Beiträge von Illuminatus

    wolf69: Also wer Manowar mag, der ist noch längst nicht verloren für den Metal. Da gibts sicher noch einige Bands, die dir gefallen könnten. Ich finde Gnoosic ganz praktisch, da gibt man drei Bands ein, die einem ganz gut gefallen, und bekommt ein paar andere Bands vorgeschlagen, die einem auch gefallen könnten. Da gefallen einem natürlich nicht immer alle, aber ab und zu ist doch was nettes dabei. Immerhin eine Alternative zu den Videovorschlägen von Youtube.

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    ich schätze mal ich hab das damals gebraucht, um mich von scheinheiligen mitmenschen und der musikantenstadl-heile-welt-gehirnwäsche abzugrenzen.

    Oder dir hat die Musik zu der Zeit einfach gefallen. Man braucht ja keine Entschuldigung dafür, dass sich der Geschmack geändert hat. Ich höre halt überwiegend Musik aus dem Metal-Bereich. Natürlich gibts nicht bloß aggressive oder depressive Stücke, sondern auch sehr fröhliche (wie wohl in den meisten Genres). Abgrenzung ist nicht der Grund dafür, dass man speziell Metal hört. Metal ist in Deutschland im Verhältnis zu vielen anderen Ländern sehr beliebt. Wenn man sich ein paar Statistiken ansieht, landet Metal meistens unter Pop und Rock, aber über Jazz, Klassik, Volksmusik und sonstigem, also eher so im Mittelfeld. Beim Rock verschwimmen naturgemäß die Grenzen zum Metal manchmal, aber sogar in Popmusik findet man immer wieder mal zweckentfremdete Metal-Elemente. Die Frage ist, warum Metal trotzdem mit Abgrenzung und Protest assoziiert wird. Das ist bei Rap/Hip-Hop ähnlich, aber bei elektronischer Musik meiner Einschätzung nach weniger der Fall. Beim Metal kommen öfter als in der Popmusik Stücke vor, die man schon musikalisch als kräftig, aggressiv oder energievoll wahrnimmt. Dementsprechende Texte finden sich auch. Man kann das auch mit den Rock-Wurzeln erklären. Die rebellische und relativ homogene Rock-Kultur kann man aber nicht ohne weiteres auf die heutige Vielfalt der Metal-Subgenres übertragen, die jeweils eigene Szenen bilden und sich untereinander sehr stark unterscheiden: hier satirisch dargestellt
    Letztendlich grenzen sich die Hörer von Musikrichtung A immer von den Hörern der Musikrichtung B, C, D etc. ab, aber nicht unbedingt um sich abzugrenzen. Wer von allem etwas hört, tut das ja auch nicht, um sich bloß nicht abzugrenzen.
    Ich höre neben Metal auch Alte Musik, Rock und Folk, finde aber auch ein paar Pop-, Rap- und Reggae-Stücke gut, sowie etwas elektronische Musik (z.B. Chiptunes oder Eurodance ;) ). Mit bestimmten Subgenres kann ich weniger anfangen, z.B. Hardcore-Punk, Metalcore, Hardcore-Tekkno, Grindcore und Pseudo-Volksmusik. Wenn ich diese Liste durchginge, würde ich wohl noch ein paar andere Kandidaten finden. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Geheimdienste endlich verraten sollen, wie man vom Musikgeschmack auf Charakter und politische Einstellung schließen kann. Nubok hat da doch mal was in der Richtung erwähnt.

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    Chinas Abhängigkeiten

    China und Russland - Partner oder Rivalen?

    Was will China in Afrika?

    Klimawandel einfach erklärt:

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    Ich kann dir nur empfehlen, die Sendung bis zum Ende anzusehen, dann erübrigen sich deine Einwände. Keiner der beiden hat gesagt, dass Bildung Schmuck ist. Prof. Lesch hat einen griechischen Philosophen zitiert, der der Meinung war, dass manche sich mit Bildung schmücken, andere aber in die Bildung flüchten. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Bildung steht eben den meisten gut zu Gesicht, auch wenn das nicht die Hauptaufgabe der Bildung ist.
    Es wird hier eben gerade nicht nur von Wissen und Lernen geredet, sondern von der Fähigkeit der Bildung, die systemischen Grenzen zu überschreiten. Diese Fähigkeit kommt nicht von alleine und auch nicht, indem man sich zum Fachidioten ausbilden lässt. Ein Universaldenksystem, wie du es beschreibst, paukt man und damit hat sichs. Abgesehen davon, dass so ein System vermutlich gar nicht existiert, ist das exakt das, was der Bildung gegenübersteht und worüber der gebildete Mensch reflektieren kann, während der reine Ausgebildete im Hamsterrad der Denksysteme seines jeweiligen Ausbildungsbereichs rennt.

    Erinnert mich an diese Sendung:

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    www.youtube.com/watch?v=H4opYuOX5sc

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    www.youtube.com/watch?v=_54Lwbz5Njw

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    Alternative

    "Auf der Suche nach dem Geheimnis der Pyramiden, ihrer Entstehung und weltweiten Verbreitung ist ein neues Feld von Spekulationen und sich widersprechender Theorien entstanden, das nicht nur die Fachwelt in Atem hält. Was war der tiefer liegende Sinn der Pyramiden, welche Visionen hatten ihre geheimnisvollen Erbauer? Waren die Pyramiden der Welt vielleicht nicht viel mehr, als wir bislang annehmen: ein magisches Dreieck, ein gemeinsames Erkennungszeichen von Hochkulturen? Auf den Spuren Thor Heyerdahls, des legendären Helden der Kon-Tiki, kämpft sich ein steinzeitliches Schilfboot durch das aufgewühlte Mittelmeer. Terra X begleitete 1999 exklusiv das abenteuerliche Unternehmen junger Wissenschaftler aus Sachsen, dessen waghalsiges Ziel es war, in der Praxis zu erproben, ob die frühesten Zivilisationen Vorderasiens kulturelle Impulse über das Meer nach Südeuropa gebracht haben könnten. War es also schon vor unserer Zeitrechnung möglich, gegen und quer zu den vorherrschenden Wind- und Meeresströmungen das Mittelmeer zu passieren?"

    Terra X steht seit 30 Jahren für spannende und sachliche Dokumentationsfilme und gehört zum Besten, was die deutsche Fernsehkultur zu bieten hat. Diese Folge ist 13 Jahre alt. Mittlerweile wurde die erwähnte Platte hinter dem rätselhaften Schacht durchbohrt.

    Dann erklär mir bitte, warum er in seinem Video ziemlich Struktur- und Naturwissenschaften durcheinanderwürfelt

    Was meinst du mit durcheinanderwürfeln?

    je enger wir die Punkte zueinander machen, desto mehr konvergiert die Länge gegen Unendlich - Standard-Mathematik;

    Das ist dann genau das, was in diesem Video gesagt wurde, oder?

    Ein Standardverfahren, was sich durch die ganze Wissenschaftsgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zieht: wenn die Theorie schön ist, aber es ein Problem gibt, biegen wir die Definitionen zurecht, dass es wieder stimmt.

    Dann war möglicherweise die Definition ungeeignet. Kann passieren.

    Wer dies für unwissenschaftlichen Hokuspokus hält, dem sei gesagt, dass exakt dies auch Jahrzehnte später (als Computer leistungsfähig genug wurden), die mathematische Rechtfertigung für Finite-Elemente-Methoden (Standard in der Computersimulation von (z. B. mechanischen) Bauteilen) liefert.

    Unwissenschaftlich wird es aber, wenn falsch verstandene Religion, Ideologie oder persönliche Motive sich mit wissenschaftlicher Arbeit mischen und dies dazu führt, dass man den Tunnelblick bekommt, also in selektiver Wahrnehmung die Hinweise ignoriert, die eine bevorzugte Theorie widerlegen könnten.


    Während Atheisten eine recht homoge Gruppe (im Sinne eines geteilten Wertesystems) bilden, ist dies bei gläubigen Menschen nicht der Fall. Böse ausgedrückt: jeder hat seinen Privatglauben. Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, wenn in irgendwelchen Medienberichten Glaube vs. Nichtglaube (Atheismus) etc. beschworen wird - einfach weil Glaube alles sein kann.

    Genauer betrachtet haben Atheisten sicherlich eine ebenso große Anzahl an Privatüberzeugungen wie Theisten. Es bringt nichts, irgendwelche speziellen Glaubenssysteme herauszupicken. Was hier zählt, ist der Unterschied, dass die einen an ein schöpferisches Prinzip (manche nennen es Gott) glauben, die anderen aber nicht.

    die katholische Kirche (lässt sich aber auf die meisten anderen Glaubensgemeinschaften übertragen).

    Eben sagtest du noch, dass Gläubige keine homogene Gruppe darstellen und jetzt lässt sich der doch sehr spezielle katholische Glauben auf die meisten anderen Glaubensgemeinschaften übertragen? Interessante Wendung.

    Früher war es Lehrmeinung der Kirche, dass sich die Sonne um die Erde dreht - bis dann Kopernikus und Galilei kamen. In meinen Augen haben wir somit experimentell die katholische Kirche widerlegt

    Wir gegen die klingt aber nicht sehr wissenschaftlich. Sollte es nicht besser um die Sache gehen, anstatt um Meinungen von Personen oder Gruppen? Du beziehst dich ja mit ein.
    Die Kirche wurde nicht widerlegt. Sie steht nach wie vor etwa 1 km Luftlinie von hier. Was widerlegt wurde, ist das geozentrische Weltbild, das vorübergehend vom Vatikan offiziell vertreten wurde. Das war niemals das Fundament des christlichen Glaubens, sondern ein Irrtum, der wiederum auf den Fehler, materielle Wissenschaft mit Weltanschauung zu vermischen, zurückzuführen ist. Wahrscheinlich hast du den Thread nicht ganz durchgearbeitet (kostet ja auch etwas Zeit), denn genau das Thema wurde u.a. in diesem Video, das ich oben bereits eingebettet habe, auf anschauliche Weise behandelt.

    (mittlerweile haben übrigens viele Religionsgemeinschaften daraus gelernt und lehren nur noch schwer falsifizierbare Aussagen;

    Eine falsifizierbare Aussage ist keine religiöse Aussage im engeren Sinne. Die würde gar nicht in den Bereich des religiösen Glaubens fallen, sondern in den wissenschaftlichen.

    obwohl ich persönlich gespannt bin, was in den nächsten Jahrzehnten die Neurowissenschaftler so alles entdecken werden, was Religionen wieder unter Zugzwang setzen wird).

    Wenn du damit auf Experimente mit magnetisch induzierten Gotteserfahrungen anspielst, die gibt es schon längst und sie funktionieren. Man kann auf diese Weise auch Furcht auslösen. Das bedeutet nicht, dass Furcht keine echte Ursache hat. Eher im Gegenteil. Genau so wenig bedeutet es, dass es keinen Gott gibt. Aber das ist ein anderer Thread.

    Bei vielem ist sogar wohlbekannt, dass es nicht die letzte Antwort sein kann

    Letzte Antworten suchen viele auch in der Religion. Die Wissenschaft ist in dieser Hinsicht zwar nicht sonderlich ergiebig, aber die aktuellen Erkenntnisse sind auch schon recht nützlich. In der Religion jedoch sucht man nicht nach der Beschaffenheit und Funktionalität des Universums, sondern nach den Sinnfragen. Ein völlig anderes Ziel. Wo Wissenschaftler oder Gläubige meinen, sie müssten sich gegenseitig argumentativ bekämpfen, haben sie diesen Punkt nicht verstanden. Darüber kann ein gläubiger Wissenschaftler nur lachen.

    [Blockierte Grafik: http://img171.imageshack.us/img171/3404/tafelbild.png]

    was unterscheidet einen Anhänger einer "üblichen" Religion von einem Gläubigen an das Fliegende Spaghettimonster

    Neben der Tradition (lat. tradere, überliefern) auch der Umfang und die Ernsthaftigkeit des gesamten dogmatischen Gebäudes, die nun wirklich nicht mit den paar flotten Sprüchen des Spaghettimonsterismus zu vergleichen sind, der sich ja selbst als Satire auf die amerikanischen Intelligent-Design-Anhänger versteht. Den Glauben an Gottes Wort muss man im Christentum schon voraussetzen, das sollte man auch als Ungläubiger einsehen, sonst fehlt nämlich jede Diskussionsgrundlage. Worüber man diskutieren und was wissenschaftlich untersucht werden kann, ist natürlich einerseits die Geschichte (z.B. Kreuzigung), aber auch die innere Schlüssigkeit und Logik der Lehre. Vereinfacht gesagt: Wenn jemand eine Aussage über Gott trifft, darf sie nicht im Widerspruch zu den Worten Jesu stehen, sonst entspricht sie nicht dem christlichen Glauben. Wie man religiöse Quellentexte richtig interpretiert, lernt man zum Beispiel im Theologiestudium. Da gibt es praktische Werkzeuge wie die historisch-kritische Methode, um den Fehler der Fundamentalisten zu vermeiden, die Texte wortwörtlich und nach heutigem Wortverständnis auszulegen. Ganz wichtig ist es auch, zu verstehen, dass viele Geschichten in einer Bildersprache geschrieben sind. Es ist eine Aufgabe der Religionswissenschaft, symbolische oder metaphorische Geschichten (z.B. über Wunder) und historische Ereignisse, die in der Bibel ebenfalls nachweislich vorkommen, auseinanderzuhalten.

    Und wenn man sich den rasanten wissenschaftlichen Fortschritt des letzten Jahrhunderts anschaut - welchen Grund gibt es für die Annahme, dass Menschen, die vor mindestens 1000 Jahren religiöse Texte aufgeschrieben haben, ernsthaft Bescheid wussten?

    Ich würde die Evangelisten nicht über die Funktionsweise meines Videorecorders befragen, aber die Logik der Trinität wäre sicher ein spannendes Thema. Übrigens, schon mal was von Pythagoras gehört? Der hatte höchstwahrscheinlich überhaupt keine Ahnung von Toastern!

    Ich würde beispielsweise definitiv eine moderne Enzyklopädie gegenüber einer mittelalterlichen vorziehen.

    Wenn du auf aktuelles Wissen zurückgreifen willst, ist das besser. Wenn du Mediävistik studierst, kann es in bestimmten Fällen wieder anders aussehen. Aber das ist ein anderes Thema.

    wenn man beispielsweise davon ausgeht, dass die in der Bibel beschriebenen Wunder real waren (wo wohl fast alle gläubigen Christen zustimmen würden), heißt das doch definitiv, dass es im Universum irgendeinen Mechanismus gegen oder gegeben haben muss, aufgrund dessen solche Wunder sich manifestieren konnten.

    Das setzt voraus, dass man die Wunder wörtlich versteht und nicht als Metaphern für spirituelle oder ethische Aussagen. Aber zum Mechanismus: Wunder brechen keine Naturgesetze. Gott als Schöpfer des Universums hat natürlich auch die Naturgesetze geschaffen. Ein Wunder aber ist ein außerordentlich erstaunliches Ereignis, das mit dem aktuellen Wissensstand nicht erklärt werden kann. Deshalb wundert man sich. Wunder:

    "etwas, was in seiner Art, durch sein Maß an Vollkommenheit das Gewohnte, Übliche so weit übertrifft, dass es große Bewunderung, großes Staunen erregt" Duden

    "Dabei ist zu beachten, dass die heutige Vorstellung von einem Wunder als "übernatürlich" erst in der Neuzeit entstand; sie setzt Wissen um die Existenz von Naturgesetzen voraus. Für die Menschen in Antike und Mittelalter hingegen, für die bereits Phänomene wie Blitz und Donner unerklärlich waren und die einer scheinbar ungeordneten, regellosen Umwelt gegenüberstanden, war die Grenze zwischen "Möglichem" und "Unmöglichem" weitaus durchlässiger." Wiki

    Hauptsächlich aus dem jüdisch-christlichen Monotheismus heraus hat sich dann auf fruchtbaren Boden fallend eine Weltsicht entwickeln können, die dazu führte, dass man herauszufinden versuchte, nach welchen Gesetzen die Schöpfung geordnet war, also wie Gott die Welt geschaffen hat. So hat sich dann, ausgehend von den ersten Klosteruniversitäten des Abendlandes, nach und nach die Wissenschaft über die ganze Welt verbreitet, die uns heute dazu bewegt, solche Wunder zu hinterfragen.

    kommen schnell Ausflüchte a la "in der Bibel ist doch manches nur bildlich gemeint" etc.

    Das ist keine Ausflucht. Es wäre zutiefst dämlich, die Geschichten alle ausschließlich wörtlich zu verstehen. Genau das tun religiöse Fundamentalisten, aber auch atheistische Personen mit unreflektiertem Kirchenhass, weil es ihnen so in den Kram passt. Atheisten mit Verstand sehen sehr schnell ein, dass Simon Petrus nicht wortwörtlich Menschen mit Netzen aus einem See herausgefischt hat.

    die Aussagen vieler Religionsgemeinschaften, die wissenschaftlich widerlegbar sind, wurden häufig widerlegt.

    Zweifelsohne. Das ist auch sehr nützlich, weil dadurch besser unterschieden werden kann, was religiös ist und was man nur dafür hielt. Man könnte das mit Fug und Recht als Katharsis bezeichnen.

    Jetzt wäre doch eigentlich mal der Zugzwang bei den Religionen, konkrete falsifizierbare Aussagen über das Universum zu treffen...

    Nein, weil das, wie bereits dargelegt, weder Schach noch Tauziehen ist. Wenn eine Religionsgemeinschaft eine falsifizierbare Aussage trifft wie "die große Pyramide ist 138,75 Meter hoch", dann muss sie sich immer der Wissenschaft beugen, wenn eine Messung anderes ergibt. Die messbare Höhe einer Pyramide ist aber keine religiöse Aussage. Religiös kann die Höhe nur werden, wenn die Maße der Pyramide für die Religionsgemeinschaft eine numerologische Bedeutung haben. Zahlen haben in der Bibel nämlich auch eine eigene Semantik und dementsprechend sind die Geschichten zu verstehen, in denen sie vorkommen. Von der jüdischen Kabbalah will ich gar nicht erst zu erzählen anfangen.

    Du beziehst dich nur auf das letzte Video?

    Falsifizierbarkeit. Aber statt dies zu nutzen, um Glauben in Frage zu stellen (was unterscheidet Religion X von der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters? Beides ist nicht falsifizierbar)

    Da sieht man mal, wie vielseitig man manche Dinge verwenden kann. Es ist hier für die Grundfrage völlig egal, welche spezielle Religion oder Kirche gemeint ist.

    nutzt er dies gegen Naturwissenschaft.

    Ich hab ihn nicht so verstanden, dass er gegen die Wissenschaft ist. Er sagt ja klar und deutlich, dass er von der Wissenschaft begeistert ist. Wenn er gegen Wissenschaft wäre, müsste er konsequenterweise auch auf ihre Früchte verzichten. Wie man jedoch sieht, nutzt er zumindest Computer und Kamera. Letztendlich kann es schon sein, dass er mit seinen Beispielen teilweise sachlich daneben lag. Wenn das tatsächlich so ist, hast du auch jedes Recht dazu, diese Stellen zu kritisieren.

    es gibt Wissenschaften, wo man alles nachvollziehen und beweisen kann. Diese nennt man Strukturwissenschaften.

    Vielleicht wurde nicht so ganz deutlich, dass sich Michael Kotsch speziell auf Naturwissenschaften bezieht (obwohl er das in Minute 4 erwähnt). So ergibt das Beispiel mit den Netzen nämlich einen Sinn. Auch wenn Dawkins – auf dessen Buch und Jünger dieses Video eine Reaktion darstellt – von Wissenschaft (Science) redet, meint er in den meisten Fällen Naturwissenschaft und nicht Mathematik oder andere Strukturwissenschaften. Über das Verhältnis von Mathematik und Glauben gibt der Mathematikprofessor John Lennox in diesem Vortrag auskunft.

    (Länge Deutschlands Küste): hier gibt es längst vernünftige Maße.

    Sind die auch auf den Femtometer genau? Falls nicht, ist das genau die Sache, wovon im Video die Rede ist. Aber selbst wenn sie so genau wären, verfehlt diese Analyse doch den Inhalt dessen, was mit diesem Beispiel verdeutlicht werden sollte (s.o.).

    Sorry, jetzt bräuchte ich dringend etwas, um meinen Blutdruck zu senken.

    Seine Kernaussage ist, dass Glaube und Wissenschaft nicht im Widerspruch zueinander stehen. Das scheint dich ja prinzipiell auch nicht zu stören. Also kein Grund zur Aufregung. Immer schön wissenschaftlich und nüchtern bleiben. ;)

    Hier wird die Zielsetzung und Argumentation des berüchtigten Dawkins und des militanten Atheismus überhaupt analysiert:

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    Teil 2

    Teil 3

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    Teil 5
    Teil 6
    Teil 7
    Teil 8

    Da hatte der Bersenker mal recht. Man kann gar nicht oft genug betonen, dass es in dieser Diskussion nicht um Christen an sich geht, sondern um Fanatiker, die es auch bei den Christen gibt. Wie wir gezeigt haben, ist das ebenso bei den Atheisten, also das beschränkt sich nicht auf Religionen. Aus diesem Blickwinkel sollte man auch die folgende Dokumentation (in der leider auch ab und an Dawkins auftaucht) betrachten und dabei berücksichtigen, dass Arte ein Fernsehkanal ist, der aus einem Land kommt, in dem die Trennung von Kirche und Staat Tradition hat (die französische Verfassung ist im Gegensatz zur deutschen ausdrücklich laizistisch).

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