Beiträge von Illuminatus

    Zitat:
    "Tatsächlich war der öffentlich-rechtliche Rundfunk wohl das effektivste Reeducation-Instrument, das die Alliierten in den Westzonen installiert hatten. Die britischen Besatzer verfassten den NWDR nach dem Vorbild ihrer BBC als "vierte Gewalt". "Unabhängig von Parteiund Staat" sollte der Rundfunk sein und frei von kommerziellen Notwendigkeiten sein."
    http://www.welt.de/fernsehen/arti…he-Instanz.html
    Zitat Ende, das wurde dann nur noch vom Fernsehen übertroffen.
    Tja, das Fernsehen ist wirklich effektiv – die Manipulation, das Niveau und die Moral ist fast unschlagbar und wird gerne übernommen. Mit anderen Worten, heute ist die Manipulation noch einfacher, schneller und effektiver.

    Wäre doch schlimm, wenn man keine Berichterstattung mehr machen könnte, ohne wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Das eröffnet doch der Manipulation erst recht Tür und Tor.
    Seitdem Internet für Privatmenschen erschwinglich ist, wird das Medienmonopol ohnehin nach und nach aufgeweicht. Mit hauptsächlich Vor-, aber auch Nachteilen.



    Jüdisch???? - Du wirst uns bestimmt eine Quelle dafür angeben. bin gespannt.

    Jüdisch ist ja nicht unbedingt gleich jiddisch. Und wenn's jiddisch wäre, so weit hergeholt ist das ja auch nicht. Hier eine nette Liste:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deu…_dem_Jiddischen

    Die Ode an die Buchstaben gefällt mir auch ganz gut.

    waterbrunn: Deutsche Ironie ist für Ausländer ohne tiefere Sprachkenntnisse schwer zu verstehen. ;) Wegen dem Link. Ist für mich umgekehrt genau so schwierig. Aber der Mann hat was überzeugendes. Schaue gerade seinen Diavortrag an. Ist ja gut vorbereitet.


    Das Haar ist die Klimaanlage der Kopfes. Es schützt vor Überhitzung durch die Sonne weil es die Kopfhaut beschattet. Bei großer Hitze speichert das Haar den Schweiß und durch die Verdunstungskälte wird ebenfalls der Schädel gekühlt. Bei kühlem Wetter schützt das Haar den Kopf vor Auskühlung, was ebenfalls ungesund wäre. Um diese zwei Funktionen zu erfüllen muss das Haar nicht lang sein. Eine Kurzhaarfrisur tut es auch.


    Nen Sonnenstich kriegt man durchaus viel schneller mit kurzem Haar, da die direkte Sonneneinstrahlung kaum gehemmt wird (es sei denn, man kleistert sich den Kopf mit Gel zu). Die sonnigen Langwellen durchdringen die Schädeldecke und irritieren Hirnhaut und Hirngewebe. Ein blonder, germanischer Hüne mit langem Haupthaar ist da weniger gefährdet. Bei Kälte halten lange Haare den Kopf ähnlich einer Kapuze warm. Gerade weil Körperwärme besonders über den Kopf abgegeben wird und der restliche Körper meist ohnehin schon durch Kleidung verhüllt ist, wirken lange Haare da recht effizient. Wärme steigt sonst nach oben und verflüchtigt sich. Aber kurze Haare sind in diesem Kontext immer noch besser als eine Glatze, das stimmt schon.

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    Allerdings braucht es für die Haarpflege feine Werkzeuge wie Kämme und Scheren. Diese Dinge waren teuer und eben nicht für jeden verfügbar. Wenn man dann auch keine pflegenden Seifen hat und auch kein warmes Wasser, dann wird die Haarpflege kompliziert. Kommen dann noch Parasiten dazu wie Z.B. Läuse, bleibt nichts anderes übrig als kahl scheren.


    Kommt darauf an, welches Volk zu welcher Zeit du meinst. Wenn du die Germanen bis zum Mittelalter meinst, dann ist das so nicht ganz richtig. Kämme hat man schnell geschnitzt und es gab sie häufig, wie man anhand zahlreicher Funde belegen kann.
    http://www.konradgoettig.de.tl/
    Zur Schere und zum Scheren folgender Abschnitt:

    "Bei den Germanen hieß ein Schneidinstrument generell sahs (verwandt mit Säge und lateinisch secare 'schneiden'). Besonders bezeichnete man damit ein einschneidiges Kurzschwert, das den Sachsen ihren Namen gab. Genauer unterschied man dieses 'Verwundungsmesser' (scramasahs) vom 'Speisemesser' (mezzisahs, daher unser Wort Messer) und dem 'Rasiermesser' (scarasahs, mittelhochdeutsch schermezzer). Das einfache Wort dazu war scar, scara 'Pflugschar, Klinge' scâr, scâra 'Schere', davon abgeleitet ist unser scheren. Dieses bedeutet ursprünglich allgemein 'abschneiden' und wurde sowohl fürs Haarschneiden mit der Schere wie fürs Rasieren mit dem Messer gebraucht. Die Schere besaß ursprünglich nicht zwei gekreuzte Klingen wie heute, sondern bestand aus zwei Messern, die am Ende der Griffe mit einem federnden Eisen verbunden waren.

    Zum Verschönern ging man im Mittelalter zum Bader, der das Bad bereitete und sich auch um Frisur und Bart kümmerte, oder zum Scherer, der Haare schnitt und rasierte und wie der Bader auch Wunden versorgen konnte. Im 14. Jahrhundert kam dafür das Wort Barbierer auf, aus altfranzösisch barbier zu lateinisch barba 'Bart'. "

    Seifen gab es bei den alten Germanen sogar mehrere Sorten.

    "Rasiermesser: meist halbmondförmig aus Bronze, mit Griff an der Seite oder Oben. Und wenn die schon so aussehen wie Sattlersicheln, kann man sich damit wirklich Babypopoglatt rasieren :-))
    Seife: Scheint es als Pomade und in fest gegeben zu haben, die Pomade war teils mit pflanzlichen Färbstoffen versehen (zum Färben und Bleichen) wie bereits Bettina weiter unten beschreibt.
    Laut Heinz Grünert (einer der Authoren) war es eine Art schaumige Kalium - oder Pottascheseife (ist dass nicht das selbe??)
    Spiegel: als Grabbeigabe in Potzdam wurde eine Kreisrunde bronzene Spielgelscheibe gefunden die einen Durchmesser von ca. 15 cm Durchmesser."
    http://www.tempus-vivit.net/taverne/thema/…it-der-Germanen

    Warmes Wasser hat man im Winter wohl ganz einfach mit nem Kessel überm Feuer erzeugt. Ansonsten kann man sich auch an Körperpflege mit kaltem Wasser gewöhnen. Davon gibts hier seit jeher genug und das reicht zum Haarewaschen. Da das Haar eben im Stamm gewissermaßen ein Statussymbol war, nahm man den etwas erhöhten Reinigungsaufwand in Kauf, so wie heute viele Frauen auch. So viel hat sich ja nicht geändert.

    Hierzu hat Tacitus höchstselbst und zum Abschluss folgendes zu erzählen:
    "Gleich nach dem Schlaf, den sie meist bis in den Tag hinein ausdehnen, waschen sie sich gewöhnlich warm, da bei ihnen die meiste Zeit über Winter herrscht."
    http://www.gottwein.de/Lat/tac/Germ16.php

    Die Hörbeispiele sind auch sehr anschaulich.
    Diese Wortpatenschaft ist ja eine gute Idee. Dazu fällt mir noch diese Liste hier ein:
    http://www.bedrohte-woerter.de/
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    Und diese:
    http://www.ommawoerter.de/
    (Vielleicht eher unterhaltsam als wissenschaftlich, aber immer noch Deutsch.)
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    http://gutenberg.spiegel.de/
    Viele digitalisierte Werke klassischer deutscher Literatur, frei für privaten Gebrauch.
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    http://www.wortwarte.de/
    Eine große Sammlung von Neologismen, die sehr oft aktualisiert wird.
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    Hier werden Links gesammelt, die sich in irgendeiner Form mit der deutschen Sprache oder Sprachkultur befassen. Bitte mit kurzer Beschreibung.

    Die zusammengefasste aktuelle Liste und neue Updates von mir gibt es ab jetzt hier:
    http://www.diigo.com/user/deutschesprache
    http://www.diigo.com/rss/user/deutschesprache

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    http://www.bfds.de/
    Bund für deutsche Schrift und Sprache:
    "Der Bund für deutsche Schrift und Sprache e.V. tritt für die Pflege und Förderung der deutschen Druck- und Schreibschriften ein. Ziel ist es dabei, einer Verdrängung der in acht Jahrhunderten gewachsenen sichtbaren Ausdrucksform der deutschen Sprache entgegenzuwirken und die Kenntnis der Schriften zu vertiefen.
    [...]
    "Der Bund für deutsche Schrift und Sprache setzt sich für die Pflege und den Schutz der deutschen Sprache ein. In ihrer mehr als 1200jährigen Überlieferung ist sie eine der ausdrucksstärksten Sprachen der Welt."

    Vielleicht gibts ja irgendwann mal eine Fraktur-Version von AZW ;)
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    http://belleslettres.eu/
    "Belles Lettres, das Webmagazin für Dichter und Denker, bietet regelmäßig Artikel und Videotutorials zur deutschen Sprache, Grammatik und Stilistik."
    Hochinteressant, tiefgründig und aktuell, daher absolut empfehlenswert.
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    http://www.vds-ev.de/
    Verein Deutsche Sprache e.V.
    "veröffentlicht Artikel und Beiträge zur deutschen Sprache, leitet und unterstützt Buchprojekte."
    Der Verein arbeitet anscheinend vor allem im Hintergrund an verschiedenen anderen Projekten.
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    http://anglizismenindex.de
    Ein Projekt des VDS. Wer viel schreibt und den abgedroschenen Anglizismen die deutsche Sprache vorzieht, ist hier richtig. Denn hier erhält er eine Liste mit Anglizismen und ihren deutschen Entsprechungen.
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    http://www.spiegel.de/thema/zwiebelfisch/
    Hier veröffentlicht der nicht unumstrittene Autor des Buches "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" regelmäßig unterhaltsame Artikel und Kolumnen zur Deutschen Sprache. Auch wenn seine Artikel hin und wieder Fragen offen lassen und ab und an auch inhaltlich nicht ganz korrekt sind, gibt es für den Lesespaß 4 Balken.
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    http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB20…y?lemid=GA00001
    Das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm. Sehr interessant, vor allem auch für alte Wörter. Weniger als 5 Balken wären eine Beleidigung.
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    da wir gerade bei der spRAche waren.
    1. ich behaupte das die sprache uns gegeben wurde, so wie füsse, hände,verstand und ect.


    Da hast du wohl recht. Kommunikation ist veranlagt.


    2. wo kommt das begrief "deutsch" her?


    "Das Wort (Glottonym = der Name der verwendeten Sprache) „deutsch“ bildete sich aus dem germanischen Wort thioda („Volk“, Adjektiv „thiodisk“, „diutschiu“) heraus. Es bedeutet so viel wie „zum Volk gehörig“ und entwickelte sich zu einer Bezeichnung für die Sprache der germanischen Stämme Mitteleuropas, die im Gegensatz zur Sprache der angrenzenden romanischen Bevölkerung und zum Latein stand."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_…eutsch.E2.80.9C

    Nicht zu verwechseln mit dem griechischen Theos, was Gott bedeutet. Wenn man's doch verwechselt, könnte man meinen, die Deutschen wären "zum Volk Gottes gehörig". Dabei sind wir doch nur arme Teutonen.
    Auch nicht zu verwechseln mit Zeus, Deus, denn:
    "Der Name entspringt derselben indogermanischen Wortwurzel wie lat. Iuppiter, alt Diou-, und vedisch-altind. Dyaúh pitá ('Vater Himmel'), die Ausdruck eines gemeinsamen indogermanischen Gottesbildes ist, wovon auch Wörter für 'Gott' abgeleitet sind, z. B. lat. deus, germ. *Tiwaz und vedisch-altind. devá."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zeus

    Klingt aber auch alles so ähnlich.


    3. auf dem territorium das heute Deutschland gennant wird lebten sehr viele stäme,völker,familien.


    Ja, leider ist es schwer, die Stammesangehörigkeit heutiger Menschen nachzuweisen.


    4.heutiges germanisch alias Deutsch, ist eine kunstsprache.


    Richtig wenn du Standarddeutsch meinst. Ursprüngliche Dialekte sind relativ natürlich entstanden. Leider beherrschen immer weniger Leute ihren Heimatdialekt und der Wortschatz nimmt ab.


    5. verwendung von artikeln ist vereinfachung


    Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikeln ist Präzisierung und erlaubt zugleich einen kreativen und phantasievollen Umgang mit der Sprache, was den Dichter erfreut, auch da Artikel nicht immer nötig sind.


    6. nur 26 schriftzeichen. öfters verwendet man mehrere buchstaben um ein laut zu beschreiben.


    Das Deutsche hat natürlich weit mehr Schriftzeichen. Nämlich 28 Großbuchstaben, 29 Kleinbuchstaben und dann noch die vielen Satzzeichen. Typographen oder Setzer werden's genauer wissen.


    7. viele wörter sind nur im block verschachtelt und austauschbar.


    Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden.


    ( es gibt ein gegenstand aberman nicht weiss was es ist. zB Regenbogen was nur bedeutet Regen und Bogen. was ein wenig primitiv ist.


    Wenn man einen neuen Gegenstand entdeckt, dann versucht man zuerst einmal, das Wort dafür aus alten Wörtern zusammenzusetzen. Das funktioniert wunderbar und am Ende weiß jeder, was damit gemeint ist. Das ist nicht primitiv, sondern vollkommen logisch. Siehe z.B. Fallschirm, ein Schirm, der den Fall abschirmt, wie ein Regenschirm den Regen schirmt. Oder Hubschrauber, relativ neu, aber ganz in der alten deutschen Tradition eine Zusammensetzung aus Hub (= heben) und schrauber (er schraubt sich bildlich in die Höhe).


    nur aber wenn man weiss das regenbogen ein gebrochenes sonnenlicht wiedergibt, dann heisst das ding- RaDuGa. Ra -licht,Du-zwei/doppelt/mehr und Ga-gehen/beschleunigen.


    Wäre doch genau so eine Zusammensetzung. Du solltest vielleicht dazuschreiben, wenn du Russische Wörter verwendest. Das weiß ja nicht jeder. Im Übrigen steht im Russischen Wiktionary gar nichts von dieser Zusammensetzung unter радуга. Kannst du ja ergänzen, wenn das wirklich so etymologisch richtig ist.

    oder zB. die Funke ( sagt was?) - slawisch ist es"iz(s)kRA" was wieder genau das ursprung des dingswiedergibt "von Lichte/vom RA"-"IskRA"


    Auch zu искра finden sich deine Erläuterungen nicht in der Wiktionary. Hast du dir das selbst ausgedacht oder ist die russische Wiktionary so stark verbesserungsbedürftig?
    Im Übrigen ist der Funke (wie auch der Ursprung) im Deutschen männlichen Geschlechts und bedeutet nichts anderes als Feuer oder Teil eines Feuers.
    "althochdeutsch funcho, funko, mittelhochdeutsch / mittelniederdeutsch vunke, gotisch fōn = Feuer"
    http://de.wiktionary.org/wiki/Funke


    8. also deutsch ist oberflächlich, beschreibt das was ist und sind zuwenige begriefe um zu beschreiben was dachinter steht.


    Woraus leitest du jetzt ab, dass die Deutsche Sprache oberflächlich ist? Im Gegenteil treffen viele Deutsche Wörter genau ins Wesen der Dinge. Und wenn du sagst, dass es zu wenige Begriffe im Deutschen gäbe, dann gehst du vermutlich von deinem eigenen Wortschatz aus. Deutsch ist eine der vokabelreichsten Sprachen überhaupt, wenn nicht sogar die Vokabelreichste, wenn man alle möglichen Zusammensetzungen als Vokabeln durchgehen ließe. In anderen Sprachen sind solche Zusammensetzungen nicht so ohne weiteres möglich.
    Ein paar lustige:
    Oberdampfschifffahrtsgesellschaftskapitän
    Massenkommunikationsdienstleistungsunternehmen
    Trambahnschienenritzenreinigungsmaschinenauspuffrohrleitung
    Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz
    Donaudampfschifffahrtskapitänswitwenversicherungspolicenvermittlerprovisionvorsteuerabzugsberechtigungsklausel
    Zuckerrübenfabrikdirektorengehaltsteurungszulagenbotenuniformknopfputzpomadenklauergefängniszellenwärterschlüsselbund
    Quelle: Google

    als beweiss: zuviele philosophen, zuviele philosophische bücher.


    Viele Philosophen sind also ein Beweis für eine oberflächliche Sprache... wieso? Ich hätte ja eher gesagt, dass sich diese Sprache dann wohl besonders gut für tiefgehendes eignen würde. Ist Griechisch dann auch eine oberflächliche Sprache?


    9.zuletzt gebrüder Grimm waren von der andere seite. die märchen dürfen nicht verändert werden weil drinnen die weisheit des volkes steckt. die märchen trugen in sich denk aufgaben, sie erzählen von tradition und von gefahren in eine form das ein kleines kind sie verstehen kann.


    Gut, das kann ich nachvollziehen. Aber inwiefern stützt das deine These?


    Grmms und anderen veränderten unsere tradition und damit das denken. und heute sind wir so dumm das wir mit eigenen händen die denkmäler unseren unterdrückern bauen.


    Die Gebrüder Grimm schrieben Volksmärchen auf, die sie aus verschiedenen Erzählungen zusammengetragen haben. Außerdem schrieben sie ein ganz ausgezeichnetes Wörterbuch der Deutschen Sprache, wofür ihnen die Sprachwissenschaft auf ewig dankbar sein wird.
    http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB20…y?lemid=GA00001

    na , war das wieder schlag auf denkklische?


    Ja, erschütternd. Vor allem der Titel ("?") ist so treffend.


    Nur, ich denke nicht, dass sich hier irgend jemand mit den großen Dichtern messen möchte.


    Wäre aber auch nicht verkehrt, oder? Und nur wer große Ziele hat, kann sie auch erreichen. 8)

    Darum geht es hier in diesem Faden auch gar nicht.


    Ehrlich gesagt verstehe ich gar nicht so richtig, worum es hier gehen soll. Der Titel besagt Enomis Eleiht, was rückwärts gelesen den Namen des Erstellers dieses Fadens ergibt. Da der Artikel hier im Vorstellungsbereich ist, würde das auch passen, wenn nur der Inhalt im entferntesten einer Vorstellung gleichen würde. Das ist hier aber definitiv keine Vorstellung, wenn man das Wort nicht im Sinne einer Theatervorstellung verwendet, die mit Ersatzkomparsen besetzt wäre. ;)

    Wenn ich dichten wollte würde ich es tun - aber ich kann es nur, wenn ein großes Gefühl dahinter steht, das habe ich auch schon des Öfteren getan und das vertraue ich nur meinem persönklichen Buch an.


    Die Musen sind halt öfter etwas launisch. Inspiration ist nicht immer da, wenn man sie bräuchte.

    Ich liebe diese Wortfindereien von Simone


    Ich verstehe gut, dass man das interessant finden kann. Ist halt uneindeutig und nach Gusto interpretierbar, wie eine weiße Leinwand, statisches Rauschen im Radio oder ein Haufen geometrischer Formen. Mir kommt diese Art zu schreiben auch bekannt vor; von einem modernen Dichter, wenn ich mich recht entsinne. Poetisch gefällt mir vor allem Klassik und Romantik. Modernes und abstraktes selten mal. Das ist natürlich Geschmackssache.

    du nicht, das ist auch ok, du mußt es ja nicht lesen.


    Ich lese halt gerne die Artikel im Forum durch. Ursprünglich wollte ich gar nichts hierzu schreiben, aber wenn ich dann sowas lese:

    Danke des großen Lobes
    sind ja kaum Leser die zu meinen Worten was sagen...
    Wieso nur?
    Ich bin da im Fluß
    aber da kann jeder drin Baden....


    Dann fühle ich mich doch berufen, auch mal meine Meinung im Klartext dazu zu sagen. Und diese Lautet wie folgt: Die Texte erinnern durchaus an Poesie, haben aber nicht den Charakter einer persönlichen Vorstellung, sind daher meiner Meinung nach im falschen Forenteil gelandet. Die einzelnen Passagen ergeben meiner Ansicht nach kein schlüssiges Gesamtbild. An einigen Stellen fehlen Abrundungen wie Prädikate, weshalb sie keinen Sinn ergeben. Es fehlt dann ganz einfach die Satzaussage. Beispiel: "Der Hans den grünen Birnbaum." Was macht er mit dem Birnbaum? Will er ihn fällen, zersägen, pflanzen, abernten, hochklettern oder umarmen? Auch häufig zu beobachten sind falsch konjugierte Wörter. Das mag ja Absicht sein. Die paar Tippfehler kann man auch überlesen. Manche sagen, dass die Poesie keine Form braucht. Das ist nicht ganz richtig, denn sie hat immer eine Form, nur erschließt sie sich manchmal nicht sofort.
    Die Motive finde ich teilweise schön, nur ihre Konstellation und die Form mag mir nicht behagen. Ich finde, so wie sie da stehen, harmonieren sie nicht miteinander. Und das finde ich sehr wichtig. Aber ich will auf keinen Fall, dass jemand mit dem Schreiben aufhört, wenn man mal davon absieht, dass ich das ohnehin nicht bestimmen könnte. Manchen gefällt's, anderen gefällt es nicht ganz so gut. Nicht nur lesen, auch schreiben bildet. Nämlich das sprachliche Feingefühl. Vorausgesetzt, man versteht unter schreiben etwas anderes als unter tippen.

    Das Spiel von Form mit Formbruch zeigt Goethe in seinem phantastischen Gedicht, das wohl jeder kennt. Meiner Meinung nach eines der schönsten überhaupt, der Prolog im Himmel:
    http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/faust/03.htm
    Was würdet ihr sagen, ab wo die Form hier unterbrochen wird? Was will der Dichter damit andeuten (inhaltlich)?


    Nee,falsch. gottes wille war daswir haare haben, die schneiden ihre haare umsich den ge-setzen der religion zu unterwerfen. das war früher wichtig. der schuller muss sein "ich" dem lehrer opfern.

    Ich habe nicht geschrieben, dass es Gottes Wille ist, dass wir uns eine Glatze schneiden. Wenn du meinen letzten Beitrag liest, wird das auch deutlich.


    Au weia - glaubst Du das wirklich?

    Ja, das glaube ich. Einerseits symbolisiert diese Art der Uniformierung, dass vor Gott alle gleich sind. Andererseits ist man durch das bare Haupt nach oben hin offen, praktisch unverhüllt für Gott (wie Adam und Eva im Paradies). Vollglatzen sind übrigens bei christlichen Mönchen gar nicht mal öfter anzutreffen als die Tonsur. Viel mehr buddhistische Mönche scheren sich Glatzen. Im christlichen Abendland wird wohl kaum jemand gezwungen, einem Kloster beizutreten. Und wer das tut, der macht es nicht aus dem Verlangen heraus, sich unter eine Kirche zu unterwerfen (Mönche sind keine Masochisten), sondern weil er an Gott und die Erlösung durch den Heiland Jesus Christus glaubt und den Rahmen eines Klosters als die geeignete Umgebung für die Ausübung dieses Glaubens sieht. Die Tonsur oder Glatze zeigt also eine gänzliche Hinwendung zum göttlichen an, wie man auch hier nachlesen kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Tonsur

    Ich persönlich glaube hierbei an eine symbolische Bedeutung. Das mit den Antennen sehe ich ähnlich. Wenn der Wind mit dem Haar spielt, dann empfängt man doch irgendwie auch seine Schwingungen. ;) Kosmische Strahlung empfängt man durchaus besser, wenn die Haare dabei nicht im Weg sind. Aber ich bin nicht daran interessiert, das Zeug auf die Glatze zu bekommen und finde, dass langes Haar einfach auch gut aussieht. Es ist eine ganz persönliche Entscheidung, wie man es trägt und je nach Interpretation hat das dann eben auch eine symbolische Bedeutung wie Vitalität, Freiheit, Lebenskraft oder im Falle einer Glatze/Tonsur auch Disziplin und Unterordnung des eigenen Willens unter einen höheren (göttlichen). Wohlgemerkt symbolisch. Das bedeutet nicht, dass jemand ein aus christlicher Sicht besserer Mensch ist oder eher in den Himmel kommt, wenn er sich eine Tonsur schneidet. Ist ja bei Buddhisten auch nicht so. Bei den Sikh ist die Haartracht auch symbolisch bedeutsam:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sikh#Erscheinungsbild

    Solche symbolischen Handlungen und Traditionen oder Rituale können dem Menschen auf seinem Weg eine Stütze, ein festes Gerüst bieten. Wie ein Wanderstab.

    Nun, es wurde mal geschrieben das die medien uns manipulieren.Auch durch die medien wird ein glatt rasierter haupt zur mode erklärt.


    Dass die Medien Mode machen ist natürlich richtig. Auch wenn sie sich selbst nur als Beschleuniger sehen, verhelfen sie kleineren Modeerscheinungen, die ansonsten niemals bekannt genug geworden wären, zu einem großen Publikum und gaukeln vor, dass das jetzt "in" ist. Und damit ist der Rest draußen.

    das problem bei westeuropäer- sie kennen ihre eigene traditionen und kultur der ahnen nicht. durch manipulation wurde aufklärerische weltsicht übernommen und
    alles was die menschen mit ihrer kultur und tradition verband,wurde als ketzerisch, altertumlich und abergläubisch.


    In der Kultur Westeuropas war es größtenteils üblich - das ergibt sich aus Funden - sich das Gesicht zu rasieren, nämlich mit einer scâra (daher das Wort für Schere). Bei einigen Stämmen - nämlich eben den bekannten Langobarden und manchen Franken - ließ man sich aus Tradition und wohl auch zur Unterscheidung von den Römern den Bart lang wachsen.

    der Bart macht aus einen individium eine personlichkeit.
    andererseits glattrasierte haben unbewusste/ instinkthafte angst von bärtigen, ein vorteil-man wird in ruhe gelassen.


    Mit Bart verschwimmen die individuellen Gesichtsmerkmale aber. Die Konturen werden weniger scharf. Das mag seine Vorteile haben, wenn es um visuelle biometrische Erfassung (z.B. an Bahnhöfen) geht.

    Evolutionstechnisch haben Männer wahrscheinlich aus dem gleichen Grund Bärte, warum auch Löwenmännchen welche haben (die Mähne). Weil es beeindruckend auf Mädchen und vielleicht auch Konkurrenten wirken soll. Außerdem hälts in kühlen Gegenden natürlich ein bisschen warm.

    Langes Haar gilt auch schon lange bei Germanen als Symbol für Freiheit, nicht erst seit dem Mittelalter. Die Römer kürzten ihr Haar. Die Leibeigenen, Sklaven oder Hörigen trugen bei den Germanen kürzeres Haar, was auch praktische Gründe hatte, da das Haar dann bei der Arbeit nicht störte und man sich weniger waschen musste. Ansonsten waren die Germanen durchaus ein reinliches Volk, badeten häufig, ist ja genug Wasser da. Untreue Ehefrauen bekamen ihr Haar bei ihnen als Zeichen der Schande geschoren. In der Bibel steht das lange Haar Shimshons (hebr. "von der Sonne") für seine übermenschliche Stärke, die ihm dann jedoch von Delila (hebr. "die Charakterschwache") geraubt wird, indem sie sein Haar abschneidet.
    Auch wollte ich noch erwähnen, dass so ein Suebenknoten richtig fesch aussieht. ;) Und dafür braucht man sehr langes Haar.



    Wirklichkeit - FAKT
    wirken - Wirkung - Gesetzmäßigkeit - Naturgesetz -IST

    An dem Unterschied zwischen Fakt und Wirklichkeit erkennt man die feine Unterschiedlichkeit der römischen und germanischen Mentalität.
    Ein Fakt kommt vom lateinischen factum und bedeutet gemacht. Die Wirklichkeit aber ist nicht statisch gemacht, sondern sie wirkt ständig. Ebenso ist die Tatsache etwas, das aktiv getan wird. Auch nicht zu verwechseln mit der Realität, die sogar noch weniger den dynamischen Aspekt der Wirklichkeit teilt.

    http://www.tempus-vivit.net/taverne/thema/…it-der-Germanen
    http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/7sprv/rasur.htm

    Vielleicht wär's ne Idee, einen Blog bei Blogspot oder so aufzumachen, damit man über Downzeiten und anderes was die Seite betrifft informieren kann und somit einen zweiten Informationskanal hat, der relativ DDoS-sicher ist. DDoS-Firewalls die was taugen sind so weit ich weiß leider relativ teuer.
    Ob die Seite wirklich gerade offline ist oder es an der eigenen Verbindung liegt, kann man übrigens hier erfahren:

    http://downforeveryoneorjustme.com/aufzurwahrheit.com

    Ei der Daus,
    Illu hat das Reimen raus


    Ja, aber das kann jeder, der es nur will. War auch keine hohe Poesie, eben nur ein kleiner Reim, in fünf Minuten dahingeschrieben.


    werden drum auch rumgehetzt:
    stehen hier in Glied un Reih’
    nicht im ungemischten Brei.


    Für mein Verständnis hat Poesie auch immer einen bestimmten Rhythmus und Takt (andere würden vielleicht Schwingung dazu sagen). Dabei ist es nicht so entscheidend, dass es strikter Kreuz- oder Paarreim ist, wie man z.B. am Prometheus sieht:

    "Bedecke deinen Himmel, Zeus,
    Mit Wolkendunst!
    Und übe, Knaben gleich,
    Der Disteln köpft,
    An Eichen dich und Bergeshöhn!
    Mußt mir meine Erde
    Doch lassen stehn,
    Und meine Hütte,
    Die du nicht gebaut,
    Und meinen Herd,
    Um dessen Glut
    Du mich beneidest."

    Da sind gar nicht mal so oft klassische Reime drin und trotzdem hat es einen Takt, eine Art Melodie, die daraus Poesie macht.


    auf seinem geistigen Ritt,
    teilt er es uns gerne mit


    Wusstest du übrigens, dass man früher noch zu Fuß reiten konnte? Wenn man z.B. in mittelhochdeutschen Texten liest, dass jemand irgendwo hin geritten ist, dann kann er auch sehr wohl marschiert sein.

    Wenn ich ein Barde wäre und nicht gerade Troubadix hieße, nehmen wir halt Orpheus, dann würde ich die Texte meines Gesangs so schreiben, dass sie auf dem Rhythmus gründen, der am Besten die Grundstimmung des Inhaltes vermittelt. Am Ende muss es ein harmonisches Gesamtbild ergeben, das bedeutet, dass Brüche an den falschen Stellen genau das zerstören, was ich eigentlich aufbauen will. In der modernen Poesie oder Lyrik finden sich allerdings öfter gerade solche Brüche. Die selbsternannten Künstler behaupten dann, dass sie damit irgendentwas besonderes ausdrücken wollen und geben ihren Objekten ellenlange Namen. Aber dazu fällt mir sogar ein Beispiel ein:

    "Im vergangenen Jahr hatte eine junge Frau einem gänzlich weißen Gemälde des US-Künstlers Cy Twombly, das in Avignon ausgestellt war, mit geschminkten Lippen einen Kuss aufgedrückt. Ein Gericht hatte die Französin daraufhin zur Begleichung der Restaurierungskosten in Höhe einer fünfstelligen Summe verurteilt."
    http://www.focus.de/kultur/kunst/p…aid_425138.html

    Ein gänzlich weißes Gemälde. Hohe Kunst. Einfach mal ein bisschen Tipp-Ex auf eine Leinwand geklatscht, ein wenig eingerahmt und dann die Experten groben Unfug in dieses Machwerk hineininterpretieren lassen. Genau so ist es mit der Poesie mit unharmonischen Brüchen und stilistischem Mangel. Man versucht hier, das Unvermögen zur Kunst zu erheben. Ich gutheiße das nicht, aber es ist Geschmackssache.

    Bitte, bitte... ;) Erhör' mein Flehen:

    gibt es nicht. Sieht furchtbar aus, klingt noch furchtbarer und wird nachher noch so übernommen.


    Ich vermute mal, dass das aus dem Ruhrgebiet stammt. Fränkisch kann's kaum sein (das wurde da nur früher gesprochen). Dass das auch einige Franken übernommen haben, ist aber vorstellbar.

    So mancher Tor, der lernet nie,
    Die hohe Kunst der Poesie,
    Zu unterscheiden von den Lettern
    Die gleich Kakerlaken klettern
    Wie sie wollen hin und her,
    Leider ist es ihm zu schwer.

    Metrik, Versmaß, Satz und Takt,
    Sind ihm ein verhasster Akt;
    Zeilenumbruch-Poesie
    Kann und wird im Leben nie
    Einen Haufen hohler Phrasen
    Zu Gedichten wachsen lassen. ;)

    Bei YouTube und MyVideo funktioniert es mit der URL genau wie im Beispiel. Beim alten MyBB-Forum ging das mit den Tags genau so, aber man musste statt der vollständigen Adresse nur die Video-Nummer angeben, d.h. der Teil

    Code
    http://www.youtube.com/watch?v=

    musste weggekürzt werden.
    Den Code welchen man erhält, wenn man auf den <Einbetten>-Knopf unter YouTube-Videos klickt, kann man hier im Forum, im Gegensatz zu der Situation, die bei einem normalen HTML-Dokument gegeben wäre, nicht verwenden. Meintest du das mit Embedded-Pfad?
    Das Foren-Programm ersetzt dann den Code in Tags mit folgendem Schema:

    Code
    <object width="470" height="406" data="http://www.myvideo.de/movie/1896328" type ="application/x-shockwave-flash">
    <param value="http://www.myvideo.de/movie/1896328" name="movie">
    <param value="transparent" name="wmode">
    </object>


    Und genau so siehts dann im Quelltext der letztendlich generierten HTML-Seite aus.

    Für Flash-Videos von YouTube geht's so:

    Code
    [media]http://www.youtube.com/watch?v=S0-XLR8la00[/media]


    Also fügt man einfach die Adresse zum Video in diese Befehle in eckigen Klammern ein, welche man auf Englisch tags nennt.

    Iframes funktionieren nicht. Flash-Videos auf eigenem Netzspeicher kann man wohl auch nicht einbinden, es sei denn, man baut eine solche Erweiterung ein:
    http://community.woltlab.com/db/index.php?p…t&projectID=703

    Damit müsste aber jeder Film als Anhang hochgeladen werden, was aus Gründen der Kapazität wohl kaum ratsam wäre.

    http://www.myvideo.de/watch/1896328/Metall_riffs_Gitarren_riffs_von_Metallica_Rage_Hammerfall_Slayer
    Siehe da, MyVideo funktioniert auch.

    Für den Link gibts anscheinend hier eine Lösung: http://www.woltlab.com/forum/burning-…er-%C3%B6ffnen/
    Alternativ geht auch die mittlere Maustaste.

    Anderes Thema: Wenn Themen mit Diskussionsbedarf nur in den Stammtisch- oder Diskussionsbereich kommen, dann würde ich die Schreibrechte für Benutzer im Forschungsbereich einfach ganz deaktivieren, da ein Artikel ohne Diskussionsbedarf ohnehin nicht entstehen wird. Der Stammtisch bräuchte dann auch eine bessere Untergliederung, da es - wenn nur dort Artikel mit Diskussionsbedarf rein kommen - sehr chaotisch wird. Der überwiegende Anteil von freien Foren ist, war schon immer und wird vermutlich immer sein, eine Ansammlung von bruchstückhaftem Wissen, Ahnen oder Vermuten, die immer diskutiert wird. Durch das Kollektiv entsteht etwas, das man „die Weisheit der Vielen“ nennt.
    Damit ist der Forschungsbereich kein Forum mehr, sondern eine Informationsplattform, die nur noch indirekt diskutiert werden könnte. Forschung hat natürlich jederzeit Diskussionsbedarf. Ebenso wie Einträge in Foren. Nicht wie Webseiten, die einseitig informieren und nicht diskutiert werden wollen. Wenn man einen Artikel aus dem Forschungsbereich also doch diskutieren wollte, müsste man ihn also per Zitat in den Diskussionsbereich einfügen, oder wie wäre das? Ich verstehe die Unterteilung noch nicht so richtig. :)

    Privatsphäre ist nicht cool, oder? In Zeiten von Social Networks und dem allgemeinen Publizieren von Informationen, die man womöglich nicht mal seinen nächsten Verwandten anvertrauen würde, klingt dieses Wort schon fast spießig. Als unbescholtener Bürger hat man ja nichts zu verbergen. Wer seine Festplatte verschlüsselt, ist bestimmt ein Raubkopierer* oder schlimmeres. Und man weiß ja ganz genau, was man ins Internet stellt. Hobbys, politische Einstellung, Lieblingsbücher, das ist doch alles ganz harmlos und interessiert sowieso keinen, außer den engsten Freunden. Und die würden mit den Daten auch niemals Schindluder treiben. Privatsphäre, Datenschutz? Wer nichts zu verbergen hat, braucht sich darum ja nicht kümmern.
    Aber hat man wirklich nichts zu verbergen?
    Private Datenjäger, Botnetze, Datensammler im staatlichen Auftrag, Geheimdienste, Werbefirmen im Grauzonenbereich, sie alle haben starkes Interesse an jedem noch so gering erscheinenden privaten Detail. Alles kann ausgewertet werden. Die Daten werden verknüpft und Bilden am Ende ein umfassendes Profil deiner Persönlichkeit. Die Software dafür (spezielle Crawler) existiert schon längst. E-Mails sind eher wie Postkarten, die sich jeder durchlesen kann, als geschlossene Briefe. Für Kinder spielt vielleicht auch Cybermobbing eine Rolle. Daten die im Internet sind, kriegt man nur schwer wieder heraus.
    Ein geflügeltes Wort: „Das Internet vergisst nie!“
    Das schlimme ist, dass es vielen egal ist, obwohl sie das ganz genau wissen. Der Grund dafür ist folgender: Man erlebt keinen direkt spürbaren Schaden dadurch. Was anderes wäre es, wenn man mal eine Festplatte mit privaten Urlaubsbildern physikalisch geklaut bekommt.
    Dies soll kein Plädoyer gegen das Veröffentlichen von Informationen im Internet sein. Es soll sich auch jeder ruhig so gläsern machen und zur Schau stellen, wie er das für richtig hält. Aber er darf damit nicht andere, denen ihre Privatsphäre mehr am Herzen liegt, kriminalisieren.
    Jeder hat das Recht, etwas zu verbergen zu haben.

    Chaosradio Express über Privatsphäre

    Weiterführende Wikipedia-Links:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Informati…elbstbestimmung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Personenbezogene_Daten
    http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild
    http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Ent…%C3%B6nlichkeit
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsrecht
    http://de.wikipedia.org/wiki/Privatsph%C3%A4re
    http://de.wikipedia.org/wiki/Intimsph%C3%A4re
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verschl%C3%BCsselung

    [size=8]* „Copying is not theft.
    Stealing a thing leaves one less left
    Copying it makes one thing more;
    that’s what copying’s for.“[/size]