Hallo MiNo,
willkommen im Forum. Da hast du ja einen interessanten Faden eröffnet mit diesem Blick auf dein Lebenswerk. Und wie zu erwarten, hast du natürlich eine Menge Staub damit aufgewirbelt. Das heißt, nicht du, sondern die anderen Teilnehmer im Forum mit den zu erwartenden "ungläubigen" Reaktionen.
Ich möchte einmal eine Metapher verwenden:
Du bist als Erfinder und Betreiber eines Automobils unter die Pferdefuhrwerksbesitzer getreten und hast ihnen etwas vom 4-Takt-Prinzip erzählt. Ich schätze, die Reaktionen damals, als Benz und Diesel ihre "Höllenmaschinen" entwickelten, waren ähnlich.
Andererseits bitte ich dich auch um Verständnis für diese Reaktionen der schon langjährigen Mitglieder hier im Forum. Wenn man so ein Forum betreibt, erlebt man immer wieder Selbstdarsteller, die abstruse Ideen mit sehr viel "Gehirnschmalz" unters Volk bringen und wenn man sie nicht beklatscht, werden sie "unhöflich".
Auch erlebt man immer wieder, wie echte oder selbst ernannte Experten von Laien fordern, sie sollten erst Mal die Fachsprache lernen, oder sich die Antworten auf ihre "naiven Fragen" selbst "erguugeln".
SO gesehen, passt du mit einigen deiner zweifellos berechtigten Reaktionen ins "Feindbild", was natürlich den lauten Ruf nach "Butter bei die Fische" erklärt.
Und hier ergibt sich dann schon das nächste Dilemma. Jeder hat ein bestimmtes Weltbild im Kopf. Dieses erlaubt ihm nur die Dinge zu erkennen, die er selbst auf Grund seines Weltbildes für möglich hält. Präsentiert man einem solchen Menschen nun einen Sachverhalt, der nicht in sein Weltbild passt, lehnt er diesen meist ab. Den Satz: "Dein Weltbild ist erst dann vollständig, wenn auch das Unmögliche darin Platz hat" wird nur von den wenigsten befolgt. Er erfordert nämlich das eigene Weltbild zu hinterfragen, wenn man auf etwas für einen selbst Unverständliches stößt.
Andererseits wird diese pauschale Ablehnung von neuen, fremden Inhalten ja gerade als Werkzeug des Machterhaltes verwendet. Dabei geht es auch nicht darum ob etwas wahr oder richtig ist, sondern darum, zu verhindern, dass ein Mensch aus eigenem Überlegen zu neuen Erkenntnissen kommt und diese weiter vermittelt. Denn ein solcher Vorgang untergräbt die Autorität der Machthaber.
Das trifft für die kirchlichen Vertreter der Inquisition genau so zu wie für die Lehrstuhlinhaber neuzeitlicher Universitäten. Und es ist ja ein nur allzu menschliches Problem. Da hat man sich irgendeinen Glaubens-, bzw. Wissenskanon angeeignet, hat sich "hoch gedient" und sonnt sich nun in der gesellschaftlichen Anerkennung, die die erreichte Stellung mit sich bringt, und da kommt dann einer, der das eigene Weltbild mit wenigen Argumenten zum Einsturz bringen will. Vergessen wir nicht, wir leben in einer Gesellschaft des künstlichen Mangels. Jede Stellung bedeutet Einkommen, das festgehalten werden muß, weil man ohne diese Stellung eben kein Einkommen mehr hat. Was ist also in dieser Situation die "normale" Reaktion der durch die Innovation gefährdeten Autoritäten?
Die Antwort ist logisch und vielfach in einer breit gefächerten Zahl an Werkzeugen praktisch angewendet. Der Querdenker wird lächerlich gemacht, behindert, um sein täglich Brot gebracht und im schlimmsten Fall "aus dem Weg" geräumt. Ich denke, du kennst das aus eigenem Erleben.
Und dann gibt es dann noch etwas anderes, die gezielte Falschinformation. Versuch einfach Mal im Internet etwas über "Wasserautos" heraus zu bekommen. Da findet man sogar Baupläne! Nur wenn man versucht das nachzumachen, stellt sich raus, dass etwas Wesentliches fehlt oder das von einem anderen erfolgreich angewandte Prinzip so "empfindlich" ist, dass man es nicht einfach an einem beliebigen anderen Verbrennungsmotor einsetzen kann. Und dann gibt es eben noch falsche Baupläne, die ins Netz gestellt wurden um die Selbermacher zu entmutigen. Man kann als Laie, der sich über ein Thema informieren und bilden will, nur dann über die Qualität einer im Internet gefundenen Information entscheiden, wenn man schon Spezialist ist und das Thema beherrscht. Ein Widerspruch, der die Selbstschulung mit Internetquellen unmöglich macht.
All dies findet seinen Ausdruck in den Reaktionen der Teilnehmer auf deinen Faden. Was ist also zu tun? Du weißt, nur wenige Menschen sind in der Lage aufgrund ihrer geistigen und praktischen Fähigkeiten den Felix-Reaktor zu verstehen und an seiner Weiterentwicklung bzw. beim Nachbau weiterer Maschinen mitzuhelfen. Wie du ja selbst festgestellt hast, sind viele Menschen mit wissenschaftlicher Ausbildung einfach "verbildet", weshalb sie die theoretischen Grundlagen, das mehrdimensionale Weltbild nicht nachvollziehen können. Gerade diese werden jeden Versuch, Laien dieses Weltbild mit einfachen Worten nahe zu bringen, stören. Andererseits ist genau dies DIE Aufgabe. Statt also auf das Selbststudium im Internet hinzuweisen, wäre es hilfreich, wenn du direkt Links angeben könntest, zu Seiten oder Büchern, mit denen man sich die Grundlagen erarbeiten kann.
Um noch Mal zu meiner Anfangsmetapher zurück zu kommen. Ich habe das 4-Taktprinzip verstanden. Ich habe sogar ein Motorrad restauriert ohne "vom Fach" zu sein. Trotzdem wäre ich nicht in der Lage selbst einen Motor zu bauen. Denn man muß die Metallurgie beherrschen um die einzelnen Bauteile mit den entsprechenden Härten und Oberflächenvergütungen zu fertigen. Natürlich den Metallguß, das Drehen, Oberfächenbearbeitung. Hat man den Motor dann tatsächlich fertig, muß man einer Vergaser herstellen, was für sich alleine wiederum eine große Kunstfertigkeit und Erfahrung braucht. Und als letztes muß man den Kraftstoff aus Öl raffinieren.
Wie viele Jahre hast du lernen müssen, nur um all die handwerklichen Fähigkeiten zu erlernen, die Notwendig sind um einen Felix zu bauen? Und wie lange hat das Studium der Grundlagen und die Forschung gedauert?
Worauf ich hinaus will:
Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Wir sind darauf angewiesen, dass Menschen ihre Erfahrungen kompakt zusammenfassen, damit die Nachkommen nicht wieder und wieder schon einmal gemachte Fehler wiederholen. In einer Gesellschaft, die Menschen daran hindert selbst Erkenntnisse zu gewinnen, verschwendet man seine Lebenszeit, wenn man aus eigener Kraft Wahrheit und Täuschung auseinander sortieren will.
Wie viele Menschen beherrschen das Konstruktionsprinzip des Felix und könnten Lehrlinge schulen? Wenig nicht wahr? Und bedauerlicher Weise ist es ja leider so, dass jemand, der sich ein so umfassendes Fachwissen erworben hat, dass er aus diesem Wissen praktische Anwendungen realisieren kann, deshalb noch lange kein guter Lehrer ist. Wenn ich hier nur kurz auf deine oben von Abraxas kritisierte Aussage über die "20-jährigen" hinweisen darf. Auch deine zweifellos richtige Definition von "Dialektik" für diejenigen, die "nicht wo anders lesen wollen" (in Beitrag #39) zeigt, dass du den Aufsatz "Dialektik oder wie man die Massen manipuliert" nicht gelesen hast. Dieser Aufsatz ist bei uns der Augenöffner für diejenigen, die glauben, wir würden in einem souveränen, demokratischen Mehrparteien-Rechtsstaat leben. Die in diesem Aufsatz vorgeführte Anwendung der Dialektik findet man auch hier im Forum immer wieder von Systemvertretern angewendet und vorgeführt.
Ich halte es also für wichtig erst einmal das richtige Weltbild in einfachen Worten zu lehren. Ich denke, du findest bei uns einige, die bereit und willens sind sich einzuarbeiten. Auf der anderen Seite stößt ein jeder schnell an persönliche Grenzen. Ich habe z. B. viel von Schauberger gelesen. Nur kommt man da sehr schnell an den Punkt an dem man dei Bücher verlassen muß und sich an einen Bach setzen und Steine rein legen. Dann kann man plötzlich sehen, was Schauberger mit all seinen seltsamen Begriffen meint. Schau ich mit dann aber die theoretischen Schriften zu Skalarwellen und den Harmonien des Universums an, erkenne ich, dass meine Kenntnisse der Mathematik zu dünn sind und mein Wissen über Musik nicht vorhanden ist. Weiterhin ist der Rest meines Lebens zu kurz um mir diese Themen von Grund auf zu erarbeiten.
Also, was tun? Wir brauchen eine Struktur in der diese Inhalte gelehrt werden. Und zwar innerhalb unserer Gesellschaft, allerdings "unauffällig". Wir brauchen eigene Produktionsmittel und Ressourcen und eben von der gesellschaftskonformen Lohnarbeit unabhängig zu werden. Und wir brauchen einfache Lösungen, die die Menschen energieautark machen. Diese Lösungen müssen von jedem handwerklich geschickten Menschen realisiert werden können und müssen auf Mittel unserer gegenwärtigen Industriegesellschaft zurückgreifen. Für eure Biosystem3000-Gemeinschaft auf 300 ha im Ausland braucht es nur eine Bombe und der Felix ist Geschichte für die nächsten 100 Jahre. Für eine grundlegende Umsteuerung unserer Gesellschaft braucht es Mittel nach der Art des VW-Käfers. Und eben ein neues, gut zu verstehendes Weltbild. Denn das Schlimmste, was uns passieren könnte, ist es den Menschen mit dem fehlerhaften "Wissen" unserer Industriegesellschaft unerschöpfliche Energie in die Hände zu geben. Da würden dann massenhaft falsche Produktionsprozesse realisiert, von dem üblichen Mißbrauch als Waffensystem ganz zu schweigen.
Deine Forderung nach Bezahlung für Detailwissen ist zweifellos legitim. Betrachten wir also die Sache Mal aus wirtschaftlicher Sicht. Jeder, der den Felix als Investition begreift, muß nur gegeneinander setzen: Was kostet es bei dir das notwendige Fachwissen (die Theorie) zu lernen und was kostet es die Maschine zu bauen? Natürlich kann ein Einzelner nicht mehr alles lernen. Es muß also jemand sein, mit ganz viel Geld am Hacken. Einer der mehr als einem Menschen ein Auskommen finanziert, damit der bei dir die Theorie lernt und dann eben viele Industriebetriebe beauftragt Baugruppen zu produzieren. Ja und dann braucht es noch einen Spezialisten, der den Felix montiert und startet. Ach, und diejenigen, die Wartungsmonteure schulen. Wie viel Geld kostet das alles zusammen, denn das ist die Startinvestitionssumme. Denn erst wenn diese Struktur steht, also Felix-Generatoren in Serie gefertigt werden und die Infrastruktur steht für Schulung und Wartung, erst dann kann man sich daran machen die Gemeinden energieautark zu machen.
Eine Vorerhebung wäre es, zu "sehen", ob das System überhaupt für den massenhaften Einsatz geeignet ist. Also eine Vorerhebung mit deren Ergebnis man dann Investoren suchen könnte. Was würde das bei dir kosten? Über welchen Rahmen reden wir hier eigentlich? Hast du da schon Vorstellungen? Denn da ist ja dann die Frage, ob du dich hier überhaupt im richtigen Umfeld bewegst?
Ich halte den Felix Generator für "echt". Ich weiß aber auch um die Dominanz der Energiekartelle. Wie finden wir also einen Weg der Menschheit neues Wissen zur Verfügung stellen ohne das es zu einem Krieg um die Macht kommt? Wie verändern wir die Einstellung der Menschen dazu, wer eine respektable Person ist und was ein Volksvertreter im Namen des Volkes tun darf? Es geht also um deutlich mehr als um die Frage ob MiNo den Begriff "Nennwert" richtig verwendet (Hallo Phasenverschobener!)
Gruß, EO
[hr]
Nachtrag:
Zitat von Phasenverschobener
und wie, wenn sich der Erfinder dieser Begriffe sich verweigert ChrisXY's Fragen zu den Begriffen zu beantworten und es lieber bei Worthülsen belässt?
Beispiel: 'SUPER-SONIC-FLOW-RESONANZ-ENERGIE'
Reine Worthülse, dank googel eine leicht nachprüfbare Tatsache. Alle Treffer führen auf Mino, deswegen kann die genaue Bedeutung (Was ist das, wie funktioniert das) dieser Wortkombination auch nur bei Mino erfragt und erlernt werden.
Gruß
Was war denn jetzt das, Phasenverschobener?
Worthülse? Überschall - Fluss (Strömungs-) - Resonanz - Energie
Klar, das findest du nicht in Wikipedia und auch nicht im Index der Unibibliothek. Und deshalb ist der Begriff Unfug?
Nähern wir uns doch Mal vorsichtig an und schauen nur Mal nach Resonanz-Energie. Z.B. da:
http://www.radionik.net/resonanzenergie.shtml
Und ansonsten wäre Schaubergers Forellenturbine oder die Repulsine ein Einstiegspunkt. Es handelt sich um Innovationen deren Funktionprinzip eben nicht an der Uni gelehrt werden! Und ich denke auch nicht, dass MiNo so verstanden werden will, dass man die von ihm verwendeten Begriffsketten genau so bei Google zum Suchen verwenden soll. Denn dann kommt man, wie von dir beobachtet, nur auf seinen Google-Groups-Informationsseiten raus.
Gruß, EO