Hier mal ...aus verschiedenen Quellen ..
Unterschiedliche Arten von Gottesbeweisen
Ontologischer Gottesbeweis: Aus der Existenz des Begriffs bzw. des Gedankens "Gott" wird auf die Existenz Gottes geschlossen. Anselm von Canterbury argumentierte, Gott sei das, größer als welches nichts gedacht werden könne. Wenn dieser Gott aber nur im menschlichen Geist vorhanden wäre, so ließe sich noch etwas größeres denken als das, größer als welches nichts gedacht werden könne - nämlich Gott als nicht nur im Geist, sondern auch in der Realität vorhanden. Dies sei ein Widerspruch und damit sei die Existenz Gottes bewiesen. Ähnlich argumentierte später Descartes, bei seinem "1. Gottesbeweis". Er glaubte in sich die Idee eines allervollkommensten Wesens vorzufinden, die er Gott nannte. Diesem Wesen müsse Existenz zukommen, denn sonst wäre es ja nicht vollkommen.
Kosmologischer Gottesbeweis: Es wird von der Existenz der Welt auf die Existenz Gottes geschlossen
sechs Varianten:
1 Wir nähmen Bewegung in der Welt wahr. Alles Bewegte habe einen Bewe-ger. Deshalb müsse es einen letzten Beweger geben, von dem die Bewe-gung ihren Ausgang nehme. Dieser 1. Beweger sei Gott. (So argumentier-ten u. a. Aristoteles und Thomas von Aquin.)
2 Alles in der Welt habe eine Ursache, die selbst wieder Wirkung einer ande-ren Ursache sei. Es müsse eine 1. Ursache geben, von der die Ursache-Wirkungskette ihre Ausgang nahm. Diese 1. Ursache sei Gott. (Auch "Kausaler Gottesbeweis". So argumentieren u. a. Thomas von Aquin, Avicenna und Duns Scotus.)
3 Alles in der Welt entstünde und vergehe, könne also sein oder nicht sein. Es müsse etwas geben, das mit Notwendigkeit existiere, damit das viele zufällig Existierende, existieren könne. Dieses Notwendige oder diese "letz-te Notwendigkeit" sei Gott. (Auch Kontingenzbeweis Gottes. So argumen-tieren u. a. Thomas von Aquin, Avicenna, Maimonides, Leibniz und Wolff.)
4 Der Theorie der Entropie nach wird unser Universum einst den Wärmetod sterben, da alle Energiedifferenzen verschwunden sein werden. Wäre das Universum ewig, müßte dieser Wärmetod bereits eingetreten sein. Die Welt muß also einen Anfang haben. Dieser Anfang ist Gott. (Entropologischer Gottesbeweis. Entstand im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhun-derts.)
5 Alles in der Welt bewege bzw. verändere sich nach Naturgesetzen. Es müsse ein Gesetzgeber vorhanden sein, der den Dingen befohlen habe, sich so und nicht anders zu verhalten. Dieser Gesetzgeber sei Gott.
6 Eine ganz frische Variante des Kosmologischen Gottesbeweises kommt von dem deutschen Informatiker und fundamentalchristlichen Kreationisten Werner Gitt. Er behauptet, bestimmte Informationen müßten einen intelli-genten Urheber haben, könnten nicht aus dem Nichts entstehen.
gruss