Ich glaube nicht, dass es ein 6-er im Lotto ist, wenn ein gutes Buch - beim passenden Verlag eingereicht - genommen wird.
Hallo Shiva-Najade
Irgendwie schon! Schau mal:
Es stellt sich die Frage "was ist ein Gutes Buch"? Ich gehe davon aus, das jeder Autor von seinem Werk überzeugt ist, das es ein Gutes Buch ist. Doch ist das Lektorat der gleichen Ansicht? Was ist, wenn man den Geschmack des Lektors, der das Manuskriptaus aus zeitlichen Gründen nur Querlesen kann, nicht getroffen hat? Oder man hat zwar den Geschmack des Lektors getroffen, aber er findet den Zeitpunkt für diesen Roman für unpassend, weil zur Zeit ein anderer Trend angesagt ist. Da er in erster Linie darauf bedacht ist, kann mein Verlag damit Geld verdienen? Du siehst, bereits hier beginnt das Glücksspiel. Somit ist der Vergleich mit dem "Sechser im Lotto" bis das eigene Buch verkaufsfertig im Buchhandel vorliegt, nicht mal so unpassend. Dieser "Sechser" setzt natürlich einen "Vierer" und einen "Fünfer" voraus. Übrigens dieser Vergleich stammt nicht von mir, sondern von Klaus Britting. Ein Insider und Kenner rund ums Verlagswesen. Er hat in 9 verschiedenen Verlagshäusern gearbeitet, bevor er sich selbstständig machte.
Viele Autoren machen den Fehler ihre Manuskripte einfach überall einzureichen, ohne sich vorher zu informieren, was der entsprechende Veralg denn überhaupt ins Programm nimmt.
Angenommen Du reichst einen Gedichteband bei einem technischen Fachverlag ein (so als plattes Beispiel) - dann ist da wohl auch mit einer Absage zu rechnen, selbst DANN wenn der Verlag den Gedichteband gut findet. Man glaubt gar nicht, was für "unpassende" Manuskripte eingesendet werden...hätte ich früher auch nicht geglaubt.
Gut, wenn ein angehender Autor so schusselig ist, und sich nicht vorher Informiert sollte er sich nicht Wundern wenn sein Werk abgelehnt wird.
Also nicht entmutigen lassen
Gute Bücher kommen an der richtigen Stelle immer an
Ich danke Dir, das Du mir Mut zu sprichst. Da ich jedoch aus Spaß an der Freude schreibe, und keinerlei kommerzielle Absichten hege, sehe ich das Ganze recht gelassen. (Sollte sich was Ergeben, sage ich natürlich nicht nein.) Davon mal abgesehen, gibt es nur wenige Autoren die von ihren Büchern leben können.
Lieben Gruß sendet Dir
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