Eben, genau so gehts mir mit diesem Thread. Aber das macht nichts, vielleicht gibts ja Leute, die das besser verstehen als ich.
Beiträge von Illuminatus
-
-
Mich erinnern die Beiträge in dem Thema hier irgendwie an diese Arte-Late-Night-Satire.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
"wahrgenommen" ist eine nette Umschreibung.
Habe mich bemüht, ein bisschen neutral zu bleiben bei der Beschreibung.
Die Frage ist doch welcher "kultureller Austausch"? Der findet doch gar nicht statt.
Kommt drauf an, was man darunter versteht. Im Mittelalter haben die Kreuzzüge zumindest bei uns zu einer kulturellen Bereicherung beigetragen.
Zitat von Deutschland im MittelalterWeiterhin führten die Kreuzzüge zu einer Verbesserung der Kampftechniken und vor allem zu einem Kulturtransfer vom Orient in das westliche Abendland, der die Bildung und auch den Alltag im Westen stark beeinflusste.
http://www.deutschland-im-mittelalter.de/kreuzzuege.phpZitat von Deutschlandradio KulturDie Kreuzritter drangen in den Raum einer blühenden Kultur ein und schleppten Beutestücke mit nach Hause, die das Bild vom Luxus des Orients prägten. Hoch entwickelt im arabischen Raum waren aber auch Mathematik, Astronomie und Medizin. Orientalische Schabemesser, Brenneisen und Nähnadeln für Chirurgen, die im Kloster Corvey an der Weser gefunden wurden, sind beredte Zeugen für den "Wissenschaftstransfer" von Ost nach West, eine kulturelle Einbahnstraße.
http://www.deutschlandradiokultur.de/inspiration-fu…ticle_id=165823Gut, eine Einbahnstraße kann man vielleicht nicht direkt Austausch nennen. Aber das Prinzip ist klar. Über Handelsbeziehungen oder heutzutage über das Internet werden kulturelle Ideen und Techniken aus der Fremde erreichbar. Das ist in unserem Zeitalter so normal geworden, dass es kaum mehr auffällt.
Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und Chauvinismus unterschieden, insofern Patrioten sich mit dem eigenen Land und Volk identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten.
In der BRD ist es mE. nach leider so, dass kein Unterschied gemacht wird und das Wort Patriotismus nicht existiert!! Die Identitaeren sehen sich als Patrioten, dagegen ist absolut nichts einzuwenden.Würde ich so unterschreiben. Es gibt halt den populären Irrtum, dass Patriotismus sowas wie Nationalsozialismus im Deckmantel wäre. Und er sei die Hauptursache für Kriege. Tatsache ist, dass in vielen Kriegen auch Patriotismus verstärkt auftreten kann. Das heißt aber nicht, dass er der Auslöser oder überhaupt die Voraussetzung ist. Meiner Meinung nach ist er eher eine natürliche Begleiterscheinung, die aufgrund einer Schutzreaktion auf wahrgenommene Bedrohung von außen hervorgerufen wird.
Nun, das darf in der BRD auch nicht existieren, diese ewig gestrigen Dummen, nicht bereit fuer Neues, auch wenn es noch so grosse Schei… ist.Viele sehen halt nicht ein, dass Traditionsbewusstsein nicht bedeutet, dass man nicht offen für neues ist. Tradition hängt auch mit einer konservativen Einstellung zusammen. Mein Verständnis von Konservatismus ist: Das Gute, das in vergangenen Zeiten aufgebaut wurde, wird erhalten (lat. conservare) und weitergegeben (lat. tradere). Das bedeutet aber nicht, dass man an schädlichem oder überflüssigem Ballast festhalten, oder sich gegen neue Ideen verschließen sollte. Ein Mensch mit konservativer Einstellung wird allerdings nicht jeder erstbesten neuen Idee hinterherlaufen, nur weil es im Moment opportun erscheint. Neue Ideen müssen auf Basis von Erfahrungen geprüft werden, bevor sie übernommen werden. Und bis das mal eingetreten ist, wird das Bewährte und in Jahrzehnten oder Jahrhunderten Gewachsene jedenfalls nicht so einfach über den Haufen geworfen.
"Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme"
(Thomas Morus)Es mag ja sein, dass es manchen voellig egal ist, mit was und mit wem sie sich identifizieren.
Tatsache jedoch ist, dass die Identitaet im Grossen abhaengig vom eigenen Selbstwertgefuehl ist. Gestaerkt wird die eigene Identitaet durch die Familie, durch Freunde, Tradition und Kultur.Prinzipiell beginnt Identität da, wo der Mensch anfängt, zwischen sich und anderen zu unterscheiden. Also wenn er anfängt, sich seiner selbst bewusst zu werden.
Zitat von BrockhausEine stabile positive Identität ist die Voraussetzung für Selbstsicherheit und ein gutes Selbstwertgefühl; durch ungünstige Einflüsse in der Kindheit kann die Identitätsentwicklung gestört werden, wenn z. B. durch häufigen Wechsel der Bezugspersonen oder durch deren unberechenbares Verhalten keine konstanten Identifizierungen möglich sind.
(Brockhaus 2010) -
Google feiert heute den Geburtstag von Simone de Beauvoir. Wer das ist? http://www.wikimannia.org/Simone_de_Beauvoir
Ich frage mich ja, wer entscheidet, welche Personen und Termine ein Doodle wert sind. -
Mit Taschen aus Polyamid-Gewebe lässt sich ein Funktelephon so abschirmen, dass es weder senden noch empfangen kann. Würde sich vielleicht auch gut als Tapete eignen, wenn man in einem Raum niemals Radio hören möchte.
-
Aktuelles Beispiel:
ZitatApple-Gründer Jobs ist das Vorbild von Lei Jun. [...] Leis Traum: Das Unternehmen soll einmal so groß und wichtig werden wie Apple. [...] Im Herbstquartal hat das Unternehmen mit den Hasen-Logo in China sogar bereits [mehr?] Geräte abgesetzt als Apple. [...] Vermutlich hat es ihm dabei geholfen, dass er eine klare Richtung hatte. Leis Kompass ist Steve Jobs. [...] Zu den Zielen des 44-jährigen gehört es erklärtermaßen, einmal ein Marken-Image aufzubauen wie Apple. [...] Bis 2016 wolle er pro Modell weltweit mehr als 100 Millionen Stück absetzen, sagte er. In der Vergangenheit haben ihn chinesische Technikliebhaber viel dafür verspottet, wie detailbesessen er Jobs nachahmt. Bei Vorstellung seines ersten Handy-Modells trug er so ein ähnliches Hemd wie Jobs bei seinen Auftritten zur Präsentation von Neuheiten. Er ließ ähnliche Kamerawinkel wählen. Er brachte ähnliche Sprüche. Und das erste Handy sah verdächtig aus wie ein iPhone. Bei Produktvorstellungen im Elektroviertel von Peking ließ er sich von kreischenden Teenagern feiern wie ein Popstar. Jedes neue Gerät inszenierte er als Ereignis, zuletzt den Multimedia-Fernseher “Xiaomi TV”, den er wie gewohnt nur im Internet anbieten ließ - und die lieferbare Stückzahl anfangs bewusst niedrig hielt, um den Hype zu schüren.
[...]
Doch inzwischen emanzipiert er sich etwas von der Apple-Manie. „Ich habe nie platt Steve Jobs nachgeahmt“, sagt er heute. „Wer einfach nur nachahmt, hat keine Zukunft.“ Bei seinen jüngeren Auftritten ist er in einem konservativen Hemd mit Anzugshose erschienen – und auch die Frisur wirkte deutlich chinesischer.
[...]
Doch trotz des Bekenntnisses zur Originalität: Die Gemeinsamkeiten springen weiterhin ins Auge. Wie Apple gestaltet Xiaomi die Handys nur – die Produktion übernehmen Auftragshersteller wie Foxconn. Auch die Margen sollen die bei Xiaomi sehr hoch sein. „Ich glaube sogar, dass Lei seine Gewinne in der Öffentlichkeit untertreibt, damit die Kunden nicht denken, sie werden abgezockt“, sagt Zhou Hongwei von Softwarefirma 360, ein erklärter Kritiker Leis.Insgesamt, da sind sich seine zahlreichen Feinde einig, sei Lei vom Charakter her eher das Gegenteil von Steve Jobs. Wo Jobs ein Idealist gewesen sei, der seinen Weg aus Prinzipien gegangen sei, giere Lei nur als Nachahmer nach Ruhm und Profit.
Quelle: Handesblatt
-
Hallo, kenn mich leider mit dem Thema nicht aus und waterbrunn ist schon eine Weile nicht mehr hier gewesen. Aber vielleicht gibts ja sonst noch jemanden, der sich damit auskennt.
Im Archiv gibts wohl komischerweise Schreibrechte. Hab das Thema mal in den aktiven Bereich verschoben. -
Was noch dazugesagt werden sollte: Es handelt sich nicht um eine politische Partei, sondern um Gruppierungen, die sich unter dem Begriff der Identitären Bewegung und einem Logo (Lambda im Kreis, inspiriert von Schilden der spartanischen Hopliten) zusammengeschlossen haben. Dementsprechend kann es auch zu uneinheitlichen Aktionen und Äußerungen kommen, die weniger sinnvoll sind. Vorbild war die französische Gruppe Génération Identitaire (das Video gabs schon mal hier im Forum). Gemein sind diesen Gruppierungen jedoch folgende Punkte:
- Ablehnung des Multikulturalismus. Eine absichtliche Vermischung der Kulturen und Völker in einem großen Schmelztiegel wird als Zerstörung eines Teils der eigenen ethnokulturellen Identität wahrgenommen. Davon abzugrenzen ist eine gegenseitige Befruchtung durch kulturellen Austausch, die bis zu einem gewissen Grad als positiv oder unbedenklich angesehen wird.
- Patriotismus
- Traditionsbewusstsein
- Kritik an der Islamisierung und Massenzuwanderung (ergibt sich aus Punkt 1)
- Kritik an der EU-Politik
- Ablehnung von Rassismus. Die Unterschiede der Völker werden nicht zum Anlass genommen, ein bestimmtes Volk für hochwertiger oder minderwertiger zu halten.
- Ablehnung der Gleichmacherei (siehe Video im Startbeitrag)
- Freiheit. Totalitäre Züge des Staates und der Regierung werden abgelehnt.
Ein paar Anregungen zum Nachdenken und Kritisieren: Welchen Sinn hat eine Identität? Was ist überhaupt Identität und woraus besteht sie? Unter welchen Voraussetzungen kann eine bestimmte Identität existieren? Ist Identität statisch, oder wandelt sie sich? Macht es einen qualitativen Unterschied, ob eine Identität sich langsam verändert und wächst, oder aber sozusagen gewaltsam durch eine fremde Identität ersetzt bzw. übernommen wird? Was wären die Folgen?
-
Schon 3-4 Jahre her, aber passt hier gut rein: Das Chemnitzer Wandgemälde, das übermalt wurde, weil Politiker nicht mit der konservativen Einstellung des Malers einverstanden waren.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/strei…ichten-1.395601
Weitere Bilder des Künstlers kann man sich hier ansehen: http://www.benjaminjahnzschocke.de/bilderschau/index.php?list=17
-
Dass fortschrittliche Technik gerne in China auseinandergenommen, mit billigsten Methoden nachgebaut und dann wieder für wenig Geld auf den Markt geworfen wird, ist ja den meisten bekannt. Das gilt nicht nur für Technik, sondern beispielsweise auch für kulturelle Errungenschaften aus Architektur und Kunst. Gerade das Kopieren von Kunstgegenständen hat dort eine eigene Tradition. [1] Kopien von technischen Geräten und anderen Gegenständen aus China und Hongkong verursachen in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Schaden von jährlich etwa 30 Milliarden Euros. [2]
Woran liegt das? Seit die Welt stärker vernetzt ist und kultureller Austausch stattfindet, bemühen sich unterentwickelte Länder, von den reichen Ländern zu profitieren. Jedes Land, nicht nur die armen Länder, möchte auch mit Hilfe besserer Technik Missstände beheben und wirtschaftlich erfolgreicher werden. Wenn es an Innovationen mangelt, gibt es die Möglichkeit, kreative Menschen aus fremden Ländern zu importieren, die einem auf die Sprünge helfen. Eine andere Option ist es, Industriespionage zu betreiben und somit auf weniger moralischem Weg an technologisches Wissen zu gelangen. Derartige Methoden sind weltweit verbreitet. Im westlichen Kulturkreis (europäisch geprägte Länder, d.h. Europa, Nordamerika, Australien) jedoch wird das als Diebstahl von Ideen angesehen. Das Stichwort ist Geistiges Eigentum. Urheberrecht, Copyright, Patent- und Markenschutz verhindern eine unkontrollierte Verbreitung von unterschiedlichen Werken. In China gibt es de facto keine vergleichbaren Einschränkungen oder Gesetze, die auch in angemessenem Maße durchgesetzt würden. Dementsprechend wird in unvorstellbaren Ausmaßen kopiert, nachgebaut, imitiert und plagiiert. Nicht nur Elektrogeräte, Computerteile, Hygieneprodukte, Fernsehsendungen, Spiele, Kleider oder Medikamente; ganze Firmen mit Fabriken, Forschungsabteilungen, Verkaufsnetzwerk und Büros werden nachgebaut. [3] Ortschaften leben von der Produktpiraterie. Und weil sie mit aller Gewalt den Preis niedrig halten müssen, um wirtschaftlich gegen die wahren Schöpfer anzukommen, sind die Produkte meist minderwertig und geben nach kurzer Zeit den Geist auf, oder führen im Falle von Lebensmitteln und Medikamenten zu ernsthaften bis tödlichen Gesundheitsschäden. [2]Chinesische Unternehmen:
- Nur 0,03 Prozent verfügen über eigene Technologie/Urheberrechte
- 99 Prozent haben nie Patente beantragt
- Knapp zwei Drittel haben kein eingetragenes Markenzeichen
(Pekinger Behörde zum Schutz des Geistigen Eigentums) [3]
Ein Grund dafür ist: In der chinesischen Gesellschaft gibt es keine besonders ausgeprägte Wertschätzung für ein Original, wie wir es verstehen. Es wird nicht in bedeutendem Ausmaß von Fälschungen und Plagiaten unterschieden. Im Gegenteil, Kopieren gilt in China als eigene Kunst und Zeichen der Wertschätzung und Huldigung für den kopierten Gegenstand. [1] Auch wenn die chinesische Regierung die Produktpiraterie offiziell nicht gutheißt, wird nichts ernsthaft dagegen unternommen. Also wird die Welt weiterhin mit Schrott überflutet. Die geplante Obsoleszenz tut dann noch ihr Übriges, wobei sie in den meisten Fällen vermutlich gar nicht notwendig ist, da die Geräte ganz von alleine sehr rasch verschleißen.
Die andere Seite der Medaille: Ein Original entsteht selten aus dem Nichts. Es baut immer auch auf dem Wissen von anderen auf. Ein Erfinder benutzt Methoden und Technik, die von anderen erfunden wurden und setzt sie neu zusammen. Wenn es jedem freisteht, die Werke anderer zu vervielfältigen, dann vermehren sich natürlich die Möglichkeiten. Manche sind der Meinung, dass das zu einer beschleunigten Entwicklung der Technologie führen würde und damit allen geholfen wäre. Aber wie wir gezeigt haben, ist das nur die halbe Wahrheit. Neben den oben genannten Folgen würde das nämlich auch dazu führen, dass der Anreiz, etwas neues und besseres zu erschaffen, geringer wird. Alle schauen nur noch, was die Nachbarn machen und imitieren es, aber verbessern es nicht. Die Konsequenz ist völlige Kreativlosigkeit, die durch eine bestimmte Form der Erziehung noch gefördert wird.
Das Fazit fällt moderat aus: Es muss ein Mittelmaß gefunden werden. Die Menschen brauchen die Möglichkeit, vom Wissen und den Erfindungen ihrer Vorgänger zu profitieren. Das Rad soll ja nicht zweimal erfunden werden müssen. Aber das grenzenlose Verbreiten und die Legitimierung von Fälschungen und Plagiaten zerstört Kreativität und verhindert Innovationen. Eine schöpferische Tätigkeit muss gewürdigt und mehr anerkannt werden, als ein bloßes Kopieren.
Beispiel: Herr Räuber nimmt ein Buch von Dr. Schneider, tauscht die Namen der Personen darin und den Titel aus und ändert den Umschlag. Dann verkauft er das Buch billiger. Er hat ja auch kaum Arbeit gehabt, also kann er sich das leisten. Dr. Schneider ist darüber wenig erfreut. Die Gewinne aus seiner Arbeit kommen nämlich nicht bei ihm an. Auch die Anerkennung für sein Werk geht nun zum Teil an einen anderen. Wenn Räuber das Buch von Dr. Schneider als Grundlage für ein eigenes Buch verwendet hätte, wäre das ein völlig anderer Fall. Dr. Schneider erhält die Anerkennung für sein Werk. Räuber war schöpferisch tätig und hat der Menschheit etwas neues gebracht, indem er auf vorhandenem Wissen aufgebaut hat. Dabei kann er auch Zitate verwenden, die ihm Stoff liefern, den er verarbeiten muss. Dieser Umgang mit Originalen ist in den meisten Ländern legal.
Fehlt jedoch ein solcher kreativer Prozess, findet keine Innovation statt und es handelt sich um eine Fälschung oder ein Plagiat, die nicht öffentlich verkauft werden dürfen. Der einzige Vorteil, den ein Plagiat haben kann, ist der niedrige Preis. Ärmere Leute (die es in China zuhauf gibt) können sich damit vielleicht Fälschungen von Schuhen der Marke Adolf Dasslers oder seines Bruders leisten. Aber dass billig nicht gleich preiswert bedeutet, ist offensichtlich. Die Passform ist orthopädisch bedenklich, Feuchtigkeit vom Boden kommt bald ungehindert in den Schuh, Sohlen sind schnell durchgelaufen oder brechen vom Schuh ab, das Gummi wird brüchig und enthält giftige Chemikalien, die Senkel reißen. Insofern ist der Preis meist kein wirklicher Vorteil. Wer jedoch kaum Geld hat, kann sich das nicht aussuchen. Die Verbreitung der Fälschungen löst dieses Problem allerdings auch nicht.Eine moralische Grauzone sind Kopien, die als solche gekennzeichnet oder erkenntlich sind. Die Frage lautet: Darf man ohne Einwilligung des Urhebers ein Gerät oder ein Buch 1:1 kopieren und vermarkten, wenn man es als Kopie kennzeichnet? Nach deutschem Recht ist auch das nicht erlaubt, weil damit der Schöpfer seines geistigen Eigentums beraubt und gegen das Urheber- oder Patentrecht verstoßen wird. Dennoch ist das ein Punkt, über den es sich nachzudenken lohnt, da durch eine Erlaubnis der Verbreitung von Kopien beispielsweise die Verfügbarkeit von Wissen für alle erhöht werden könnte. Nur: Darf man das über den Kopf des Urhebers hinweg entscheiden?
Quellen und weiterführende Seiten:
1. Das Geschäft mit der Fälschung - Fälschungen aus China
2. Welt der Wunder - Gefährliche Plagiate
3. Urheberrechte in China - Im Schattenreich der Mitte
WISO - Wie Chinesen fälschen, nachbauen und kopieren
Wirtschaftswoche: Zoll beschlagnahmt immer mehr Fälschungen -
Bei Wikipedia gibt es mittlerweile eine kleine Sammlung der Mythen über das Thema Katana. Hier der Artikel im Spoiler:
Katana: Mythen und Missverständnisse (Wikipedia)
Japanische Schmiede genossen seit jeher eine große Wertschätzung, und der japanische Kaiser Go-Toba (1180–1239) hatte sogar selbst die Schwertschmiedekunst erlernt und teilte die Schmiede des Reiches in Rangklassen ein, von denen die erste besondere Privilegien hatte. Ebenso wird von berühmten Schwertschmieden wie Masamune, Muramasa und anderen berichtet, deren Schwerter eine spirituelle Kraft besaßen, die sie anderen Schwertern überlegen machte. In späteren Zeiten – insbesondere im Tokugawa-Shogunat der Edo-Periode – wurde das Katana zur „Seele des Samurais“ verklärt. Allerdings waren zu dieser Zeit die großen kriegerischen Auseinandersetzungen in Japan bereits beendet und die Samurai mussten ihre Sonderstellung im neu entstandenen rigiden Ständestaat durch Abgrenzung von den niederen Ständen rechtfertigen.Eines der häufigsten Missverständnisse besagt, dass der Stahl einer Klinge unglaublich oft gefaltet werde, wodurch sie angeblich überlegene Kräfte und Qualität gewinnen soll. Hierbei wird aber oft die Anzahl der Faltvorgänge mit der Anzahl der Lagen verwechselt. Die Anzahl der Lagen entspricht zwei hoch der Anzahl der Faltvorgänge, ein sechs Mal gefalteter Barren hat also bereits 26 = 64 Lagen und somit besteht schon ein 20-fach gefalteter Barren aus mehr als 1 Million Lagen. Ebenso ist im Westen die irrige Vorstellung verbreitet, dass für das japanische Schwert die Kombination von Stahl und Eisen gemeinsam gefaltet und zur Klinge ausgeschmiedet werde. Dieser Faltprozess (Gärben) betrifft aber die Vorstufe, nämlich das Herstellen der Barren von Schneidenstahl und Kernstahl, die dann zur Rohklinge verschweißt werden. Dieses Missverständnis beruht möglicherweise auf einer falschen Analogie zum Damaszenerstahl, der jedoch mit einer völlig anderen Schmiedetechnik gefertigt wird.
Das mehrfache Falten und Bearbeiten dient vor allem dazu, den vom Herstellungsprozess des Stahls bedingten unterschiedlichen Kohlenstoffgehalt über die komplette Klingenlänge gleichmäßig zu verteilen. Nur so kann man sichergehen, dass die fertig geschmiedete Klinge im Härteprozess und natürlich später im Kampfeinsatz nicht springt und zu Bruch geht. Die sich daraus ergebende oberflächliche Stahlstruktur – Hada (auch Hamon) genannt – die gelegentlich der Maserung von Holz ähnelt (Mokume- und Itame-Hada), ist also eher ein Nebenprodukt. Mit der Zeit wurden aber die verschiedenen Arten des Hada nach den Schemata der Muster klassifiziert (zum Beispiel Ayasugi-Hada, Masame-Hada) und bilden ein wichtiges Merkmal bei der Beurteilung eines Schwerts.
Das Katana in den Medien
Durch das Aufleben der Romantik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Verklärung des europäischen Mittelalters, des Nahen und Fernen Ostens wieder populär. Vor allem die japanische Kultur übt auf die Rezipienten des westlichen Kulturkreises eine anhaltende Faszination aus, die vor allem durch japanische Filme, Anime und Manga gespeist wird. Die Darstellung der Samurai und ihrer Schwertkämpfe sowie Duelle der Manga- und Anime-Protagonisten trugen wesentlich zur Entstehung vieler Missverständnisse bei, die bis heute meist kritiklos angenommen werden. In den letzten zehn Jahren ist eine mediale Tendenz zur Verklärung der japanischen Schmiedekunst erkennbar, die auch bei populärwissenschaftlichen Formaten – angeboten von National Geographic, History Channel und Discovery Channel – ihren Niederschlag findet.
Häufig wird, auch von Fachleuten in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen, die Meinung vertreten, dass das japanische Schwert den Höhepunkt der Schwertschmiedekunst der gesamten Menschheitsgeschichte darstelle. Diese Behauptung hält aber der archäologischen, metallografischen und historischen Quellenlage nicht stand. Die oben erwähnte Laminatstruktur der japanischen Klingen ist nichts Ungewöhnliches oder Einzigartiges, denn bereits die keltischen Schwerter des 5. Jahrhunderts v. Chr. (knapp tausend Jahre vor der selbstständigen Eisenverhüttung in Japan) weisen ein zielgerichtetes Verschweißen verschiedener Stahlsorten auf. Untersuchungen an römischen und germanischen Schwertern (Spathae und Gladii) zeigen ebenfalls oft komplexe Damaststrukturen.[2] Besonders die wurmbunten europäischen Klingen des Frühmittelalters sind in ihrer Komplexität kaum zu überbieten. Das belegt vor allem die Forschung von Stefan Mäder, der im Rahmen eines Projekts frühmittelalterliche Klingen in Japan von Fachleuten polieren ließ.[3] Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass selbst die Saxe aus feinst gegärbtem Stahl mit gleichmäßiger Kohlenstoffverteilung bestanden, aus verschiedenen Stahlsorten zusammengesetzt, verschweißt (duktiler Kernstahl und kohlenstoffreicher Schneidenstahl) und selektiv gehärtet wurden. Selektive Härtungen wurden ebenfalls an spätrömischen Spathae aus dem Nydam-Schiff festgestellt. Demnach sind weder Laminatklingen noch Raffiniertechniken oder die selektive Härtung etwas exklusiv Japanisches oder „Außergewöhnliches“. Nahöstliche und zentralasiatische Schmiede besaßen ihrerzeit ein ebenfalls umfangreiches Know-How wie ihre japanischen und europäischen Kollegen und verwendeten mindestens dieselben Verfahren zur Herstellung hoch qualitativer Schwertklingen.[4] Schwerter in gleicher Qualität wie die japanischen wurden in Europa seit den Zeiten des Römischen Imperiums hergestellt, parallel zu Indien und Persien, wo die Tiegelstahl-Produktion bereits in der Antike einen Höhepunkt erreichte.[5] Historisch lassen sich weder eine Überlegenheit des japanischen Schwerts allen anderen gegenüber noch irgendwelche speziellen Eigenschaften des Klingenmaterials belegen.
Letztlich finden sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen, in der von grundsätzlich minderwertigem Ausgangsmaterial und schlechter Verarbeitung historischer europäischer Klingen die Rede ist. Historisch überlieferte Berichte die Schmiedekunst der Kelten (Diodori Siculi Bibliotheca historica) und Franken[6] betreffend lassen keine Unterlegenheit der europäischen Stahlerzeugnisse anderen Kulturkreisen gegenüber erkennen. Bereits im 19. Jahrhunderts erkannte man, dass die Schmiedeverfahren der europäischen Antike (Kelten, Römer) prinzipiell dieselben waren wie die heute noch in Japan praktizierten.[7] Auch konnte man materialwissenschaftlich nachweisen, dass moderner homogener Industriestahl rein technisch jeglichem Schweißverbund qualitativ überlegen ist.[8] Ab den 1920er Jahren sind wissenschaftliche metallografische Studien über alte Klingen verfügbar.[9]
Es kann also festgestellt werden, dass alle historischen und modernen wissenschaftlichen Quellen die gute Stahlqualität und das ausgeprägte schmiedetechnische Können der europäischen Schmiede seit der Antike bezeugen. Die angeblich schlechte Stahlqualität und unzureichende Schmiedekunst der europäischen Schmiede ist im Grunde ein Produkt der populären Massenkultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die japanische Schmiedekunst durch die Medien dem breiten Publikum zugänglich wurde. Der Kontrast zwischen überlieferter japanischer Schmiedetechnik und der romantischen Vorstellung von Europäern der Antike und des Mittelalters als „ungebildeten Barbaren“ wurde von der Filmindustrie erfolgreich in Szene gesetzt und vom breiten Publikum als „historisch“ empfunden. Auch die angebliche Überlegenheit der Damaste oder Tiegelstähle gegenüber homogenem Gärbstahl lassen sich bis heute nicht wissenschaftlich belegen, sondern haben ihren Ursprung in der Romantik des 19. Jahrhunderts und nicht zuletzt in der romantischen Literatur von Walter Scott. Der Mythos von der Unterlegenheit der europäischen Stahlproduktions- und Schmiedetechnologie hat also keinerlei seriöse Quellen.
Primäre Eigenschaften
Des Weiteren wird behauptet, dass das Katana wegen seines weichen duktilen Kerns und der sehr harten (bis zu 61 HRC) Schneide praktisch unzerstörbar sei und mit gleicher Effektivität Stahl und organische Materialien schneide. Dieses Bild vom japanischen Schwert stammt aber gänzlich aus Anime und der romantischen Verklärung der japanischen Legenden. Abgesehen davon, dass wärmebehandelter Stahl von 45–58 HRC einen ebensolchen Stahl nicht schneiden, sondern höchstens brechen kann, widerspricht eine solche Sichtweise den Gesetzen der Physik. Es sind eine Vielzahl von japanischen und europäischen historisch-literarischen Quellen belegbar, die von verbogenen, schartigen und zerbrochenen Schwertwaffen berichten.[10][11][12][13] Es gibt zwar auch Berichte über Einsatz gegen Metall (mit ernsten Folgen für die Waffe), aber eine Fähigkeit, „Stahl wie Butter zu schneiden“ oder „Seidentücher in der Luft durchschneiden“, lässt sich nirgendwo historisch belegen, was angesichts moderner Tests und metallografischer Untersuchungen der alten Schwertwaffen auch nicht verwundert.[14] Darstellungen in Filmen, Computerspielen und Anime, in denen mit einem Hieb und ohne nennenswerten Materialwiderstand Steine, solide Metallgegenstände oder Plattenrüstungen entzwei geschnitten werden, sind Fiktion. In Betracht der Druck- bzw. Zugfestigkeit und Härte von Eisen, Stahl sowie Gesteinen sind solche Schnitte physikalisch nicht möglich.
Als ein exklusives Attribut des japanischen Schwertes wird gern seine angeblich phänomenale Schärfe angegeben. Diese Behauptung wird aus der Tatsache abgeleitet, dass die Härte der Schneide des Katanas für gewöhnlich die der europäischen Originale übersteigt (55–58 HRC gegen 64–67 HRC des jap. Katanas).[15][16] Die Härte der Schneide hat aber tatsächlich keine Auswirkung auf die Schärfe an sich – hier werden Schnitthaltigkeit und Schärfe verwechselt. Der weiche Kern und der Klingenrücken des Katanas sorgen außerdem dafür, dass sich die Waffe bei Belastung schnell verbiegt, denn nur so kann die Spannung absorbiert werden und die harte Schneide intakt bleiben. So erklären sich auch viele Scharten und Verbiegungen an historischen japanischen Klingen. Bei steiferen Klingen und höherer Härte des Kerns steigt erwartungsgemäß die Gefahr der Ausbrüche an der Schneide bei zu hohen Belastungen. Die häufig zitierte „Härte bei gleichzeitiger Elastizität“ ist also ein Kompromiss und keine Vereinigung zweier gegensätzlicher Eigenschaften.
Auch gibt es die Meinung, dass Katanas im Vergleich zu anderen Schwertern sehr dünn seien, was zu einer steilen Klingengeometrie und somit außerordentlichen Schnittleistung führe. Dabei werden oft ausgerechnet europäische Schwertwaffen als extrem dick angenommen; möglicherweise nur, weil die sichtbar breiteren Klingen automatisch auch für dicker gehalten werden, oder wegen der aufgrund ihrer Schlagkante dick erscheinenden Fechtwaffen, die beim Szenenfechten und Schaukampf verwendet werden. Tatsache ist aber, dass eine Nihonto-Klinge 6 bis 9 Millimeter dick ist und diese Dicke bis zum Ort (Kissaki) hin kaum abnimmt, während europäische Schwerter an der Klingenwurzel bis 8 mm und im Ortbereich zuweilen nur 2 mm Dicke aufweisen.[17][18][19] Japanische Schwerter sind also tatsächlich dicker als z.B. die Originalschwerter des europäischen Mittelalters.
Letztendlich hängt die Schärfe eines Schwertes von seiner Klingengeometrie ab, auf die die Klingendicke lediglich einen indirekten Einfluss hat.
Fechtsystem und Einsatzgebiet
Das dem Katana zugehörige Fechtsystem Kenjutsu wird in populärwissenschaftlichen Printmedien und TV-Sendeformaten oft sehr unpräzise behandelt. Die Grenzen zwischen Kendō, Kenjutsu und Aikidō werden meist verwischt und so ein moderner Sport wie Kendō oft irrtümlich als „uralte Schwertkampfkunst“ bezeichnet. Die Vorstellung der Öffentlichkeit über den japanischen Schwertkampf basiert größtenteils auf Samurai-Filmen, Hollywood-Darstellungen des fernen Ostens oder besonders bei den jungen Rezipienten auf Anime-Serien wie Naruto oder Kenshin. Vorstellungen eines intrinsischen Tötungspotentials einer Waffe stammen aus Computerspielen und haben mit realem Blankwaffengebrauch nichts gemein. Aufgrund dieser Tendenz und der weiträumigen Verbreitung der Missverständnisse aus dem 18. und 19. Jahrhundert bezüglich der europäischen Schwertwaffen wird oft die Meinung geäußert, das Katana sei in puncto Geschwindigkeit allen anderen Schwertern überlegen wegen seines im Vergleich zu anderen Klingenwaffen angeblich geringen Gewichts. Wenn man aber die Tatsache betrachtet, dass ein durchschnittliches Katana ebenfalls wie das europäische Kampfschwert (Typ X bis XIV nach der Oakeshott-Klassifikation) um 1100–1200 Gramm gewogen hat, bleibt die o.e. Behauptung zumindest zweifelhaft. Den Säbel (0,9–1,1 kg), das Rapier (bis 1,4 kg) und das römisch-germanische Spatha (0,6 bis 1,2 kg) gab es ebenfalls in Gewichten unter 800 Gramm (Bsp: das russisch-kaukasische Schaschka). Damit befindet sich das Katana gewichtsmäßig eher im mittleren Bereich. Die beidhändige Führung bei einer durchschnittlichen Klingenlänge um die 70 cm hat in anderen Kulturkreisen ebenfalls ihre Entsprechungen (z. B. das europäische lange Messer). Hiermit existieren in Wirklichkeit keine logisch nachvollziehbaren Gründe für eine bedeutend schnellere Fechtweise mit dem Katana als bei anderen historischen Fechtstilen. Argumente wie die historische Abwesenheit hochentwickelter Fechtlehren und qualitativer gebrauchstüchtiger Waffen bei anderen Völkern außerhalb des sino-japanischen Kulturkreises entsprechen aus wissenschaftlicher Sicht nicht den archäologisch und historisch belegten Tatsachen.
Es gibt auch Missverständnisse, die in die andere Richtung gehen; so wird oft behauptet, dass Nihontō reine Hiebwaffen darstellten und nur zur Bekämpfung ungepanzerter Gegner geeignet waren. Dabei spielt die Tatsache eine große Rolle, dass heute nahezu alle authentischen japanischen Schwerter für sportliche Aktivitäten wie Tameshigiri und Iaido geschmiedet werden. Die sogenannten Koto-Schwerter („alte Schwerter“, grob gesagt vor und während des 16. Jahrhunderts hergestellt) weisen eine hohe Variabilität auf, was Klingengeometrie, Krümmung, Balance und Gewicht angeht, wobei das Grundkonzept des Nihonto immer gleich blieb. Ihre primäre Aufgabe war die Bekämpfung der japanischen Rüstungen, die unter anderem Eisen und Stahl (z. B. Helme) enthielten. Deswegen sind die klassischen japanischen Schwerter aus der Zeit der Kriege und Auseinandersetzungen vor dem Tokugawa-Shogunat bestens an die Rüstungen der damaligen Zeit angepasst und eignen sich also für mehr als nur zum Schneiden weicher Ziele.[20] Eine wichtige Unterscheidung; das Katana entstand in seiner heutigen Form erst im 17. Jahrhundert, die Schlacht-Schwerter vor dem Tokugawa-Shogunat waren in der Regel keine Katanas und wurden entsprechend anders eingesetzt.
Das konkrete Einsatzgebiet des Katanas wird sehr oft vernachlässigt oder verzerrt. Es wird unter anderem angegeben, dass das Katana sich bestens zur Bekämpfung jeglicher Art von Rüstung eigne und in nahezu jeder erdenklichen Kampfsituation eingesetzt werden könne. Solche Vorstellungen lassen aber zu deutlich den Einfluss der modernen Samurai- und Ninja-Filme erkennen, die gewöhnlich mit der historischen Kriegsführung nichts zu tun haben. Bis zur Edo-Zeit waren die Samurai primär berittene Bogenschützen, wobei ihr Schwert Tachi nur in einer Notsituation eingesetzt wurde. Erst durch eine Verordnung des Shoguns Tokugawa Ieyasu wurde das im 15. Jahrhundert aus dem Uchigatana hervorgegangene Katana als „Seele des Samurais“ verklärt, wobei die klassischen Kriege zu Ross in voller Rüstung für immer in die Vergangenheit rückten. Das Katana an sich war somit von vornherein eine persönliche Duellwaffe für schwach oder gar nicht gerüstete Gegner, welches ihre endgültige Form (Montierung, Politur, Gestaltung) erst im 17. Jahrhundert erlangte. Hiermit kam das Katana des 17. bis 19. Jahrhunderts so gut wie gar nicht in Berührung mit Lamellenpanzern, Brustpanzern oder traditionellen Ōyoroi-Rüstungen der früheren Zeiten. Ihre angeblichen panzerbrechenden Eigenschaften oder die universelle Eignung für alle Belange des Schlachtfeldes entbehren hiermit jeglicher historischer Grundlage. Im Gegensatz dazu sei vermerkt, dass die europäischen Schwerter des Hoch- und Spätmittelalters, zentralasiatische Säbel sowie nahöstliche Klingenwaffen bei der Bekämpfung von Kettenpanzern, Lamellenpanzern oder gar Plattenrüstungen oft Spitzenbelastungen ertragen mussten, die bei japanischen Rüstungen so nie auftreten konnten – das Durchhauen eines Kettenpanzers oder Durchstechen der Plattenrüstung an der entsprechenden Stelle stellt sehr hohe Anforderungen an das Klingenmaterial und die Wärmebehandlung der Klinge. Der Aufbau und die Härtung des Katanas sind hiermit rein technisch ungeeignet zur Bekämpfung von Plattenrüstungen oder Kettenpanzern, diese konkrete relativ junge Schwertart (nicht zu verwechseln mit Tachi oder Nihontō an sich) diente ausschließlich repräsentativen Zwecken und als Duellwaffe gegen ungepanzerte Gegner.
Metallurgische Hintergründe
Eines der häufigsten Argumente, das die Überlegenheit der japanischen Klingen belegen soll, ist die Behauptung, dass die Eisenluppe – Tamahagane[21] – aus dem japanischen Rennofen (Tatara) besonders rein sei oder durchgehend hohe Mengen an Legierungsbestandteilen wie Molybdän, Vanadium oder Wolfram enthielte. Die Rohluppe aus dem Rennofen ist jedoch ein Zufallsprodukt, dessen Gehalt an Schlacke und Kohlenstoff sehr weit auseinander liegen kann. Demzufolge ist jedes Stück Tamahagane absolut individuell. Das Fachwissen des Schmiedes erlaubt diesem die Auswahl geeigneter Stücke, die möglichst schlackenfrei sein und einen Kohlenstoffgehalt zwischen 0,8–1,3 % besitzen sollen. Das japanische Eisenerz in Form des „satetsu“ (Eisensand) war qualitativ gesehen nur von mittelmäßiger bis minderer Qualität, weshalb auch die langwierigen Raffiniertechniken durch Falten und Ausschmieden zur Reinigung des Stahls notwendig waren (siehe Yoshihara, Tanimura). Die Qualität des japanischen Stahls und das große Können der japanischen Schmiede besteht also eher in ihrer Fähigkeit, aus mittelmäßigen Ausgangsmaterialien qualitativ gute bis sehr gute Klingen zu schmieden. Das erklärt auch, warum die japanischen Schmiede zur Zeit des Namban-Handels und danach gern europäischen Exportstahl („Namban-Tetsu“) verwendeten. Die Qualität der japanischen Klingen gründet demnach nicht auf der Qualität des Ausgangsmaterials als solchem.
Was die angeblichen Legierungsbestandteile angeht, so sind diese bei metallografischen Untersuchungen nicht in signifikant erhöhten Mengen festgestellt worden.[22] Abgesehen davon, dass ein Rennofen nicht die zur Herstellung von niedrig bzw. hochlegierten Stählen erforderliche Temperatur aufbringen kann, weisen moderne Stähle trotz aller möglicher Kombinationen oben genannter Elemente keine „erstaunlichen Eigenschaften“ auf, die oft dem japanischen Stahl durch die Medien zugeschrieben werden. Das Vorhandensein von Molybdän und Vanadium in signifikant hohen Anteilen sowie von Nano-Strukturen[23] im japanischen Stahl ist eigentlich bisher nicht nachgewiesen worden; es ist im Grunde eine falsche Analogie zu Wootz und der Rolle des Vanadiums als Karbid-Bildner,[24] die einer wenig sorgfältigen Berichterstattung der Medien verschuldet ist.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Katana#My…st.C3.A4ndnisse
Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel über Schwerter von der Seite der Technischen Fakultät der Universität Kiel:Magische Schwerter (TF Uni Kiel)
Man sollte lieber mal die andere Seite sehen: Die Erfolgsgeschichte des japanischen Schwerts führte zur "Stasis", zur Lähmung der Weiterentwicklung der Metallurgie.
Durch Versuch und Irrtum hatte man ein ziemlich optimales Produkt hingekriegt. Man hatte aber nicht den kleinsten Schimmer einer Ahnung warum die Sache funktionierte.
Jede Abweichung von der in kleinsten Details feststehenden Technologie war ein Sakrileg; das durfte nicht sein. "Fortschritt" gab es nur noch in unwesentlichen Details - z.B. am Design des Griffs - und minimalste Änderungen lösten ähnlich heftige Emotionen aus wie heutzutage Längenvariationen in cm Bereich bei Rocksäumen und Hosenbeinen.Kein Japaner wird das jemals zugeben, aber als Commodore Matthew Perry von der United States Navy am 8. Juli 1853 Japan zur "Öffnung" zwang (mit Kriegsschiffen), waren die Standardsäbel, die seine Soldaten herumschleppten, den japanischen Schwertern wohl kaum unterlegen - und diese Säbel waren noch deutlich schlechter als die einige Jahrzehnte später üblichen Gußstahlsäbel.
Wobei man sich darüber klar sein muß, dass "besser" oder "schlechter" in diesem Zusammenhang zwei verschiedene Dinge bedeutet:- Welches "Schwert" würde in einen Kampf "gewinnen"?
- Welches Schwert hat die besseren technischen Daten?
Auf beide Fragen gibt es aber keine eindeutigen Antwort. Welches Schwert "gewinnen" würde hängt von der Kampftechnik ab. Ein japanischer Samurai hätte trotz metallurgisch wohl "besseren" Schwerts keine Chance gegen einen Ritter in voller Rüstung mit seinem vergleichweise primitiven "Breitschwert"-Prügel.
Es gibt auch kaum harte Daten zur zweiten Frage; einige Zahlen finden sich im Link.Eines aber soll deutlich gesagt werden: Kein Schwert - japanisch, magisch, modern - kann die tollen Dinge tun, die in den Legenden (und im Internet) bis heute fortleben.
Ein Seidentuch, das auf die Schneide eines Damaszenersäbels fällt, wird nicht durchschnitten. Kein Schwert durchschlägt eine Stahlrüstung (durchstoßen - OK), und wenn zwei ordentliche Schwerter mit den Schneiden aufeinanderprallen, haben beide kräftige Scharten. Wer mit seinem Schwert auf einen Stein oder Amboß haut, hat danach ein gebrochenes oder beschädigtes Schwert, und immer noch einen Stein oder Amboß.Was man aber schon sagen kann ist:
Die Metallurgie der "Kelten" war mindestens genauso weit entwickelt wie die der Japaner - nur schon viel hundert Jahre früher. Ihre "Torsionsschweißdamastschwerter" waren extrem kompliziert aufgebaut, wie ihre japanischen Kollegen von atemberaubender Ästhetik, und nach manchen antiken Berichten extrem "gut" und entsprechend begehrt. Es ist möglich, dass die Kelten eine extrem komplizierte Technik entwickeln mußten, weil ihr "Raseneisenerz" ziemlich schlecht ist (d.h. viel P und S enthält)Der noch ältere römische "Gladius" (ein Kurzschwert zum Stechen) und der "Spatha" (das Langschwert der Offiziere) waren wohl auch nicht schlecht; obwohl nicht besonders kompliziert aufgebaut (man weiß aber nicht sehr viel darüber). Möglicherweise profitierten die Römer vom Zugriff auf gutes spanisches Erz.
Quelle: http://www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw…_3.html#_dum_37
Und hier noch mal die Reportage aus dem Startbeitrag. Das Video wurde wohl gelöscht:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Honig ist ein Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt. Er kann als Alternative zum Industriezucker als Süßungsmittel verwendet werden. Als gesund gilt er deshalb, weil er bestimmte Inhaltsstoffe hat, die reinem Zucker fehlen. Dazu zählen unter anderem:
- Aminosäuren
- Eiweiße
- Enzyme
- Spuren von Mineralstoffen
- Vitamine
- Zink
- Eisen
- Kupfer
Nicht vergessen sollte man jedoch, dass Honig auch etwa zu 70-80 % aus Zucker besteht. Er beinhaltet hauptsächlich Fructose und Glucose, in geringeren Mengen Saccharose und Dextrine. Der Rest besteht aus ca. 20 % Wasser. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich teilweise stark, je nach Herkunft des Honigs. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung haben die verschiedenen Honigsorten auch einen unterschiedlichen glykämischen Index, der den von Industriezucker sogar übersteigen kann. Waldhonig hat beispielsweise wegen seines hohen Gehalts an Melezitose (besteht aus Saccharose und Glucose) einen besonders hohen GI. Lindenblütenhonig dagegen einen besonders niedrigen.
Interessant ist allerdings, dass nach dem hohen Anstieg von Blutzucker und Insulin durch Waldhonig kein so massives Abfallen der Blutzucker- und Insulinkonzentration im Blut folgt, wie es beim weniger glykämischen Lindenblütenhonig geschieht. Das bedeutet, dass Honig eine geringere Insulinausschüttung verursachen kann, auch wenn er auf dem glykämischen Index über Zucker steht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Honig eine Mischung aus Zuckern und etwas gesundem Beiwerk ist, die unter Umständen sogar eine Entstehung von Diabetes Typ 2 nicht ganz in dem Maße fördert, wie normaler Haushaltszucker (Saccharose). Nichtsdestotrotz zeitigt ein hoher Konsum von Honig ähnlich fatale Folgen für Blutzucker, Insulin und Organe, die auch bei reinem Zucker drohen.Quellen:
1. Brockhaus 2010
2. Peak: Mythos vom natürlichen Süßungswunder -
Wenn wir das Gespräch über Garten und Anbau von Kräutern und Gemüse fortführen sollten wir vielleicht einen eigenen Thread aufmachen, ich glaube hier paßt das nicht so hin, oder? Bin erst neu hier und weiß nicht wie das hier gehändelt wird. Von anderen Foren weiß ich, daß es nicht so gerne gesehen wird wenn man das Thema verläßt.
Ja, ist besser. Sonst finden sich außenstehende Leser einfach nicht so gut zurecht. Im Allgemeinen erwartet man ja, dass es im Thread um das Thema geht, das auch in der Überschrift steht. Wenn dann zu viele andere Themen diskutiert werden, ist man verwirrt.
-
Die Identitäre Bewegung besteht aus Personen, die Ideen des Ethnopluralismus auf politischer Ebene vertreten. Zu dem Begriff Ethnopluralismus gibt es einen stark tendenziösen Artikel in der Wikipedia. Vereinfacht gesagt handelt es sich um das Gegenteil einer Multikulti-Ideologie. Den Anhängern dieser Bewegung geht es darum, dass Menschen und Völker ihre Identität, also ihre Kultur, Sitten, Bräuche, Sprachen und Traditionen, bewahren können. Sie sollen die Möglichkeit haben, nebeneinander und miteinander zu existieren (jedoch nicht hierarchisch übereinander). Identitäre richten sich gegen totalitäre politische Bestrebungen, die Gleichmacherei und den identitätslosen Einheitsmenschen zum Ziel haben. Auf Wikipedia ist zu lesen, dass der Verfassungsschutz die Bewegung als virtuellen Rechtsextremismus ohne Realitätsbezug sieht.
Schaut euch mal die Videos an. Seht ihr da Probleme, oder darf man als guter Pfadfinder auch Identitärer sein?
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Allzeit bereit!
-
Femen-Aktivistin stört Weihnachtsmesse von Kardinal Meisner an seinem 80. Geburtstag im Kölner Dom.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt."Die erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit zu Meisners rundem Geburtstag an Weihnachten nutzte eine Femen-Aktivistin, um im Kölner Dom gegen die katholische Kirche zu protestieren. Die 19-Jährige sprang zu Beginn des Weihnachtsgottesdienstes am Mittwoch mit nacktem Oberkörper auf den Altar und schrie "Ich bin Gott". Nach kurzer Zeit fassten Domwächter die junge Frau und führten sie aus der Kirche. Der Kardinal blieb gelassen und setzte die Messe fort. Man wolle Weihnachten feiern und sich die Stimmung nicht vermiesen lassen, sagte er. Vor dem Schlusssegen schloss er die Frau in sein Gebet ein." Quelle
http://www.spiegel.de/panorama/gesel…r-a-940838.html
http://www.sueddeutsche.de/kultur/dokumen…zonen-1.1762451 -
Frohe Weihnachten!
Das Weihnachtsfest ist nicht das wichtigste christliche Fest. Das wäre Ostern, da es hier um den zentralen Glaubensinhalt geht. Dennoch ist es eines der Hochfeste des Herrn. An kommerzieller Ausschlachtung ist es in unserem Kulturkreis unübertroffen und erfreut sich auch deshalb international großer Beliebtheit. Auch in Ländern, die kaum etwas mit dem Christentum am Hut haben, schmückt man mittlerweile Nadelbäume und verkauft entsprechende Dekorationen, da man gerne die westlichen Sitten und Bräuche imitiert.
Das Schmücken eines Christbaumes ist eine Tradition, die ihren Ursprung im deutschen Sprachraum hat. Die ersten Aufzeichnungen, in denen das als üblicher Brauch dargestellt wurde, stammen aus dem Elsaß im Jahre 1605:"Auff Weihnachten richtet man Dannenbäume zu Straßburg in den Stuben auf. Daran henket man Roßen auß vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold und Zucker" [1]
Die Tanne, die wegen eines natürlichen Frostschutzmittels auch im Winter grün bleibt, symbolisiert das ewige Leben oder das neue, auferstandene Leben in einer Zeit, in der alles andere tot erscheint.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.1. Sueddeutsche.de: Weihnachtstradition weltweit - Durch Baum und Zeit
-
Google wünscht nicht "Frohe Weihnachten", sondern ein "Frohes Fest". Die englische Entsprechung, die in Amerika mittlerweile bei gewissen Personen modern ist, ist "Happy Holidays" oder "Season's Greetings" statt "Merry Christmas". Das ist die politisch korrekte, weil unreligiöse Version. So können sich auch Menschen, die anderen Religionen angehören, über das christliche Fest freuen, weil ja der Name des Festes nicht erwähnt wird.
Hoffe ihr erkennt die Ironie. Auf dem Doodle ist auch keine Krippe zu sehen oder sonst irgendetwas mit Bezug zum Ursprung dieses Festes. Stattdessen wird der Kommerz-Weihnachtsmann erwähnt und ein Pferdeschlitten, der durch den Schnee fährt, abgebildet. -
Heute ist Wintersonnenwende. Die Sonne scheint wieder länger. Dieses Datum war für unsere Vorfahren von essentieller Bedeutung. Ihr Überleben hing vom Sonnenlicht noch viel mehr ab, als wir es uns heute in Zeiten von elektrischem Kunstlicht vorstellen können.
Früher, zu Zeiten des Julianischen Kalenders, fiel die Wintersonnenwende mit Weihnachten zusammen (25. Dezember). Da wir heute den Gregorianischen Kalender verwenden, findet sie nun am 21./22. statt.
Der Tag war spätestens ab 354 n.Chr. bei den heidnischen Römern der Tag des "Sol invictus", also der Tag des unbesiegbaren Sonnengottes.
Bei den Germanen wurde das Julfest gefeiert. Wie alt die Jul-Bräuche sind, wie sie praktiziert wurden und ob sie alle aus heidnischer Zeit stammen, ist nicht ganz gesichert. Heute jedoch feiern viele Neoheiden die Sonnenwende und bedienen sich dabei nicht immer ganz authentischer Traditionen.
Im Anschluss an das Julfest (25. Dezember) beginnen die 12 Rauhnächte, die mit dem Epiphanias-Tag (6. Januar) ihr Ende finden. In diesen Tagen findet nach Vorstellung der Germanen auch Wodans Wilde Jagd statt. -
"Zusammen mit seinem Team von der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts) und weiteren Forschern aus Portugal und Australien hat der berühmte Altersforscher ausgetestet, wie sich eine Erhöhung der NAD-Konzentration auf die Zellalterung auswirkt. Seine Maus-Experimente zeigen: NAD kann die schädlichen Prozesse nicht nur stoppen. Es kann sie sogar zum Teil rückgängig machen." [...]
"Wird den Zellen eine Vorstufe von NAD zugeführt, so bilden sich bereits nach einer Woche die Zeichen der Alterung zurück. Die Forscher achteten dabei auf klassische Alterungs-Parameter wie Entzündungsreaktion, Insulinresistenz und Muskelschwund. Nach Zugabe der NAD-Vorstufe bildeten sich alle drei davon im erstaunlichen Ausmaß zurück. Die Zellen der zwei Jahre alten Mäuse glichen nach der NAD-Kur plötzlich einer sechs Monate alten Maus." -
Danke, also ich habe als erstes eine Marke gefunden, bei der auf der Verpackung steht:
Garantiert
Gentechnik
freiIch schätze mal, das soll bedeuten, garantiert frei von Gentechnik. Wenn man es aber in der Anordnung liest, kann es auch bedeuten, dass einem frei/kostenlos Gentechnik garantiert wird, was nicht so gut wäre. Das wäre allerdings Irreführung, weil man als Kunde ja nicht annimmt, dass mit Gentechnik geworben wird.
Wenn man viel Tee trinkt und den süßen will, ist möglicherweise Erythrit geeigneter als Xylitol: "Da Erythrit schon zu 90 % über den Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden wird, sind die sonst für Zuckeralkohole üblichen Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall stark vermindert."
http://de.wikipedia.org/wiki/Erythrit#…und_Darstellung