1. Wer bin ich?
2. Woher komme ich?
3. Wohin gehe ich?
4. Warum bin ich?
Mit Philosophischen Fragen dieser Art gibt es ein Problem. Wenn jemand versucht, diese
Frage ernsthaft zu beantworten, kann man auf jede Frage ein simples "Und warum?" erwidern,
und diese Spielchen ad infinitum und somit ad absurdum führen.
Die Frage ist, warum sollte man sich solche Fragen überhaupt stellen? Man kann auch leben,
ohne explizit dafür einen Sinn anzugeben. Einige Lebewesen können sich noch nicht einmal
die Fragen stellen, denn sie haben noch nicht einmal ein Gehirn.
Warum sollte es also sinnvoll sein, Fragen zu stellen wie nach dem Sinn des Lebens.
Dazu fällt mir eine Anekdote ein:
Vor kurzem saß ich in einem Cafe und wurde zufällig Zeuge von einem Gespräch zwischen einen
Philosophen und einem Betriebswirt.
Der Philosoph sagte, das er sich wundere, dass in Firmen die Chefs oft nicht den Sinn der
Firma erklären könnten. Wenn man die Frage stellt, kommt oft als Antwort: "Hmm, wir stellen
Kurbelwellen her."
Der Betriebswirt erwiderte:"Zum Beantworten der frage sind in der Regel nicht die Chefs sondern
die Marketingleute da, Sie werden fürs Labern bezahlt." Als ich fragte, ob es nicht in erster Linie
darauf ankäme, das der Betrieb rentabel ist, meinte der Philosoph, eine gute Formulierung vom
Sinn der Firma helfe bei der Vermarktung.
Dieses Prinzip läßt sich von juristischen Personen auf natürliche Personen,d. h. Menschen,
übertragen. Es sind schon Bewerbungsgespräche an der Frage gescheitert: "Was können sie
in die Firma/ das Projekt einbringen".
Auch wenn die 4 Fragen gerne ins lächerliche gezogen werden. Es gibt auch einen Sinn für die
Frage nach dem Sinn.