Hab mal vor kurzem ne Philosophie-Runde im TV gesehen. Waren wirklich hochinteressante Gespr?che, aber gerade wos spannend wurde, is das ganze einfach abgebrochen. Philosophen stellen Fragen, und deren Gespr?chspartner stellen wiederum Gegenfragen, oder sagen, dass gerade diese Frage ja garnicht die Frage sei, sondern eine ganz andere. Das sind halt die puren Theoretiker, deren Beruf ist deswegen noch nicht ausgestorben, weil sie die Praxis vergessen. Sie stellen Fragen, die man nur durch Praxis l?sen kann. Wenn man etwas wirklich vollkommen kennen will, muss man dieses ,,etwas" sein. Wenn ich einen Baum sehe, identifiziere ich mich immer bis zu einem gewissen Grad mit ihm, meistens nat?rlich unbewusst. Man versetzt sich in Gegenst?nde, die man betrachtet, ganz automatisch hinein. Durch eine vollkommene Identifikation mit einem Gegenstand oder Wesen, wird man dieser Gegenstand oder dieses Wesen. Wenn also Philosophen Fragen ?ber Gott stellen, und dabei nicht Gott sind, werden sie niemals vollkommen verstehen k?nnen, was Gott eigentlich ist. Sie m?ssten dazu im Seinszustand mit ihm sein. Aus diesem Grund l?sst sich auch kein Ding vollkommen und universell wahr definieren, daher bleiben alle Fragen und alles philosophieren Denktraining.
(was nat?rlich alles meine momentane Meinung ist und aufgrund seines Paradoxons sowieso nich 100% stimmt)
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. 