Ich schlie?e mich Neuschwabenland an, wobei ich allerdings wie immer "etwas" mehr Worte mache.
Betrachten wir die "Kritik" am Text der 3. Strophe:
Hier noch Mal der Link:
http://www.leitkultur-humanismus.de/hymne.htm
Es wird also kritisiert, dass "Einigkeit" vor "Recht" und "Freiheit" genannt wird. Dazu f?llt mir nur eins ein:
Es war einmal eine Frau, die schenkte ihrem Mann zu Weihnachten zwei Hemden. Als er Silvester das eine Anzog, fragte sie: "Ach, das andere gef?llt dir nicht?
Hier haben wir die gleiche Situation. Die Begriffe sind mit "und" verkn?pft, und damit m. E. gleichwertig nebeneinander. Auf der anderen Seite k?nnt ihr die drei Begriffe beliebig austauschen, es gibt nur eine Kombination die der Melodie folgen kann und zwar die gewohnte Reihenfolge.
Desweiteren wird "f?r das deutsche Vaterland" kritisiert. Hier mu? man sich erst Mal fragen, was "Vaterland" bzw."Nation" eigentlich f?r die in ihr verwalteten Menschen bedeutet. Wir kennen noch eine Zeit, das die einzelnen Bundesl?nder und ihre Teile selbst?ndige Herzogt?mer waren und gegeneinander Krieg gef?hrt haben. Wenn heute ein Landesteil von einer Naturkatastrophe verheert wird, dann r?cken nicht die Truppen des Nachbarlandes aus, um dieses wehrlose Land unter Kontrolle zu bekommen, nein da r?cken Hilfskr?fte aus und die Steuerzahler der anderen L?nder finanzieren die Wiedererrichtung der Infrastruktur. Das ist eine Solidarit?t die aus einem Verst?ndnis von Gemeinschaft erw?chst.
Und da wir alle deutsch sprechen, liegt es nahe in historisch gewachsenen Grenzen sich zu einer Nation zu vereinigen. Diese Gemeinschaft braucht aber eine gemeinsame Tradition. Und diese kann sehr wohl mit einer Hymne besungen werden. Irgendwo mu? den Menschen der Gedanke der Solidarit?t ?ber die Grenzen von Religion, Fu?ball und Taubenz?chtervereinen hinweg nahe gebracht werden.
Das der Gedanke an das "Vaterland" andere L?nder ausgrenzt ist ein absurdes Argument. Menschen sind nun Mal in Nationen organisiert. Aus verwaltungstechnischen Gr?nden. Man k?nnte genauso gut darauf bestehen, dass alle den selben Nachnamen tragen sollen. Franzosen haben nun Mal franz?siche Traditionen und Deutsche eben deutsche.
Es ist eine b?se Unterstellung, zu behaupten, wer sich zu seiner Nation bekennt, erhebt sich ?ber andere. Das ist Quatsch, wie ja das friedliche Grenz?berschreitende Zusammenleben der Grenzanrainer ja zeigt. Und mittlerweile wird im Europ?ischen Sinne auch Hilfe ?ber die alten nationalen Grenzen weg organisiert. Es gibt ja keinen Grund, weshalb eine deutsche Feuerwehr nicht in den Niederlanden l?schen soll, wenn es in einem grenznahen Dorf brennt.
Zitat
Wer mit voller Inbrunst ein ?im Glanze nationalen Gl?ckes bl?hendes deutsches Vaterland? besinge, lasse damit, ob er wolle oder nicht, die unr?hmliche deutsche Vergangenheit aufleben. Schmidt-Salomon meinte, dass den meisten aufgekl?rten Menschen das traditionelle Deutschlandlied ?unertr?glich peinlich? sei.
Man beachte die Formulierung, die der Kritiker der alten 3. Strophe gew?hlt hat. Hier zum Vergleich der kritisierte Text:
Zitat
Einigkeit und Recht und Freiheit f?r das deutsche Vaterland, danach lasst uns alle streben br?derlich mit Herz und Hand ! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Gl?ckes Unterpfand. Bl?h' im Glanze dieses Gl?ckes bl?he deutsches Vaterland
Das steht doch da gar nicht! Auf der anderen Seite ist es doch tats?chlich so, Solidarit?t und miteinander sorgen f?r ein ertragreiches Gemeinwesen.
Und wenn andererseits jeder gegen jeden geht, kann keiner behalten, was er erwirtschaftet.
Nat?rlich hat auch Kolibri recht, die feststellt, dass es mit der Solidarit?t und dem Miteinander zur Zeit nicht weit her ist. Klar, wenn keine Solidarit?t da ist und wir als Deutsche uns auch noch unsere Nationalhymne wegargumentieren lassen sollen - wo soll das denn her kommen?
Zu der "alternativen" Hymne, kann ich nur sagen, ich werde noch den Tag erleben, an dem der 2. Weltkrieg seit 100 Jahren zu Ende ist und ich werde nicht f?r eine Hymne votieren, die auf ewig diesen Krieg und die nachfolgende Geschichte festschreibt.
Jaaaa- wir haben eine Hymne, aber f?hlt euch bitte nicht ausgegrenzt, bei euch ist es ja auch sch?n im Lande.
Tut mir leid, aber die dritte Strophe dieser Alternative klingt, als h?tte sie der Ulli aus meiner M?nnergruppe getextet.
Sagt EO