weiß hat auch mal eine russische Lokalzeitung darüber berichtet. Weiß da jemand genaueres?

    Das Berlin nicht gerade ne saubere Stadt ist okay... aber so dreckig ist die nun auch wieder nicht. Das sind Städte wie Tokio viel schlimmer. Und bunte Wolken bzw. Kondensstreifen sind hier kein Alltag. Sowas sollte es nicht mal geben. Wie gesagt, das selbst das im Radio Beachtung findet spricht doch auch für sich... und ich glaube nicht das man über ganz Berlin für die ILA geübt hat.

    Und ja wie ich schrieb habe ich Fotos.. ich werde sie die Tage, wenn ich genügend Zeit dazu habe einscannen und online stellen.

    So ich hoffe ich bringe mal ein bißchen frischen und neuen Wind in die Diskussion. Und bitte kommt nicht mehr mit der Argumentation "gesteigerter Luftverkehr"... das ist ein bissl einseitig oder?