Die österreichische Nationalhymne wurde 2011 gegendert. Man nennt sie seitdem auch "Töchterhymne", weil die Passage "Heimat bist du großer Söhne" zu "Heimat großer Töchter und Söhne" verändert wurde. Die Änderung passt nicht gut in den Rhythmus der restlichen Strophen. Davon abgesehen ist sie überflüssig, weil mit "Söhnen" nicht nur Männer gemeint sind. Ebenso steht "Vaterland" nicht nur für das Heimatland der Väter, sondern auch der Mütter und deren Nachkommen. In der ursprünglichen Version der Schrifstellerin Paula Preradović hieß es "Großer Väter freie Söhne". Väter eines Landes sind die Leute, die ein Land gegründet und maßgeblich beeinflusst haben. Söhne eines Landes sind diejenigen, die das Land hervorgebracht hat. Damit sind weder Frauen noch Männer ausgeschlossen. Auch das Wort "Brüderchören" wurde zu "Jubelchören" umgedichtet, damit sich keiner ausgeschlossen fühlt. Dabei vergaß man wohl, dass es Brüderlichkeit auch zwischen Frauen geben kann.
Aber wenn jetzt einer daherkommt und die Hymne öffentlich so singt, wie er sie als Kind gelernt hat, dann ist die Aufregung mal wieder groß unter den Grünen: http://diepresse.com/home/politik/i…-rugen-Gabalier