Hallo ihr Lieben,
hier Mal meine ?berlegungen zum finstren Weltraum:
Als Mensch, der das Sehen in der Atmosph?re auf der Erdoberfl?che gewohnt sind, haben wir ein Wahrnehmungsproblem beim Sehen im Weltraum. Alles ist viel zu weit weg! Es gibt kein "Streulicht". Sind wir der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, wird es zu grell und auch gleich zu warm, sind wir "im Schatten", ist es finster und kalt. Da wir uns nicht lang genug in so einer Umgebung aufhalten, um uns daran zu gew?hnen, schlie?en wir: Das Universum ist meistens finster und die Sonne grell.
Bei direkter Sonneneinstrahlung braucht der Astronaut einen Sonnenschutz f?r sein Gesicht. Den Effekt kennt man, wenn man bei starker Sonne eine dunkle Brille beim Autofahren tr?gt. Man kann zwar wieder raussehen, aber das Armaturenbrett ist nicht mehr zu erkennen.
Ein Exkurs in die Optik:
Wir Menschen sind Scheinzwerge. Je weiter wir uns von einander entfernen, desto kleiner erscheinen wir. Woran liegt das? Um den anderen zu sehen, mu? ein Lichtstrahl von der Sonne den K?rper des anderen treffen, von ihm reflektiert werden, und dann durch unsere Pupille auf unsere Netzhaut fallen. Dieses Licht k?nnen wir "sehen" und so den anderen erkennen. Die "Gr??e" eines Objektes k?nnen wir nur sehen, wenn ein Lichtstrahl von der oberen Begrenzung und der unteren Begrenzung eines K?rpers sich genau in der Linse unserer Pupille schneidet und so ein auf dem Kopf stehendes Bild auf die Netzhaut wirft. Jetzt ist es reine Geometrie, dass dieser Strahlengang bei immer weiter entfernten Objekten immer kleinere Abbildungen erzeugt.
Nun ist die Sonne in ihrer Gr??e begrenzt und auch die Menge der Lichtstrahlen, die genau in die Richtung unseres Auges gestrahlt wird, ist begrenzt. Je weiter wir also von der Sonne wegfliegen, desto kleiner erscheint sie in unseren Augen. Gleichzeitig werden auch die Auswirkung der W?rmestrahlung auf unseren K?rper immer geringer. Von der Gesamtzahl der ausgesendeten Energiestrahlen (Licht, W?rme, Elektromagnetismus) k?nnen immer weniger unseren K?rper treffen.
Deshalb erscheint auch das Licht einer ganzen Galaxie in unseren Augen wie ein winziger Funke. Von all dem Licht erreichen aus Gr?nden der Geometrie und der begrenzten Strahlungsmenge nur so wenige Strahlen das Auge, dass eben nur wenige Rezeptoren der Netzhaut gereizt werden, wir also nur den Eindruck einer winzigen Lichtquelle haben.
Zum Paradoxon: Das Universum erscheint uns finster, weil wir uns an das ?bliche Streulicht in der Atmosph?re gew?hnt haben. Aber wir k?nnen eigentlich nur Licht "Sehen", wenn es direkt auf unsere Netzhaut trifft. Einen "vorbeigehenden" Lichtstrahl, und sein er noch so intensiv, k?nnen wir nicht wahr nehmen. Au?erdem sind wir derart auf das "optische Sehen" fixiert, das wir alle anderen M?glichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung mi?achten. Die optische Strahlung ist dabei das untere Spektrum des tats?chlich Wahrnehmbaren, und wird v?llig ?berbewertet, wodurch wir eben auch zu kuriosen ?berlegungen verleitet werden.
Au?erdem halte ich die Lichtwirkung f?r "begrenzt". Wenn ich einen Stein ins Wasser werfe, dann erzeugt die Wasserverdr?ngung eine Welle, die ich auf der Wasseroberfl?che auslaufen sehe. Sie wird irgendwann von der Eigendynamik des Wassers aufgezehrt. Warum soll sich das Licht im Universum anders verhalten? Ergo kann das Universum nicht hell sein, weil die Lichtmenge auch in ihrer Reichweite begrenzt wird.
Und noch Mal: Soll uns das Universum hell erscheinen, m??te es viel Streulicht erzeugen, was bedeutet aus jeder Richtung in die wir schauen trifft ein Lichtstrahl unsere Netzhaut. Das Universum ist zu gro? und die Sonnen zu klein um das Universum f?r unsere v?llig ?berbewertete Sehf?higkeit hell erscheinen zu lassen. Hat ?berhaupt schon Mal einer geometrisch nachgerechnet wie dicht die Sonnen beieinander stehen m??ten, damit aus jeder Richtung Licht in unsere winzigen Augen f?llt?
Wenn ich ein Fernglas benutze und mir den Sternenhimmel anschaue, dann sehe ich ja, das im dunklen Raum zwischen den mit blo?em Auge sichtbaren Sternen auch wieder Sterne leuchten. Das Universum ist dunkel, weil unsere Augen zu klein sind.
So, das wars erst Mal, - ich wei?, alles total unwissenschaftlich.
PS: Ich war mit meinem Sohn hier in der Feldmark an einem Bach, also eher so einem wasserf?hrenden Entw?sserungsgraben. Ich habe da ein paar Str?mungsbremsen nach den Erkenntnissen Schaubergers mit kleinen Steinen in den Wasserlauf gebaut. Es ist erstaunlich, was man da beobachten kann, wenn man sich das Prinzip von Sog und Druck vor Augen f?hrt. Aber davon sp?ter.
Gru?, EO