Das sehe ich auch so. Diese politischen Interessengruppen sind nicht lösungsorientiert, denn sie wollen gar keine Lösung, sondern weiter das Opfer spielen. Opfer bekommen eine soziale Vorzugsbehandlung.
Das Problem könnte auch sein, dass das Problem erfunden ist und es deshalb auch gar keine richtige Lösung gibt.
Beiträge von Illuminatus
-
-
Ein weiteres Problem mit solchen politisch korrekten Wortschöpfungen ist ja auch, dass sie meistens ins Gegenteil des erwünschten umschlagen und wieder mit der alten Bedeutung (inklusive Konnotationen) belegt werden. Am Ende hat man nichts erreicht, außer einer umständlichen Umschreibung für das selbe Ding.
-
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
-
In der Süddeutschen erschien ein Artikel von einem Pascal Paukner, der folgenden Titel trägt: "Sexismus in Videospielen - Wo Feminismus als "Terrorismus" gilt". Was meint er mit den Anführungszeichen? Gilt Feminismus in diesem Satz als Terrorismus, oder nicht? Oder wen zitiert er? Schreiben das die Spieler?
Zitat"Die Videospielbranche wäre gerne eine der modernsten Industrien der Welt. In ihren Spielen konserviert sie aber ein Frauenbild aus vergangenen Jahrhunderten. Wer daran etwas ändern will, stößt auf den erbitterten Widerstand organisierter Gamer. Manche drohen sogar mit Vergewaltigung und Mord."
Mit dieser Pauschalisierung sind die Spieleentwickler gemeint. Wer das im einzelnen ist, bleibt unklar. Hier wird behauptet, dass in Spielen ein überholtes Frauenbild konserviert wird. Und sofort wird emotionalisiert. Es fallen Reizworte wie Vergewaltigung und Mord. Man findet im Internet zu jedem beliebigen Thema emotionale Diskussionen, in denen einzelne Personen ihre Contenance nicht wahren konnten und ausfallend oder bewusst beleidigend wurden. Das ist allgemein bekannt, aber wird hier genutzt, um den Leser gegen diese angeblich organisierte Gruppe von Gamern aufzuhetzen. Ich vermute, dass Paukner sich diese Gruppe aus den Fingern gesogen hat, um ein Feindbild zu haben. Eine Verschwörung.
Zitat"Fast könnte man den Eindruck gewinnen, alles wäre in bester Ordnung: Auch Frauen spielen inzwischen Computerspiele. 10,8 Millionen sollen es laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung in Deutschland sein. Das entspricht einem Frauenanteil von 44 Prozent."
Seiner Meinung nach besteht also die beste Ordnung darin, dass Frauen alles genau so wie Männer machen. Ob sie wollen oder nicht!
Was aus seinen Zahlen nicht deutlich wird, ist die Tatsache, dass Frauen größtenteils einen etwas anderen Geschmack haben, was Spiele betrifft. Sie spielen typischerweise keine Egoshooter, keine Wettbewerbsspiele, in denen es Sieg oder Niederlage gibt, sondern Spiele, die Kommunikation, Fantasy, Romantik und Zwischenmenschliches beinhalten. Auch Casual-Games und Browser-Games sind bei vielen beliebt und alles was man so nebenbei mal spielen kann. Bei Strategiespielen tendieren sie eindeutig mehr zu den Siedlern, als beispielsweise zu dem eher taktisch anspruchsvollen Command & Conquer.Zitat"Fünf solcher typischen Rollenbilder, in die Frauen von Computerspiele-Entwicklern immer wieder gezwängt werden, hatte Sarkeesian vorab identifiziert. Frauen als sexy Handlagerinnen [sic!] oder Schurkinnen, Frauen in der Rolle des kämpfenden Sexobjekts, Frauen als Hintergrunddekoration und Frauen als jungfräuliches Wesen. In den Videos wollte sie aufklären und erklären, warum solche Darstellungen ein Problem sind und welche Klischees sie befördern."
Spieleentwickler drängen Frauen in Rollen? Völliger Unsinn. Genau so wenig drängen sie Männer in Rollen. Ein Entwickler erschafft Phantasiewelten, in denen sich der Spieler wohlfühlen soll. Denn wenn sich Spieler wohlfühlen, kaufen sie Spiele. Bei männlichen Spielfiguren lassen sich ebenfalls solche wiederkehrenden Rollenbilder feststellen, aber naturgemäß mit anderer Betonung.
Wir haben gezeigt, dass Frauen andere Spiele bevorzugen. Ebenso haben Männer ihre Präferenzen. Diese sind biologisch bedingt, wie Harald Eia es in seiner Reportage "Das Gleichstellungsparadox" dargelegt hat. Es ist nicht primär die Gesellschaft, die uns ihre Rollen aufzwingt. Es sind die Menschen, die auf ihrer biologischen Grundlage handeln und die Gesellschaft prägen. Bestimmte Stereotypen werden von bestimmten Zielgruppen innerhalb der Computerspieler bevorzugt. Deshalb existieren sie. Jeder Film lebt von Stereotypen, oder aber dem bewussten Bruch mit Stereotypen, der ein interessantes Element darstellen kann, aber nur wenn Stereotypen auch existieren. Menschen wie Paukner und Personen die Ideologien wie Gender Mainstreaming vertreten, sehen aber nicht die Interessen der Spieler, sondern wittern Diskriminierung durch die Spieleentwickler.Zitat"Als hätte Sarkeesian noch eine Bestätigung für ihre These gebraucht, dass die Videospielwelt noch immer eine männerdominierte ist, krochen plötzlich aus allen möglichen Ecken des Internets diejenigen, die genau diese alte Welt erhalten wollen. Was auf ihrer Webseite, auf YouTube und in Foren zu Tage trat, war kein lächerlicher Shitstorm, sondern Hass. Hunderte sexistische, rassistische und antisemitische Kommentare liefen auf. Auf ihre Website wurden DDos-Attacken gefahren. Ihr Wikipedia-Eintrag wurde mit Pornobildern und Verleumdungen verunstaltet, ihr YouTube-Kanal als "Terrorismus" gemeldet. Schließlich wurde ihr mit Vergewaltigung und Mord gedroht. Screenshots der Angriffe wurden in Gaming-Foren veröffentlicht und wie Trophäen herumgereicht. Was Sarkeesian traf, war nicht der Hass einzelner Verwirrter, sondern koordinierte Attacken aus Teilen der Gaming-Szene."
Männer dominieren also die Videospielwelt und unterdrücken Frauen. Ja, das Patriarchat eben, das überall lauert. Dieser Absatz ist gefüllt mit irrationaler Stimmungsmache. Es werden Internet-Trolle, die aus der Anonymität heraus Blödsinn machen, mit seriösen Kritikern in einen Topf geworfen. Der Leser soll den Unterschied nicht mehr erkennen und sich auf die Seite der Möchtegern-Weltverbesserer schlagen.
Zitat"Das ist kein Einzelfall. Als kürzlich auf einer der größten Computerspielmessen der Welt, der E3 in Los Angeles, die schwarze Schauspielerin Aisha Tyler für den Spielehersteller Ubisoft auf einer Pressekonferenz auftrat, dauerte es nur Sekunden, bis sich in den Gaming-Foren Hass breit machte. "Das kommt davon, wenn die Industrie von Juden und Linken infiziert wird, die dann 'Diversität' und 'Fortschritt' bringen. Lasst sie nicht unsere Spiele töten!", war zu lesen. Nur weil da jemand auf der Bühne stand, der nicht in das Bild des weißen, männlichen Computerspielers passen wollte."
In Gaming-Foren schreiben also hasserfüllte Rechtsradikale, die Schwarze nicht von Juden unterscheiden können. So ist das also.
Wer sich gegen Diversität richtet, ist nicht der Spieler oder der Entwickler. Spieler wollen nicht immer das gleiche vorgesetzt kriegen, sie wollen Abwechslung. Und Entwickler wollen das, was der Spieler will. Aber manche sind eben gegenüber dieser Freiheit intolerant und wollen genau vorschreiben, wie ein Spiel auszusehen hat.
Dieser ganze Artikel vermittelt eine Botschaft: Es muss gesellschaftlicher Druck auf Spieleentwickler ausgeübt werden, damit weibliche Spielfiguren männliche Rollen einnehmen. In der Praxis sehen solche Bemühungen meist so aus, dass Frauen in allen Belangen über die Männer gestellt und bevorzugt werden (siehe Frauenquote). Und alle, die das nicht gut finden, sind hasserfüllte Rechtsradikale. Diese einseitige Bevorzugung (auch positive Diskriminierung genannt) wird dann so verkauft, als wäre sie nur ein Ausgleich für sonstige Benachteiligungen. Die aber sind wiederum größtenteils der Phantasie oder Vergangenheit entsprungen. Da stellt sich doch glatt die Frage, wer hier tatsächlich nach veralteten Mustern denkt.Die zweite Seite des Artikels beginnt schon mit einer Überschrift, die sich gewaschen hat: "Manifest gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus"
Das Manifest kennen wir ja schon von Marx und Engels. Damit wird auch schon klar, wes Geistes Kind der Autor ist.Zitat"Man könnte es sich leicht machen und die Angreifer als typischen Bodensatz des Internets relativieren - und damit akzeptieren. Das hieße aber, die Computerspielhersteller zu früh aus ihrer Verantwortung zu entlassen."
Klar, wer sich gegen erzwungene feministische Gleichmacherei und Bevormundung stellt, ist Bodensatz des Internets. Und die Hersteller der Spiele sind in der Verantwortung, diese Ideologie den Spielern schmackhaft zu machen. Ob sie wollen, oder nicht!
Zitat"Wer sich 2012 noch immer nicht zu schade ist, neue Games mit halbnackten Messehostessen anzupreisen, wer noch immer wie in "Hitman: Absolution" Computerspiele entwickelt, in denen ein einziger Mann acht schwer bewaffnete Latex-Killer-Nonnen tötet, und wer Lara Croft, die Protagonistin einer der bekanntesten Videospielserien der Welt, zwar entsexualisiert, sie aber gleichzeitig nur knapp einer Vergewaltigung entgehen lässt, der scheint kein großes Interesse an einem modernen Frauenbild zu haben."
Da scheint sich eine neue Welle der Prüderie anzubahnen. Mag ja sein, dass Paukner und seinen Gesinnungsgenossen die Ästhetik des menschlichen oder speziell des weiblichen Körpers zuwider ist, aber das gilt eben für die meisten Menschen nicht.
Hitman ist natürlich ein Paradebeispiel für ein regelrechtes Killerspiel. Dass in einem Trailer zu so einem Spiel Gewaltszenen vorkommen, ist zu erwarten. Dabei kommt der Held des Spiels selbstverständlich sehr gut weg. Es geht ja um den Werbe-Effekt. Woran sich der Autor hier stört, ist die Tatsache, dass Frauen hier auch mal als Gewaltopfer dargestellt werden. Dabei berücksichtigt er nicht, dass Männer nicht nur in Computerspielen und Filmen, sondern auch in der Realität ein vielfach höheres Risiko tragen, Opfer von Gewalttaten jeder Art zu werden. Diese Darstellung im Trailer von Hitman Absolution ist also eher eine absolute Ausnahme. Aber man muss dazusagen, dass diese Frauen trotz ihrer Kleidung in ihrer Vorgehensweise ein sehr maskulines Auftreten haben und in der Geschichte des Spiels nicht die Opfer sind, sondern Aggressoren.
Was will uns der Autor aber mit seiner Vorstellung eines neuen Frauenbilds sagen? Offenbar etwas anderes als das hier:[Blockierte Grafik: http://s14.directupload.net/images/130227/temp/c8n54ufn.jpg]
Zitat"Warum aber ist es, wie es ist? Mathias Fuchs ist Medientheoretiker an den Universitäten in Potsdam und Manchester und hat eine einfache Erklärung für das Phänomen: "Die Branche ist noch immer sehr männerdominiert. Die Entscheidungsträger sind quasi zu 95 Prozent Männer", sagt der Wissenschaftler."
Warum ist es, wie es ist? Manchmal sind einfache Erklärungen eben nicht ausreichend. Warum gibt es unter den Spieleentwicklern und Programmierern so viele Männer? Lässt man Frauen nicht an den Code ran? Nein, jeder kann mit Materialien aus dem Internet oder einem guten Buch programmieren lernen. So etwas wie eine Gläserne Decke existiert nicht. Es gibt nur eine einzige Voraussetzung: Wirkliches Interesse! Und genau daran scheitert es häufig.
Zitat"Noch wesentlicher sei aber, dass die meisten Programmierer zwischen 18 und 28 Jahre alt seien. Die Fähigkeit, zu hinterfragen, welche Stereotype sie reproduzierten, sei oft nur eingeschränkt vorhanden."
Nun gut, im Laufe des Lebens können sich besonders bei wankelmütigen oder ganz besonders offenen Menschen Interessen und Ansichten ändern, aber 27-jährigen Männern pauschal die Fähigkeit abzusprechen, zu wissen was sie tun, ist doch sehr anmaßend. Wie alt wird wohl Herr Paukner selbst sein, dass er die Situation so trefflich beobachten kann?
Wenn man diese Art von Diskussionskultur beim Studium von Politik- und Kommunikationswissenschaft erlernt, dann sollte man noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, was man mit dieser Zeit hätte besseres anfangen können. Vielleicht ein gutes Spiel spielen.Zitat"Bewegungs-, Musik- und Tanzspiele haben dazu beigetragen, dass heute fast die Hälfte der Spielerinnen weiblich ist. Ebenso der Popularitätszuwachs von Browsergames, gefördert durch den Boom des Social Webs. Das sind aber häufig Spiele, die ohne besonders ausgeprägte Story auskommen, weil sie zum Zeitvertreib für zwischendurch oder als Gemeinschaftserlebnis mit Freunden gedacht sind."
Die Hälfte der Spielerinnen ist weiblich? Das stimmt nicht. Alle Spielerinnen sind weiblich. Aber nicht alle Spieler. Und genau die oben aufgezählten Genres sind es eben, die weibliche Spieler normalerweise bevorzugen. Niemand zwingt sie. Es macht ihnen einfach Spaß!
Zitat"Viele männliche Gamer lehnen einen solch dumpfen Sexismus inzwischen ab."
Dumpfen Sexismus lehnen wohl die allermeisten ab. Ich habe aber die begründete Befürchtung, dass der Verfasser überall dort Sexismus wittert, wo es klar erkennbar ist, wer eine Frau und wer ein Mann ist.
Zitat"Im vergangenen Dezember stellten Computerspielerinnen ein sehenswertes Manifest auf YouTube, in dem sie ihre männlichen Mitspieler auffordern, sie nicht wie den letzten Dreck zu behandeln. Ihr Appell: "Sei nicht rassistisch. Sei nicht homophob. Sei nicht sexistisch"."
Das lustigste daran ist der Youtubename dieser Computerspielerinnen: SexyNerdGirlPresents
Die inhaltliche Weiterentwicklung von Computerspielen in allen Ehren. Es ist auch schön und gut, wenn sich Entwickler finden, die Frauen als Zielgruppe mehr ansprechen, als es bisher der Fall war. Aber deshalb Spiele zu verdammen, die sich durch ihr Konzept explizit an männliche Spieler richten, die ja immer noch die Mehrheit darstellen, ist grober Unfug.
Links:
-
"Die NSDAP war nicht nur die erste deutsche Volkspartei, sondern auch die erste, die bewusst "genderte". Jede Rede, die Hitler in den 1920er- und 1930er Jahren hielt, begann mit: "Meine lieben Volksgenossinnen und Volksgenossen" oder "Deutsche Frauen und Männer". Das war völlig neu. Normalerweise schnarrte der deutsche Politiker seinerzeit: "Meine Herren!""
http://www.wienerzeitung.at/beilagen/extra…_Goetz-Aly.html -
Wenns um Gewaltprävention im Allgemeinen gehen würde, hätten sie am besten zwei Weiße genommen, denn die entsprechen eher dem Durchschnitt der Bürger. Durch die ethnische Heterogenität der Hauptdarsteller, welche eindeutig in den Vordergrund gerückt wird, entsteht allerdings der Eindruck, dass vor allem Gewalt von Deutschen (hier Münchner im Biergarten) gegen Schwarze (die hier beispielhaft für Ausländer stehen) im Alltag vorkäme. Dies entspricht nicht meinen Erfahrungen und anscheinend auch nicht den Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik. Somit wird ein falsches und negatives Bild von Deutschen erzeugt und damit ist es richtig, diesen Film als antideutsch zu bezeichnen.
Ansonsten ist noch zu bemerken, dass die ganzen Leute am Ende nur untätig und mit verschränkten Armen herumstehen, anstatt einzugreifen. Das Problem daran ist, dass das Ende nicht den Ist-Zustand darstellen sollte, der nach den Urhebern des Videos so aussieht, dass jeder speziell bei Gewalt gegen Ausländer wegschaut (was Quatsch ist, gerade solche Taten werden besonders beachtet und berücksichtigt), sondern den Soll-Zustand. -
www.youtube.com/watch?v=n51kdAFPN7U
-
Die jeweiligen Arbeiten kann ich nicht beurteilen. Aber wer suchet, der findet. Prinzipiell muss man nur die Quellen gut genug umformulieren. Wenn das in manchen Fällen nicht ganz geklappt hat, dann heißt das noch nicht, dass die betreffende Person in ihrem Fach inkompetent ist. Es kann allerdings einen Hinweis darauf darstellen. In diesem Sinne gehe ich mit Nuboks letztem Absatz konform.
PS:. Alles Gute, auch wenn das Datum nicht stimmen sollte. -
Die haben das Sieb wahrscheinlich zuerst für eine Kippa gehalten. Dass eine religionssatirische Kopfbedeckung erlaubt wird, aber kein normaler Hut, halte ich für inkonsequent.
-
Ich habe mir das mal angeschaut und es steht da zwar tatsächlich, war aber ein Zitat von Michel Fayol, der diesen Abschnitt in der Zeitschrift Gehirn und Geist veröffentlicht hat. Als Zitat hatte ich es durch Anführungszeichen, Absatz und Quellenangabe gekennzeichnet. Da es aber viele Zitate hintereinander waren, kann man das leicht übersehen.
-
Bin Deutscher und habe meines Wissens noch nie gesagt, dass ich in Frankreich wohne. Ich war schon öfter mal dort. Vielleicht war der Bereich, den ich für meine Heimat halte, im Laufe der Geschichte französisch, römisch, badisch und bayerisch.
-
http://www.welt.de/politik/deutsc…rschwindet.html
"Im Bachelor sollte die Hauptsprache weiter Deutsch sein. Dabei geht es auch darum, den Studenten die Begeisterung für das Fach zu vermitteln, und das gelingt besser und präziser in der Muttersprache." Zur Lehre gehöre eben nicht nur das Vermitteln von Wissen, sondern der Kultur eines Faches.
Für ein Festhalten an der Muttersprache spricht auch der Lerneffekt. In einer Studie unter englisch sprechenden schwedischen Physikstudenten, die im "European Journal of Physics" erschien, wurde nachgewiesen, dass die Studenten in der Fremdsprache spürbar weniger gelernt hatten.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie unter Medizinern. 25 Prozent der Informationen eines Textes gingen demnach verloren, wenn die Fachliteratur auf Englisch gelesen wurde.
Damit stellt sich ein weiteres Problem: Geht die deutsche Wissenschaftssprache verlustig, wird es für die Forscher schwieriger, ihre Ergebnisse selbst einem gebildeten Publikum von Laien zu erklären. Gerade bei Disziplinen, die unter einem Rechtfertigungsdruck stehen, wie die Biotechnologie, aber auch die Chemie oder Physik, droht diese "Sprachlosigkeit" auf sie selbst zurückzufallen. Unverständnis zeitigt dann schnell Ablehnung."
Gerade in den Geisteswissenschaften habe das Deutsche eine so lange und bedeutende Tradition, dass man nicht eilfertig dem Englischen den Vorzug geben sollte. "Die Nutzung des Englischen ist oft auch ein falsch verstandenes Gleichheitsdenken an der falschen Stelle." Jede Sprache habe ein kulturelles Gedächtnis, das dürfe man nicht verspielen. "Wer die Kosten der Übersetzungen ins Feld führt, der handelt kulturvergessen", meint Grütters.
"Wir Deutsche passen uns halt schnell dem Gegenüber an", sagt auch Dieter Simon und hat auch dafür die passende Anekdote parat. Einmal habe er mit fünf Philosophen über Hegel diskutiert. Weil ein Amerikaner dabei gewesen sei, hätten die Deutschen englisch gesprochen. "Bis uns der Amerikaner bat, ob wir nicht Deutsch reden könnten. Er würde Hegel in dessen Muttersprache einfach besser verstehen." -
Im Moment werden auf Twitter unter dem Stichwort #Aufschrei die sexistischen Schandtaten der Männer gesammelt. Mehrere Zeitungen sind darauf eingegangen.
http://www.fraumeike.de/2013/das-schreien-der-laemmer/
http://onlinejournalismusblog.com/2013/01/25/auf…mit-einem-tabu/Ganz besonders heute gilt also: 20 Meter Sicherheitsabstand zu allem, das auch nur im Entferntesten weiblich aussieht. Außer natürlich, wenns was Schweres zu tragen gibt. Aber selbst dann sollte man die Scheuklappen nicht vergessen.
-
Es kommt einem deshalb nicht so kritisch vor, weil man es als Außenstehender ein bisschen lächerlich findet. Deshalb ist die Meldung bei der Zeitung auch unter Kurioses einsortiert. Mit politischer Korrektheit hat diese Forderung meiner Meinung nach schon zu tun. Diese Gesellschaft findet das Lego-Produkt diskriminierend und gewaltverherrlichend und politisch korrekt wäre es deshalb, das Produkt zu entfernen.
Die Kritik an den Waffen im Spielzeug müssten sie allerdings auf sehr viele andere Hersteller (z.B. Playmobil) ausdehnen. Aber wo es um Unternehmenspolitik geht und um die Sparten auf dem Markt, die man bedient, da sind wir bei einem ganz anderen Thema. Natürlich ist es wahrscheinlich für die Firma finanziell besser, ihrer Linie treu zu bleiben. Aber darum gehts ja bei der Meldung nicht. -
Die Türken stehen sozusagen vor Wien. Genauer gesagt vor dem Lego-Palast von Jabba. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich kritisiert einen Star-Wars-Bausatz von Lego, weil dieser eine zu große Ähnlichkeit mit der Hagia Sophia in Konstantinopel und der Moschee Jami al-Kabir hat. Außerdem sei er gewaltverherrlichend, da dort die typischen Waffen von Star Wars enthalten sind. Der Jabba-Bausatz schüre Vorurteile und Rassismus gegen Asiaten und Orientalen.
-
Es gibt derzeit die Diskussion, ob man das Wort Neger aus Büchern streichen soll, weil es nicht mehr politisch korrekt ist. Ausgelöst wurde das offenbar aktuell dadurch, dass Ottfried Preußlers Verlag diesen und ähnliche Begriffe gegen den Willen des Autors aus den Büchern gestrichen hat. Gleiches ist vor ein paar Jahren mit Astrid Lindgrens Pippi-Langstrumpf-Büchern durch den hamburger Verlag Friedrich Oetinger geschehen.
Angeblich sind 50% der Deutschen für die Streichung und 48 % gegen das Entfernen des Wortes, wobei unter letzteren tendenziell die höher gebildeten Menschen zu finden sind.
Warum soll das Wort getilgt werden? Der einzige Grund ist, dass manche Leute es als diskriminierend oder nicht mehr zeitgemäß empfinden. Darunter meiner Einschätzung nach vor allem Leute, die gar nicht selbst davon betroffen sind.Definition des Wortes:
Neger [von französisch nègre, zu lateinisch niger »schwarz«] der, Anfang des 17. Jahrhunderts aus dem Französischen übernommene, im 18. Jahrhundert in Deutschland eingebürgerte Bezeichnung für die indigenen Bewohner Schwarzafrikas. Ausgehend von dem im Amerikanischen verbreiteten Gebrauch des Schimpfwortes »Nigger«, gilt die Bezeichnung »Neger« seit Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend als diskriminierend und wird inzwischen durch »Schwarze«, »Schwarzafrikaner«, »Afrikaner«, »Afroamerikaner« oder Ähnliches ersetzt.
(Brockhaus 2010)Ältere Definitionen:
Neger ist der gemeinsame Name der durch schwarze Färbung der sammtartig weichen, fettig anzufühlenden Haut, schwarzes, wolliges Haar, platten Schädel, vorstehende Backenknochen und aufgeworfene Lippen ausgezeichneten Bevölkerung des mittlern und nordwestl. Afrika, welche den wesentlichsten Theil der äthiopischen Menschenrace (s. Mensch) ausmacht.
(Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon 1839)Neger Die dunkelhäutige Rasse, die Afrika bewohnt, ist, abgesehen von der Hautfarbe, durch Langköpfigkeit, Prognathie, krauses Kopfhaar gekennzeichnet.
(Deutsches Kolonial-Lexikon 1920)Festzuhalten ist also, dass Neger nicht für Schwarze, Afrikaner oder schwarze Afrikaner im Allgemeinen steht. Der Begriff bezeichnete bestimmte dunkelhäutige Stämme, die in einem speziellen Bereich Afrikas (vor allem Äthiopien, Nordwest- und Mittelafrika, Sudan) leben oder von dort stammen. Einen Ersatz für diesen Begriff gibt es nicht. Streicht man das Wort, muss man mit Umschreibungen arbeiten, oder den jeweiligen Stamm und das Herkunftsgebiet benennen. Ein realitätsfernes Unterfangen. Deshalb ersetzt der Verlag das Wort auch nicht, sondern streicht diese Passagen ersatzlos.
Das schafft einen Präzedenzfall, der das Fundament für weitere radikale Eingriffe in Büchern bilden könnte. Je nach aktueller Mode können Bücher umgeschrieben und verfälscht werden. Unter dem Etikett des ursprünglichen Autors wird etwas verkauft, das so nicht in seinem Sinne war. Man maßt sich an, die Bücher besser schreiben zu können, als der eigentliche Verfasser. Das hauptsächliche Problem ist nicht das Wort Neger oder Zigeuner. Denn dabei bleibt es ja nicht. Irgendwann kann wieder ein anderes Wort oder eine bestimmte Formulierung politisch inkorrekt wirken (Aktuelles Beispiel: Gender Mainstreaming). Vielleicht auch ein bestimmtes Bild, also übermalt man zum Beispiel Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer mit etwas zeitgemäßerem. So eine unberührte Natur wie in dem Gemälde ist ja heutzutage gar nicht mehr vorstellbar. Man muss das Bild der Gegenwart anpassen, nur so wird es zeitlos. Also ein paar Windkraftanlagen rein und die Skyline von New York in den Hintergrund, statt den öden Hügeln in der Nebelsuppe. Oder eine Szene in einem Film ist nicht mehr erwünscht, also dreht man sie neu und schneidet eine Ersatzszene rein.
Die herkömmliche Methode, mit Begriffen umzugehen, die aktuell nicht mehr richtig verstanden werden, ist das Einfügen von Fußnoten. Das hat den Vorteil, dass der Leser nicht bevormundet wird. Er kann sich sein eigenes Urteil über die Formulierungen im Buch bilden. -
Tja, solche Videos verschwinden manchmal ganz schnell von Youtube. Die meisten im Startbeitrag sind nicht mehr verfügbar. Werde den mal aufräumen.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
-
Schneeweiß sieht für mich anders aus. Das sieht eher nach Solariumbräune aus.
Ist doch egal, ob die Teilnehmer die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung repräsentieren. Das ist ja keine Völkerschau.
Solche Schönheitswettbewerbe finde ich eher uninteressant. Habe meine eigenen Schönheitskriterien, die sich nicht unbedingt mit denen der Jury decken. Aber der Wunsch an sich, jemanden vom eigenen Volk bei einem Wettbewerb unterstützen zu können, ist nachvollziehbar. -
Teilweise schon sehr radikal, was auf dieser Seite geschrieben steht. An manchem ist aber auch etwas wahres dran. Aber die Darstellung ist übertrieben, tendenziös und einseitig. Dass auf Quellen und Belege verzichtet wird, ist natürlich unwissenschaftlich, mag aber tatsächlich auch ein Schutz gegen Meinungsmache von der Gegenseite sein. Es handelt sich dabei nur um unbewiesene Behauptungen.
Ein anderes Thema: Mir scheint es so langsam, als könnten die Leute, die für den Vatikan Youtubevideos machen, nur ganz schlecht Deutsch. Beispielsweise lautet der Titel eines der letzten Videos wie folgt:
"Benedikt XVI gruesst die Spanischen Pilger und PilgerInnen."Fehler:
- Punkt nach der römischen Ordinalzahl fehlt: XVI.
gruesstgrüßtSpanischenspanischen- Punkt am Ende überflüssig
- Pilger
und PilgerInnen
1. Vielleicht ist die Schreibweise ohne Punkt im Vatikan so üblich. Soweit ich weiß, gehört da aber einer hin.
2. Entweder haben die dort keine deutsche Tastenbelegung, oder sie wollten aus Gründen der weltweiten Lesbarkeit auf Umlaute verzichten.
3. Ein klarer Rechtschreibfehler. Spanische Pilger ist meines Wissens kein feststehender Begriff, also schreibt man das Adjektiv spanisch klein.
4. Nach Überschriften wird kein Punkt gesetzt, auch wenn sie einen kompletten Satz darstellen.
5. Hier sind wir wieder im Gendersumpf gelandet. Das Wort Pilger steht an sich schon für männliche und weibliche Pilger (so wie mit Katzen auch Kater gemeint sein können) und gibt keinerlei Hinweis auf das biologische Geschlecht dieser Leute. Wenn man unbedingt betonen muss, dass hier auch Frauen dabei waren - etwa weil der Leser Grund zur Annahme des Gegenteils hat und dieser Fakt eine besondere Bedeutung für den Textinhalt hat - kann man das durch Ergänzung des Wortes Pilgerinnen verdeutlichen (oder Katzen und Kater). Männer sind hier benachteiligt, weil man ihre Existenz nicht einfach durch einen Suffix betonen kann. Die Youtubemenschen vom Vatikan haben aber nicht einmal die explizit weibliche Form dazugeschrieben. Sie haben sich für die unsinnige Version des Gender Mainstreaming entschieden, die ebenfalls für beide Geschlechter stehen soll, nämlich PilgerInnen mit Binnen-I. So haben sie also in der selben Überschrift beide Geschlechter doppelt angesprochen. Erstens korrekt mit Pilger und zweitens falsch mit PilgerInnen.So wäre es richtig gewesen:
Benedikt XVI. grüßt die spanischen Pilger