Im Namen des Islam fiele mir gar kein Krieg ein.
Die haben wohl hauptsächlich ihre innerislamischen Konflikte auszukämpfen, Schiiten gegen Suniten und so weiter. Es ist nicht so, dass es in islamisch geprägten Staaten immer besonders friedlich zuginge. Die haben nebenbei auch 1400 Jahre organisierte Sklaverei zu verantworten (Sklaven für den Orient).
Die Religionen wurden längst von anderen Richtlinien ersetzt wie dem Kapitalismus oder Kommunismus und den damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen.
Religion und Staat sind in westlichen oder laizistisch geprägten Ländern zwar meist getrennt. Aber in einigen Ländern (z.B. Iran) ist die Religion noch mit dem Staat verknüpft. Selbst in den kapitalistischen Vereinigten Staaten (aber auch in Südamerika) gibt es nun die fundamentalistischen Evangelikalen, die die Bibel wörtlich auslegen und Gottesdienste zu rauschartigen Massenveranstaltungen machen, in denen auch hin und wieder Leute quasi hypnotisch oder autosuggestiv zum Umfallen gebracht werden (nach deren Auffassung vom Heiligen Geist berührt werden). Und die haben enormen Zulauf. Wenn man sich speziell Deutschland herauspickt, sanken die Mitgliedszahlen der Kirche in letzter Zeit ein wenig, was mit Sicherheit u.a. mit der Hetzjagd der Presse zu tun hat. Wenn man sich aber internationale Zahlen ansieht, ergibt sich ein völlig entgegengesetztes Bild. Was speziell die Katholische Kirche betrifft, sieht es nämlich so aus: "Der Zuwachs von 2008 auf 2009 betrug 1,3 %, wodurch die katholische Kirche deutlich schneller gewachsen ist als die Weltbevölkerung. Der Anteil der Katholiken an der Weltbevölkerung stieg hierdurch ebenfalls und beträgt nun 18,7 %." (Wiki)
Aber das ist gar nicht die Hauptfrage. Ob nun Atheisten, Unreligiöse, Moslems oder Christen derzeit am meisten Zulauf haben, spielt im Großen und Ganzen keine Rolle. Wichtig ist das (auch im Grundgesetz verankerte) Recht auf Religionsfreiheit. Das schließt auch das Recht mit ein, gar keinen Glauben zu praktizieren. Das bedeutet, niemand darf in seinem ausgeübten Glauben diskriminiert werden. Aber es darf auf der anderen Seite auch keiner zum Gottesdienst gezwungen werden.
Der Atheismus und der damit einhergehende gesellschafliche Wandel sind weltweit eindeutig bemerkbar. Es gibt keine moralischen Grenzen mehr und der Kapitalismus konnte zum Raubtierkapitalismus mutieren und hat soweit so gut wie alles verschluckt.
Moralisch können Atheisten genauso handeln, wie Christen es mit Berufung auf Jesus Christus zum Ziel setzen. Der Unterschied ist nur diese oberste Instanz, die manche Gott nennen. Ohne dieses Prinzip der obersten moralischen Instanz gibt es nichts, was sie daran hindert, dem unmenschlichen Prinzip des Überlebens des Stärkeren zu folgen. Der soziale Gedanke der Moral ohne diese Instanz (ob man sie Gott nennt, Allah oder Fliegendes Spaghettimonster ist unerheblich) ist letztendlich auch nur Selbstzweck, der eben nur so weit reicht, solange ich mir davon Vorteile verspreche. Von einem arbeitsunfähigen Menschen hat die Gesellschaft mehr Nachteile als Vorteile, also kann man ihn, wenn keine unabhängige moralische Instanz existiert, beseitigen. Das wäre der Gegensatz zur Regula Aurea und dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, die selbstverständlich auch von Atheisten praktiziert werden können, aber nicht müssen.
Wie viele aber haben in irgendeiner Form wirklich was mit ihrer Religion zu tun? Und ich meine nicht ein mal im Jahr zu Weihnachten in die Kirche latschen, sondern einigermaßen ernsthaft....
Einen religiösen Glauben zu haben muss nicht mit der Angabe einer Konfession korrelieren. Wenn aber jemand angibt, ein Christ (oder Hindu, Buddhist, Moslem, etc.) zu sein, dann ist das meiner Meinung nach ernst zu nehmen, sonst würde man ihm eine Lüge unterstellen. Es gilt aber die Unschuldsvermutung. Ansonsten unterteilst du die Leute z.B. in echte und unechte Christen und das ist anmaßend. Das gleiche kann man auch mit Atheisten machen. Das hat jeder für sich selbst zu entscheiden und wer ein echter Christ ist, entscheidet letztendlich ohnehin niemand außer Gott. Als Mensch kann man nur davon ausgehen, dass ein Christ an die sich aus der Bibel ergebende (richtig verstandene!) Lehre glaubt. Ob er diese Lehre auch praktiziert, steht auf einem anderen Blatt. Falls nicht, macht ihn das noch lange nicht zu einem Ungläubigen.
Sehr viele heucheln nur einen Glauben vor weil sie meinen sie müssten sich zu dem Glauben ihrer Eltern oder Großeltern oder wie auch immer bekennen sonst würden sie diese wiederum enttäuschen....
Leider gibt es meines Wissens keine Statistik zu Leuten, die ihren Glauben vortäuschen. Ich kenne auch keinen, der das tut. Jedenfalls nicht dass ich wüsste. ![]()
Ich kann mich gut daran erinnern wie in meiner Schulzeit eine Chrstin da sie ziemlich gläubig war immer sehr stark angegriffen wurde deswegen, jedoch die 3 Moslems in meiner Klasse kein bisschen ... da man dann ja als Nazi gelten würde
Das Mädchen war vielleicht auch ein geeigneteres Opfer als die drei Moslem-Jungen, die man ja nur als Dreierpack angreifen könnte. Man muss aber dazusagen, dass das auch nicht daran liegt, dass das Mädchen ein Opfertyp wäre. Es gibt eigentlich keine Opfertypen. Mobbing ist ein Gruppenphänomen. Wenn jemand nicht den üblichen Charaktereigenschaften einer Gruppe entspricht, kann es dazu kommen, dass er abgelehnt oder sogar ausgestoßen wird. Oftmals auch zurecht, beispielsweise bei Schwerverbrechern.
aber naja, irgendjemand meinte mal der Atheist glaubt die Religionen seien das Böse und die Logik und Wissenschaft das Gute - und somit ist der Atheist auch religiös da diese Aussagen auch nicht beweisbar sind und widerspricht sich einfach nur selbst
Man kann mit beidem zugleich gut fahren. Man muss sich da gar nicht entscheiden. Glaube und Wissenschaft sind zwei Seiten einer Medaille.