Leitkultur hin oder her. Mir geht es um das praktische Geschehen der Integration. Meiner Meinung nach ist die praktische Integration ein aktiver Akt dessen, der sich intergrieren will und kein aktiver Akt der Bev?lkerung, die Fremde assimilieren soll.
Mein Vater ist in Ostpreu?en aufgewachsen. Er berichtete, dass es dort auch Familien gab, die noch rein aus der slawischen Urbev?lkerung der Region stammten. Nun war es zwar m?glich, das ein M?dchen aus so einer Familie in eine deutsche Familie einheiratete, aber umgekehrt war das absolut unm?glich, weil die Kinder dieser Verbindung niemals ein Bein auf die Erde bekamen. Sie waren keine echten Slawen, hatten also nicht die Bedingungslose Unterst?tzung der slawischen Sippe, wurden aber auch von den Deutschen nicht anerkannt, bekamen also keine "angemessene" Arbeit und somit war ihn wirtschaftlicher Erfolg und sozialer R?ckhalt unm?glich.
Kinder von "deutschen Einwanderern" in Bayern werden in den bayrischen Traditionsvereinen nicht zugelassen, weil sie keine Eingeborenen sind! Da kannst du dich individuell ums bayrische Brauchtum k?mmern wollen, soviel du willst, du kommst nicht rein!
Daf?r bekommen sie einmal ?fter auf der Kirmes eins aufs Maul, weil sie ja als "Fremde" leicht zu identifizieren sind! Das ist eine deutsche Realit?t.
Die strammsten deutschen hei?en Kowalski und Sowitzki und stammen von Polen ab, die vor dem ersten Weltkrieg in den Pott als Arbeiter eingewandert sind. Heute w?rde niemand mehr behaupten, das das Polen w?ren!
Die Italiener der ersten Gastarbeitergeneration sind assimiliert, soweit sie da geblieben sind. Gerade dass sie in der Familie irgendwo eine Eisdiele betreiben und eine Oma mit italienischem Klang in der Aussprache zeigt noch die Wurzeln. Pizza und Spagetti sind ja nun auch "typisch" deutsche Gerichte.
Auch die anderen Gruppen werden nach und nach assimiliert. Nur es dauert mindestens drei Generationen, bis sich die Nachfahren absolut selbstverst?ndlich in der Gesellschaft ihres Geburtsortes bewegen k?nnen und auch "deutsche" Kinder diese schon von der Schule an kennen und als "Gleiche" akzeptieren.
Jede Stammbev?lkerung vertr?gt aber nur eine begrenzte Anzahl an Zuwanderern. Das ist ein Fakt, der au?erhalb dessen steht, was politisch korrekt ist oder nicht! Denn ist die Einwanderergruppe gro? genung, bildet sie eine Kolonie. Das ist ein ganz normaler Vorgang, wenn wir uns die "deutschen Einwandererkolonien" weltweit ankucken. Es ist ja nur logisch, zu seinesgleichen zu gehen, um sich in seiner Muttersprache das fremde Land erkl?ren zu lassen. Es ist aber genauso verst?ndlich, dass es der Wille des Einwanderers ist die neue Kultur aktiv zu lernen. Je gr??er aber die Kolonie ist, desdo weniger Anreiz gibt es, dies auch zu tun.
Wir kennen das alle, sind wir alleine unter Fremden, m?ssen wir so schnell wie m?glich die fremde Sprache lernen um endlich wieder mit Menschen sprechen zu k?nnen. Sind wir in der Gruppe in einem fremden Land, und gerade in der Mehrzahl, dann ist es leicht sich ?ber die anderen lustig zu machen und ihnen in der eigenen Sprache Schimpfw?rter zuzurufen. Ich sage nur: Sch?leraustausch! Da wundert es dann nicht, wenn die jungen Deutschrussen, die zum Teil ohne eigenen Wunsch mit den Eltern eingewandert sind, sich zu einer Bande zusammenfinden und die deutschen Jugendlichen als Gegner betrachten. Man kann nicht miteinander reden! Also grenzt man sich aus.
Dies sind die rein praktischen Vorg?nge und Probleme, die ich meine und die vom Gutmenschentum und seiner politischen Correctness ausgeblendet werden. Da werden dann Kriminalstatistiken "gesch?nt", Zeitungsartikel verfremdet, nur um dem B?rger die deutsche Realit?t sch?ner vorzugaukeln als sie ist. Je l?nger wir uns aber weigern diese Realit?t zu sehen, desto schwieriger wird es die Situation zu meistern.
Da n?tzt es dann auch nichts das Idealbild von freien, selbstbewu?ten Individuum als Weltb?rger mit sich herumzutragen. Dies entspricht nicht der gesellschaftlichen Realit?t.
Wir m?ssen die aktuelle Situation in Deutschland objektiv betrachten. Hier hilft uns kein "Alle Fl?chtlinge rein, Deutschland ist gro? genug", aber auch kein stumpfes "Ausl?nder raus!". Und auch die Geschichte von Romeo und Julia zeigt die Tragik von Liebenden, die Sippengrenzen erfolgreich ?berwinden und an der gesellschaftlichen Realit?t scheitern. Auch solchen Schicksalen mu? Rechnung getragen werden.
Da w?ren dann die t?rkischen M?dchen, die nach Anatolien in Urlaub fahren um dort traditionsgem?? mit einem Cousin verheiratet zu werden, gegen ihren Willen. Da ist der ausl?ndische Mann, der seine Kinder in sein Mutterland entf?hrt, weil der deutschen Mutter nach der Scheidung das Sorgerecht zugesprochen wurde. Da findet sich die Familie Kriegsfl?chtlinge, die sich voll intergriert hat aus eigener Kraft, mit in Deutschland geborenen Kindern, die auf eine deutsche Schule gehen, Arbeit haben und keine staatliche Unterst?tzung brauchen, die werden ausgewiesen, weil ihre Anerkennung als Fl?chtlinge abl?uft! So ein Wahnsinn!
Sehr h?bsch war auch der Versuch durch den Ausl?nderbeirat unserer Stadt Badezeiten nur f?r Frauen im st?dtischen Hallenbad durchzusetzen. Nat?rlich sollten dann noch f?r die Hallenfenster blickdichte Vorh?nge angeschafft werden und eine Bademeisterin eingestellt werden f?r die jeweilige Zeit. Unterst?tzt wurde diese Forderung seltsamer Weise von Frauen, die gestern noch den Geschlechterkampf auf ihre Fahnen geschrieben hatten und sich heute mit "multikulti" schm?cken.
Da stand ich dann als "Hausmann" und Vater mit der Perspektive nicht mehr mit den anderen Frauen und deren kleinen Kindern ins Schwimmbad gehen zu k?nnen, weil ich ja ein Mann bin! Egal, ob es darum ging, dass die Kinder miteinander baden. Man kann sich doch nur wundern, dass so etwas ernsthaft in Erw?gung gezogen wird!
Es wird also Zeit, das wir einen schonungslosen Blick auf die Situation bekommen und anfangen ?ber L?sungen f?r die vielf?ltigen Probleme nachzudenken. Sonst l?st sich das Problem auf seine Weise. Das Rennen um die Zukunft gewinnen die Familien, die die meisten Kinder bekommen und den gr??ten Zusammenhalt untereinander erzeugen. So einfach ist das!