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Leider sind die Wasserleitungen mittlerweile so verdreckt, dass es keinen Sinn macht dort reines Wasser durchzuleiten. Diese würde den Dreck nur lösen und an die Wasserhähne leiten.
yo, ich hatte mal bei einem der besten profs der republik ein seminar dazu. in spanien und italien muß das wirklich übel sein.
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Ein Erdtemperatur-Mittelwert als aussagekräftige Zahl ist also Mumpitz.
wir können auch komplett ohne rechnen.
es ist ne abkürzung für ne gleichung, mkay? nicht mehr und nicht weniger. es ist so als ob du einen liter suppe hast. für die position eines jeden stückchens einlage ist es auch größtenteils mumpitz, nicht mehr zu wissen als daß es insgesamt ein liter ist plusminus, und nicht zwei oder vierfünftel liter.
"erdtemperatur-mittelwert" ist eine ungenaue umschreibung für eine zahl in kelvin(!) und einer menge joule (glaub ich). konkret ist es genau die menge wärme, die die atmosphäre enthalten kann. sie wird sich ab einem zeitpunkt verändern, und das wird die zahl verändern; jeder vom fach weiß das. aber den ersten schritt kann man vorhersagen, weil selbst der noch jahrzehnte dauern kann.
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Und es nutzt mir ziemlich wenig, wenn hier in Lengerich die Durchschnittstemperatur am Rathaus 8,57° über der Weltdurchschnittstemperatur liegt. Es hilft mir auch nicht weiter, wenn es am Äquator vermehrt regnet und in Kalifornien die Sonne öfter scheint. Ich lebe in Westfalen und erlebe hier gute und eben schlechte Jahre.
und ich weiß aus 2. hand von einem alten landmann, daß in seinem teil westfalens das wetter mieser geworden ist (wie man das mit einer feuchteren atmosphäre in einem mittelgebirge der mittelbreiten ganz einfach erwartet), aber die anzahl der schneefreien tage, und das datum der eisschmelze, das des ersten schneefalls, die höhe der schneelage sich eindeutig verändert hat. der wasserspiegel von teichen verändert sich. pflanzen blühen und fruchten, wann sie es seit mehr als 2mal 11 jahren nicht gemacht haben. pflanzen werden gesehen, die vorher einfach erfroren sind, und tiere, die im winter verhungerten. die vögel singen seltsame lieder zu ungewöhnlichen zeiten.
und ich kenne professionellerweise die daten über klimawandel in der vorzeit der erde recht genau. ich kann dir alles über "eiszeiten bei extremem co2-pegel" erzählen - die es nicht gab. sie meinen glaziale. die so aussahen, daß 20000 jahre lang in den höchsten gipfeln grönlands und im zentralantarktischen mächtige eispanzer, gletscher etc vorlagen. und über 50% von sibirien ein warmer ozean, umstanden von moskitoverseuchten sumpfwäldern. bangladesh, home to 150.000.000 people? vergiß bangladesh.
und vor allem siehst du eins, wenn du dir die daten über paläoklimatologie anschaust: daß natürlicher klimawandel so laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnngggggggsssssssssssaaaaamm ist, daß wir ihn nicht spüren dürften. daß wir nicht auf einmal frühling haben der ein halber winter ist, oder sommer die mehr wie in senegal sind. das ist nicht normal.
es ist als wenn du eine reihe sandkörner nimmst und sie aneinanderlegst, eins ans andere. und die temperatur dieser körner fluktuiert über die zeit, so daß du es mit deiner hand deutlich spürst (es wird aber nie unangenehm. von kühl bis normalwarm.). das letze eine körnchen ist deutlich wärmer als das vorige. so deutlich wie du es erst ein paarmal gesehen hast im laufe all der zeit, wenn mutter erde fett gefurzt hat und das große sterben begann, oder ein FETTER himmelskörper in die erde drosch und das große etc. denn eigentlich sollte sich die temperatur des vorherigen gar nicht wahnehmbar unterscheiden; die steigung der klimakurve sollte ganz ganz GANZ minimal negativ sein, mit evtl ein paar hubbeln darin.
wir haben eine fette klimaanomalie, die die astrophysik nicht wegerklären kann. ein 20-millionen-jahre-event, wenn du zusammennimmst wie unwahrscheinlich es ist, daß alle beobachtungen stimmig sind. wenn du mal interne studien von der münchener rückversicherung siehst, weißt du vielleicht was ich meine. die machen da auch um einiges komplexere mathematik.
das wetter macht das was die aktienpreise ungefähr ab juli 2007 across the globe machten. und das klima -> "der durchschnitt des wetters", den kannst du als mumpitzzahl ausdrücken, oder du kannst dir die meßdaten anschauen. und auch hier - klimakurven haben sich so verändert, wie die fortschreibung der aktienpreise -> die börsenkurse es seit letztem sommer gemacht haben: es schießt hoch, es zackt schneller, die zacken werden tiefer. die volatilität nimmt zu.
ich kenne das muster. es ist in der ökologie allgegenwärtig. komplexe systeme haben einen endogenen dämpfer. wenn der zu versagen beginnt, dann verändern sich die meßkurven genau so wie hier.
was meinen eigentlich die weisen der navaho dazu? ich habe noch nicht danach speziell geschaut, aber ich habe einiges von den leuten gelesen, und ihre tradition scheint in diesen fragen weit sehen zu können.