Nun, es war die Zeit, als es noch selbstverst?ndlich war, den Nachbarn zu ?berfallen, weil der gerade dabei war, sein Haus zu l?schen. Das galt auch in der "Aussenpolitik".
Hier, und m?glicherweise auch in anderen Staaten wird Napoleon eben nicht als Held und ?berragender Feldherr gefeiert. Er hat eben nicht die Deutschen befreit und zu einem Staatswesen zusammengef?hrt. Das passierte erst, nachdem er vor Moskau geschlagen war und die Besatzung in den L?ndern ausserhalb Frankreichs nicht mehr aufrecht erhalten konnte. Erst da waren die deutschen L?nder bereit sich ?ber die Grenzen der Herzogt?mer hinweg zu vereinigen.
In meiner Nachbarschaft gab es einen ?lteren Herrn, der im 1. und 2. Weltkrieg als Soldat diente und zweimal russische Gefangenschaft ?berlebt hatte. Er berichtete, seine Gro?mutter hatte ihm noch erz?hlt, wie sehr Napoleons Soldaten im Land gehaust hatten.
Zweifellos ist Napoleon eine franz?sische Identifikationsfigur, f?r die anderen europ?ischen L?nder hat er nur Krieg und Leid gebracht. Und auch die napoleonischen Reformen, die sich ?berall in den Verwaltungen durchgesetzt hatten, waren mit zu viel Blut erkauft.
Ich finde es ist Teil der allgemeinen Gehirnw?sche, dass immer nur kriegerische K?nige, Kaiser, Diktatoren und erfolgreiche Feldherren in den Geschichtsb?chern hervorgehoben werden, nicht aber die Leistungen, die das friedliche Zusammenleben f?rdern. Oder aber zivile Erfindungen und Dienste.
Es ist immer die gleiche Geschichte. Irgendeine Gruppe Menschen wird diffamiert, dann wird ein Zwischenfall inszeniert und dann gibt der Staatschef den Befehl, dass die Truppen angreifen sollen. Und wieder ist Krieg.
Wer heute von der Notwendigkeit redet Krieg zu f?hren, geh?rt gefesselt und ins Hinterzimmer geworfen, bis er sich beruhigt hat.
Allein diese absurde "Deutsch-Franz?sische Erbfeindschaft"! Einzig und allein, weil Deutsch mit franz?sischem Akzent nett klingt, Franz?sisch mit deutschem Akzent aber hart?!
Ich sch?tze, nach allem, was ich ?ber die Manipulation in der Politik gelernt habe, hatte die franz?sische Revolution die Aufgabe den Adel als F?hrungsschicht zu schw?chen und abzul?sen. Die danach folgenden Wirren und Unsicherheiten waren ebenfalls inszeniert, um das Volk dann unter einem neuen F?hrer zu vereinigen. Leider wurde der aber zu selbst?ndig, weshalb er "abges?gt" wurde.
Aber die Institutionen existieren heute noch und leiten im Hintergrund die Geschicke der Menschen. Und darum ging es letztendlich.
Denk ich Mal so,
EO