Was mich eher wundert ist, wie die Wissenschaft überhaupt auf die Idee kam, dass die analytische Intelligenz nicht oder kaum veränderbar ist.
Vermutlich wusste man einfach nicht, wie das ablaufen soll. Außerdem gab's die Debatte Nature versus Nurture, die Anhänger der genetisch vorbestimmten Intelligenz gegen die Verfechter der Theorie, dass Intelligenz nur eine Sache der Umwelteinflüsse (Erziehung, Bildung) ist. In Wirklichkeit ist es beides.
Wenn man annimmt, dass Intelligenz komplett angeboren ist (nature), kann sich die Politik komplett auf die Förderung der potenziellen Bildungselite konzentrieren und muss dabei kein Geld für die Bildung der dumpfen Masse rauswerfen. DbddhkP.
Wenn jemand alle möglichen IQ-Tests kennt, dann ist er dadurch bei diesen Tests sehr im Vorteil, da er die vorkommenden Aufgabenstellungen gezielt trainieren kann. Damit wird aber das Ergebnis des Testes verfälscht, weil der Lerneffekt eigentlich ausgeschlossen werden sollte, damit man die pure Fähigkeit des Denkens (Fähigkeit zum Lösen neuartiger Problemstellungen) bewerten kann. Deshalb muss auch jeder neue IQ-Test für die Versuchsperson neu sein.
Hier ist übrigens die ursprüngliche Veröffentlichung der Studie, auf welcher der Artikel von Focus basiert:
http://www.pnas.org/content/105/19/6829.full.pdf
Und wer es verkraften kann, einmal 8 Päckchen Zigaretten weniger zu rauchen, kann die gesparten 40€ fruchtbringend in seine Intelligenz investieren. Hier lässt sich das von der Universität Bern entwickelte Programm zur Steigerung der fluiden Intelligenz kaufen:
http://www.shareit.com/product.html?productid=300258745