Hallo Frankovic,
willkommen im Forum.
Ich m?chte Shooters Ausf?hrung etwas genauer differenzieren: Meinst du Jesus Christus, die Figur ?ber die uns die etablierte Kirche Sagen und Schw?nke vermittelt, oder meinst du Joshua ben Joseph, die historische Person, ?ber die man sich nur ?ber Umwege, also nichtbiblische Quellen informieren kann?
Wenn man den ausgetretenen Pfad der etablierten Religion verl??t, erkennt man, das Joshua eine ganz andere Aufgabe hatte, als uns derzeit ?berliefert wird. Auch war die esoterisch, religi?se, bzw. philosophische Entwicklung (wie immer du das bezeichnen m?chtest) sehr viel weiter, als wir uns das heute vorstellen. Nur nicht in Jud?a, wo die Bev?lkerung unter der Unterdr?ckung durch die R?mer zu leiden hatten und zus?tzlich unter den Bevormundungen ihrer beamteten Priesterkaste, die das religi?se Leben in Regeln und deren Einhaltung erstarren lie?en, ohne nach Sinn und Bedeutung der Regeln zu fragen.
Grob gesprochen versuchte Jesus seine Landleute und Zeitgenossen von der verwalteten Religion zu befreien. Damit stie? er nicht nur die "orthodox" Gl?ubigen vor den Kopf, er brachte auch die Priesterkaste gegen sich auf.
Das er die Frage: "Bist du Gottes Sohn?" mit "Ja" beantwortete wird uns heute mit der Geschichte um die "Jungfr?uliche Empf?ngnis" ?berliefert. Alles sp?tere Erfindung um aus Joshua in der ?berlieferung Jesus zu machen. So wie das Konstrukt der Dreifaltigkeit: Der Vater, der Sohn und DER heilige Geist. Es war eine antike Regel, dass jede g?ttliche Auspr?gung dreifach sein mu?te. So w?hlte man die heilige Familie f?r den Beginn des Christentums: Den Gott-Vater, die Fruchtbarkeitsg?ttin, vertreten durch ihr Symbol, die Taube - und den Sohn, die Frucht dieser Verbindung. Da aber im neuen Christentum das Weibliche, das Sinnliche und die Erotik verdammt wurden (Erbs?nde), wurde aus der Fruchtbarkeitsg?ttin "DER heilige Geist", nur ihr Symbol erinnert noch daran, wie es fr?her gemeint war.
Seine Antwort "JA", sollte den j?dischen Priestern zeigen, das in ihm, wie in jedem Menschen Gottes Geist wirkte. Ein mehrfacher Angriff auf die Authorit?t der Priester. Deshalb haben sie ihn auch vor der r?mischen Obrigkeit diffamiert und dem Tod ?berantwortet. Aus eigener Kraft konnten sie Joshua nicht verurteilen und aus dem Weg r?umen, denn nach den Regeln des Glauben h?tte er gesteinigt werden m?ssen. Statt dessen wurde er gekreuzigt, eine Hinrichtungsart, die nur gegen die Feinde Roms angewandt wurde.
Wobei es immer noch zweifelhaft ist, ob er wirklich am Kreuz gestorben ist. Es gibt sogar die Vermutung, das ein Stellvertreter ans Kreuz geschlagen wurde.
So gesehen basieren deine Fragen auf neutestamentarischen Fragen und einem Jesus, der l?ngst ein Opfer der Kirchenpolitik geworden war. Es geht nicht mehr darum die Menschen vom Aberglauben zu befreien und zur wahren Spiritualit?t zu f?hren, sondern die Glaubenssch?fchen in Abh?ngigkeit vom Priester und bei der Herde zu halten, damit sich diese Menschen leichter ausbeuten und f?hren lassen.
Das Christentum entwickelte sich sp?ter aus lose verstreuten Gemeinden, bei denen der Same der erneuerten Religionsaus?bnung aufgegeangen war. Im Jahre 70 n. CHR. kam es zum letzten bewaffneten Aufstand der Juden gegen die R?mer, ich glaube begonnen von den Zeloten. Rom Antwort war drastisch, die gesamte j?dische Bev?lkerung wurde vertrieben um diesen Unruheherd ein f?r alle Mal zu s?ubern. Die "J?nger" und ihre Genossen fanden sich also in Rom wieder und mu?ten religi?se Erfahrungen, die unter r?mischer Unterdr?ckung gemacht waren nun ausgerechnet den r?mern verkaufen. Die Geschichte mu?te an die Bed?rfnisse der R?mer angepasst werden. So begannen die Verf?lschungen, die bis auf den heutigen Tag kein Ende nehmen.
So gesehen kannst du Jesus nicht vorwerfen, das Religionen immer wieder verdreht und als Instrument der Unterdr?ckung mi?braucht werden. Jeder Mensch ist frei in seiner Entscheidung das Richtige zu tun. Wir sind keine instinktgesteuerten Tiere.
Die Quelle deiner Spiritualit?t liegt in dir. Du mu?t dir nur selbst erlauben, dies zur Kenntnis zu nehmen und deiner inneren Stimme zuzuh?ren. So lernst du mit der Zeit und w?chst im Geiste!
In diesem Sinne: Fr?hliche Ostern!
PS: Nat?rlich konnte ich in der k?rze des Textes eine sehr vereinfachte Version vortragen. Macht es besser!