Wenn es interessiert: Weisheit ist Erkenntnis auf dem Weg zur Mitte (dem Selbst). Die verschiedenen Blätter der Weisheit sind die einzelnen Stufen auf diesem Weg (Erkenntnisstufen). Mit Wissen hat das absolut nichts zu tun, es geht hierbei um Verstehen des Universums und der Universalgesetze, die sogenannte Mystik; wer die tatsächlich verstanden hat, ist weise und umgekehrt. Die verschiedenen Blätter sind in jeder Kultur gleich und sie waren/sind fast jeder Kultur auch bekannt; jedoch ist diese Analogie bzw. Ähnlichkeit dem Laien ziemlich unverständlich.
Man unterscheidet zwischen hermetischer (ägyptischer), jüdischer, tibetischer, keltischer, chinesicher Tradition usw., außerdem sind auch die zahlreichen Urvölker in diese Liste der "Eingeweihten" einzureihen. Da die Welt polar ist, unterteilt man auch die Weisheitsblätter in zwei Teile, nämlich die qualitative und quantitative. Grob gesagt, Verstehen und Können (auch das Können spielt eine Rolle!). Ihre Lehre äußert sich immer durch einen sog. Einweihungsweg, also praktisches Arbeiten (Yoga, Hermetik, Schamanismus, Runen, Kabbalah...). Diese sind jedoch nicht Ursache der Erkenntnis, sondern "Meilensteine": sie zeigen an, wie weit man in seiner Entwicklung gediehen ist. Des weiteren trennt man gründlich zwischen Philosoph und Weisem. Während sich der Philosoph nur mit der intelektuellen Seite des Daseins befasst (also einseitig), wird er niemals Zugang zur ganzen Realität erhalten und daher ein sehr eingeschränktes Weltbild haben (im Gegensatz zum Weisen).