Hallo Rottweiler,
nu habe ich Zeit, mich in deinen Text zu vertiefen. Vorab nur eins:
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Ich nehme mal deinen Beitrag nicht als Aufforderung zum Klingenkreuzen. Vielmehr als nette Vers??ung des Valentintages.
Ich sagte Federn kreuzen. Die Feder ist sch?rfer als das Schwert! Ha, En garde!
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So und nun zur Sache. Was verstehst Du denn unter Manipulation? In solch ?berzivilisierten L?ndern wie Deutschland entstehen wilde Theorien nunmal recht schnell. Keine Ahnung warum.
Ich nehme an, du hast Geheimgesellschaften 1 von van Helsing nicht gelesen und die Protokolle der Weisen von Zion sind dir inhaltlich auch nicht bekannt.
Und man mu? sich als Staatsb?rger auch nichts dabei denken, wenn sich europ?ische Politiker aller Lager bei "Bilderberger-Geheim-Treffen" versammeln um die Europ?ische Politik im voraus festzulegen. Und das Kanzler Schr?der nach seinem Dienstende mit Vorstandsposten bei Gasprom und der Rothschildbank "belohnt" wird, gibt dir nicht zu denken? Ahnungslosigkeit erw?chst aus dem Mangel an Wissen, was wirklich l?uft.
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Diese Sache von dem was in dem Betrag passiert ist kann man noch an einer anderen Sichtweise festhalten. Nicht die wirtschaftliche sondern schlicht und einfach die demographische Entwicklung in Deutschland. Wer hat denn im 2. WK seine ganzen M?nner im Krieg verheizt? Und das waren ja meist auch zuf?llig Arbeiter, nicht die Offiziere. Also, Krieg verloren. M?nner weg doch die ganzen Anlagen im Land stehen noch da. Bleibt nur eine Frage. Wie kann man solche Anlagen betreiben ohne inl?ndische M?nner? So das wars dann demographisch und bei dem wirtschaftlichen Rest bleibe ich bei dem was ich oben schon erw?hnt habe.
Du hast eine seltsame Vorstellung von den Verlustzahlen durch den 2. Weltkrieg. 8 Mio tote Deutsche nach der Kapitulation. 2 Mio auf den Rheinwiesen verreckte deutsche Soldaten, als Kriegsgefangene in amerikanischem Gewahrsam. Und welche Anlagen? Entweder durch Bomben zerst?rt, oder als Reparationsleistung demontiert. Tut mir leid, die Demoskopische Entwicklung kannst du mir so nicht begr?nden. Und das als Erkl?rung, warum Deutschland in den ?70ern Gastarbeiter brauchte und daf?r, weshalb wir heute ca 10 Mio Arbeitslose haben?!
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Zum Zweiten was mir bei deinem Betrag aufgefallen ist. Das mit "Mlichm?dchenrechnung" betitulierten Beispiel von mir. Also ich weis nicht inwieweit Du Dich mit solchen Dingen besch?ftigst. Aber es ist, und da bin ich mir schon recht sicher, so wie es ist. Als Gegenbeweis, und oben hab ich nur ?ber die Angebotsseite gesprochen, kann man die Nachfrageseite heranziehen. Und ?brigens die Nachfrageseite, der K?ufer, interessiert sich wenig darum wo ein Preis herr?hrt bzw. auf welchen Kosten er zustande gekommen ist. Versuch Dir vorzustellen eine Ger?t oder irgendwas anderes braucht, um es zusammenzubauen, genau 3 (unterschiedlich qualifizierte) Arbeiter. Diese Arbeiter verdienen alle das gleiche. Nochmal zur Erinnerung, vorher 5 nachher 8 Euro - Mindestlohn, und die Sache besteht, zur Vereinfachung, nur aus Lohnkosten. Dann heisst dies das das Teil vorher 15 und jetzt 24 EO kostet. Im Umkehrschlu? bedeutet das das sich jetzt einige der fr?heren K?ufer diese Sache nicht mehr "leisten" k?nnen. Genau soviel wie bereit sind diese Sache von 15,01 bis 23,99 Euro zu erwerben. Das aber umzurechnen, gerade weil mir da zuzeit die Daten fehlen, ist eine Sache f?r sich.
Das hei?t f?r unseren Meister, das er vor 2 Problemen steht. Das Erste: wie kann er, aufgrund der neuen Lage, seine Produktion anpassen und wie er aus 3 Arbeitern 1 macht... Weil, es kaufen nicht mehr soviele und denen die kaufen muss er es zu einem h?heren Preis verkaufen.
Also mu? er nicht mehr bew?ltigen. (was du gesagt hast)
Du kannst eine Putzfrau nicht rationalisieren. Wenn die durch ein Geb?ude feudelt braucht sie eine bestimmte Zeit. Diesen Zeitbedarf kann man nicht verk?rzen. Entweder man l??t alles sauber machen oder nicht. An dieser Stelle platzt dein Beispiel. Du kannst als Leiter einer Putzkolonne nicht hingehen und von 7 auf drei Angestellte verkleinern. Die Arbeit wird nicht weniger und rationalisieren geht auch nicht. Handarbeit ist Handarbeit.
Au?erdem legst du deinen Finger auf eine weitere Wunde: Ein Handwerker mu? 4 Stunden arbeiten um sich selbst 1 Handwerkerstunde leisten zu k?nnen. So schief steht das System mittlerweile. Und du erwartest, dass die Arbeiter f?r immer weniger Lohn arbeiten, aber wovon sollen sie leben? Und woher soll der notwendige Konsum kommen, um die Wirtschaft am drehen zu halten? Denn es ist doch so: Das Leben wird nicht billiger. Auch wenn die Produkte immer billiger werden durch Rationalisierung in der Produktion, so wird doch diese Verbilligung nicht direkt an den Kunden weitergegeben. Denn es m?ssen sich ja erst die Investitionen in die Maschinen amortisieren. Erst wenn da entsprechend hohe Verzinsungen erreicht sind, wird der Preis sinken. Und noch ein Wahrnehmungsirrtum: Die Leute kaufen nicht immer billiger, weil sie es so wollen, sondern weil ihnen garnichts anderes ?brig bleibt, so wie ihnen aller Orten das Geld f?r nix aus der Tasche gezogen wird!
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Und wenn er geschickt ist wird er auch nicht vom Markt verschwinden. Ausserdem, von welchem Markt Du hier sprichst ist im Prinzip irrelevant. Z.B. kann er sich auf einem anderen Markt, durch sein vorhandenes know-how, ansiedeln. (Beispiel: Luxustoiletten -> Standardtoiletten)
Nat?rlich ist unser Reinigungskolonnenf?hrer geschickt. Er handelt einen pauschalen Vertrag mit dem Auftraggeber aus. Dann setzt er Illegale, die er bei der Russenmafia kauft, ein. Oder er macht eine Besch?ftigungsgesellschaft f?r 1 Euro-Jobber auf. Die machen dann nur Selbstbesch?ftigungstherapie. Und weil das ranschaffen von Auftr?gen entf?llt, verdient sich der Gesch?ftsf?hrer ne goldenen Nase durch die F?rdermittel. So gesehen, gibt es rteichlich m?glichkeiten, wenn man geschickt ist. So zu sagen der Lobbyismus des kleinen Mannes...
Wo immer ein Unternehmer "neue M?rkte" erschlie?en will, mu? er ?ber Eigenkapital verf?gen. Aber gerade im unteren Mittelstand ist die Eigenkapitaldecke extrem d?nn. Und die Vorgabe von Basel2 f?r die Kreditvergabe durch die Banken macht es vielen kleinen Unternehmen schlicht unm?glich eine "Kreditw?rdigkeit" darzustellen. Wie gesagt, das System wird so von au?en manipuliert, dass der Unternehmer keine Wahl hat.
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Beim viertem Abschnitt hat es mir richtig die Fussn?gel umgekrempelt.
Also worunter du Schwarzarbeit und Schwarzl?hne verstehst, damit ist wohl nicht die herrschende Meinung zu verstehen. Schwarzl?hne zeigen leider nur den Arbeitswert und blenden somit alles aus was unsere Gesellschaft an sozialen Dingen zu bieten hat. Wer Schwarz arbeitet, bereichert sich am Wohle der anderen, wenn er best. staatl. Leistung dann trotzdem in Empfang nimmt. Wer schwarz arbeitet, zahlt nicht nur keine Steuern sonderen tr?gt auch das hohe Risiko des unversichert seins mit sich. Zus?tzlich macht er noch den anderen die "in Gemeinschaft" arbeiten durch seine Preisstrategie konkurrenz. Er handelt ?brigens auch illegal.
Ich hatte nur den wirklichen Arbeitswert zeigen wollen und den f?r den Schawrzarbeiter notwendigen Nettolohn. Die Differenz zu den Kosten eines Legalen Arbeitsauftrags sind bei weitem nicht die Sozialkosten, um die der Schwarzarbeiter die Gesellschaft "betr?gt". Daf?r bedienen sich einfach zu viele aus diesem Topf, ohne wirkliche Gegenleistungen zu bringen.
Betrachten wir Mal die Energiestrafsteuern. Zur F?rderung von Windkraftanlagen und Solarfl?chen werden absurde Abnahmepreise vorgeschrieben. Finanzieren m?ssen das die ganz normalen Verbraucher. Ich hatte schon ?berall Energiesparlampen und trotzdem ich weniger verbrauche, wird meine Energierechnung immer h?her. Diese Subventionierung ist so absurd hoch, dass ausl?ndisches Kapital ins Land str?mt, hier Windkraftanlagen baut und diese Subventionen als Gewinn ins Ausland flie?en. Ich als zahlender B?rger habe da ?berhaupt nichts von, au?er den Mehrkosten! Und ich bin ja nicht in der Lage Mal eben ein Glaswerk zu er?ffnen, um die Kilowattstunde pl?tzlich nur noch mit einem Zehntel des normalen Endverbrauchertarifs zu bezahlen. Da macht es dann auch nichts wenn die Eingangshalle mit Kristallleuchtern zu je 1000 Watt beleuchtet wird!
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Zu deinem F?nften und Sechsten Abschnitt kann ich nichts dazu sagen. Aber im Sechsten sprichst du von "sozialistischer Planwirtschaft f?r untere Lohngruppen". Nunja, wenn du das sozialistische in deiner Wortgruppe wegnimmst, dann w?rde ich dir da fast zustimmen. Nebenbei bemerkt, der Kapitalismus schaut sich sehr viel von Planwirtschaft und dergleichen ab, das sind meine pers?nlichen Erfahrungen. Nur im Kapitalismus gibt es halt nicht die Planwirtschaft, vielmehr ist es eine sehr zerkleinerte individuellere Planwirtschaft (nicht nur auf Menschen bezogen).
Es ging im 5. Abschnitt darum, dass Berufanf?nger im ?ffentlichen Dienst zu wenig bezahlt bekommen um mit Familie in der Gro?stadt leben zu k?nnen. Die Besoldungsliste nimmt keine R?cksicht auf den Wohnort und die allgemeine auch vom Staat verschuldete Kostentreiberei. Auch hier haben wir einen Fremdeingriff, der den Markt aus Angebot und Nachfrage in die Schieflage treibt.
"Sozialistische Planwirtschaft" wurde mir immer vom "Ostrundfunk" um die Ohren geblasen. Deshalb benutze ich immer noch diese Kombination. Planwirtschaft ist ja eigentlich was starres, unzureichendes. Sozialistische Planwirtschaft aber eine "Errungenschaft" des Arbeiter- und Bauernstaates. Also einfach nur die ?bliche Propaganda.
Du sagst der Kapitalismus w?rde sich auch immer mehr von der Planwirtschaft abkucken. Ich sehe das aber als Indiz, dass vom "freien Markt" nicht mehr viel ?brig ist!
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Der n?chste Abschnitt ist da schon ein wenig prickelnder.
Warum denkst Du, ist denn das Sozialsystem in Deutschland eingef?hrt worden? Um gerade deinen beschriebenen sozialen Unfrieden entgegenzuwirken!
Und Sozialkosten, welche im Grunggesetz legitimiert sind, werden nicht nur ?ber Lohnnebenkosten finanziert. Das ist das Abstruse! Hier kann alles drunter und dr?ber gehen, doch Geld f?r Sozialaufw?ndungen ist immer da, und darf ggf. aus jeder Kasse im Haushalt angezapft werden.... Dies hat etwas symbolhaftes an sich, und als ich dies erfahren habe, dachte ich, das da nicht wirklich ?konomen (auch sozial eingestellte) sondern eher Strategen am Werke waren.
Vielleicht um deine Planwirtschaft der Niedrigl?hner zu koordinieren.
Es wurden und werden viele Leistungen aus dem Topf der Sozialleitungen finanziert, die dort ?berhaupt nicht hingeh?ren. Es wurde in unserem Staat ein Erwachsenenbildungswesen installiert, dass nur aus den Sozialt?pfen der ?ffentlichen Hand lebte. In den ?ffentlichen Haushalten waren feste Posten zur Mitarbeiterweiterbildung eingeplant. Da hatte dann jeder Mitarbeiter Anspruch drauf. Da ging es dann zum T?pferkurs nach Lanzarote. Hatte zwar nichts mit dem Fachberuf zu tun, war aber vorgeschrieben. Die Tr?ger dieser Einrichtungen bedienten sich aus den Sozialkassen und mu?ten sich dem Markt nie stellen, da ihre Kurse quasi zwangsweise mit Kandidaten besetzt wurden. Noch heute, im Zeitalter der knappen Kassen sind es genau diese Bildungswerke, die nur ?ber Staatsknete subventioniert wurden, die Gewinner des Verdr?ngungswettbewerbs. Die, die alleine auf Grund ihrer "Kompetenz" Weiterbildung anbieten gehen pleite, weil sie niemanden haben der ihnen in diesen Notzeiten wenigsten eine Mindestanzahl an Kurskandidaten zuschustert. Soviel zur Wissensgesellschaft.
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Zur?ck zu deiner "Lohnkostenrechnung". Die ist ansich schon nah an der Sache. Trotzdem hast Du einiges, wenn wir jetzt mal gemeinsam die Sache genau untersuchen wollen, vergessen.
Gut der Arbeiter ist jetzt frei. Er hat keinen Chef mehr. Daraus folgt, das er mehr Sachen allein meistern mu?. Er mu? sich um Auftr?ge "drehen". Und ich spreche hier nicht von Nachbarschaftshilfe. Da kommen schonmal ungeahnte Kosten (welche man nicht immer als Werbekosten absetzen kann) auf ihn zu. Dann kommt noch der ganze organisatorische Teil hinzu. Urlaub kann derjenige auch vergessen. Weil in einer Firma, in der Urlaub gemacht wird (also 1 Abeiter), m?ssen die anderen meist mehr arbeiten oder man hat ?berschu? erwirtschaftet. Dann kommt auf ihn eine gewisse Planungsunsicherheit zu, wenn es nur 1 Monat Verz?gerung bspw. bei der K?ndigung w?re. Soll hei?en, wenn jemand vorher nie arbeitslos war, und sich dann t?glich oder w?chentlich um andere Arbeit umsehen mu? ist das schon ein enormer Sprung im Tagesablauf.
Hinzu kommt das jemand der in einer Firma /Unternehmen angestellt ist, von zahlreichen Verg?nstigungen profitieren kann. Ich meine hier nicht nur die Kreditvergabe (...) Kurzum ich denke das es schon besser ist in einer Firma angestellt zu sein, als wirklich frei zu sein. Die Kosten allein zu arbeiten w?ren m.E. h?her als in einer Firma angestellt zu sein. Ich wei? wie ein Unternehmer nachts manchmal nicht zu schlaf kommt und was er sonst f?r Probleme hat. Dies dem gesamten Volk zuzumuten w?re nicht der richtige Weg.
Was meinst du mit der "Arbeiter ist frei"? Er ist entlassen und arbeitslos. Darum geht es doch. Jetzt kann er schwarz arbeiten, wenn er Handwerker ist, oder versuchen sich selbstst?ndig zu machen. Wie Cer in seinen Beitr?gen schon gezeigt hat, bekommt ein Hartz4-Empf?nger keinerlei F?rderung mehr f?r die "Selbstst?ndigkeit".
F?r die, die sich Selbstst?ndig machen wollen gab es in den 90ern schon F?rderprojekte, wo f?r mehrere Selbstst?ndige ein Zentralb?ro aufgebaut wurde, das dann f?r alle arbeitete. So lange, bis das einzelne Gesch?ft gro? genug wurde, dass sich ein eigener Innendienst rechnete (so war zumindest die Theorie. H?rt man heute auch nix mehr von).
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Das n?chste Zitat und der kleine Zweireiher drunter gefallen mir im nachhinein gar nicht mehr und ich denke mit den Aussagen haben wir uns beide geirrt.
Im n?chsten Abschnitt stimme ich Dir zu und da gibts im Gro?en und Ganzen nichts weiter zu sagen. Ausser das es noch einige weitere Indikatoren f?r Wirtschaftswachstum gibt, und das der Preis nicht unbedingt wegen der Euroeinf?hrung so hoch ist.
Wichtige Informationen verschwinden hier in einem Halbsatz: "...und das der Preis nicht unbedingt wegen der Euroeinf?hrung so hoch ist."
Andersrum wird ein Schuh draus: Der Euro wurde eingef?hrt, um den Verbrauchern die galoppierende Inflation und den Kaufkraftverlust zu verschleiern! Ich bin heute an meiner Tanke vorbeigefahren. Der Preis f?r Super steht gerade bei 1,30?. In den ?80ern haben die Gr?nen einen Literpreis von 5 DM gefordert. Als der Preis f?r Sprit die 1 DM-Schwelle ?berschritt gab es ein St?hnen im Volk. Bei 1,30 ein ?chzen und bei 1,50 fast einen Aufstand. Jetzt ist der Preis bei 1,30 ? , also ca 2,60 DM und was ist? Die Leute zahlen. Deshalb wurde der Euro eingef?hrt!
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So, dann kommst Du zu meiner Probleml?sung. Gehst aber nur auf das Vorgepl?nkel ein, doch den Tip an jeden selbst den Beleuchtest Du nicht. Ich wei? nicht wie Du diskutierst, also denke ich mal, wenn Du nicht darauf antwortest gehe ich davon aus das Du mir in der Hinsicht zustimmst?! (Feedback)
Welchen Tip meinst du? Im vorherigen Beitrag schriebst du:
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Also ganz im Gegenteil der deutschen Wirtschaft geht es gut und immer besser. Nur die Menschen in Deutschland wissen nicht wie man damit umgeht.
Wen meinst du mit die "Menschen in Deutschland"? Mein Nachbar aus dem Haus vorne, der als Produktionsmitarbeiter bei Karmann jetzt arbeitslos geworden ist? Die Mitarbeiter hatten dem Management vorgeschlagen ein eigenes Fahrzeug zu entwickeln. Die Antwort war: So w?rden wir nur zum Konkurrenten f?r unsere Auftraggeber. Karmann fertigt eigentlich die Cabriomodelle namhafter Hersteller. Leider haben sie sich auf den Crossfire-Auftrag verlassen. Und diese Fahrzeuge stehen wie BLei in den Lagern der Autoh?ndler Weltweit. Das Management hat keinen Plan B. SOll sie wohl auch nicht haben. Der Manager, der zur Zeit die Leitung der Firma inne hat, hat schon die letzte Firma, der er vorstand in den Konkurs gef?hrt. In der Firma verblieben nur die Mitarbeiter, mittelalt mit Kindern. Fast nur Ausl?nder, die den schnellen Produktionstakt nicht leisten k?nnen und in Mangel an Ausbildung auch nicht die Fachkenntnis haben kreativ auf die Produktion einzuwirken. Seine Frau hat als Supermarktverk?uferin gleichzeitig ihre Arbeit verloren, weil die Rewe-Gruppe den Markt bereinigt hat und einige kleine Filialen geschlossen hat, statt sie von HL und Minimal in REWE-M?rkte zu ?berf?hren. Da beide "jung" und kinderlos sind, hat sie auch keine neue Stelle im REWE-Markt in M?nster angeboten bekommen. Welches Patent sollen diese beiden anmelden? Mit welcher Fachkenntnis sollen sie den Wissensstandort Deutschland voranbringen und sich als "Berater" selbstst?ndig machen?
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Falsch ist, das nur Konsortien Patenteigent?mer und somit Gewinnverwerter aus Lizenseinnahmen sind. Hier hat jeder die M?glichkeit selbst zum Akteuer auf dem Angebotsmarkt zu werden. Klar, mir ist bewu?t das in vielen Bereichen (Private-)Forschung, d.h. Forschung mit "kleinem" Budget, garnicht mehr m?glich ist. Dazu braucht es nunmal neue Geldgeber!
Neue Geldgeber? Wie ist hier das Attribut "neu" zu verstehen? Ausl?ndisches Kapital? Oder wie?
Und wo du so gut Bescheid wei?t, was kostet eine Patentanmeldung?
Und was n?tzt eine Patentanmeldung? Drei Beispiele f?r Patente und ihr Schicksal findest du hier.
http://aufzurwahrheit.paraonline.de/forum/viewtopic.php?p=23127#23127
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N?chster Abschnitt. Ich denke schon das "Wissen als Produktionsfaktor" ein gut gew?hlter und treffender Begriff ist. Er kommt zu den ?brigen (Boden, Arbeit, Kapital) hinzu. Und zeigt recht deutlich, das man um Erfolg zu haben weder Grundst?cke /Maschinen, k?rpl. Kraft und /oder Geld braucht. Allein das Wissen um eine Sache macht den Erfolg. Ich spreche hier von echtem Spezialwissen, was nicht jeder B?rger hat, und um soweit zu kommen (das dies ein echter Produktionsfaktor wird) braucht es einige Zeit und eine ganz andere Gesellschft. F?r denjenigen der zur Arbeit "gehen muss" w?re die L?sung, das, wie schon gesagt, die Forschung ausgebaut wird und durch neue Technologien neue Arbeit entsteht.
Na, hier bei?t sich die Schlange in den Schwanz. Wir erleben, dass unsere Schulen kaputtgespart werden. Es sind permanent zu wenig Lehrer da. Um diese Defizit zu verstecken, zwingen die Ministerien die Lehrer immer mehr Statistiken und Berichte zu erarbeiten, damit das Kultusministerium beweisen kann, was f?r eine gute (unzul?ngliche) Arbeit es leistet. Hauptsache die Aktenlage stimmt! Und aus so einer Schullandschaft sollen die ?berflieger von morgen kommen? Und was ist mit den 40zigj?hrigen von heute. Du bekommst ja heute nicht Mal als Ingenieur mit 43 Jahren mehr eine neue Anstellung weil "du zu alt bist". Wie willst du es diesen Leuten erm?glichen ihre "Riesterrente" anzusparen, wo sie doch bis 67 arbeiten sollen? Und wo kommt denn bitte "echtes Spezialwissen" her? Doch nur aus der Praxis. Also meinetwegen von Sepp Holzer, der auf seinem Hof die Permakultur erarbeitet hat. Das hei?t, er verf?gt selbst ?ber Produktionsmittel, die er optimal einzusetzen gelernt hat. Ja aber der "normale Arbeitslose", der eine Ausbildung zum Schlosser gemacht hat und zur Miete wohnt, wo hat der seine Produktionsressourcen aus denen er etwas neues erforschen kann, was, wie du selbst zugibst, schwierig ist, so allein...?!
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Zur "Jungakademikerausbutung". Teilweise richtig. Aber Praktika sind wichtig, auch wenn es nach au?en so aussieht wie Ausbeutung. Fakt ist, das kein Unternehmen jemanden einstellt der niemals zuvor in einem Unternehmen gearbeitet hat. Er also keine wirklich praktische Erfahrung hat und ?ber ihn auch noch keine echtes Arbeitsurteil entstanden ist. Und die Sache mit dem Baf?g hinkt ja wohl gewaltig. Das Baf?g ist einer der besten Kredite den es ?berhaupt gibt. Jeder hat durch ihn die Chance zu studieren! Soetwas gibt es in anderen L?ndern nicht. Auch mu? man ihn nicht gleich zur?ckzahlen. Wenn man das ganz Leben keine Arbeit findet, oder besser: unter dem Lebensminimum (Wirtschaftsminimum?) lebt, braucht man ihn garnicht zur?ckzahlen.
Baf?g ist der direkte Weg in den 1. privaten Konkurs. Mein Bruder hat Theologie studiert. Er mu?te erleben, das die Kirche feststellte, sie konnte vom aktuellen Jahrgang nur 5 Kandidaten ?bernehmen. Alle anderen wurden "durchgefallen lassen"! Und was ist in einer solchen Situation, wenn du auf Baf?g-Darlehen studiert hast? Und das Scheitern in der Abschlu?-Pr?fung, Staatsexamen, was auch immer, nicht deiner Unf?higkeit zuzuschreiben ist, sondern der Tatsache, dass so viele Kandidaten gerade nicht gebraucht werden?
Ansonsten, wie weit ist es denn mit deiner Wissensgesellschaft her? Entweder sind frische Studenten f?r jedes Unternehmen ein Gewinn, weil sie das wissenschaftliche neueste Wissen mitbringen und so die Firma in die Zukunft katapultieren, dann, bitte sch?n, sollen sie auch gleich anst?ndig bezahlt werden (sie m?ssen ja auch ihr Baf?g zur?ckzahlen) oder sie wissen zwar etwas, k?nnen aber noch nichts und m?ssen sich deshalb in einem Praktikum ausbeuten lassen. Wie denn nun?
Als letztes: Du hast ja selbst festgestellt, dass die Wissensgesellschaft nicht mehr selbst produziert. Wie soll also mit innovativem Wissen um neue Produktionsverfahren den Arbeitslosen im eigenen Lande geholfen werden? Produziert wird doch da, wo weniger "Opportunit?tskosten" auflaufen....
Hier meine Auflistung einiger "Wirtschaftswissenschaftlichen Prinzipien", auf die du dich in deinem leider etwas sprunghaften Kommentar beziehst:
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(...) Wie gesagt, all diese Informationsquellen folgen immer noch der Theorie des "freien Marktes". Dieses Gebilde hat es nie gegeben. Es wird manipuliert auf Teufel komm raus (Lobbyismus). Und zwar nur zum Nachteil des Volkes. Denn auch das wird an den Unis gelehrt und als "Wissenschaftlich begr?ndetes verhalten" akzeptiert.
1. Gewinnmaximierung: Jedes Unternehmen sollte so viel Gewinne einfahren wie nur m?glich!
2. Kostenminimierung (folgt aus Punkt 1), Hierbei ist es sehr beliebt Kosten der Gemeinschaft anzulasten. Egal ob es sich um erschlichene Subventionen handelt, oder um Umweltsch?den f?r die die Firma nicht haftbar gemacht werden kann.
3. Monopolisierung, bzw. Oligopolbildung zur Kontrolle des Marktes.
4. Preisgestaltung zur Marktabsch?pfung. Der Kunde zahlt nicht, was die Ware wert ist, sondern der Preis wird so hoch festgelegt, das der Kunde sich das Produkt gerade noch leisten kann.
5. Absatzmaximierung durch Schaffen k?nstlicher Bed?rfnisse.
Hier der etwas verwirrende Kommentar von Rottweiler:
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Dann kommen noch zwei Abs?tze. Und im letzteren (weil im ersten von beiden spekulierst Du nur) z?hlst Du 5 Dinge auf. Das Erste ist wieder teilweise richtig. Es gibt neben Gewinnmaximierung auch noch Nutzenmaximierung und Gemeinwohlmaximierung als unternehmerische Zielsetzung. Die bleibt die Frage was mit dem Gewinn gemacht wird. Das Zweite ist richtig. Nur wird an Mitarbeitern auch ?fters nicht gespart. 3., w?rde stimmen wenn es keine neuen M?rkt g?be. Ist aber im Prinzip falsch. Nur gelehrt wird das als richtig wenn man am Anfang der Wirtschafslehre steht. 4., teilweise wieder richtig. Nur das was Du da sagst kommt nur bei bestimmten Preissegmenten (hochpreisig) in Frage. Preisabsprachen? Und diese G?ter, wo der Preis dann schon zur Zugangsbeschr?nkung avanciert stehen au?erhalb dieser Diskussion. Und zu 5. liegt es ja in der Sache ansich das man neue Sachen ausprobieren und testen muss ob diese einem etwas bringen. Du siehst das recht negativ und blendest selbst positive Einfl?sse von "Neuen Sachen" aus. Zumal diese oft das Leben erleichern. Und am Schlu? kann jeder selbst bestimmen was er haben m?chte und was nicht.
Du erachtest den Lobbyismus als Spekulation meinerseits? Das hatte ich schon zu Anfang meiner 1. Antwort hervorgehoben: Wir gehen von unterschiedlichen Pr?missen aus!
Du erw?hnst zu 1. neben der Gewinnmaximierung noch die Nutzenmaximierung und die Gemeinwohlmaximierung. Aus wessen Sicht wird der Nutzen maximiert? Aus Sicht der Unternehmung ( Wir bauen nur Produkte mit denen wir maximalen Gewinn erwirtschaften, oder wir bauen nur Produkte, die unseren Kunden den gr??ten Nutzen bringen) oder f?r den Kunden?
An die Gemeinwohlmaximierung glaube ich nicht mehr. Bill Gates hat 4,5 Mrd Dollar f?r irgendso eine gemeinn?tzige Stiftung springen lassen. Das Geld hat er von seinen Kunden abgezockt! W?re es nicht sehr viel n?tzlicher, wenn er ein Fehlerfreies, n?tzliches, billiges Produkt auf den Markt br?chte? Und das Geld, das die Kunden sparen, k?nnten sie f?r wohlt?tige Zwecke in ihrer eigenen Gemeinde einsetzen! Warum k?nnen immer nur gro?e Wirtschaftskapit?ne f?r das Gemeinwohl t?tig sein???
Zu 2.: "Nur wird an Mitarbeitern auch ?fters nicht gespart." Was soll dieser Satz bedeuten???
Zu 3.: Der Markt wird so manipuliert, das es tats?chlich keinen "neuen Markt" gibt! Innovative Produkte werden aufgekauft und verschwinden in der Schublade. Oder der Innovative Produzent wird kaputt gemacht. Wer das meiste Geld hat, gewinnt jedes Rennen!
zu 4. Wieso gilt das nur f?r hochpreisige Produkte? Ich habe ja gerade extra das Beispiel Coca Cola gebracht!
zu 5. Neue Sachen erleichtern das Leben eben nicht. Sie l?sen Probleme, die man ohne sie nie gehabt h?tte!
Schallackplatten von 1920 kann man heute noch h?ren. Meine Kassentten, die ?lteste von 1975 funktionieren heute noch. Unsere VHS-Kassetten haben wir weg geworfen. Die ?ltesten von mitte der 80er Jahre gaben kein Bild mehr. Meine Schallplatten funktionieren immer noch. Aber nicht mehr die d?nnen und die, wo die doppelte Liederzahl aufgebracht wurde. Da sind die St?rger?usche heute h?her als das Nutzsignal. Ich habe schon einige selbstgebrannte CD weggeworfen, weil sie es nicht mehr tun. Meine Disketten aus der Anfangszeit meiner Computerei sind zwar theoretisch noch lesbar, aber es gibt kein System mehr, in dem die Inhalte dargestellt werden k?nnen - "Neue Sachen" erleichtern das Leben? Eine gewagte These, finde ich!
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Dein vorletzter Absatz ist interessant. Du l?sst v?llig au?er Acht was die Komponenten der Preisbildung sind. Das man die besagte Flasche Cola, -irgendwie- produzieren muss, also techn. Anlagen, evtl. Abschreibungen, Vertriebskosten (nicht nur Werbung), usw. hineinspielen ist Dir anscheinend v?llig fremd.
Nun rechne mir doch Mal folgendes aus: Du hast eine Flaschenabf?llanlage, die 10000 Flaschen pro Tag abf?llt. Diese arbeitet 260 Tage im Jahr. Abschreibungszeit ist 5 Jahre. Wie hoch ist der kalkulative Abschreibungsanteil pro Flasche? Ein oder zwei Cent?
Ich habe hervorgehoben, das der h?chste Kostenanteil bei diesen Brausen f?r Werbung draufgeht. Werbung bedeutet rein Geld verbrennen. Denn f?r den Konsumenten kommt keinerlei Mehrwert dabei raus! Ganz im Gegenteil. Erst durch die Werbung f?ngt der Konsument an sich irrational zu verhalten.
Automaten, die Salzstangen produzieren, schaffen 2 Mio St?ck pro Stunde! Wieviel von diesen Anlagen gibt es wohl weltweit und wodurch wird der Preisunterschied billig (Discountereigenmarke), mittel (eben irgendwelche Salzstangen), teuer (Markenware mit Fernsehwerbung) gerechtfertigt? Und welchen Mehrnutzen hat der Konsument, wenn er teure Salzstangen kauft?
Und wenn deine Aussage richtig w?ae: Die Produkte werden immer besser und billiger, und die Zukunft wird immer besser, - warum, zum Donner, wird dann das Leben immer teurer?
W?r echt sch?n, wenn du diesen Widerspruch aufl?sen k?nntest!
Gru? EO (das waren jetzt ca 4 Stunden Arbeit!)