Hallo ihr Leiben,
in dieser Diskussion werden wieder zwei Dinge vermengt. Zum einen, dass mit Kriminellen Taten von Ausländern Propaganda und Politik betrieben wird. Die Aussage ist da ja: "Die Ursachen (für die beobachteten Mißstände) liegen ganz wo anders". Zum anderen die ganz praktischen Probleme, die sich in unserer Gesellschaft ergeben, wenn man im täglichen Umgang mit Menschen konfrontiert sieht, die keinen Respekt haben und ignorant und gewaltätig gegen Deutsche vorgehen, die von ihnen angepasstes Wohlverhalten und Gesetzestreue verlangen.
Als Beispiel habe ich den Brief der Schulleiterin der Rütli-Schule an die Schulaufsicht unten aufgeführt. Quelle hier: Landeskommission Berlin gegen Gewalt Berliner Forum Gewaltprävention - Gewalt von Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern mit Migrationshintergrund in Berlin - Bericht und Empfehlungen einer von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt eingesetzten ArbeitsgruppeNr.28 http://www.fes.de/forumpug/inhalt/documents/bfg-nr-28.pdf
Hier handelt es sich um ganz praktische Probleme im Miteinander auf die weder die Politik noch das oberflächliche Gutmenschentum eine Antwort geben.
Und gerade so Beiträge, wie sie Eisbär hier hinterlassen hat (examplarische für viele, die ähnlich argumentieren:
So ist es! Ich glaub nämlich dass die ganzen Stimmungsmacher gegen Moslem erstens absolut keine Ahnung von derern Religion haben und zweitens in ihrem bisherigen Leben sich noch nicht einmal mit einem Moslem unterhalten haben.
Es werden wieder einmal Sündenböcke und ein Vorwand für andere Aktivitäten gesucht uns sonst nix.
Wie kann man nur so vernagelt und intolerant sein? 
- klammern diesen notwendigen Lösungsansatz völlig aus. Lest bitte den Brief und strengt euren Kopf an, wie der Schulleitung geholfen werden kann. Ich möchte Vorschläge hören und keine Parolen!
Brief der kommissarischen Schulleiterin der Rütli Schule in Neukölln an die Schulaufsicht zur Situation an dieser Schule, der von der Gesamtkonferenz der Schule am 28.2.06 ohne Gegen-stimmen und Enthaltungen verabschiedet wurde.
Sehr geehrte Frau F.,
die Fülle der zu besprechenden Einzelfälle ließ bei Ihrem Besuch am 24.2.06 keine Zeit über die Ge-samtsituation in unserer Schule zu sprechen.
Wie in der Schulleitersitzung am 21.2.06 geschildert, hat sich die Zusammensetzung unserer Schüler-schaft in den letzten Jahren dahingehend verändert, dass der Anteil der Schüler/innen mit arabischem Migrationshintergrund inzwischen am höchsten ist. Er beträgt zurzeit 34,9%, gefolgt von 26,1% mit türkischem Migrationshintergrund. Der Gesamtanteil der Jugendlichen n.d.H. beträgt 83,2%. Die Sta-tistik zeigt, dass an unserer Schule der Anteil der Schüler/innen mit arabischem Migrationshintergnmd in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist.
10. Klassen = 15 9. Klassen = 21 8. Klassen = 22 7. Klassen = 25 (44%)
In unserer Schule gibt es keine/n Mitarbeiter/in aus anderen Kulturkreisen.
Wir müssen feststellen, dass die Stimmung in einigen Klassen zurzeit geprägt ist von Aggressivität, Respektlosigkeit und Ignoranz uns Erwachsenen gegenüber. Notwendiges Unterrichtsmaterial wird nur von wenigen Schüler/innen mitgebracht. Die Gewaltbereitschaft gegen Sachen wächst: Türen werden eingetreten, Papierkörbe als Fußbälle missbraucht, Knallkörper gezündet und Bilderrahmen von den Flurwänden gerissen. Werden Schüler/innen zur Rede gestellt, schützen sie sich gegenseitig.
Täter können in den wenigsten Fällen ermittelt werden. Laut Aussage eines Schülers gilt es als beson-dere Anerkennung im Kiez, wenn aus einer Schule möglichst viele negative Schlagzeilen in der Presse erscheinen. Die negative Profilierung schafft Anerkennung in der Peer - Group. Unsere Bemühungen die Einhaltung der Regeln durchzusetzen treffen auf starken Widerstand der Schüler/innen. Diesen Widerstand zu überwinden wird immer schwieriger. In vielen Klassen ist das Verhalten im Unterricht geprägt durch totale Ablehnung des Unterrichtsstoffes und menschenverachtendes Auftreten. Lehr-kräfte werden gar nicht wahrgenommen, Gegenstände fliegen zielgerichtet gegen Lehrkräfte durch die Klassen, Anweisungen werden ignoriert. Einige Kolleg/innen gehen nur noch mit dem Handy in be-stimmte Klassen, damit sie über Funk Hilfe holen können.
Die Folge ist, dass Kollegen/innen am Rande ihrer Kräfte sind. Entsprechend hoch ist auch der Kran-kenstand, der im 1.Halbjahr 05/06 höher war als der der Schüler/innen. Ein Zeichen der unerträglichen Belastung. Einige Kollegen/innen stellen seit Jahren Umsetzungsanträge, denen nicht entsprochen wird, da keine Ersatzkräfte gefunden werden.
Auch von den Eltern bekamen wir bisher wenig Unterstützung in unserem Bemühen Normen und Regeln durchzusetzen. Termine werden nicht wahrgenommen, Telefonate scheitern am mangelnden Sprachverständnis.
Wir sind ratlos.
Über das QM haben wir zwei Sozialarbeiter/innen mit türkischem und arabischem Migrationshin-tergrund beantragt, um vor allem mit den Eltern ins Gespräch zu kommen. Aber diese Maßnahme allein wird die Situation nicht deeskalieren.
Durch Schwangerschaft, lang- und kurzfristige Erkrankungen, DAZ- und Ethik -Weiterbildungen und Pensionierung ist unsere Lehrer/innenausstattung auf unter 100% gesunken. Unser - auch im Schul-programm aufgeführtes Teamteaching kann nicht umgesetzt werden, da die Doppelsteckungen stets aufgehoben werden müssen, um den Vertretungsunterricht zu organisieren.
Seit Jahren blieb die Konrektorenstelle mangels Bewerbung vakant. Seit Anfang dieses Schuljahres (05/06) ist die Schulleiterin erkrankt und wird in den vorzeitigen Ruhestand gehen.
Die erweiterte Schulleitung, bestehend aus vier Lehrer/innen hat bis Dezember 05 die Schule geleitet, dann wurde eine kommissarische Schulleiterin aus diesem Kreise ernannt.
Wenn wir uns die Entwicklung unserer Schule in den letzten Jahren ansehen, so müssen wir feststel-len, dass die Hauptschule am Ende der Sackgasse angekommen ist und es keine Wendemöglichkeit mehr gibt. Welchen Sinn macht es, dass in einer Schule alle Schüler/innen gesammelt werden, die weder von den Eltern noch von der Wirtschaft Perspektiven aufgezeigt bekommen, um ihr Leben sinnvoll gestalten zu können. In den meisten Familien sind unsere Schüler/innen die einzigen, die morgens aufstehen. Wie sollen wir ihnen erklären, dass es trotzdem wichtig ist, in der Schule zu sein und einen Abschluss anzustreben? Die Schüler/innen sind vor allem damit beschäftigt, sich das neu-este Handy zu organisieren, ihr Outfit so zu gestalten, dass sie nicht verlacht werden, damit sie dazu-gehören. Schule ist für sie auch Schauplatz und Machtkampf um Anerkennung. Der Intensivtäter wird zum Vorbild. Es gibt für sie in der Schule keine positiven Vorbilder. Sie sind unter sich und lernen Jugendliche, die anders leben, gar nicht kennen. Hauptschule isoliert sie, sie fühlen sich ausgesondert und benehmen sich entsprechend.
Deshalb kann jede Hilfe für unsere Schule nur bedeuten, die aktuelle Situation erträglicher zu machen. Perspektivisch muss die Hauptschule in dieser Zusammensetzung aufgelöst werden zugunsten einer neuen Schulform mit gänzlich neuer Zusammensetzung.
Kurzfristig brauchen wir eine Erhöhung der Lehrer/innenausstattung, um Ruhe in den Schulalltag zu bringen, der, wie oben erwähnt, geprägt ist durch Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht. Wir müssen Zeit und Raum bekommen für die Arbeit in Kleingruppen, für Gespräche mit einzelnen Schü-ler/innen und ihren Eltern, für die Besetzung unserer Anlaufstelle (Schülerclub), für das Schulverwei-gerer Projekt Zurück in die Zukunft.
Wir brauchen die tägliche Präsenz einer Fachkraft, die uns bei. Deeskalation und Krisenintervention hilft. Wir wünschen uns, dass die Finanzierung unserer Peer - Mediator/innen nicht alle zwei Jahre unser Problem ist, sondern regelfinanziert wird. Wir wünschen uns, dass eine Möglichkeit geschaffen wird auf unserem Gelände eine Cafeteria einzurichten
2009 wird unser Schulgebäude 100 Jahre alt und wir. hoffen, dass bis dahin eine Schule geschaffen werden kann, in der Schüler/innen und Lehrer/innen Freude am Lernen bzw. Lehren haben.
Mit freundlichen Grüßen
i.V. P. Eggebrecht
kommissarische Schulleiterin
Von der Gesamtkonferenz am 28.2.06 verabschiedet:
-keine- Gegenstimmen- -keine- Enthaltungen
Ende des Briefes.
Dieser Brief beschreibt Tatsachen und es geht nicht darum, ob man diese Menschen und ihre Kinder als Moslems, "Deutsche mit Migrationshintergrund" tituliert oder als exotische "Testkarnickel für Sozialpädagogen" betrachtet - Diese Menschen sind da und haben einen ablehnende Haltung gegen alles, was ihre neue Heimat ausmacht. Zurück können sie aber auch nicht, da sie ihre eigenen Muttersprache nicht mehr gut beherrschen und in ihren alten Stammländern als Hinterwäldler angesehen werden, mit ihrer orthodoxen Vorstellung, wie gesellschaftliches Leben unter Ihrersgleichen zu organisieren sei (inklusiv Unterdrückung von Frauen und Ehrenmorden).
Aber meist hört man nach solchen Informationen und Problembeschreibungen nur noch die Grillen zirpen und ab und zu einen Frosch quaken. Aber die, die sich lautstark über die Fremdenfeindlichkeit ihrer Landsleute aufregen, die hört man dann nicht mehr!